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An die alleinerziehenden Mütter: Kindererziehung/-betreuung und Fulltimejob - wie macht ihr das?

Ich bin alleinerziehend mit 2 K. (8 und 10 J.), Job, Haus, Hund, Garten. Ich arbeite z.Z. vormittags. Das Modell Fulltimejob und Schule/Hort ist aufgrund schlechter schulischer Leistungen sowie schlechter Manieren der Kinder gescheitert. Seit ich mich ab mittags selbst kümmere, läuft wieder alles bestens. Mein Ex-Mann gleicht mir z. Z. die Erziehungsarbeit mit Unterhalt aus. Ich bin hier aufgrund einer anderen Frage bzgl des Unterhalts reichlich "beschimpft"worden: Solche Frauen wie ich legen sich nur auf die faule Haut und nehmen ihren Exmann aus. Ich würde liebend gerne vollzeit arbeiten. Aber das Wohl der Kinder steht an 1. Stelle!! Daher interessiert es mich sehr, wie ihr das macht. Wie organisiert ihr die Kinderbetreuung? Wer macht das? Ganztagesschule, Kinderfrau, Internat? Und teilt ihr euch dann diese Kosten mit dem Exmann? Kommt da finanziell nicht ähnliches dabei raus, als wenn die Mutter selbst die Kinder betreut und daür Unterhalt bekommt?
 
ICh denke wie viel Geld dabei raus kommt ob man Unterhalt oder Gehalt erhält, dass kommt ja wohl auf die Arbeitsplätze an. Ich arbeite VZ und teile mir mit dem Vater die Betreuung. Daher fällt auch kein Kindesunterhalt an und das Kind kann nach der Schule nach Hause. Unser Sohn ißt nach der Schule noch in der Schule und geht dort in die Hausaufgabenbetreuung. Dann geht er nach Hause, entweder zu mir oder zum Vater, je nach dem. Dann ist er etwa 1 h alleine zu Hause bis wir kommen. 1 Tag die Woche hat er Nachmittagsunterricht und ab Sommer noch einen 2. Tag. Dann sind wir sogar vor ihm zu Hause. Oft geht unser Sohn nach der Hausaufgabenhilfe dann mit einem Freund zum Spielen. Da der Vater und ich uns die Arbeitszeiten ganz gut einteilen können, kommen wir an unseren Betreuungstagen früh nach Hause und arbeiten dann an den Tagen wo das Kind beim ANderen ist, länger. Das klappt sehr gut und das Kind will auf keinen Fall mehr in den Hort. Die Schulleistungen sind stabil und er macht seine Sachen sehr zuverlässig. DAs geht allerdings nur, wenn das Kind ehrlich und zuverlässig ist. Und natürlich nur, wenn BEIDE Elternteile ihrer Betreuungspflicht nachkommen.
 
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Liebe FS
Nimm dir die Beschimpfungen hier im Forum nicht so sehr zu herzen. Was hier abläuft, hat nichts mit dir zu tun. Da brechen bei vielen Schreibern einfach eigene Narben wieder auf. Da fühlt sich ein Mann ausgenommen und schon sind alle Frauen nur noch Schmarotzer, da hat eine Zweitfrau einen Hass auf die Ex ihres Mannes und schon kriegen es andere Frauen ab.
Das hat aber nichts mit dir und deinem Fall zu tun.
Jeder Fall ist anders und sollte auch so behandelt werden. Ich kann gut verstehen, dass du mit 2 Kindern noch nicht wieder voll arbeiten kannst, zumal das Alter deiner Kinder nicht ganz unproblematisch ist. Wenn es bei euch besser läuft, wenn du die Kinder selbst betreut, ist das auch richtig so, für meinen Sohn war es z.B. besser, dass er seine Hausaufgaben im Hort gemacht hat. Jeder Fall ist eben verschieden.
Wenn du das so mit deinem Ex abgeklärt hast, ist es doch in Ordnung. Lass dich nur nicht von der Seite anmachen. Dass die Kinder gut betreut sind, ist doch wohl auch im Interesse des Vaters.
 
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1. Organisation ist alles! 2. Frau muss Prioritäten setzen. 3. Frau muss arbeiten wollen!!! Es gibt insbesondere in der Grundschule Ganztagsschulen mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Nachmittags-AGs. Kostenpflichtiger Hort muss daher nicht sein, Ganztagsschule ist bis aufs Mittagessen kostenlos. - daher keine Zusatzkosten, die man sich mit dem Ex teilen müsste. Sorry, aber viele Frauen schieben doch Hund und Garten nebst Kindern vor, nur um eben NICHT Vollzeit arbeiten zu müssen. Weil sie einfach viel zu faul sind und sich lieber vom Ex zahlen lassen möchten, um nachmittags in Ruhe mit dem Hund Gassi zu gehen und mit der Nachbarin Kaffee trinken können. Kinderbetreuung, die auch noch bezahlt werden muss, ist dies beides nicht! Nun mal ehrlich, ab einem gewissen Alter wollen die Kids Mama garantiert nicht mehr ständig kontrollierend um sich haben. Kinder müssen selbstständig und verantwortungsbewusst werden - wenn Mamis immer glucken, werden sie nie lebensfähig.
 
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Als Vollzeit arbeitender Ex-AE Vater war mein Rezept:
- viel spät abends am Schreibtisch sitzen, wenn die Kinder schlafen, dann entsprechend wenig schlafen (Kern der Lösung)
- Vollzeit-Kindergarten
- Tagesmutter
- viele Freunde, die mal Einspringen; Nachbarn, die mal die Kinder nehmen; Oma die man schnell anrufen kann

Allgemein ist es trotzdem nicht einfach gewesen. Gerade für einen Mann ist es auch ein finanzielles Problem. Mein Einkommen war zwar gut, gerade die Tagesmutter kostet aber auch Geld. Und der Unterhalt für die Ex muss auch erst mal finanziert werden.

Zum Thema "Kommt da finanziell nicht ähnliches dabei raus, als wenn die Mutter selbst die Kinder betreut und dafür Unterhalt bekommt?" kann man als Mann natürlich nur laut lachen.

Obwohl sie die Kinder bei mir zurückgelassen hatte, hatte meine Ex-Frau ein Recht auf Unterhalt VON MIR. Mir stand keine Zahlung von ihr zu. Geschiedenenunterhalt dient von der Idee her nicht dazu, Freiraum für die Kinderbetreuung zu schaffen. Er soll die finanzielle Umgewöhnung nach der Ehe erleichtertern.

Bei Frauen hat sich mitunter die Idee entwickelt, die Ehe sei ein finanzieller Freifahrschein, auch über ihr Ende hinaus. Ich muss sagen, mich ärgert da schon.
Kein AE-Vater kann sich auf Kosten seiner Ex-Frau ein schönes Leben machen, daheim rumsitzen und sich fragen "Kommt da finanziell nicht ähnliches dabei raus, wenn ...". Der muss arbeiten, die Kinder versorgen und die Ex finanzieren.

Warum bekommen es Frauen dann nicht hin, wenigstens die Kinder zu versorgen? Die müssen nicht mal einen Ex finanzieren - sie bekommen sogar noch Geld von ihm.
 
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Ergänzung zu 3: damit hier keine falschen Schlüsse gezogen werden: bin w/42, seit 5 Jahren AE, selbständig, inkl. Geschäftsreisen, teils inkl. Übernachtung. Kind 11 Jahre, jetzt Gymnasium. Bei Übernachtungsgeschäftsreisen springen der Papa oder mal die Oma, bzw. Schulfreundinnen/Eltern ein. Mein Kind ist sehr selbständig und vernünftig.
 
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@2 du hättest vielleicht noch ergänzen sollen: und insbesondere, wenn dein Ex dir mehr Geld zahlt, als du mit deiner Ausbildung und geregelter Arbeit überhaupt verdienen könntest, wärst du ja geradezu ..., den Unterhalt nicht zu nehmen und arbeiten zu gehen. Natürlich schiebt jede Mutter vor, mein Kind braucht mich - denn die Mutter braucht ja die Legitimation und Daseinsberechtigung, dass sie als durch den Ex finanzierte Mutter leben und ihre Freizeit in vollen Zügen genießen darf. Und ob das im Interesse des Vaters ist - da hat er leider keinerlei Chancen - wenn Mama nicht arbeiten will, muss sie nicht - und Papa zahlt schöööön weiter!
 
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@3 - na da weiß aber jemand Bescheid über die Bedürfnisse von Kindern!!
In dem Alter ist es sogar super wichtig, dass die Mutter da ist, wenn sie es nicht schaffen, vernünftig im Hort betreut zu werden.
Die FS hatte es versucht, es hat nicht geklappt.
Und ich finde es super, dass sie ihre eigenen Wünsch dem Wohl der Kinder zurück stellt. und das hat mit Schmarotzen nichts zu tun - denn auch der Hund, den die Kinder vielleicht sehr lieben und für ihr Wohlbefinden brauchen, muss versorgt werden.
Du kannst es Dir vielleicht nicht vorstellen, aber ein schöner Spaziergang mit Hund (oder ohne) bringt Kinden der Mutter nahe, es entsteht Vertrauen und das Kind weiß, die Mama hat Zeit für mich.
Hausaufgabenbetreuung ist nervig und anstrengend.
Ich habe immer gearbeitet und arbeite jetzt nach meiner Trennung VZ, aber meiner ist auch schon 16.
Aber wenn Post wie das der Nr. 3 lese, kriege ich die Fiesematenten.
Zeit....ist das Wertvollste, was wir Kindern mit auf den Weg geben können....
und ich wünschte mir manchmal ich hätte es anders gemacht.....

Liebe FS: Gib Dir und Deinen Kindern vielleicht noch 1 bis 2 jahre, dann wird es etwas leichter.
und versuch deinen Ex davon zu überzeugen, dass die Liebe zu den Kindern, die sie dann mit in die Welt nehmen können, durch kein Geld der Welt zu ersetzen ist.
Ich wünsche Dir Kraft und alles Gute!
w/44
 
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@7 - lies bitte auch #5 - und dann überdenke deine Anschuldigungen an mich nochmal! Könnte vielleicht Sinn machen. - wenn ich schon lese- ein Spaziergang mit dem Hund... - und dafür bekommt Frau dann Gehalt - wow, ein Leben ist das... So einen Spaziergang kann man auch nach 17.00 Uhr machen - hat zum Kind hin den gleichen Effekt. Gruß #3
 
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@ 3 - bei mir in der Umgebung gibt es keine einzige Ganztagsgrundschule. Da müßte ich die Kinder schon eine halbe Stunde weit weg bringen und das ist dann auch wieder Kontraproduktiv.
Ich habe deshalb eine Teilzeitstelle und einen 400 Euro-Job (also insgesamt dann eine 38-Stunde-Woche), aber die lässt sich besser einteilen.
Ich finde, die Fragestellerin hat Recht, dass sie, wenn die schulischen Leistungen im Hort nachlassen doch dann besser selbst die Hausaufgabenbetreuung übernimmt. Man kann nicht alle Kinder über einen Kamm scheren und manche sind eben von Ihrem Naturell wie z. B. meine Tochter auch mit 12 noch sehr anhänglich.
Ich habe noch nie Betreuungsunterhalt bekommen und auch immer nur einen Teil des Kindesunterhalt. Also Abzocke kann man von mir nicht behaupten, aber am wichtigsten sind doch immer noch die Kinder.
 
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@9 - aber warum funktioniert es bei dir - und bei den anderen Mütter, die Exmänner haben, die schön zahlen müssen, angeblich nicht? Diese Frage muss doch mal erlaubt sein!
 
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Ist nicht einfach. Ich habe immer meine Mittagspausen genutzt, um schnell nach Hause zu fahren, essen zu kochen für mein Sohn usw. dann wieder ins Geschäft. Es ist weiss Gott nicht einfach über lange viele Jahre als AE, egal ob m oder w, es hinterlässt Spuren, körperlich und psychisch. Denn, wenn man das mal mehr als zehn Jahre praktiziert, sind die Ressourcen irgendwann aufgebraucht. Ich hatte nie Oma, Opa oder anderweitige Möglichkeiten. Ich musste alleine zurechtkommen und immer improvisieren. Geld hilft da am allerwenigsten, denn was man benötigt, ist emotionale Unterstützung, Kraft, Tankstellen etc.
 
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Meine Kinder gehen in den Kindergarten bzw. in die Schule. Ohne Oma, nette Bekannte geht natürlich nicht viel. Viel abends arbeiten. Abstriche in Kauf nehmen... d.h., nicht ständig putzen, nicht so tun als ob alles easy wäre, auch mal verzweifeln dürfen, dass man nur die Hälfte geschafft hat.
Ganz zu Hause bleiben und "nur" Haushalt und Kinder wäre mir zu wenig. Und von einem Mann finanziell abhängig sein, geht auch gar nicht. Das ist ein im Osten wenig gelebtes Modell.
Ja, und ganz nebenbei noch einen netten Mann kennen lernen, der dafür Verständnis hat. Wie es aussieht, gibt es dieses Exemplar aber wirklich ;-)
 
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Es ist merkwürdig: Selbst eine hochrangige Managerin eines weltbekannten Softwarekonzerns, verheiratet, beide sehr gute Verdiener, hat es nicht geschafft, die Betreuung ihres Kindes so zu organisieren, dass sie weiter arbeiten konnte, schrieb vor kurzem die "Berliner Zeitung". Nicht einmal, als sie noch mit ihrem Mann zusammen wohnte.

Man könnte denken, dass bei manchen Frauen eine Geburt zu einem schlagartigen, erheblichen Intelligenzverlust führt.

Wenn es um die Kinderbetreuung geht, scheint alles, was sie jemals über Organisation gelernt haben, schlagartig wie weggeblasen. Selbst bei einer Microsoft-Managerin.

Das eine Friseuse mit dem bekannt niedrigen Stundenlohn da vielleicht ein Problem haben könnte, kann ich nachvollziehen. Dass die Friseuse mehr staatliche Unterstützung bräuchte, kann ich glauben.

Dass Frauen eines höheren Gehaltslevels trotz Geld, einer hervorragenden Ausbildung (Managerin!) und angeblicher praktischer Intelligenz nicht in der Lage sein wollen, die Kinderbetreuung zu organisieren, will mir einfach nicht in den Kopf.

Wenn Männer in solch eine Situation kommen, schaffen sie es doch auch. Sicher, mit Sitterin, mit Organisation, und sicher, es kostet Geld. Ja, aber sie schaffen es. Ach ja, und viele Frauen aus der früheren DDR scheinen es ja ebenfalls sehr gut zu schaffen.

Liebe FS, falls es Dir darum geht, WIE Du es schaffen könntest, solltest Du vielleicht lieber die Männer fragen. Die scheinen da die besseren Tipps zu haben. Und die Frauen aus dem Osten, die kriegen das häufig auch gebacken.

Aber wenn Du schon so gezielt andere AE´s fragst, bin ich skeptisch. Von denen wirst Du meistens nur hören, dass es angeblich nicht geht.
 
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# 5 @ # 13

Du hast den Kern des Problems erfasst.

Zum einen neigen Frauen nach der Geburt dazu, sich nur noch um sich selbst und das Kind zu drehen. Gerechtfertigt wird das dann damit, es sei für das Kindeswohl optimal, wenn sich eben die Mutter nur noch um das Kind dreht. (Siehe z. B. Posting # 7)

Der andere Punkt ist, dass es einfach furchtbar bequem ist, Unterhalt zu kassieren und zu erklären, man sei nun mal zuhause absolut unabkömmlich.

Eine Frau, die schlichtweg keinen Bock auf Arbeit hat, findet auch einen Weg, das zu rechtfertigen. Notfalls konstatiert man "[Es hat mit] Schmarotzen nichts zu tun - denn auch der Hund ... muss versorgt werden".

Das kennt jeder auch vom Arbeitsamt. Wer keine Arbeit will, findet schon einen Weg, dem Arbeiten aus dem Weg zu gehen. Eine Arbeitsstelle bekommen nur die, die wirklich arbeiten wollen.
Warum sollte eine Frau aber wollen, wo doch die Unterhaltszahlungen locken?
 
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Ulrike

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@ 13/14

Nein, ihr habt den Kern nicht erfasst! Schon mal etwas von Mutterliebe gehört?
Sie wird gern unterschätz. Ging mir auch so, bevor mein Sohn geboren wurde. Doch dann dreht sich tatsächlich die Wertigkeit im Leben. Kinder brauchen uns, das lassen sie uns spüren und das spüren wir. Und da liegt dann auch für ein paar Jahre die Priorität. Nirgendwo anders. Ganz natürlich und notwendig.

Woher die Schlussfolgerung kommt, die eigenen Kinder nur wegen des dahinterliegenden Schmarozertums zu betreuen, ist mir völlig schleierhaft. Ein schlichtes Totschlagargument.

Wie andere das schaffen? Weil sie keine andere Möglichkeiten sehen. Wie ich.
 
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@13, 14 bin echt schockiert, wie hier manche über AE-FRAUEN reden...!
Falls ihr es noch nicht bemerkt habt: 99% der AE sind weiblich und davon kommen viele sehr gut zurecht. Auch die aus dem Westen. Die viel größeren Probleme gehen von Kollegen und der gesellschaft aus, die Frauen, die VZ arbeiten und Kinder haben, verteufeln und sogar von Kinderärzten bekommt man dumme Sprüche zu hören, dass alle Probleme des Kindes (wahrscheinlich auch die Virusinfektion) ursächlich ausschließlich auf die Beruftätigkeit der Mutter zurück zu führen sind. Im Berufsleben herrscht häufig noch die (mänllich geprägte) Auffassung, dass nur der viel leistet, der 12 Stunden im Büro sitzt.

Nun zur Realität: Liebe FS. Es ist nicht immer leicht, mit Kind(ern) VZ zu arbeiten, aber es geht. Das wichtigste ist, sich zuverlässige Betreuer (mehrere!!!) zu suchen, die das Kind auch bei Krankheit o.ä. nehmen und zu denen das Kind eine herzliche Beziehung aufbauen kann. Haushaltshilfe ist auch Pflicht oder gute Nerven in Bezug auf Unordnung oder beides. Dann ein gesundes Selbstbewusstsein gegenüber Kollegen und dem eigenen Chef (s.o.). Dabei solltest Du darauf achten, Dich gegenüber Deinem Chef und den KOllegen mit Deiner Arbeitsleistung (die ja auch abends zu Hause erfolgen kann) zu PRÄSENTIEREN. Sie müssen sehen, dass Du genauso viel (eher mehr) leistest, damit kein Geläster aufkommt. Dann brauchs Du noch wenige gute Freunde und die Bereitschaft, auf einige Hobbies und Unternehmungen zu verzichten. Das WE gehört dann ausschließlich dem Nachwuchs.
Dann geht es und macht auch glücklich und zufrieden. Ich habe natürlich auch das Glück, einen Job zu haben, von dem ich meine Familie sehr gut versorgen kann (Kindsvater zahlt keinen cent...).
Und zu guter letzt: Gegenüber meinem Kind sage ich offen und ehrlich, dass ich viel Arbeite, weil es mir Spaß macht und mich glücklich macht. Es soll wissen, dass mein Job mir wichtig ist und Arbeit einem ein erfülltes Leben geben kann.
Viel Glück liebe FS, bleib wie Du bist und lass Dir von dieser Lästerbörse hier nicht einreden :)
 
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Wa ist denn hier los? Diese Beschimpfungen verärgern mich total. Heutzutage denke ich, dass schon viel Mut dazu gehört, sich dafür zu entscheiden, Kinder zu haben. Nun sucht sich bestimmt keine Frau/kein Mann freiwillig die Rolle einer/s Alleinerziehenden aus. Wenn die Frauen/Männer dann in dieser prekären Lage sich wiederfinden, gibt es je nach Gegend unterschiedliche Betreuungsangebote für Kinder (die natürlich im Osten sehr viel besser ausgebaut sind). Wenn in Wohnortnähe kein Hort ist, kann man ein Kind da auch nicht hingeben. Viele Kindergärten haben noch keine optimalen Betreuungszeiten und richtige Ganztagesschulen gibt es auch noch nicht flächendeckend. Manche Leute wollen dies jedoch einfach nicht sehen und nur die/den EX fertigmachen. Da gibt's nur eins, wer über den Alleinerziehenden Expartner schimpft, soll doch selbst in diese Rolle schlüpfen und vorleben, was er/sie vom Anderen verlangt!
 
1. Ohne Oma und Freunde geht es nicht

2. Lerne, das Unperfekte zu akzeptieren und lerne, zu delegieren
Beispiel: die Wohnung muß nicht immer 200% picobello sein, 90-95% tun es auch

3. In Anlehnung an Punkt 2: organisiere Dir eine Haushaltshilfe, Putzfee o.ä. Unbezahlbar. Kannst Du bei der minijobzentrale offiziell anmelden.

4. Mittagessen in der Schule, Hort bis zum 16.00 Uhr
Das ist bei uns Standard. Mein Sohn geht zwar erst ab Herbst in die Schule und ich weiß noch nicht bis ins letzte Detail, wie alles wird, aber so in etwa geht es.
Im Hort gibt es auch Hausaufgabenbetreuung und Freizeitangebote nachmittags. Ich weiß allerdings noch nicht, welche Qualität die haben (Berichte dazu ab Herbst).

5. Ein Omatag in der Woche, bei der mein Kind bei Oma schläft und ich einen freien Abend zur Verfügung habe. Gleiches kann man auch mit guten Freunden oder zuverlässigen Freunden der Kinder versuchen.

Bei mir stünden die schulischen Leistungen der Kinder sowie deren geordnetes Heranwachsen aber an erster Stelle. Hätte mein Sohn Schwierigkeiten bei den Hausaufgaben, würde ich es wie Du machen und mich vorübergehend (!) selbst darum kümmern.

Ich denke auch, daß es prozentual mehr AE-Väter gibt, die VZ arbeiten als AE-Frauen. Vielleicht sollten wir diese mal fragen, ob sie noch Tricks parat haben.
 
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# 14 @ # 16

Hier hat eigentlich niemand pauschal über AE-Mütter gehetzt, ganz im Gegenteil. Wir haben im Prinzip gesagt, was Du auch sagst, dass nämlich eine Mutter durchaus arbeiten gehen kann (so wie ein AE-Vater auch).

Die Kritik die hier aufgekommen ist, bezog sich darauf, dass ein gewisser Kreis der AE-Mütter, das Arbeitengehen für inopportun, unkommod, nicht mit dem Kindeswohl vereinbar ... erklärt. Dafür wurden hier auch durchaus staunenswerte Begründungen angeführt (z. B. FS und #7, Hund muss Gassi geführt werden).

Daraus wird dann geschlussfolgert, dass es sich von Unterhaltszahlungen sehr viel angenehmer leben lasse, als vom Arbeiten.

An dieser Position wiederum haben wir Kritik geäußert, dafür verdienen wir aber eigentlich keine Häme von Dir.
 
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# 4 @ # 17

Als ich alleinerziehender Vater war, fand ich das auch nicht unbedingt spaßig. Mich verärgern die Beschimpfungen aber keineswegs. Ich finde sie vollkommen nachvollziehbar.

Von AE-Väter wird vollkommen selbstverständlich erwartet, dass sie die Kinder erziehen, Vollzeit arbeiten gehen und Unterhalt an die Ex-Frau ZAHLEN.

Die AE-Mütter zicken hier aber rum. Jammern, dass die Kinder Betreuung benötigten und das Vollzeit arbeiten sei auch mit Mühe verbunden. Auf so viel Anstrengung gleichzeitig, hätten sie irgendwie keine rechte Lust.
Und das alles, obwohl Sie (im Gegensatz zu den AE-Vätern) Geschiedenenunterhalt BEKOMMEN, statt (wie ein AE-Vater) an die Ex auch noch Unterhalt zu ZAHLEN.

Einerseits sind AE-Mütter sind in einer um Größenordnungen besseren Position, als AE-Väter. Andererseits jammern sie hier ohne Ende und suchen Wege, sich vom Arbeitsmarkt abzuseilen.

Bei AE-Vätern wäre das niemals drin. Da würde gleich in den Gehalt zwangsvollstreckt, wenn die Ex-Frau ihren Geschiedenenunterhalt nicht bekommt. Welches Recht hat dann eine AE-Mutter, sich vom Arbeitsmarkt zu verdrücken?
 
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Hallo #18, es geht auch ohne Omma.

Aber Du hast natürlich recht, mit ist es ein ganzes Stück einfacher. Aber auch der Herr Papa kann da doch meistens durchaus einen Abend unter der Woche eingespannt werden.

Ansonsten hilft das nötige Kleingeld, zwei Babysitter sollten dem Kind bekannt sein, möglichst einen Abend in der Woche im Wechsel auf den Nachwuchs aufpassen und so gut bezahlt werden, dass sie auch kurzfristig einspringen. Das geht! Eine Studentin kann zur äußersten Not eben leichter mal eine Vorlesung ausfallen lassen, als Chefin oder Chef die Arbeit.

Zum nötigen Kleingeld: Ich halte es für besser, auch ganz deutliche Abstriche beim Urlaub zu machen, als keinen zuverlässigen Babysitter zu haben.

Soweit die "Tricks" vom Manne
 
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Mutterliebe, Mutter als Bezugsperson, gemeinsame Zeit mit Müttern, Unterhaltszahlungen, gemeinsame Spaziergänge mit der Mutter, Urlaub mit der Mutter usw.
Fakt ist, dass Mütter den Vater gerne mal einspannen. Wenn es um zusätzliche Zahlungen zum Wohl des Kindes geht (Urlaub, Kleider, Klavierunterricht....).
Sie wollen auch, dass die Kinder beim Vater sind, zumindestens dann, wenn sie Freizeit haben wollen.
Aber sobald der Vater mal selber sagt: Ich will mit den Kindern in Urlaub fahren (am besten noch mit der neuen Freundin), dann finden sich tausend Gründe dagegen.
Die Frau will das Leben der Kinder planen, der Vater wird dabei zu einer Art Babysitter.
 
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@22. oftmals wird der Vater zur Art "zahlender Babysitter" nach Terminplan der Mutter. Dieses Mutterliebe-Gefasel geht mir gehörig auf die Nerven. Mutterliebe kann man auch weitergeben, wenn man nicht 24 Std. mit dem Kind verbringt. Zumal genau diese Mamas oftmals keine Qualitäts-Zeit, sondern nurn Quantitäts-Zeit mit den Kindern verbringen. Das Spiel soll nur nach außen - zum Vater hin als Druckmittel zur Finanzierung dienen. Und dieses "Zum Wohl des Kindes" kann ich auch nicht mehr hören. Zum Wohl des Kindes gehört nämlich auch ein entspannter und lebender Vater - kein genervter, weil finanziell abgezockter Vater, der mal 4 Tage pro Monat als Eiskauf-Onkel fungiert.
 
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Ich war zwei Jahre als alleinerziehende Mutter eines Grundschulkindes vollzeit berufstätig. Nebenbei hatte ich noch ein Haus und einen großen Garten plus Haustiere zu versorgen. Ich bin in dieser Zeit fast am Stock gegangen. Meine Tochter war in der Ganztagsschule. Für die Zeit danach brauchte ich ein Kindermädchen, weil ich meistens erst abends aus dem Büro Heim kam. Dann habe ich schnell noch über ihre Hausaufgaben geguckt und sie ins Bett gebracht. Ich habe sehr darunter gelitten, dass ich so wenig Zeit für mein Kind hatte. Die WE wurden für die üblichen Verpflichtungen wie Putzen etc. genutzt. Freizeit hatte ich keine. Omas und Opas zum Aufpassen auch nicht. Und der Vater präsentierte sich unzuverlässig. Ich war einfach nur ausgepowert und ständig gereizt zum Leidwesen der Kleinen. Dies war absolut keine schöne Zeit, weder für mich noch für meine Tochter.
 
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Natürlich geht es, alles Frage der Organisation und natürlich auch des nötigen Kleingeldes. Ich arbeite Vollzeit 40 Stunden, mein Sohn geht in die Vorschule, Mittagessen gibt es noch dort, dann holt ihn meist gegen 14.00 Uhr unsere Kinderfrau ab und betreut ihn, bis ich nach Hause komme. Wir leben weit weg von meiner Familie, d.h. so auf die Schnelle Oma anrufen geht nicht. Wenn mein Sohn krank ist, übernehme entweder ich oder das Kindermädchen arbeitet ganztags. Von meinem Ex erhalte ich ausser Alimente nichts, will ich auch nicht, er kümmert sich auch nicht um seinen Sohn. Wir haben eine Putzfee, die einmal wöchentlich das Gröbste erledigt, den Rest schaffe ich selbst. Bin Frühaufsteher und werke morgens am liebsten- so habe ich zwei ruhige Stunden, bevor der Morgenstress losgeht, koche, mache sauber. Abends spiele ich lieber mit meinem Sohn bzw. wir machen Einkäufe, etc.
Alles geht, wenn man will. Muss aber gestehen, ich verdiene sehr gut und habe einen sehr verständnisvollen Chef bzw. Kollegen, d.h. es stört sich niemand daran, wenn mein Sohn hin und wieder nachmittags bei mir im Büro sitzt bzw. ich früher weg muss, wenn der Hut zu Hause brennt.
 
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Über die unverschämten Äußerungen dieser verbitterten Männer kann man nur noch den Kopf schütteln. In der Ehe waren es sehr wahrscheinlich genau diejenigen, die es super fanden, dass sie sich um nichts kümmern mussten und ihnen die Kinder vom Leib gehalten wurden.
Wenn hier der Blödsinn verbreitet wird, nur Männer müssten an Frauen Unterhalt zahlen, so sollten sich diese mal bei einem Rechtsanwalt beraten lassen. Betreue unser Kind auch alleine und muss Trennungsunterhalt zahlen, weil ich mehr verdiene als mein Ex! So ein Blödsinn, der hier geschrieben wird ist unfassbar.

Aber die Fragestellerin wollte ja was anderes wissen, ich bin selbständig und hab so ca eine 50 Stundenwoche, meine Tochter geht noch in die Grundschule und ist dort bis 17.00 Uhr. Hausaufgabenbetreuung gibt es auch, ABER wenn man sich keine Kinderfrau finanziell leisten kann, ist die Ganztagsbetreuung nicht das was es sein sollte. Sobald ein Kind nicht ein Selbstläufer in der Schule ist, wird es nämlich schwierig, in der Woche kann man unmöglich nach so einem langen Tag mit dem Kind üben und am Wochenende gibt es dann großes Meckern :)

Fakt ist aus meiner Sicht, man muss sich optimal organisieren, und die Freude am Leben nicht verlieren, wenn man alles nur unter dem negativen Aspekt der vielen Arbeit sieht, wird es schwierig...wir haben uns angewöhnt, in der Woche die wenige Zeit zu nutzen um schöne Sachen zu machen, der Haushalt muss dann eben bis 21.00 Uhr warten. Und Kinder einspannen, beim Kochen helfen oder Bad putzen, kann man mit lustiger Musik oder vielen Späßen auch so gestalten, dass Kinder begeistert mitmachen...Ist vielleicht eine Frage der Lebenseinstellung. Aber schließlich hat man ja ein Leben mit Kindern gewollt.

w/44
 
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Ich habe extrem Probleme mit den Kindern bekommen, weil ich tagsüber zu wenig da war. Trotz Hort und Kindermädchen sind die Kinder immer schlechter geworden in der Schule. Ich konnte mich nicht genug kümmern. Ich habe nun auf Schichtdienst umgesattelt und seit dem läuft es besser. Ich arbeite einen Großteil meiner Stunden einfach nachts ab. Wie es mir am Tage dabei geht? Man darf nicht fragen. Ich habe manchmal das Gefühl, es ist nur noch eine Frage von Monaten, dass ich zusammenklappe. Aber eben alles zum Wohle der Kinder!
(Übrigens kümmert sich der Vater auch, da bin ich sehr dankbar, aber sein Job hat IMMER Vorrang:)
 
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@10 - bei mir funktioniert es, weil ich Eltern in der Nähe habe und auch eine Schwester. Dazu eine Arbeitsstelle, bei der ich schon 24 Jahre arbeite und wo der Chef super verständnisvoll ist und ich gleitende Arbeitszeiten habe. Bei meinem Nebenjob habe ich zwei feste Nachmittage angegeben, die ich arbeiten kann, weil meine Kinder in der Zeit bei Ihrem Vater sind. Ach ja, und ich habe zu den beiden Arbeitsstellen nur 4 Minuten Fahrt (liegen direkt gegenüber auf einer Straße), was die Sache auch noch erleichtert. Müßte ich erstmal eine halbe oder 3/4 Stunde fahren, könnte ich schonmal eine Stunde weniger arbeiten, denn ich will Mittags für die Kinder zu Hause sein und sie nicht ständig von Oma zur Schwester zum Vater "abschieben". (Bald gehen Sie länger in die Schule, dann wäre es natürlich auch wieder leichter). Hat man diese besonders günstigen Voraussetzungen nicht, wird es ungleich schwerer.
 
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Ich arbeite als Single-Mama, seid dem 9. Lebensmonat meines Kindes Teilzeit. Fing mit 4 Stunden an und arbeite heute 75% im Büro und 25% in einem 2. Job. Diesen 2. Job mache ich aber am Abend in unmittelbarer Nähe meiner Wohnung, wenn mein Kind (15) am Schreibtisch sitzt und ich in der Nähe bin.

In der Woche kümmert sich der Vater nicht um sein Kind.

Der Weg zu Arbeit, zur Schule (Gym), Hort, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten beträgt mit Rad jeweils nur ca. 5 min. Ich habe mir diese Bedingungen aber mit Absicht gesucht und habe dafür 2 Umzüge gemacht. Jeder Umzug war eine Verbesserung für mich und mein Kind. Das Geld war eine gute Investition in unsere Lebensqualität. Mein Kind, als es jünger war, hatte auch einen guten Freundeskreis, wo es hingeben konnte, wenn ich mal einen Termin hatte. So haben sich die Mütter untereinander geholfen, um sich Freiräume zu verschaffen.

Ohne diesen guten Bedingungen ist es m.E. sehr schwer, ein halbwegs vernünftiges Leben als Single-Mama zu führen und gute Bedingungen für die Erziehung des Kindes zu haben.

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