• #31
Nur um es zu verdeutlichen

Wenn Sie solches sagt

Es geht ja nicht um Freude am Essen oder persönlichen Geschmack, sondern um tiefreichende ethische und ökologische Gründe. ......
Mir wäre es nur wichtig, dass er das nicht einfach als persönlichen Geschmack abtut - so wie andere zB keine Schokolade mögen - sondern sich auch mal mit diesen Themen auseinandersetzt. Das sollte man als Mensch, der etwas auf seine Bildung und seine Verantwortung hält - einfach tun.
Kannst Du es vergessen! Dann musst Du Dich entweder darauf einstellen Ihr zuliebe ebenfalls Vegetarier zu werden /was auch ok ist wenn Du das möchtest) oder Du wirst Zeit Eurer Beziehung mit Bekehrungsversuchen leben müssen was dieser beziehung ein Verfallsdatum geben würde. Wie lange hängt dann von Deiner Leidensfähigkeit ab.
 
G

Gast

  • #32
Um Veganer mache ich einen großen Bogen, das ist eine Lebenseinstellung (die von allen mir bekannten Veganern aggressiv missioniert wird) und keine Ernährungsform.

Mit Vegetarieren geht es mir, wie den meisten hier. Solange sie nicht missionieren und meinen Schinken auf dem Frühstückstisch kommentarlos "ertragen" können, ziehe ich sie als Partner in Betracht.

Vegetarier, die ständig die "totes-Fleisch", "Leichen"- und "ich esse nichts, was Augen hat"-Sprüche loswerden müssen, habe ich aus meinem Bekanntenkreis verbannt.

Ich denke, die meisten missionierenden Vegetarier sind sich nicht im Klaren, wie sehr sie mit ihren Sprüchen auf die Nerven gehen...

Als Ärztin propagiere ich eine gesunde, fettarme Mischkost und fahre selbst gut damit. Der nachweisliche Gesundheitsvorteil von Vegetarierern ist lt. Studien eher auf die auch ausserhalb der Ernährung gesündere Lebensweise (deutlich seltener als die Normalbevölkerung sind Vegetarier sind übergewichtig, Raucher oder Alkoholkonsumenten) zurückzuführen, als auf den Fleischverzicht.

w, 51
 
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Gast

  • #33
Das mag jetzt seltsam klingen, doch die Frauen, die ich (W) im Umfeld so sehe und die Vegetarierinnen sind, zeichnen sich durch Intoleranz und Herrschsucht aus. Vordergründig sind sie "süß" bis "sensibel" oder "engagiert"-dahinter aber knallhart beim Durchboxen eigener Ansprüche.
Und wenn Dir leidenschaftlicher , schönerSex wichtig ist, vergiss es...sie wird sich einbilden, deinen Fleischkonsum an deinem Atem riechen zu können. Das sind Kontrollfreaks.
Kein Scherz!
 
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Gast

  • #34
... sie wird sich einbilden, deinen Fleischkonsum an deinem Atem riechen zu können.
Es ist aber leider wirklich so, dass man/ frau das riecht. Und die Härte in diesem Punkt kommt eben daher, dass diese Ernährungsform kein Halli-Galli ist, sondern gute Gründe hat (wie zum Beispiel Mitgefühl mit denen, die sich nicht selbst helfen können).
 
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Gast

  • #35
da möchte ich mal eine Lanze brechen für Vegetarierinnen - man kann, wie in vielen Dingen, nicht alle über einen Kamm scheren. Das mit dem Sex kann ich z.B. überhaupt nicht bestätigen - den besten Sex in meinen bisherigen Beziehungen hatte ich mit einer Vegetarierin! Sie war sehr leidenschaftlich und einfallsreich...hat mich verwöhnt (und ich sie) und hatte auch genauso oft Lust wie ich, was toll war. An meinem Atem hatte sie nie etwas auszusetzen. Allerdings esse ich selbst eher wenig Fleisch und halte außerdem viel von Mundhygiene. Ich hatte vorher auch ein wenig Vorurteile was die Lustbetontheit von Vegetariern betrifft, aber wurde eines besseren belehrt!
m39
 
  • #36
Ich sehe es wie die anderen hier: bei beidseitiger Toleranz kann das gut gehen, hat der eine aber ideologische Gründe welcher Art auch immer, wird es nicht klappen.

Meine Mutter erzählte mir mal von einer Sportfreundin, die ihre Kinder vegetarisch erzog. Von ihr hörte man immer: "Nein, meine Kinder mögen kein Fleisch." Eines Tages waren ihre Kinder zu Spielen bei uns und es gab Abendbrot. Unter anderem gab es Wiener Würstchen. Meine Mutter berichtete, daß sich die Kinder völlig heißhungrig auf die Wiener gestürzt hätten... und konnte sich ein Feixen nicht verkneifen.
Mein Neffe ficht mit seiner Mutter einen Machtkampf über das Essen aus. Er aß jahrelang nichts fleischliches. Es fiel auf, weil er weiß wie eine Kalkwand war, Blutarmut hatte und die Mutter ihm Tabletten als Nahrungsergänzung verabreichen mußte. Seit dieser Zeit bin ich skeptisch, ob Vegeratismus was für Kinder ist.
 
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Gast

  • #37
Ich ernähre mich selbst vegetarisch, reduziere zur Zeit auch stark den Konsum von Eiern und Milch. Mein Freund genießt Fleisch und isst auch gern mal bei Fastfoodketten. Seit etwa zwei Jahren geht das auch relativ gut, Auseinandersetzungen zu dem Thema sind allerdings nicht selten.
Ich gerate selbst häufig an die Grenzen meiner Geduld, weil hinter meiner Ernährung mehr als bloß mein persönlicher Geschmack steht, sondern eine komplexe Moralvorstellung und eine Weltanschauung.
Ich weiß nicht, ob eine solche Beziehung auf Dauer gut geht. Immerhin geht es Vegetariern und Veganern meist um mehr als bloß um den Aufschnitt beim Abendbrot, sondern um moralische Vorstellungen und Handlungen. Differenzen dieser Art stellen meiner Meinung eine Beziehung auf eine harte Probe.
 
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Gast

  • #38
Ich glaube auch nicht, dass das gutgeht. Eben weil das eine moralische Haltung ist und nicht nur eine persönliche Geschmackssache.
 
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Gast

  • #39
Es funktioniert dann, wenn jeder die Essgewohnheiten des anderen respektiert und nicht vorhat den anderen zu "bekehren". Sobald einer sich an den Essgewohnheiten des anderen stört kannst du es vergessen.

Akzeptierst du ihren kompletten Verzicht auf Fleich und Fleischprodukte, ohne dass dich das stört? Akzeptiert sie, dass du Fleisch ißt, ohne dass sie das stört?
Dann sehe ich keine Probleme.

Man kann auch gemeinsam kochen, wenn es für beide selbstverständlich und normal ist, dass in der einen Pfanne ein Steak brät, und in der Pfanne nebenan ein Tofu-Schnitzel.

w, 43
 
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Gast

  • #40
Die Liebe macht vieles möglich. Sofern Beide tolerant sind, sollte das problemlos gehen, wenn einer Vegetarier ist. Es gibt auch sehr gute vegetarische Gerichte, die über das Körnerpicken (finde ich schrecklich) hinausgehen. Ich als Nichtvegetarier kann gut auf Fleisch verzichten, habe auch sehr gerne Fisch, was ich als guten Kompromiss betrachte. Wenn allerdings die Partnerin auch keinen Fisch isst, dann wirds schwierig.

Ein no go ist veganisches Essen.