G

Gast

Gast
  • #1

Beim Ex wegen Geld melden?

Ich (w,36) war drei Jahre lang mit meinem Ex zusammen. Wir haben gemeinsam in meiner (geerbten ) Eigentumswohnung gelebt. Er hatte von Anfang an sehr wenig Geld, da er seine Doktorarbeit geschrieben hat. Es war eigentlich vereinbart, dass er die Hälfte der Nebenkosten trägt, dies ist aber in den meisten Monaten ausgeblieben. Auch als er fertig war, hat er keinen erkennbaren Willen zur Arbeit gezeigt (bzw. die meisten Jobs waren ihm nicht gut genug!).

Wir hatten schon lange eine Krise und ich glaube uns beiden war klar, dass unsere Beziehung keine Zukunft hat. Im Oktober ist er dann ausgezogen, auf eine wie ich finde sehr schäbige Art und Weise: Er hat mir eine Email geschrieben als ich auf Geschäftsreise war.

So weit so gut, die Trennung an sich war beidseitig gewollt. Seit der Email habe ich allerdings nichts mehr von ihm gehört. Mir geht es gut, ich bin glücklich verliebt und bin dankbar dafür, dass alles so gekommen ist wie es ist.

Trotzdem "wurmt" mich eine Sache. Ich habe ihm - neben den zahlreichen Dingen, die ich einfach alleine bezahlt habe! - ungefähr 1500 Euro geliehen.

Ich finde es absolut würdelos, dass er es nicht für nötig hält sich diesbezüglich zumindest noch einmal bei mir zu melden.

Eigentlich gehe ich nicht davon aus, dass er es zahlen kann (er hat immer noch keinen Job gefunden), trotzdem würde ich das Geld ja lieber spenden als einfach so "versacken" lassen.

Was meint ihr, soll ich mich noch mal bei ihm melden?

Ich bin finanziell nicht auf das Geld angewiesen, es geht mir einfach ums Prinzip!
 
G

Gast

Gast
  • #2
Ich würde ihm wegen des Geldes eine Mail schreiben. Wenn er dann nicht antwortet und du auch sonst nichts schriftlich hast, ist es besser, die Sache abzuschreiben statt sich noch lange herumzuärgern.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Ich würde das Geld zurückfordern. Mein Ex hat mir ein ziemlich grosses Darlehn abgeschwatzt und machte dann auch einen auf "sei nicht so geldgeil, Du verdienst doch gut" - nachdem er mich für eine andere verlassen hatte. Gott sei Dank hat mir eine Freundin in den Hintern getreten dass ich ihn nicht so einfach davonkommen lasse. Es war nicht einfach, aber jetzt hat er alles zurückgezahlt. Also, 1500 Euro sind viel Geld, wer den Pfennig nicht ehrt, etc. Mit der Kohle gönnst Du Dir was Schönes mit Deinem neuen Freund. Hab keine Skrupel, Du hast ihn unterstützt wo Du konntest, Du musst ihm jetzt nicht auch noch was schenken.
 
G

Gast

Gast
  • #4
... Ich habe ihm - neben den zahlreichen Dingen, die ich einfach alleine bezahlt habe! - ungefähr 1500 Euro geliehen. ... Ich bin finanziell nicht auf das Geld angewiesen, es geht mir einfach ums Prinzip!

Hast du ihm wirklich 1500 EUR als Geldbetrag geliehen, oder setzt sich der Betrag aus einer ganzen Reihe von kleineren "Dingen" zusammen, die du für ihn bezahlt hast? (Summe aus nicht bezahlten Nebenkosten, ein paar mal Tanken, einige Restaurant-Rechnung, Kinokarten, Euro für den Einkaufswagen, etc.)

Die Rückzahlung eines tatsächlich geliehenen Geldbetrags wäre nur fair - aber über alle anderen "zahlreichen Dinge" Buch geführt zu haben, und diese bei Trennung wieder einzufordern, wäre der Witz des Tages, das würde noch nicht einmal der geizigste Mann wagen.

m
 
G

Gast

Gast
  • #5
Die Hälfte der Nebenkosten? Eine Eigentumswohnung verursacht nicht nur Nebenkosten. Und obwohl er seine bescheidene Hälfte schuldig bleibt, leihst Du ihm noch was dazu?

Einfordern bringt nichts, du wirfst verlorenem Geld nur weiteres hinterher. Nimm’s als Lehrgeld. (M)
 
G

Gast

Gast
  • #6
Nein, lass es bleiben. Wie Du schreibst, wird er es wahrscheinlich eh nicht zurückzahlen können und da Du nicht drauf angewiesen bist, schreib es ab. Die Blösse würde ich mir an Deiner Stelle nicht geben. Geniesse die Zeit mit Deinem neuen Freund und vergiss den alten. Alles Gute! w37
 
G

Gast

Gast
  • #7
Lieeb FS,
wenn Du das Geld nicht brauchst, lass' es bleiben. Von ihm bekommst du es ohnehin nicht und Du ärgerst Dich nur. Nimm' es als Lehrgeld und pass' auf, dass Dir das nicht noch mal passiert
 
G

Gast

Gast
  • #8
liebe fs,

fordere ihn per einschreiben mit frist min. 2 wochen auf zu zahlen - konto angeben.
wenn dann nichts kommt, schicke ihm einen mahnbescheid, der kostet nicht so viel, dafür brauchst du keinen anwalt.

wenn er darauf nicht reagiert, hast du einen titel. d.h. wenn er in zukunft mal vielleicht verdient, dann kannst du ihm den gerichtsvollzieher schicken. der titel hat 30 jahre lang bestend.

so hast du wenigstens dein geldanspruch gesichert.

falls er sich verwahrt und behauptet, du hast ihm nichts geliehen und du kannst das nicht beweisen, dann vergiss es .... lehrgeld

w
 
G

Gast

Gast
  • #9
Hier ist die FS:

Ich habe "ihm" gestern eine Mail geschrieben, er hat tatsächlich geantwortet: Er hat das Geld momentan nicht, da er (oh Wunder) noch immer arbeitslos ist. Er sagte, er will mir das Geld überweisen sobald es möglich ist. Ich kann das allerdings nicht ernst nehmen, eine Rate von 10 Euro wäre m.E. ein symbolischer Betrag, der ihm sicherlich möglich wäre... Ich versuche es als Lehrgeld zu betrachten, allerdings würde ich mich wahrscheinlich wieder so verhalten.
Wir haben gemeinsam in der Eigentumswohnung gelebt. Für die fallen natürlich schon Kosten an, das ist mir klar. Ich habe ihm in einer persönlichen Notsituation 1500 Euro geliehen, dies würde ich für meinen Partner immer wieder tun - auch auf die Gefahr hin, das Geld nicht mehr wieder zu sehen. Seht ihr das anders?
 
G

Gast

Gast
  • #10
Ich habe "ihm" gestern eine Mail geschrieben, er hat tatsächlich geantwortet: Er hat das Geld momentan nicht, da er (oh Wunder) noch immer arbeitslos ist. Er sagte, er will mir das Geld überweisen sobald es möglich ist.

Damit hat er dir schriftlich bestätigt, dass du ihm das Geld geliehen hast und es zurück zahlen wird sobald er es kann! Hebe das unbedingt auf. Nun hast du tatsächlich eine Grundlage, wenn du einen Mahnbescheid erlassen willst (genau das würde ich auch tun an deiner Stelle, fordere es zurück!). Behauptet er dann, dass du ihm nichts geliehen hast wäre die eMail ein Beleg für die Richtigkeit deiner Angaben.

Zu deiner Frage: Ja, ich würde einem Freund in Not auch jederzeit 1500,- leihen, wenn er in Not ist und ich es mir leisten kann. Ich würde es aber niemals in Form von Bargeld tun, das ohne jeglichen Beleg über den Tisch wandert sondern überweisen mit einem entsprechenden Buchungstest: "Kredit von xy".

Niemals würde ich einen vierstelligen Geldbetrag verleihen, ohne es belegen zu können.
Wer ehrlich vor hat das Geld später auch zurück zu zahlen, der hat auch kein Problem damit einen Kreditvertrag zu unterschreiben. Im Gegenteil.
Wer anständige Absichten hat bietet sowas schon von sich aus an.

w, 44
 
G

Gast

Gast
  • #11
Top