• #1

Beziehung und Freundeskreis

Hallo
Gerne hätte ich Eure - auch Männer - Meinung zu meiner Situation...
Wir, beide Mitte Dreissig+geschieden, eigene Wohnungen und ich 2 Kinder führen seit 11/2 Jahren eine sehr schöne und vertraute Beziehung. Leider besteht immer noch und immer wieder das gleiche Streitthema.
Er ist bei mir in der Familie inkl Kinder integriert und bekannt, begleitet mich auch gerne an meinen "freien" Wochenenden zu Anlässen / Feiern / Freizeit und unternehmen auch zu 4 etwas - da bin ich seine Partnerin, ABER nie in seinem Freundeskreis - habe noch nie Jemanden kennengelernt und Eltern habe ich kürzlich nach mehreren Gesprächen 1 mal kurz gesehen. An seine Freizeitaktivitäten, welche er als Single jählich immer gemacht hat, geht er immer noch alleine.
Er weiss aus diversen Gesprächen dass mich sein Verhalten stört und verletzt, bis heute aber keine Änderung. Ganz sicher ist keine andere Frau im Spiel... seine Erklärung ist, dass sein Privatleben im Freundeskreis Niemanden etwas angeht und dass man sich "seinen" Freundeskreis nicht teilen sollte. Was meint ihr?
 
  • #2
Hm, mir kam jetzt spontan der Gedanke, ob es vielleicht sein kann, dass dein Freund gar keine Freunde hat und sich dafür schämt? Nur so eine Idee.

Oder er hat tatsächlich schlechte Erfahrungen mit "geteilten" Freundeskreisen gemacht. Ich kann mir vorstellen, dass eine unschöne Trennung einen Freundeskreis regelrecht sprengen kann, sodass am Ende einer der Ex-Partner ganz alleine dasteht. Was erzählt er denn über seine Vergangenheit?
 
  • #3
Lass ihm doch seinen Freundeskreis. Was hast du davon, dass du seine Kumpels kennst, ist es Eifersucht darüber dass er sich auch ohne dich amüsieren kann?
 
  • #4
Ich kann das jetzt nicht genau lesen, machst du das seit 11 Jahren oder seit 1,5 Jahren mit?
Es ist der natürliche Impuls eines Menschen, der verliebt ist, das mit seinen Freunden und der Familie teilen zu wollen. Es multipliziert das Glück, sozusagen.
Es nicht zu tun, ist eine so klare Absage, als ob er dir in der Öffentlichkeit eine Ohrfeige verabreichen würde.
Bitte achte mehr auf dich. Bis jetzt tust dus nicht.
 
  • #5
Habe geglaubt ich hab mich verlesen, aber seit 11 Jahren geht das schon so, das würde ich auch nicht wollen, hat für mich nichts mit einer Partnerschaft zu tun. Ich möchte schon das Umfeld von meinem Partner kennen lernen und ja, dich als seine Partnerin geht das schon etwas an!!!!!
 
  • #6
Mir drängt sich ein sehr böser Gedanke auf und ich hoffe, dass ich mich irre: kann es sein, dass er sich für dich schämt ?
Für irgendwas, muß nicht dein Aussehen sein...

w 49
 
  • #8
Hm, also finde ich extrem seltsam und kann das überhaupt nicht nachvollziehen, denn PartnerIn und Freundeskreis stellen für mich gleichermaßen Privatleben dar!

Wenn Du Dir sicher bist (wie kannst Du Dir denn sicher sein?), dass da nicht in irgendeiner Weise eine andere Frau im Spiel ist, bleibt in meinen Augen als einzige Option die, dass er sich für Dich vor seinen Freunden schämt, weshalb auch immer. Das kann nur er wissen. Welche andere logische Erklärung sollte es sonst geben!?? Gruß
 
  • #9
seine Erklärung ist, dass sein Privatleben im Freundeskreis Niemanden etwas angeht und dass man sich "seinen" Freundeskreis nicht teilen sollte. Was meint ihr?
Bist du denn kein Teil seines Privatlebens? Merkwürdige Erklärung. Ich kann mir leider auch nicht vorstellen, wie man mit jemandem, der einem einen so großen Teil seines Lebens vorenthält, eine "vertraute" Beziehung führen kann.
Was ist denn das für ein Freundeskreis, der dich nicht kennen lernen will bzw. da muss man sich ja fast fragen, ob er überhaupt von dir erzählt hat... Da würden bei mir ein paar Alarmglocken läuten, denn es klingt nach Unverbindlichkeit...
 
  • #10
Sein Privatleben geht seinen Freundeskreis nix an?
Seine Familie kennst du praktisch nicht?
Es geht nicht darum, dass du ihm seine Freunde nicht gönnst und nun fortan immer dabei bist, aber bei dir kommt er ja auch mit und da gilt diese merkwürdige Regel nicht.
Ja, seine Affäre stellt man nicht überall vor, aber das bist du ja nicht.
Wie war das denn in seinen früheren Beziehungen? Oder macht er so Männer-Unternehmungen, Oktoberfest und vollaufen lassen?
Oder ist der Freundeskreis gemischt (und seine Ex hängt noch drin)?
 
  • #11
Ich sehe auch keinerlei Verbindung, jemanden seinen Freundeskreis nicht zu gönnen oder niemanden Kennenzulernen?
Familie, Freunde und Partner gehören zu meinem Leben und ich separiere das doch nicht bewusst.
Und wenn, liefere ich eine plausible Begründung!
Zb ich habe eine extrem eifersüchtige Mutter oder einen alkoholkranken Freund!

Das heißt doch nicht, dass ich mich nicht mehr alleine mit meinen Freundinnen treffe!

Wenn ich mich über 1,5 Jahre oder gar 11,5 Jahre zb mit meinem besten Freund treffe aber meinen Partner völlig separiere.

Würde meine bester Freund ihn wohl nicht ernst nehmen oder mich sogar fragen ob ich nur eine Affäre hätte.
Und mein Partner würde vermuten, daß ist nicht nur ein guter Freund.

Ganz komisch fände ich es aber wenn niemand wüsste, dass ich überhaupt einen Partner habe.

Also wäre es für mich nichts ernstes, wenn ich niemandem erzähle, dass ich einen Partner habe und schon gar nicht, wenn ich seine Traurigkeit komplett ignoriere.
 
  • #12
Lass ihm doch seinen Freundeskreis. Was hast du davon, dass du seine Kumpels kennst, ist es Eifersucht darüber dass er sich auch ohne dich amüsieren kann?
Darum geht es mir nicht, habe selbst einen grossen Freundeskreis und amüsiere mich gerne auch alleine. Finde es aber auch schön, ab und zu den Partner dabei zu haben und Zeit gemeinsam zu verbringen, das findet aber nur in meinem Kreis statt.
 
  • #13
Bist du denn kein Teil seines Privatlebens? Merkwürdige Erklärung. Ich kann mir leider auch nicht vorstellen, wie man mit jemandem, der einem einen so großen Teil seines Lebens vorenthält, eine "vertraute" Beziehung führen kann.
Was ist denn das für ein Freundeskreis, der dich nicht kennen lernen will bzw. da muss man sich ja fast fragen, ob er überhaupt von dir erzählt hat... Da würden bei mir ein paar Alarmglocken läuten, denn es klingt nach Unverbindlichkeit...
Genau das meine ich, die Unverbindlichkrit seinerseits! Bin ziemlich sicher, dass die meisten nicht mal von mir wissen. Bei einigen hat er erzählt, dass er sich mit Jemandem trifft...
 
  • #14
Nicht jeder Mensch hat dasselbe Nähebedürfnis. Wenn er Partnerschaft und Freundschaften getrennte halten möchte finde ich das durchaus akzeptabel. Ich handhabe das auch selbst so. Ich bin nicht der Ansicht, dass in einer Partnerschaft alles vermischt werden muss. Mich würde eher interessieren wie seine Exbeziehungen ausgesehen haben. Vielleicht hat er es mit zuviel Nähe generell nicht so. Das wäre eine plausible Erklärung.
 
  • #15
Sein Privatleben geht seinen Freundeskreis nix an?
Seine Familie kennst du praktisch nicht?
Es geht nicht darum, dass du ihm seine Freunde nicht gönnst und nun fortan immer dabei bist, aber bei dir kommt er ja auch mit und da gilt diese merkwürdige Regel nicht.
Ja, seine Affäre stellt man nicht überall vor, aber das bist du ja nicht.
Wie war das denn in seinen früheren Beziehungen? Oder macht er so Männer-Unternehmungen, Oktoberfest und vollaufen lassen?
Oder ist der Freundeskreis gemischt (und seine Ex hängt noch drin)?
Es sind 1.5 Jahre - 11 Jahre würde ich da nicht mitspielen!

Bei den Männerunternehmungen möchte ich auch gar nicht dabei sein und will ihn da auch nicht einschränken. Da ich Alleinerziehend bin, hat er genügend Zeit für seine Kumpels.

Finde es sehr wichtig, dass beide eigene Freundeskreise haben, aber ab und zu dürfen sie sich auch überschneiden.

Seine Exfrau ist immer noch im selben Freundeskreis, jedoch hat sie ihren neuen Partner, den sie während der Ehe kennengelernt hat, kurz nach der Scheidung vorgestellt.

Gründe warum er sich für mich schämen müsste gibt es meiner Meinung nach keine, sicher ist meine Situation mit 2 Kindern etwas komplizierter.

Wenn ich ihn zu diesem Thema leicht unter Druck setze, ist seine Aussage, dass in senem Freundeskreis nicht über über Beziehungen geredet wird. Für mich also keine Freundschaften sondern Bekannte.

Habe ihm letzte Woche nochmals meine Sicht erklärt und warte nun auf eine Reaktion von ihm. Mittlerweile schliesse ich ihn ebenfalls vermehrt aus, was aber nicht meinem eigentlichen Wunsch entspricht und es baut sich eine emotionale Distanz bei mir auf.

Vielen Dank für die guten Denkanstösse und Meinungen!
 
  • #16
seine Erklärung ist, dass sein Privatleben im Freundeskreis Niemanden etwas angeht und dass man sich "seinen" Freundeskreis nicht teilen sollte.
Eine blödsinnige Aussage.

Meine persönliche Erfahrung und auch der Verlauf von Beziehungen bei meinen Freunden ist eine ganz andere. Natürlich läuft man als erwachsener Mensch nicht direkt im ersten Wochenende des Kennenlernens bei jedem Gefährten des Partners auf, aber im Laufe von mehr als einem Jahr solltest du die meisten davon nicht nur verbal, sondern auch persönlich kennen gelernt haben, sofern ihr alle nicht weit voneinander wohnt. Man muss sich nicht regelmäßig auf der Pelle hocken, aber mal ein gemeinsamer und spontaner Besuch gegenseitig - erst recht bei seinen Eltern - muss drin sein. Pflegt die Freundschaft und auch das Verhältnis untereinander. Merkwürdig, dass dein Freund dich so konsequent und rigoros von den Menschen im seinem Leben fernhält!???

Aufgrund deines berechtigt negativen Bauchgefühls solltest du mal ernsthaft diese Partnerschaft im Detail reflektieren. Läuft doch nicht so wirklich 100 %ig rund. Es geht nämlich auch anders, wie Hunderte von astreinen Partnerschaften jeden Tag zeigen.

Und auch bei dir kann ich wieder nur sagen: Sei froh, dass du deine Kinder hast. Um deren Liebe und Aufmerksamkeit musst du nicht kämpfen..
 
  • #17
Ich kenn das. Ich habe bei mehreren Männer auch nach Jahren keinen Menschen kennengelernt. Einerseits war mir das ganz recht, weil ich Zusammenkünfte und FAmilientreffen hasse, andererseits hatte es immer einen unverbindlichen Tough. Jedenfalls waren die Männer letztendlich so komisch, dass ich mich dann auch trennte irgendwann.

Seine Einstellung musst du akzeptieren. Ich finde jedoch Antworten wie: ich finde jeder sollte seinen eigenen Freundeskreis haben, allerdings einen guten Grund, sich zu trennen und zu sagen, dass dir das nicht passt.

Fakt ist, er steht nicht zu dir. Vermutlich bist DU ihm peinlich. Nicht, weil du peinlich oder unattraktiv bist, vermutlich, weil er ein Spießer ist und du eine lockere, attraktive, vielleicht sogar erotische Frau. Du bist dem Typ einfach zu hoch.
 
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N

nachdenkliche

  • #18
Fakt ist, er steht nicht zu dir. Vermutlich bist DU ihm peinlich. Nicht, weil du peinlich oder unattraktiv bist, vermutlich, weil er ein Spießer ist und du eine lockere, attraktive, vielleicht sogar erotische Frau. Du bist dem Typ einfach zu hoch.
Diese Erfahrung habe ich auch gemacht! Ich habe ihm nichts bedeutet, ja, vielleicht war ich ihm auch peinlich (10 Jahre älter als er..keine Ahnung, vielleicht auch das Äußere), eine Affair, dauert sie auch noch so lange, muss man seinen Freunden und Familie nicht vorstellen. Außerdem erspart man sich läßtige Fragen, fertig.
Ich habe seinen Vater rein durch Zufall mal kennengelernt, weil ich gerade bei ihm war und der alte Herr einfach mal geklingelt hatte. Aber die Freunde? Nur immer ganz kurz, ganz selten mal. Ich hatte auch das gefühl, wir sind irgendwie untergetaucht, wenn ich bei ihm war.
Ich finde auch, dass ist ein e etwas armselige Ausrede, liebe fs.
 
  • #19
Ich habe das auch so gehandhabt. Klar hat mein Ex-Partner meine Freunde auch mal kennengelernt aber ich habe ansonsten die Freundeskreise streng getrennt gehalten. Sie hatte ihre und ich meine. Auch nach 8 Jahren war das nicht anders da ich es nicht mag wenn sich andere Leute in meine Beziehung einmischen - weder ihre noch meine.
 
  • #20
Aufgrund deines berechtigt negativen Bauchgefühls solltest du mal ernsthaft diese Partnerschaft im Detail reflektieren. Läuft doch nicht so wirklich 100 %ig rund. Es geht nämlich auch anders, wie Hunderte von astreinen Partnerschaften jeden Tag zeigen.

Und auch bei dir kann ich wieder nur sagen: Sei froh, dass du deine Kinder hast. Um deren Liebe und Aufmerksamkeit musst du nicht kämpfen..
Es läuft so für mich nicht 100% und überdenke aufgrundessen mich von ihm zu trennen, da sich trotz vielen Gesprächen nichts geändert hat und ich mich so nicht als Teil seines Lebens, akzeptiert und ernst genommen fühle.
Grundsätzlich sollte man in allen zwischenmenschlichen Beziehungen nie um Aufmerksamkeit kämpfen müssen.
 
  • #21
Ich muß beschämt feststellen, dass ich meinem Freund und Partner leider auch keinen so großen Freundeskreis bieten kann. Sicherlich habe ich ihm schon immer mal welche vorgestellt, aber ich habe einfach lange nicht so viele Freunde und einen großen zusammenhängenden Freundeskreis.

Nicht einmal meine Eltern konnte und kann ich meinem Partner vorstellen, aus ganz abstrusen Gründen (sie werden bei mir aus religiösen Gründen niemals eine nichteheliche Beziehung akzeptieren). Und ich bin froh, dass er das offensichtlich nicht so eng sieht.

Hat Dein Freund denn überhaupt Freunde? Wann sieht er sie? Was erzählt er? Oder ist er vielleicht auch so was wie der einsame Wolf?
 
  • #22
Also ein Mann, der mich nicht in seinen Freundeskreis integrieren will, will mich auch nicht ganz in sein Leben lassen, würde ich denken.
Entweder bin ich ihm dann peinlich oder er weiß, dass ich nur eine LAG = Lebensabschnittsgefährtin bin, also etwas wieder Vorübergehendes, was sich nicht lohnt, seinen Freunden vorzustellen.
Ich bin in Beziehungen grundsätzlich nicht eifersüchtig und mich stört es auch null, wenn mein Freund alleine mit seinen Kumpels ausgeht oder gar ein WE alleine verbringt, aber wenn ich mir ausgeschlossen vorkommen würde, wüsste ich, dass etwas nicht stimmt.
Seine feste Freundin stellt man seinen Eltern und seinen Freunden vor - PUNKT.
Heißt nicht, dass man deswegen zwingend alles zusammen machen muss, aber solange man nicht gegenseitig die Freunde und Verwandten kennengelernt hat, ist man eben doch nur die Affäre - und wenn es 10 Jahre so geht...
 
  • #23
Hi confusion,

ich finde die Einstellung Deines Freundes sehr konfus.

Wir kennen unsere Umwelt und unser Umfeld gegenseitig und ich finde das auch völlig normal, schön und notwendig für eine gesunde Beziehung, wie auch immer die, im gegenseitigen Einvernehmen, aussehen mag.

Meine Freundin hat mich gestern sogar zu meinen doofen Nachbarn, großes Nachbarschaftstreffen zum Saufen, Dummrumlabern und mit unsäglicher Lautstärke, begleitet. So waren dann auf der Feier wenigstens zwei Vernünftige. Dies würde und tue ich auch für sie.

Ich finde, wenn es für die/den eine/n in Ordnung ist, dann ist das so. Wenn es dies für die/den andere/n (Dich) nicht in Ordnung ist, dann eben auch. Nur passt es dann halt nicht und ich würde die Konsequenzen ziehen, so dass es für mich stimmt.
 
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  • #24
11/2 Jahre oder 1Jahr und 6 Monate?
In beiden Fällen würde mich zumindest der Freundeskreis sehr stutzig machen. Familie kann man sich nicht immer aussuchen, aber zumindest seine Freunde und denen will man doch die neue Partnerin/den neuen Partner irgendwann mal vorstellen.
Bis zu welchem Maße man den Partner in den eigenen Freundeskreis integriert oder ob man beide Freundeskreise sogar zusammenführt ist dann sicherlich Geschmacksache und auch davon abhängig wie wohl sich die Partner dabei fühlen.
Aber wenn ich mir vorstelle, das soziale Umfeld von meinem Freund überhaupt nicht zu kennen und nicht mal sicher zu sein, ob seine Freunde/Familie überhaupt von mir wissen, das würde mich nach so langer Zeit schon zum Nachdenken bringen. Vor allem, weil sich meiner Erfahrung nach zumindest das mit dem Freundeskreis relativ schnell und unkompliziert ergibt...
Hoffentlich hat das keinen ernüchternden Grund, dass er dich und sein soziales Umfeld nicht miteinander bekannt macht.
 
  • #25
Hat Dein Freund denn überhaupt Freunde? Wann sieht er sie? Was erzählt er? Oder ist er vielleicht auch so was wie der einsame Wolf?
Er ist gar nicht der einsame Wolf, hat einen sehr grossen Freundeskreis - wobei einen besten Freund mit dem er tiefere Gespräche führt nicht, das macht er nur mit mir. Er trifft sich jedes zweite Wochenende mit ihnen, manchmal auch wöchentlich oder mal nach der Arbeit und auch Männerwochenende. Das stört mich auch alles gar nicht... finde das sogar gut - aber eben nicht so gut, dass ich nie dabei bin.
 
  • #26
Er ist gar nicht der einsame Wolf, hat einen sehr grossen Freundeskreis - wobei einen besten Freund mit dem er tiefere Gespräche führt nicht, das macht er nur mit mir. Er trifft sich jedes zweite Wochenende mit ihnen, manchmal auch wöchentlich oder mal nach der Arbeit und auch Männerwochenende. Das stört mich auch alles gar nicht... finde das sogar gut - aber eben nicht so gut, dass ich nie dabei bin.
Weißt du, was mir jetzt aufgefallen ist? Du redest dir das schön, du klopfst dir selbst auf die Schulter, wie tolerant du bist, wahrscheinlich vergleichst du dich positiv mit Frauen, die ihren Männern diverse Sachen verbieten.
Aber - helfen tut dir das gar nicht, weil er sich kränkend und rücksichtslos verhält. Schau die mal die andere Seite genauer an - dein mißachtet und ignoriert werden. Da mußt du nämlich dann wirklich ehrlich zu dir sein.
 
E

Elissa

  • #27
Du bist eine unverbindliche Affäre für ihn und hast deshalb in seinem Freundeskreis nichts zu suchen. Oder du bist ihm in irgendeiner Weise peinlich, wie oben schon erwähnt wurde. Oder er hat noch mehrere Eisen im Feuer (die seinen Freunden bekannt sind) und er hat einfach Angst, dass sich einer aus seinem Freundeskreis verplappert.
 
  • #28
Du bist eine unverbindliche Affäre für ihn und hast deshalb in seinem Freundeskreis nichts zu suchen. Oder du bist ihm in irgendeiner Weise peinlich, wie oben schon erwähnt wurde.
Manchmal denke ich wirklich, hier sind vom Kopf her nur Kinder unterwegs...

Die FS hat eine Partnerschaft mit Einschränkung, führt keine Affäre.

Selbstverständlich hat man nicht mit allen Freunden des Partners den gleichen Kontakt. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Und auch nicht immer gemeinsam. Oftmals auch nur unter vier Augen zu sogenannten Frauen- oder Männergesprächen. Alles völlig normal.

Normal bei der FS ist nicht, dass sie bis heute weder die Eltern des Freundes kennengelernt hat und auch seine wahren Freunde nicht. Möchte ich jemanden vollends in mein Leben integrieren gehört das dazu. Geht lediglich dann nicht in dem Ausmaß, wenn zig Kilometer dazwischen liegen.

Für mich ist die Partnerschaft der FS nicht die klassische und nicht die, die sie sich erhofft. Wenn sich innerhalb eines Jahres trotz Gespräche nichts in die andere Richtung tut und das ungute Gefühl bleibt, muss man halt in den sauren Apfel beißen und sich trennen.
 
E

Elissa

  • #29
Selbstverständlich hat man nicht mit allen Freunden des Partners den gleichen Kontakt. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Und auch nicht immer gemeinsam.
Völlig ok. Aber in der Regel kennt man die (meisten) Freunde des anderen. Ob man sich dann öfters zusammen trifft oder gar nicht, muss dann jedes Paar für sich entscheiden. Hier aber habe ich den Eindruck, dass die FS den Freundeskreis ihres "Partners" überhaupt nicht kennengelernt hat (weil er es nicht will !) und die Eltern auch nur durch Zufall. Und dafür muss es einen Grund geben. Mehrere Möglichkeiten habe ich oben beschrieben. Was daran kindisch sein soll, erschließt sich mir nicht. Ich denke da sofort an Doppelleben etc., weil ich einfach so viel Lebenserfahrung habe. Es gibt Menschen, die andere aus ihrem Leben heraushalten, weil sie etwas zu verbergen haben (Fremdgeher, Bigamisten, Kriminelle, Drogensüchtige - nie hätte man vermutet, dass der xy so etwas tut, aber ein komisches Gefühl hatte man schon immer).
 
  • #30
Dass er nicht zu ihr steht oder sie ihm peinlich ist oder ...

Über so was habe ich mir jahrelang den Kopf zerbrochen. Mein jetziger Lebensgefährte wollte vor allem 'trennen'. Seine engsten Freunde hat er mir zwar nach kurzer Zeit vorgestellt, er wollte aber nie meine Eltern kennen lernen, noch hat er seinen etwas von unserer Beziehung erzählt. Ich bin da eher offen, habe meinen Eltern von ihm erzählt, sie wollten ihn natürlich kennen lernen (nicht vereinnahmen, einfach nur mal kennen lernen). Er wollte nicht, ich habe es nicht verstanden. Und mich damit abgefunden. Dann nach 4 Jahren Beziehung wurden meine Eltern schwer krank. Meine Mutter wollte ihm unbedingt eine Karte zum 50. Geburtstag schreiben. Hat sie gemacht, er hat sich telefonisch bedankt und sich zu meinen Eltern einladen lassen. Meine Mutter war da schon sterbenskrank, wahrscheinlich hat er gedacht, da kann man diese Bitte nicht abschlagen. Als dann nach ihrem Tod meine Vater 10 Wochen später gestorben ist, hat er mich seinen Eltern vorgestellt. Wahrscheinlich mit dem Gedanken, er will mich beim nächsten Weihnachten nicht alleine lassen. (Seine Mutter wusste nicht von mir, hat mich aber gleich als 'Schwiegertochter' aufgenommen, es war also auch nicht die vermeintlich eifersüchtige Mutter, auch mal ein Gedanke von mir vorher.)
In dem Jahr sind wir auch zusammengezogen und leben jetzt gut 6 Jahre in einer gemeinsamen Wohnung. Ab und an haben wir gemeinsam seine Freunde und meine eingeladen. Als seine mal hier waren, kam es zu einem Eklat, weil die Frau seines Freundes mich (schwer) beleidigt hat und ich sie rausgeschmissen habe. Seitdem wird wieder getrennt, und da kam er dann auch mal raus damit, warum er diese 'Politik' verfolgt. Bei einer früheren Beziehung waren so einige Verstrickungen entstanden, die sich als sehr unangenehm für ihn entwickelt hatten. Das konnte ich nach dem Vorfall mit der Beleidigung nachvollziehen. Nun ist es so, dass ich nicht so furchtbar nachtragend bin und seine Freunde durchaus wieder einladen würde. Aber er hat mal wieder die Trennlinie gezogen. Beim Geburtstag wird das dann etwas schwierig, er 'flüchtet' jetzt dann mit mir zu seiner Mutter.
Fazit: Das kann eben ganz andere Gründe haben, als sich für jemand schämen, nicht zu ihm stehen, die Beziehung nicht ernst nehmen! Aber wenn jemand nicht sehr selbstreflektiert ist, weiß er vielleicht selber nicht genau, warum.