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Gast

  • #1

Bei Männern: verlieben durch/mit dem Sex oder eher umgekehrt?

In einer Antwort auf eine andere Frage hier (ob Männer an die große Liebe glauben) stand: Frauen verlieben sich in Männer - und gehen (erst) dann mit ihnen ins Bett. Bei Männern sei es umgekehrt: erst der Sex - und dann (eventuell, wenn's passt) das Verlieben. Ich habe oft ganz anderes gehört: da Sex für Männer oft weniger emotional verbindend sei, würde es eher vielleicht sogar "schaden", wenn man zu früh miteinander im Bett landet. Für ihn wäre das noch Unbekannte dann schon bekannt, ein Teil der Spannung weg usw. Wenn er aber noch "warten" muss, dann lernt er sie näher kennen und durch gemeisame Erlebnisse usw. verliebt er sich in ihr Wesen - und dann kann auch der Sex zusätzlich noch verbindend wirken... wie meint ihr ist das denn nun? Das mit dem zu frühen Sex kam ja auch schon mal hier auf... und nun soll das die "richtige" Reihenfolge sein für ihn: erst Sex, und dadurch dann vielleicht Liebe?
 
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Gast

  • #2
So pauschalieren wie die Fragestellerin kann man das, glaube ich, nicht.

Unbestreitbar ist richtig guter Sex sehr bindungsfördernd. Schlechter Sex ist eher Trennungsgrund.

Zweifelsohne ist das "Verlieben" aber ein Prozess der von außen gesteuert werden kann. Man kann bei jemand anderem durchaus das Verliebtsein entfachen. Guter (!) Sex ist da nur eines von vielen möglichen Mitteln der Frauen.

m39
 
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Gast

  • #3
Oh, #1, wie "entfacht" man denn Verliebtsein...? Beispiele...?
Und was ist deiner Meinung nach "guter(!) Sex"?
 
  • #4
Man sollte sich erst verlieben und dann Sex haben. Männer, die früh Sex haben, haben alles erreicht und wenn sie die Frau nicht mehr erobern müssen, sondern sie sich willfährig hingibt, dann ist der Jagdtrieb zu ende.

Hier plädieren einige Männer für das Gegenteil -- ich vermute mal aus Eigennutz. Alle, die schnellen Sex wollen, erzählen natürlich, dass schneller Sex völlig OK wäre. Logisch. Wollen sie ja. Aber dauerhafte Partnerschaften werden nur in den seltensten Fällen daraus.
 
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Gast

  • #5
@#3 von #1
Vorausgesetzt die/der Angebetete befindet sich auf Augenhöhe oder darunter: Verliebtsein entfacht man durch Flirten, Werben, Lob, Anerkennung und Unterstüztung, durch kleine Geschenke, gemeinsame Zeit, Träume und Ziele, und durch Berührungen.

Guter Sex ist leidenschaftlich, erotisch, sinnlich und selbstlos.

@#2 Früher oder später Sex ist nicht entscheidend. Aus einem Jäger macht du im Leben keinen Bauern mehr. Die Kunst ist es zu erkennen ob ein Mann das Wild erlegen will, oder ob er mit der Partnerin ein Feld der Liebe anlegt.
 
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Gast

  • #6
#3 @ #4: Wie "groß" dürfen denn Deiner Meinung nach "kleine" Geschenke sein...?
Und ab welchem Zeitpunkt ist der Sex "gut"? Sofort, vom ersten Tag an oder gestehst Du dem Partner auch zu, länger Zeit zu benötigen, bis er sich "fallen lassen kann", wie es ja hier oft heisst...? Woran erkenne ich einen Jäger? Und woran einen Bauern?
 
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Gast

  • #7
@#5 von #3
Es ist überhaupt nicht wichtig wie groß oder klein Geschenke sind - sie müssen von Herzen kommen. Am besten geeignet sind Geschenke, die einen ganz (subilen) persönlichen Bezug zu einem selbst herstellen, etwas das man bei sich trägt, oder etwas das man auf den Schreibtisch oder in die Wohnung stellt und der Blick gelegentlich darauf fällt. Sehen-tasten-riechen-schmecken-hören. Es gibt wirklich sehr viele Möglichkeiten den Wunschpartner ganz subtil immer wieder zu erinnern, ohne wie eine Klette zu wirken - es gibt aber bestimmt kein Patentrezept!

Bevor es zum 1. Sex kommt, haben die Partner meistens schon längst einen Blick auf die Seele zugelassen. Danach sollte "sich fallen lassen" doch ganz leicht sein. Ja, ich glaube man merkt schon beim 1. Mal ob der Sex harmoniert - ob es etwas ganz Großes werden kann, oder ob es "nur Gymnastik" ist. Keine Angst! Wenn es nicht passt - dann soll es eben nicht sein.

Ist Mann/Frau "Jäger" oder "Bauer"?
Jäger: Flirten, Komplimente, Berührungen, (Geschenke) > Sex
Bauer: Flirten, Werben, Lob (Komplimente), Anerkennung und Unterstüztung, Geschenke, gemeinsame Zeit, Träume und Ziele, Berührungen > Sex

Ganz schlecht finde ich, wenn ein Partner durch absichtliches Zurücknehmen des Temops sich vormacht, dass der Jäger doch Bauer wäre. Dabei bleibt es doch nur ein Jäger mit Geduld. Und bitte, Männer und Frauen unterscheiden sich hier nicht wirklich elementar. Jäger gibt es bei beiden Geschlechtern.
 
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Gast

  • #8
@1 du klingst sehr schlüssig aber auch abgeklärt. Die Partner werden bei Dir austauschbar. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher, dass Du Dir niemals eine etwas schwierigere, anstrengendere, wohlmöglich problembelastete Frau nehmen würdest. Das paßt nunmal nicht in Dein Konzept!!! Du könntest manches verpassen.

Aber nun zum Thema, da stimme ich #1 nämlich voll zu, Du veränderst keinen. Allerdings lassen sich manche Männer schlicht durch die Tatsache, dass sich eine Frau schnell einläßt beeinflussen. Jaja dieses antiquierten gibt es noch. Zu mir würde so einer nicht passen, daher ist es mir egal, mit Doppelmoral kann ich nämlich gar nichts anfangen, zeigt sich dann auch bei anderen Punkten. Und heute darf Frau auch ein paar Lover mehr gehabt haben als früher, nicht wahr Nr. 1?, das macht sich nämlich im Bett später positiv bemerkbar :) - und jetzt bitte keine Antworten wie, nicht die Erfahrung zählt.....

Aber man verliebt sich sicher erst später, zu Beginn (z.B. erstes Treffen) ist es ausschließlich ein körperlicher Reiz, verlieben ist für mich dann doch eine Stufe höher. Und somit haben bei mir für mich optisch nicht so tolle Männer, zu Beginn keine Chance auf Verlieben, die muss ich dann doch näher kennen lernen, damit es auch mal etwas funken kann.

Männer kennen, glaube ich, den Unterschied zwischen körperlichem Reiz und Verliebtsein nicht (ich weiß, auch wieder sehr provokant), außer in dem Fall, wo die Frau nicht so attraktiv ist :)!!!

Aber ob es eine Beziehung wird oder nicht, hängt sicher nicht vom Zeitpunkt der ersten Körperkontake ab!

w,46
 
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  • #9
@#7 von 1,4,6
Da ich bisher immer nur Beziehungen mit schwierigen, anstrengenden, teils auch problembelasteten Frauen hatte, wünschte ich mir von Herzen eine Parterin ganz ohne Probleme. Aber es kommt wie es kommt.

Den Eindruck, dass Partner austausbar werden könnten, wollte ich nicht erwecken. Ich wollte sagen, dass Beziehungsarbeit schon vor der Beziehung beginnt.

Warum sollten Männer nicht den Unterschied zwischen "verliebt in den Körper" und "verliebt in den Menschen" nicht erkennen? Es erschließt sich doch aus der eigenen Absicht ob man ins Bett oder ins Leben des Menschen möchte.
 
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  • #10
@8 von 7

ich stimme dir da voll zu, die Beziehungsarbeit beginnt vor der Beziehung!!!! Aber wie machst Du das, wenn das Bett bereits am ersten Tag angesteuert wird?
 
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  • #11
@9 von 8 ... es kommt wie es kommt! Das gegenseitige Verlangen ist offensichtlich manchmal größer als die Vernuft. Kaputtmachen kann man bei den "Guten", glaube ich, nichts. Man spricht darüber, ist sich einig das es schön war, und plant die gemeinsame Zukunft.

Das Risiko einer/einem Jäger/in zu erliegen, und sofern man leckeres Wildbret war dazu zu ermuntern noch eine Weile zu Wildern, halte ich für sehr groß. Wenn das Wild seinen Verstand dabei verlieren sollte, dann kommt es womöglich noch in ein Gehege und wird immer wieder besucht und angefüttert. Letztendlich bleibt das Wild allein - der Jäger hat seine Trophäe.
 
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Gast

  • #12
Ich habe in solchen Fällen nein gesagt, wünsche ich mir doch eine Familie und kein irgendwas. Der Effekt war durchschlagend: Erstaunen und aus. In meinem Bekanntenkreis hat das (wohl inzwischen übliche) Ja nach erwa 1,5 Jahren zur Heirat und teils bald zu einer Familie geführt. Wer hat's nun besser? Der Frust war bei mir auf die Reaktion hin groß, hatte ich doch in keinem dieser Fälle mit so einer Reaktion gerechnet; doch muss ich einen Menschen wollen, der so anders ist als ich, um das zu erreichen was ich möchte? Bin ich doch "käuflich"?
 
  • #13
Ich habe jetzt lange nachgedacht, weil das was ich schreiben will anscheinend
noch immer ein Tabuthema ist.

Ich meine, "Frau hat mit Mann Sex ohne verliebt zu sein, einfach weil ihr danach ist, die Situation dannach ist und die Umstände gut passen". Das macht eine anständige Frau auch heut zu Tage nicht?

Auch Frau kann sich nach/wegen guten Sex verlieben!

Ob ein Mann taktisches zieren braucht um an einer Frau ernsthaft Interesse zu behalten, kann ich nicht beurteilen, ich bin eine Frau.

Ich lasse mich dann auf Sex ein, wenn es für mich stimmt in der Situation.
Weder wenn ich denke, der Mann erwartet es, noch weil man einander
schon oft getroffen hat und immer noch nicht.

Ich mache mir da selbst keinen Druck und ich lasse mich nicht drängen!

Ich habe noch vor keinen Mann die Achtung verloren, weil er rasch ins Bett wollte, ich sehe es als Kompliment und ich kann annehmen, oder ablehnen.
Meine Entscheidung hat aber keinen Gesellschaftsmoralischen, oder taktischen Hintergrund.

Auch glaube ich nicht, dass wenn man mit einer bestimmten Person rasch intim werden möchte, das ein Hinweis ist das man wahllos und mit Jedem der sich anbietet verkehren würde.

Weder beim Mann noch bei der Frau! Ich halte das für ein veraltetes Vorurteil.

Manchmal funkt es einfach bei Beiden ganz heftig. In der heutigen Zeit sollte es Menschen möglich sein sich dann auch frei zu erlauben wonach ihnen ist!
 
  • #14
@12: Ja, das sehe ich ganz genau so.
 
  • #15
Ich weiß, dass das eine andere Kategorie ist, doch in der Serie "Sex and the City", die einige handfeste Weisheiten zu Beziehungs- und Sexualitätsfragen bringt, gibt es eine schöne Aussage der emanzipierten, "sexsüchtigen" Samantha.
Sinngemäß lautet sie: Wenn Dich ein Mann nach dem Sex sitzen lässt, ist es doch besser er verlässt Dich nach dem dritten Date als nach dem zehnten.

Was dann, wenn er sich als "geduldiger Jäger" entpuppt? Tja, dann ist der Schmerz umso extremer.
Dieses Warten oder Daten nach amerikanischen Regeln, bei denen es für alles einen vorgeschriebenen Zeitpunkt gibt, ist doch Quatsch für die Pubertät. Das gibt nicht mal Orientierung, sondern hemmt nur.

Also mal ehrlich: Bei meinen Beziehungen ging es immer innerhalb der ersten Tage - ohne unzählige Verabredungen oder drei Monate Warten vorher - in die Federn und dennoch bin ich nicht gleich danach weggelaufen. Einfach weil ich nicht der Typ für "Sex und Hopp", für One-Night-Stands, bin und weil ich mich schon vorher emotional auf die Frauen eingelassen hatte.
Ich denke inzwischen, dass der Sex sogar geholfen hat, das Eis zu brechen, und beim Beginn der Beziehung geholfen hat.