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  • #1

Bewusst gegen eigene Kinder entschieden - bereut man es später?

Bereut man es später als Frau, wenn man sich in den "fruchtbaren Jahren" bewusst gegen eigene Kinder entschieden hat? Wie sind eure Erfahrungen?
 
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  • #2
Ich habe in meinem Freundeskreis einige Frauen, die aus eigenem Wunsch oder wegen ungünstigen Umständen nicht Mutter geworden sind. Sie sind alle so Mitte 40zig, teilweise studiert, teilweise nicht studiert, alles normale Frauen, von attraktiv bis übergewichtig.

Ich bin die einzige Mutter in dem Kreis und musste schon öfterst "trösten", weil einige Frauen ehrlich zugaben, traurig zu sein, kein Kind zu haben. Oft scheiterte das aber auch an dem fehlenden beziehungsfähigen Mann, an den Umständen nach der Wende und auch an persönlich fehlenden Eigenschaften.

Deswegen kann ich immer wieder gerne erzählen, wie anstrengend es auch ist, ein Kind aufzuziehen und wie gerade die Pubertät ist, wie mein Teenie abdreht und wir zu Hause Stress haben. Damit helfe ich den Frauen und ich kann mal meinen Frust ablasen, auch wenn ich mein Kind liebe und es eigentlich sehr gut geraten ist.

w 49
 
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  • #3
Ich, w 45, hatte nie den Drang Mutter zu werden. Ich habe es auch noch nie bereut.
 
  • #4
Manche sehen nur die schönen Seiten des Kinder-haben, aber nicht die Nachteile und 20 Jahre tägliche Arbeit, bis die Kinder halbwegs groß sind.

Wer sich bewußt gegen eigene Kinder entschied, hat seine Gründe dafür, und an die soll er stets denken.
Denn hätte er sich stur trotzdem für Kinder entschieden, wäre sein Leben ggf. anders, und viel härter verlaufen ?

Ich kann nachvollziehen. wer Kinder will. Aber auch, wer Keine will.
Kinder bringen die radikalste Veränderung im eigenen Leben. Es ist besser und leichter, wenn man den passenden Partner dazu hat, der im Alltag mit zieht, anstatt m.o.w. als Alleinerziehende/r alles selber machen zu müssen.

Besonders schwierig halte ich die Fälle, die gerne Kinder haben wollten und bekommen konnten. Aber aus äußeren Umständen trotzdem keine Kinder haben, z.B. weil der passende Partner dazu fehlte.
 
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  • #5
liebe fs,

meiner erfahrung nach:
ganz klar ja.
keine regel ohne ausnahme: ich kenne frauen, die sich nie gedanken über kinder machten, bzw. schon immer sagten, dass sie keine wollen, denen scheint es dann weniger oder gar nichts auszumachen.

so wie du fragst, gehörst du aber nicht zu der letzten gruppe, sonst würdest du dich damit ja nicht beschäftigen, also hast du sehr gute chancen später zu fühlen, dass du etwas verpasst hast und das kannst du nie wieder umkehren...

w
 
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  • #6
Meine Antwort lautet "nein". Bei mir war der Wunsch nach Zweisamkeit und Paarzeit immer stärker ausgesprägt als der Wunsch nach einem Kind, der nie da war. Ich gehe bei mir auch davon aus, dass ich einem Partner UND einem Kind gar nicht gerecht werden könnte. Einem Partner alleine ja, einem Kind alleine auch ja, aber nicht beiden.

w/50/kinderlos
 
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  • #7
Bei mir war der Wunsch nach Zweisamkeit und Paarzeit immer stärker ausgesprägt als der Wunsch nach einem Kind, der nie da war. w/50/kinderlos
Das ist wie lebenslanges Schiessen mit Platzpatronen auf Pappscheiben, bis die Munition ausgeht oder der Lauf eingerostet ist, ein Leben light, Paar sein wollen ohne sichtbares Ergebnis, alles immer Routine, risikolos, bequem, zum 1000x das Dinner for two, nur immer älter, immer träger, zu Tode langweilig, bis es dann endlich so weit ist, und Ende.
 
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  • #8
Eher JA.

Ich habe mehr Frauen erlebt (in meiner Arbeit), die es bereut haben, sich gegen Kinder entschieden zu haben, als anders herum.

Erlebt habe ich auch oft Frauen, die in einer Partnerschaft, sich von ihrem Partner überreden ließen, trotz vorhandenem Wunsch, keine Kinder zu bekommen. Als es für diese Frauen 'zu spät' war, haben sich die Partner getrennt und mit jüngeren Frauen Kinder bekommen.
 
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  • #9
Ich glaube, das kommt darauf an, welche Überzeugung dahinter steht. Wenn es ein richtiger Anti-Kinderwunsch ist, wird er wohl eher nicht bereut. Wenn nur die Umstände ungünstig waren, kann es gut sein, dass es bereut wird. Es gibt aber immer noch die Möglichkeit, zum Beispiel ein Pflegekind aufzunehmen.
 
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  • #10
Ich hatte nie sehr ausgeprägten Kinderwunsch.

Mit 35 wurde ich plötzlich Stiefmutter, als wir den knapp 6-jährigen Sohn meines Freundes zu uns nehmen mussten. Für ca. 6 Monate "schwelgte" ich (da zu der Zeit auch arbeitslos) im idyllischen Hausmütterchen-Familie-Leben, allerdings auf eigene Kosten. In dieser Zeit hatte ich den Wunsch, ein eigenes Kind zu bekommen, den wir aber wegen der finanziellen Lage meines Freundes und der Unsicherheit, ob sein Kind bleibt, nicht umsetzten.

Dann begann das Idyll schnell zu bröckeln, ich langweilte mich, das Kind liebte mich zwar abgöttisch, war aber anstrengend. Die gewohnte Selbstbestimmung über mein Leben war dank Kind dahin. Die Beziehung lag zeitweise brach. Mein Beruf und das Arbeitsleben samt aller Kontakte fehlte mir. Mein wunsch nach einem eigenen Kind war bei minus 10. Nach knapp 3 Jahren mit seinem Kind trennte ich mich.

Jetzt bin ich 51 und habe es seither nie bereut, kein eigenes Kind zu haben. Im Gegenteil, ich bin froh und dankbar, dass ich keines habe. Ich wäre sicher eine gute Mutter gewesen, hätte mich dabei aber total kaputt und unglücklich gemacht. Ich habe im Nachhinein auch festgestellt, dass mein zeitweiliger Kinderwunsch eher als Flucht aus dem (zu der Zeit) perspektivlosen und frustrierenden Arbeitsleben gedient hätte.

Insofern bin ich sehr froh um die Erfahrung mit deem "Fremd-Kind", denn ohne das Wissen, wie einschränkend und teils nervig es ist, mit einem Kind zu leben, hätte ich in den üblichen, romantisch-verklärten Vorstellungen vielleicht ewig bedauert, kinderlos geblieben zu sein. So bin ich sehr zufrieden, dass ich die Erfahrung machen durfte (ich möchte sie nicht missen), aber damit keine lebenslange Verpflichtung wie bei einem eigenen Kind einging.
 
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  • #11
Die meisten bereuen spaeter diesen teil der eigenen entwicklung nucht mitgemacht zu haben. Andererseits moechte ich keine halbherzigen eltern fuer diese welt.
 
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  • #12
Liebe FS,

ich musste mich im Leben aus beruflichen Gründen entscheiden, ob ich lieber Familie (mit hausgemachtem Stress, schlechter Bezahlung, Abhängigkeit und Gutmenschentum an dem ich mich dann wärmen kann) oder ein eigenständiges, freies, besser bezahltes, interessantes Leben haben will.

Da kommt man dann trotzdem schon mal ins Grübeln, ob man sich nicht doch für Kinder entscheiden sollte - aus rein irrationalen Gründen könnte man es ja bereuen.

Lange überlegt trotz sehr gering ausgeprägtem Kinderwunsch und zur ENtscheidung gekommen: Nein.
Ich will mich a) nicht um ein Kind kümmern, nur damit ich eines für den Fall der Fälle habe
und b) Schau dir mal die Eltern in eurem Umkreis an, und insbesondere die Mütter und deren Kinder und frag dich selber, ob es dir das Wert ist.


Wenn du später im Leben noch irgendetwas vermissen solltest, dann gibt es auch andere Möglichkeiten, diese zu kompensieren.
- Konzentration auf ganz andere ebenfalls interessante Lebensbereiche / Freizeit / Fragestellungen (mit Kind nicht so leicht, sofern das noch im Haus wohnt)
- Soziales Leben pflegen in Vereinen, in Zusammenarbeit mit sozialen EInrichtungen allermöglicher Menschengruppen
- Betreuung fremder Kinder allen möglichen Alters.


Ich denke, es kommt auch sehr darauf an, was man statt seinem Kinderwunsch stattdessen macht, nachdem man diesen über Board geworfen hat.
 
  • #13
Hallo,
ich denke, dass Kinder im Allgemeinen den Vorteil haben, dass Sie noch da sind, wenn man nicht mehr da ist. Unsere eigene Endlichkeit wird uns immer stärker bewusst, wenn wir uns ihr nähern. Während Männer den Vorteil haben, dass sie schnell noch tauschen können, um Spuren zu hinterlassen, sollten sich meiner Meinung nach die Frauen in jungen Jahren diese Entscheidung der Kinderlosigkeit mit dem Partner gut abstimmen. Jede Lebensphase hat seine eigene Wahrnehmung der Realität und da kann es passieren, dass etwas nicht mehr wahr ist, obwohl das schon immer richtig war.
 
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  • #14
Hallo,
ich denke, dass Kinder im Allgemeinen den Vorteil haben, dass Sie noch da sind, wenn man nicht mehr da ist. Unsere eigene Endlichkeit wird uns immer stärker bewusst, wenn wir uns ihr nähern. [...].
Und was soll das bitte für ein Vorteil sein?
Wenn man nicht mehr da ist, dann interessiert das doch herzlich wenig.

Ich halte sowas eher für eine Spinnerei, die daraus resultiert, die eigene Endlichkeit nicht akzeptieren zu wollen und deshalb irgendwas erschaffen zu müssen, das länger da ist als man selber.

So ganz nebenbei - das kann man auch anders machen, wenn einem das wirklich wichtig ist.
Ein prall gefülltes Bankkonto an karitative Einrichtungen vermacht, bei denen man selbst Mitglied ist.
Nützliches Wissen geschaffen, das man an andere weitergegeben hat im Bereich der Forschung.
Veröffentlichung von Büchern.
Entwicklung wertvoller Innovationen.
Manch einer legt auch wert auf ein architektonisch gut ausgetüfteltes Gebäude, das länger bestehen bleibt.
Macht natürlich auch alles auch Arbeit und erfordert entsprechenden Einsatz.
An ein Kind kommt man wohl leichter ran und muss man auch weniger verteidigen - das ist einfach normal.
 
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  • #15
Ich wollte bist fast Mitte 30 keine Kinder, war fest überzeugt. Dann hat ein Ergeinis mich umgestimmt und ich wurde auch sofort schwanger. Ich habe viele harte Zeiten hinter mir, ob das ohne Kind wirklich anders gewesen wäre? Ich weiss es nicht.

Ein Kind verändert einen Menschen. Daher würde ich jedem, der auch nur zweifelt raten, riskiere es mit Kind. Du lernst selbstlose Liebe vom Feinsten kennen. Diese Erfahrung kann man ohne Kinder nie machen.

Ich selber kenne eher nur frustriertere ältere Frauen, die keine Kinder haben. Die Gründe kann ich nicht wirklich beurteilen. Viele verschweigen auch ihren verpassten Wunsch. Es bringt dann ja auch nicht mehr viel zu Jammern.

Ich denke, Kinder machen die Welt reicher, wenn auch deutlich anstrengender ;-)

Für die suchenden Singles sind Kinder oft hinderlich, sollte man nicht verschweigen, dabei stört ein Kind oft massiv.

Die Entscheidung kannst nur du selber treffen. Hör auf Dein Herz, Deinen Bauch, lass den Verstand aussen vor!!!

Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung zu treffen.
 
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  • #16
Und was soll das bitte für ein Vorteil sein?
Wenn man nicht mehr da ist, dann interessiert das doch herzlich wenig.
Ich hab das auch schon so ähnlich gehört ("Man lebt in den Kindern weiter"). Kann ich auch bis heute nicht nachvollziehen. Wie aber schon geschrieben: Es ist schön und erstrebenswert, hier etwas zu hinterlassen, was die Menschheit zumindest ein kleines Stück weiter bringt. Bei einem eigenen Kind ist das nicht zwangsläufig der Fall. Das kriegt man ja eher für sich selbst und nicht zum Wohle der Allgemeinheit.
 
  • #17
Hallo,ich denke, dass Kinder im Allgemeinen den Vorteil haben, dass Sie noch da sind, wenn man nicht mehr da ist.
Ich stand mal ganz nahe an meinem Tod, bei vollem Bewußtsein.

Es war nicht schlimm, ich hatte keine Panik. Sondern nur die kühle Überlegung, wie ich wieder heraus komme, und überlebe - und schaffte es.
In dem Moment wurde mir Alles ! hier völlig egal.Der ganze Planet Erde. Familie, Freunde, ja sogar mein erw. Bruder in Sichtweite. Das war nicht mal Abschied, sondern nur Abschluss.

Und so vermute ich es, wenn man Kinder hat. Das Leben mit ihnen war schön, tlw. schwer, aber das ist alles abgeschlossen, am eigenen Ende des Lebens. Jetzt müssen die selber weiter machen.

Das Wichtigste: Das man Kinder hat, wenn man Welche will, im Bewußtsein aller Vor- und Nachteile.
Und das man mit den Kindern nichts versäumt hat. In jeder Phase, mindestens ihrer Kindheit.
Soweit es Einem möglich war.

Ich kann verstehen und akzeptieren, wenn eine Frau abtreibt.
Aber ich habe noch keinen Alleinerziehende/n persönlich getroffen, der es bereute, daß er Kind/er hat.
Auch nicht alleinerziehende Väter, selbst wenn der Alltag mit Kinder schwerer war.

Kinder haben, ist nicht automatisch "schön". Sondern man muß die Einstellung und Leidenschaft dafür haben. Erst dann empfindet man es als gut, schön, positiv.

Ich kenne auch Leute, die bewußt nie Kinder wollten, weil sie persönlich Keine um sich herum ertragen können, höchstens mal zu Besuch von anderen Eltern.
Und das auch mit 60+ nicht bereuten. Weder für sich, noch für die Zeit nach ihnen.
 
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  • #18
Ich bin so eine Frau, w, 42 , wollte nie Kinder und fertig.
2 Partnerschaften gingen in die Brüche, ich hatte immer deutlich kommuniziert dass ich keine Kinder will und beide Male haben sich die Männer erhofft, dass der Wunsch nach einem Kind in einer guten Beziehung automatisch entwickelt.
Dies war nicht der Fall, beide Ex-Partner sind inzwischen Vater, sie konnten ihren Wunsch mit anderen Frauen verwirklichen und ich denke, dass ist richtig so.
Ich bin übrigens weder beruflich sehr erfolgreich noch arm, ich könnte mir ein Kind auch gut alleine leisten aber ich wollte einfach nicht.
Ich komme aus einer Grossfamilie, alle meine Geschwister haben Kinder und alles, also eher völlig untypisch.
Ich finde Kinder im besten Fall erträglich, meistens nerven sie nur.
Was ich Klasse finde sind Kinder welche gerade von der Grundschule aufs Gymnasium wechseln: Man kann mit ihnen etwas unternehmen, sie sind selbstständig und neugierig. das finde ich gut und lustig und meine Neffen (8-11) sind gerne in den Ferien ein paar Tage bei mir. Ich bin eher die coole Tante mit Cabrio, wir unternehmen viel aber nach 2-3 Tagen ist es auch wieder wunderbar, wenn sie gehen.
Aber davor-dieses Krabbelalter, dieses „Schubladen-ausräum-Alter“, dieses „ich will“ Alter- einfach nur furchtbar. Man kann nichts planen und alles richtet sich nach dem kleinen Schreihals - nein Danke.
Ach, und das man etwas hinterlassen muss auf dieser Welt - das ist doch völlig absurd. Genauso wie das Argument, dass man im Alter alleine ist.
Gerade jetzt nach Weihnachten sind doch viele Kinder froh dass der Pflichtbesuch bei den Eltern rum ist - da habe ich lieber Freunde welche ehrlich Lust haben, vorbei zu kommen.
w, 42
 
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  • #19
Bin w und zwar schon 38, habe mir aber noch nie ernsthaft Gedanken drum gemacht und hatte auch nie das Bedürfnis, auf Kinderwagen zuzugehen, ein quietschvergnügtes "dutschidutschidu" mit den Kleinen zu machen oder wollte je meine wirklich entzückenden Nichten babysitten. Auch stört mich der Lärm von quäkenden Babies immens, wenn ich im Café sitze und Freunde treffe. Dennoch stehe ich auch grad vor der Entscheidung Kinderwunsch ja/nein. Habe einen tollen Mann kennen gelernt, der das Thema Kinder als dreifacher Vater vor einigen Jahren für sich entschieden hat (OP). Und frage mich nun, ob ich es bereuen würde, wenn ich mich jetzt für diesen Mann, aber dadurch gegen Kinder entscheide. Vielleicht bringts eine Pro/Contra-Liste? Also warum kann man sich Kinder überhaupt wünschen?

- weil man seine Gene weiter geben und sich selbst in Miniaturformat aufwachsen sehen will
-> ist vielleicht ein naturgegebener und evolutionstechnisch gut eingebauter menschlicher Drang (tick-tack...), aber m.E. recht egoistisch (solche Nobelpreisträger sind wir nun fast alle nicht, dass die Welt unsere Gene braucht, oder?)

- weil man im Alter nicht allein sein will
-> na wer darauf setzt, sollte nicht enttäuscht sein, wenn die lieben Kleinen sich bald abwenden (es kann natürlich besser laufen, aber als Grund, ein Kind zu bekommen, lass ich das nicht gelten)

- weil man eine Beziehung dadurch enger zusammen schweißen will
-> das kann schon so sein, andererseits erzählen mir Mütter immer, dass man grad wegen des Kindes äußerst wenig Zeit für die Partnerschaft hat und diese darunter sehr leidet - bis hin zur Trennung, weil sich einer von beiden mit dem veränderten Beziehungsleben nicht anfreunden kann

- weil man sich sonst langweilt in der Beziehung, weil nach Heirat und Hausbau kein neues "Projekt" kommt
-> kein Argument für mich, man kann sich auch in der Entwicklungshilfe engagieren oder in einem Beruf oder Hobby aufgehen

- weil man gern Kinder um sich hat
-> naja, traf auf mich nie zu, und selbst wenn es mal so ist, könnte ich mir auch Pflegekinder oder Lernpatenschaften zu kleinen Schulkindern gut vorstellen

Letztlich glaube ich aber, man kann sich in die jeweils andere Perspektive nie voll reinversetzen, sondern redet sich eher seine momentane Situation oder das, was man gern will, schön.
 
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  • #20
47, w, keine Kinder, auch nie bereut. Ich mag Kinder nicht besonders and wenn ich ein paar Stunden mit den Kindern von Bekannten verbringe, weiss ich warum!
 
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  • #21
Hallo FS,

schau Dir mal die Antworten an:

Die, die sagen, Kinder braucht man nicht, sind die, die keine habe. Keine einzige Mutter oder kein Vater schreibt hier, dass sie/er Kinder hat und es bereut. Anonym wäre das ja hier kein Problem.

Die Erklärung ist einfach: nur wer ein eigenes Kind hat, kann überhaupt nachvollziehen, was aus Dir als Vater oder Mutter wird, der Rest ist Zuschauer und ahnungslos und urteilt aus einer Perspektive des nicht Betroffenen. Frage mal Eltern, die ihr Kind verloren haben. Sie haben den Vergleich. Das ist die größte Katastrophe, die ihnen passiert ist.

Das ist wie mit der Metamorphose des Schmetterlings. Frage mal eine Raupe, ob sie Schmetterling sein will. Nee, will sie nicht, ist nett so, nicht so anstrengend und hat sonstige Vorteile. Frag mal nen Schmetterling, der fliegt durch die Luft, in der Sonne spürt das Leben und will um alles in der Welt keine Raupe sein. Der Vergleich hinkt natürlich vorne und hinten - schon klar. Was ich damit meine, wenn Du Antworten von Raupen kriegst, musst Du Dich nicht wundern, dass sie ihr Dasein bejahen - was sollten sie auch sonst tun. Wenn Du Schmetterlinge fragst, gilt das Gleiche. Aber es besteht ein Unterschied: Sie wissen von der Innenansicht, wovon sie sprechen, sie kennen sowohl Raupe als auch Schmetterling.....
 
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  • #22
Die gier mach entwicklung, nach fortschreiten liegt in unseren genen. Wenn der wunsch nicht da ist, dann liegt es an schlechten erfahrungen im eigenen elternhaus.

Es gibt kein glück der welt, was auch nur an das der erziehung eigener kinder herankommt. Es gibt genug menschen, die das nicht verstehen bzw sehen. Aber fakt ist, mitkindern erlebt man alle phasen eines lebens nochmal mit. Die freude, die sie haben führt zu einem viel größeren freude in uns, es ist unvergleichbar mit allem was man sonst erleben kann.

Aber wichtig ist: es geht um das weitergeben von werten, das ist der sinn der gier nach erziehung und auch eine damit einhergehende lehre und weiteres wachstum für dich selbst! Das ist das hoechste gut, so wichtig wird dein dasein nie wieder sein. Du erschaffst eine perfekte persoenlichkeit für diese gesellschaft nur darum gehts. Du hast nicht ein kind, um es zu haben. Du hast es um seinetwillen und die der umwelt. Das ist ganz wichtig. Damit gestaltest du das morgen. Es gibt leider viele eltern, die kinder haben, um sie vorführen zu koennen, es geht nur ums haben, nicht um das sein. Das ist falsch (siehe oben zt). Dann sollen sies lieber lassen.
 
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  • #23
Hallo,

ich amüsiere mich gerade über die teilweise komischen aber auch teilweise sehr netten Antworten hier.
Die Antwort von Nr. 20 finde ich absolut nett formuliert und zutreffend!
Kinder bereichern das Leben so enorm! Und wie sie sind und sich entwickeln liegt allein in unserer Hand (in der Hand der Eltern, die sie erziehen und begleiten!)

Entgegen den Einstellungen der Kinderlosen möchte ich sagen, dass Kinder auf KEINEN Fall Beziehungen retten, verbessern o.ö. Ganz im Gegenteil, besonders die ersten Jahre sind extrem anstrengend und belastend für eine Beziehung. Daher ist es wichtig, dass die Beziehung auf einem guten Fundament steht.

Ich finde es wichtig, dass Kinder in Liebe entstehen. Kinder sind das i-Tüpfeltchen der Liebe!! :)

Ich kenne auch nur kinderlose Frauen, die schon den Kinderwunsch hatte, aber nicht den geeigneten Partner zur Familiengründung gefunden und daher für sich zwangsläufig das Thema abgehakt haben.

w.44 (2 Kinder)
 
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  • #24
@20 und FS: ich bin so eine Frau - ich wäre froh, kein Kind zu haben. Jedoch stellt sich diese Frage leider nicht mehr. Ich dachte auch, das muss so sein - Reihenhaus, Kind usw. Doch mir fiel die Decke auf den Kopf. Ich habe sofort weitergearbeitet und sehe noch heute mehr Erfüllung in meinem Job und meiner Partnerschaft, als im Kindergroßziehen. Mein Kind ist wohlgeraten, es wird seinen Weg gehen. Es geht also nicht darum, dass ich mich nicht kümmere, oder dass es mir egal sei. Aber mir persönlich würde es ohne Kind besser gehen. Finanziell und emotional und überhaupt. Ich wäre ungebundener, könnte noch mehr tun und lassen, was ich bzw. mein LG und ich wollen. Doch dies habe ich erst während meiner Ehe mit Kind festgestellt, dass genau dieses Reihenhaus-Familienvan-Leben eben nicht MEIN Leben ist und sein wird. Heute lebe ich mit meinem Exmann das Wechselmodell - also vergleichbar mit einer Teilzeit-Verantwortung und einem Teilzeit-Kind. Das macht es für mich erträglicher und für mein Kind ebenso berechenbar. Es hat beide Elternteile und wird sich irgendwann ein Leben in die eine oder die andere Richtung aussuchen, weil das Kind im Gegenteil zu mir, zwei völlig unterschiedliche Leben schon jetzt kennen lernen darf! Ich musste dafür 20 Jahre meines Lebens aufwenden und heute zu wissen, was MEIN Leben ist. w/43
 
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  • #25
Liebe #23: ich danke dir für deine aufrichtige Meinung, die ich sehr respektiere.
Nur eine Überlegung: Vielleicht wirst du dich in 20, 30 Jahren doch noch freuen, die "Kinderlast" durchgestanden zu haben, und dass jemand jüngerer da ist und an dich denkt?

w26., die die Mühen und Gefahren vom Mutterdasein sieht, und dabei erschrickt, und diese vermeiden will. Aber sich dennoch fragt, ob man im Alter Kinderlosigkeit vielleicht doch bereut?
 
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  • #26
Ich (w/48) bin froh, ein Kind gehabt zu haben, und nun bin ich froh, dass er bald seine eigenen Wege geht (wird im Ferbruar 17 Jahre alt). Dieser Umstand gibt mir die Freiheit, mich auf mein Leben neu zu konzentrieren.
Ich bin dankbar, dass er in meinem Leben ist, erinnere mich mit unendlicher Liebe an die Zeit, wo mein Sohn noch ein kleiner Blondie war und gerne auf meinem Schoss sass :)

Froh bin ich, dass ich nicht 2 oder 3 Kinder hatte.
 
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  • #27
Theoretisch konnte ich es mir schon vorstellen, Kinder zu haben. Aber schwanger sein? Dann auch noch Mutter? Bis ca. 35 Jahren ein sehr befremdlicher Gedanke. Später hat es nicht geklappt mit einer Schwangerschaft, richtig versucht habe ich es auch nie. Meine gleichaltrigen Freundinnen, die Kinder haben, sagen mir, ich kann froh sein, kinderlos zu sein. So seien mir viele Sorgen erspart geblieben. Manchmal finde ich es schade, aber richtig bereuen tue ich es nicht.

W49
 
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  • #28
Für viele kinderlose Frauen über 45 scheint dieses Thema aber doch ein wunder Punkt zu sein. Ich habe mal gehört, dass ein Fernsehsender eine Reportage zu diesem Thema machen und dazu prominente, kinderlose Frauen wie Sabine Christiansen oder Nina Ruge befragen wollte. Und keine war zu einem Kommentar dazu bereit.
 
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  • #29
@27

Dass Sabine Christiansen und Nina Ruge dazu nicht in einer Reportage auftreten wollen, heisst doch nicht, dass es ein wunder punkt für sie ist! Es ist ein Thema, das sehr polarisiert, warum sollten sie dazu öffentlich Stellung nehmen. Sie haben doch ein Anrecht darauf, dass das ihre Privatsache ist. Deine Interpretation ist unlogisch.
 
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  • #30
Ich kann hier nur zwei Beispiele geben: Eine Frau wollte unbedingt ein Kind. Sie hat kein Kind bekommen, später viel geerbt. Nun ist sie 61, pensioniert, spielt Golf, hat Kontakt zu einem Mann von 68 Jahren mit gutem Einkommen. Er will sie aber nur, wenn sie es vorher schafft, ihren dicken Bauch loszuwerden: sie soll Bikinifigur haben. Das muss man nicht weiter kommentieren. Die Frau langweilt sich ganz gewaltig.
Das andere Beispiel: Der Sohn ist mit 32 Jahren noch nicht selbständig, ist Asperger-Autist, hat Persönlichkeitsstörungen, hat seine Ausbildung immer noch nicht abgeschlossen, nimmt Psychopharmaka, schläft bis 12.00 Uhr. Seine Eltern würden diesen Kinderwunsch gern rückgängig machen, aber das ist nicht möglich.
 
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