G

Gast

  • #1

Außereheliche Beziehung - welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?

Ich lebe seit 4 Jahren getrennt, lebe 30 km in eigener Wohnung, bin aber noch verheiratet. Eine Vereinbarung, weil ich knapp 20 Jahre als Hausfrau 3 Kinder groß gezogen habe.
Zum Nochmann ist das Verhältnis akzeptabel, auf einer rationalen funktioniert die Verständigung.
Die Phasen der Trennung verlief bereits Jahre vorher mit getrenntem Schlafen etc.
Den Stein ins Rollen brachte dann der Mann, den ich kennenlernte und seit den 4 Jahren liebe.
Auch er, ebenfalls noch verheiratet, was für mich plausible Gründe hat ( Firma, 2 kranke Kinder), zog aus, als es z.Hause bekannt wurde, in eigene Wohnung.
Für mich stand diese Entscheidung immer fest und es gibt für mich keinen Weg zurück.
Ihn plagte das schlechte Gewissen, und zog wieder in sein Haus zurück zu seiner Familie, aber mit getrennten Schlafzimmern. Unser Konakt blieb bestehen, es ging von ihm aus. Mal intensiver, mal zog er sich zurück. Seine Rückkehr hielt nur 7 Monate, bis er erneut auszog und für 3 Monate bei mir lebte.
Es war eine schöne Zeit, die fast hätte Normalität werden können.
Doch ich wollte mehr - keine Schattenfrau vor seiner Familie sein.( Seine Kinder und Familie gehen davon aus, daß wir getrennt sind) Seine Nochfrau manipuliert ihn, -sie weiß, daß wir uns sehen und eine Beziehung haben. Er unterhält sie bis heute, sie lebt in seinem Haus.
Er nahm Abstand von mir - zog in sein Büro und lebt seit da an dort.
Wir unternehmen viel, helfen uns, wo es geht,reisen ab und an zusammen, auch zu und mit Freunden, sehen uns oft, ab und an übernachtet er bei mir. Jeden Abend telefonieren wir zur Nacht. Meine Kinder kennen ihn, ich gehe offen damit um, weil er eben mein Partner ist. Für ihn ist das nicht so einfach, was mir in seiner Familie den Touch einer Schattenfrau verleiht - in meinem Gefühl.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Wie lange hat es gedauert?
Hattet ihr gemeinsame Zukunft?

Ich freue mich über jeden Beitrag, sowohl von Frauen als auch Männer.
Aber bitte keine Moralapostel und Verurteilungen, ich wünsche mir eine faire Diskussion.

w 47
 
G

Gast

  • #2
Hallo Fsin, dass ihr beide jeweils noch verheiratet seid mit euren "alten" Partnern ist eine Sache, die ich nicht zu be- oder verurteilen habe.
Dein Partner hat offensichtlich noch große Probleme damit, sich endgültig von seiner Frau und den kranken? Kindern zu trennen. Er hat seine Gründe, schlechtes Gewissen oder sonstiges.
Aber was ist mit Dir? Es geht ja nun um Dich.
Du solltest es einschätzen können, ob Du mit diesem Mann tatsächlich eine Zukunft hast.
Ich will nicht in Frage stellen, ob er Dich liebt. Sicher wird er Dich lieben, aber er scheint ein großes Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Kindern (nachvollziehbar) zu haben und auch seiner Nochfrau gegenüber oder hat er gar noch Gefühle im Sinne von Liebe zu ihr?
Grundsätzlich ist die ganze Situation für komplett ALLE Beteiligten äußerst schlecht, fragwürdig und nicht sozial. Er verlässt die Familie und er geht wieder zurück und verlässt wieder die Familie.Das ist absolut verantwortungslos den unschuldigen Kindern gegenüber. Was macht er da mit denen? Was mutet er, zusammen mit seiner Nochfrau, den Kindern zu?
Aber meine Frage an Dich ist, willst Du ihm immer wieder Asyl gewähren, wenn er dann doch wieder keine Lust mehr hat auf seine Ex-Familie? Du bist für ihn der Fels in der Brandung. Du bist immer da, egal was er tut, das ist schön und gut für ihn, aber für Dich?
Ja, Du bist sowas wie die Schattenfrau und er zeigt Dir, dass er nicht bereit ist, sich konkret zu entscheiden - für die Ex-Familie, für Dich oder für was komplett anderes.
Du bist standby, mitten drin in seiner Entscheidungsunfähigkeit.
Ich hätte damit größte Probleme, ich könnte das nicht, weil ich mich letzten Endes nicht genügend geliebt fühlen würde. Ich frage mich, wie Du es zulassen, ertragen kannst, dass er Dich so schlecht behandelt. Ist es denn für Dich keine Demütigung, dass er so am Schwanken immer wieder ist und sogar wieder ins eheliche Haus einzieht und ein auf Familie macht?
Ich weiß nicht wie dieser Mann tickt, aber Du gibst Dich, Deine Lebenszeit wirklich her für einen Menschen, der mit Dir so umspringt, wie es ihm gerade in den Sinn kommt.
Ich möchte Dir gerne einen Rat/Tipp geben:
Mach eine klare Ansage, dass Du Dich trennst, wenn er mit dem Hin und Her nicht aufhört.Er soll sich entscheiden (mit Zeitpunkt, viell. in einer Woche oder so.).
Ihr habt mit Sicherheit schon x-mal über Eure Probleme und Eure Situation gesprochen, deshalb sag ihm, dass Du über nichts mehr reden brauchst, Du willst nur ein glasklares Ja oder Nein für Dich, sonst nichts.
Ich kann Dir nur raten, damit ganz schnell aufzuhören, Dich so behandeln zu lassen. Das ist keine wirklcihe Liebe, denn Liebe bedeutet auch Wertschätzung und er mutet Dir unglaublich viel zu und sein Hin und Her zeigt für Dich in absolut keinster Weise Wertschätzung.
Denk auch dran, Du bist keine 30 mehr, schöner wirst Du auch nicht.
w/47
 
G

Gast

  • #3
hier die FS.

Danke für den ehrlichen Gedankenansatz.
In manchem hast Du Recht.
Das wir beide noch verheiratet sind, hat unterschiedliche, für manche sicher nicht nachvollziehbare Gründe.
Die klare Trennung, die ich mit eigener Wohnung und Offenheit meinen erwachsenen Kindern gegenüber zeige, hat er nicht.

Ob ich mit ihm eine Zukunft habe, ist meine Frage, die mich ebenfalls beschäftigt.

Ohne Frage ist sein Verantwortungsgefühl gegenüber seinen Kindern sehr hoch, um Lust ging es ihm sicher nicht, ein und wieder auszuziehen. Die Situation war für alle wohl nicht erträglich, und wie er sagte, hatte es nicht funktioniert. Auch das Kind (18) wollte es nicht, die Nochfrau wollte es nicht...
Ja, ich weiß nicht ,was ich bin, stand by sicherlich, Schattenfrau für die Familie und Freunde, die es aus der gemeinsamen Ehezeit gab. wobei alle, wissen, daß es mich einmal gab/ gibt.
Seine Freunde kennen und schätzen mich.
Und ja, ich bin immer da für ihn. Er aber auch für mich.
Manchmal übernachtet er bei mir - ich würde es im Gegenzug gerne auch mal bei ihm, dort wo er schläft, ist es ihm nicht möglich... Zu seiner Familie wird er nicht mehr zurückkehren. Das eine Kind macht Abi - trotz Krankheit, das andere Kind(16) lebt in einer Behinderteneinrichtrung.
Seine Nochfrau und die kranke Tochter sind der Spielball. Sie geben vor...alles so zu belassen.
Entscheidet er sich für mich, wendet sich Tochter ab, das kann er nicht verkraften.
Diese Entscheidungsunfähigkeit ließ mich immer wieder demütigen.

Deinen Tip mit der klaren Ansage, habe ich versucht. Ich stellte ihn vor die Wahl und gab eine Bedenkzeit. Wir drehten uns im Kreis, und fanden doch immer wieder zueinander.
Sicherlich liegt esw auch an mir, ich bin nicht konzequent, weil ich ihn sehr Liebe und an uns geglaubt habe. Diese Liebe hat die Jahre mit ihren schweren Zeiten für mich aushalten lassen.
Aber auch für ihn waren es schwere Zeiten.
Nur ist es ebenso er agiert mehr -ich reagiere.
Meine innere Frage stellt sich mir: ist es dieser Mann wert, daß ich in 2. Reihe stehe?
Ich denke jein.
Ich bin eigentlich eine selbstbewußte Frau, habe 3 wundervolle erwachsene Kinder, einen schönen, wenngleich aufreibenden Beruf.
Diese IN/OFF Beziehung hat Spuren auf meiner Seele hinterlassen, aber auch für ihn.
Wir sind beide mitunter emotional.
Aber ich denke, die entscheidung muß ich treffen, dann hat er die Möglichkeit Konzequenzen zu ziehen.

Es ist so unsagbar schwer, und mir noch nie zuvor passiert, daß ich so zerrissen war, zwischen Kopf und Bauchgefühl. Für mich ist es dieser Mann wert, zu kämpfen, aber nicht bis zur Selbstaufgabe.

Doch weiß ich, daß ein Mann Jäger sein muß....

w47
 
G

Gast

  • #4
Liebe FS, ich nochmal #1: Das ist eine heftige Sache. Ich kann Dich sehr sehr gut verstehen - Deine Zerrissenheit. Es ist natürlich für ihn eine extrem harte Sache, dass letztendlich die 18-jährige Tochter ihn so dermaßen unter Druck setzt sich zwischen ihr und Dir zu entscheiden. Es wird kaum einen Vater geben, dem das einfach fallen könnte. Ich finde es bedauerlich, dass die Mutter der Tochter da nicht interveniert im positiven Sinne - sie könnte zwischen beiden vermitteln, denn für die Tochter kann es doch auch nicht schön und positiv sein, keine guten Gefühle machen, den Vater unter Druck zu setzen. Was verliert sie denn? Rein gar nichts. Sie ist die Tochter und wird es immer bleiben und Du kannst niemals ihren Platz einnehmen, weil Du die Partnerin und eben keine Tochter bist. Die Tochter ist also krank - hmh, ich frage mich grade welche Krankheit das Mädchen mit 18, das gerade Abi macht, hat?!?
Auf jeden Fall scheint sie extrem eifersüchtig zu sein oder aber sie geht in Solidarität mit ihrer Mutter. Ich weiß ja nicht, wie und warum die Ehe zerbrochen ist - warst vielleicht Du der Grund? Das könnte dann eben der Grund sein, dass die Tochter so einen Hass hat und ihren Vater so dermaßen manipuliert und unter Druck setzt.
Du siehst es ja selbst ganz richtig: nur Du selbst kannst eine Entscheidung treffen - bleibst Du bei ihm mit allem Theater drumherum oder nicht. Es ist Deine Entscheidung. Du bist für Dich selbst verantwortlich und wenn Du ihn verlässt, dann nicht, weil Du ihn nicht liebst, sondern weil Du Dich für Dich selbst entschieden hast, für Dein Wohlergehen.
Ihr könnt vielleicht auch einfach warten, die Tochter ist 18 und geht bald ihre eigenen Wege.
Auf jeden Fall scheint bei ihr etwas schlimm im Argen zu sein, warum sonst reagiert sie so?! Vielleicht könnt ihr, er, das klären?!
Ich wünsche Dir wirklich alles Gute, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst, eine Entscheidung, die Du tragen kannst. Hör vielleicht auch mal genau hin, was Dein Bauch Dir spontan sagt.
Alles Gute.
 
G

Gast

  • #5
hier die FS:
Liebe #1,
zu Deinen Fragen,
die Tochter hat MS, so werden von der Mutter alle negativen Begebenheiten auszublenden versucht. Meiner Ansicht nach ein Vorspielen von falschen Tatsachen, ein Ausblenden der alltäglichen Realität. Und in meinen Augen wird nicht ehrlich den Tatsachen ins Auge gesehen.
Kann so ein junger Mensch mit Verlogenheit groß werden?
Wie und ob sie eigene Wege gehen wird, ist unklar. Sie und die Mutter stehen in Abhägigkeit zueinander.
Es ist grotesk, aber das steht mir nicht zu anzusprechen, denn es ist nicht meine Baustelle.
Und das Leben seiner Tochter ließe er nicht zu, zu kritisieren, er deckt vieles aus Angst, seine Tochter würde sich abwenden und es könnte einen Schub auslösen.
Der Grund derzerbrochenen Ehe war ich nicht, villeicht der Grund, warum er 2x ausgezogen ist und es bis jetzt (das 1.x vor 4 J, das 2.x vor 2J.)
Der Grund ist der behinderte Sohn, es ist vieles, was ich hier so nicht schreiben kann, was an negativer Dynamik in dieser Familie vorherrscht.
ER versuchte eine Linie für sich neu zu finden, den Halt für vieles gebe ich ihm.
Ich habe ihn lange mit seinem behinderten Sohn unterstützt, seit 1 Jahr darf ich ihn nicht mehr sehen, seine Nochfrau verbot es, ohne mit ihm darüber vorher geredet zu haben.
Warscheinlich spiegelte ich ihr Verhalten, weil sie 4 Jahre zuvor fast keinen Kontakt zu ihrem Sohn hatte. Er erzählte manchmal von mir und das wollte sie unterbinden.
Alles ist noch komplexer, villeicht für Außenstehende nicht nachvollziehbar.

Ich liebe ihn auch wegen seiner Fürsorge zu seinen Kindern, für die er fast alles macht.
Im Beruf ist er ein harter Geschäftsmann, mit allen guten Qualitäten, seine Mitarbeiter zu führen.
Und privat kann er keine Konzequenzen ziehen.

Ich selbst schwanke so oft, zu warten, bis die Tochter vielleicht doch noch ihren eigenen Weg geht und auf uns Beide zu warten. Geduld ist etwas, was mir bisweilen nicht leicht fällt.
Oder auf mich zu sehen und alles zu beenden, dann muß es aber radikal sein, sonst zerbrächen wir beide daran.
Erst rückblickend würde ich erkennen, was der richtige Weg wäre.
vielleicht verpaßte ich den Partner, der aufrichtig zu mir steht auch mit gesamter Offenheit?
Spontan sagt mir seit langem mein Bauch: Warte ab und übe Dich in Geduld.

Danke für Dein Gedankenaustausch #1
 
G

Gast

  • #6
Liebe FS, ich verstehe nich so richtig, wie Du Dir das vorstellst-klar bist Du und bleibst Du immer nur eine Schattenfrau, solange Du nicht mit diesem Mann zusammenwohnst und er sich nicht amtlich von seiner Frau scheiden lässt. Genau so, wenn Du dich amtlich von Deinem Mann scheiden lässt. Weder Du sprichst von einer Scheidung von Deinem Ehemann-was ich mir gut vorstellen kann, dass es für Dich finanziell vielleicht viel praktischer ist, Dich niemals amtlich scheiden zu lassen (wg. Rentenzeiten etc.). Ich vermute, dass Du als Mutter von 3 Kindern nicht besonders hohe eigenen Rentenansprüche erwirtschaften konntest, was auch legitim ist. Das gleiche Spiel hat Dein Freund mit seiner Frau. Im Grunde genommen seid ihr beide-Du und er-Schatten einer normalen Beziehung. Ihr handelt auch nach euren finanziellen Interessen-beide strebt keine Scheidung an und Du wunderst Dich dann, wieso Du eine Schattenfrau bist. Oder wie stellst Du dir das vor-dass Du mit ihm zusammenlebst und jeder von euch amtlich mit dem alten Partner verheiratet bleibt-das ist für mich genauso Schattendasein wie jetzt.

Um keine Schattenfrau zu sein, muss ein Mann die Bereitschaft haben, sich amtlich scheiden zu lassen. Alles andere sind bequeme Arrangements für beide Seiten.

Die Hauptfrau bleibt immer die Ehefrau. Die Schattenfrau ist die Nicht-Ehefrau-so einfach ist das. Du sprichst von einer außerehlichen Beziehung (und das ist bestimmt auch in Deinem Sinne, dass Deine Ehe amtlich erhalten bleibt) und wunderst Dich, wieso Du die Schattenfrau bist.

Klar scheut Dein Freund eine Scheidung, da er anschließen finanziell für seine Noch-Ehefrau sorgen muss oder Vermögen aufgeteilt wird. Und ehrlich gesagt, wieso sollte er dies tun, wenn er auch so mit Dir reden, vieles unternehmen und Sex haben kann. Er sieht die Lage praktisch-er will keine finanziellen Einbüßen und Spaß mit Dir haben. Du hast ihm das ermöglicht-warum soll er da noch was andern.

Du hast nur zwei realistische Möglichkeiten-Deinen Schattendasein zu akzeptieren. Oder die Beziehung zu diesem Mann zu beenden.

Die Option, die Du haben möchtest-Hauptfrau sein, ohne Scheidung von seiner Frau, bietet er Dir ja nicht an. Dazu kannst Du ihn nicht zwingen.

Scheinbar ist es ihm nicht so wichtig, dass Du die Hauptfrau bist-sonst wärest Du diese schon längst. Bitte wach auf-zum Hauptfrauwerden reicht es nicht aus, dass Du das möchtest. Das soll er auch möchten und umsetzen.


Ich weiß auch nicht, ob Du neben der Liebe zu diesem Mann auch einen Job hast, der Dich erfüllt. Mir scheint es, dass Du zu stark auf diesen Mann fixiert bist und Dein Leben keinen anderen Lebensinhalt hat. Vielleicht sind Deine Kinder erwachsen, Du hast keinen erfüllenden Job und steigerst Dich ständig in Deine Liebesgeschichte rein.

Sieh die Tatsachen und mach Dir keine falschen Hoffnungen.


w/39
 
G

Gast

  • #7
Und ehrlich gesagt, wieso sollte er dies tun, wenn er auch so mit Dir reden, vieles unternehmen und Sex haben kann. Er sieht die Lage praktisch-er will keine finanziellen Einbüßen und Spaß mit Dir haben. Du hast ihm das ermöglicht-warum soll er da noch was andern.

Ich weiß auch nicht, ob Du neben der Liebe zu diesem Mann auch einen Job hast, der Dich erfüllt. Mir scheint es, dass Du zu stark auf diesen Mann fixiert bist und Dein Leben keinen anderen Lebensinhalt hat. Vielleicht sind Deine Kinder erwachsen, Du hast keinen erfüllenden Job und steigerst Dich ständig in Deine Liebesgeschichte rein.

hier die FS

Deine Gedanken bringen mich zum Nachdenken.
All mein Umfeld weiß von ihm, meine Kinder kennen ihn, wir haben gemeinsame Freunde, wir treten in der Öffentlichkeit auch gemeinsam auf.

Ja wir haben Spaß zusammen, auch Sex, der aber nicht im Vordergrund steht.
Bequem sind unsere beider Situationen nicht. Korrekt ist es für die Gesellschaft nicht, das ist mir klar.
Aber so schwarz-weiß sind unser beider Leben eben nicht. Ich hätte es nie für möglich gehalten mich in derartiger Lage einmal zu sein.
Daß meine Ehe noch juristisch besteht kann und möchte ich hier nicht näher beschreiben, weil es sehr außergewöhnlich ist.
Aber mein Herz hängt nicht daran und es gäbe immer einen Weg - auch wenn die Kindererziehungszeiten meine Rentenansprüche mildern.
Bei ihm geht es um die Zerschlagung seiner Firma, wenn es zu einer Scheidung käme.
Entsprechende Überlegung und Beratungen gab es.
Aber auch dort gäbe es sicher einen Weg, den wir gemeinsam tragen könnten.

Was mich umtreibt, ist unser Alter, wir sind beide nicht mehr jung, um Neues aufzubauen. Mit meinen bald 48 und er 57 bleiben uns wer weiß wieviel Jahre noch??

Und ja, sehr wohl habe ich einen schönen verantwortungsvollenden Beruf, der mich täglich herausfordert u.Zeit in Anspruch nimmt. Ich habe einen wunderbaren Freundeskreis, der ihn auch kennt, mache viel Sport und lebe meine Freizeit bewußt.
Ja, meine Kinder sind erwachsen, u. ich pflege meine Hobbies für mich oder wir zusammen.

Ich fühle nicht, mich hineinzusteigern. Doch unsere Zeit ist endlich.

Und warscheinlich bin ich ihm nicht so wichtig, das kann vielleicht sein, daß es zu einer vollwertigen Beziehung führt.
Wenn im Gegenzug er mich fragte, würde ich mich scheiden lassen, auch wenn mir fast alle davon abrieten. Warscheinlich ist er mir mehr wert...

Nebenfrau - auch mit voller gegenseitiger Exklusivität- zu sein, fühlt sich schal an; wenngleich wir keinerlei Beziehung zu den beiden jeweils anderen Partnern führen.
Wir sind uns seit 4 Jahren treu...
Wäre das nicht der Fall, würde ich alles beenden. So monogam sind wir beide veranlagt.

Warscheinlich habe ich nur die beiden Möglichkeiten, die Du beschriebst.

Ich muß in mich hören, ...

Danke für die rationale Sicht
 
G

Gast

  • #8
Liebe FS, ich bin es noch mal die #5. Ich fand meine Worte im Nachhinein vielleicht ein wenig hart, aber ehrlich. Du steckst in Deiner Situation und kannst natrülich nicht die Sicht von außen haben. Für Dich ist er "Dein Partner". Handelt er aber partnerschaftlich in Bezug auf Dich-ich glaube nicht. Emotional mag es gut mit Euch laufen, daher hast Du das trügerische Gefühl, seine Partnerin zu sein. Aber was bedeutet eine Partnerschaft für Dich und was bedeutet diese für ihn. Bitte sei Dir im klaren, was Du dir wünschst und vorstellst. Und sprich offen und ehrlich mit ihm, ob er sich das Gleiche wünscht und wie ihr beide das umsetzen könnt.

Ich lese aus Deinen Zeilen ziemlichen Leidensdruck heraus. Bitte beobachte Deinen Freund, ob er auch unter der Situation leidet. Leidet er nicht, wird es für ihn wirklich keinen Grund haben, sie zu beenden.

Ich bin paar Jahre jünger als Du und war als Singlefrau/bereits geschieden die Geliebte. Eigentlich war es unterm Strich nicht sehr viel anders als bei Dir, auch wenn Eure Situation deutlich komplexer ist.

Was Euer Alter betrifft-natürlich seid ihr noch jung genug, einen Neuanfang zu wagen. Am Alter scheitert es nicht. Er muss es einfach das Gleiche wollen wie Du und es auch umsetzen. Tut er das nicht, wirst Du ewig in dieser Sackgasse verweilen-voller schönen Stunden, Tage, aber immer alles sehr begrenzt.

Ja, die Männer können oft verdammt rational sein, was Frauen betrifft. Und die Frauen können verdammt emotional sein, was die Männer betrifft.

Ihr sein noch jung für eine neue echte Partnerschaft. Aber nicht mehr jung genug, um davon nur zu träumen und es euch zu wünschen. Handeln ist bei Euch angesagt. Falls ihr nicht in absehbarer Zeit für klare Verhältnisse sorgt, wirst Du ewig die Schattenfrau bleiben.

Ich würde an Deiner Stelle ihm sagen, dass Du unter der derzeitigen Sitaution leidest. Sieh Dir seine Reaktion an-ein Mann, der eine Frau wirklich liebt (und diese nicht nur Ablenkung von seiner unerfüllten Ehe darstellt), möchte nicht, dass diese leidet. Nimmt er Dein Leiden im Kauf, hast Du mit einem Egoisten zu tun und nicht mit einem "Partner".

Ich finde es immer sehr interessant, dass wir Frauen/einige von uns, freiwillig bereit sind, für die Liebe zu leiden. Die Männer sind da anders-wenn sie für die Liebe leiden müssen, können sie das nicht lange. Sie suchen nach Lösungen, sich den Leidensdruck zu entledigen. Nein, für die Liebe muss man heutzutage nicht leiden-muss man das auf Dauer, so läuft irgendwas ziemlich schief.

Ich wünsche Dir viel Glück und dass sich euer Leben so entwickelt, wie es euch beiden gut gefällt. Aber tu Dir selber einen Gefallen-falls Du merkst, dass Du auf Dauer mehr unter der Beziehung leidest als sie Dir guttut, beende sie sie.
Würde er auch so viel unter seiner Ehesituation leiden, hätte er diese auch bereits beendet und sich zu einer Partnerschaft mit Dir bekannt, so wie man eine echte Partnerschaft lebt und führt.


w/39
 
G

Gast

  • #9
Meiner Ansicht nach sollte man sich, wenn die Ehe gescheitert ist, scheiden lassen, sofern es finanziell nicht völlig unmöglich ist. Wie das bei deinem Lebensgefährten und seiner Firma ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn die Firma dadurch zerschlagen und er danach joblos wäre und eine unabzahlbare Schuldenhöhe mit sich herumzutragen hätte, würde ich mich in seinem Fall wohl auch nicht scheiden lassen, weil das Risiko der Existenzgefährdung zu groß wäre. Aber in deinem Fall spricht doch eigentlich nichts dagegen. Nur durch eine Scheidung kann man mit der Ehe wirklich abschließen und frei sein für eine neue Liebe. Und außer deinem Lebensgefährten, der selbst in "ungeordneten Verhältnissen" lebt, würde wohl auch kaum ein potentieller neuer Mann dauerhaft eine Beziehung mit einer verheirateten Frau eingehen, die nicht vor hat, sich überhaupt scheiden zu lassen, weil man sich dann immer vorkommt, wie ein Mann 2. Klasse bzw. Lebensabschnittsgefährte in einer Beziehung ohne Zukunftsperspektive. Und dein Alter ist für mich kein Argument gegen eine Scheidung, denn 47 ist heutzutage kein Alter mehr. Du hast eventuell noch 3 - 4 Lebensjahrzehnte vor dir, willst du die wirklich im Status "verheiratet" mit einem Mann, den du nicht mehr líebst, verbringen? Sooo viele Menschen lassen sich in deinem Alter scheiden, lernen neue Partner kennen und bauen sich mit diesen eine gemeinsame Zukunft auf - dazu muss man allerdings auch richtig frei sein für eine neue Beziehung.

w, 31
 
G

Gast

  • #10
Meiner Ansicht nach sollte man sich, wenn die Ehe gescheitert ist, scheiden lassen, sofern es finanziell nicht völlig unmöglich ist. Wie das bei deinem Lebensgefährten und seiner Firma ist, kann ich nicht beurteilen. Wenn die Firma dadurch zerschlagen und er danach joblos wäre und eine unabzahlbare Schuldenhöhe mit sich herumzutragen hätte, würde ich mich in seinem Fall wohl auch nicht scheiden lassen, weil das Risiko der Existenzgefährdung zu groß wäre. Aber in deinem Fall spricht doch eigentlich nichts dagegen. Nur durch eine Scheidung kann man mit der Ehe wirklich abschließen und frei sein für eine neue Liebe. Und außer deinem Lebensgefährten, der selbst in "ungeordneten Verhältnissen" lebt, würde wohl auch kaum ein potentieller neuer Mann dauerhaft eine Beziehung mit einer verheirateten Frau eingehen, die nicht vor hat, sich überhaupt scheiden zu lassen, weil man sich dann immer vorkommt, wie ein Mann 2. Klasse bzw. Lebensabschnittsgefährte in einer Beziehung ohne Zukunftsperspektive. Und dein Alter ist für mich kein Argument gegen eine Scheidung, denn 47 ist heutzutage kein Alter mehr. Du hast eventuell noch 3 - 4 Lebensjahrzehnte vor dir, willst du die wirklich im Status "verheiratet" mit einem Mann, den du nicht mehr líebst, verbringen? Sooo viele Menschen lassen sich in deinem Alter scheiden, lernen neue Partner kennen und bauen sich mit diesen eine gemeinsame Zukunft auf - dazu muss man allerdings auch richtig frei sein für eine neue Beziehung.

w, 31
 
G

Gast

  • #11
Ich habe etwas ähnliches erlebt. Vor 4 Jahren habe ich einen Mann kennengelernt. Wir befanden uns da beide in der Trennung vom jeweiligen Partner. Wir haben uns sehr viel Zeit gelassen mit uns. Ich habe klare Verhältnisse geschaffen, mich scheiden lassen, weil ich frei sein wollte für eine neue Beziehung. Nach 4 Jahren ist bei ihm nicht viel passiert. Und auf Nachfrage hin, wird sich auch nichts ändern. Er ist nach wie vor verheiratet und das Haus, in dem er und die Kinder wohnen, gehört ihm und seiner Frau. Und da sind noch nicht mal die Wohnrechte geklärt. Seit 5 Monaten habe kein gutes Gefühl mehr und war hin und her gerissen, wie du. Und ich sehe auch keine Chance mehr für die Beziehnung. Ich kann dir nur raten, dir darüber klar zu werden, was du willst. Nimm dir die Zeit dafür.
w40
 
G

Gast

  • #12
Liebe FS, sehr kompliziert ist es bei Euch, da er eine kranke Tochter hat und eine Ehefrau, die auch deswegen niemals alleine für ihren Lebensunterhalt sorgen kann.

Erstmal war ich auch der Meinung, dass ein verh. Mann sich scheiden lassen sollte und erst dann besteht die Möglichkeit, dass Du aus Deinem Schattendasein rauskommst.

Moralisch werden ihn immer starke Gewissensbisse plagen, falls er sich scheiden lässt-wg. der kranken Tochter und des behinderten Sohnes. Hätte er gesunde Kinder und eine Ehefrau, die berufstätig ist, wäre alles relativ einfach. Dem ist es leider nicht so.

Im Nachhinein sehe ich es aber anders-allein in Betracht der unheilbaren Erkrankung der Tochter. Ehefrau und Tochter werden immer auf ihn angewiesen bleiben. Sie zeigen auch keine Bereitschaft, ihn "freizulassen" i.S.v. dass er sie lebenslang finanziell unterstützt, aber emotional darf und kann er eine vollwertige Partnerschaft mit Dir führen. Denn zwei vollwertige Partnerschaften kann man einfach nicht führen. Das war in der Mehrehe im Orient möglich, bei uns natürlich ist so was überhaupt nicht praktisch zu bewerkstelligen, auch ohne Scheidung und Trauschein nicht.

Es ist nachvollziehbar, dass seine Ehefrau und Tochter an Deinem Freund "hängen" und ihn behalten wollen-auch auf Grund der Erkrankung. Und es ist nachvollziehbar, dass er sie eigentlich nie komplett verlassen kann (sprich nur zahlen, aber emotional kein Kontakt-schließlich geht es um sein Kind).

Ich vermute-eben wg. der kranken Tochter-dass sich nichts ändern kann, solange sie lebt. Mit MS kann man natürlich sehr lange leben, bis hin zu einer evtl. vollen Pflegebedürftigkeit. Und auf den Tod eines Menschen zu hoffen, ist natürlich keine Option. Ich bin sicher, Du ziehst das auch nicht in Betracht und Du selber (als Mutter) möchtest, dass seine Tochter es möglichst schön hat im Leben.

Dass die Mutter die Erkrankung der Tochter immer vorschieben wird, ist es auch klar-und da mag nicht mal böse sein. Sie ist bestimmt auch in einer relativen Notsituation als Mutter eines kranken Erwachsenen, sogar beider kranken Kinder.

Als ich mir noch mal über Deine Situation Gedanken machte, fand ich, dass die kranke Tochter die weitere Entwicklung vorgeben wird. Ein Vater darf sich niemals seinem (kranken) Kind abwenden. Und was bleibt für Dich-ich weiß es nicht. Vielleicht es doch akzeptieren, die Nebenfrau zu sein, sich freuen, dass ihr euch liebt und dass Du gesunde Kinder hast und wirtschaftlich unabhängig bist. Es wird Dir bestimmt oft weh tun, wenn er Dich verlässt, um zu seiner Familie zu gehen-aber wie kann er es anders unter der Tatsache seiner kranken Kinder.

Du musst wissen, was und wieviel Du aushalten kannst und möchtest.
Bei mir war anders-er hatte 2 gesunde Kinder und eine Frau, die keine Lust darauf hatte, arbeiten zu gehen. Auch in dieser einfachen Konstellation zog er es vor, die Ehe nicht aufzulösen und auf einen dauerhaften Geliebtenstatus von mir zu hoffen.


W/39
 
G

Gast

  • #13
die FS
Danke #11 für Deine Gedanken.

Meine Gefühle entsprechen sehr Deinen Formulierungen.
Seine emotionale Beziehung lebt er mit mir und ich mit ihm in Exklusivität.
Seine Tochter liebt er über alles und ebenfalls den Pflegesohn, um den er sich fast ausschließlich kümmert. Seine Frau hatte gearbeitet, möchte jetzt in der Abiphase tägl. für die Tochter da sein - für mich verständlich. Noch kann die Tochter alles machen. Wenn das Abi klappt, geht sie vllt aus dem Haus, dann ändert sich die Dynamik, wenn nicht, werden Mutter u. Tochter immer zusammen wohnen bleiben...und er hat die Verantwortung.
Ja, die Krankheit ist das zentrale Thema auch zwischen den Eltern und der Schlüssel zu unserer Beziehung. Wenn ich könnte, wünschte ich sie wäre gesund und die Sorgen wären nicht da.
Und es ist bisweilen ein unterschwelliges Druckmittel: Wie könnte es ihm besser gehen, als ihr.
Ich versuchte ihm Mut zu machen: ein glücklicher Mensch kann mehr geben als ein unglücklicher.

Oft sehe ich es so, wie Du es so schön formuliert hast, ich nehme den Stand der Nebenfrau an, obgleich er mir manchmal das Gefühl gibt "seine Frau" zu sein und nicht Geliebte, weil er nicht mehr zu Hause wohnt. Oft kann ich genießen und ihm Kraft geben für ihn dazusein.
Das macht mich dann aber zu einem Teil der Dynamik seiner Familie, der ich mich schwer emotional entziehen kann und rücksichtsvoll bleiben muß. Ja, er trägt enorme Verantwortung.
Dann werden Wunschgedanken wach, doch auch in dieser Konstellation offen umzugehen.
Es kommen Gedanken, daß es besser wäre, seine Ehefrau hätte auch einen Partner....

Und ich bin warscheinlich der Anker zu seinem inneren Wunsch nach einer normalen Beziehung.

Wer, so wie ich gesunde Kinder hat, für den ist dieses schwer nachvollziehbar. Ich bin unendlich dankbar für meine 3 und ich wünschte ihm sehr ein leibliches gesundes Kind bekommen zu haben.

Ich kann Deine Situation verstehen, den Geliebtenstatus unter normalen Vorraussetzungen nur bis zu einem Punkt hinzunehmen und eine Frist zu setzen.

Für mich ist es ein Wechselbad der Gefühle - mich, trotz langer Kindererziehungszeit scheiden zu lassen, um für ihn, auch auf dem Papier, frei zu sein, mein Nebenfrauenstatus anzunehmen, ihn vor die Wahl zu stellen, zu gehen.... Wir würden beide verlieren - sagt mein Bauchgefühl.

So nehme ich jeden von Euren Gedanken gerne auf, um nachzudenken und zu fühlen, was es in mir macht und wünsche mir noch mehr.
 
Top