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  • #1

An die gebundenen Männer: schon mal eine Affäre gehabt?

Immer wieder lese ich von Affären mit verheirateten Männern. Darüber berichten vorwiegend Frauen, die Geliebte sind/waren. Die Männer schreiben kaum Beiträge zu solchen Themen.

Mich würden die Angaben von Männern interessieren, die während ihrer Ehe auch eine Affäre gehabt haben oder noch haben.

Es würde mir schon ganz anonym aus Diskretionsgründen eine Antwort mit folgenden Angaben reichen:

1) Alter des verh. Mannes und der Geliebten, ungefähre Angaben reichen
2) Dauer der Affäre, ggf. in welchem Ehejahr ist sie passiert
3) Grund vom Beenden der Affäre
4) Ist die Affäre aufgeflogen, ggf. wurde dadurch die Ehe beendet
5) Würde man erneut als verheirateter Mann eine Affäre beginnen

Nein, ich mache keine wissenschaftliche Studie darüber und alles bleibt hier im Forum. Es ist ein rein privates Interesse, ob sich Männer dazu bekennen oder sich lieber ausschweigen. Ich hatte auch mal so eine Affäre, die ich zum Glück beendet habe. Frauenstimmen sind auch gerne willkommen.

Vielen Dank für Eure Antworten.

w, 38
 
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  • #2
Ein geliebte Partnerinnen habe ich nie hintergangen - warum auch? . Entweder es ist eine tolle Partnerin, es ist stimmig für beide und es besteht Wertschätzung oder es führt früher od. später zur Trennung.

Mit Affären-Frauen hatte ich jedoch schon weitere Parallel-Kontakte. Hatte auch schon Affäre mit verheirateter Frau - sie hat sich dann getrennt (ich war eher Sprungbrett - war hart!) m, 43
 
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  • #3
1) 39 , Sie 27
2) 4 Monate , 10 Jahre verheirat
3) Sie hat borderline
4) ja , ich wollt nicht mehr zurück
5) Niemals

Grund für's fremdgehen : Seit fast drei Jahren kein Sex mehr und keine gemeinsamen Unternehmungen.........

m
 
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  • #4
Interessant, noch kein Mann, der sich gemeldet hat :)

Ich persönlich kenne 2 Männer aus meinem näheren Bekanntenkreis, die sich trotz Ehe mit einer anderen Frau über einige Monate "vergnügt" haben.
Sie selber (die Männer) würden das aber niemals als Affäre bezeichnen, sondern sagen, daß ihre Ehe nur noch auf dem Papier existiert, und bald geschieden wird (dieser Zustand besteht allerdings bereits seit Jahren), und sie deshalb quasi Single sind. Es ist nur grad nicht der passende Zeitpunkt zur endgültigen Trennung (Kind ist krank, Wohnungsmarkt schwierig, Ehefrau auf Jobsuche, ...... es findet sich immer ein triftiger Grund!).

(w, 35)
 
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  • #5
@#2: der Grund ist echt hart, wenn man noch im Alter ist, in dem der Sex so sehr zum Leben dazugehört. Du warst ja ganz schön geduldig mit den Konsequenzen.

@w/35: Geduld. Die Männer sitzen nicht non-stop vor dem Schirm und warten darauf Fragen beantworten zu können. In einem Monat kannst du mehr Rückschlüsse ziehen.
 
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  • #6
Ich stand einmal kurz davor, etwas mit einem verheirateten Mann anzufangen. Bei ihm war die Ehe wirklich extrem unglücklich. Er hatte schon gar keine Lust mehr, nach Hause zu fahren und war lieber einfach nur bei mir. Und trotzdem hatten wir keine Beziehung, weil ich auch nicht wollte. Er ist dann letztendlich doch der Kinder wegen bei seiner Frau geblieben. Mittlerweile sieht er zumindest so aus, als ob er ein Alkoholproblem hätte.
 
  • #7
Ach wird wird den Fremdgeher wohl immer alles geglaubt, nach dem Motto die unglückliche Ehe! Wer glaubt denn die Worte eines Fremdgehers wo er es doch ganz offensichtlich mit der Wahrheit nicht wirklich genau nimmt. wieso denken Menschen immer, nur die Anderen werden von einen Fremdgänger belogen und kommen nicht darauf, dass ein Fremdgänger lügt weil er eine Charakterschwäche hat und ihm die Gefühle andere sowieso egal sind
 
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  • #8
Hier die FS noch mal

Ich habe mich (w, 38) ca. 1 Jahr mit einem verheirateten Mann (48) getroffen. Ich weiß, das ist moralisch sehr schlecht, aber wäre er frei, ist er absolut mein Traummann. Es gibt zwar viele freie Männer, aber keiner von den freien entsprach meiner Traummannvorstellung.

Nun, nach einem Jahr heimlicher Treffen (Sex war immer dabei) fragte ich ihn, wie lange er noch mit mir fremdgehen will und sagte ihm, dass mir eine Affäre überhaupt nicht reicht. Ich wollte schon längst eine Beziehung und Entscheidung von ihn. Oder das Aus der Affäre-der Leidensdruck meinerseits war mittlerweile schon sehr groß.

Er guckte mich verwundert an und sagte mir ganz ruhig, dass er nicht fremdgeht und auch nicht leidet. Das, was er mit mir hat, ist kein Fremdgehen oder Affäre, sondern durch den Kontakt zu mir ist sein Leben vollkommen. Seine Ehefrau habe ihn quasi dazu genötigt, sich mit mir zu treffen, da sie oft in vielerlei Hinsicht komisch sei. Er meinte, er betrügt sie nicht, sondern erlebt lediglich das mit mir, was ihm seine Ehefrau nicht gibt-schließlich mag ich ihn auch und ich habe auch was davon, weil es anders in seiner Situation nicht geht (wie großzügig von ihm, dass er mich auf dieser Ebene "glücklich" macht). Der Hammer war, dass er tatsächlich so denkt und fest davon überzeugt ist. Ich war sprachlos. Also, der Mann hat schon ausreichend Denkvermögen, als Akademiker hat er eine Führungsposition beruflich-in Zusammenhängen kann er schon denken.

Wir treffen uns nicht mehr, seine Ehefrau hat noch die heile Welt der Ehe mit dem Reihenhaus, einem gemeinsamen Kind und der Sicherheit seiner Liebe und finanzieller Absicherung. Die Affäre ist nicht aufgeflogen. Für mich war das definitiv als Affäre zu bezeichnen-heimliche Besuche von ihm, zusammen essen, sich über den Alltag unterhalten (weniger) und schöner, ausgiebiger Sex (mehr und bei jedem Treffen).

Mich wundert es echt, wie man als Mann sich die Welt in einer Affäre zurechtdenken kann.
Fast alle Frauen, die eine Affäre mit einem gebundenen Mann haben, leiden über kurz oder lang darunter (selber schuld, würde man sagen). Und die Männer meinen, die Ehefrauen "nötigen" sie zu einer Affäre (die Ehefrauen wissen nichts von dieser "Nötigung").

Ich hoffe nur, dass Frauen aus einer beendeten Affäre für die Zumunft lernen.

w, 38
 
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  • #9
Er Mitte 40, drei Kinder, Sie zwei Jahre jünger (wie Ehefrau), 2 Kinder.
Dauer etwa 5 Jahre, Beendigung durch Arbeitsplatzwechsel, nie aufgeflogen, würde es wohl wieder machen wenn es so läuft wie diese.

Wir haben beide in einer Firma gearbeitet und zwar nicht in einer Abteilung gearbeitet hatte Sachlich aber immer mehr miteinander zu tun.
So ist dann die Zuneigung immer größer geworden und wir haben uns dann mal nach der Arbeit zu einem Eis verabredet.
So wurde es immer mehr und wir sind so oft es ging nach der Arbeit im Wald spazieren gegangen um alleine zu sein, diese sehr bald Arm in Arm. Dabei blieb gegenseitiges Streicheln nicht aus.

Die Spaziergänge sind dann bald kürzer geworden und wir haben mein Familienauto genutzt (einen Bus) und haben es uns gemütlich gemacht.
Es war eine reine sexuelle Beziehung und wir haben uns verwöhnt wie wir es vom Partner nicht bekommen haben.
Haben auch offen darüber gesprochen, dann etwa im dritten Jahr haben wir uns die gegenseitige Liebe gestanden und über Trennung von den Partnern gesprochen.

Es aber nicht gemacht aus Vernunft (z.B. der Kinder wegen), sind aber weiterhin Sexuell aktiv gewesen und haben es genossen und es auch immer intensiver gewollt.

Dann kam ein Arbeitsangebot für mich und hab die Firma gewechselt, haben uns von da ab nie wiedergesehen. Schreiben uns aber weiterhin 1 Mal die Woche per Mail.

Ich weiß nicht mal ob man das als Affäre bezeichnen kann (M jetzt Ü50)
 
  • #10
Er meinte, er betrügt sie nicht, sondern erlebt lediglich das mit mir, was ihm seine Ehefrau nicht gibt-

Alle Tassen scheint er nicht mehr im Schrank zu haben (typisch Fremdgeher). Seit wann ändert sich die Definiton von fremdgehen dadurch, dass der Partner einem nicht alles gibt, was man möchte?

Das, was er mit mir hat, ist kein Fremdgehen oder Affäre, sondern durch den Kontakt zu mir ist sein Leben vollkommen.

Gut, dass sich das Leben nur um ihn dreht - Hauptsache er ist glücklich. Wenn andere leiden, ist das nicht so schlimm.

Also, der Mann hat schon ausreichend Denkvermögen, als Akademiker hat er eine Führungsposition beruflich-in Zusammenhängen kann er schon denken.

Das sind 2 verschieden paar Schuhe. Wenn ich von meinem Fach was verstehe, heißt es noch lange nicht, dass ich mit meinen Mitmenschen gut umgehen kann.

Mich wundert es echt, wie man als Mann sich die Welt in einer Affäre zurechtdenken kann.

Weil es arme Würstchen sind, die das Problem "Beziehung" nicht anpacken, weil sie Angst haben.

Mich wundert es echt, wie man als Mann sich die Welt in einer Affäre zurechtdenken kann.

Mich wundert noch viel mehr, wie sich Frauen auf vergebene Männer einlassen können. Wieviele Männer verlassen denn ihre Frauen für eine Affäre? Sagen wir 5%. Warum denken manche Frauen, sie könnten zu den 5% gehören? Und warum wollen sie mit einem Kerl zusammen sein, der bei Problemen in der neuen Partnerschaft wahrscheinlich auch fremdgeht?
 
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  • #11
Hallo Fs, ich bin eine Frau 30 und kann dir sagen, ich verstehe dich. Habe mich auch mit einem vergebenem (42) getroffen. Er ist 3 Jahre mit ihr zusammen gewesen, als wir die Affäre hatten.
Auch er war für mich ein Traummann! Beim Abschied meinerseits, warf er mir vor, er hätte sie immer belügen müssen. Ich musste in dieser Situation schon lachen, denn er machte mir somit Vorwürfe und ich fragte mich, wie habe ich ihn denn gezwungen...? Der arme Mann? Ich denke nicht. Er hat das Abenteuer gesucht und auch gefunden.Ob er jetzt treu ist, bezweifle ich!
Ich habe mir mehr versprochen und tja, anschließend gelitten. Nie wieder!!! Eine Geliebte verliert meistens. Dir alles Gute!
 
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  • #12
Ich wollte schon längst eine Beziehung und Entscheidung von ihn. [..] Mich wundert es echt, wie man als Mann sich die Welt in einer Affäre zurechtdenken kann.

Inwiefern gibst Du dem Mann hier die Schuld? Ist es nicht vielmehr so, daß Du Dir eine Welt jenseits der Realität zusammengedacht hast? Die Entscheidung gegen Frau, Kind und Reihenhaus hätte er besser schon vor dem Sex getroffen, am besten schon bevor er Dich überhaupt angesprochen hat. Hat er aber nicht, weil er in dieser Frage eben völlig anders tickt als Du: Du wolltest Exklusivität, Du wolltest eine Entscheidung zwischen Dir und seiner Frau. Und Du hast diese Entscheidung für ihn getroffen. Jetzt ist Deine Welt wieder in Ordnung, er geht nicht mehr fremd. Jedenfalls nicht mit Dir. Worüber beklagst Du Dich? Daß die Entscheidung nicht auf Dich gefallen ist?

Reihenhäuser werden im übrigen vollkommen überbewertet. Ich möchte keines.
 
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  • #13
Liebe FS, du hast das sehr gut erkannt!
Ich habe einen Partner gehabt, der sich getrennt hat. Lies mal meinen Thread unter Trennung: So stark und nun holt es mich ein... Zunächst sieht alles nach ganz ok aus! DOCH dahinter die Noch-Ehefrau, offene Beziehung zwischen den beiden, Sex mit anderen. Dieser Mann sieht sich selbst als Mittelpunkt der Erde und seine Meinung ist ähnlich wie bei deinem. Ein Geisterfahrer. Für ihn fahren alle in die andere Richtung denkt er. Dabei ist es umgekehrt, wie das Grow im Forum zu erkennen gibt. Habe mich irgendwann gefragt, ob ich Wahrnehmungsstörungen habe.
 
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  • #14
1) Ich: 53, Sie.51
2) ca. 12 Monate, Ehejahr: 24
3) Fernbeziehung, sie fand anderen Freund (unverheiratet)
4) Ich habe zur Halbzeit gebeichtet, Ehe nicht beendet
5) Ja


die Antworten sind ehrlich, und ich bereue nichts.
 
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  • #15
Hallo zusammen,

ich bin weiblich und 34 Jahre alt. Hatte selber eine Affäre die über ein halbes Jahr ging. Der Mann war seit fast elf Jahren mit der Frau zusammen und hat sich dann getrennt für mich. Naja dieses für mich hat einen schalen Beigeschmack..überhaupt die ganze Sache ist nichts worauf ich stolz bin:(
Möchte einmal die Folgen eines solchen Betrugs aufzeigen..das was dem oder der Betrogenen passieren kann...auch wenn ich selber die Übeltäterin war..

Die Ex wurde magersüchtig! Sehr schlimm war ihr Zustand..und nein sie hat ihm offen keine Vorwürfe gemacht..sie hat einfach gehungert! Ich war mit dem Mann 1,5 Jahre zusammen.
Diese Zeit war sehr schlimm, da er sich immer noch verantwortlich fühlte, da sie ja so krank war.

Letztenendes habe ich mich dann von ihm getrennt, weil er immer wieder Phasen hatte in denen er sich nicht öffentlich zu mir bekennen wollte um ihr nicht wehzutun weil sie ja krank war. Mittlerweile sind wir zwei Jahre getrennt und er wollte mich die ganze Zeit zurück, er habe es jetzt alles verarbeitet meint er und könne eine richtige Beziehung eingehen.

Ich glaube es ihm...und ich fühle noch immer viel für ihn aber ich werde nicht zurückgehen. Ich habe Angst dass er nie so zu mir stehen wird wie er es sagt. Habe auch eine neue Beziehung aber liebe ihn eben immer noch. Naja seiner Ex habe ich einen langen Brief geschrieben denn auch ich hab mir schlimme Vorwürfe gemacht. Sie sagte dann zu ihm dass sie es mutig und gut von mir fand das ich ihr geschrieben habe. Naja es befreit mich nicht von dem was ich getan habe.

Man sollte nie in eine bestehende BEziehung einbrechen egal wie kaputt sie sein mag..das denke ich heute..denn man wird die Geister nicht mehr los.
 
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  • #16
1) Alter des verh. Mannes und der Geliebten, ungefähre Angaben reichen
beide Mitte/Ende 40
2) Dauer der Affäre, ggf. in welchem Ehejahr ist sie passiert
mehrere Jahre; passiert irgendwann in den 20ern
3) Grund vom Beenden der Affäre
nicht beendet
4) Ist die Affäre aufgeflogen, ggf. wurde dadurch die Ehe beendet
weder noch
5) Würde man erneut als verheirateter Mann eine Affäre beginnen
unter Umständen

Gründe: weder schlechte Beziehung noch schlechter Sex, Gelegenheit war günstig
M
 
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  • #17
Ja, hatte ich als Ehemann über mehrere Jahre immer mit derselben Frau. Wir liebten uns, hatten tollen Sex miteinander, und keiner stellte Bedingungen. Nachdem sie einen Lebenspartner gefunden hatte, habe ich mich ohne Komplikationen zurückgezogen.
 
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  • #18
1) Alter des verh. Mannes und der Geliebten, ungefähre Angaben reichen
er 50 sie 40

2) Dauer der Affäre, ggf. in welchem Ehejahr ist sie passiert
9 Monate im 24. Jahr

3) Grund vom Beenden der Affäre
habe mich in die Frau verliebt - möchte mich aber nicht trennen

4) Ist die Affäre aufgeflogen, ggf. wurde dadurch die Ehe beendet
weder noch

5) Würde man erneut als verheirateter Mann eine Affäre beginnen
ja
 
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  • #19
1) 45 / 32
2) 6 Monate
3) Es ging einfach nicht mehr
4) nein, nein
5) Nein, nie wieder

Zu Beginn sollte es nur eine lockere Affaire sein. Es wurde schnell mehr und war dann icht mehr zu steuern und ist gerade nochmal gut gegangen.
Die Lehre daraus war hart. Daher die eindeutige Anwort zu 5.
 
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  • #20
FS

Vielen lieben Dank für Eure Antworten-es ist sehr interessant, von eingermaßen ähnlichen Situationen zu lesen. Mir hilft das weiter, ich hoffe anderen Betroffenen auch.

In meinem Fall war es so, dass der Mann mir sogar freundlicherweise sagte, er sei in mich verliebt und FALLS die Ehefrau seinen Kontakt zu mir irgendwie mitkriegt, würde er sich von ihr trennen und es mit mir versuchen. Wenn aber der Kontakt nicht auffliegt, sieht er keine Notwendigkeit zu beichten und trotz (angeblicher) Verliebtheit für klare Verhältnisse zu sorgen.

Da kam ich mir so klein vor (ist ja eine Geliebte i.d. R. oft)-die Frau zu sein, zu der man sich bekennt, erst wenn die Ehefrau "Probleme" macht. Dass wir beide ein großes Problem waren, blendeten wir ja aus.

Da es in der Situation nur Verlierer gibt, entschied ich mich für ein diplomatisches Ende. Ich habe feine Häppchen gemacht, ihn nach aller Regel der Kunst verführt und ihn zum Schluss gebeten, den Kontakt zu mir zu beenden, da ich sehr darunter leide, auch unter der Vorstellung, dass die Affäre auffliegt und seine Ehefrau dadurch sehr verletzt wird. Wir bleiben Freunde, meinte er. Natürlich ist kein Lebenszeichen mehr von ihm gekommen-und gut so.

Übrigens sei das Sexleben mit seiner Ehefrau völlig in Ordnung (sagte er mal), aber eben wie der Sex in einer langjährigen Ehe so sei. Dass das langjäherige Eheleben auch eine Nötigung sexuell darstellen kann, war mir neu.

Das Leben schreibt Geschichten...Nach einer Affäre habe ich als Frau ziemlich den Durchblick bekommen und all dieses Wissen macht die Partnersuche für mich noch komplizierter, immer die Angst, ich könnte die betrogene Ehefrau werden und mein Mann merkt es nicht mal, dass es so ist. Das ist der hohe Preis, den Frauen für das Einlassen auf eine Affäre mit einem verh. Mann zahlen.

w, 38
 
  • #21
Immer wieder lese ich von Affären mit verheirateten Männern. Darüber berichten vorwiegend Frauen, die Geliebte sind/waren. (...)

Allein an dem Status "verheiratet" würde ich das nicht festmachen wollen. Für mich macht es keinen Unterschied, ob ein Ehemann oder ein in fester Partnerschaft lebender Mann (gern auch mit gemeinsamem Haus etc.) fremdgeht.

Aber Beispiele für Affären kenne ich. Es gibt da zwei Standardfälle, die immer wieder vorzukommen scheinen und sich manchmal auch überschneiden:

+ den Mann der eine sich bietende "Gelegenheit" einfach nicht ausschlagen kann (Jagdtrieb? Selbstbestätigung?)
+ den Mann der seine Beziehung als unglücklich empfindet und in der Affäre die einfachste Alternative zur Befriedigung seiner sexuellen und/oder emotionalen Bedürfnisse sieht (Beziehungsarbeit und/oder Trennung sind schließlich anstrengend).

Spontan fällt mir hier ein ehemaliger Vorgesetzter (damals Mitte 40) ein, der mit seiner Partnerin seit 15 Jahren glücklich zusammen lebte. Er hatte immer wieder Affären von unterschiedlicher Dauer, teilweise bis zu zwei Jahren, manchmal auch mehrere parallel. Die Affären wurden in seinem beruflichen Umfeld (z.B. Mitarbeiterinnen von Geschäftspartnern, Alter ca. 30 bis 45) gepflegt, wirklich aufgeflogen ist keine einzige. Inzwischen ist er mit seiner Partnerin verheiratet. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass er dadurch plötzlich treu geworden ist.

Ein guter Bekannter von mir hat ebenfalls mehrere Affären gehabt. Die letzte hatte er mit Anfang 40, die Frau (jetzt ist sie seine "richtige" Partnerin) war Anfang 30. Er war zu Beginn dieser Affäre seit etwa drei Jahren verheiratet und insgesamt über 10 Jahre mit seiner Frau in einer Beziehung. Die Affäre ist dadurch aufgeflogen, dass er sich von seiner Frau getrennt hat. Er hatte jedoch schon vor dieser Affäre mehrere außereheliche Verhältnisse gehabt, dabei hatte er immer das passende "Sprungbrett" zum Absprung aus seiner Ehe gesucht. Aber: auch seiner jetzigen Partnerin ist er nicht treu.

In meinem beruflichen Umfeld kenne ich einen Mann, der im Alter von 60 Jahren und nach 20 Jahren Ehe seine Ehefrau für eine 20 Jahre jüngere Frau verlassen hat. Mit dieser hatte er eine etwa zweijährige Affäre. In den Jahren zuvor hatte er auch mehrere Affären, die allerdings nicht aufgeflogen sind. In seiner Ehe war er nach eigener Aussage schon lange unglücklich, aber zur Trennung zu bequem.

PS: Frauen sind auch keine besseren Menschen, aber hier war nach den männlichen Fremdgängern gefragt...
 
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  • #22
@#8

So wie Du Eure Affäre beschreibst, scheint kein Ausnahmefall zu sein. Ich habe zwei Freundinnen, die auch ähnliche Affären hatten/haben.

w, 38
 
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  • #23
Nochmal , die #2 hier. Ich muss mich schon sehr wundern , was einige Frauen hier vom Stapel lassen bzw über die plakativen u dummen Positions -Ansichten ( also Mann schlecht - Frau gut , weil Betrogen.)
1) Meine Affaire wußte das ich eine Frau und Kind hatte und Sie hat es trotzdem gewollt - so wie ich. Also , Schuldfrage der Geschlechter 50/50
2) Ich lebe in einer Großstadt , was meint Ihr was da zu Fasching etc los ist !! Genau männliche Freunde ( und zwar Singles), die sich brüsten mit ner Verheiraten in der Kiste zu waren. Das Phänomen , Fremdgehen , gibt's bei Euch Frauen scheinbar auch. Aber wahrscheinlich fällt das schon fast unter "Vergewaltigung" , würde eine brave Hausfrau nie machen !
3) Wer ist Täter und wer Opfer ? Täter Mann - geht fremd , akzeptiert. Opfer Ehefrau - ist betrogen worden , akzeptiert. Und was ist die Holde , die nur die schönen Stunden will ? Richterin , Pädagogin , Mediator ?

Männer die fremdgehen sind keine Verbrecher , alles hat auch seinen tieferen Grund , mal heftiger , mal launiger a b e r es ist auch beileibe kein Kavaliersdelikt und grundsätzlich falsch . Aber Frauen die bewusst sich auf Ehemänner einlassen , sind keine Samariter oder gar Opfer ! Es ist der kontrollierte Versuch , eine Ehe zu zerstören ohne einen Gedanken daran zu verschwenden , wie es der armen Sau : der Ehefrau geht ! SO
 
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  • #24
hallo.
ich, w28, war selbst 4 jahre affäre eines mannes (heute 39). das ganze ist jetzt seit ca 3 jahren beendet. als wir uns kennen lernten war seine damalige freundin, später frau, gerade im 9. monat schwanger.... :(
rückblickend wars der größte sch**ss, den ich je verzapft habe, allerdings auch die größte und intensivste lernaufgabe, letztlich ein echter schatz, wenn auch sehr teuer bezahlt..... (was es meiner meinung nach immer für alle beteiligten ist, jeder hat ja so seine baustellen und aufgaben...).
ohne diese erfahrung würde ich heute nicht wissen, dass ich so etwas nie wieder tun will bzw nie wieder jemanden antun will, weder mir noch einer anderen frau. ihn kann ich nicht mehr in schutz nehmen. ich war dumm und naiv und hab all den mist geglaubt, den er geredet hat (kind sei angehängt, er liebe sie nicht, nur mich, aber kind, wohnung, geld.......... nach vier jahren hab ich erfahren dass es neben mir noch unzählige andere gab, 6 namen hatte ich handfest.....) heute weiß ich, dass er ein ganz erbärmliches würstchen ist und es sich immer nur einfach gemacht hat, nie verantwortung übernommen hat, nicht für seine frau, nich für sein kind, nicht für mich. bequemlichkeit, ängstlichkeit, emotionale taubheit, verantwortungslosigkeit, sexuelle überbewertung.... nein, niemals wieder. aber ich bin genaus so schuld gewesen, ich war ja schließlich zu allem bereit.
dazu muss ich sagen, dass ich selbst auch borderline-tendenzen und ne posttraumatische belastungsstörung mit bindungs- und angststörungen habe..... diese beziehung war mein reiner ausdruck davon und ohne diese beziehung wüßte ich heute längst nicht so viel über mich und mein seelenleben..... ich arbeite immer noch hart an mir, meine grenzen wahrzunehmen und anzuerkennen, herauszufinden, was ich von einem mann und einer beziehung erwarte und mich nie wieder unter wert zu verkaufen. denn ja, ich denke inzwischen auch, jede frau, die so eine affäre eingeht und langfristig hält MUSS einfach selbstwahrnehmungs- und bindungsgestört sein, wie auch jeder dieser typen bindungsstörungen haben muss.....
nachdem auch meine letzten beiden beziehungen (single-männer!) mich eher wie eine affäre behandelt haben, hab ich mir für dieses jahr vorgenommen das gesamte jahr single zu bleiben und an mir, meinen grenzen und meinen werten zu arbeiten. auch das hab ich daraus gelernt: wir als affären leiden zwar unter der situation, aber wir sind trotzdem nciht die opfer, auch wenn wir uns danach fühlen. wir haben trotzdem eigene entscheidungskraft und nen eigenen willen. und den müssen wir wieder finden und dürfen ihn nie wieder aufgeben.
 
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  • #25
Stimmt, Lernaufgabe: Auseinandersetzung mit Werten...
so würde ich es in meinem Fall auch sehen.

2x in meinem Leben hatte ich eine Affäre, die erste mit 30 Jahren, die 2. mit 51 Jahren.

Es war beide Male so, dass in den Beziehungen , in denen ich lebte, Sex und Zärtlichkeit, gemeinsame Fortentwicklung, nicht mehr möglich war, es war viel Frust, wenig Lust vorhanden, und es passte nicht mehr.
Ich war aber nicht wirklich an dem Punkt , das sagen zu können, mir selbst das ein zu gestehen erst einmal-und dann wirklich einfach zu gehen.
Ich wollte diese Beziehungen krampfhaft erhalten, fühlte mich aber nicht mehr gut mit mir in den Beziehungen, und die Partner ebenso.

Beide Male verliebte ich mich dann,
ging auf Männer ein, die keine Partner real werden konnten.....
im ersten Fall, ein viel älterer Mann, der erkennbar an Affären seinen Spass hatte,
gar keine Beziehung wollte, oder wenn
dann zu einer superattraktiven reichen Frau, die ein mondänes Leben mit ihm führt ( Reiter, Südländer).
Das 2. Mal, ein Arbeitskollege, der eine Partnerin, und ein kleines Kind hat,
diese Familie auch nicht verlassen will.
Diese Affären haben mir in beiden Fällen bestätigt, noch immer eine sexuell attraktive Frau zu sein-
mich wieder so zu erleben war schön,und ich habe mich aus den festgefahrenen Beziehungen dann gelöst,
habe mich in beiden Fällen in diese Männer verliebt.

Aber es bleibt, in beiden Fällen-
ein sehr blödes Gefühl zurück-

denn , ohne Gefühle für einen Mann zu haben, gehe ich sexuell nie auf etwas ein.
Und so bleibt , enttäuschte Verliebtheit, und die Frage......

warum schaffe ich es nicht, in einer Beziehung mich so zu verhalten, dass Sexualität/ Zärtlichkeit/ Intimität wachsen, und eine Beziehung gelingt.

Eine Beziehung zu einem Mann, der mir Partner sein kann-und will,
das ist die Sehnsucht, die sich nie erfüllte....
Ich gebe allerdings die Hoffnung nicht auf, dass eben dies für mich möglich sein kann.
w51
 
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  • #26
1.) beide Mitte 40
2.) ca 8 Jahre / er 4 Jahre verheiratet sie lebt in einer LG seit 5 Jahre
3.) besteht immer noch
4.) nein
5.) immer wieder

Die Frage ist was beide davon erwarten. Ist es das Ziel den Partner zu erobern, oder ist es nur eine "Ergänzung" zum Familienleben.Auch wenn es keiner so richtig zugibt, in einer langen Beziehung tritt eine gewisser Alltag ein und da habe ich eine echte Alternative.
Männer allein gehen nicht fremd, denn es gibt immer eine Frau dazu.

m 53
 
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  • #27
Ich (m44) habe seid 3 Jahren einen Affäire und wir beide haben von Anfang an klar gemacht das wir beide unsere Partner nicht verlassen werden. Oft wird immer nur der Mann als Schuldiger hingestellt aber ich denke man sollte alle Seiten mit einbeziehen und sehen. Irgendwas stimmt sicherlich nicht in beiden Beziehungen aber wenn alle 4 glücklich sind und zwei vll auch nicht alles wissen halte ich das für gar nicht so falsch.
 
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  • #28
Ich bin selbst zwar schon fremdgegangen, das waren aber One Night Stands und keine Affaire im herkömmlichen Sinn - eher "Gelegenheit macht Triebe".

Ich war aber schon mehrere Monate die Affaire einer Frau. Beide in den 40ern.

Sie war dann schwer erstaunt, dass ich
a) neben ihr noch mit anderen was hatte (sie hatte aber auch mit Ihrem Mann noch Sex ;-) )
b) enttäuscht und fühlte sich "abgeschoben" als ich mich verliebt hatte - und daher die Geschichte beendet hatte .......
 
  • #29
Liebe FS,
Tja, blöd gelaufen. Ich wundere mich immer wieder wie Menschen die Ihren Partner betrügen und belügen als "Traummänner/Traumfrauen" bezeichnet werden können. Das sind Menschen die Charakterliche Defizite haben, so etwas wäre für mich keine Traumfrau- allerhöchstens eine Alptraumfrau.

Aus psychlogischer Sicht gehen Menschen vor allem fremd um Selbstbestätigung zu bekommen- sie fühlen sich dann für kurze Zeit Gross und Stark. Falls es tatsächlich aus einer kaputten Beziehung heraus geschieht ist es zusätzlich noch feige. Um dann den Kater nicht allzu gross werden zu lassen quatschen Sie es sich mit den Abenteuerlichsten Begründungen schön. Dann muss man sein Spiegelbild nicht so sehen wie es eigentlich ist.

Ich selbst hatte keine Affaire noch habe ich eine mit einer vergebenen Frau angefangen. Dafür habe ich zuviel Selbstachtung. Ich kann Dirs also nur aus der Sicht des betrogenen Schildern bzw. die Beobachtung meines Scheidungsgrundes (der seine damalige Frau betrogen hatte).

1) Nun, beide waren Anfang/Mitte 40
2) Die Affaire flog nach einem Monat auf, es gab einen Rausschmiss beider Fremdgeher (unabhängig voneinander) Ohne Rausschmiss wär der Herr nie gegangen. beide waren zu diesem Zeitpunkt 14 JAhre verheiratet.
3) Sie wurde nicht beendet
4) siehe 2, beide Ehen wurden beendet
5) Zumindest Er hats schon vorher mehrfach getan

Beide hatten ähnlich Abenteuerliche Begründungen wie Dein Fremdgänger. Darfst Du einfach nicht wörtlich nehmen. Einen Wertvollen Menschen hast Du bei Ihm keineswegs verloren.

Es gibt ja den alten Spruch: Wie kannst Du Dich am besten an Deinem Scheidungsgrund rächen?- Er muss Sie behalten! Heute weiss ich- das ist nur zu wahr.
 
  • #30
@25
...aber die "Frau dazu" ist häufiger nicht ebenfalls gebunden, sondern eigentlich Single.

Interessant finde ich auch den Begriff die Affaire ist eine "Ergänzung" oder "Alternative" zur festen Partnerschaft. Nun denn.....ich bin jedenfalls froh, dass ich keine Ergänzung oder Alternative bin und es auch nie war oder sein werde.
 
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