• #1

Bin ich im falschen Film?

Hallo Zusammen,

ich brauche bitte eure Meinung, da mich diese Situaton sehr verletzt.

Bin seit ca. 4 Monaten in einer Beziehung und wir beide lieben uns. Wenn ihr euch fragen solltet, warum schon in dieser kurzen Zeit. Wir kennen uns schon länger. Außerdem haben wir vor zusammen zu ziehen. Ich bin seine große Liebe und er meine.

Das Thema:
Er ist selbsständig und sucht schon länger einen neuen Mitarbeiter/in. Ich habe alle Kompetenzen für diesen Stelle und bin derzeit arbeitssuchend.
Er kommt überhaupt nicht darauf mich zu fragen oder wenigstens mal zu erklären, warum er nicht möchte, dass ich nicht bei ihm arbeite. Manchmal hat er sogar Personmangel, telefoniert überall herum, um welches zu finden und ich sitze daneben. Da denke ich wirklich jedes mal, in welchem Film bin ich gerade.

Ich bin der Meinung, man könnte es wenigstens probieren und könnte z.B. so verbleiben, dass man es versuchen kann und wenn es nicht klappen sollte, könnte man sich wieder arbeitsmäßig trennen oder er könnte mir anbieten, so lange bei ihm zu arbeiten bis ich etwas gefunden habe....
So denke ich und ich würde ihn sofort bei mir arbeiten lassen.
Aber ich kann jetzt nicht von mir ausgehen.

Das er dieses Thema komplett ignoriert, finde ich nicht in Ordnung. Da er manchmal komische Ansichten hat und wir schon einige Diskussionen hatten, möchte ich das Thema nicht ansprechen.

Was denkt ihr darüber?
 
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E

EarlyWinter

  • #2
Liebe Zitronella,
und wieder stellt sich heraus - es ist nicht nur ein Problem in einer Beziehung. Letzte Woche war es noch die Tochter, jetzt gehen die Inkompatibilitäten weiter...
Was noch? Was ist WIRKLICH das Problem?
Es bringt nichts, die Symptome zu bekämpfen, man muss an die Ursachen ran.
Also nochmal meine Frage - wo liegt das Problem wirklich?
Diese Frage ist ganz und gar nicht böse gemeint.
 
  • #3
Ich würde meinen Partner auch niemals ins Geschäftliche mit einbeziehen. Erst recht nicht, sofern die Beziehung noch frisch ist und nichtmal zusammengewohnt wird. Mein Status als Chef ist mir äußerst wichtig und das kollidiert mit dem Privaten zu sehr. Das Risiko dann eventuelle Auseinandersetzungen noch mit ins Arbeitsverhältnis zu übernehmen wäre mir zu groß.
Ich kann deinen Freund sehr gut verstehen und würde es ebenso handhaben.
 
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L

luci-le

  • #4
Ach Mädel, das Ganze hat doch wenig mit dir und eurer Beziehung zu tun. Dein Freund hat einfach Angst, dass du seine, in Wirklichkeit bestimmt weit weniger rosige als in Gesprächen immer geschilderte berufliche Sitaution kennenlernst. Nach außen hin geben sich auch die Scheinselbstständigen, die am Boden-Rumkrapsler, die Unfähigen, die Heimlich-beim Amt-und bei Mama-Aufstocker,die Inkompetenten gerne als "erfolgreiche Unternehmer" aus. Und schaut man oder in deinem Fall frau dann hinter die Kulissen....billige Steuermogeltricks, fianazielles und strukturelles Chaos und meistens nichts außer einem Riesenberg Schulden.
Allein, dass dein Partner offensichtlich regelmäßig händeringend Personal sucht sollte dir in einer Zeit, in der gute Jobs selten und williges Personal überaus zahlreich ist doch zu denken geben. Nur die aller-allerwenigsten "Selbstständigen" und "Geschäftsleute" sind in der heutigen Zeit auch nur ansatzweise so etwas wie erfolgreich. Bei den Meisten reicht es nicht einmal für ein durchschnittlichs Gehalt und zum Leben.
 
  • #5
Du bist schon im richtigen Film - und ich bewundere Deinen Freund als professionellen und weitsichtigen Unternehmer.

Ein Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis ist ein ganz spezielles: es bedeutet absolute Weisungsbefugnis auf der einen und fast schon "sklavisches" (nenne ich mal überspitz so) Ausführen dieser Anweisungen ohne Diskusssionen über den Sinn auf der anderen. Nur so kann eine "Firma" erfolgreich funktionieren. Und im worst case - wenn sich der Angestellte als nicht geeignet herausstellt - reicht eine fristgerechte Kündigung ohne weiteres Konfliktpotential.

Beim Vermischen von Beziehung und "Arbeitsverhältnis" werden sich jegliche eventuellen Probleme in einem dieser Bereiche zwangsläufig auch auf den anderen auswirken. Nimm es doch bloß nicht persönlich - glaube mir, es würde eure Beziehung nicht zum Positiven verändern, Dein Freund weiß das.
 
  • #6
Liebe Zitronella,
und wieder stellt sich heraus - es ist nicht nur ein Problem in einer Beziehung. Letzte Woche war es noch die Tochter, jetzt gehen die Inkompatibilitäten weiter...
Was noch? Was ist WIRKLICH das Problem?
Es bringt nichts, die Symptome zu bekämpfen, man muss an die Ursachen ran.
Also nochmal meine Frage - wo liegt das Problem wirklich?
Diese Frage ist ganz und gar nicht böse gemeint.
Danke für deine Antwort und Fragen, die du mir stellst. Ich weiß es nicht, wo das Problem wirklich liegt.
Aber über eure Antworten wird mir vieles klarer und ich kann besser damit umgehen.
 
  • #7
Ich sehe das genauso wie dein Freund, niemals würde ich ein Familienangehörigen oder Partner einstellen. Das sollte man immer strikt getrennt halten. Was dein Freund macht ist sehr gesund. mir ist völlig schleierhaft warum du von deinem Freund erwartest, dass er dir einen Job gibt, nur weil du arbeitslos bist.
 
  • #8
Er kommt überhaupt nicht darauf mich zu fragen oder wenigstens mal zu erklären, warum er nicht möchte, dass ich nicht bei ihm arbeite.
Ich würde es an seiner Stelle genauso wenig wollen. Berufliches und Privtes miteinander zu vermischen geht nicht gut.
Wenn es nicht klappen sollte, dass man sich arbeitsmäßig einfach wieder trennt, das stellst du dir ganz einfach vor aber so wird das nicht laufen.

Du schreibst er hätte komische Ansichten, ihr hattet schon mehrere Diskussionen, in deiner letzten Frage hattest du lang und breit erklärt wie du dich von seiner 14 jährigen Tochter ausgeschlossen fühlst und schreibst hier im selben Atemzug "Ich bin seine große Liebe und er meine." Ich finde, große Liebe würde solche Fragestellungen nicht notwendig machen bzw. würden diese Problemchen erst gar nicht im Raum stehen. Mir persönlich wäre das nach gerade mal 4 Monaten Beziehung wirklich zu stressig immer wieder solche Problemgespräche zu führen wo es nicht nur darum geht, dass er mal den Toilettendecken nicht runter klappt oder die Zahnpastatube offen liegen lässt. Es ist eure Beziehung und da gilt es auch Beziehungsarbeit zu leisten. Die kann dir leider kein EP Forum abnehmen.
 
  • #9
Biete ihm doch Deine Hilfe an!

Ich finde es sogar gut, wenn Geschäftliches möglichst in der "Familie" bleibt. Klar, wenn es dann Streit gibt, oder eine Trennung - is blöd.

Dennoch: Ich bleibe dabei, am liebsten würde ich persönlich mein Geschäft nur mit Menschen aus der Familie oder die mir wichtig sind und umgedreht aufbauen - sofern es die richtigen Persönlichkeitstypen sind. Die Chance, dass jemandem wirklich von Herzen an meinem Projekt liegt, ist einfach größer als wenn ich "nur" jemanden Fremden anstelle. Meine Erfahrung.

Vielleicht kannst Du ihm das entsprechend rüberbringen?

Und auch für Dich überlegen, was dann im worst case mit dem Job passieren soll? Also im Falle einer Trennung?

Mein Exfreund wollte mich damals auch in der Firma anstellen. Ich wollte es nicht, ich wollte nur umsonst ab und zu dort aushelfen. Mir wäre es mit ihm als Chef und Freund gleichzeitig zuviel gewesen.

Daran kann es natürlich auch liegen bei Deinem Freund. Und Ihr kennt Euch erst kurz, mein Freund damals bot mir das von sich aus erst nach ca. 2 Jahren Beziehung an, als er mich schon wirklich gut kannte...

LG
 
  • #10
Tja, er hat manchmal komische Ansichten und du willst ihn deshalb nicht drauf ansprechen?
Ich hab eh den Eindruck, dass du in dieser Beziehung nicht allzu viel zu melden hast.
Also, frag ihn doch einfach, ob er sich vorstellen könnte, dass du für ihn arbeitest. Wenn er Nein sagt, weißt du wenigstens was Sache ist.
 
  • #11
Hallo Zitronella,

habe jetzt Deinen anderen Topic nicht mehr auf dem Schirm und mag jetzt auch nicht danach suchen (in Anlehnung an #1), schließe mich aber vollumfänglich Lynnea #2 an, die eigentlich schon alles gesagt hat.

Kann Deinen Freund auch supergut verstehen, und privat und Geschäft würde ich auch niemals miteinander vermischen. Also, nicht falsch verstehen, mein Beruf ist das, was ich privat lebe und umgekehrt, da ich mich mit meiner Arbeit identifziere, und umgekehrt. Bin auch selbständig. Aber ich meine eben die von Dir angestrebte Kombination aus privat und Beruf...

Du schreibst, "man kann es mal versuchen"... Das sehe ich ehrlich gesagt nicht so. Falls der Versuch scheitert, leidet zum einen auch zwangsläufig die LIEBESbeziehung darunter. Das bleibt gar nicht aus! Da jeder von uns nun mal ein Mensch ist und nur eine einzige Gefühlswelt hat, die nicht in "privat" und "Beruf" zu splitten ist (sofern er nicht ein schizophrenes Krankheitsbild hat, aber gehen wir vom Normalfall aus, der auch auf Dich und Deinen Freund zutreffen wird!). Und umgekehrt sehe ich es genauso. Dein Freund wird als Arbeitgeber seine Prioritäten haben, die sich nicht mit einer privaten Beziehung zu seiner Angestellten vereinbaren lassen werden... Und mal ganz forsch gesagt, wenn DU Dein Leben nicht auf die Reihe bekommst, und arbeitslos bist, kannst Du Deinem (zumal neuen!) Freund nicht die Schuld dafür geben. Dann gehe bitte so lange kellnern, etc. wie es Millionen u.a. studierter Menschen auch tun, bis Du Deinen Wunsch-Job gefunden hast, aber belaste damit doch nicht eine frische LIEBESbeziehung... meine Meinung! Lieben Gru0
 
  • #12
Liebe FS,
dein Freund macht es, leider nicht in deinem Sinne, genau richtig. Ihr seid gerade mal 4 Monate zusammen, wo man ja noch nicht wirklich von Beziehung reden kann, und dann soll er dich auch noch fest in sein Berufsleben einbinden?
Ich selbst habe viele Jahre mit meinem Partner zusammen gearbeitet und bin der Meinung, dass unsere Beziehung genau an diesem Fakt gescheitert ist. Es ist eine große Herausforderung, Tag und Nacht gemeinsam zu verbringen, privat und beruflich. Wenn man es vermeiden kann, sollte man das auch tun. Irgendwas und irgendwer leidet immer.
 
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  • #13
Ich würde dich auch nicht einstellen, und wenn ich in deiner Situation wäre, dann würde ich das von ihm nicht erwarten. Man kann sich in seiner "großen Liebe" auch täuschen, solange seid ihr ja noch nicht zusammen. Am Ende will er sich vielleicht irgendwann trennen, und dann hängst du jeden Tag in der Firma rum, obwohl er dich gerne lieber los hätte. Das wäre mir auch zu heikel. Schließlich gibt es da ja noch Gesetze im arbeitsrechtlichen Sinne, die es ihm dann erschweren, sich von einem auf den anderen Tag von dir zu trennen.
Du bist nicht im falschen Film, aber auf dem falschen Dampfer.
 
  • #14
Also ich finde das richtig so, und zwar für Dich. Ich kenne das, wenn man mit dem Partner zusammenarbeitet und der plötzlich den Chef in allem raushängen lassen will, obwohl ich nicht mal bei ihm angestellt war, sondern wir gleichberechtigt eigene Fachgebiete hatten bei unserem "Unternehmen". Familienbetrieb kenne ich auch. Man hat nichts davon, glaub mir. Du kriegst mehr Arbeit und ganz sicher wird irgendwas irgendwann als selbstverständlich angesehen, was es bei "normalen" Arbeitnehmern nicht gibt.

Vielleicht hat er auch Probleme damit, seine Frau zu bezahlen und will Beziehung und Arbeit auseinanderhalten, weil das Gezoffe dann auf beiden Bereichen stattfinden könnte. Du hättest viel Einblick in seine Tätigkeit, vielleicht will er das auch nicht. Abgesehen davon, dass ihr wirklich nicht lange zusammen seid und ich das auch nicht machen würde, wenn ich sowas entscheiden müsste. Aber ich will noch mal betonen, dass das öfter keine dankbare Sache ist, wenn man als Partner füreinander arbeitet. Und ich finde es auch ein bisschen naiv, wenn Du sagst, dass Du ihn sofort bei Dir arbeiten lassen würdest. Ich kenne Deinen Freund nicht, aber ich glaube, es gibt nur wenig Männer, die "erlauben", dass ihre Freundin ihre Chefin ist, die sie bezahlt und ihnen sagt, was sie tun sollen für ihr Geld.
Welche denn? Vielleicht findest Du hier schon Anhaltspunkte.
 
  • #15
Ihr habt eine junge Beziehung und wie soll er sich Dir gegenüber verhalten? Als Dein Chef? So weit daß Du seine Frau bist die mitarbeitet ist es noch nicht. Und es hat auch ein Risiko daß es nicht gut geht im Job so daß die Beziehung gefährdet ist.

Ich würd das auch nicht haben wollen ... du mußt alle Mitarbeiter gleich behandeln und das geht nur wenn man keine emotionalen Bindungen hat.
 
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  • #16
Liebe Zitronella,

Die Vorposter haben es schon geschrieben - ihr seid sehr frisch zusammen, da ist es seinerseits sehr richtig, seine Suche gar nicht Die gegenüber zu thematisieren. Ihm wird bewusst sein, dass Du qualifiziert bist, aber so früh die Kombination Beruf und Privat und dann Beruf im Abhängigkeitsverhältnis würde ich an seiner Stelle nicht wagen und riskieren.

Ich habe selbst nochmal ein 2. Studium absolviert um dann bei meinem damaligen Mann gleichberechtigt einzusteigen.
Den Job habe ich noch... Unserer Ehe hat es nicht so gut getan. Und der Job funktioniert auch anders, seitdem wir kein Paar mehr sind.

Ihr seid in der Aufbauphase Eurer Beziehung, und das allein mit den Rahmenbedingungen, die da sind, ist es ja nicht immer oder nicht mehr rosarot. Aber mit der Chance dass Ihr etwas längerfristiges entwickeln lasst.

Wobei es vielleicht sinnvoll wäre, Eure Kommunikation anzuschauen, wie kompatibel Eure Vorstellungen und Wünsche wirklich sind und in wie weit ihr sie gegenseitig überhaupt artikuliert und kennt.
Die Folgen der schlechten Kommunikationsstruktur kannst Du hier in mindestens jedem 2. Thread nachlesen.
 
  • #17
Ich empfinde deine Erwartungshaltung als ziemlich anmaßend und übergriffig. Du bist geradezu beleidigt, weil er dich nicht einstellen will, ohne jegliche Weitsicht warum das eine schlechte Idee wäre.
Auch in der Situation mit seinem Kind hast du dich als ziemlich unreflektiert gezeigt, sorry.
Nimm einfach mal die rosa Brille ab, und richte einen klareren Blick auf die Realtität.
 
  • #18
Vielleicht sieht er den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Dass du daneben sitzt und nichts sagst, finde ich wesentlich befremdlicher
 
  • #19
So denke ich und ich würde ihn sofort bei mir arbeiten lassen.
Aber ich kann jetzt nicht von mir ausgehen.
Hätte, hätte Fahradkette. Du bist arbeitssuchend/arbeitslos, also gefühlte Lichtjahre von jemandem entfernt, der ein Unternehmen mit mehreren Angestellten führt. Da kannst Du keinerlei Aussage treffen, wie Du Dich als Unternehmerin verhalten würdest.
Deine gemutmaßten Verhaltensweisen, die Du bei Dir annimmst beruhen nicht auf bereits im Leben gezeigten Verhaltensweisen sondern einzig auf Deinen Wünschen an ihn - er soll Dir einen Job in seiner Firma geben.

Wenn er ständig Personalnot hat und kurzfristig Stellen neu bestezen muss, dann heißt das nur, dass in dem Unternehmen irgendwas extrem unrund läuft oder auch klar gesagt: extrem schlecht läuft. Es sollte schon in Deinem ureigenen Interesse sein, dass Dein neuer Arbeitsplatz so nicht ist.
Es kann sein, dass er ein extrem schlechter Chef ist und ihm deswegen alle Mitarbeiter davonrennen und er will Eure Beziehung nicht mit Jobärger belasten.
Kann aber auch sein, dasser irgendwo in seiner Stammmannschaft einen echten Ätzkeks sitzen hat, der alle Mitarbeiter vergrault und dass er damit nicht fertig wird, den rauszuschmeißen. Er will nicht, dass Du siehst, dass er ein schlechter Chef ist.

Ich finde, er verhält sich vollkommen richtig. Eure Beziehung ist noch sehr frisch, amn kann über die Haltbarkeit wenig sagen. Er möchte sich seine privaten Angelegenheiten nicht mit in die Firma ziehen.
Du liest Dich sehr naiv bis unvernünftig. Wie soll das laufen, wenn Du jetzt Schwierigkeiten hast, eine gute Arbeit zu finden, Du bei ihm in der firma arbeitest und er sich von Dir trennt? Glaubst Du selber, dass Du dann umgehend und freundlich das Unternehmen verlässt? Du wirst dann genausowenig einen anderen Job finden wie jetzt, d.h. bleibst ihm wohl auf Dauer erhalten - gegen seinen Willen.
Damit das nicht passiert, stellt er sich so auf, wie er es tut.
 
P

Provence

  • #20
Ich würde meinen Lebenspartner auch nicht in meiner eigenen Firma einstellen. Einmal finde ich es schwierig, wenn ein Paar den ganzen Tag zusammen hängt, es gibt kaum noch Input von Außen. Die gemeinsamen Gespräche werden sich zwangsläufig meist um die Firma drehen.
Zum anderen ist es nicht so einfach, dem Ehemann oder der Ehefrau Aufgaben zuzuteilen bzw. Ergebnisse einzufordern. Er/sie wird immer erwarten, dass der Sonderstatus mit einbezogen wird; wenn auch unbewusst.

Und bei einer (möglichen) Trennung, egal ob im privaten oder beruflichen Bereich - wie würdet ihr euch dann verhalten?

Liebe Zitronella, du bist gerade auf einem gefährlichen Pfad: du setzt deinen Partner - den du sooo lange nun auch noch nicht kennst - gewaltig unter Druck. Auf der einen Seite mit den von dir einschränkenden Erwartungen an ihn, seine Tochter (die im Alter von 11 Jahren ihren Vater noch sehr braucht) weniger zu sehen, als er und seine Tochter das gerne wollten (s. Nachbarbeitrag von dir), auf der anderen Seite nun mit deiner Forderung, er möge dich in seiner Firma einstellen.

Das kann leicht nach hinten losgehen.
 
  • #21
Biete ihm doch Deine Hilfe an!

Ich finde es sogar gut, wenn Geschäftliches möglichst in der "Familie" bleibt.
Ich denke es gibt zwei Arten von Unternehmern. Die einen, die privat und Geschäft strikt trennen und die anderen, die Familienbetriebe bevorzugen.

Dein Partner kennt dich aus dem Privatleben. Er kennt deine Stärken, aber auch deine Schwächen. Das mag jetzt nicht sehr charmant sein, aber vielleicht sieht er dich nicht als für diesen Job geeignet an. Vielleicht weiß er oder hat Sorge, dass du seinen Anweisungen nicht professionell geschäftlich, sondern eher auf privater Ebene kritisch oder mit Widerspruch begegnen würdest. Ganz sicher hat er Sorge, dass eventuelle berufliche Differenzen das Privatleben empfindlich stören würden.

Die Idee Hilfe anzubieten finde ich deshalb gut. Einfach mal dann und wann aushelfen, unbezahlt und er revanchiert sich z. B. mit einer schönen Einladung zum Essen. Damit sieht er, wie du arbeitest und dass es vielleicht auch gut laufen könnte. Vielleicht kommt er dann sogar von selbst auf dich zu. Ich kenne einige Paare, wo die berufliche Zusammenarbeit durchaus klappt.
Vergiss nicht, das ist Business. Er kann sich da Gefühlsduseleien einfach nicht leisten.
 
  • #22
Ach Mädel, das Ganze hat doch wenig mit dir und eurer Beziehung zu tun. Dein Freund hat einfach Angst, dass du seine, in Wirklichkeit bestimmt weit weniger rosige als in Gesprächen immer geschilderte berufliche Sitaution kennenlernst.
Das ist Spekulation.

FS, Du schreibst, es sei Dir unangenehm, das Thema bei Deinem Freund anzusprechen. Das mag sein, aber trotzdem wirst Du nur dadurch Klarheit gewinnen können.

Vielleicht wartet er nur darauf, dass Du das Thema ansprichst? Denn, sind wir mal ehrlich: Sich in berufliche Abhängigkeit von seinem Freund zu begegen, und noch dazu in ein Unterstellungsverhältnis, ist schon eine heikle Sache, sowohl für Eure Beziehung als auch für das Verhältnis innerhalb der Firma.

Du bist dann plötzlich eine Neue, die an sich vielleicht gleichgestellt ist, gleichzeitig aber privilegiert, weil sie der Schatz vom Chef ist. Es wir immer wieder geraten: Als Unterstellte in einer Firma sollte man nichts mit dem Chef anfangen. Dasselbe würdest Du so auch erreichen, nur andersherum gestartet.
 
  • #23
Hier wird mir vieles klar.

1. Hatte schon einmal die Liebe auf den 1. Blick und diese Frau auch, also nicht einseitig! Dauerte zwei Jahre.

2.
Nun zum angeblichen Problem, was kein Problem ist!
Er möchte sich nicht in die Unterlagen sehen lassen,
vielleicht hat er Schulden, oder auch größere Schulden.
Da möchte sich keiner in die Betriebsunterlagen hineinsehen lassen, auch kein Mann, der eine feste Beziehung hat.
Deshalb fragt er Dich auch nicht! Er möchte Dich dabei heraushalten, Dich nicht mit seinen Problemen belasten. Es scheint sich um einen kleinen Betrieb zu handeln, da gibt es fast immer finanzielle Probleme (Zahlungsengpässe treten häufig auf).
Viele stehen mit einen Bein im Konkurs, was nicht selten bei kleinen Betrieben vorkommt. Da gibt es oft Probleme über Probleme. Hatte damals auch oft vielen kleinen Betrieben mit Arbeit geholfen. Kenne fast alle Probleme

Ich hatte einen größeren mit fast 400 Mitarbeiter, war Geschäftsführer und Mehrheitsinhaber mit 51 % der Firmenanteile, einer über 100 Jahre alten Firmengruppe mit Sitz in Berlin. Als ich die Gruppe übernommen hatte, war ich 42 Jahre alt. Meine Frau hatte auch einen Arbeitsplatz im Betrieb, Sie stand nur
auf der Gehaltsliste der Buchhaltung.
Sie kannte meine Firmen, unser Bürogebäude von außen,
eine GmbH & Co. KG

3.
Zu einer festen Beziehung gehört auch ein gemeinsamer Wohnsitz/ Wohnung oder Haus, in der beide wohnen. Dann spricht man von einer festen Beziehung.

Wenn man sich liebt, ist noch keine gemeinsame Wohnung vorhanden. Man schläft mal bei sich, mal beim FREUND, denn beide haben noch Ihre gemeinsame Wohnung.

Man ist noch "nicht" in der Planungsphase angekommen,
ob man zusammenziehen will, zusammenleben will oder noch warten möchte, weil man sich nicht sicher ist..

Die Planungsphase ist erreicht,
beide suchen eine gemeinsame Wohnung/Haus. Oder auch der Eine zieht zum Anderen in die dann gemeinsame Wohnung/Haus.

Erst nach den Einzug in eine "gemeinsame" Wohnung spricht man von einer festen Beziehung!
Dazu gehört sehr viel, jeder gibt für den Anderen seinen Haushalt auf, oder beide legen Ihren Haushalt zusammen in eine vorhandene Wohnung oder in eine neue Wohnung/Haus.

Ab jetzt gibt eine "feste Beziehung" im "gemeinsamen" Haushalt!

Entschuldigt bitte denn ich bin schon fast 13 Jahre Witwer.
Ehe und Beziehungserfahren, kein Jüngling mehr mit meinen 62 Jahren.

Für die Zukunft weniger Skepsis, mehr Vertrauen und Verstand!

.
 
  • #24
Geschäftlich wäre er Dein Chef und Du seine Angestellte. Privat jedoch nicht. Das kann eigentlich nicht gut gehen. Entweder zerstört es seine unternehmerische Entscheidungsfreiheit, oder es zerstört auf Dauer Euer Privatleben.
 
  • #25
Es gibt Gründe, die dafür und dagegen sprechen. Dafür würde rein praktisch sprechen, dass du wenn du bei ihm angestellt bist, dich leichter auf eine andere Stelle bewerben kannst zb.
Wesentlicher finde ich aber, dass du es überhaupt ansprichst, und zwar ohne Druck oder Erwartung. Wie er dazu steht. Wahrscheinlich will er nicht, was auch okay ist, und das Thema wird geklärt.
Insgesamt hab ich bei eurer Beziehung kein gutes Gefühl, wenn es bei vielen Themen Diskussionen gibt.
 
  • #26
Danke euch für die klaren Worte. Ich habe nicht soweit vorausschauend nachgedacht und mich nicht in seine Lage hineinversetzt.

Bin froh, dass ich euch gefragt habe und habe somit verstanden.
 
P

Papillon

  • #27
Mir gehört anteilig ein mittelständiges Familienunternehmen das mittlerweile seit über ein halbes Jahrhundert exisitiert. Fazit mit Partner scheitert es nicht zwangsläufig. Ich bin es gewöhnt mit meiner Familie zusammen zuarbeiten. ABER ich will auf keinem Fall mein Freund hineinziehen! Dafür gibt es mehrere Gründe. Der Gesellschaftervertrag regelt ähnliches. Liebe FS, bei eurer kurzen Beziehung kannst du keine Wunder erwarten.
 
  • #28
Es Bedarf einer großen Portion Professionalität und Disziplin Beruf und Privates zu trennen. Private Unstimmigkeiten haben im Berufsalltag nichts verloren und beruflicher Stress und weitreichende Unternehmensentscheidungen, nichts im Privatleben.
Manche Menschen können dies sehr gut trennen, denn in seinem Unternehmen bist Du dann seine Angestellte und er der Chef.
Ihr seid dort nicht gleichberechtigte Geschäftsführer und/oder Entscheidungsträger, sondern er ist es allein.
Er kann dich auch nicht, nur weil du seine Partnerin bist, bei den Kollegen bevorzugen und dir in seiner Firma Sonderrechte einräumen, dies würde zu Unfrieden unter seinen Angestellten führen.
Und ihr würdet Euch auch rund um die Uhr sehen, wenn du hier nicht einen großen Freundeskreis und ein abwechslungsreiches Leben neben deinem Partner hast, beschränkt sich der Austausch daheim auf die Probleme im Job, dies könnte er dann vlt. als Kritik auffassen.
Ich meine, Du könntest daheim, nicht frei von der Leber mal Dampf über den Job, die Aufgaben oder Kollegen ablassen.

Also mir persönlich würde es schwer fallen, diese Konstellation zu führen, ich könnte dies ehrlich gesagt nicht.

Aber vielleicht könnte er Dich gleich für 3 Monate befristet einstellen oder als Praktikantin. Ist sicher ein Vorteil in deinem Lebenslauf. Aber von einer Dauerlösung rate ich ab.
 
  • #29
Ich möchte gar nicht mehr bei ihm arbeiten, da mir vieles klar geworden ist, aber nur aufgrund eurer Antworten.

Das Thema hat sich für mich erledigt.
 
  • #30
Ich möchte gar nicht mehr bei ihm arbeiten, da mir vieles klar geworden ist, aber nur aufgrund eurer Antworten.

Das Thema hat sich für mich erledigt.
Hm. Irgendwie fehlt dir die Weitsicht. Bei deiner letzten Frage wegen seines Kindes hast du genau so reagiert.
Darf ich mal sagen - du klingst sehr sehr naiv. Hoffentlich kommst du jetzt mal eine Zeitlang ohne das Forum aus - es ist nämlich nicht als Lebenshilfe geeignet.