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Gast

  • #1

Baby-Boom im Freundeskreis und nun?

Was macht ihr, wenn ihr von lauter künftigen Müttern umgeben seid, die Chance bei euch auf ein Baby aber gegen Null tendiert, da z.B, Ende 30, kein fruchtbarer "Jüngling" in Sicht, der sich sofort mit euch paaren möchte?

Eigentlich war bis jetzt mit den Freundinnen alles auf Augenhöhe, doch nun gibt es diesen Gap, wie geht ihr damit um?

Danke für konstruktive Nachrichten von Betroffenen.
 
  • #2
Bleib mal ganz ruhig und warte ab, was die Freundinnen erzählen, wenn sie Mütter geworden sind. Dann siehst du die Sache vielleicht entspannter und vielleicht bist du dann sogar ganz froh, kein Kind zu haben.

Durch ein Kind ändert sich alles, auch die partnerschaftliche Beziehung. Und wieviele Paare gibt es, wo er während oder nach der Schwangerschaft fremd gegangen ist, sich zurückgesetzt gefühlt hat, genervt vom Schlafmangel war oder sich bald herausstellte, dass er der Verantwortung gar nicht gewachsen war und die Frau verlassen hat. Bedenke das doch auch mal, dann hast du vielleicht nicht mehr so eine Panik.
 
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Gast

  • #3
Liebe FS,
Das habe ich auch mitgemacht. Das Leben der Freundinnen ist durch das Kind bestimmt - es gibt nach kurzer Zeit kein anderes Thema mehr für sie, weil es das Wichtigste für sie ist. Demzufolge haben sie dann aus Schwangerschaftsgymnastik, Kita usw. neue Freunde, die gleiche Interessen haben. Das ist auch OK. Du wirst Dich nach Menschen umsehen müssen, die einen vergleichbaren Lebensstil haben wie Du, sonst bist Du irgendwann nur noch gefrustet über die vielen kurzfristigen Absagen, die folgen. Lass' die Bande lockerer werden und kümmere Dich um Deine Bedürfnisse.
Ich habe damals viel Zeit verschwendet, mich wirklich viel um die Kids gekümmert und wurde, als der Nachwuchs keine Ausflugsbegleitung mehr brauchte trotzdem ausgemustert, weil der Rest nicht passte. Keinen Partner zu haben, heisst, ich wurde als Haifisch im Goldfischglas eingestuft - Dauerverdacht, ein potenzieller Männerraeuber zu sein. Das war nicht schön, nicht gerechtfertigt und hat mich sehr verletzt. Letztere Erfahrung mache ich auch als Allein reisende.
 
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Gast

  • #4
Willst Du denn selber überhaupt ein Kind ?
Oder geht es Dir primär darum in Zukunft nicht so alleine zu sein, weil Deine Freundinnen alle in der Krabbelgruppe oder beim Babyschwimmen sind, wo Du dann eher "stören" würdest ?

Nur ein Kind kriegen, weil die anderen auch eins haben, fände ich dem Kind und dem zukünftigen Partner gegenüber nicht fair.

Ich denke die Kontakte zu Deinen Freundinnen werden abnehmen und Du solltest Dir zusätzlich ein paar neue, kinderlose Freundinnen suchen.
 
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Gast

  • #5
Ja, das ist ein Augenöffner. Danke an den Freundeskreis, denn nun weiss ich, dass ich keine Kinder will. Ich freue mich natürlich für meine Freunde, aber für mich ist es nichts.
 
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Gast

  • #6
Ging und geht mir auch so seit Jahren. Was Nr 2 schreibt finde ich wichtig: was willst du? Kinder? Wenn ja- Ist whs das groesste Problem, dass du auf der suche bist und niemanden hast, mit dem fu gerne Kinder hättest. das hat aber ja eigentlich nichts mit den anderen zu tun.


Wenn nein würde ich es nicht ganz so krass formulieren- akzeptiere, dass es sich mit den Kontakten ändert. bei denen, die dir wichtig sind und von denen du weißt, dass du auch ihnen sehr wichtig bleiben wirst.halte den Kontakt- sie werden sich anders aber weiterhin um dich bemühen. Bei allen anderen: genieße es, wenn du sie siehst, investiere nicht zu viel und sei nicht enttäuscht.

Ich persönlich habe mich gut arrangieren können- keine Enttäuschungen. Eher Freude wenn sich jemand mehr meldet als erwartet. Und ich mache mein leben (generell) nicht abhängig von anderen sondern plane mehr Freizeitaktivitäten so, dass ich mich wohl fühle. Mal mit Freunden mit Kindern mal ohne Kinder und mal ganz alleine!

W,35
 
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Gast

  • #7
Wenn es sich bei deinen Freundinnen nicht um hardcore-Mütter handeln sollte, wird eurer Verhältnis zueinander nicht zwangsläufig leiden müssen. Eine Freundin von mir hat letztes Jahr auch ein Kind bekommen, aber ihr Freundeskreis ist nach wie vor gleich aufgestellt. Sie geht zwar auch zum Babyschwimmen und den ganzen anderen Treffen, findet die Frauen dort aber alle zu langweilig.
Also mach dir mal nicht so große Sorgen. Das wird schon.

Worauf du dich gegebenenfalls einstellen musst ist, dass deine Freundinnen weniger Zeit für dich haben werden. So ein Baby stresst doch am Anfang ganz schön und in Deutschland trägt heutzutage ja immer noch die Frau die Hauptlast und Verantwortung für die Kindererziehung.
 
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Gast

  • #8
Ich bin erst 30 und habe auch so langsam den Kinderwunsch, aber kein passenden Mann dazu. Ich hoffe, dass dies sich ergibt, weil meine Freundinnen alle schon festen Freund und bereits ein Baby haben, oder fest einplanen.
 
  • #9
Eine Frau (30, guter Beruf + Verdienst, Single) erlebte, daß ihre Freundinnen nach und nach Kinder bekamen.
Also wollte sie plötzlich auch ein Kind.

Angelte sich einen jungen Mann als unfreiwilligen Samenspender -> bekam ihr Kind -> alleinerz. Mutter.
Sie scheint mir aber damit nicht so glücklich, wie sie sich das vorgestellt hat ?

Es ist ein Unterschied, ob man die Kinder relativ kurz bei der Freundin sieht,
oder ob man sich jeden Tag und ggf. Nacht um sie kümmern muß.

Außerdem erlebt man es viel schöner und intensiver, wenn man als Frau einen Partner/in an seiner Seite hat. Und bekommt dadurch m.E. auch eine bessere Beziehung zum Kind.

Kinder machen ist einfach. Kinder gebären ist schon eine große Leistung.
Und sie groß ziehen, dazu gehören Leute die Kinder lieben, und das zwanzig Jahre lang mitmachen. Anfangs klingt diese Zahl als seehr lang. Aber mit der Zeit verfliegt sie immer schneller. Man sollte jede Phase intensiv miterleben. Und die gemeinsame Zeit nutzen, soweit möglich.
Bevor sie in die Schule kommen, und der Alltag reglementierter wird. (z.B. Weltreise contra Schulpflicht - sehr schwierig)
Aber auch der Kindergarten oder Kita ist für ein Kind gut. Es lernt und entwickelt sich auch dort viel.

Also entweder belässt man es beim Kinder besuchen von anderen Müttern.
Oder man sucht + findet den passenden Partner für eine eigene Familiengründung.
 
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Gast

  • #10
Diesen Boom konnte ich bei 5 meiner Freundinnen bzw. engsten Bekannten auch in den letzten 1 1/2 Jahren beobachten...

Alle zwischen 29 und 32. Ich gehöre auch in diese Kategorie - allerdings Single und kinderlos. Ich hatte auch immer einen Kinderwunsch mit meinen letzten Partnern aber auch immer das Gefühl nicht den RICHTIGEN dafür zu haben oder zu unreif zu sein. Ohne Partner ist dieser Wunsch plötzlich wie weggewischt und wenn ich sehe wie die Damen (ich mag sie wirklich alle von Herzen) zu Ihren Kindern bzw. Schwangerschaften gekommen sind gruselt es mich ein wenig. Es waren wirklich nur 1-2 Paare dabei wo der Partner auch wirklich 100% hinter dieser Entscheidung stand und sich auch jetzt total fürsorglich und liebevoll kümmert. Bei den "Unfällen" und "hopplas wie konnte das passieren" entziehen sich meiner Ansicht nach die Väter alle der Verantwortung (Arbeit, Stress, etc.) und meine Freundinnen beschweren sich das er sich nicht ums Kind kümmert.

Nee, also ganz ehrlich dann bin ich lieber bei Bedarf ein paar Stunden "Sonnenschein-Tante" und wenn bei mir irgendwann der RICHTIGE kommt und mit ihm auch der Kinderwunsch wieder, dann sehen wir weiter...

w/29
 
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Gast

  • #11
Hier noch mal Gast #7

Diesen Boom konnte ich bei 5 meiner Freundinnen bzw. engsten Bekannten auch in den letzten 1 1/2 Jahren beobachten...

... Nee, also ganz ehrlich dann bin ich lieber bei Bedarf ein paar Stunden "Sonnenschein-Tante" und wenn bei mir irgendwann der RICHTIGE kommt und mit ihm auch der Kinderwunsch wieder, dann sehen wir weiter...

w/29
Kann ich nur zustimmen. Mein Bruder hat auch zwei kleine Jungs und da kann ich auch mal Tante sein. Das wieder Abgeben ist als Single dann aber auch mal ganz entspannend, weil man weiß, dass es eben nicht ein 24h "Job" ist. Ich bevorzuge es NOCH ohne Kind zu sein, denn lieber hätte ich schon den passenden Partner dazu.
 
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Gast

  • #12
Bei mir, w36, haben letztes Jahr drei Freundinnen auf einmal Kinder bekommen. Ich wusste gar nicht, wie mir geschieht... Doch die Befürchtungen bestätigten sich nicht. In gewisser Weise bin ich ihnen sogar näher gekommen als vorher. Sie nehmen großen Anteil an meinem Singleleben und was sich so tut an der Männerfront, trösten mich, sind für mich da. Das finde ich toll! Von einem Kind bin ich Patentante, unsere Freundschaft aus Kindertagen hat dadurch endgültig einen familiären Anstrich bekommen. Die Mädels wollen gar nicht nur über Windeln erzählen, sie sind froh, dass ich aus der "anderen Welt" berichte. Ich interessiere mich nach meinen Möglichkeiten auch für ihre Welt. So kann es auch gehen, also nicht verzweifeln.