G

Gast

  • #1

Beziehung und interessanter Lebensstil nicht kompatibel?

Ich (w, fast 36) bin schon einige Jahre Single. Mir ist es wichtig, dass ein Partner ebenso wie ich einen recht vielseitigen Alltag lebt. Wir müssen nicht alle Interessen miteinander teilen, da ich manches auch gerne alleine mache und gute Freunde habe. In den letzten Jahren habe ich dank meiner Hobbys viele Männer kennengelernt, die ein interessantes Leben führen. Leider hat es aber nie für eine feste Beziehung gereicht, weil den Männern die materiellen Dinge, Hobbys, Reisen, usw. viel wichtiger waren als das, was zwischen uns war. Ich hatte das Gefühl, in ihren Prioriätslisten einen der unteren Ränge einzunehmen und fühlte mich nicht wirklich geliebt.

Auf der anderen Seite graut es mir vor Leuten, die so ein klassisch spießiges Leben führen, nach der Arbeit nur mal kurz zum Sport gehen oder fast jeden Abend im Wohnzimmer vor dem Fernseher verbringen. Am Wochenende geht man als Paar höchstens mal ins Kino oder Café, macht aber sonst nicht viel zusammen. Und die Urlaube werden schön brav am Meer oder bei der Familie verbracht. Ganz ehrlich, ich möchte nicht mit meiner Schwester und meiner besten Freundin tauschen… sie führen mit ihren Partnern dieses langweilige Leben, auf das ich keine Lust habe.

Ich wünsche mir einen Mann, der nicht unbedingt dem Mainstream entspricht. Eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung ist für mich ein absolutes Muss, Spießer haben bei mir keine Chance. Gibt es denn noch Männer, die kein spießiges Leben führen und trotzdem beziehungsfähig sind?
 
G

Gast

  • #2
Gibt es denn noch Männer, die kein spießiges Leben führen und trotzdem beziehungsfähig sind?
Diese Männer gibt es durchaus, sie machen aber die Erfahrung, daß "Beziehung" einem Verbot ihres bisherigen Lebensstils gleich kommt. Und damit meine ich nicht die Pflicht zur sexuellen Treue, denn man kann seine Freizeit abwechslungsreich gestalten und dennoch treu sein. Das Problem besteht vielmehr darin, daß ein Mann allein ganz andere Dinge unternehmen kann als in Gesellschaft einer Frau. Daß die Frau dann aber psychischen Druck ausübt, weil sie ihre Interessen nicht gewürdigt fühlt.

Bei mir ist es zum Beispiel so, daß ich gerne fotografiere. Vor allem in der Natur. Ein gutes Foto, auf das ich stolz sein kann, das eines Kalenders würdig wäre, verlangt gewisse Opfer, die ich aber gerne bringe. Sehr frühes Aufstehen zum Beispiel, um die Morgennebel und den Tau einfangen zu können. Viel Geduld, um genau die richtige Perspektive - z.B. ohne Drähte im Hintergrund - zu finden.

Ich habe noch nie eine Frau kennengelernt, die nicht versucht hätte, meine Leidenschaft für das Fotografieren extremst einzuschränken. Ob ich spinne, so früh loszuziehen. Ob ich jetzt endlich fertig sei, während sie schon die ganze Zeit vom einen Fuß auf den anderen tritt. Ob es nicht eine billigere Kamera auch täte, andere Leute würden einfach mit dem Handy knipsen. Und vor allem, ob ich nicht endlich mal auf dem Weg bleiben könnte, statt zickzack durch die Wiese zu laufen.

Wirklich geliebt würde ich mich fühlen, wenn die Frau mich allein losziehen ließe und mich nach meiner Rückkehr neugierig fragte, ob ich etwas Schönes entdeckt hätte. Und es wäre ein Ausdruck meiner Liebe zu ihr, wenn ich den Zauber der Morgennebel oder der Blumenwiese auch für sie eingefangen hätte, ohne daß sie dafür das warme Bett verlassen mußte.
 
G

Gast

  • #3
Liebe FS,

Du führst eine Argumentation und hast eine Frage voll Platitüde, denn Deine von Dir viel beschworene "abwechslungsreiche Freizeit-", ich gehe sogar weiter, "Lebensgestaltung" wird durch das Aufzählen von ein paar "Negativbeispielen" in keinster Weise deutlich.

Was macht für Dich eine abwechslungsreiche Freizeit- und Lebensgestaltung aus? Warum sollte diese erfüllender und (lebens)sinnvoller sein als andere Freizeit- und Lebensgestaltungen sein?

Ich habe kein Fernsehen, wohne dort wo andere Freizeit- und Aktivurlaub machen, bin in alle Himmelsrichtunen in 20min in größeren Städten und mein "Programm" der letzten Woche sah folgendermaßen aus: Badmintontraining, Schwimmtraining, Konzert, Baskettballtraining, Sauna und Kaminabend, Wandern, Inlinertour. Die neue Woche hat angefangen wie die alte aufgehört hat, nur dass sich das "Programm" geändert hat. Weitere Hobbies könnte ich leider wieder nicht unterbringen, aber auf die Zeit für den nächsten Poetry Slam und das Krimifestival freue ich mich schon.

Ist das abwechslungsreicher? Aber sicher nicht jedermanns und -fraus Sache.
Und das ist gut so.

m, 44

PS: So weit ich weiß sind 99,9% meiner abwechslungsreichen Freizeit- und Lebensgestaltung partnerschaftstauglich und ich beziehungsfähig. Was fehlt ist die "abwechlungsreiche und -fähige" Partnerin und DAS ist in meiner Altersklasse ein echtes "Frauenproblem".
 
G

Gast

  • #4
Liebe FS,
meine Frau hat sich nach 25Jahren vorübergehend von mir getrennt. Wir sind beide guter Hoffnung, das es wieder mit uns klappen könnte. Das hat jetzt nichts mit Deiner Frage zu tun, soll Dir aber die Thematik für Dein Problem zeigen.
Wir fahren schon seit vielen Jahren mit unseren Kindern (seit diesem Sommer nicht mehr, sie sind nun groß) mit dem Geländewagen und seit 6 Jahren mit einem Offroad LKW durch Nordafrika, Osteuropa und Skandinavien, machen Bergwanderungen und tolle Skitouren, gehen zur Jagd, aber auch gerne mal nach Mallorca zum relaxen.
Insgesamt kann ich von mir behaupten, daß ich einen sehr interessanten Lebensstil führe. Wenn ich mit anderen Menschen spreche ist jedoch die einhellige Meinung dazu: "Das hört sich unheimlich interessant an, aber ich denke das wäre nichts für mich."
Es ist unglaublich schwer, mit ausergewöhnlichen Hobbys, einen "passenden" Partner zu finden, der diese Hobbys dann auch über Jahre mit Dir teilen möchte.
Um solche Hobbys zu betreiben, gehört auch eine gehörige Portion Teamfähigkeit, gepaart mit hoher Achtung vor seinem Partner, dazu.
Meiner Meinung nach, muss eine Beziehung dafür viele Jahre wachsen.
Ich hoffe für Dich Du findest jemanden, mit dem Du eine abwechslungsreich Freizeitgestaltung teilen kanns.
Wenn der Partner das nur mit sich und seinen Freunden macht, hast Du nichts davon, außer ihn um diesen Umstand bewundern zu können.

M47
 
G

Gast

  • #5
Ich finde deine Aussagen schwierig und teilweise sehr widersprüchlich. Einerseits suchst du einen sehr aktiven Mann, der aktiv seinen Hobbys nachgeht und auch in einer Beziehung weiterhin voll und ganz "sein Ding macht" und nicht zum klassischen "Beziehungsspiesser" mutiert, andererseits beklagst du, dass genau solchen Männern (die du in den letzten Jahren kennengelernt hast und interessant fandest) ihre Hobbys, Reisen (auch ein Hobby) etc. viel wichtiger waren als das, was zwischen euch war, weshalb es nie für eine feste Beziehung gereicht hat...

Merkst du den Widerspruch? Ich denke, du kannst nicht alles haben. Entweder hast du einen sehr "eigenständigen" Partner, der auch in der Beziehung weiterhin grossen Wert auf das weitere ausleben seiner eigenen Hobbys und Prioritäten legt (wie du schon erkannt hast ist es unrealistisch, dass man alle Hobbys teilt, wenn es wirklich mehrere sind), oder du hast einen Spiesser (wie du es nennst), bei dem dann halt die Partnerschaft Priorität Nummer eins ist und der bereit ist, bezüglich seiner Interessen, auf seine bisherige Freizeitgestaltung bezogen, Abstriche zu machen. So ein Mann wird dann allerdings dasselbe auch von dir erwarten und du scheinst nicht wirklich bereit zu sein, Einschränkungen deines bisherigen "vielseitigen Alltags" in Kauf zu nehmen...

Eine wirkliche Beziehung kann meiner Meinung nach nur entstehen, wenn man viel Zeit zusammen verbringt und nicht jeder ständig seinen eigenen Hobbys nachgeht und sich mit (ausschliesslich) seinen Freunden trifft... Mir wäre das zu oberflächlich und zuviel Distanz, aber da ist ja jeder anders gestrickt.

Auf jeden Fall befürchte ich, dass es sehr sehr schwierig sein dürfte, bei deinen Vorstellungen gleichzeitig eine Parnerschaft zu führen, bei der du das Gefühl hast, oberste Priorität zu sein und wirklich geliebt zu werden.
 
G

Gast

  • #6
Mir ist es wichtig, dass ein Partner ebenso wie ich einen recht vielseitigen Alltag lebt. Wir müssen nicht alle Interessen miteinander teilen, da ich manches auch gerne alleine mache und gute Freunde habe.

In den letzten Jahren habe ich dank meiner Hobbys viele Männer kennengelernt, die ein interessantes Leben führen. Leider hat es aber nie für eine feste Beziehung gereicht, weil den Männern die materiellen Dinge, Hobbys, Reisen, usw. viel wichtiger waren als das, was zwischen uns war.

Ich wünsche mir einen Mann, der nicht unbedingt dem Mainstream entspricht. Eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung ist für mich ein absolutes Muss, Spießer haben bei mir keine Chance. Gibt es denn noch Männer, die kein spießiges Leben führen und trotzdem beziehungsfähig sind?
Du klingst sehr widersprüchlich. Für Dich nimmst Du in Anspruch, alles zu machen, was Du machen möchtest, der Mann soll Gewehr bei Fuß stehen und Dir Priorität eins einräumen, sobald Du das mal brauchst. Für mich hat das auch nichts mit "spiessig" zu tun. Klar gibt es Männer, die nicht dem Mainstream entsprechen und ein interessantes Leben mit vielen Hobbies führen. Denen wirst Du aber zu "spiessig" sein, weil für Dich die Beziehung anscheindend doch eine höhere Priorität hat.

m, 46
 
G

Gast

  • #7
Vielleicht vor der nächsten Beziehung erstmal ordentlich in ihn verlieben und sichergehen, dass er sich auch wirklich in die verliebt hat. Alles andere ergibt sich dann :) Suchen würde ich im Umfeld deiner Hobbies, denn dann kann er deinem Lifestyle ja schonmal nicht ganz so abgeneigt sein.
 
G

Gast

  • #8
Dein Problem ist auch meins. Ich hab keine Ahnung, ob es eine Lösung gibt. Ich denke, es ist sehr oft so, dass Männer, die ein interessantes Leben führen, entweder keine Partnerin haben ODER komischerweise das, was Du beschrieben hast - eine Frau, die all das will: Schön brav mit der Familie alles machen und ein "spießiges" Leben führen. Sie kriegt es sicher nicht, aber sie kämpft darum, den Mann zu ändern. Oder sie findet sich mit ab, gibt sein Geld mit aus und ist zufrieden. Vielleicht hat sie auch nebenher mal irgendwann einen, der mehr Zeit für sie hat.

Solche Männer sind Individualisten, die eine Frau brauchen, die die Beziehung am Laufen hält, denn ohne diese Frau wären sie Single, weil sie sich nicht in ihr Leben "reinquatschen" lassen. Sie verhalten sich oft auch weiter, als seien sie Single. Diese Frau hat dann als Lebensaufgabe, dem Mann hinterherzulaufen, mit Einsamkeit zu kämpfen, ihm zu folgen, wenn er wegen seines interessanten Jobs umziehen muss etc. Vielleicht kriegt sie durch jahrelange Geduld und harte Umerziehung auch hin, dass er begreift, was "Beziehung" heißt.

Sie hat als eigenes Leben ihre kleine Welt zu Hause oder auch ein bisschen außerhalb, wenn sie einen Job annimmt, muss aber immer flexibel sein, wenn sie was vom Mann haben will. Meist wird dann gedacht "nie macht er was mit mir" und es werden Tanzkurse gemacht. Das war in meinem Umfeld eklatant, wieviele Paare auf einmal Tanzkurse machten, und das nur, weil sie sonst NIE was zusammen machen würden außer Sex und Essen. Allerdings kann es auch mit einem Tanzkurs passieren, dass man dem Mann nicht näher kommt, weil er auch beim Tanzen im Kopf für sich und der Individualist bleibt. Man kann alles gemeinsam machen und trotzdem das Gefühl haben, allein zu sein.

Karriere kann sie nicht machen, weil SIE irgendwann mal bestimmten müsste, wo man wohnt. Oder sich nicht sicher sein kann, dass man nicht wegziehen muss seinetwegen.
Sie muss sich Freunde und Hobbys suchen, weil sie oft einsam sein wird. Aber wenn der Mann dann mal Zeit hat für die Beziehung, darf das nicht kollidieren, oder sie sehen sich gar nicht mehr.

Ich habe auch lange Zeit gedacht, so ein Mann brauche eine interessante Frau, die eigene Ziele hat. Das ist aber nicht so. Der Mann braucht eine Frau, die das Leben mit ihm so akzeptiert. Und das sind keine Individualistinnen, sondern anpassungsfähige, leidensfähige und vielleicht auch in der Liebe eher materiell zufrieden stellbare. Denn es zahlt sich irgendwann aus, wenn man dem Mann, der der Karriere wegen rumzieht, folgt. Man muss ihn nur heiraten, dass man nicht gekniffen ist am Ende, wenn er sich verliebt, da er nicht mehr so seinen Zielen hinterher hechelt und plötzlich sieht, dass er was anderes als Partnerin will als diese Symbiose aus Sicherheit und Ernähren.
 
G

Gast

  • #9
Du führst eine Argumentation und hast eine Frage voll Platitüde, denn Deine von Dir viel beschworene "abwechslungsreiche Freizeit-", ich gehe sogar weiter, "Lebensgestaltung" wird durch das Aufzählen von ein paar "Negativbeispielen" in keinster Weise deutlich.
Genau das war auch mein Problem beim Lesen. Die FS sollte wirklich näher erläutern, inwiefern sich ihr Lebensstil von dem der "langweiligen und spießigen" Masse abhebt. Andernfalls kann man kaum eine vernünftige Antwort geben.
 
G

Gast

  • #10
Ich finde das Beispiel mit dem Fotografieren sehr schön. Für mich klingt der Vorschlag, wie es laufen sollte nicht nach einer Beziehung. Klar kann jeder seine Hobbies und seinen Freiraum haben. Aber der Antwortende erwartet ja, dass die Partnerin es auch noch als Liebe ansieht, was er da als Hobby "fabriziert". Sie soll zwar nicht teilhaben, denn da stört sie nur, aber die Ergebnisse sollen bewundert werden.

Ich fidne das zeigt das Problem bei vielen Individualisten. Der Partner soll bereitstehen, wenn der Individualist gerade Zeit hat, aber ansonsten bitte sein eigenes Leben führen. Wenn jetzt beide von diesem Schlag sind, wie soll das dann noch funktionieren? Das sind doch dann Glücksmomente, dass beide mal zeitgleich Beziehung haben wollen.

Ich denke, eine Beziehung verlangt von beiden, dass sie der Bezeihung eine hohe Priorität geben. Das bedeutet nicht, dass man jeden Abend gelangweilt vor dem Fernseher sitzt.
 
G

Gast

  • #11
Das hört sich unheimlich interessant an, aber ich denke das wäre nichts für mich.
Diesen Satz habe ich auch schon oft gehört, vor allem von Frauen. Sie wünschen sich zwar einen Mann, der ein interessantes Leben führt, aber wenn sie dann merken, daß sie dafür auch mal ihre Komfortzone verlassen müssen, wird gebremst was das Zeug hält. Schlimmer noch: der Mann soll hinten und vorne Rücksicht nehmen, darf nicht mehr spontan umplanen, muß sich unterwegs ihr Gezicke anhören, wenn's mal irgendwie unbequem wird ("du mußt doch auch mal an mich denken, ich bin doch eine Frau"). Und alleine losziehen geht schon gleich zweimal nicht. Mit einem Wort: das interessante Leben ist Geschichte. Und man beginnt zunehmend langweilig zu werden, bis schließlich irgendwo ein anderer auftaucht, der ein interessantes Leben führt.
 
  • #12
[...] Gibt es denn noch Männer, die kein spießiges Leben führen und trotzdem beziehungsfähig sind?
gibt es aber die sind vergeben, wie ich..

ich spiele einige Instrumentenklassen (wenn man ausreichend gelernt hat braucht man Neue nicht mehr extra zu lernen das kann man dann aus dem gelernten ableiten) Jage, Fische, Reparieren Autos und Boote, spiele in einer Mittelalterband, veranstalte Mittelaltermärkte und nächstes Jahr den aller ersten Weihnachtsmarkt in Bergen/Norwegen, habe einen aufregenden Job und Reise häufig, gutes Gehalt, spreche 4 Sprachen und bin der Boss einer Abteilung.. und bin glücklich vergeben =)


ich denke mal solche Jungs musst du sehr aktiv suchen.. hat meine Dame auch gemacht..
 
G

Gast

  • #13
Was willst Du nun eigentlich genau? Oder weißt du das selbst nicht recht?
Einerseits kritisiert du die Lebensführung anderer Menschen in deinem Umfeld als spießig und willst das für dich nicht, da du selbst ein abwechslungsreiches Leben führen möchtest.
Zum anderen jedoch sehnst du dich offenbar danach, und störst dich daran, dass die Männer, die auch abwechslungsreich leben, keine solche Bindung wollen oder meinst sie würden dich nicht lieben. Fragt sich, ob die sich von dir nicht vielleicht genausowenig geliebt fühlen, wenn du ebenso "unstet" lebst wie sie.
Du kritisiert also etwas, das du haben willst aber auch wieder nicht haben willst und suchst die Ursache bei den Männern, die das Leben führen, das du selbst führen willst. Aber eben auch wieder nicht ...
Das ergibt für mich absolut keinen Sinn.
Du stehst dir meiner Meinung nach selbst im Wege, solange du dir nicht klar darüber wirst, dass du etwas erwartest, für das du selbst nicht die Voraussetzungen zu erfüllen scheinst.

m/35
 
G

Gast

  • #14
Wenn ich den Frauen erzähle, dass ich Kletterprofi bin und am Wochenende mit meiner Privatmaschine gerne ins Gebirge fliege, haun sie immer sofort beleidigt ab.... versteh einer die Frauen.

Gruß :)
 
G

Gast

  • #15
Nun, wenn man will, kann alles kompatibel gemacht werden ;-)
Vielleicht magst du deine Freizeitbeschäftigung hier näher beschreiben? Es würde auch mich (bin etwa in deinem Alter) brennend interessieren, was Du sonst innerhalb von 24 Stunden und XY Urlaubstagen im Jahr machst oder machen möchtest? Was bedeutet für dich "beziehungsfähig sein" - vllt bisherige Erfahrungen?

W
 
  • #16
Die Zauberworte heißen "Kompromissfähigkeit", "Kommunikation" und "Respekt".

Viele meiner Freunde und Bekannten führen ein abwechslungsreiches Leben mit Motorradtouren durch die Ost-Karpaten, Katamaran-Segeln auf internationalem Niveau, Surfen extrem etc. und haben dennoch Beziehungen und Familien.

Sie reden mit ihren Partnern und Partnerinnen, stimmen sich ab, schließen Kompromisse und gehen aufeinander zu.

Geht.
 
G

Gast

  • #17
Liebe FS, du solltest schreiben wie deine Lebensgestsltung aussieht, statt auf welche Menschen und deren Lebensgestaltung du herabblickst.
Du wirkst sehr fixiert darauf , anders , außergewöhnlich zu sein. Vielleicht schaust du ja bei Wahl deiner Partner mehr auf deren exsaltierte Lebensführung als auf ihre Sympathie für Dich und ihre inneren Werte.
Vielleicht wäre es im Rahmen selbstkritischer Betrachtung zur Weiterentwicklung von Vorteil, darüber nachzudenken, warum Außergewöhnlichkeit als Eigenschaft so wichtig ist. Exzentriker kompensieren auch schon mal was.
Ich will nicht sagen, dass diese Eigenschaften bei Dir vorkommen. Aber Tendenzen davon hat ja nun jeder. Es sind meine Assoziationen beim Lesen deines Textes bezüglich deines Männergeschmacles. Ich meine es eher als Denkanstoß für dein Problem. Vielleicht hilft es ja.

Gruß

W32
 
  • #18
Du kannst nicht alles haben.

Einerseits den Individualisten mit tollen Hobbys, andererseits soll er um dich und deine Beziehung kreisen.

Wahrscheinlich auch noch viel Geld verdienen bei wenig Arbeitszeit.

Das ist Prinzessinnen-Wunschdenke.
 
G

Gast

  • #19
In den letzten Jahren habe ich dank meiner Hobbys viele Männer kennengelernt, die ein interessantes Leben führen. Leider hat es aber nie für eine feste Beziehung gereicht, weil den Männern die materiellen Dinge, Hobbys, Reisen, usw. viel wichtiger waren als das, was zwischen uns war. Ich hatte das Gefühl, in ihren Prioriätslisten einen der unteren Ränge einzunehmen und fühlte mich nicht wirklich geliebt.
Du willst Deinen Freiraum, weil Du selber Freunde hast und selber was unternehmen willst.

Du willst eine Beziehung mit einem Mann, der ebenfalls aktiv ist - dabei beklagst Dich drüber, daß Du auf seiner Prioritätenliste zu weit unten bist. Gibst Du Freiraum ?

Was bitte ist ein "interessantes Leben"

Und: War den Männern wirklich "ihr Haus, ihr Auto und ihr Schaukelpferdchen" wichtiger ("materielle Dinge") ? Wenn Du Hobbies haben darfst - warum nicht die Männer - und sind Reisen hinderlich für Beziehungen ?

vielleicht siehst ja den Wald vor lauter Bäumen nicht ... aber: was ist eigentlich mit Lebenszielen wie etwa Kindern bei Dir - und den Männern ?
 
G

Gast

  • #20
Mir geht es da ähnlich. Urlaub am Strand oder gemeinsam daheim gemütlich Fernsehngucken oder Kino käme für mich niemals mehr in Betracht. Selbst essen gehen ist mir zu lästig und öde, wenn ein Mann Null Power hat, jeden Abend mit mir raus zu gehen. Ich tue am Tag hundert Dinge, die tausend Mal interessanter sind und sich so gänzlich von all den anderen unterscheiden. Ich muss jeden Abend raus, was erleben, was machen, auch arbeiten, bin sehr kreativ, hochgeladen und aktiv, meine Freizeit verbringe ich draußen in der Natur bei Aktion, schreiben oder malen, und ich habe keinen normalen Lebensrythmus. Aufgrund meiner Arbeit kann ich es mir leisten, überall zu jeder Tageszeit zu arbeiten und bin nicht gebundne.
Demzufolge wollten die meisten Männer mich in Beziehungen meist halten und klein kriegen und an die Kette legen oder nörgelten selbst nach 10 Jahren noch an meinem unkonventionellen Lebensstil herum. Ich habe mich dann getrennt, weil ich in meiner Persönlichkeit neben solchen Männern regelrecht verkümmerte.

Natürlich gibt es solche Männer, wie du brauchst, aber die lassen sich von dir dann nicht maßregeln, wenn sie jedes Wochenende 3-4 mal unterwegs sein wollen und bis in die Puppen (morgens um 7) in Diskos, Bars und Kneipen abhängen, zu Grillabenden und Konzerten gehen wollen, und das tun auch Männer, die weit über 40,50 oder 60 sind! Kämst du damit klar?
Demzufolge käme für dich vermutlich nur eine Affäre in Betracht, wo es dich nicht stört, was der Mann macht und wo er sich herumtreibt.

Ich habe heute so einen Mann, den es nicht stört, was ich mache, wo ich bin, wie ich mich auslebe, denn er tut das gleiche, und würde mir den Vogel zeigen, wenn ich ihm was anderes beibringen wollen würde. Ohne das, würde es also nicht gehen. Es verlangt einen sehr selbstbewussten, starken Mann, der weiß, wer er ist und was er will und nicht so abhängig vom Frauchen ist.
 
G

Gast

  • #21
Diese Männer gibt es durchaus, sie machen aber die Erfahrung, daß "Beziehung" einem Verbot ihres bisherigen Lebensstils gleich kommt.
Komisch, dass mir solch ein Exemplar wie Du noch nie begegnet ist, der genauso wie ich Freude, Begeisterung an schönen Dingen bzw. einem so naturnahen Hobby hat und seine eigenen Wege geht.

Deine sonstigen Worte hören sich sehr schön an.

Mir ging es immer genau andersherum. Ich hatte immer Partner, die keine eigenen Hobbys hatten oder diese nur mit mir verbringen wollten. Ich aber finde es wunderbar, wenn jeder die Dinge tut, die sein Herz erfreuen und sie dann, wenn es passt auch miteinander teilt, ich aber nicht ständig dabei sein muss. Gerade so finde ich eine Partnerschaft sehr bereichernd.

Ansonsten geht es mir genauso wie der FS. Kein Interesse am langweiligen dumpfen Dahinleben zu zweit. Brauche Zeit und Raum für meine vielen Interessen. Wünsche mir trotzdem eine innige Partnerschaft zum gegenseitigen Bereichern. Bisher noch keinen passenden Gegenpart gefunden, der unkonventionell ist.

w,46
 
G

Gast

  • #22
Für ein Spießerleben bist du mit 36 auch etwas spät dran - da waren Deine Schwester und die beste
Freundin schneller.
Das außergewöhnliche Leben mit dem beziehungsfähigen Mann scheint Dein Traum vom kompletten
Gegenentwurf zu sein.
Glaubst Du, diese Traumvorstellung hebt Dich vom Spießer ab oder ist sie ein Trost?
Immerhin lebt der Spießer Zweisamkeit und Du träumst von einer solchen. Insofern hast Du bei aller
Außergewöhnlichkeit noch nicht einmal ein Spießerleben auf die Reihe gekriegt............
Träum weiter, dann bleibst Du noch lange allein, kannst aber sagen - besser allein und bloß kein
Spießerleben. Der Fuchs, dem die Trauben zu hoch hängen. Ich denke, dass das Dein Problem ist.
Die Grundbedürfnisse des Lebens sind nunmal spießig und der Tag hat 24 Stunden.
Wie soll da täglich Außergewöhnliches reingepackt werden?
w
 
  • #23
Was willst Du nun eigentlich genau? Oder weißt du das selbst nicht recht?
Einerseits kritisiert du die Lebensführung anderer Menschen in deinem Umfeld als spießig und willst das für dich nicht, da du selbst ein abwechslungsreiches Leben führen möchtest.
Zum anderen jedoch sehnst du dich offenbar danach, und störst dich daran, dass die Männer, die auch abwechslungsreich leben, keine solche Bindung wollen oder meinst sie würden dich nicht lieben. Fragt sich, ob die sich von dir nicht vielleicht genausowenig geliebt fühlen, wenn du ebenso "unstet" lebst wie sie.
Du kritisiert also etwas, das du haben willst aber auch wieder nicht haben willst und suchst die Ursache bei den Männern, die das Leben führen, das du selbst führen willst. Aber eben auch wieder nicht ...
Das ergibt für mich absolut keinen Sinn.
Du stehst dir meiner Meinung nach selbst im Wege, solange du dir nicht klar darüber wirst, dass du etwas erwartest, für das du selbst nicht die Voraussetzungen zu erfüllen scheinst.

m/35
Sie haben das gut erkannt.

Es ist letztendlich schizophren. Man will etwas, ist dann aber unzufrieden wenn man es hat.

Das ist wie bei den begehrten Männern. Er soll bei Frauen ein begehrter Mann sein, der jede haben kann und hat, und wenn er dann auf "die eine" trifft, sagt er sich von allen anderen los und lebt ein monogames Leben. Vom Alpha zum Beta. Am besten noch "freiwillig", ohne das die Frau groß meckern muß.

Das ist Teil der unterbewussten Betaisierungsstrategie, liebe Threaderstellerin.
Es dreht sich hier im Kern um den gezähmten Alpha. Den du nicht kriegst.
In deinem Innersten wünscht du dir zusätzlich aber, dass du den Mann nicht zähmen kannst, damit er weiter Alpha bleibt und du deinen Respekt vor ihm behälst. Man spricht von der Schizophrenie der Frau.

Tolles Hobbys, aber dann trifft er auf dich und lässt die tollen Hyobbys für dich sausen.
Weil du die Krönung seines Lebens bist. Überraschung, die Männer wollen ihr bisheriges Leben nicht
aufgeben. Und du fällst aus allen Wolken, weil die Betaisierung nicht klappt.

Dahinter steckt letztendlich ein zu tiefes Bedürfnis nach Sicherheit. Du kannst die latente Unstetigkeit
die ein Alpha in die Beziehung bringt (und die Beziehung dadurch interessant macht) nicht ertragen.

Du willst eine Überbetaisierung, damit dir der gezähmte Alpha (= Beta) nicht wegläuft. Da das für dich
im Rahmen deines Marktwertes und deiner Fähigkeiten anscheinend nicht möglich ist, haust du irgendwann von selbst ab.
 
G

Gast

  • #24
Natürlich gibt es solche Männer, wie du brauchst, aber die lassen sich von dir dann nicht maßregeln, wenn sie jedes Wochenende 3-4 mal unterwegs sein wollen und bis in die Puppen (morgens um 7) in Diskos, Bars und Kneipen abhängen
Moment mal. Ich glaube nicht, daß die FS mit "interessante[m] Lebensstil" ein häufiges nächtliches Herumhängen in Bars und Kneipen meint. Und schon gar nicht, daß sie so einen will und "braucht".

Demzufolge käme für dich vermutlich nur eine Affäre in Betracht, wo es dich nicht stört, was der Mann macht und wo er sich herumtreibt.
Auch das geht in eine völlig falsche Richtung. Was soll denn an einem solchen Lebensstil interessant sein? Männer, die keiner Frau treu sein können, gibt es doch wie Sand am Meer.

Ich denke, interessant im Sinne der Frage ist jemand, der nicht klettet, aber eben auch nicht gleich fremd geht, wenn er ohne Begleitung der Frau unterwegs ist. Dieses Unterwegs-Sein hat ja oft auch mit Engagement und der Verwirklichung persönlicher Ideale zu tun, und wer Ideale hat, ist meiner Meinung nach eher für Treue prädestiniert als einer, der in Discos und Kneipen abhängt. (m)
 
G

Gast

  • #25
Du solltest mit Deinen Äußerungen etwas vorsichtiger sein. Menschen sind nun mal unterschiedlich. Das bedeutet allerdings nicht, dass jeder der nicht Deinem Lebensplan nacheifert automatisch ein Spießer ist. Du hast für Dich herausgefunden, dass die Abwechslung eine hohe Priorität in Deinem Leben haben soll, für andere ist das gemeinsam verbrachte Zeit mit der Familie und/oder dem/der Partner/Partnerin.

Stell Dir einmal vor ich würde hier einen Post erstellen und beispielsweise behaupten, dass Menschen, die soviel Abwechslung brauchen vor irgendetwas davonlaufen oder ihr Glück im Leben noch nicht gefunden haben und es deshalb tun. Wie würdest Du reagieren?

Vielleicht, vorausgesetzt es ist noch nicht zu spät, solltest Du Dir Toleranz aneignen, dann klappt es womöglich auch mit den Männern.