• #91
Genau
Meine Erstreaktion für mich vollkommen verständlich.
Nein, dass muss sie eben nicht sein.

Ich wette, man kann auch die FS erregen, wie fast alle gesunden Menschen. >Es kommt nur auf die den richtigen Schlüssel an.

Deshalb werden sie trotzdem jemanden anderen lieben und den Sex tatsächlich auch nur mit dieser Person zulassen. Oder auch nicht. Dioe Schlussfolgerung der FS ging bereits im ersten Moment schon einen Schritt zu weit.
 
  • #92
Das sind Infos die kein Partner braucht. Ob er sie schluckt oder nicht. Sie sind so Furchtbar Sinnlos.
In keiner Beziehung werden nur die Dinge besprochen, die für den einen oder andern sinnvoll sind. Grade von Frauen nicht.

Wenn ich meiner Partnerin immer den Mund verbieten sollte, wenn sie mir Dinge sagt, die für mich sinnlos sind, könnte sie die für Frauen erforderliche tägliche Kommunikations-Mindestwortzahl für das normale Wohlfühlen niemals erreichen.
 
  • #93
@D-RAN nein, nein, nochmals nein: ich möchte es nicht ungefragt und ungebeten erfahren ob sich tatsächlich auch noch etwas da unten aufgebaut hat - beim Anblick einer oder mehrerer anderer nackter Frauen in der Sauna!

Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, es ist unglaublich taktlos - ob nun beabsichtigt oder nicht ist völlig egal.
Denn was zählt ist, was dadurch ausgelöst wird beim Partner.

Bei mir. Ich gehöre eben nicht zu den obercoolen Vernunftsexperten , der Mann ist mir nicht gleichgültig und die Beziehung auch nicht.

Vielmehr glaube ich, das ein gehöriges Quäntchen "halbitalienische Lebendigkeit" mittlerweile angebracht ist bei diesem Streitpunkt!

Eine Beziehung lebt von Authentizität und Spontaneität und vor allem von der Echtheit der Gefühle,

...und davon werde ich Gebrauch machen, um Licht ins Dunkel zu bringen
 
  • #94
Wenn man oder vielmehr frau über längere Zeit mit einem Mann zusammenlebt, müsste sie eigentlich wissen, dass Männer immer mal wieder eine Erektion haben, wenn der Tag lang ist. Und beim Aufwachen haben sie auch nicht immer ein Interesse daran, der Frau, die neben ihnen liegt, gleich auf den Pelz zu rücken. Oder halt in der Sauna die Frau, die sie ohne jedes Zutun irgendwie erregend finden, anzubaggern.
Das alles stimmt so und vielen (jungen) Männern ist es sehr unangenehm und sie hoffen es, dass es niemand merkt.

Logisch hatte er nicht vor mit der Frau in der Sauna Sex zu haben - das glaube ich auch nicht. Nur die Frage die ich mir stelle ist: was macht ein Mann, der eine leichte Errektion hat oder gar eine volle und die Frau selbst bekommt Lust und will mit ihm Sex haben? Lässt er sich verführen? Weist er sie ab oder lässt er sich auf sie ein? Das könnte sie ihn fragen.
(Mir gestand ein verheirateter Mann, dass er alleine in die gemischte Sauna ging und dort mit einer Frau Sex hatte, was ich ihm gar nicht glaube. Nicht in der Saunakabine. Sex in der Öffentlichkeit ist strafbar und man riskiert nicht nur eine Anzeige, sondern auch Hausverbot).

Ich hätte einen besagten Mann mit der Beule in der Hose in einer Bar nach Hause mitnehmen können und wir hätten Sex. Er war ja schon bereit für Sex, er hatte eine Errektion!
 
  • #95
Letztendlich ist es ja die Beziehung der FS und sie wird sich beim Lesen der Meinungen, ihr gefühlsmäßig passendes Bild gemacht haben
Damit wird ein Gespräch mit ihrem Partner geführt.
Und wahrscheinlich ruhiger, als vorher.
Schon alleine weil sie erst einmal hier alles von der Seele schreiben konnte!
Schön wenn sie eine Einigung finden könnte, die für beide ok ist.
Und darauf kommt es doch an.
Ich finde es immer interessant die Meinung von Männern zu lesen...den anderen Blickwinkel!
Für mich wäre wohl....Klar soll er mit Freunden in die Sauna gehen und egal ob es eine gemischte ist.
Und gucken mit oder ohne Ständer....
Nur ich möchte solche unnötigen Sprüche nicht hören.
Mann kann ruhig mal sagen, dass eine andere Frau toll aussieht....Nur zuviel Informationen über Männerabende brauch ich nicht.
 
  • #96
Entweder man führt eine sehr vertrauenvolle Beziehung sein, dann kann man sich auch alles erzählen, was einen beschäftigt (z.B. die "Latte" in der Sauna) . Hierfür sind Verständnis, Toleranz und Ablehnung von Rollenmodellen Voraussetzung. Dies dürfte dann aber wohl eine sehr seltene Beziehungsform sein.
Und wenn er ihr erzählt, was ihn so sehr beschäftigt und peinlich ist (die Latte in der Sauna), was kann die FS dagegen tun? Ihm das Glied in einen Keuschheitsgürtel verschliessen und nur sie hat den Schlüssel zu Hause, wenn er unbedingt in die gemischte Sauna gehen will? Wie kann sie ihm "helfen".

So etwas würde ich erst dann erzählen, wenn ich weiß dass mein Partner eine Lösung für mich hat.

Was bringt das, ihr zu erzählen, was ihm geschieht in der Sauna? Oder wenn er ihr erzählt: "ich kann nicht aufhören während der Sitzungen bei der Arbeit mir in die Nase zu bohren und weiss nicht wie ich diesen Automatismus stoppen soll, weisst du einen Rat?" "Ja weiss ich: den Finger abhacken.

Und es gibt eine Lösung sie kann ihm sagen: "wenn du das verhindern möchtest und wenn dir das so peinlich ist, dann gehe nur in die Herrensauna oder nur mit mir in die gemischte".
Was für ein Verständnis soll sie ihm entgegenbringen?

Wie @neverever sagt: das ist so sinnlos, wie der Schnee vom Jahr 2014/2015. Was soll und wem soll diese Offenbarung etwas bringen? Oder wie würde sich ein Mann fühlen, wenn die Frau ihm sagt: "du ein Mann sass mir in der Strassenbahn gegenüber, zog mich mit den Blicken aus und
hatte einen Ständer?"

Über solche Dinge denke ich nicht überhaupt mehr nach, sobald ich die Strassenbahn verlassen habe und er soll auch nicht darüber nachdenken sobald er sich auf dem Weg nach Hause machte!

Ausser es ist eine Frau, die er immer wieder in der Sauna sieht und an ihr denkt und dann hätte das eine völlig andere Bedeutung und Qualität. Fühlt er sich zu ihr sehr erotisch hingezogen könnte er sich vorstellen mit ihr Sex zu haben?
 
N

nachdenkliche

  • #97
Über solche Dinge denke ich nicht überhaupt mehr nach, sobald ich die Strassenbahn verlassen habe und er soll auch nicht darüber nachdenken sobald er sich auf dem Weg nach Hause machte!
Genau so ist es!
Ich hätte das Gefühl, ein Bub kommt zur Mama gelaufen und sagt ihr, er habe Auaaua....
Er degradiert die FS zur Mama, die ihm mit diesem "hochnotpeinlichen" Problem helfen soll. Ich habe nicht gegen Dirtytalk, gar nichts. Warum sagt er mir sowas nicht im Zusammenhang mit meiner Person beim Kuscheln im Bett oder in der Badewanne oder so?
Bekommt er bei ihr keinen mehr hoch? Warum geht er denn in eine gemischte Sauna? Weil er ein erwachsener freier Mann ist und den gesundheitlichen Wert einer Sauna genießen möchte, verstehe.... hinterher erzählt er seiner Partnerin , dass es ständertechnisch total anstrengend war, der arme Mann.
 
  • #98
Manchmal hat der andere eben das Bedürfnis, ein unerwünschtes Thema zum erwünschten zu machen. DAS zu ignorieren führt langfristig zu Problemen und kann nicht zu einer für beiden Seiten zufriedenstellenden Partnerschaft führen. Womit sich der Kreis wieder schließt, manchmal ist Beziehung halt auch Auseinandersetzung, Ignoranz und vehementes Verbitten von Themen führt da nicht gerade zur Weiterentwicklung.
Sie ist doch seine Freundin und weil sie miteinander Sex haben, weiss sie doch, dass er Erektionen hat! Oh, welch ein Weltwunder, wer hätte das gedacht? Das ist doch nur so selbstverständlich, wie das Amen in der Kirche und so normal, dass es nicht mal der Rede wert ist, ob er jetzt in der Sauna einen Ständer, beim Porno schauen oder nur beim Tagträumen hatte.
Das muss niemals zum Thema gemacht werden, weil es nicht nötig ist. So wie man nicht über das Pinkeln redet.

Nur Menschen, die das nicht als selbstverständlich betrachten, müssen es um jeden Preis zum Thema machen.
Ich würde dabei nur mit den Achseln zucken oder sagen: "da bin ich aber froh, dass er noch funktioniert und steht und muss mir keine Sorgen machen." Über selbstverständliche Sachen (Erektion) muss man nicht reden, weil sie so selbstverständlich sind!

Mich würde es ansonsten nicht stören (nur überraschen), wenn ein Mann in der Sauna einen Ständer kriegt nur hab ich es nie erlebt. Wäre für mich sogar eine Bestätigung, dass er mich sexuell attraktiv findet und entsprechend reagiert. Mehr nicht!

Auch würde es mich nicht stören, wenn ein Freund mir das sagt, der alleine in die gemischte Sauna gegangen ist. Es würde mich auch überraschen, dass er ausgerechnet dort einen Ständer hatte, wo alle Männer genau das verhindern wollen.

Ich hatte das schon mehrmals sogar beim Autofahren mit ihm erlebt, weil wir über die Sexualität geredet hatten. Nur beim Reden! Das beflügelt die Fantasie wie erotische Literatur und genau deswegen hatte ihr Freund ja auch eine Erektion, weil er die entsprechende Fantasie zum nackten Körper aufbaute. Sein Kopfkino lief viell. auch nur wenige Sekunden.

Ohne auch nur kurzfristige Fantasie regt sich nichts zw. den Beinen - egal ob nackt oder angezogen.
 
R

rosenmann

  • #99
Jeder hat ja seine Anischten, aber ich empfehle sowas mit Humor zu sehen, es macht das Leben einfacher. Die FS könnte sich statt des Dramas freuen, dass bei ihrem Mann noch alles funktioniert.

Und wie man aus einem "Ständer" die Vorstufe zum Fremdgehen konstruiert, ist mir nach wie vor schleierhaft. Der Unterschied ist doch eigentlich unmissverständlich, das eine ist einer natürliche Reaktion des Körpers, gegen die er sich ggf. künstlich wehren müsste, in dem er wie ein verklemmter Junge in eine Ecke starrt und an Mathe denkt (klappt aber auch nicht immer), das andere ist eine Entscheidung, die wir treffen. Fremdgehen passiert nicht einfach so.

Entweder ich vertraue meiner Frau und wenn ich das tue, darf sie auch andere Männer anschauen, oder die Beziehung ist nicht viel Wert. Wenn sie weiß, was sie an mir hat, wird sie nicht fremdgehen, fertig.
 
  • #100
Wenn die FS und Ihr Supergatte so eine tolle Beziehung mit allem drum und dran haben, frage ich mich, warum geht er überhaupt in eine gemischte Sauna? Allein das würde mich als Ehefrau schon stören.

Wenn es ihm nur ums "saunieren" geht kann er auch in eine Männersauna. Es gibt nunmal Zeiten für gemischte und getrennte
Sauna.
Liebe Herakles, das mag es in deiner Großstadtwelt geben. In meiner Kleinstadtwelt gibt es Frauensauna und gemischte Sauna. Als Mann hast du die Wahl in die gemischte Sauna zu gehen oder eben gar nicht. Ganz davon abgesehen, dass mich das persönlich nicht interessiert, und ich meine Saunagänge nach meinem Terminkalender plane, nicht danach, ob es vielleicht einmal in der Woche ein Angebot nur für mich gibt. Anscheinend ticken da manche Frauen etwas anders und brauchen etwas, das nur für sie bestimmt ist (siehe Fitnessstudios). Naja, wers braucht. Abgesehen davon würde ich mir als Mann gut überlegen, ob eine Frau die so wenig Vertrauen zu mir hat, dass sie sich daran stört, wenn ich in eine gemischte Sauna gehe, die richtige für mich ist.
 
  • #101
Ein gesunder junger Mann hat pro Tag mindestens 11 Erektionen. Ganz sicher ist nicht bei jeder seine eigene Frau dabei. Und ganz sicher hat das nichts mit Treue oder Untreue oder echter Lust auf andere zu tun.

Meiner Einschätzung nach handelt sich beim Mann der FS um einen treuen, sachlichen, offen über körperliche Vorgänge kommunizierenden Mann, der seiner Partnerin vertraut. Wenn sie mit dieser Sachlichkeit nicht klarkommt, sollte sie sich allerdings besser einen suchen, der ihr etwas vorspielt, und der seine wahren Empfindungen, Probleme und dergleichen verschweigt.

Ideal wäre allerdings, wenn sich beide ihrer Unterschiedlichkeit bewusst würden, um sich so zu ergänzen. Die Frau kann hier lernen, unbefangener und sachlicher mit bestimmten Themen umzugehen, und der Mann kann lernen, dass seine Frau eben emotionaler reagiert und dass er mit seiner Sachlichkeit manch emotional denkenden Menschen verletzen kann, in aller Unschuld.

Ich kenne das nur zu gut, ich bin auch ein sachlicher Mensch und bin dabei mit besten Absichten schon oft in emotionale Fettnäpfchen getreten, mit hässlichen Flecken in der Folge, bin daher mittlerweile zurückhaltender geworden. Dennoch kann ich mit emotional begründeten Aktionen, Eitelkeiten, Willkür, Vorenthalten von Tatsachen und vermeintlich rücksichtsvollen Spielchen absolut nichts anfangen, so etwas stört mein Vertrauen zutiefst und wäre für mich auch keine Basis für eine Partnerschaft.

Ich nehme an, Dein Mann wollte mit Dir partnerschaftlich darüber reden, wie er mit der Situation umgehen soll. Darauf kannst Du partnerschaftlich antworten. Du kannst ihm hier selbstverständlich mitteilen, dass Dich sein "Problem" sehr irritiert, weil für Dich sexuelle Reaktion und Empfinden von Lust auf jemanden zusammengehören (was bei ihm definitiv nicht so ist). Du darfst auch voll dazu stehen, dass seine biologische Reaktion Dich eifersüchtig macht. Mit echten Gefühlen kann er nämlich ganz sicher mehr anfangen, als wenn Du ihn jetzt noch weiter unter Druck setzt oder runterputzt, was sein Vertrauen nur noch mehr demontiert. Also rede bitte endlich mit ihm, WIE er sich denn nun am besten verhält - damit es weder peinlich noch für irgendjemanden verletzend wird.
 
  • #102
Und wenn er ihr erzählt, was ihn so sehr beschäftigt und peinlich ist (die Latte in der Sauna), was kann die FS dagegen tun? [...]
So etwas würde ich erst dann erzählen, wenn ich weiß dass mein Partner eine Lösung für mich hat.
Weißt du was ich am häufigsten von Frauen gehört habe, was sie an Männern stört? Dass Männer glauben, wenn Frauen über das reden, was in ihrem Kopf so vorgeht, sie von Männern auch eine Lösung für ihre Probleme haben wollen. Es sind doch meist Frauen, die immer sagen, ich will, dass er mir zuhört, aber meine Angelegenheiten möchte ich selbst regeln, denn ich bin ja ach so unabhängig. Außerdem bemängeln Frauen, dass Männer zu wenig über ihr Innenleben berichten.
Jetzt kommt da ein Mann und berichtet seiner Partnerin über das, was in seinem Kopf vorgeht. Es ist zwar nur so eine Belanglosigkeit wie eine beginnende Erektion in der Sauna, aber wenn wir ehrlich sind, berichten Frauen uns Männern auch jede Menge Belanglosigkeiten. Aber jetzt passt es anscheinend auch wieder nicht. Der Mann hat doch überhaupt nicht nach einer Lösung für sein "Problem" gefragt. Er wollte nur offen über das berichten, was ihn momentan so beschäftigt. Man kann Männern nur raten, nicht offen mit ihren Frauen zu reden, denn anscheinend fehlt vielen Frauen das Grundverständnis für Männer, und auch der Wille, sie zu verstehen. Offenheit vom Mann wird anscheinend nur dann akzeptiert, wenn das Gesagte der Frau gerade passt, ansonsten wird es sanktioniert. Der Mann wird als etwas gesehen, über das man die Kontrolle behalten muss. Ziemlich mieser Umgang mit dem anderen Geschlecht, würde ich sagen.

Übrigens: ich lebe in einer Beziehung, in der wir sehr offen über alle Dinge reden, das schließt auch Erektionen in Sauna und Freibad mit ein. Meine Frau findet das überhaupt nicht schlimm, sie findet das schlimmstenfalls langweilig. Der Grund? Wir sind Partner, wenn nichts dazwischenkommt auf Lebenszeit. Das bedeutet, dass keine körperliche Reaktion meiner Frau mich abstößt, und umgekehrt auch nicht. Ich betrachte ihre Sexualität als etwas grundlegend positives, und sie die Meine ebenfalls. Wir brauchen uns nicht gegenseitig einzuschränken, weder in unseren Äußerungen, noch in unserer Körperlichkeit. Die Grundlage dafür ist Vertrauen und die Bereitschaft, dem anderen grundsätzlich positiv und mit Achtung und Respekt zu begegnen.
 
N

nachdenkliche

  • #103
Ich weiß nur, was ich darüber denke und was ich fühlte, wenn mir mein Partner sagt, wann er einen Ständer bekommt. Wir sind Laien und haben jeder unsere eigene Meinung, keine ist falsch! Mich würde wirklich mal interessieren, was ein Sexualtherapeut oder Paartherapeut der FS dazu sagen würde.
Ich meine, wenn ihr Partner die Absicht hatte, sie mit dieser Aussage
scharf zu machen, ist das wohl gründlich daneben gegangen, wäre es bei mir auch. Wenn es nicht seine Absicht war, sie irgendwie zu stimulieren, dann frage ich mich, was um Himmels Willen war seine Absicht? Dass sowas bei Männern passiert, lernen wir schon in der Schule.
 
  • #104
Ich hätte einen besagten Mann mit der Beule in der Hose in einer Bar nach Hause mitnehmen können und wir hätten Sex. Er war ja schon bereit für Sex, er hatte eine Errektion!
Wenn du mich so angetroffen hättest und ich wäre in einer Beziehung , hättest du mich nicht abschleppen können. Hört bitte auf, uns Männern die Triebkontrolle abzusprechen.
Genau das scheint ja auch das Problem vieler Frauen hier zu sein - dass sie eine spontane Erektion bereits als Paarungsbereitschaft des Mannes ansehen.
NEIN, das ist es nicht, liebe Frauen! Es ist erst mal NUR die biologische, zuweilen unvermeidliche Reaktion des männlichen Körpers. Daraus Sex folgen zu lassen oder nicht, ist immer noch eine extra Entscheidung (!), die Mann trifft, kein Automatismus. Auch wenn bei nicht wenigen Männern, da schnell mal das Hirn oder das Gewissen ausgeschaltet werden. Trotzdem, auch dann ist es eine Entscheidung des Mannes. Deswegen ist die immer wieder von Männern getätigte Aussage: "es überkam mich einfach.." auch eine erbärmliche Lüge, um die eigene Entscheidung FÜR den Sex leugnen zu können.
Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, es ist unglaublich taktlos - ob nun beabsichtigt oder nicht ist völlig egal. Denn was zählt ist, was dadurch ausgelöst wird beim Partner.
...
Eine Beziehung lebt von Authentizität und Spontaneität und vor allem von der Echtheit der Gefühle
Dann habe ich mich geirrt bei dir und du hast es doch nicht verstanden. Schade. Aber nicht meine Baustelle.
Der eklatante Widerspruch in deinen Aussagen (vor bzw. nach den drei Punkten) ist der dir wirklich nicht bewusst? Du willst Spontanität, aber nur, wenn sie angenehm ist und echte Gefühle und Authentizität nur, wenn sie keine Verletzungen des anderen beinhalten. Sorry, das gibt es nicht! Das entscheidende ist, wie man damit umgeht. Schreit man nur "aua" und schmollt wie ein kleines Kind und macht einen auf beleidigte Leberwurst (seine Absicht dahinter ist mir egal, es zählt nur meine erste spontane Schmerzreaktion)? Oder schaut man sich NACH dieser völlig verständlichen und berechtigten(!) ersten spontanen Reaktion mal an, wieso einen das jetzt überhaupt verletzt hat und ob sich nicht was gewinnbringendes für beide draus lernen lässt. Fast jeder Wachstumsimpuls hat auch eine schmerzhafte Seite, und zumeist als Auslöser. m/44
 
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  • #105
@AufdrSuche Beitrag #67

Du erinnerst mich an meine ehemalige Psychotherpeutin, bevor ich sie gewechselt hatte. Sie sah Probleme oder unterstellte mir welche, wegen denen ich gar nicht gekommen war, die ich so auch gar nicht hatte, aber vor lauter hinterfragen und hinschauen müssen, irgendwann soweit war, selbst daran zu glauben.

In meiner 23-jährigen Ehe habe ich mich mit vielem auseinandersetzen müssen. Und ich kenne inzwischen auch meine und die Grenzen meines Mannes. Er ebenso. So unterschiedlich wir beide sind, uns nach wie vor nicht immer in allem einig, in dieser Sache sind wir es. Es gibt keinen Grund, uns ausserhäusliche und (noch) harmlose Reaktionen zu erzählen. Wir würden uns damit nicht beschenken. Eine Psychoanalyse würde daran auch nichts ändern.

Meine „sarkastische Bemerkung“ war dann übrigens auch nur eine Antwort auf deine für mich empfundene zynische Erklärung. Ein Geschenk sollte Freude bereiten. Und da liegt doch der Haken. Auch wenn wir Frauen wissen, dass dies bei Männern mehr oder weniger naturgegeben ist, wollen wir es nicht ungefragt bestätigt bekommen. Ja, und so wie wir es wissen, sollte auch ein Mann wissen, dass uns die Information darüber, nicht bereichern wird. Ausnahmen gibt’s, das bestätigt ja auch dieser Thread.

Ich glaube nicht, dass eine Partnerschaft länger oder weniger lange anhält, wenn man darüber erzählt. Was aber darüber hinausgeht, also tatsächliches Fremdgehen oder sich in einen anderen verlieben, das ist dann etwas, das direkt oder indirekt beide betrifft. Und da könnte man einen anderen Thread eröffnen, mit der Frage, soll man es seinem Partner erzählen oder nicht. Auf die Antworten wäre ich dann gespannt.
 
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  • #106
@#101, Uncle Tom,

Volle Zustimmung.

Da wünschen sich die Damen immer, dass ihre Männer mit Ihnen sprechen, und wenn dies dann passiert, ist es auch wieder nicht recht...
Und es ist ja nun wirklich nicht so, dass Frauen nur Dinge erzählen, die von Belang sind. Genau genommen könnte man jetzt sagen, warum möchte denn die FS jetzt darüber Auskunft geben, wie es ihr damit nun geht, dass sie das von ihrem Freund erfahren hat. Wen interessiert das (überspitzt gefragt)? Was für ein weltbewegendes Gespräch unter vier Augen soll das werden? Über ihr Innenleben? Aha? Und was ist mit dem Innenleben des Mannes? Das ist dann doch nicht so wichtig, nicht? Soll er doch seine Saunaerlebnisse bitte für sich behalten und eine völlig natürliche Körperreaktion des Mannes ist ja "Pfui", außer, sie gilt der Prinzessin, sorry, Partnerin persönlich, dann ist es nicht mehr Pfui, sondern Aaah...
Wenn denn nun diese Saunaerzählung so uninteressant und unwichtig und "sinnlos" ist...dann verwundert es um so mehr, dass sich daraus mittlerweile ein vierseitiger Thread entwickelt hat.
Sooo uninteressant war es dann wohl doch nicht, ich vermute, es passt einfach nicht in das Heile- Welt- Bild, dass Mann eben zuweilen auch anderweitig eine Erektion bekommen kann.
Ich find das gut dass er das unbefangen erzählt hat, wird er wohl nicht so bald wieder tun, wenn das solche Reaktion hervorruft, sondern lieber seine intimen Gedanken für sich behalten.
Schade eigentlich.
 
  • #107
Ich sehe es wie @neverever: völlig sinnlos darüber nachzudenken und es zu erzählen. Was und wem bringt das etwas?

Genauso wäre es wenn der Mann über seine Frau denkt: "Sie hat einige Kilos zugenommen und sie hat mir mit weniger besser gefallen." Wenn er ihr sagt, würde er sie damit verletzten.

Auch bei ihm gibt es vielleicht im Laufe der Jahre Veränderungen, die ihr nicht gefallen aber sie behält es für sich. Zu tiefe Falten oder weniger und viele graue Haare.

Ich würde es verstehen, wenn etwas aussergewöhnliches, sensationelles erzählt, wie: "ich habe das Gefühl mir wächst in Ansätzen ein zweites Glied".

Alles andere ist so wichtig, wie ein umgekippter Reissack in China, hat jemand es hier so schön formuliert.

Sicherlich hatte er nicht vor fremdzugehen, weil es gerade in der Öffentlichkeit verboten ist. Angenommen es wäre nicht verboten und das hätte keine Strafanzeige zur Folge, was würde passieren, wenn ein Mann eine volle Errektion - denn es gibt wirklich zumindest biologisch betrachtet kein deutlicheres Zeichen für: "ich bin bereit für Geschlechtsverkehr. Wie bei allen Säugetieren. Steht das Glied bei ihnen dann gibt es sofort eine Kopulation - in der Sauna hat und eine Frau signalisiert auch Bereitschaft? Aber was wenn die Frau Lust auf ihn bekam und wenn sie Single ist? Hat sie selbst ein Freund, wird sie zu Hause essen. Wenn nicht und sie macht ihm ein Angebot, geht er darauf ein!

Hier kann nur @Floris selbst einschätzen, wie er reagiert, denn nur sie kennt ihn am besten.

Die Frage ist wirklich: Muss man wirklich alles, aber wirklich alles erzählen, was einem durch den Kopf geht? Man macht sich damit völlig transparent und völlig uninteressant und sogar langweilig, wenn man alles weiss! Jeder hat und darf Sachen für sich behalten, die nur ihn betreffen! Und das ist mit der Errektion und Flatulenzen genauso.
 
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  • #108
Und es ist ja nun wirklich nicht so, dass Frauen nur Dinge erzählen, die von Belang sind. Genau genommen könnte man jetzt sagen, warum möchte denn die FS jetzt darüber Auskunft geben, wie es ihr damit nun geht, dass sie das von ihrem Freund erfahren hat. Wen interessiert das (überspitzt gefragt)? Was für ein weltbewegendes Gespräch unter vier Augen soll das werden? Über ihr Innenleben? Aha? Und was ist mit dem Innenleben des Mannes?
Da stimme ich dir auch wiederum zu, denn mein Exfreund ist ja auch alleine in die Sauna gegangen, denn sie war nur paar 100 m von seinem Haus entfernt und ich wohne in einer anderen Stadt 30 min. Autofahrt entfernt. Und hätte er mir das erzählt, so hätte ich nur geschmunzelt aber wäre nicht eifersüchtig, denn er ging auch in die gemischte Sauna bevor er mich kannte.
Eine solche Offenbarung hätte ich nicht zur Diskussion gestellt.

Frauen wollen nicht immer über ihr Innenleben reden insbesondere dann nicht, wenn sie wissen, dass es keine Lösung gibt und sie damit ihren Partner nur belasten. Über Probleme, die man nicht lösen kann zu reden bedeutet nur in den Sumpf zu versinken bzw. sich nur im Kreis zu drehen.

Mir geht es zumindest so. Ich jammere und rede nicht davon dass sich wegen einer chr. Krankheit auch den Rollstuhl draussen neben den Gehstöcken benutzen muss. Ich könnte jeden Tag darüber reden und mich beklagen, wie mühsam das alles ist und beschwerlich aber dadurch werde ich ja nicht gesund - ergo ich musste die Krankheit akzeptieren und damit leben und das Beste draus machen.

Darum stimmt es nicht was @Uncle Tom sagt, Frauen würden auch über Belanglosigkeiten reden wollen - manche schon.

Frauen reden auch nicht mit ihren Männern darüber, wenn sie Menstruationsbeschwerden und zu starke Blutungen haben. Könnten sie auch aber was kann dann der Mann damit anfangen? Nichts!

Es gibt einfach Sachen über die es vollkommen sinnlos ist zu reden. Eine Frau würde auch ihrem Mann nicht sagen sie wurde feucht in der Sauna beim Anblick eines nackten Mannes! Er könnte sie falsch verstehen und auch er würde es als Bereitschaft für Sex verstehen, da bin ich 100% sicher. Auch wenn sie es nicht vorhätte beim Anblick des besagten Mann mit ihm auch Sex zu haben.

Wir wissen ja welches Kopfkino die Offenbarung von Nicole Kidman im Film "Eyes wide shut" beim Tom Cruise ausgelöst hat.
 
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R

rosenmann

  • #109
Ich habe mal wieder den Eindruck, dass sich manche Frauen ihre Wahrheit hinbiegen, wie sie es gerade brauchen.

Ihr Lieben, wenn Männer in einer Beziehung oft stöhnen, dann ist es genau deshalb, weil Frauen über alles reden wollen. Und oft genug musste ich mir anhören, wie das ist mit den Schmerzen in der Regel, schlechte Laune incl., das geht zu einem Ohr rein und zum anderen raus. So ist das nunmal.

Jeder Mann weiß wovon ich rede. Wir sollen keine Lösungen haben, nur zuhören. Gleichwohl natürlich immer genau abwägen, was wir von uns erzählen, es könnte der Dame nicht passen.

Zu guter Letzt, wie kommt ihr drauf, dass ich einer Frau nicht sage, wenn sie langsam zu dick wird? Ganz sicher tue ich das, habe ich auch schon, aber besser reden wir darüber, bevor es überhaupt dazu kommt und dann wird zusammen Sport gemacht, es betrifft ja meist beide.
 
  • #110
Genauso wäre es wenn der Mann über seine Frau denkt: "Sie hat einige Kilos zugenommen und sie hat mir mit weniger besser gefallen." Wenn er ihr sagt, würde er sie damit verletzten.
Wenn sie einen Spiegel hat, dann wird sie feststellen, dass es u.U. den Tatsachen entspricht. Verletzt sein hin oder her - dann darf Frau aber nicht jammern, wenn der Mann dann weniger Lust auf sie hat, sie weniger attraktiv findet und vielleicht mal ein Blick auf ander Damen wirft oder oder oder. In einer Beziehung immer nur Dinge zu thematisieren, die den anderen nicht verletzen geht irgendwann nach hinten los. Derjenige der verletzt ist, sollte sich eher fragen, warum es ihn verletzt.
Frauen reden übrigens sehr viel über Belanglosigkeiten und es ist auch erwiesen, dass es ein Kommunikationsproblem zwischen Mann und Frau ist, dass frau sich mitteilen möchte und Mann denkt, sie will Lösungen. Und über was man mit seinem Partner reden möchte, entscheidet man doch selbst, wenn dem Partner das Thema nicht passt, kann er das respektvoll und angemessen äußern. Irgendwie fahren hier viele eine ganz schöne Egoschiene, der Partner der FS hat das Bedürfnis über seine Anstrengungen in der Sauna cool zu bleiben zu reden - die Partnerin findet das unnötig, also hat er das gefälligt auch unnötig zu finden. Meine Kommunikationskultur in einer Beziehung ist eine andere, hat sich seit fast 20 Jahren bewährt, also sehe ich keinen Grund das für mich zu ändern. Wer es anders handhabt und damit gut fährt, soll das tun.
 
  • #111
Wenn denn nun diese Saunaerzählung so uninteressant und unwichtig und "sinnlos" ist...dann verwundert es um so mehr, dass sich daraus mittlerweile ein vierseitiger Thread entwickelt hat.
Du hast es doch super erklärt. Es passt halt nicht ins Bild, welches sich manche Menschen von ihrer Beziehung oder auch ihrem Partner machen. Es ist anstrengend, sich mit den Gefühlen und Reaktionen des Partners auseinanderzusetzen, es ist noch viel anstrengender, sich mit den eigenen Reaktionen auseinanderzusetzen. Zu schauen, warum manche Vorkommnisse oder Situationen oder Äußerungen unsere eigenen "Kopfkinoknöpfchen" triggern, was das mit uns selbst zu tun hat. Nennt man ehrliche Selbstreflexion, soll zur Weiterentwicklung beitragen und hilft auch ungemein dauerhafte Liebesbeziehungen aufrecht zu erhalten.
 
  • #112
Obwohl ich sehr offen lebe, dies auch bin, erschüttern mich einige der Meinungen zutiefst.
Es geht überhaupt nicht darum welche Gefühle dieser Mann in einer Sauna erlebt, sondern, dass er diese seiner Partnerin ungefragt aufhalst.
Solange solche "Geständnisse" im Vorfeld nich klar vereinbart wurden ist dieses Art der Offenheit in einer monogamen Beziehung unangebracht, komplett empathielos und lieblos.
Selbst in einer offenen Beziehung gibt es Regeln, welche den Grad der Offenheit, auch in der Kommunikation, regeln.
Kaum eine Frau würde ihrem Mann völlig unbedarft anvertrauen, dass sie neim Anblick ihres toll gebauten, attraktiven Kollegen, jedesmal ein feuchtes Höschen bekommt.
Warum um alles in der Welt, sollte man seinem Partner mit solchen Aussagen (solange sie nicht beziehungsrelevant sind) ein schlechtes Gefühl machen!
Zu einer liebevollen vertrauten, seelig machenden Beziehung, gehören such kleine süße Lügen.
Da ist 'sie' eben die schönste Frau der Welt und kein anderer Mann küsst so wie 'er'. Da schmecken 'ihre' Küsse nach Erdbeeren und 'seine' Oberarme sind hart wie Stahl.
Wen interessierts ob es objektiv ist? Es geht, nicht zuletzt, auch darum sich gegenseitig gute Gefühle zu schenken.
Davon abgesehen weiss ich als Frau die seit ihrer Kindheit viel Zeit an FKK Stränden und in Saunen verbrachte, dass durchaus nicht alle Männer beim Anblick attraktiver weiblicjer Nacktheit, gegem Errektionen kämpfen müssen.
Da wird nackt Volleyball gespielt, am Lagerfeuer geplaudert, gegrillt, es werden Kochrezepte ausgetsuscht, sich übers Wetter und heimwerken unterhalten.
Ich würde sogar soweit gehen, dass ein regelmäßiger Saunagänger, der nackte Körper in solch einer Umgebung nicht neutral sehen kann, ein ziemliches Problem mit sich selbst hat.
 
  • #113
Ich würde sogar soweit gehen, dass ein regelmäßiger Saunagänger, der nackte Körper in solch einer Umgebung nicht neutral sehen kann, ein ziemliches Problem mit sich selbst hat.
Das wäre aber dann wieder das Argument dafür, dass der Freund der FS sich der FS mitteilt, weil er ein Problem damit hat, seine Erregung nicht zu zeigen. Wenn ich den Eröffnungspost lese, dann hat er ihr erzählt, dass er in der Sauna Mühe hat, bloss keine Erektion zu bekommen. Das ist etwas völlig anderes, als wenn er prahlen möchte oder ihr mitteilen möchte, dass sie nicht "die Eine" für ihn ist. Meiner Meinung nach ist dann in einem beidseitig (!) emphatischen und liebevollen Beziehungsverhalten eine andere Reaktion angebracht als ein "das will ich nicht hören, weil ich es unnötig finde". Prima Gelegenheit um verständnisvoll darüber zu reden. Hier wird aber der Spiess rumgedreht und vor allem auf die Befindlichkeiten der FS eingegangen, die Bedürfnisse bzw. Befindlichkeiten des Freundes soll der doch bitte zurückstellen. ER hat Redebedürfnis, SIE findet es unmöglich ihr gegenüber - da prallen zwei unterschiedliche Bedürfnisse aufeinander. Klar, aber respektvoll Kommunizieren und Grenzen abstecken ist dann die einfachste und logischste Konsequenz. Da sollte man aber im Hinterkopf haben, dass evtl. einer in seinen Bedürfnissen ganz schön zurückstecken muss und (wenn das häufiger der Fall ist), es sich auch zum grundsätzlichen Beziehungsproblem ausweiten könnte. Würde mein Mann mir unsere Themen vorgeben und einige für unerwünscht deklarieren, obwohl ich mich darüber austauschen oder einfach nur mitteilen möchte, weil es für mich eine Relevanz hätte, dann würde mir das schon zu schaffen machen. Ich bin sehr froh, dass ich wirklich ALLES thematisieren kann (aber nicht muss), ohne mit heftigen und respektlosen Reaktionen rechnen zu müssen.
 
  • #114
Ich würde sogar soweit gehen, dass ein regelmäßiger Saunagänger, der nackte Körper in solch einer Umgebung nicht neutral sehen kann, ein ziemliches Problem mit sich selbst hat.
Ich bin selbst eifrige und passionierte Saunagängerin, und gewiss nicht deshalb, weil es dort nackte Menschen zu gucken gibt, sondern eben, weil Sauna einfach toll ist.
In der gemischten Sauna gibt es für Frauen auch selten was Schönes zu sehen. Natürlich nimmt man wahr, dass dort nackte Männer und Frauen herumlaufen, aber anders. Ich unterhielt mich zum Beispiel mal im Dampfbad mit einem gutaussehenden Mann über die Schulferientermine in unserem Bundesland für 2012. Und danach über Probleme, die Kinder vom PC wegzubekommen. Also alles vollkommen unerotisch. Dennoch fiel mir natürlich auf, dass er gut aussah, wer Augen im Kopf hat, sieht es nun mal, ob da einer vor einem sitzt, der nicht so gut aussieht, oder der schon gut aussieht.
Aber natürlich bekommt man da kein feuchtes Höschen, dazu gehört dann schon etwas mehr.
Es gibt ja auch unterschiedliche Menschentypen. Der eine ist empfänglicher für Gerüche, der Andere ist mehr der visuelle Typ, manch einem ist das, was er hört, enorm wichtig, oder Worte...
Der Freund der FS ist wohl dann ein sehr visueller Typ und schaut sich eben gern mal Menschen an, auch hübsche Frauen, au weia. Es soll auch Männer (und Frauen) geben, die sich an Fotos nackter Menschen erfreuen, und dafür in Ausstellungen rennen.
Das bedeutet doch aber noch lange nicht, dass man mit diesen sogleich intim werden mag. Selbst mit Beinahe - Erektion nicht...Die Probleme der FS hätte ich gern...
 
  • #115
Hochinteressant, was sich aus dieser Frage entwickelt hat.
Einerseits die Diskussion: was will ich wissen, was soll man sich erzählen, was ist gewünschte Offenheit, die beziehungsförderlich ist, was ist Privatsphäre, die beziehungsschädlich ist.
Andererseits die Frage, wenn er einen Ständer hat, ist er damit bereit zu Gv und Untreue, und was weiß ich alles.
Zum ersteren: Kommunikation in einer Beziehung ist niemals schwarz/weiß. Niemand darf oder soll unter dem Mäntelchen Ehrlichkeit alles offenbaren. Da ist Ehrlichkeit nur ein anderer Name für Faullheit, nämlich sich nicht die Mühe machen, zu unterscheiden. Klugheit darf immer noch angewendet werden. Niemand muß den Mund aufmachen und alles rausfallen lassen, was grad ungefiltert aus dem Hirn kommt. Ist kein Zeichen für Intelligenz, weder solche, noch emotionale.
Ob ein Mann, der einen Ständer hat, zum GV bereit ist? Ja klar, sonst hätt er ja keinen. Mit beliebigen Frauen? Ja klar, sonst hätt er ihn ja nicht. Offenbar brauchen Männer wirkliche enorme Selbstbeherrung und die Rationalität der potentiellen Partnerinnen, um das nicht zu tun. Danke, Biologie. Gruselig.
 
  • #116
@Tulaya, da haben wor beide ein unterschiedliches Verständnis von Respekt.
Nicht die Reaktion der FS finde ich respektlos, sondern die Offenbarung ihres Partnes.
Wahrheit ist nicht immer richtig und gut sowie Lügen nicht immer falsch und schlecht sind.
Gut ist was gut tut... auch langfristig.
Menschen welche meinen immer und überall ihre persönliche 'ungeschminkte' Wahrheit verbreiten zu müssen sind in erster Linie, grobschlächtig, empathiebefreit und egozentrisch.
Wenn ich meinen Partner liebe kenne ich seine neuralgischen Punkte, ich weiss wie er "tickt" und was ihn verletzen könnte.
Da trampel ich nicht eie ein Elefant im Porzellanladen drüber nur weil ich das Bedürfnis habe ihm auch noch die Herüche meiner Ausscheidungen beschreiben zu wollen. Und nichts anderes, nur eine andere Thematik betreffend, tat der Freund der FS.
Es schadet einer Beziehung nicht, wenn man(n) mit seine Frau anders kommuniziert als mit den Stammtischkollegen.
Vorher einfach mal kurz in den anderen hineinversetzen ehe man den Mund aufmacht.

Liebe FS, konntest Du Deinem Partner inzwischen Deinen Standpunkt nahe bringen?
 
  • #117
Mir fällt auf, dass es in der Offenheitsfrage offenbar kein richtig oder falsch gibt, das beweisen die vielen unterschiedlichen Antworten hier. Konsens scheint zu sein, dass man nicht alles erzählen muss (sehe ich auch so), dass es sich respektlos sein kann, bestimmte Dinge zu erzählen (sehe ich auch so). Wo jeweils die Grenzen gezogen werden, was in den Bereich der respektvollen Erzählbarkeit fällt, da scheiden sich dann die Geister. Hilft also nichts, man muss sich selbst und seinen Partner kennen, um Verletzungen zu vermeiden. Wie aber lerne ich den Partner kennen, wenn die Grenzen nicht ertastet werden - und dazu gehört doch auch, ihn verletzlich zu sehen und sich selbst verletzlich zu zeigen?

Meine Frage führt zum Ausgangspost zurück. Die FS war verunsichert und wohl auch verletzt. Meine Frage an euch : gehen wir mal davon aus, der Partner konnte es nicht wissen, dass sein Statement verunsichert hat (dass es nicht unbedingt selbstverständlich ist, dass er das wissen konnte, sehen wir an der Länge des Threads).

Wie stellt ihr euch unter diesen Umständen einen sensiblen, guten Umgang mit der Situation vor?
 
  • #118
Gute Frage!
Glaube das kann nur sehr sachlich und auch mit dem ehrlichen Bemühen um Verständnis für die Position des anderen klappen.
Geht man das emotional bzw. zu emotional an wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit schief gehen. Denn entweder prallt dann Emotion auf Emotion und es gibt einfach nur unproduktiven Streit oder einer wird von der emotionalen Reaktion des anderen überfahren, kapituliert und zieht sich innerlich zurück. In meinen Augen das wohl schlimmste Ergebnis.
 
  • #119
Der Mann bleibt sexuelles Wesen immer noch nach wie vor, auch wenn er jetzt einer Frau "gehört"? Denn etwas anderes spricht aus einer derart empörten Reaktion nicht: Der gehört ich jetzt MIR, wie kann er da noch auf andere Frauen reagieren?
Gruselig finde ICH, dass der Mann hier bald hingestellt wird, als wäre er fremdgegangen. Hallo!? Er war in der Sauna und hat von seiner körperlichen Reaktion erzählt! Mehr nicht!
 
  • #120
Nicht die Reaktion der FS finde ich respektlos, sondern die Offenbarung ihres Partnes.
Ich finde die Offenbarung des Partners eben nicht respektlos, allenfalls könnte man ihm "vorwerfen", dass er die Grenzen der Partnerin noch nicht erkannt hat. Er hat es vertrauensselig erzählt und bekommt dafür einen Rüffel - die FS hat geschrieben, dass ihre Reaktion darauf sehr heftig war. Und daran ist meiner Ansicht nach nix zu rütteln daran, dass das weder respektvolle Kommunikation noch beziehungsförderlich ist.
(...) weil ich das Bedürfnis habe ihm auch noch die Herüche meiner Ausscheidungen beschreiben zu wollen. Und nichts anderes, nur eine andere Thematik betreffend, tat der Freund der FS.
Die Gerüche seiner Ausscheidungen mit den evtl. unangenehmen Gefühlen beim Saunagang durch sexuelle Erregung zu vergleichen ist echt strange. Die Verdauungsvorgänge teilen Partner in der Regel nicht, ihre Sexualität aber schon - ich würde mich immer noch über das Vertrauen freuen und darüber, wie mein Schatz sexuell so tickt. Trägt zum Kennenlernen bei. Aber wie dem auch sei, würden meinem Partner die Gerüche seiner Ausscheidungen ernsthafte Sorgen bereiten und er möchte das deswegen thematisieren, bitte, soll er. Ich habe dann immer noch die Möglichkeit, zu entscheiden, ob ich seine Sorgen teilen möchte oder ob ich ihm freundlich besorgt mitteile, dass er sich dann doch bitte einen anderen Gesprächspartner für dieses Thema suchen soll. Aber das Gespräch empört beenden und ihn für "diese verletzende Unsensibilität" mir gegenüber noch runterputzen käme mir nicht in den Sinn. Obwohl das Verdauungsthema sicherlich noch viel mehr mit Tabus besetzt ist, wie ein völlig simpler Vorgang wie ein Saunabesuch (der ja nun nichts besonderes ist), der halt bei manchem Mann auch mal eine Erektion produzieren kann...