• #1

Bin ich kurz davor die Bodenhaftung zu verlieren?

Ich (41) Single, beruflich viel unterwegs, stressbewährt - privat gehe ich es gern ruhiger an.
Entschuldigt ich finde heute nicht die richtigen Worte. Bin fix und fertig!
Meine damalige Lebensgefährtin wollte Kind(er), ich auch - leider funktionierte es nicht bei mir. Das Problem hätte natürlich ohne weiteres gelöst werden können, wie ich weiß. Habe etliche Ärzte konsultiert, etliche Behandlungen über mich ergehen lassen. Adoption und künstliche Befruchtung in Betracht gezogen.
Nein ich bin nicht impotent, da funktioniert alles wie es soll!
Plötzlich wurde sie schwanger, aber von meinem (zumindest habe ich das gedacht) bestem Freund. Sie verließ mich kurz darauf.
Habe dann in Folge zwar wieder diverse Beziehungen gehabt, die sich jedoch wegen meines Problems negativ entwickelten. Intoleranz bin ich also gewohnt.
Aber inzwischen habe ich den Gedanken Vater zu werden aufgegeben.
Vor dreizehn Wochen schließlich nach meiner derzeitig letzten Liason, hab ich es nicht mehr ausgehalten und habe bei einem Treffen mit Freunden in unserem Stammlokal geheult wie ein Schloßhund, was mir bisher noch nie passiert ist. Verliere ich allmählich der Verstand oder schlimmeres?
 
  • #2
Für mich hört sich das nicht so "stressbewährt" an wie du vorgibst, zu sein. Die Weinepisode im Stammlokal war ja auch ein Anzeichen dafür, dass es so nicht mehr weiter geht. Ich würde einen Tränenausbruch jetzt aber auch nicht gleich als "Verstand verlieren" bezeichnen. Klar weinen Männer sicherlich seltener als Frauen und es haftet weinenden Männern sicher noch ein Stigma an, trotzdem ist das eine relativ natürliche Sache. Du liest dich für mich vom ganzen Text her aber unglaublich gedrungen, dramatisch, gestresst, pressend. Nimm mal bisschen den Druck raus.

Ich weiß leider nicht, welche Zeitspanne zwischen der Trennung der schwangeren Ex und heute liegt, aber es liest sich auch ein bisschen nach recht vielen Beziehungsanbahnungsversuchen und, wie du ja selber schreibst, "diversen Beziehungen". Dass sich die alle "wegen deines Problems" unglücklich entwickelt haben, nehme ich dir nicht so ganz ab. Da muss es noch andere Gründe geben. Nicht alle gleichaltrigen Frauen haben in dem Alter noch Kinderwunsch, ich würde sogar eher sagen die meisten sind mit 41 schon durch mit der Planung. Oder suchst du eher bei viel jüngeren, wo das noch auf der Agenda steht?

Nimm wie gesagt das Krampfhafte raus und bleib mal eine Zeit lang allein, ohne Knall auf Fall Veränderung herbeizwingen zu wollen. Alles Gute!
 
  • #3
Hallo Wolfgrau,

Nein, Du verlierst weder den Verstand noch schlimmeres, es war einfach über die Jahre etwas zu viel?
Hoffnungen, Träume, Wünsche, Ziele - Und dann immer wieder die Enttäuschungen.
Keine Lapalien, sondern tief gehende Themen - Beziehungen, Kinderwunsch, Zeugungsunfähigkeit. Da geht "Scheitern" an die Substanz, an den Selbstwert.
Und mit Ü40 hängt langsam der gesamte Lebensentwurf daran - was wollte man mal erreichen, wovon träumte man, wo steht man jetzt wirklich, was geht noch?

Dein Gefühlsausabruch kann ein ganz dringendes Signal für diese Fragezeichen und Verletzungen sein. Für das ganz tiefe Gefühl, versagt zu haben und gescheitert zu sein?
Bitte jetzt nicht verdrängen und ignorieren, sondern nimm Dir die Muße, setz Dich damit und mit Dir auseinander.

Die großen Fragen - Was sind Deine weiteren Ziele, Träume. Deine Bedürfnisse. Wer bist Du - Charakter, Persönlichkeit, Fähigkeiten, alle Komponenten. Was schätzt Du an Dir? Usw.

Nimm Dir Zeit für diese Fragen, evtl. auch schriftlich, evtl. auch mit professioneller Unterstützung - und nimm diesen Ausbruch ernst. Dir zuliebe.
Parallel, such Dir bewusst Positives, was macht Dir Freude, was wolltest Du immer mal machen, wage Dich an Neues.

Wenn Du für Dich sortierter bist, weißt wo Du stehst, wo Du hin willst, dann findet sich auch Dein weiterer Weg und wieder - oder endlich mal - die richtige Partnerin.
Eine, die vielleicht schon Kinder hat oder / und keine mehr möchte, die einfach auch nur den richtigen Partner sucht.

Es ist jetzt die Lebensphase, wo sich diese Bilanzen ergeben.
Nimm es als Chance, auch wenn es wirklich schwer fällt, es sehr schmerzhaft ist, sich von alten Träumen endgültig zu verabschieden (sicher kein Trost, aber genau an diesem Punkt stehen Ü40 sehr viele).
Lebenswege, - Ziele verändern sich, so wie Du Dich als Mensch, Deine Interessen, Deine Bedürfnisse.

Es lohnt sich, hinzuhören, sich neu zu orientieren, neue oder überhaupt erst Lebensqualität zu entdecken.
E braucht allerdings Deinerseits Bereitschaft zum Hinfühlen, Verändern, viel Geduld, die Bereitschaft, sich (schmerzhaften) Realitäten zu stellen - und viel Optimismus und Durchhaltevermögen.

Dir alles Gute.
 
  • #4
Ich denke, du hast eine ziemlich starre Ansicht darüber entwickelt, "wie das Leben sein soll."
Nur ist das Leben selten so, "wie ich mir das vorgestellt habe." Die Herausforderung ist es dann, damit umzugehen.
Auch für Männer, nicht nur für Frauen, kann ein unerfüllter Kinderwunsch eine riesige Belastung darstellen, eine Art von Versagen, oder Orientierungslosigkeit. Das Verabschieden von dem Wunsch kann schon einige Jahre dauern, denke ich.
Und nein, ein Heulkrampf unter Freunden ist nicht Verstand verlieren, sondern ein Zeichen, daß du viel aufgestaut und zu dir selbst zu streng warst/ bist.
Wünsche dir alles Liebe auf deinem Weg zur Selbstfindung!
 
  • #5
Erst mal alles Gute für dich.
Ich würde an deiner Stelle einen kleinen Urlaub machen. Fahr ein paar Tage aufs Land wo dich keiner kennt. Nimm ein leeres Buch und einen Stift aber keinen Laptop oder Handy und versuche deine Gedanken in der Einsamkeit zu reflektieren und aufzuschreiben ohne sie zu bewerten. Versuche mit der Zeit festzustellen, was du wirklich willst, was deine Ziele sind und was du dir für die Zukunft wünschst. Mir ist immer aufgefallen, dass wenige Menschen diese Fragen stellen und lieber in den Tag hineinleben. Das ist auch nicht verkehrt aber wenn man mal vom Weg abgekommen ist, dann sollte man innehalten und erst mal nachdenken.
Nur du kannst wissen was du willst und wo dein Ziel liegen soll. Wenn du es dann kennst, dann kannst du viel besser handeln.
 
  • #6
Das tut mir sehr leid. Aber je stärker du dieses Problem zum Mittelpunkt deines Lebens machst, desto mehr hat diese Problem Macht über deine Beziehungen.
Normal sind Männer doch froh, wenn sie keine Kinder mehr bekommen müssen und trotzdem rennen ihnen die Frauen nicht weg! Ist also alles eine Frage des Auftretens.

Tatsache ist, die Natur hat so eingerichtet, dass die Frau fruchtbare Männer möchte, genauso wie der Mann fruchtbare Frauen will, das heißt aber nicht, dass man Kinder möchte, sondern die Begleiterscheinungen, die die Fruchtbarkeit mit sich bringen: Jugendlichkeit, Gesundheit, Stärke, Körperrundungen, sich selbst versorgen können.
Deine Unfruchtbarkeit macht aus dir ein Häufchen Elend. Das kannst du aber jederzeit mental ändern.

Andersrum würde ich mal schauen, welche Sorte von Frau du anziehst. Meide junge fruchtbare Frauen, die noch voll ihr ganzes Leben vor sich haben. Also Frauen unter 35 sollten sowieso nichts für dich sein, weil sie ganz andere Lebensbedürfnisse und überhöhte Vorstellungen haben.

Lösung: Würdest du auch eine etwas ältere Frau nehmen, die abgeklärt ist und keinen Kinderwunsch mehr hat?
Ich meine, für die meisten Frauen ab 40 ist Kinderkriegen eigentlich kein Thema mehr. Und die meisten haben dann sowieso schon ein paar Kinder.
Warum suchst du dir nicht gezielt Frauen, die schon Kinder haben?
Alternative: direkt selbstbewusst und offen ansprechen, wie die Lage ist, dass du einer Adoption oder Alternativlösung aber gerne aufgeschlossen bist. So meindest du Ablehnung.
 
  • #7
Du verlierst überhaupt nicht den Verstand, du bist einfach ein Mensch - und dazu gehören Gefühle, akzeptiere das! Sei nicht so streng mit dir selbst, du hast Verletzungen erlebt und jeder kann verstehen, dass es gerade über dich hereinbricht!

Ich finde den Vorschlag von @PfefferundSalz gut, mach es so!

Alles Gute für dich!

w(28)
 
  • #8
Du hast eine Trennung, dann gleich wieder neue Beziehungen und zuletzt wieder einen Beziehungsversuch.

Ich habe mich schon immer gefragt, wie es Männer schaffen, gleich wieder loszulegen, wenn die Ex noch kaum zur Tür raus ist. Da hört man immer wieder so Sachen wie: erst mal verarbeiten.

Wenn Du schlecht beisammen bist und wieder mal drauflosgaloppierst, dann wird genau das dabei rauskommen, was Deinem Zustand entspricht, also momentan nur Murks.

Es soll Leute geben, die sortieren sich erst einmal und reflektieren sich. Manche machen sogar eine Therapie oder wie auch immer. Und das würde ich Dir auch raten.
 
  • #9
leider funktionierte es nicht bei mir.

Das Problem hätte natürlich ohne weiteres gelöst werden können

Nein ich bin nicht impotent, da funktioniert alles wie es soll!

Sorry, aber ich habe nicht begriffen, was bei Dir nun wirklich geht, oder was nicht.

Wenn Du nicht impotent bist, kannst Du Kinder zeugen, bzw. Deine Spermien sind vollkommen OK!

Oder möchtest Du uns mit dem Satz ""Nein, ich bin nicht impotent" sagen, dass Du keine erektile Dysfunktion hast? Das wäre dann aber etwas anderes, denn sobald eine Komponente erfüllt ist, dass die Zeugung eines Kindes nicht möglich ist, ist man impotent!

Ich mutmaße mal: Du lernst Frauen kennen, die geistig nicht so simpel gestrickt sind. Irgendwann kommt die Sprache darauf. Du sagst "Ich bin nicht impotent, aber kann keine Kinder zeugen".
Die Frauen denken "Ich habe schon gemerkt, dass er keine erektile Dysfunktion hat, aber natürlich ist er impotent, wenn seine Spermien nicht zu Zeugung eines Kinder taugen". Da er die Begriffe aber nicht auseinander halten kann, obwohl er selber als Patient betroffen ist, ist er mir zu doof als potentieller Vater meiner Kinder.

V.m46
 
  • #10
Ein Urlaub wäre jetzt wirklich das Richtige!
Ein Besuch bei meinen Eltern, den ich schon eine Weile vor mehr herschiebe. Die Telefonate sind zwar hilfreich in der Fremde, aber irgendwie nicht dasselbe, als wenn man den persönlichen Kontakt pflegt. Ja das werde ich machen!
 
  • #11
Den Vorschlag von @PfefferundSalz finde ich gut als Sofortmaßnahme.
Um mit dem Trauern abzuschließen.

Und dann kommt Phase zwei: nach vorn blicken, Arsch hoch.
Erkenne, dass du kein tragischer Einzelfall bist, sondern dass es ganz vielen Leuten so geht und dass deren Leben auch weiter geht.
Erkenne, dass es dir gut geht.
Dass du in einem der besten Länder der Welt lebst, zur besten Zeit ever.
Dass du gesund bist und noch ziemlich jung.
Dass du ( nehme ich an ), eine gute Arbeit hast und Familie.
Dass du Freunde hast ( hoffentlich können die mit deinem Weinen umgehen, ich drücke die Daumen, dass es keinen Knacks gibt ).
Dass du bei Frauen gut ankommst und sicher auch wieder eine länger behalten wirst, sobald du aufhörst, dich im Selbstmitleid zu suhlen.

Kannst du dir vorstellen, ehrenamtlich in einem Hospiz zu arbeiten ? Oder in einer Einrichtung für schwerbehinderte Menschen ? Oder in einem Asylbewerberheim ? Oder bei der Tafel ?
Ich habe all das gemacht seit 30 Jahren. Teils nur kurz, teils jahrelang. Du glaubst gar, wie das erdet.
Du glaubst gar nicht, wie lächerlich einem das eigene Selbstmitleid vorkommt.

Kopf und Arsch hoch ! Das Leben ist schön !
Nicht für alle, aber sicher für dich.

w 49
 
  • #12
Lieber FS,

vorab erst einmal alle Achtung vor deiner Stärke, die sich nicht durch künstlich, männliches Zähnezusammenbeissen zeigt. Ja, es musste sein, dass du einen kleinen Zusammenbruch hattest und verhindert, dass du in einer männlichen Wachstarre erstarrst.

Deine Reaktion ist mehr als verständlich und erst recht, nach deinen Vorerfahrungen. Ich glaube da liegt der Knackpunkt.... Es ist ein traumatisches Erlebnis, wenn die Liebste sich anderweitig bedient hat, ohne dich vorher zu informieren. Es wäre besser, wenn du dieses Erlebnis erst einmal verarbeitest und für dich die Karten neu mischt. D.h., dich von dem Geschehen verabschiedest und dir ein neues Muster strickst. Dann ergeben sich neue Wege, die dich deinem Ziel näher bringen. Ich wünsche dir von Herzen viel Glück!
 
  • #13
Hallo Lionne69 Danke vielmals für deine Zeilen.
Tja im Moment bin noch tief drin im Leistungsdruck.
Mein Meisterlehrgang beginnt in drei Monaten und bis dahin möchte ich noch etwas Ruhe finden. Ein Besuch bei meinen Leuten wäre für mich schon sinnvoll und vielleicht komme ich dann ein wenig zur Ruhe. Wäre schön mal wieder in vertrauter Umgebung zu sein.
@INSPIRATIONMASTER Das mag für dich vielleicht nicht männlich wirken,
für mich bedeutet es, dass auch ich meine Emotionen, nicht so einfach ausschalten kann. Es macht uns erst zu dem was wir sind.
@Moona Naja das wäre selbst für mich etwas zu schnell gewesen.
Nein, nein! Zwischen meiner ersten Partnerin und der nächsten lag eine Pause von zwei Jahren. Danach verkürzten sich die Abstände immermehr.
Im Moment denke ich gerade ... was ich mit und von diesen jungen Dingern überhaupt noch will!
Ich brauche jetzt erst einmal etwas Abstand, keine Ahnung, wie lange der andauern wird!
@frei
Ja mein Job hält mich aufrecht und am leben.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #14
Lieber FS,
nein, Du drehst nicht durch, Du hast nur die Grenze Deiner Belastbarkeit erreicht und dann passieren solche Dinge. Es mag Dir zwar peinlich sein vor den Freunden und das ist es nur, wenn es der "Club der harten Männer" ist, die sich gegenseitig darin hochpuschen. Im Grundsatz ist es aber für einen Mann kein Weltuntergang, wenn es ihn mal weghaut, weil er an seiner Grenze steht.

Ich sehe bei Dir zweierlei:
- fahr das berufliche Engagement auf das Niveau zurück, dass Du bringen kannst ohne dauerhaft im Stressmodus zu sein. Dann bist Du auch im Privatleben belastbarer, denn Du bist nicht mehr der Jüngste.
Ich habe damals auf Partnersuche einige Männer gesehen, die berufliche Überforderung wie einen heiligen Gral vor sich hertrugen, privat/gesundheitlich aber auch belastet waren und sich wunderten, warum es mit keiner Frau was wurde.
- Du bist 41. Befass' Dich mit gleichaltrigen Frauen, dann stellt sich das Problem mit dem Kinderwunsch nicht mehr. Du scheinst ja keine erektile Dysfunktion zu haben, sondern Deine Spermien taugen nichts. Das merkt frau beim Sex nicht. Du konstruierst Dir hier ein Problem.
- Du bist 41, hast aktuell keine Partnerin. Bis Du eine gefestigte Beziehung hast und Kinder ein Thema wären, bist Du sowieso zu alt.
Nimm' es an, dass Du nie Kinder haben wirst, aus dem einen oder anderen Grund. Immerhin ist es Dir möglich eine zufriedenstellende Partnerschaft zu führen, wenn Du es richtig angehst und das Pseudoproblem Zuegungsunfähigkeit nicht zu Deinem zentralen, partnerschaftszerstörenden Lebensthema machst.

Mit 40+ und beruflich gut aufgestellt, kannst Du ein sehr erfreuliches und entspanntes Leben führen - mit oder ohne Partnerin. Das machen Dir übrigens alle Singlefrauen und -männer in vergleichbarer Situation vor, die keine Partnerschaft mehr wollen. Diese entspannte Haltung statt Stress in allen Lebenslagen macht Dich dann für Frauen wieder interessant.

Ein paar Tage Urlaub um den Kopf für eine Neupositionierung freizuhaben sind eine gute Idee.
Wenn Du es allein nicht hinbekommst, such' Dir einen erfahrenen Psychotherapeuten. Das braucht nur ein paar Gespräche, dann findest Du zu einem konstuktiven Umgang mit dem Thema. Das würde ich sogar privat zahlen, um schnell einen Platz zu bekommen um nicht noch Jahre im Frust zu stagnieren und mir das Leben zu verleiden.
 
  • #15
Sorry, aber ich habe nicht begriffen, was bei Dir nun wirklich geht, oder was nicht.

Wenn Du nicht impotent bist, kannst Du Kinder zeugen, bzw. Deine Spermien sind vollkommen OK!

Oder möchtest Du uns mit dem Satz ""Nein, ich bin nicht impotent" sagen, dass Du keine erektile Dysfunktion hast? Das wäre dann aber etwas anderes, denn sobald eine Komponente erfüllt ist, dass die Zeugung eines Kindes nicht möglich ist, ist man impotent!

Ich mutmaße mal: Du lernst Frauen kennen, die geistig nicht so simpel gestrickt sind. Irgendwann kommt die Sprache darauf. Du sagst "Ich bin nicht impotent, aber kann keine Kinder zeugen".
Die Frauen denken "Ich habe schon gemerkt, dass er keine erektile Dysfunktion hat, aber natürlich ist er impotent, wenn seine Spermien nicht zu Zeugung eines Kinder taugen". Da er die Begriffe aber nicht auseinander halten kann, obwohl er selber als Patient betroffen ist, ist er mir zu doof als potentieller Vater meiner Kinder.

V.m46
Oje, total durcheinandergebracht!
Impotenz ist die Unfähigkeit, den Geschlechtsverkehr auszuführen weil der Penis nicht oder nicht ausreichend eregiert. Zeugungsunfähigkeite bedeutet, daß die Spermien zu wenig oder zu immobil sind.
Hat nix miteinander zu tun!
Sollte Allgemeinwissen sein, mittlerweile!
 
  • #16
Das hat sich viel, zu viel , aufgestaut in den letzten Jahren. Und oft sind Männer es einfach nicht gewohnt, offen über ihre Gefühle zu reden, oder zu sagen, was sie im Innersten bedrückt.
Deshalb ist die Bodenhaftung nicht verloren, sondern ein Wunsch , eine große Sehnsucht von Dir ist unerfüllt. Das kann ein Leben beherrschen. Und bei Dir hat es wohl einige Beziehungen "gekostet".
Nimm´für Dich den Druck raus. Schau´ich wollte auch immer Kinder. leider klappte es nicht. Viele Jahre war das auch ein großes Thema in meinem Leben, das mich sehr beschäftigt hat.
Heute bin ich 51w. Seit vielen Jahren engagiere ich mich in meiner Stadt ehrenamtlich an einem Ort wo es um Kinder geht. zudem habe ich zwei Patenkinder. Es gibt viele Möglichkeiten sich für Kinder zu engagieren, auch wenn es nicht die eignen sind. Vielleicht kann das auch für Dich eine Möglichkeit sein.
Und in Deinem Alter sind Frauen schon mal wieder AZ oder wollen selbst keine Kinder.
Klar, gibt es Momente wo ich es bedauere keine eigenen Kinder zu haben, auch im Alter, doch Garanten sind sie auch keine und es gibt viel Gutes anderes im Leben. Ich wünsche Dir, dass Du das entdecken kannst. Alles Gute für Dich!
 
  • #17
Meiner Ansicht nach hast Du das alles nicht bewältigt, sondern Dir mit dem Verstand gesagt, dass es eben so ist, und versucht, es zu akzeptieren.
Und das Gefühl ist verzweifelt und unterdrückt gewesen, bis es zu dem Ausbruch kam. Ich finde es völlig normal, wenn man weint, weil man anerkennen muss, dass bestimmte Dinge im Leben, die man sich vielleicht gewünscht hat, nicht eintreten werden. Wenn man jung ist, stellt man sich irgendwas vor zu seinem Leben, nach und nach stellt sich raus, dass das alles nur Träume waren. Bei dem einen ist es irgendwas mit Karriere, bei dem anderen der Traum von der Partnerschaft bis ans Lebensende und bei manchen platzt der Traum von der eigenen Familie mit Kindern. Wie soll man denn damit umgehen, wenn man nicht verzweifelt darüber ist? Danach kommt doch erst der Schritt der Akzeptanz und das nach-vorn-Sehen.

Mein Eindruck ist, dass Du vieles verdrängt hattest, dass sich nun seinen Durchbruch verschaffte. Wer nicht so emotional ist, der erschreckt sich vielleicht darüber, dass er nur noch heulen will. Aber Du würdest es ja nicht wollen, wenn es nichts zu beklagen gäbe.
Wenn Du den Eindruck hast, dass es ein depressiver Dauerzustand wird und Du nicht allein dadurchgehen willst, kannst Du das auch mal dem Hausarzt schildern.
Ich finde es jedenfalls verständlich, dass Du nach dem, was Dir passiert ist, nicht einfach weitermachen kannst wie bislang.
 
  • #18
...ihr habt jetzt echt einen Verweis auf Wikipedia wegmoderiert! Das ist schon eine Ansage!
 
  • #19
...ihr habt jetzt echt einen Verweis auf Wikipedia wegmoderiert! Das ist schon eine Ansage!

Der Fragesteller hat seine Situation absolut verständlich erläutert: er hat keine ED und ist zeugungsunfähig. Dein vorheriger Beitrag in diesem Thread hat nichts hilfreiches enthalten. Ausschließlich Wortklauberei und Bessermecki-Getue.
Die Tatsache, sich von einem Lebensentwurf oder zentralem Wunsch verabschieden zu müssen, wiegt schwer. Trauerarbeit ist hier zu leisten. Dafür empfiehlt es sich wirklich eine (kurze) Psychotherapie zu machen. Ein schönes Ziel wäre es, wenn es gelänge sich mit realistischen Zielen die "zweite Lebenshälfte" vorzunehmen. In dieser Phase wäre es wünschenswert emotional und sozial gesettled zu sein, unabhängig davon, ob man "objektiv viel" erreicht hat (wie bspw. Vikky vorschlug: beruflich downsizen kann entscheidend sein, ob man mit 60 tot umfällt oder nicht!). Man sollte mit sich im Reinen sein, sich selbst annehmen und lieben können sowie sich seine Fehler und Unzulänglichkeiten verzeihen können (ohne sich dabei gehen zu lassen).

Wie andere schon festgestellt haben, geht das vielen Menschen so, dass sich ihr Traum von Elternschaft nicht erfüllen wird. Auch das ist kein verlorenes Leben. Viel schlimmer ist es, sich auf Unerreichbares zu versteifen und darüber ein verbitterter und zynischer Mensch werden.
 
  • #20
Mit 40+ und beruflich gut aufgestellt, kannst Du ein sehr erfreuliches und entspanntes Leben führen - mit oder ohne Partnerin. Das machen Dir übrigens alle Singlefrauen und -männer in vergleichbarer Situation vor, die keine Partnerschaft mehr wollen. Diese entspannte Haltung statt Stress in allen Lebenslagen macht Dich dann für Frauen wieder interessant.

Ein paar Tage Urlaub um den Kopf für eine Neupositionierung freizuhaben sind eine gute Idee.
Wenn Du es allein nicht hinbekommst, such' Dir einen erfahrenen Psychotherapeuten. Das braucht nur ein paar Gespräche, dann findest Du zu einem konstuktiven Umgang mit dem Thema. Das würde ich sogar privat zahlen, um schnell einen Platz zu bekommen um nicht noch Jahre im Frust zu stagnieren und mir das Leben zu verleiden.

Schöner Beitrag!

Der FS wird sogar noch mehr Chancen haben bei ebenso durch Psychotherapie klug gewordene Frauen, nicht alle, weil er sein Leben aufgeräumt hat, diesen Weg gegangen ist, was Mut und eine gesunde erwachsene Männlichkeit zeigt und wenn er dazu noch was körperlich für sich tut, dann sollte er über kurz oder lang weg vom Singlemarkt sein.

Ist wie mit einem Auto. Der Motor ist in Ordnung, alles andere soweit auch, nur ne große Delle ist jetzt drin. Das Auto in die Werkstatt bringen, Delle ausbeulen lassen, noch einen Check machen und hinterher sieht und fährt das Auto noch besser, als vorher ,-).

w
 
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