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  • #1

An die Väter: Was unternehmt Ihr mit Euren Söhnen in der Freizeit?

Welche Aktivitäten eignen sich besonders für den Umgang Vater - Sohn? Was müssen Jungs - in einer oft von Frauen dominierten Umgebung - von ihren Vätern lernen? Warum haben viele Männer keine Zeit für ihre Jungs?
 
E

excuse-me

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  • #2
Ich bin eine Mutter von zwei fast erwachsenen Söhnen.
In den anderen Rubriken dieses Forums wird wie immer heftig gepostet. Diese Frage hier wurde vor über 4 Stunden eingestellt.

Die Frage "Warum haben viele Männer keine Zeit für ihre Jungs" hat sich wohl damit schon von allein beantwortet.

W 48 - *22 Jahre verheiratete Alleinerziehende* von 2 Söhnen !!!
 
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  • #3
Ich halte das für ein sehr wichtiges Thema!
Die Auseinandersetzung mit dem Thema Männlichkeit habe ich leider erst vor einem Jahr begonnen -- leider um Jahre zu spät.

Jeder wünscht sich, dass der eigene Junge bestimmte positive Eigenschaften entwickelt:
- Ausstrahlen einer gewissen Stärke / Aura, kann sich Durchsetzen ohne zu verletzen
- Begeistert sich für das Leben und liegt nicht nur inaktiv in der Ecke
- Entwickelt Visionen / träumt von seiner Zukunft
- Ist Selbstbewust im Umgang mit Frauen
- Zeigt Verantwortung für sich und seine Mitmenschen
- und weitere mehr.

Ein Vater kann das maßgeblich zu untersützen, sollte ein Vater seinem Sohn bestimmte Erfahrungen und Werte vermitteln:
- Heranführung an die eigenen Grenzen (z.B. Bergtour bis an die Grenze der Erschöpfung)
- Was macht Männliche Leidenschaft (z.B. für Fussball, Motorräder, etc.) aus?
- Männliche Gemeinschaft (gegenseitiger Zuspruch, Vermittlung von Werte, Ausdruck von Stärke, ...)
- wie kämpft man mit dem Herzen um eine Frau?
- usw.
Das nachfolge mag etwas überheblich klingen, aber mittlerweile glaube ich das auch:
Bestimmte der o.g. Themen können nicht von einer Frau an ihren Jungen weitergegeben werden. Sollte es keinen Vater mehr geben, ist eine andere Männliche Bezugsperson erforderlich, um diese Entwicklung durch zu machen.

sehr gute Bücher zu dem Thema:
- Thorsten Leimbach: Männlichkeit leben
- John Eldredge: Der ungezähmte Mann
- Steve Biddulf: Von der Schwierigkeit einen Jungs zu erziehen

Ich kann jedem empfehlen sich damit auseinander zu setzen.Die Bücher sind auch für Frauen geeignet, die ihre Männer verstehen wollen :)
 
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  • #4
@#2: Ich glaube auch, dass man als Junge vielleicht doch mehr ausprobieren muss, um sich erst einmal auch "finden" zu können und seine eigene selbständige Persönlichkeit aufzubauen. Und es wäre nicht schlecht, wenn ausser dem Vater auch andere männliche (hoffentlich verständige) Bezugspersonen da sind... Wenn ich weiss, dass ich vielleicht nicht dazu geeignet bin, ihn zu einer gesunden, selbstbewussten Persönlichkeit zu verhelfen (etwa aufgrund meiner eigenen Vergangenheit), würde ich nicht zögern, fremde männliche Bezugspersonen um Hilfe zu bitten. Ihm etwas "für's Leben beizubringen" heisst doch auch, ihm zu einer entsprechendem Struktur zu verhelfen...Etwa indem ich ihn zu einem Karatetraining mit einem verständigen Kindertrainer gebe, wenn ich mir wegen Schüchternheit oder körperlicher Schwäche Sorgen machen müsste und ich es selbst nicht bewerkstelligen kann. Dass so etwas Wunder bewirken kann, sieht man an jemandem wie Choi Hong Hee, dem Entwickler des modernen Tae-Kwon-Do unter militärischen Gesichtspunkten... Problematisch kann's für ihn werden, wenn er lernen muss, mit gewissen Gefühlen (Pubertät etc.) so umzugehen, dass er davon nicht zu sehr beeinträchtigt wird und etwa siene anderen Pflichten vernachlässigt. Mädchen untereinander haben es da u.U. einfacher, untereinander Vertrauensbeziehungen aufzubauen, Jungs sehen sich da oft eher als Konkurrenten und gerade da wäre man als Mann wohl sehr gefragt...

T(43)
 
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  • #5
Kinder lernen durch vorgelebte Situationen und durch das Spiel.

Viele Väter - und auch Mütter - haben keine Zeit, manchmal auch schlichtweg keine Lust, sich mit ihren Söhnen und Töchtern zu befassen. Sie werden wohl scheinbar Wichtigerem den Vorzug geben und begehen dadurch Riesenfehler, denn in der Entwicklung von Kindern gibt es sogenannte "Phasen", wo sie besonders aufnahmefähig und "gwunderig" sind. Nun fehlen die Väter oft und führen mit ihren Söhnen/Töchtern eine reine Wochenendbeziehung, die sie nicht dazu missbrauchen wollen, Konflikte zu lösen, denn die Garantie, dass die erarbeiteten Erfolge die 14 Tage überdauern, besteht nicht.
Mein persönlicher Tipp lautet: lebt die gewünschten Reaktionen vor. Wer sein Kind zu einem selbstbewussten Menschen erziehen will, lebt dies vor und fördert so den kindlichen Stolz. Wer schulische Erfolge wünscht, punktet selbst mit Lerneifer und Ehrgeiz. Soll mein Kind seine Schwächen in Stärken umwandeln, helfe ich ihm dabei, indem wir die positiven Eigenschaften der (vermeintlichen) Schwäche ansehen und uns darum kümmern, durch geschaffene künstliche Situationen genau diese ins Positive zu lenken. Als Beispiel: das Kind ist sehr unsicher und daher scheu, vielleicht schon agressiv. Warum ist es scheu? Kann es sich nicht gut mitteilen? Wird ihm zuwenig zugehört? Welche Situationen liebt es aber und blüht darin auf? Nun machen wir ein Spiel daraus und das Kind lernt so spielend, was ihm eigentlich Mühe bereitet.

Als Tipp für Freizeitaktivitäten empfehle ich das Gespäch mit den eigenen Eltern oder die Erinnerung an die eigene Kindheit. Jungs bauen generell gerne, wollen sich bewegen, etwas erleben und auch typische männliche Tätigkeiten kennenlernen: eine Kanufahrt machen, eine Baumhütte bauen, Feuer machen, sich Abseilen......sehr wichtig ist kleineren Jungs auch der Körperkontakt. Also, liebe Väter und Mütter: klopft Euren Söhnen öfters auf die Schulter und lobt sie, sie wollen uns nämlich gefallen und WIE sie das anstellen, liegt in UNSERER Hand.
 
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  • #6
Was ist mit Teenager-Jungs? Welche Aktivitäten sind möglich?

Und andere Frage: Was ist denn mit den auf 2-WE-Wochenende-und Zahlvater degradierten Väter? Wenn man als Vater herausgekegelt wurde aus der Familie? Wenn dann der neue LG sofort mit dabei wohnt und nicht willens und in der Lage ist, die Werte vermittelt, die man als Vater gerne vermittelt hätte? Aus Sicht des leiblichen Vaters ist das hart und der Einfluß auf die Jungs wird mit jedem Mal geringer. Dann nützt auch diese männliche Bezugsperson nicht wirklich etwas bzw. bewirkt das Gegenteil.

Soll Mann da einfach tatenlos zusehen?
 
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