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  • #1

Beziehung zwischen Vegetarier und Nichtvegetarier, Chance?

Hallo,
ich m 38 bin ein normaler Mann mit durchschnittlichen Essgewohnheiten, der allerdings schon auf gesunde und ausgewogene Ernährung, sowie auf Qualität der Speisen achtet. Habe z. B. in der Fastenzeit schon komplett auf Fleisch verzichtet und dies war auch kein Problem. Doch möchte ich auf dauer darauf nicht verzichten. D. h. reduzieren ja, vegetarisch leben nein.
Vor einigen Monaten habe ich beim gemeinsamen Sport eine wunderbare Frau kennengelernt und fühle mich zu ihr sehr hingezogen und sie sich zu mir auch. Jetzt hat sie mir erzählt, dass sie sich vegetarisch Ernährt, lediglich ab und an steht noch Fisch auf ihrer Speisekarte. Da ich zu gern mal ein gutes Steak esse, darauf nicht verzichten möchte und sie sich aber davor eher ekelt frage ich mich nun, ob hier eine Beziehung funktionieren kann?
Wer hat damit Erfahrung? Bitte um Eure Meinung!
 
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  • #2
Das hängt ganz von der Toleranz des Vegetariers ab. Ein Bekannter von mir isst täglich Fleisch und ist mit einer überzeugten Vegetarierin zusammen, die sich stark für den Tierschutz einsetzt. Die Beziehung funktioniert wunderbar, weil die Frau ihrem Partner keine Vorschriften macht.
 
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  • #3
Hm.... schwierig :

Ich war mit einer Vegetarierin 10 Jahre verheiratet : wenn Sie rumnölt , weil Sie Dir nicht gönnt dass Du Fleisch magst und Sie dies entbehren muß dann lass es lieber .... auf Dauer nervt das und irgendwann bist Du es dann Schuld wegen Trennung....

Ich war immer tolerant - hab beim Grillen geachtet dass es auch Gemüsespieße oder Garnelenspiesse für Sie gab und umgekehrt hat Sie mir immer bewußt oder unbewußt Vorbehalte gemacht und so etwas geht gar nicht .....

Ich bin jetzt mit einer Frau zusammen die seit 20 Jahren vegetarier ist und wir haben es vorher geklärt: ich toleriere Ihre Meinung und Sie meine - sonst wirds keine Zukunft gemeinsam geben . Dies klappt wunderbar und das Steack esse ich nur noch , wenn wir ausgehen und zu Hause gibts dann halt Putenfleisch oder Rindfleisch , dass nicht so ecklig aussieht .

m45
 
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  • #4
Ich kenn sehr viele Paare, bei denen nur eine Person Vegetarier ist und es funktioniert bestens. So wie du dein Essverhalten beschreibst, sollte das überhaupt kein Problem sein. Du scheinst ein sehr toleranter und rücksichtsvoller Mensch zu sein. Ob sie das ist, kann man natürlich nicht sagen.

Ess dein Steak dann doch einfach in Gesellschaft von anderen Menschen.
 
  • #5
Kommt drauf an...

nämlich ob Sie einfach für sich entschieden hat kein Fleisch zu Essen und ansonsten jedem anderen das nicht streitg macht. Dann ist das kein Problem.

Aber wenns eine der missionarischen militanten ist- vergiss es . Das ist nämlich eine Art Religion. Mit solchen ist eine friedliche Co-existenz nicht möglich.
 
  • #6
Ein Freund von mir ist mit einer Veganerin zusammen. Das funktioniert jetzt seit etwa einem Jahr. Sie isst vegan, er schließt sich mal an und manchmal brät er sich eben ein Stück Fleisch. Sie fällt aber auch nicht gleich in Ohnmacht, wenn im Kühlschrank totes Tier liegt und gönnt ihm die Wurst ohne nervige Kommentare. Das ist ok und ziemlich stressfrei.
Mit einem Vegetarier/Veganer, der mir dauernd vorhalten würde, das Fleischesserei böööse ist, könnte ich es allerdings nicht aushalten.
 
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  • #7
Es kann funktionieren, wenn du rücksichtsvoll bist und dir nicht in ihrer Gegenwart extra die toten Tiere reinhaust.
 
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  • #8
Also Du kannst Fragen stellen, warum sollte das nicht funktionieren, ich bin selbst Vegetarierin und hatte noch nie Probleme Beziehungen mit Nichtvegatrierern zu führen. Mach Dir da bloss keinen Stress, wenn alles andere passt und toll, so what:)
 
  • #9
Oha, schwierig ...

Gemeinsames Essen ist ein elementarer Bestandteil sozialer Bindungen, umso mehr in einer Beziehung. Schwierig wird das im Alltag, man kann ja nicht immer Essen gehen oder auch zwei Gerichte kochen - das ist einfach zu umständlich (und hilft auch nicht viel weiter, wenn sie sich sogar vor Fleisch ekelt).

Meiner Erfahrung nach führt das dazu, dass man Speisen, die der Partner nicht isst, auch kaum mehr zu sich nimmt (vgl. hierzu auch "Pulp Fiction"). Ich hatte zwar noch keine Beziehung mit einer Vegetarierin (aus gutem Grund), aber z.B. hatte/habe ich dergleichen schon mit Leber: Ich liebe Leber, meine Ex und auch meine jetzige Partnerin ekeln sich aber regelrecht davor. Als Folge davon mache ich sie mir zu Hause praktisch nicht mehr. Das ist nicht ganz so dramatisch, Leber muss ich nicht ständig haben, und ich esse sie dann eben ab und an mal im Restaurant. Eine praktisch fleischlose Ernährung zu Hause käme aber für mich überhaupt nicht in Frage!

Daher ist Vegetarismus für mich tatsächlich ein Ausschlusskriterium.

Das muss es nicht notwendigerweise für dich auch sein, du musst dir aber überlegen, ob / wie oft du noch Fleisch zu dir nehmen willst, da du im Alltag zu einem Quasi-Vegetarier werden wirst.

m/34
 
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  • #10
...ich bin Vegetarierin und war länger mit jemandem zusammen, der ab und zu Fleisch gegessen hat (meist im Restaurant). Ich habe nur vegetarisch gekocht, auch mal mit Tofu oder Grünkern etc. und er hat für uns beide auch manchmal gekocht (dann meist ein Nudelgericht:).
Es hat wunderbar funktioniert weil er neugierig war, auch andere Gerichte kennenzulernen und nicht total auf Fleisch fixiert war.
Obwohl wir uns über andere Dinge häufiger mal gestritten hatten - das Essen war aber NIE ein Thema! Wohl auch, weil er ein Wohlwollen diesem Ernährungsstil entgegenbrachte, da es aus tierethischen und umweltpolitischen Gründen einfach auf der Hand liegt, dass unser überdimensionaler Fleischkonsum viel Leid über diese Welt bringt.
 
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  • #11
Ich bin selbst Vegetarierin und in diesem Punkt sehr zickig. Es geht ja nicht um Freude am Essen oder persönlichen Geschmack, sondern um tiefreichende ethische und ökologische Gründe. Trotzdem könnte ich mir einen rücksichtsvollen Fleischesser als Partner vorstellen (ich war bisher nur mit Vegetariern zusammen - habe aber nicht direkt gezielt nach einem Vegetarier gesucht).

Mir wäre es nur wichtig, dass er das nicht einfach als persönlichen Geschmack abtut - so wie andere zB keine Schokolade mögen - sondern sich auch mal mit diesen Themen auseinandersetzt. Das sollte man als Mensch, der etwas auf seine Bildung und seine Verantwortung hält - einfach tun.
 
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  • #12
Gar kein Problem.

Mein Ex war Vegetarier, ich nicht. Hab mir halt immer ein Stück Fleisch gesondert dazu gebraten.

Mittlerweile esse ich auch vegetarisch. Mein aktueller Freund isst total viel Fleisch und Wurst. War zwischen uns nie ein Thema.
 
  • #13
Wenn sie persönlich Fleisch einfach nicht mag oder sich davor ekelt, wird es schwer, aber vielleicht machbar.
Wenn sie jedoch missionarisches Sendungsbewusstsein an den Tag legt (und womöglich von tierethischen und umweltpolitischen Gründen spricht, die ja "auf der Hand liegen"), suche so schnell wie möglich das Weite, damit wirst du nicht glücklich.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #14
Mir wäre es nur wichtig, dass er das nicht einfach als persönlichen Geschmack abtut - so wie andere zB keine Schokolade mögen - sondern sich auch mal mit diesen Themen auseinandersetzt. Das sollte man als Mensch, der etwas auf seine Bildung und seine Verantwortung hält - einfach tun.
Diese Art von Vegetarier würde dem durchschnittlichen Fleischesser (z.B. mir) gewaltig auf die Nerven gehen. Aber es gibt ja auch welche ohne missionarischen Auftrag.
 
  • #15
Meine Tochter ist Vegetarierin, ihr Freund isst Fleisch. Das ist gar kein Problem. Mal isst er etwas Vegetarisches mit ihr mit, mal macht er sich ein Stück Fleisch dazu oder - wenn er kocht - isst sie das Fleisch nicht mit.
Sie hat null Antrieb, zu missionieren, thematisiert auch keine hysterischen Abneigungen (soll ja auch Leute geben, die Tofu ganz eklig finden...) und so ist das entspannt.
 
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  • #16
Ja natürlich, eine Chance hat diese Konstellation verdient. Wenn man sich gegenseitig liebt und akzeptiert, dann auch die jeweils anderen Eßgewohnheiten des anderen. Die Paarung Raucher-Nichtraucher ist viel schlimmer wegen des Gestanks und der gesundheitlichen Folgen.
 
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  • #17
Diese Art von Vegetarier würde dem durchschnittlichen Fleischesser (z.B. mir) gewaltig auf die Nerven gehen. Aber es gibt ja auch welche ohne missionarischen Auftrag.
Mir nicht, obwohl ich kein Vegetarier bin. Ich esse allerdings wenig Fleisch, der Figur zu liebe und auch der Umwelt usw.

Jeder darf nach seiner Fasson leben und jedes Paar muss sehen, wie es mit diesen Unterschieden zurecht kommt.

Ich hätte eher ein Problem, wenn jemand sich zu ungesund, zu fett, zu viel Zucker und zu unregelmässig usw. ernährt. Dahinter stecken nämlich meist psychische Probleme und eigenen Wertschätzung des wichtigsten Gutes, seine Körpers. Wer mit sich schon so schlecht umgeht, wird auch mit mir schlecht umgehen.

w
 
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  • #18
Ich befürchte das wird nicht gut gehen. Hör auf Dein Bauchgefühl!

m.
 
  • #19
Es kommt darauf an, warum der eine Partner Vegetrier/Veganer ist. Wenn sie es einfach nur tut weil es ihr schmeckt und sich damit wohl fühlt, dann ist es kein Problem, sie wird für Dich wahrscheinlich sogar Fleisch kochen.

Wenn Du an eine gerätst die es wie eine Religion betreibt und nur weil sie sich aus der Menge abheben will, sprich um zu sagen ich bin was besonders, ich bin besser als Du weil ich esse kein Fleisch. Na dann vergiß es.
 
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  • #20
Tendenziell passen sich Lebensgewohnheiten über die Jahre von Partnern an. Das sieht man auch an unseren Eltern. "Mäkelige" Frauen passen sich zu Liebe der Männer zu 90% dem Essverhalten an, um ein geregeltes Familienverhältnis zu wahren, das ist fast immer so, ansonsten stehen sie bald wieder alleine da. Was will ein Mann mit einer Frau, die nur Salat am Tisch isst? Jeder Mann wird so einer Frau bald abhauen, wenn sie nicht ordentliches Essen auf den Tisch knallt. Wie du selbst sagst: du willst ein ordentliches Steak auf den Tisch und vermutlich keine Haferfocken-Frikadellen schnabulieren, außer du bist ein Öko und läßt das mit dir machen.

Ich war selbst jahrelang Veganer (in meiner Singlezeit), sogar mit Tendenzen zu striktem Rohkostverhalten. Niemand hat mich mehr verstanden! Und ich war ein echter Extremist! Es war ein Experiment aus Zeit, aber es scheidet einen aus der Normal-Gesellschaft aus. Man lebt als Einsiedler und hat nicht mehr viele Freunde, die einen verstehen und mit denen man leben kann. Es geht ja nicht nur ums "nichts Tierische mehr essen wollen", sondern um die Einstellung dahinter (Umweltverschmutzung, Hunger in fremden Ländern, Tierquälerei.. das versteht keiner). Als Veganer muss man sich dann unter seinesgleichen aufhalten. Vegetarier und Veganer sein, heißt, in einer strengen Religion zu leben, ein Fehltritt wird von einem anderen Veganer/Vegetarier mit Verachtung bestraft, deswegen hab ich mich mittlerweile aus solchen Kreisen distanziert. Das war mir einfach zuviel Kontrolle. Ich liebe wieder das deftige Gesellschaftsleben und das viel zu sehr - das habe ich nach einigen Jahren des Verzichtes mittlerweile erkannt. Mein Partner ist ebenfalls Fleischesser, wir wären heute nicht mehr zusammen, wenn ich anderes essen/leben würde.

Das soll nur ein Denkanstoß sein. Ich bin heute wieder Mischköstler und fühle mich endlich frei und stark als Frau, alles machen zu können, was mein Partner auch gerne tut und das schweißt uns zusammen.
 
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  • #21
Es kann gut funktionieren, ich kenne mehrere Paare mit gemischten Essverhalten, wir sind 5 Kinder und 3 haben vegetarische Partner oder sind es.
Wir schauen auch bei Familienfeiern darauf dass es vegetarische Sachen gibt (z.B. Kartoffelsalat mir Maultaschen in Fleisch und Gemüsevariante) aber: Kein Vegetarier hält bei uns einem anderen vor dass er Fleisch isst und das macht den Unterschied.
Ich kann gut und gerne ohne Fleisch leben aber ich geniesse auch mal ein dickes Steak.
Einmal datete ich einen Mann welcher Vegetarier war und er eröffnete mir dass ich sofort aufhören müsste mit Fleisch essen, moralisch, ethisch und so weiter ..
Ausserdem sagte er mir das Leichenfresser aus dem Mund stinken würden - die Sache war schnell beendet denn das braucht keiner!
Ausserdem komme ich von der Landwirtschaft, ich weiss wie Kühe und Kälber, Schweine usw. aufgezogen und auch geschlachtet werden und kenne mich aus.
Allerdings: Ich würde nie beim Grosshändler abgepacktes Fleisch aus anderen Ländern kaufen und auch Shrimps aus Asien kämen mir nie auf den Teller.
Aber ein Steak vom Bio-Metzger kann ich nicht widerstehen und bezahle auch gerne dafür, genauso frische Forelle beim Züchter um die Ecke.
w, 41
 
  • #22
Ich esse auch Fleisch, Wurst und sehr gerne Fisch. Das lasse ich mir von Niemandem nehmen.
Meine Partnerin muß sowas nicht mögen oder gar essen - aber mich darin respektieren.

Einen Missionars-Eifer kann ich nicht ausstehen. Und besonders nicht, wenn Eltern ihre Kinder missionieren wollen.
z.B. Veganer-Ehepaar. Der Ehemann und Vater verbietet seinen zwei Kindern auch Milch und Milchprodukte. In diesem Fall war es Milchspeise-Eis im Restaurant.
Mit einer Begründung, die ich diesen -sonst intelligenten- Menschen nicht zugetraut hätte. Und am Verstand zweifeln lassen.
(Ich kenne diesem Mann seit über 40 Jahren)

Man kann in einer Beziehung Kompromisse suchen. Aber z.B. generell wegen Fleisch oder Fisch stets auswärts essen müssen, ist mühsam und belastend.
 
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  • #23
Lieber FS,
natürlich kann eine Beziehung zwischen einem Vegetarier und einem Omnivoren funktionieren!
Zu beachten ist, dass
+ keiner das Essen des anderen schlecht macht
+ beide sich bereit erklären, Kompromisse einzugehen, wie z. B. nicht immer Speisen mit Fleisch/Fisch/Wurst zu brauchen oder als Vegetarier auch mal nur Beilagen zu essen
+ die Essgewohnheiten des Partners zu akzeptieren und nicht verändern zu wollen
+ beide etwas kochen können.

Ich, w, bin selber seit mehreren Jahren Vegetarier (esse Eier- und Milchprodukte) und bin überzeugt davon, dass eine "Mischbeziehung" mit Erfolg gekrönt ist, wenn man Akzeptanz, Liebe und Wohlwollen seinem Partner und dessen kulinarischen Vorlieben entgegenbringt.
Alles Gute wünsche ich dir!
 
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  • #24
Sofern der Verzehr von Tieren für Sie keine Religion darstellt, von der Sie meinen, sie unbedingt in Gegenwart der besagten Dame praktizieren zu müssen, sondern eher ein Hobby, dem Sie auch gerne einmal allein oder mit Freunden nachgehen, sollten Ihre Essgewohnheiten einer Beziehung nicht zwingend im Wege stehen.

Im Übrigen kann nur die Dame selbst Ihnen verraten, ob sie Sie trotz Ihrer befremdlichen Essgewohnheiten als Partner in Erwägung zieht oder nicht!

Fragen Sie sie doch einfach!
 
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  • #25
Gehe absolut konform mit @1
Habe mit einem-nicht-tobenden-netten Vegetarier (nicht missionierend), der seiner Frau das für sie glücklichmachende Stück Fleisch gönnt, sehr nette Erfahrungen gemacht.
Wir persönlich essen Fleisch.
 
  • #26
Wie man hier sieht, gibt es alles: von "geht gar nicht" bis zu "ist überhaupt kein Problem". So gesehen gibt es wohl für Dich nur eines: ausprobieren und schauen, wie gut es läuft!

Meine persönliche Einstellung zu dem Thema:

1. Ich hatte das mal (Beziehung mit einer Vegetarierin, die am liebsten Veganerin gewesen/geworden wäre, und ich selber esse Fleisch), und ich fand es total nervig und möchte das nicht mehr.

2. Meiner Meinung nach ist Toleranz nicht nur grundsätzlich ein fragwürdiger "Wert", sondern auch und v.a. in einer Partnerschaft genau nicht das, was ich leben möchte. Ich möchte keine Partnerin, die mich "toleriert", sondern eine, die mich liebt und begehrt – und umgekehrt natürlich genauso. (Klar sollte man bei klitzekleinen Sächelchen mal tolerant sein – das ist dieselbe Alltagstoleranz, die man auch walten lässt, wenn der Nachbar mal wieder eine Viertelstunde Techno hört; aber Toleranz im Grossen gehört von mir aus gesehen nicht in eine Partnerschaft; ein/e Partner/in, dem/der gegenüber man im Grossen Stil tolerant sein muss, ist der/die falsche Partner/in.)

3. Ich persönlich habe grosse Mühe mit Haltungen wie z.B. der von Gast #10. Das ist mitunter genau der Grund, warum eine Vegetarierin als Partnerin für mich nicht ginge. Ich will mich schlicht und einfach mit gewissen Themen nicht "auseinandersetzen" und will auch nicht alles "hinterfragen". Dafür "hinterfrage" ich andere Dinge ganz stark, die von den Linken und Ökos als unverhandelbar angesehen werden.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
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  • #27
Ich bin strenge Vegetarierin, mein Mann isst Fleisch.
Das war noch nie ein Problem. Ich koche vegetarisch, wenn er Fleisch möchte, muss er es sich selbst zubereiten.
Von solchen Dingen sollte man sich wirklich nicht von einer Beziehung abhalten lassen, das sind doch Kleinigkeiten.
 
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  • #28
Ich hätte kein Problem damit, wenn meine Partnerin Vegetarierin wäre. Es wäre ja auch das letzte, sie deswegen zu diskriminieren.

Ich esse selbst nicht viel, aber gerne Fleisch. Ich würde es ihr nicht aufdrängen, aber auch nicht darauf verzichten. Wenn sie damit umgehen kann, würde auch die Beziehung funktionieren.
 
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Gast

  • #29
Auch ich sehe kein Problem darin, sofern die von Dir gemochte Frau keine Extremistin ist. Aber dann würde eine Beziehung mit ihr auch in anderer Hinsicht schwierig sein. Es gibt enorm viele gute fleischlose Gerichte, bei denen auch Nicht-Vegetarier gerne mitessen. Ausserdem kann man zu fast allen Gerichten für den Nicht-Vegetarier einfach ein Stück Fleisch mitbraten. Und ob sich der Partner/die Partnerin nun eine Scheibe Wurst auf das Brot legt oder eine Scheibe Käse oder Teewurst bzw. fleischloser Brotaufstrich aufs Brötchen gestrichen wird finde ich ich ohnehin bedeutungslos.

Ich würde mich freuen, wenn ich einen Vegetarier kennenlernen würde, da ich selbst Fleisch und Wurst esse, aber auch vegetarische Gerichte (mein Lieblingsessen ist wie als Kind immer noch "Spaghetti mit Tomatensauce und Parmesan" :) ) mag und von den gesunden Kochkünsten meines Partners dann profitieren würde.

w/50
 
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  • #30
Ich denke, dass es wichtig ist, dass ihr beide euch tolerant zeigt. Das heisst, dass Du nicht ständig in ihrer Gegenwart Fleisch isst, auf der anderen Seite sollte sie Dir aber auch mal gönnen, dass Du ein Steak essen darfst. Wenn ihr hingegen auf euren exteremen Forderungen beharrt, kann es nicht gut gehen.