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bennyXXL

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  • #1

Beeinflusst das Umfeld Eure Partnersuche?

Hat Euer Umfeld eine Art Mitspracherecht bei der Partnerwahl? Beeinflussen Euch Kommentare wie „Die/der passt aber gar nicht zu dir“ oder „Ihr wäret wirklich ein schönes Paar“? Ist Euch die Meinung von Eltern, Freunden, Kollegen zu der neuen Partnerin/Partner wichtig, gar entscheidend? Was ist wenn Eure neue Liebe vom Massengeschmack abweicht?


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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Ist Euch die Meinung von Eltern, Freunden, Kollegen zu der neuen Partnerin/Partner wichtig, gar entscheidend?
Die Meinung anderer interessieren mich absolut nicht, ich spreche darüber schon gar nicht, da privates/intimes sie nichts angehen und Punkt. Es ist einzig alleine meine ganz persönliche Meinung, die für mich zählt, alles andere ist für mich puber*är, nai*v und du***!
 
  • #3
Natürlich spielt es eine große Rolle, ob der neue Partner zu den Freunden und zur Familie passt. Das macht die Sache zwar schwierig, aber wer sagt, das wäre ihm völlig egal, der lügt sich etwas vor!
Wenn man noch sehr jung ist, mag das nicht so ins Gewicht fallen, weil man sich da sowieso noch sehr verändert, sich freundesmäßig noch mal neu orientiert, und sich dann zusammen als Paar meistens einen neuen Freundeskreis aufbaut.
Aber je älter man ist, desto gefestigter sind in der Regel die Freundesbeziehungen. Freunde sind irgendwann dann "Freunde fürs Leben". Und da kann man sich natürlich nicht vorstellen, seinen (neuen) Partner regelmäßig nicht mitnehmen zu können, weil der von den Freunden nicht gemocht wird oder umgekehrt. Familiär ist es ähnlich, je nachdem wie eng der Kontakt zur Familie ist.
Umgekehrt empfindet man es ja ebenso unangenehm, wenn ein guter Freund, oder eine gute Freundin, einen Partner hat, der einem total unsympathisch ist, oder der sogar richtig nervt. Oder man hat einen Schwager oder Schwägerin, die man überhaupt nicht mag. Das kann durchaus ein richtiges Problem werden und ich denke, das hat jeder auch schon mehr oder weniger erlebt.
Leider schränkt das natürlich die Partnerwahl de facto erheblich ein. Ich hatte schon mehrfach etwas mit Männern, wo ich mir jeweils absolut nicht vorstellen konnte, den meinem Umfeld zu präsentieren, obwohl nie etwas besonders Ungewöhnliches an demjenigen war und ich auch jeweils sehr verliebt war.

w50
 
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  • #4
Die haben definitiv kein Mitspracherecht. Hatten sie früher auch nicht, aber ich habe mich beeinflussen lassen, weil ich kein Selbstvertrauen hatte.

Meine Eltern bzw. meine Mutter, denn die Meinung meines Vaters weiß ich gerade nicht, sagte mal von einem Typen, mit dem ich Anfang 20 zusammen war, "der bringt dir Ordnung bei". Vermutlich meinte sie seine etwas krampfige Art und weil er mich unter Druck setzte, jedenfalls wusste sie nicht, wie er wirklich war: ein Psycho, der mir gedroht hatte, mich umzubringen, wenn ich ihn verlasse, und der auch sonst nicht gerade nett war. Alle sagten, wir würden so gut zusammen passen und fanden ihn auch gut. Das hat bewirkt, dass ich die Schuld immer bei mir gesucht habe, weil ich unglücklich in der Beziehung war und nur noch weg wollte. Ich dachte, ich sehe ihn falsch und nicht die anderen.
Weil sie auch alle so eine gute Meinung von ihm hatten, habe ich nichts gesagt, egal was er so geäußert und getan hatte. Ich hatte einfach zu wenig Selbstwertgefühl von zu Hause auch mitbekommen, als dass ich gleich beim ersten Vorfall den Mut gehabt hätte, die Beziehung zu beenden.

Jeder, der auf die Eltern hört, macht in meinen Augen einen Riesenfehler. Denn selbst wenn der Partner einen unglücklich macht, so lernt man doch so fürs Leben. Das kann einem keiner abnehmen und wenn die sich irren, macht man den Fehler seines Lebens, nur weil die aus Dünkelgründen oder Vorurteilen jemanden nicht gut genug finden.
Man sollte sich das zwar anhören, was sie dazu meinen, aber ihnen irgendwas an Entscheidungshoheit zuzugestehen, ist dumm.
 
  • #5
Überhaupt nicht - Meinem Umfeld ist das egal.
Die respektieren jede Partnerwahl, und ist die Privatsache jedes Paares.

Selbst bei Klischees: Deutscher Mann, 50+ mit jüngerer Thailänderin als Ehefrau - hat sich Niemand daran gestört, oder Bemerkungen gemacht.
Diese Thailänderin wird genauso gut behandelt und respektiert, wie jeder Andere hier. Auch jetzt, als ihr Ehemann plötzlich starb = sie Witwe wurde.
 
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  • #6
Nein, nicht wichtig und mein Geschmack liegt generell außerhalb der Masse. Wer will schon einen gewöhnlichen Partner? Mittelspur ist sowas für Scheintote. Anpasser langweilen mich.

Die Gesellschaft oder die Meinung der Eltern, Freunde war mir nie wichtig. Aber ich gebe dir recht, leicht ist das nicht, es besteht das Risiko, dass man danach alleine auf der Welt steht und sich alle anderen von einem abkehren, wenn man sich traut, das zu machen, was man selber machen will. Andere sind das nicht gewohnt. Gesellschaft besteht nur so lange, wie alle das gleiche machen. Demzuzfolge wird jeder dezimiert, der anders denkt.

Ich habe demzufolge keine Freunde mehr, allerdings bin ich auch nicht auf das Lob oder die Anerkennung anderer Leute angewiesen. Und meinen Partner suche ich mir selbst. Punkt :) Meine Eltern sind übrigens tolerant und teils offener als ich :)
 
  • #7
Überhaupt nicht.

Wenn etwas vom Massengeschmack abweicht, hat die Masse Pech gehabt. Die Masse lebt ja auch nicht mein Leben.
 
  • #8
hallo bennyXXL,
nein, auf keinen Fall. Das ist alleine meine Sache. Ist ja schon schwer genug so eine Partnerin zu finden, die zu mir passt ....
Wenn's wirkliche Freunde sind, akzeptieren die auch meine Entscheidung.
Natürlich wär's schön, wenn sich die neue Partnerin auch gut ins Umfeld einpasst, aber ein "Mitspracherecht" - definitiv nein.
M(48)
 
  • #9
Nein, bei mir hat niemand Mitspracherecht.
Kinder hätten es eventuell (solange sie mit dem Partner in einem Haushalt leben müßten), ich habe aber keine.
Und was den "Massengeschmack" betrifft: Für mich sind Menschen, die permanent der Masse hinterher hecheln, einfach nur lächerlich und langweilig.
 
  • #10
Als mich die midlifecrisis erwischt hatte, habe ich Beziehungen zu sehr jungen, attraktiven Männern gehabt, die sonst nichts zu bieten hatten, meist Studenten.
Davon hätte ich mich von meinem Umfeld nicht abbringen lassen ( Beeinflussung also 'nein' ), aber angenehm was es mir nicht, was meine Leute sicher dachten, z.B. dass diese Typen mich ohnehin nur ausbeuten wollen oder so.
Zu Freunden habe ich diese Partner mitgenommen, aber nicht zu meinen Eltern und ich habe auch deren Eltern nicht kennen gelernt.

Jetzt bin ich wieder normal, hab die Crisis überwunden und einen Partner, der nach landläufiger Meinung zu mir passt.
Die jungen Männer haben damals zu mir und zu dem, was ich wollte, gepasst, aber das ist hier nicht gemeint.

Meine Mutter findet ihn toll, seine Eltern finden mich toll, meine Tochter nennt uns in der dritten Person 'meine Eltern'. Das vorher war ihr immer etwas peinlich vor ihren Freundinnen.
Das alles macht die Sache sehr leicht und angenehm.
Aber das ist nicht der Grund, warum ich ihn habe, es kommt lediglich on top.

w 48
 
  • #11
Hätte ich auf meine damals "beste Freundin" gehört wäre ich nicht mit meinem Ehemann zusammen gekommen. Anfangs tat ich es sogar und hätte ihn beinahe verloren! Manchmal habe ich noch davon Alpträume, denn ich bezweifele, dass ich mit einem anderen Mann je so glücklich geworden wäre. Mein (politisches) Umfeld lehnte ihn auch ab. Heute frage ich mich, warum ich mit Mitte 20 noch so selbstwertschwach war, immer so vieles persönliches und intimes mit anderen zu bereden. Es ist total falsch diese Macht jemanden zu erteilen. Das ist die eine Seite meines Rats an Dich. Der andere Teil stimmt aber auch:
Weil Verliebtheit blind und blöd machen kann, muss bisweilen die die Urteilskraft einer Freundin aushelfen. Jedoch wirklich nur aushelfen! Entscheiden muss man selbst. Die Verantwortung kann man nicht abgeben!
 
S

Stierchen

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  • #12
Umgekehrt empfindet man es ja ebenso unangenehm, wenn ein guter Freund, oder eine gute Freundin, einen Partner hat, der einem total unsympathisch ist, oder der sogar richtig nervt. Oder man hat einen Schwager oder Schwägerin, die man überhaupt nicht mag. Das kann durchaus ein richtiges Problem werden und ich denke, das hat jeder auch schon mehr oder weniger erlebt.

Ja, das kommt vor. Es geht mich aber nichts an, solange keine Gefahr von dem Partner ausgeht. Jeder sucht sich den Partner aus, der zum jeweiligen Zeitpunkt der 'richtige' ist, ob er/sie nun einem gut tut oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Menschen, deren Eltern Alkoholiker sind/waren, haben angeblich auch vielfach eine Wiederholung der Verhältnisse in der eigenen Partnerschaft.

Die Meinung anderer ist mir nicht wichtig. Sie beurteilen den Menschen aus ihrer Warte. Maßgeblich ist aber nur meine Sicht, mein Gefühl, meine Liebe. Eltern kennen im schlechtesten Fall ihre Kinder gar nicht.
 
  • #13
Auf den zweiten Blick ja.
Keiner meiner Freunde redet mir da rein, aber ich habe von allein den Anspruch entwickelt, dass eine Partnerin auch in mein Umfeld passen muss. Ich lasse keinen meiner guten Freunde für eine Partnerin fallen.
 
G

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  • #14
Interessant, dass sich - zumindest von den Forenteilnehmern - kaum jemand durch sein Umfeld beeinflussen lässt. Oder zumindest: es zugibt.

Besonders die Männer... Männer achten doch immer darauf, welchen Ruf eine Frau hat bzw. wie sie von der Umgebung wahrgenommen wird. Macht ihr das denn wirklich so unbewusst?

Wir könnten mal ein Experiment machen - eine attraktive Frau geht an Statisten vorbei, die sie abfällig behandeln. Dann wird der unwissende, aber beobachtende Proband zur Einschätzung der Attraktivität gebeten. Als zweite geht eine weniger attraktive, welche von allen Männern begeisterte Komplimente erhält. Wie glaubt ihr, schätzt der Proband nun die Attraktivität dieser Frau ein?

Ich sage euch was, die Zweite gewinnt. Männer wollen immer die Frau, die alle haben wollen. Die andere kann sich noch so bemühen - Männer brauchen die Konkurrenz...
 
  • #15
Ist Euch die Meinung von Eltern, Freunden, Kollegen zu der neuen Partnerin/Partner wichtig, gar entscheidend?
Auf jeden Fall, denn ihr Blick ist ja nicht von Liebe getrübt. Es sind lebenserfahrende Menschen, die mich sehr gut kennen und wissen, was für mich längerfristig geht und was nicht. Da ich an kurzfristigen Affären kein Interesse habe, weiß ich sehr genau, welchen Leuten ich zuhöre und welchen nicht.

Der neue Partner muss in mein Umfeld passen, denn dort findet mein Leben statt. Wird er nicht akzeptiert oder will er daran nicht teilnehmen, müsste ich mein Leben erheblich umgestalten, daran deutlich weniger teilnehmen.
Das ist für mich keine Option, gerade angesichts der Tatsache, dass Beziehungen heutzutage schnell zerbrechen, wnn eine Kleinigkeit nicht stimmt. Per Online ist der vermeintlich nächste Partner ja schnell erreichbar. Mein soziales Umfeld ist für mich wichtiger als eine flüchtige Affäre.

Was ist wenn Eure neue Liebe vom Massengeschmack abweicht?
Das hat mit dem "Massengeschmack" nichts zu tun - was immer das sein mag. Es geht um mich, meine Integration und seine Integrierbarkeit in mein soziales Umfeld - ebenso meine Integration in sein Umfeld.
Es befriedigt meine Eitelkeit in keiner Weise mehr, einen merkwürdigen Sonderling aufzutun und mich damit toll zu finden, so einen außergewöhnlichen Partner zu haben. Das war mit 20 interessant, danach wurde es zunehmend peinlich.
 
  • #16
Traust Du dir nicht, wenn Du nach dem Mitspracherecht anderer bei deinem Glück fragst? Wäre die Anerkennung des Umfelds wichtiger, als das Bekennen zur eigenen Überzeugung? Wie wichtig ist dir der „schöne Schein“?

Wenn Du verliebt bist, würdest Du an dieser Liebe zweifeln, wenn ein Anderer sagt: „Die passt nicht zu dir“? Würdest Du dich verlieben wenn dir eine Frau vorgestellt wird, von der ein Anderer meint: „Ihr wärt ein schönes Paar“? So verstehe ich deine Frage und frage mich: Wie definierst Du Liebe, die von Herzen kommt? Und weil deine Frage darum geht, ob Liebe vom Massengeschmack abweichen darf: Was ist Massengeschmack?

Wenn die Masse sagt: „Suche dir eine Frau die keinen Stress macht und keine eigenen Bedürfnisse anmeldet. Es ist besser wenn Du gebildeter bist, dann wird sie zu dir aufschauen und Du brauchst nicht viel tun um ihr zu imponieren. Sieh zu, dass Du eine Abhängigkeit herstellst, dann wird sie sich gut überlegen was sie sagt und tut. Würge jede Diskussion ab, dann sagst Du nichts falsches und sie ist mit dem Entschlüsseln deines Schweigens beschäftigt, statt auf dumme Gedanken zu kommen. Wenn sie gut aussieht wirst Du beneidet, weil Du sie bekommen hast. Du musst sie nicht lieben, sonst riskierst Du Kummer, wenn es doch nicht passt. Würdest Du diesem Rat folgen, um als gleichwertiges Mitglied des Umfelds zu gelten?

Nur darum geht es. Du könntest dich unter Gleichgesinnten trösten, weil Du der Masse gefolgt bist oder den Weg gehen der dir entspricht und den Anderen die lange Nase zeigen. Das hätte zur Folge, dass hinter allem was Du tust, Du alleine stehst. Dich nicht ärgerst wenn Du nicht glücklich wurdest, wo doch der Bruder meinte, dass ihr so ein schönes Paar wärt. Du auch nicht verunsichert wärst weil ein anderer recht hatte, dass das mit euch nicht gutgehen kann. Es wäre nur so, dass jede dieser Entscheidungen dann Du gefällt hättest und Du alleine dafür verantwortlich wärst. Wie ein erwachsener Mensch der sich Kommentare anderer anhört, überlegt, ob da was dran sein könnte, die letzte Entscheidung jedoch aus persönlicher Überzeugung trifft.

Das trauen sich zu wenige und damit würdest Du dich wohltuend von der Masse abheben, die dich dann mehrheitlich beneidet. Das wiederum sagen sie dir dann nicht.
 
  • #17
Ich sehe die Frage liberaler.
Eine Freundin von mir heiratete einen Mann, den wirklich jeder, inkl. ich, miserabel fand. Er war ein Angeber, Aufschneider und Blender.

Sie war verliebt und ließ sich nicht beirren.
Nach dem ersten Kind, sie war bei der Heirat schon schwanger, kam auch ihr die Klarsicht, er kümmerte sich nur um sein Ego, ging alleine wie ein Single auf Tour, betrog sie irgendwann, er sei kein Familientyp und die langwierige Trennung folgte.
Er zahlte auch nie Unterhalt, es war ein Behördenkrieg - der Horror.

Heute sagt sie noch, hätte ich damals mehr auf meinen Verstand hören sollen.

Will sagen, die Meinungen Dritter sind mir nicht unwichtig, denn ein Dritter sieht eine Sache vom realen Standpunkt aus, ein Verliebter sieht nur rosarot.

Sicherlich entscheidet man am Ende selbst - aber man sollte immer alle Erwägungen miteinbeziehen und nicht nur die eigene subjektive Sichtweise, denn es gibt noch ein objektiv.
 
  • #18
Noch was - andere Story.
Von dritter Seite wurde mir auch mal ein Mann "ans Herz gelegt", der mir persönlich nicht abhing.

Alle Bekannten schwärmten von seinen guten Seiten, wir wären das sogenannte super Paar. Diverse Einladungen zu Freunden folgten, ich sagte ab, eine Bekannte riet mir sogar, es mal zu versuchen, immerhin sei ich ja nicht mehr die Jüngste......den Satz kenne ich mittlerweile - er langweilt.
Gerade dann stelle ich die Ohren auf Durchzug.

Kurz und gut am Ende rief besagte Mann auch bei mir an und frage um ein Date zu zweit. Natürlich folgte ein nein. Die Sache zog sich hin, weil....diese Freunde....es nicht fassen konnten....er und ich wär doch schön gewesen....ich blieb stur.

Ende Gelände. Ich wollte nicht, die Sache verlief sich zum Glück.
Jahre später erfuhr ich, er sei beruflich gescheitert, wohne wieder bei seiner Mutter und hätte ein Alkoholproblem.

Tchja, da war mein Bauchgefühl von Anfang an richtig - egal was alle Freunde auch meinten.
 
  • #19
Interessant, dass sich - zumindest von den Forenteilnehmern - kaum jemand durch sein Umfeld beeinflussen lässt. Oder zumindest: es zugibt.

Besonders die Männer... Männer achten doch immer darauf, welchen Ruf eine Frau hat bzw. wie sie von der Umgebung wahrgenommen wird. Macht ihr das denn wirklich so unbewusst?

Wir könnten mal ein Experiment machen - eine attraktive Frau geht an Statisten vorbei, die sie abfällig behandeln. Dann wird der unwissende, aber beobachtende Proband zur Einschätzung der Attraktivität gebeten. Als zweite geht eine weniger attraktive, welche von allen Männern begeisterte Komplimente erhält. Wie glaubt ihr, schätzt der Proband nun die Attraktivität dieser Frau ein?

Ich sage euch was, die Zweite gewinnt. Männer wollen immer die Frau, die alle haben wollen. Die andere kann sich noch so bemühen - Männer brauchen die Konkurrenz...

DIE Männer!? Aha. Was für ein Unsinn! Die Wette, wenn, würdest Du in meinem Fall verlieren.

Hallo FS,

Deine Frage erinnert mich eher an die Sache mit dem Ei und dem Huhn.

So mag ich es mal salomonisch formulieren:
Ich habe mir meine Freunde und Freundinnen ausgesucht und tue dies auch bei (m)einer Partnerin. Warum sollte bei beidem etwas unverträgliches Unterschiedliches herauskommen? Da ich der Entscheidungsträger bin, habe ich mir bisher immer jemand jeweils Passenden ausgesucht und gefunden. Wenn nicht habe ich mich von ersteren oder zweiter über kurz oder lang getrennt, aber nur wegen mir.

Ich lasse nur Menschen in mein persönliches Umfeld, die mir gut tun, auch und gerade mit einer konstruktiv kritischen Meinung und diese scheinen bisher immer passend gewesen zu sein, weil ich es bin.
 
  • #20
Ich dachte auch immer dass mir die Meinung anderer nicht wichtig ist, aber dann hatte ich so ein Erlebnis....

Damals hatte ich einen Freund, der aus Isreal kam und schon einige Jahre hier in Deutschlang gelebt hat. Wirklich ein lieber, guter Mann.

Ich war so glücklich dass ich irgendwann natürlich auch meiner Familie von ihm erzählte. Erst waren sie interessiert, aber als dann (auf Grund seines Namens) herauskam, dass er aus Israel kommt, tratt dann betretenes Schweigen am Tisch ein und ich konnte förmlich sehen, wie bei meiner Mutter ein Vorhang zufiel.

Obwohl ich damals schon mit 17 von zuhause ausgezogen bin, immer alles allein gewuppt habe und ohne Rat meiner Eltern immer alle wichtigen Entscheidungen allein getroffen habe, hat mich diese Verhalten so tief verletzt, das kann ich gar nicht sagen.

Ich blieb natürlich trotzdem mit ihm zusammen und wir hatten eine schöne Zeit. Es hat dann aus anderen Gründen nicht geklappt.

Aber was ich sagen möchte ist, dass es schwer verletztend kann, wenn die Freunde oder die Familie jemanden ablehnen, den man so gerne hat. Dann beeinflusst es einen irgendwie doch.

w (27)
 
G

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  • #21
Ich lebe nach der Devise: wieder mehr auf die eigene Meinung/Geschmack vertrauen, als auf fremde Geschmäcker. Denn sonst verliert man sich irgendwann selbst, wird handlungsunfähgig, wie gelähmt, weil man ja kein Selbstvertrauen mehr in sein eigenes Tun hat!

Oder hälst du den Geschmack der anderen für wichtiger/besser, als deinen eigenen?
 
  • #22
Ich finde eure Erfahrungen sehr interessant und beteilige mich somit auch daran.

Als ich noch jung und unerfahren war, hatte mich die Meinung anderer über meine Bekanntschaften oder weitergedacht, Beziehungspartnerinnen nicht interessiert. Dazu muß man zum besseren Verständnis sagen, daß der von mir bevorzugte Frauentyp androgyn strukturiert ist. Mit Frauen, die man wie eine chinesische Vase handhaben muß und sich für das Wichtigste überhaupt halten, kann ich nichts anfangen. Da dieser androgyne Frauentyp sehr suspekt erscheint, bedarf es sehr viel Erfahrung und Menschenkenntnis, die ich alleine nicht haben kann. Somit ist es aus heutiger Sicht hilfreich, sich auch die Meinung anderer, die mich sehr gut kennen, anzuhören.

Ich war gut fünf Jahre mit einer Frau, die zwar meinem Schönheitsideal entsprach, zusammen. Die Hälfte dieser Zeit verbrachte sie in psychotherapeutischen und psychiatrischen Behandlungen (z. T. stationär). Es stellte sich dabei heraus, daß es sich hier um eine Psychopatin, Kontrollfreak und Blutsaugerin handelte. Ihre Liebe zu mir war nicht mehr normal. Das wurde mir von Außenstehenden von Anfang an gesagt und bin somit vorsichtshalber auf Distanz gegangen. Ich hatte sie sehr geliebt, aber mit sowas kommt man im Alltag nicht mehr zurecht. Hinterher drehte sie alles um. Drängte dennoch auf eine Freundschaft, von der ich dann Abstand nahm, da man sie schlicht nicht mehr ernstnehmen konnte. Zum Schluß war ich aus ihrer Sicht der "Psychopath" und was sonst noch alles.

Es ist also ganz gut, sich die Meinungen anderer anzuhören. Was man daraus macht, muß man natürlich selbst entscheiden. Mit zunehmender Erfahrung höre ich auch auf die Einschätzungen meiner Vertrauten und werde sie ihnen entsprechendes Gewicht verleihen.
 
  • #23
Besonders die Männer... Männer achten doch immer darauf, welchen Ruf eine Frau hat bzw. wie sie von der Umgebung wahrgenommen wird. Macht ihr das denn wirklich so unbewusst?

Es spielt keine Rolle, ob meine Frau anderen Menschen gefällt. Sie muss mir gefallen. Manche Bekannte habe furchtbare Schreckschrauben als Freundinnen, die ich nicht anfassen würde. Solange die Männer glücklich sind, ist doch alles in Ordnung. Das ist doch nicht mein Bier.

Ein Mann muss zu sich selbst und seiner tiefsten Wahrheit stehen. Ich achte auf den Ruf einer Frau, damit ich nicht Gefahr laufe mit einer Frau anzubandeln und Kinder zu kriegen, die einen unsteten Lebenswandel hat.
 
  • #24
Es spielt keine Rolle, ob meine Frau anderen Menschen gefällt. Sie muss mir gefallen. Manche Bekannte habe furchtbare Schreckschrauben als Freundinnen, die ich nicht anfassen würde. Solange die Männer glücklich sind, ist doch alles in Ordnung. Das ist doch nicht mein Bier.

Ein Mann muss zu sich selbst und seiner tiefsten Wahrheit stehen. Ich achte auf den Ruf einer Frau, damit ich nicht Gefahr laufe mit einer Frau anzubandeln und Kinder zu kriegen, die einen unsteten Lebenswandel hat.

Als Frau achte ich allerdings genau so auf den "Ruf" eines Mannes, deshalb plädiere ich persönlich auf längere Kennlernphase, denn ich möchte nicht an einen promisken Mann geraten, der "stadtbekannt" ist.

Also Männer, mit "viel Vergangenheit", haben bei Frauen mit Stil und Klasse ohnehin keinen Schlag. Sie bleiben aber meist ohnehin "unter sich".
 
  • #25
Als ob Frauen nicht auf den Ruf eines Mannes achten würden bzw. darauf, wie er in der Umgebung wahrgenommen wird. Allein schon sein Job und der damit verbundene Status ist vielen sooo wichtig, damit sie z.B. sagen können "Mein Mann ist Arzt", "Mein Mann ist Abteilungsleiter bei Porsche/Bosch/BMW/... ". Und sein Auto ist natürlich auch sehr bedeutend für die Außenwirkung.
 
  • #26
Wenn ich ehrlich bin.... ja, ich bin beeinflussbar. Aber nur heimlich.
Wenn ich einen Mann kennen lerne, kommen mir schon Gedanken, wie der oder jener ihn wohl finden würde. Es ärgert mich.

Wenn ich verliebt bin, ist mir das nur noch halb so wichtig. Dann rede ich mir ein, die anderen müssen ihn nur kennen lernen, dann verstehen sie mich ;-)

Es ist im Übrigen überhaupt nicht so, dass irgendjemand ungefragt seine Meinung abgibt :)
 
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  • #27
Allein schon sein Job und der damit verbundene Status ist vielen sooo wichtig, damit sie z.B. sagen können "Mein Mann ist Arzt", "Mein Mann ist Abteilungsleiter bei Porsche/Bosch/BMW/... ". Und sein Auto ist natürlich auch sehr bedeutend für die Außenwirkung.
Wer das als Beziehungsgrund nimmt, muss halt sehen, wie weit er kommt.
Mir ist es wirklich egal, was andere sagen. Was soll ich mit nem Aushängeschildmann, der den Kittel mit seinem Namensschild anlassen und dabei mit seinem Autoschlüssel klappern muss, damit er mich anmacht, was sowieso nicht funktioniert aufgrund dieser Utensilien. (Kittel wäre vielleicht noch ne Idee, aber nur, wenn der Mann für mich auch ohne extrem sexy ist =) )
 
G

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  • #28
Freunde sucht man sich aus. Heisst, ich wähle einen grossen Teil meines sozialen Umfeldes. Diese Menschen passen aufgrund ähnlicher Wertebilder und Interessen zu mir, warum sollte ein Mann, den ich ja ebenfalls selbst wähle da auf grundlegende Ablehnung stoßen. Passierte so noch nie. In der Familie ist es vergleichbar unkompliziert. Manchmal verliebte ich mich auch in Extremfällen, Männer die überhaupt nicht zu mir passten. Ich lebte diese Verliebtheit aus mit dem Wissen, es handelt sich dabei um eine Phase, welche ich wieder beenden werden. Diese Kurtzzeitpartner gliederte ich nie in mein persönliches Umfeld ein. Folglich spielten Meinungen Dritter auch in diesen Fällen keine Rolle.
 
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