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Gast

  • #1

Angst vor der Scheidung und den Folgen daraus.

Hallo. Mein immer noch Mann hat jetzt nach Jahren, die Scheidung eingereicht. Mir graust davor. Leider kann ich mit ihm aus verschiedenen persönlichen Gründen keine Partnerschaft mehr leben und deshalb die Scheidung. Wegen mir müssten wir das nicht tun. Aber er brauch einen absoluten Schlussstrich. Ich habe Angst, Panik, weiß auch nicht recht warum. Fühle mich jetzt schon alleine und niemanden mehr zugehörig. Ich habe einen neuen Partner, der wohnt aber weiter weg und hat auch nicht viel Zeit. Ich habe einen Job (aber keine Großverdienerin) und Kids und bin eigentlich ausgelastet. Könnt nur heulen, denk ich an Scheidung. Könnt nur heulen, denk ich daran, wieder zu ihm zurück. Kennt jemand solche Gefühle?
 
  • #2
Ich verstehe das problem nicht. Du lebst schon länger von Deinem Mann getrennt und regst Dich jetzt darüber auf, dass das auch formal und juristisch zu gilt?!

Genau solche Leute wie Du liefern die perfekte Begründung für den weisen paarpschychologischen ratschlag, sich niemales, aber auch wirklich niemals, mit Getrenntlebenden einzulassen. Sie sind einfach n och nicht frei für eine neue Partnerschaft.

Welche Folgen sollte denn die Scheidung haben, wenn Du ohnehin getrennt lebst und einen neuen Partner hast? Verstehe ich einfach nicht.

Die Scheidung und die endgültige Abwicklung der gescheiterten Ehe ist absolut notwendig, damit Du die Sache verarbeiten und endlich nach vorne blicken kannst. Schau doch nur, wie sehr Dich die Ehe noch geistig-seelisch blockiert.
 
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Gast

  • #3
Wer ist hier der "Rettungsring" für wen? Angst waren die Hindernisse, die Eheprobleme aus dem Weg zu räumen. Mach für Dich eine "Saubere" Lösung, ohne dass Du den anderen ausnutzst.
 
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Gast

  • #4
Hole dir professionelle Hilfe, begib dich in Hände von geschulten Therapeuten. Dort kannst du aufdröseln, was die wirklichen Ursachen deiner Probleme sind.

w 47
 
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Gast

  • #5
Ich verstehe das Problem auch nicht.

Du lebst seit langem von deinem Mann getrennt und hast einen neuen Partner.
Dein Noch-Mann möchte nun klare Verhältnisse schaffen, indem er die Scheidung eingereicht hat.

Eine Wiederaufnahme der Ehe (räumlich) kommt für dich nicht in Frage.
Dennoch möchtest du die Scheidung nicht?

Vielleicht hat dein Noch-Mann eine neue Partnerin und möchte eben mit dieser sein Leben gestalten? Dazu gehören auch klare Verhältnisse wie eben eine Scheidung.

Verschlechtert eine mögliche Scheidung deinen finanziellen Rahmen?
Möchtest du nicht, dass dein Noch-Mann wieder heiraten kann?
Kannst du den Gedanken nicht ertragen, dass dein Noch-Mann ein neues Leben beginnt?
Ein neues Leben, indem eure Kinder zwar vorkommen, aber DU nicht mehr als Ehefrau?
Läßt deine Religion eine Scheidung nicht zu?

Also, was ist dein Problem?
 
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Gast

  • #6
Die Scheidung ist das Beste, was dir passieren kann.
Endlich klare Verhältnisse!

Rational ist deine Einstellung nicht; was dahintersteckt, weiss ich nicht.
Professionelle Hilfe scheint eine gute Idee. Lass dir helfen, such dir einen
guten Therapeuten. Du kannst dich auch an Pro Familia, die Diakonie oder
die Caritas wenden und dir Hilfe holen.
 
  • #7
Dein Problem scheinst Du selbst zu sein. Ich glaube aber nicht dass Dir ein Forum dabei wirklich hilfreich sein kann. Ich würde Dir wirklich den Gang zum Therapeuten ans Herz legen. Und auch eine Zeitlang alleine zu leben, als Single und erstmal Dein Leben und Deine Gefühle wieder auf die Reihe zu bringen.

Natürlich braucht er den Schlusstrich- und Du auch, nur willst Du es nicht wahrhaben. Nur so könnt Ihr beide wieder nach vorne schauen.

@1, Sorry, da schüttest Du mal wieder das Kind mit dem Bad aus. Ich gebe Dir recht wenn Du sagst niemals mit einem Menschen was anzufangen wenn dieser nicht wirklich frei ist. Und die FS ist das offenbar nicht. Aber es gibt auch gute Gründe den formalen Schritt nicht zu tun. Vor allem wenn minderjährige Kinder da sind und keine weiteren Kinder und damit Hochzeit angestrebt werden. u.a. Steuerliche und Erbschaftsgründe. Diese Menschen können aber dennoch unbelastet in eine neue Beziehung gehen.
 
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Gast

  • #8
Ich halte nicht viel von Therapeuten weil dort ewig diskutiert wird und weil am Ende kaum was rauskommt dabei außer daß der Seelenklempner gut verdient und der Patient nicht mehr an sich glaubt.

Hier ist die Frage doch ganz einfach: Was willst Du ?

1. Deinen Mann zurück

2. Einen neuen Partner

3. single bleiben

alles gleichzeitig geht nicht.

Du kannst mit ihm keine Partnerschaft mehr leben aber wegen Dir bräuchte man das nicht tun ? Du meinst, daß Du jemanden gehören mußt, der hinter Dir steht. Deswegen schreibst ja daß Du Dich niemandem zugehörig sein mußt - aber das bist nicht, du gehörst nur Dir selber.

Du meinst, zwanghaft für einen Partner leben zu müssen - mit dem alten geht es nicht mehr und mit dem neuen auch nicht. Denk doch erst mal an Dich und dann an andere - und wenn Du allein bist ist es doch nicht schlimm, sondern lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende ... und es lassen sich viele scheiden ...

Und wenn Du zum Ex zurück willst heißt das noch lange nicht, daß er Dich nimmt. Wo liegen denn die Probleme, wegen denen Du nicht mehr zum Ex zurück kannst ? Sind sie heilbar ? was sagt Dein Ex ? Was will der ?

Aber überleg mal was Du konkret willst - und setze es um. Und da liegt das Problem, du sitzt am status quo entscheidest Dich nicht und leidest drunter weil Du nicht entschieden hast.
 
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Gast

  • #9
Kennst du den Spruch von André Gide:

"Man entdeckt keine neuen Erdteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren."

Natürlich ist es beängstigend, wenn es plötzlich Fakt ist, dass die Ehe gescheitert ist. Und das Einreichen der Scheidung ist nun mal ein Punkt, an dem man die Endgültigkeit des Scheiterns begreift. Dass man da vorübergehend nochmal in ein emotionales Loch fallen kann, ist doch völlig verständlich und nachvollziehbar. Das ging mir genauso, obwohl die Trennung und die Scheidung auf meinen Wusch hin erfolgt sind. Die Angst vor dem Unbekannten und Neuen, vor dem "Status geschiedene Frau", die Angst ob man je wieder einen Partner findet... tausend beängstigende Gedanken gehen einem da doch durch den Kopf, und das wir sicher den meisten Paaren so gehen, die sich trennen.

Wichtig ist nur, dass man sich klar macht, dass diese Angst NORMAL ist, und vor allem dass sie vorübergeht!!

Alles Gute!

w54, schon lange glücklich geschieden.
 
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Gast

  • #10
@6 Kalle
Ich bin zwar nicht Frederika, aber in dieser Frage völlig einig mit ihr:

Es gibt keinen einzigen Grund, sich nicht scheiden zu lassen, wenn die Ehe wirklich am Ende ist.
Dass keine weiteren Kinder angestrebt sind, zum Beispiel, ist immer eine Entscheidung von
ZWEI Menschen, das kann nicht einfach der diktieren, der schon Kinder hat. Eine Heirat hat mit Kindern überhaupt nichts zu tun, dafür sprechen ganz andere Gründe.
Steuer, Erbschaft etc. - all das sind letztlich Ausreden.

Für mich, wie für Frederika und viele andere, wären getrennt Lebende absolut tabu.
Getrennt lebend heisst nichts anderes als verheiratet.

Schon deswegen sollte, wer ernsthaft eine neue Partnerschaft anstrebt, auch offiziell einen Schlussstrich ziehen.
 
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Gast

  • #11
@7
"Ich halte nicht viel von Therapeuten weil dort ewig diskutiert wird und weil am Ende kaum was rauskommt dabei außer daß der Seelenklempner gut verdient und der Patient nicht mehr an sich glaubt."

Ich habe mit Therapeuten nur gute Erfahrungen. Diskutiert wird dort nicht mal ansatzweise (wie kommst du nur darauf?), am Ende kommt Klarheit dabei heraus und mehr Vertrauen in sich selbst und Glauben an sich selbst. Die Frage, was man eigentlich will, kann man dann sehr gut beantworten, ein guter Therapeut ist wie eine Hebamme und hilft, sich über sich selbst und seine Absichten klar zu werden.
 
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Gast

  • #12
Du fragst, ob jemand diese Gefühle kennt: Ja. Ich kenne sie.

Mein Mann hatte mich lange Zeit betrogen. Dann warf ich ihn raus. Erst war ich froh, dann wurde ich unsicher, und schließlich war ich das heulende Elend. Das ist jetzt 7 Jahre her. Ursache war bei mir ein Verlassenheitstrauma aus der Kindheit.

Rational kann man da nicht rangehen. Manchen Menschen passiert das Gleiche, wenn ihre Eltern sterben, obwohl sie selbst 50 sind und gut im Leben stehen.

Ich habe mir Hilfe gesucht. Es hat gedauert, aber nach 2 Jahren war ich mit dem ganzen Thema vollkommen durch und frei.

Bei mir waren es ein Psychologe und eine Homöopathin, die zusammen gearbeitet haben.

Ich lebe jetzt seit vielen Jahren allein, und es geht mir richtig gut.

Viel Glück!
 
  • #13
@9
Macht nur, ich selbst bin übrigens geschieden. Es betrifft also nicht mich. Aber dennoch gibts in der Tat gute Gründe eben den formalen Schritt nicht zu machen. Ich bin natürlich davon ausgegangen dass BEIDE aus der neuen Beziehung keine Kinder mehr haben wollen.
Alleine das geltende Steuerrecht würde z.B. in einer Konstellation mit 2-3 Kindern und einer/einem Teilzeit arbeitetenden Alleinerziehenden ein Verlust von meherern hundert Euro/mtl. nach einer Scheidung nach sich ziehen. Wenn hingegen die neue Beziehung ebenfalls voll verdient kommt beim Splitting nichts dabei raus.

Ich habe zwei Freunde bei denen genau diese Konstellation zutrifft und die deshalb noch verheiratet sind. Ansonsten aber absolut frei- und Ihre neuen Partnerinnen haben auch kein Problem damit.
 
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Gast

  • #14
Liebe Fragestellerin, es tut mir leid, dass Du zur Zeit so unglücklich bist. Wie auch einige meiner Vorredner bin ich der Ansicht, dass die einige Gespräche mit einer Psychologin gut tun könnten. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken könntest Du auch regelmäßig bei der Telefonseelsorge anrufen. Trotz des Namens hat diese Institution nichts mit Religion zu tun und Du triffst dort auf verständnisvolle Gesprächspartner und Zuhörer.

Prinzipiell bin auch ich der Ansicht, dass Dein Mann das Richtige tut, indem er die Scheidung einreicht. Ihr führt schon lange keine Ehe mehr, also ist Scheidung das naheliegende, damit Ihr beide ein neues Leben beginnen könnt.

Alles Gute.

w/48
 
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Gast

  • #15
@#12: Kalle, ich schätze Dich sehr, aber was Du in Deinem Beitrag beschreibst und was Deine Bekannten praktizieren ist halt Steuerbetrug. Mir ist klar, dass dies teilweise als Kavaliersdelikt gilt, aber trotzdem ist es die korrekte Bezeichnung dafür.

w/48
 
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Gast

  • #16
@14
Vollkommener Blödsinn!
Wo steht denn geschrieben, dass man sich scheiden lassen muss??
Im Steuergesetz?
 
  • #17
@14
Auch wenn ich nicht selbst betroffen bin, es fragt sich wer wen betrügt. Ist es nicht eher der Staat der (zu Recht) von den geschiedenen verlangt dass Sie für Ihre Nachkommen und den dann Alleinerziehenden Partner sorgen und Sie aber gleichzeitig steuerlich so behandelt als wären sie Kinderlos und Single?
Im übrigen steht nirgendwo in den Steuergesetzen dass man dafür zusammenleben muss oder die Ehe intakt sein muss. Das ist vollkommen Gesetzeskonform und damit eben kein Betrug.
 
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Gast

  • #18
Die Steuervergünstigungen für Verheiratete gibt es nur wenn man nicht dauernd getrennt lebt.
 
  • #19
#17
man muß nur einen weit genug entfernten Job annehmen, dann kann man sogar noch die Zweitwohnung absetzen.
Ehrlich gesagt fühle ich mich dem Finanzamt weniger verbunden als meinem Exmann.
 
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Gast

  • #20
@17
Wo steht das bitteschön??
Man ist solange verheiratet, bis man geschieden ist!
Punkt aus und Ende!
Im übrigen impliziert eine Heirat auch nicht das Zusammenleben!
Wäre ja noch schöner, sich bevormunden zu lassen...
Weißt du was in meinem Augen Betrug am System ist? Wenn z.B. ein 70jähriger eine 30jährige ehelicht! Da entstehen nämlich Versorgungsansprüche, welche die 30jährige wahrscheinlich nimmer im Leben allein erreichen würde! Und das unter dem Deckmantel der Ehe! Ich glaube, es gibt da sogar einen ganz prominenten Fall! ;-)
 
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Gast

  • #21
Bei Deiner Erzählung kenne ich mich nicht aus. Geh in Dich und DENKE einmal NACH. Schrecklich Leid tun mir die Kinder-bei Deinem seel.Zustand. Lass Dich vom RA beraten.nur der kann Hilfestellung leisten.Und der neue Partner ist auch noch da. Wenn er Dich liebt steht er Dir doch bei Deinem Schritt zur Seite. Oder ist da gähnende Leere?? Mir kommt das so vor, denn sonst hättest Du nicht Angst vor dem letzten Schritt.