• #1

Anlässlich zum Weltfrauentag morgen: Frauen heute nahezu gleichberechtigt?

Morgen ist Weltfrauentag (http://de.wikipedia.org/wiki/Internationaler_Frauentag) und ich frage mich, ob Frauen heutzutage tatsächlich nahezu gleichberechtigt sind. Ist die Gleichberechtigung nun mittlerweile in allen Schichten angekommen oder muss hier noch weitergekämpft werden? Welche Erfahrungen habt Ihr gesammelt?
 
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  • #2
Nein - die Frauen müssen nicht mehr kämpfen und sich abarbeiten, sondern sollten einfach ihr Ding machen. Sich mit anderen Frauen vernetzen und sich solidarsieren und sich nichts merh bieten lassen. Dann wären die Männer dran. So einfach wäre dies.
Und dass diese Frage überhaupt gestellt wird, zeigt doch noch klar wie die Hierarchien leider immer noch sind.
 
  • #3
Nun, gekämpft werden müsste weiterhin, aber für beide Geschlechter, für die Gleichberechtigung, aber nicht für die GLEICHMACHE.

Sonst alles fein.
 
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  • #4
Man muss sich hier auch bewusst machen, dass morgen der WELTfrauentag ist und nicht der Deutschlandfrauentag. Ich spreche jetzt mal von Deutschland - im Bewusstsein, dass wir hier wirklich Glück haben.

Aber: auch in Deutschland zeigen sich Bereiche, in denen Frauen definitiv nicht gleichberechtigt behandelt werden - es zeigen sich jedoch auch Felder, in denen es Männern ähnlich geht.
Beispielsweise ist es heute einer Frau eher "erlaubt" (gesellschaftlich gesehen) einen "Männerberuf" zu ergreifen, ein Junge der in den "weiblichen" sozialen Bereich will wird als verquer angesehen. Nur als Beispiel.

Kurz gesagt: es gibt immer noch Probleme in einer Gleichberechtigung der Geschlechter, es gibt teilweise Probleme mit dem Frauenbild usw., und mit großer Sicherheit ist es auch verschieden in verschiedenen Schichten.

Die Zeit des "Kämpfens" ist aber, denke ich, vorbei. Es geht jetzt - wie #1 sagt - darum, dass die Frauen ihr Ding machen und vor allem auch: dass sie sich nicht mehr über Männer definieren. Weder als Mannweib noch als Sexobjekt. Sondern als Frau.

w25
 
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Mooseba

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  • #5
Wieso ist für so eine Diskussion ein Tag nötig, dessen Einführung bzw. die Idee dafür auf Kommunisten - darunter der Massenmörder Lenin - zurückgeht?

Aber wir hatten hier schon viele Threads dazu. Nein, gerade in Deutschland ist die Gleichberechtigung sicherlich noch nicht im gewünschten Umfang verwirklicht. Allerdings sehe ich den Staat als Helfer da an seine Grenzen angelangt. Er hat eigentlich kein Geld für mehr Maßnahmen und hat bereits zu viel für die falschen ausgegeben. Mehr Gesetze halte ich für übertriebenen Kontrollwahn. Es wäre besser, mit Steuergeld die Unternehmen zu motivieren. Wie wäre es mit mehr Unternehmenskindergärten? Mittelständische Unternehmen könnten sich da zusammentun - und der Staat dafür eine Belohnung springen lassen. Öffentliche Kindergärten sind vor allem im Westen teuer und rar gesät - billiger oder gar zeitweise kostenlos sind sie vor allem in Bundesländern, die im Länderfinanzausgleich die Hand aufhalten.

Sicherlich spielen dabei auch Geschlechtsunterschiede bei Verhaltensweisen sowie festgezurrte Männerbünde eine große Rolle.

Allerdings sollte man mal die Ursachen für die Gleichberechtigungspolitik der letzten Bundesregierungen sich anschauen. Während die Gleichberechtigungspolitik der DDR ganz klar ideologisch motiviert war, geht es heute vor allem um wirtschaftliche Interessen - nie stand oder steht echte Gerechtigkeit im Vordergrund. Die Einführung des Familiengelds und die Verpflichtung zu mehr Betreuungsplätzen zielt darauf, akademische - also vor allem gut verdienende - Frauen in Lohn und Brot zu halten, damit sie gut konsumieren und Steuern zahlen. Die Gerechtigkeit ist dann ein schöner Nebeneffekt.

Ich hoffe, die demografische Zukunft unseres Landes rüttelt die Bewohner unserer Chefetagen endlich wach. Bevor wir nach Migranten schreien - um unsere Gehälter drücken zu können - sollte die Beschäftigungsquote bei Frauen steigen. Ja, ich weiß, mir geht es - auch - um wirtschaftliche Interessen bei der Sache ;)

(m28)
 
  • #6
Ich habe mich als Frau immer privilegiert gefühlt, dann ich gehöre der Generation an, die die Wahl hatte. Männer hatten das nicht. Die Armen!
 
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  • #7
#4 die Idee geht ganz gewiss nicht auf einen "Massenmörder" Lenin zurück, sondern wurde auf der Zweiten Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz August 1910 von der deutschen Sozialistin Clara Zetkin vorgeschlagen. Die Idee stammt aus den USA.
Da es sich um einen Internationalen Tag handelt bzw. um einen von der UNO weiter am Leben gehaltenen Tag für die Rechte der Frauen weltweit geht, ist dieser Tag schon berechtigt. Es ist jedoch typisch, wieder einmal nur an Deutschland zu denken, wo sich Frauenquote und anderer Unfug tatsächlich ins Gegenteil und Lächerliche verkehrt.
Allerdings ist tatsächlich erschreckend, wie viele (Eltern) noch für die sogenannten traditionellen Berufen für Mädchen/Frauenn bzw. Jungen/Männer plädieren. Das bleibt im Verborgenen
.
PS: Betriebskindergärten gab es auch zu DDR-Zeiten - welch unternehmerischer Geist.
 
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  • #8
Ich sehe das auch eher global. Und da muss ganz sicher noch für die Rechte der Frauen gekämpft werden. Mir wird manchmal schlecht, wenn ich daran denke, was Frauen in dieser Welt angetan wird -- nur weil sie Frauen sind.

Uns deutschen Frauen geht es recht gut, natürlich sind noch nicht alle wirklich gleichberechtigt, aber als Frau, die in den 70ern jung war, muss ich sagen, es hat sich schon viel getan - dank engagierter Frauen und Männern.
Nun wird es Zeit, den Kleinkrieg der Geschlechter zu beenden und uns nach außen zu wenden um dort zu helfen, wo Frauen wirklich massiv unterdrückt werden.
 
  • #9
Ich fühle mich absolut gleichberechtigt und in manchen Bereichen werden Frauen und Mädchen doch heutzutage sogar schon offen bevorzugt.

Ich finde den Weltfrauentag einfach nur ein peinliches Relikt aus Zeichen des Geschlechter- und Klassenkampfes.

Zum Glück wird er ja aber auch in der Praxis von allen komplett ignoriert. Wenn die Medien nicht zwanghaft darüber berichten würden, würde sich keiner dafür interessieren.
 
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  • #10
@#8 woher weiss Du, dass es in der Praxis KOMPLETT ignoriert wird? Meine Freunde (auch männliche) und ich (w 49) wünschen wir uns gegenseitig was Gutes. Wir tun das als Solidarität und Andenken an diesen INTERNATIONALEN Tag und Frauen, ihnen wir die heutige relative Gleichberechtigung verdanken! Wir sind übrigens keine feministen!
 
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  • #11
Leider wissen nur wenige Frauen über die Geschichte der ersten Frauenbewegung im 19./20. JH Bescheid, geschweige denn darüber, dass es gerade jenen Frauen zu verdanken ist, dass heute Frauen wählen und studieren dürfen. Der Kampf um Frauenwahlrecht und Frauenbildung zog sich über mehr als zwei Jahrzehnte hin und war absolut kein Geschenk der Männer an die Frauen!

Ich meine, im Vergleich zu unseren Großmütter geht es uns Frauen heute um einiges besser in Bezug auf Gleichberechtigung - im Vergleich zu Männern besteht allerdings noch ein erheblicher Bedarf daran, gleiche Rechte auch zu realisieren. Der Gesetzgeber hat im GG - "Frauen und Männer sind gleichberechtigt" - die Voraussetzungen dafür geschaffen diesen Anspruch auch durchzusetzen. Nur im Alltag lässt sich unter Beweis stellen, ob wir den Mumm haben diesem Imperativ auch zu folgen.
Insofern gilt es, durch einen Frauentag an die letztlich erfolgreichen Kämpfe unserer Großmütter zu erinnern.
@6 Da liegst du mit deiner Korrektur völlig richtig.
 
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  • #12
Der Weltfrauentag ist doch auch wieder nur eine Erfindung des Konsumapparates damit sie Glückwunschkarten für Gleichberechtigung verkaufen können.
Solche Tage würde ich nur dann überhaupt wahrnehmen wenn ich besagte Glückwunschkarten verkaufen würde.
 
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  • #13
Es gibt noch lange keine Gleichberechtigung, wie kommen manche Frauen zu dieser Erkenntnis? Wieviel Frauen gibt es hier in Deutschland, die in gleichen männlichen Berufen, bei gleicher Arbeit wesentlich weniger verdienen?
 
  • #14
Für Deutschland gesprochen: Es war ein langer Weg, aber heute haben die Frauen alle Möglichkeiten. Nur ergreifen müsst Ihr die schon selbst.
Wenn die Bundesrgeierung eine Gleichstellungsbericht herausgibt und auf den über 200 Seiten ausschliesslich über Frauen geschreiben wird weiss ich woher der Wind weht. Das ist mittlerweile zu einem eigenen Machtinstrument geworden. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch Frau Schwarzer zu beobachten: Sie greift eher Frauen als Männer an, wieso nur?

@4 Mittlerweile gibts auch Frauenbünde, und die sind mächtiger als die allermeisten Männerbünde.

@5 Recht hast Du, Vor allem die Jungen Männer haben ein Problem. Es ist erwiesen dass Schularbeiten von Jungs bei gleicher Leistung schlechter bewertet werden.

Ich finde einfach dass Gleichgerechtigung heissen sollte: Gleiche Rechte und Möglichkeiten. Aber nicht alles im Ergebnis gleichzumachen. Es liegt an jedem selbst was Er/Sie aus den gleichen Startmöglichkeiten macht.
 
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  • #15
@12: meines Wissens nach sind es drei, umgekehrt gibt es aber auch fünf Männer die bei gleicher Arbeit schlechter bezahlt werden als Frauen.
 
  • #16
@12
Ja, das ist mal eine gute Frage: Wieviele Frauen gibt es tatsächlich die bei gleicher Arbeit (und bitteschön auch Reisebereitschaft), Qualifikation und Erfahrung weniger verdienen als die Männer? Das sind erheblich weniger als gerne propagiert wird. Alle Firmen in der ERA einstufung etwa können das schon gar nicht mehr. Dazu noch die Firmen mit einem funktionierenden Betriebsrat und die Chefs die Ihre Firma gut führen. Damit dürften in etwa 75% aller Firmen in D abgedeckt sein.
 
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  • #17
Hallo, ich denke, Frauen sind in Deutschland inzwischen insgesamt gleichberechtigt. Natürlich gibt es noch ein paar Felder (zu Recht die Gehaltsfrage), die nicht optimal sind. Aber eine Frau hat heute genau die gleichen Möglichkeiten wie ein Mann, eine gute Ausbildung zu erlangen und etwas im Leben zu erreichen.

Was häufig bei Gleichberechtigung verwechselt wird, ist die Gleichmacherei. Frauen und Männer sind in ihren Prioritäten anders gepolt und legen unterschiedliche Schwerpunkte. Nicht jede Frau muss Ingenieurin werden und nicht jeder Mann Krankenpfleger. Das Thema Kind ist bei der Frau in meinen Augen viel einschneidender als beim Mann. Auch hier wird es wohl nie eine 50/50-Rate bei der Kindererziehung geben. Das heißt, bei der Gleichberechtigung sind auch die Eigenheiten des Geschlechtes zu berücksichtigen.

Was mich an solchen Tagen stört, genauso wie an der Frauenbewegung, ist die reine Sicht der Frauen nur auf ihre Belange. Was eine Alice Schwarzer für die 70er Jahre vielleicht eine gute Reibungsfigur war, ist heute nur noch ärgerlich und antiquiert. Durch die Gleichberechtigungsbewegung werden Jungs in den Schulen benachteiligt. Das ist auch nicht gut.

Ich denke, für Deutschland bräuchte man diesen Tag nicht mehr. Für viele Teile der Welt ist er allerdings schon sinnvoll, vor allem für die arabische Welt. Dort möchte ich weder Mann noch Frau sein.
 
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  • #18
Es wurde der Frauentag früher bei uns in der DDR jedes Jahr gefeiert, die Frau als solche wurde geehrt, in ihren Arbeitskollektiven in der Familie und auch im öffentlichen Leben. Eine schöne Geste, wie ich finde. Leider war auch da jedoch eine echte, sagen wir mal, Gleichberechtigung nicht wirklich vorhanden. Die sogenannten Babyjahre wurden nahezu ausschließlich von der Mutter wahrgenommen, Frauen haben bei gleicher Qualifikation oftmals weniger verdient, als Männer und Männer wurden bei der Vergabe von Studienplätzen IMMER bevorzugt!...zum Beispiel....,
Allerdings fiel es uns auch leichter, nicht in ein großes Loch zu fallen, wenn das Kind aus dem Gröbsten raus war (wie auch immer man das definieren will). Und der Begriff der Rabenmutter, wenn man sein Kind in Krippe, Kindergarten und Hort gegeben hat, existierte nahezu nicht!
Unsere heutige Bewegung auf Augenhöhe, wenn man das so sagen will, mit unseren Männern, empfinde ich persönlich als Selbstverständlichkeit. Für mich hat das auch nichts mit Gleichberechtigung zu tun, sondern damit, daß wir qualifiziert sind und wissen was wir können.
Ich bin vor kurzem zur Zugführerin unserer Freiwilligen Feuerwehr berufen worden, ganz einfach weil ich der beste dafür geeignete Kandidat war, egal, ob Männlein oder Weiblein, das war den Kameraden am allerwichtigsten, denn die müssen sich aufgehoben fühlen bei ihrem gefährlichen Job (falls jetzt jemand denkt, na ja, das is ne Freiwile Feuerwehr, die feiern eh nur: wir haben statistisch bis zu 1,5 Einsätze die Woche neben unseren eigentlichen Jobs und einmal die Woche ne sehr straffe Ausbildung).
Aber den internationalen Frauentag als solchen zu begehen, finde ich sehr richtig, denn noch längst nicht überall auf der Welt geht es den Frauen so gut wie hier in Deutschland, ja noch nicht einmal in Deutschland selbst!

w45
 
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  • #19
@17: "Die sogenannten Babyjahre wurden nahezu ausschließlich von der Mutter wahrgenommen,"
Das hier hat allerdings herzlich wenig mit Gleichberechtigung zu tun, das ist etwas das ein Ehepaar unter sich ausmacht und wenn die Frau das dann macht obwohl sie nicht will ist sie auch selber Schuld.
Das geht vielmehr in die Richtung der Gleichmacherei die #16 geschrieben hat, Frauen und Männer sind aber nun mal nicht gleich und darum werden immer mehr Frauen wegen eines Kindes eine Auszeit von der Arbeit nehmen als Männer.
 
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  • #20
@#18 Ich habe damit nicht behauptet, daß Männer und Frauen gleich sein müssen.
Der Gesetzgeber hat auch in der DDR dem Vater die Möglichkeit eingeräumt, das Babyjahr, möglicherweise auch zu einem Teil, warhrzunehmen. Nur wurde das noch seltener wahrgenommen als die Elternzeit heutzutage von den Vätern....und es war auch bloß als Beispiel gemeint!
 
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  • #21
@19: Ich glaube du hast meinen Beitrag nicht ganz verstanden. Wie viele Männer die Elternzeit, bzw. früher das Babyjahr genutzt haben, hat absolut rein gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun.
Das ist etwas das Eltern unter sich ausmachen müssen und wenn die Frau da immer zurücksteckt obwohl sie nicht will dann ist sie einfach selber Schuld. Allerdings ist das ja idR. nicht der Fall sondern es ist einfach so das die meisten Frauen sich ganz selbstverständlich erst mal um das Baby kümmern wollen, Männer hingegen wollen das nicht so selbstverständlich und genau das ist nun mal wiederum ein Unterschied zwischen Männern und Frauen und genau deshalb wird es nie so sein das genauso viele Männer wie Frauen die Elternzeit in Anspruch nehmen werden.
Gleichberechtigung hat aber wie das Wort selbst schon sagt mit Rechten zu tun und in dieser Hinsicht haben Frauen nicht weniger Rechte als Männer und dementsprechend hat das ganze auch nichts mit Gleichberechtigung zu tun.
 
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  • #22
Frauen wollen doch eh nur gleichberechtigt sein, wenn es ihnen Vorteile bringt. Sobald es "anstrengend" wird, wird sich dann in das alte Rollenverhalten gedrückt. Merkt man sehr gut an vielen Beiträgen hier im FOrum.
 
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  • #23
Global haben wir gerade erst angefangen den Weg zu beschreiten und es liegt noch ein langes, bergisches Stück vor uns. Der Schlüssel zu diesem Weg ist meiner Meinung nach die finanzielle Unabhängigkeit, also dass Frauen beruflich auf eigenen Beinen stehen können. Das wiederum erfordert, dass Kindern beiderlei Geschlechts der komplette Bildungsweg ermöglicht wird - werden muss.

Deutschland ist bereits sehr viel weiter und Frauen, die Ihre Chancen aktiv ergreifen, haben auch gleiche Möglichkeiten - auch beim Gehalt. Zudem gibt es zahlreiche Versuche Frauen auch in die Bereiche zu "locken", in denen in Deutschland gut verdient werden kann, sprich den Ingenieurssektor. Nur kann man weder Frauen dazu zwingen Maschinenbau oder Informatik zu studieren (wenngleich der Ingenieursmangel es ja fast schon erfordert), noch Männern dies verbieten: Beide haben das RECHT ihre berufliche Zukunft zu wählen und müssen dann auch mit den Konsequenzen leben. Sie haben das RECHT ihr Gehalt zu verhandeln, aber müssen auch eine gewisse Konfliktbereitschaft mitbringen. Und ich sehe durchaus dass die Frauen auch sich das Recht herausnehmen sollten, den Chef/die Chefin anzusprechen und mehr Gehalt zu fordern, wenn sie nicht gerecht entlohnt werden. Und wenn das nicht passiert, haben auch Frauen das Recht den Job zu kündigen, aber zwingen kann man sie halt nicht dazu.

Wie man allerdings eine offene Bevorzugung mit dem Sinn der Gleichberechtigung in Einklang bringen will ist mir noch schleierhaft: Wenn nicht genug Frauen in einem Industriesektor vorhanden sind, dann kann man diesen Misstand doch nicht per Gesetz ignorieren?! Aber das ist ein anderes Thema.

Bleibt vielleicht noch abschließend zu sagen: Herzlichen Glückwunsch zum Frauentag. Es wurde viel erreicht. Mögen die Früchte des langen Weges noch vielen anderen Frauen gewährt werden. Bedenkt nur bitte, dass wir den Weg gemeinsam gehen müssen, denn nur so können wir unsere Stärken ideal verbinden.

m, 34
 
  • #24
Ich bin ganz weit davon entfernt, ein DDR-Fan zu sein, aber beim Thema Gleichberechtigung gibt es ein starkes Ost-West-Gefälle und das ausnahmsweise mal nicht in negativer Hinsicht.
Ich denke, es ist noch viel zu tun in Deutschland. In anderen Ländern West- und Nordeuropas ist man weiter als bei uns - so z.B., was die Kinderbetreuung betrifft, der Anzahl der Frauen in Führungspositionen und anderes mehr.
 
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  • #25
@#20

oh, doch, ich hab den Beitrag sehr gut verstanden!

Vielleicht hätte man auf das Warum eingehen sollen! Männer haben in der DDR in der Regel mehr verdient als Frauen, also blieb die Frau zu Hause, bei voller Bezahlung und ich habe auch immer nur von einem prozentualen Anteil gesprochen, nicht von allen Frauen oder Männern, oder meinetwegen Paaren.
Logisch, daß, auch heute, eine Mutter mit ihrem Kind zu Hause bleibt, solange es ihr notwendig erscheint. Auch bei den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, ist es eher unwahrscheinlich, daß zum Beispiel ein Vater sein Kind säugen kann. ;-)
Ansonsten hast du Recht!
 
  • #26
Nein, die Gleichberechtigung existiert in Deutschland nicht. Die Frauen dürfen nicht nur Hosen tragen, sie dürfen alles! Sie haben viel gekämpft und erreicht und inzwischen sind sie BEVORrechtigt.

Sie werden überall gefördert, siehe aktuelle politische Diskussion. Weibliche Lehrer ab Grundschule können bei bestem Willen männliche Betreuung nicht vollständig ersetzen. Wenn es um die Rechte an den Kindern geht, sind Frauen per se im Vorteil. Die Frauen werden weiter kämpfen, Männer geraten in Nachteil. Sie sind schon jetzt die Verlierer. Wenn das Ungleichgewicht erdrückend werden sollte, werden auch die Männer intelligent genug sein, um für ihre Rechte aufzustehen.

Ich rede ja nicht von einer handvoll Führungspositionen, sondern von der Masse. Ich rede auch nicht vom Gehalt. Jeder Gehaltsvorteil gehört am Ende sowieso auch längst zu 50% zur verheirateten Frau! Spätestens beim Zugewinnausgleich. ;-)
 
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  • #27
Gleichberechtigung? ein weites Feld ... auch hier zu Lande.
Was mich so verblüfft, dass sich einige Damen hier soooooooo gleichberechtigt fühlen. andererseits gern - natürlich rein biologisch evolutionär - nach "oben" daten, einen Mann haben möchten, der mehr als sie verdient, und, ... .
@25) "ein gebranntes Kind" ... Zugwinnausgleich, wenn ER es nicht zwischen Trennungstag und Scheidungsantrag, oder gar vorher schon verschwinden lässt.
w,52 ebenso gebrannt
 
  • #28
@ Nr. 24:

Es ist totaler Quatsch, dass viele Frauen in der DDR zuhause geblieben wären. Die Erwerbsquote unter Frauen war weit aus höher als in der BRD und das ist sie auch heute noch in den Neuen Bundesländern. Wenn die Neuen Bundesländer prozentual gesehen so viele Hausfrauen hätten wie die Alten BL, dann wäre die Arbeitslosenquote in nicht wenigen Regionen auf Westniveau.
 
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  • #29
Nein, die Frauen lassen es nicht zu.
Lest mal die Beiträge zum Thema: " ist es richtig, wenn die Frau arbeitet und der Mann die Kinderbetreuung übernimmt"
Vor allem Frauen sind der Meinung, dass Die Frau Brüste hat und desshalb die Kinderbetreuung übernehmen muss.
Gleichberechtigung giebt es nicht, aber es giebt gleiche Rechte für Beide. Viele Männer sind bessere Frauen und viele Frauen sind noch bessere Männer.
 
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  • #30
@28: Gleichberechtigung heißt nichts anderes als gleiche Rechte zu haben, du scheinst wieder von Gleichheit zu reden welche es selbstverständlich nicht gibt und die auch nicht Wünschenswert ist. Gerade der von dir zitierte Thread zeigt das ganz klar: beide Geschlechter hätten prinzipiell die gleichen Rechte bzgl. der Frage Arbeit vs. Kinderbetreuung, aber da Männer und Frauen nun mal unterschiedlich sind entscheidet sich ein Großteil der Frauen gegen die Arbeit und für die Kinderbetreuung und Männer machen es umgekehrt.
Das ist aber wie gesagt nicht mal im Ansatz eine Frage der Gleichberechtigung.
 
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