• #1

Am Wendepunkt - Zusammenziehen ja/nein - was will ich im Leben?

Hallo zusammen,

ich (w31) bin nun seit etwas über einem Jahr mit meinem Freund (28) zusammen. Online kennengelernt.

Von ihm kamen schnell klare Zukunftspläne, Kinder, Haus, Hund. Auch hat er von Beginn an kommuniziert, auf Grund von besseren Karrierechancen einen deutschlandweiten Umzug anzustreben. Ich war anfangs nicht abgeneigt. Ich habe hier nicht viele Freunde und hatte daher das Gefühl, mich schnell von meinem Leben hier (Heimatstadt) trennen zu können.

Zum Jahresende 2020 ging es dann schnell. Er hat Bewerbungen geschrieben, Vorstellungsgespräche wahrgenommen und eine Zusage erhalten für den 01.01. Neue Wohnung/Arbeit ist mehrere 100 km von unseren alten Wohnorten entfernt. Wir haben auf Grund unserer vorherigen Entfernung eine Wochenendbeziehung geführt .Die ersten zwei Wochen des neuen Jahres habe ich zusammen mit ihm in der neuen Wohnung verbracht. Mir war die Wohnung von Anfang zu klein, und es würden definitiv nicht alle meine Sachen rein passen. Mir gefällt die Gegend und die Stadt nicht. Kurzum, ich wäre niemals dort hingezogen. Er bereut die ganze Umzugsgeschichte zwar auch, aber er ist mittlerweile so im neuem Job beschäftigt (und dadurch erst spät zu Hause, ab nächsten Monat teilweise auch nachts weg), dass er sich damit besser arrangieren kann. Nun gut. Mit meinem Arbeitgeber habe ich schon gesprochen. Ich könnte von dort aus arbeiten (Homeoffice). Mein Arbeitgeber möchte auch bereits den Vertrag anpassen. Das Leben in der neuen Wohnung/Stadt sieht aktuell so aus: er steht früh auf, verlässt das Haus, kommt irgendwann abends hungrig und erschöpft wieder. Ich hocke den ganzen Tag in der Wohnung, gehe in der Mittagspause joggen, mache ein bisschen Haushalt und warte auf den Abend. Er will möglichst früh schlafen, während ich durch den Homeoffice Alltag bis kurz vor 8 schlafen kann (Bürozeiten 8 – 17 Uhr).

An den Wochenenden gehen wir spazieren. Er ist in seiner Freizeit sowohl am WE als auch unter der Woche mit Projekten für die Arbeit und seinem 2. Studium beschäftigt.

Ich frage mich aktuell, ob ich das Risiko eingehen soll, mein altes Leben hier (ich mag meine kleine Wohnung, wo alle meine Sachen Platz haben, ruhige Nachbarn, viel Grün) aufzugeben um SEINEN Jobtraum zu leben. Ich habe das Gefühl, dadurch nach so kurzer Zeit so viel mehr zu investieren (und riskieren) als er. Kommt es dann zur Trennung, steh ich da ohne viel Geld, ohne Wohnung, ohne Sachen.

Wir haben uns sehr gerne (ich liebe dich wurde noch nicht gesagt), aber wir sind auch sehr verschieden und kabbeln uns öfter. Wenn auch nie sehr schlimm.

Ich weiß aktuell nicht, ob ich es riskieren soll. Er ist eine verbindliche Partie, ich bin 31...habe weder viel Geld, noch Freunde… oder ob ich es bereue, wenn ich am Ende da stehe als Mutter, Hausfrau und ihm als Wochenend-schöne Stunden-Daddy obwohl ich gar nicht weiß, ob ICH eine Familie und das alles überhaupt will.

Was meint ihr dazu?
 
  • #2
Ich glaube nicht dass du durch einen Umzug viel riskierst, sofern ihr eine größere Wohnung sucht, in der du deine Sachen unterbringen kannst. Dein Job bleibt ja bestehen. Ich glaube, das Problem geht aber tiefer: dein Freund hat kaum Zeit für dich. Er ist ja nur mit Studium und Job beschäftigt und du bist nicht entsprechend ausgelastet. Hast du das mal angesprochen? Vielleicht passt das nicht.

w32
 
  • #3
Die ersten zwei Wochen des neuen Jahres habe ich zusammen mit ihm in der neuen Wohnung verbracht. Mir war die Wohnung von Anfang zu klein, und es würden definitiv nicht alle meine Sachen rein passen. Mir gefällt die Gegend und die Stadt nicht. Kurzum, ich wäre niemals dort hingezogen. Er bereut die ganze Umzugsgeschichte zwar auch, aber er ist mittlerweile so im neuem Job beschäftigt (und dadurch erst spät zu Hause, ab nächsten Monat teilweise auch nachts weg), dass er sich damit besser arrangieren kann.
Mach es nicht, du bleibst auf der Strecke, ein solcher Fall wurde hier schon vielfach diskutiert und es ging meistens in die Hose, wenn die Frau zu viel investiert in Richtung Mann, zu sehr dem Mann entgegenkommt, dann geht es in die Hose, abgesehen davon gefällt dir die Wohnung nicht und die Geographie auch nicht, also was soll das, da ist doch jetzt schon die Eintrittskarte zur baldigen Trennung vorprogrammiert.
Das Leben in der neuen Wohnung/Stadt sieht aktuell so aus: er steht früh auf, verlässt das Haus, kommt irgendwann abends hungrig und erschöpft wieder. Ich hocke den ganzen Tag in der Wohnung, gehe in der Mittagspause joggen, mache ein bisschen Haushalt und warte auf den Abend. Er will möglichst früh schlafen,
Das ist doch ein Hundeleben, das kann nie zufrieden machen, mach das bitte nicht, du bereust es bitter!
Ich frage mich aktuell, ob ich das Risiko eingehen soll, mein altes Leben hier (ich mag meine kleine Wohnung, wo alle meine Sachen Platz haben, ruhige Nachbarn, viel Grün) aufzugeben um SEINEN Jobtraum zu leben. Ich habe das Gefühl, dadurch nach so kurzer Zeit so viel mehr zu investieren (und riskieren) als er. Kommt es dann zur Trennung, steh ich da ohne viel Geld, ohne Wohnung, ohne Sachen.
Mir ist völlig klar, dass es zur Trennung kommen wird!
ob ich es bereue, wenn ich am Ende da stehe als Mutter, Hausfrau und ihm als Wochenend-schöne Stunden-Daddy obwohl ich gar nicht weiß, ob ICH eine Familie und das alles überhaupt will.
Was meint ihr dazu?
Bleib erst mal mit dir in deiner Wohnung und bei dir bleibe alleine, bist du weißt, was du überhaupt willst und weißt, was du nicht willst, solange du nicht weißt, ist es sowieso grundsätzlich ein heißes Eisen was Beziehung betrifft! Meine Empfehlung, trenne dich von ihm, such dir einen Mann in der Nähe wo du lebst, der dich liebt, dieser Mann liebt dich nicht! 😮
Du bist seit über einem Jahr mit ihm zusammen und noch nicht einmal wurde das gesagt, das ist doch der klare Beweis, dass es keine Liebe ist und erst recht nicht eine echte Liebe!
 
  • #4
"Wir haben uns sehr gerne (ich liebe dich wurde noch nicht gesagt), aber wir sind auch sehr verschieden und kabbeln uns öfter. Wenn auch nie sehr schlimm. "

Ganz ehrlich - da würde ich niemals so einen Schritt tun. Abwarten ist das Einzige, was hier hilft. Bei einem Zusammenziehen unter diesen Umständen bist du immer auf einer ganz schlechten Position.

Das wird bös enden.
 
  • #5
Mir war die Wohnung von Anfang zu klein, und es würden definitiv nicht alle meine Sachen rein passen. Mir gefällt die Gegend und die Stadt nicht.
Es ist ja nicht für immer. Das ist sicherlich eine Übergangslösung. Man kann dann die Gegend kennenlernen und sich etwas Netteres und Passenderes suchen. Das könnte sogar Spaß machen.
Im Umland gibt es meist ganz idyllische Orte. Natürlich anders als das, was man bisher gewohnt war.
Hinzu kommt deine Unsicherheit. Du gehst skeptisch auf die Gegend zu. Ich kenne das auch selber. Aber mit der Zeit entdeckt man auch die schönen Dinge und sieht nicht nur die weniger schönen Eindrücke.
Vermutlich würde einem das in der Heimat genauso gehen, wenn die vorher nicht kannte.
Deine Verunsicherung ist erstmal völlig normal.

So wie sich dein Beitrag liest, ist dein Partner sehr ehrgeizig. Wahrscheinlich wird es nicht bei dieser Stelle bleiben, wenn er finanziell noch weiter aufsteigen will. Es kann also sein, dass ihr dann wieder umzieht irgendwann. Eventuell wieder näher an die Heimat, oder sogar ins Ausland? Es bleibt spannend.
Die Alternative wäre, du bleibst an Ort und Stelle. Ich glaube aber, deine Neugier ist größer. Finanziell kommst du ja aus, egal an welchem Ort, falls es wirklich mal zur Trennung käme. Allerdings klingen seine Aussagen nach Langfristig. Es ist nur schade, dass ihr euch die drei Worte nicht sagen könnt. Vielleicht solltest du es mal aussprechen, um zu sehen, ob sich diese Worte richtig anfühlen.

Es ist jetzt gerade so eine Homeoffice-Zeit. Das ist natürlich eine große Umstellung. Vielleicht fühlst du dich dann sehr isoliert zu Hause, ohne Kontakte zu Kollegen. Da würde ich das Telefon nutzen, oder Skype um im regen Austausch zu bleiben. Den Kollegen geht es sicher nicht anders.

Unter der Woche ist dein Partner sicherlich erschöpft. Aber auch er wird freie Tage oder Wochenende haben. Da könnte ihr dann gemeinsam den neuen Wohnort erkunden. Klingt doch spannend.
Ansonsten gehst du unter der Woche Abends ins Fitness. Da lernst du evtl. auch Leute kennen. ODER du überlegst dir, mal eine Fortbildung vor Ort zu machen. Da lernt man am ehesten neue Leute kennen.

Du musst dich jetzt noch nicht festlegen, ob Familie usw.
Setz dich da nicht unter Druck. Was du genau willst, kann dir hier keiner sagen. Lass mal Revue passieren und höre auf dein Gefühl.
 
  • #6
Ihr seid erst ein Jahr zusammen, Fernbeziehung, habt noch nie "ich liebe dich gesagt" und scheinbar fühlt ihr das beide auch nicht so (?) und ihr streitet öfter. Dazu eine Gegend, die du nicht magst, er hat nie Zeit, die Wohnung ist dir zu klein. --> okay, alles ziemlich negativ.
Du bist in deinem jetzigen Wohnort nicht fest gebunden, du kannst deinen Job behalten, der ja momentan wahrscheinlich eh wegen Corona im Home Office ist, es wäre was neues und ein Wagnis, aber du bist ja eh noch nicht so drauf getrimmt, jetzt alles mit Heirat, Kind usw. abzuhaken. --> das ist dann eher die positive Seite.
Ich denke, das kommt wohl auf die Persönlichkeit an. Ich bin eher ängstlich bei neuen Sachen und würde das wohl nicht machen. Andere leben gerade in solchen Situation richtig auf, weil sie das Gefühl haben, sie versuchen neue Dinge und wenn es nicht klappt, ziehen sie halt wieder um - immerhin hättest du deinen Job ja sicher, Sachen kann man auch erstmal unterstellen.
Du musst für dich überlegen, ob deine Gefühle überhaupt ausreichen für ihn und einen ernsthaften Versuch trotz der negativen Seiten an der Beziehung oder ob es mehr eine Angst vor der Veränderung ist, die dich davon abhält. Bei 1) würde ich es lassen. Bei 2) wärs doch ne Überlegung wert.
Für mich ganz persönlich wär die Beziehung zu wenig gefestigt und das mit der Zeit ein zu negativer Faktor, aber das ist nur ganz allein mein Empfinden.
w, 37
 
  • #7
Ich glaube nicht dass du durch einen Umzug viel riskierst, sofern ihr eine größere Wohnung sucht, in der du deine Sachen unterbringen kannst. Dein Job bleibt ja bestehen. Ich glaube, das Problem geht aber tiefer: dein Freund hat kaum Zeit für dich. Er ist ja nur mit Studium und Job beschäftigt und du bist nicht entsprechend ausgelastet. Hast du das mal angesprochen? Vielleicht passt das nicht.

w32

Richtig, so wirklich wohl fühlen mit dem Zusammenziehen / Zusammenleben könnte ich mich auf jeden Fall nur, wenn es wirklich "unsere" Wohnung wäre. Sprich, auch nach meinen Kriterien ausgewählt, eingerichtet, Platz genug für meinen Kleiderschrank, liebgewonnes Geschirr etc. Einem Umzug in eine größere Wohnung wäre er nicht abgeneigt. Wir sind beide unzufrieden mit der aktuellen Wohnung.

Im Grunde finde ich es zwar gut, wenn mein Freund ein ausgefülltes Leben hat und wir nicht 24/7 am Tag zusammen hängen. Auf der anderen Seite sind unsere Gespräche und unsere Gemeinsamzeit auh sehr von seiner Arbeit/Karriere geprägt. Mir fehlt persönlich (von Anfang an) der Tiefgang in unserer Beziehung. Auch mal stundenlang zu quatschen über Gott und die Welt. Das ist mit ihm irgendwie nicht möglich. Er redet viel, auch von sich aus. Aber entweder geht es um seinen Job oder Oberflächlichkeiten. Ich habe ihn schon darauf angesprochen, dass mir das missfällt. Er verneint das aber von seiner Seite aus, für ihn passt unsere Kommunikation scheinbar so.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #8
Mach es nicht, du bleibst auf der Strecke, ein solcher Fall wurde hier schon vielfach diskutiert und es ging meistens in die Hose, wenn die Frau zu viel investiert in Richtung Mann, zu sehr dem Mann entgegenkommt, dann geht es in die Hose, abgesehen davon gefällt dir die Wohnung nicht und die Geographie auch nicht, also was soll das, da ist doch jetzt schon die Eintrittskarte zur baldigen Trennung vorprogrammiert.

Das ist doch ein Hundeleben, das kann nie zufrieden machen, mach das bitte nicht, du bereust es bitter!

Mir ist völlig klar, dass es zur Trennung kommen wird!

Bleib erst mal mit dir in deiner Wohnung und bei dir bleibe alleine, bist du weißt, was du überhaupt willst und weißt, was du nicht willst, solange du nicht weißt, ist es sowieso grundsätzlich ein heißes Eisen was Beziehung betrifft! Meine Empfehlung, trenne dich von ihm, such dir einen Mann in der Nähe wo du lebst, der dich liebt, dieser Mann liebt dich nicht! 😮

Du bist seit über einem Jahr mit ihm zusammen und noch nicht einmal wurde das gesagt, das ist doch der klare Beweis, dass es keine Liebe ist und erst recht nicht eine echte Liebe!

Mein Bauch und auch irgendwo der Kopf stimmen dem was du schreibst voll zu. Ich fürchte auch, das wird ein bitteres Ende für mich nehmen.

Dann wieder denke ich so: Ich trete in meinem Leben schon lange auf der Stelle. Was will ich vom Leben, wie will ich leben... frage ich mich seit Jahren und ich komme zu keiner Antwort. Bin ich Single, finde ich es langweilig und sehne mich nach einer Beziehung (zumindest in Form von Kontakt, Flirten, Sex, ich bin dann viel online auch in Chatbörsen). Bin ich in einer Beziehung, wird mir das alles schnell zu eng und ich will wieder "frei" sein. Meine Meinung diesbezüglich ändert sich schnell, mehrmals am Tag...Ich habe aber das Gefühl, mit dem Unwohlsein in Singlezeiten besser klar zu kommen. Dann trage ich wenigstens keine Verantwortung für jemand anderen.

Du hattest noch geschrieben, "dieser Mann liebt dich nicht" (bevor du mich unten zietiert hast wo ich schrieb, wir haben es beide noch nie gesagt) woran machst du deine Aussage fest?
 
  • #9
Mir fehlt persönlich (von Anfang an) der Tiefgang in unserer Beziehung. Auch mal stundenlang zu quatschen über Gott und die Welt. Das ist mit ihm irgendwie nicht möglich. Er redet viel, auch von sich aus. Aber entweder geht es um seinen Job oder Oberflächlichkeiten. Ich habe ihn schon darauf angesprochen, dass mir das missfällt. Er verneint das aber von seiner Seite aus, für ihn passt unsere Kommunikation scheinbar so.
Okay, ganz ehrlich: Dann passt es nicht. Das ist eine grundlegende Sache, die dich jetzt schon stört. Aber das wird sich nicht ändern. Auch nicht beim Zusammenwohnen. Es wird dich mehr und mehr nerven, er weiß nicht, was er daran ändern kann und ihr habt im Nu gar keine Kommunikation mehr. Ich persönlich bin wie du, mir sind solche Gespräche wichtig - aber aus dem gleichen Grund wäre ich nie mit jemandem schon ein Jahr in einer Beziehung, wo das für mich absolut grundlegende nicht passt. Paare reden mit der Zeit ja schon eh immer weniger miteinander, grad wenn dann Kinder da sind.. Wenn man da überhaupt keine gemeinsame Basis hat, dann ist da schnell Ende im Gelände.
 
  • #10
"Wir haben uns sehr gerne (ich liebe dich wurde noch nicht gesagt), aber wir sind auch sehr verschieden und kabbeln uns öfter. Wenn auch nie sehr schlimm. "

Ganz ehrlich - da würde ich niemals so einen Schritt tun. Abwarten ist das Einzige, was hier hilft. Bei einem Zusammenziehen unter diesen Umständen bist du immer auf einer ganz schlechten Position.

Das wird bös enden.

Irgendwie war das auch für mich so ein Stopp. Ich habe zu mir selbst gesagt, bevor er das nicht sagt, ziehe ich nicht mit ihm zusammen.

Nun ist es aber so, dass sich bei dem Thema ja die Geister scheiden. Ist es nur Liebe, wenn man es ausspricht? Oder kann er einfach nur schlecht seine Gefühle zum Ausdruck bringen (das kann er definitiv nicht gut).

Was mir irgendwie fehlt, ist gar nicht mal, dass er mir sagt, dass er mich liebt. Ich glaube auf jeden Fall auch, dass er mich sehr mag. Er ist aber auch der Typ Mensch, der nicht gerne alleine ist. Mir fehlt, dass er buis jetzt noch nie wirklich Initiative gezeigt hat.

Bsp. wir haben auch davor schon recht weit auseinander gewohnt. Ich bin in 95 % der Fälle zu ihm gefahren (er hat auch eine größere Wohnung, ich habe wirklich sehr sehr wenig Platz). Aber er hat in dem ganzen Jahr nicht einmal bei mir übernachtet. Er ist nicht einmal spontan nach der Arbeit zu mir gefahren, und sei es, auch nur für ein paar Stunden.

Auf genau diesen Umstand habe ich ihn vor ein paar Tagen angesprochen. Er meinte dazu, dass es sich einfach nicht gelohnt hätte und unrealistsich gewesen wäre, weil er am nächsten Tag ja wieder früh aufstehen musste.

Jetzt da er weiß, wir gefällt die Wohnung nicht, ich habe keinen Platz für meine Klamotten, baut er mir nicht mal einen kleinen Schrank, etc. Schafft mir Platz, etc. Er guckt nicht wirklich nach größeren Wohnungen.

Sowas fehlt mir von seiner Seite aus halt. Er fühlt sich da irgendwie nicht richtig in mich rein, weil er das nicht kann/will/ zu sehr mit seiner Arbeit beschäftigt ist.
 
  • #11
Es ist ja nicht für immer. Das ist sicherlich eine Übergangslösung. Man kann dann die Gegend kennenlernen und sich etwas Netteres und Passenderes suchen. Das könnte sogar Spaß machen.
Im Umland gibt es meist ganz idyllische Orte. Natürlich anders als das, was man bisher gewohnt war.
Hinzu kommt deine Unsicherheit. Du gehst skeptisch auf die Gegend zu. Ich kenne das auch selber. Aber mit der Zeit entdeckt man auch die schönen Dinge und sieht nicht nur die weniger schönen Eindrücke.
Vermutlich würde einem das in der Heimat genauso gehen, wenn die vorher nicht kannte.
Deine Verunsicherung ist erstmal völlig normal.


(...)

Das was du schreibst, ist dieses "gute Engelchen" das auf meiner linken Schulter sitzt... das mir sagt: du denkst doch immer so pessimistisch und zerdenkst alles. Was hab ich schon zu verlieren? Ja, ich habe hier eine kleine Wohnung, mein Reich, in dem ich mich die letzten Jahre eingelebt habe. Ja, meine Familie wohnt hier mehr oder weniger in der Nähe. Aber ich bin nicht mal ein großer Familienmensch. Die Anzahl der Besuche würde sich wahrscheinlich gar nicht wirklich ändern. Und ja, da hast du Recht. Mich reizt der Gedanke irgendwie, diesem Trott vielleicht mal zu entkommen. Dass ich vielleicht auch einfach mal etwas wagen muss, bevor ich immer nur denke und denke und immer älter werde. Ich hatte für meine Heimatstadt nie viel übrig (jetzt plötzlich kommt mir die große Heimatliebe) und bin eigentlich aktiv genug, um neue Ortschaften zu erkunden, etc.

Ich habe auch die Befrüchtung, dass ich unseren gemeinsamen Alltag zu sehr durch die Corona Brille sehe... wir kennen uns ja länger in Coronazeiten als zu normalen Zeiten. Ich stelle mir vor wie der Alltag aussieht, wenn ich nach Feierabend dann nicht daheim auf ihn warte, sondern ins Fitnessstudio gehe.. oder zum Frisör... oder spazieren im Sommer, wenn es hell ist... auch eine Fortbildung habe ich mir überlegt. Diese ist auf Grund meiner aktuellen finaziellen Situation nur leider nicht sehr realistisch die nächsten 2 Jahre... aber ein anderer, besserer Job würde mein Leben mit Sicherheit auch nochmal gravierend zum positiven ändern
 
  • #12
Okay, ganz ehrlich: Dann passt es nicht. Das ist eine grundlegende Sache, die dich jetzt schon stört. Aber das wird sich nicht ändern. Auch nicht beim Zusammenwohnen. Es wird dich mehr und mehr nerven, er weiß nicht, was er daran ändern kann und ihr habt im Nu gar keine Kommunikation mehr. Ich persönlich bin wie du, mir sind solche Gespräche wichtig - aber aus dem gleichen Grund wäre ich nie mit jemandem schon ein Jahr in einer Beziehung, wo das für mich absolut grundlegende nicht passt. Paare reden mit der Zeit ja schon eh immer weniger miteinander, grad wenn dann Kinder da sind.. Wenn man da überhaupt keine gemeinsame Basis hat, dann ist da schnell Ende im Gelände.

Mich stört das tatsächlich auch gravierend. Ich bin gar nicht der große Redner, ich kann auch mal gut schweigen. Er kann das zum Beispiel nicht wirklich, redet dann aber in meinen Augen gesehen über viel Belangloses. Oder bringt mich in die Zuhörerrolle, weil ich zu seinem Job nicht viel sagen kann und auch will (ich bin nicht seine Kollegin, irgendwann ist auch mal Feierabend). Ich empfinde diesen Punkt tatsächlich auch als größtes Manko. Auf der Positivseite steht unser gemeinsamer Humor, ähnliche Wertevorstellungen und politische Ansichten, Kuschelbedürfnis und der Sex ist sehr gut.

Wenn wir uns mal zoffen bemerke ich manchmal, dass er doch viel reflektierter und wahrnehmungsfähiger ist, als ich oft denke. Aber er oder wir schaffen es nicht, diese Tiefe mal in normale Gespräche zu packen.
 
  • #13
Bin ich in einer Beziehung, wird mir das alles schnell zu eng und ich will wieder "frei" sein. Meine Meinung diesbezüglich ändert sich schnell, mehrmals am Tag...Ich habe aber das Gefühl, mit dem Unwohlsein in Singlezeiten besser klar zu kommen. Dann trage ich wenigstens keine Verantwortung für jemand anderen.
Du hattest noch geschrieben, "dieser Mann liebt dich nicht" (bevor du mich unten zietiert hast wo ich schrieb, wir haben es beide noch nie gesagt) woran machst du deine Aussage fest?
Ich kann dir einen sehr reichen Erfahrungs Tipp geben, bleib so lange als Single alleine in einer Wohnung, bist du irgendwann das reife Gefühl hast und auch den richtigen Partner hast, der dich l8ebt, der zu dir steht, dieser Partner ist nicht der richtige Partner, mit dem richtigen Partner ist man gern in der Beziehungx mit dem falschen Partner, will mal wieder raus und wenn man draußen ist, will man wieder rein, das ist ein nerviges hin und her, aber nur deshalb, wenn man sich dessen selber noch nicht bewusst ist, was man will und solange man keinen passenden und kompatiblen Liebespartner hat!
Du scheinst noch sehr unerfahren zu sein, ein Mann der liebt, der sagt es seiner Partnerin aus dem vollen und tiefen Herzen heraus!
 
  • #14
Mich stört etwas Grundsätzliches.

Ihr habt gemeinsame Ziele, so sollte es für eine Partnerschaft auch sein.

Aber bespricht man sich da nicht, wo es hingehen soll? Ggf. Wenn beide umzugswillig sind, mit Alternativen?
Sucht man sich nicht zusammen die erste Wohnung aus?

Dass er am Anfang so viel arbeitet, ist wohl so.

Aber bei allem anderen wäre ich nicht dabei - meine Zukunft gestalte ich, ggf. mit einem Partner gemeinsam.
So aber nicht.

Hattet ihr vorher geredet?

W, 51
 
  • #15
Also, ich persönlich bin damals zu meinem langjährigen Freund, der vorher mit in meiner Stadt gelebt hatte und beruflich umziehen musste, mit in den Norden (450 km entfernt) gezogen, da die Liebe einfach stärker war als meine Ortsgebundenheit. Allerdings hatte ich - und hast auch du - jederzeit die Möglichkeit zurückzukehren. Dies bin ich nach Jahren und dem Beziehungsende dann auch.

Wenn du dir vorab schon alles so schlecht redest, hat die Sache keine Chance. Man lernt sehr schnell, sich auch im neuen Umfeld zurechtzufinden und dem auch schöne Seiten abzugewinnen. Wenn es auch beruflich für dich möglich wäre und dein Arbeitgeber dir auch die Chance einräumt zurückzukommen, würde ich, sofern du ihn wirklich liebst, versuchen mitzugehen.

Vielleicht kannst du auch eine Art “Wohnen auf Probe“ mit deinem Freund vereinbaren - sprich, dass du einige Wochen oder Monate mit dort lebst, ohne aber deine Wohnung aufzugeben. So habe ich es anfangs auch gehandhabt. So kannst du vor Ort ganz genau erfühlen, ob du es dir dauerhaft vorstellen kannst.

Am Ende: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - und keiner kettet dich dort fest; du kannst dich jederzeit umentscheiden.

Wenn du allerdings vorab schon eine derart massive Abneigung gegen diese Stadt/Umgebung verspürst, dass dich ein Umzug in eine psychische Notsituation stürzen würde, sprich mit deinem Freund darüber, wie viel Sinn eine Fernbeziehung für euch ergäbe.

Ich denke, mit der testweisen Wohnphase nebst gemeinsamem Arbeitsalltag und erst anschließender Entscheidung fährst du am besten.

Auf das Thema “größere Wohnung“ solltest du im Falle einer positiven Entscheidung dann aber in jedem Fall bestehen, wenn es für dich unverzichtbar ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • #16
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Ich weiß aktuell nicht, ob ich es riskieren soll. Er ist eine verbindliche Partie, ich bin 31...habe weder viel Geld, noch Freunde… oder ob ich es bereue, wenn ich am Ende da stehe als Mutter, Hausfrau und ihm als Wochenend-schöne Stunden-Daddy obwohl ich gar nicht weiß, ob ICH eine Familie und das alles überhaupt will.
Nein.

Du brauchst ein eigenes Leben, das du dir aus welchen Gründen auch immer nicht selbst aufgebaut hast. Warum hast du weder Geld noch Freunde? Arbeite daran. Habe Hobbys.
Kann es sein, dass du dir extra unbewusst jemanden gesucht hast, der so ausgefüllt ist mit Arbeit und Hobbys, dass du ihn sowoeso nicht störst? Nur mal geraten. Ein Arbeitstier ist er allemal, davon strotzt dein Text nur so. Du wärst eben das passende Puzzleteil, dass auf seiner To Do Liste den Punkt "Kinder und Familie" abhakt. Du würdest noch stärker fremdbestimmt leben als jetzt schon.

Darum: Hab ein eigenes Leben. Ob die Beziehung das aushält - ist sie es wirklich wert? Boah ich gehe schon beim Gedanken daran die Decke hoch, wenn mein Freund so wenig Zeit hätte - nicht nur für mich, sondern auch für echte Hobbys.
N berufsbegleitendes Studium.hatte ich auch mal, da kann man auch entsprechend mal Stunden reduzieren. Wenn sowas nicht geht, hat er den falschen Job.
Soll nicht heißen, er macht irgendwas falsch, nein, aber er tut dir nicht gut mit seinem Leben, es passt nicht.

W37
 
  • #17
Er scheint, wie Du auch, nicht in dieser Beziehung angekommen zu sein. Irgendwie scheint es nicht zu passen, ihr seid nicht in der selben Dimension. Sein Leben läuft jetzt rasch anderswo weiter, ohne dass er dich mitgenommen hätte.
Eindeutig läuft die Kommunikation nicht, aber eher das gemeinsame Denken fehlt, das Einheitsgefühl, ein Team zu sein.
Jetzt zeigt sich klar, wo es hakt und es sieht einfach so aus y dass ihr nicht zusammen passt.
Wenn Du ihn liebst, würde ich das Gespräch suchen und klar sagen, was dir fehlt und wie Du es gerne anders hättest. Sehr klar sagen, dass ihr Richtung Trennung manövriert, denn eine gemeinsame Basis scheint zu fehlen. Ihm werden vielleicht auch grundlegende Dinge fehlen, an die Du gar nicht gedacht hast.
Es ist eine Sache, nicht zu sagen, dass man den anderen liebt. Aber er handelt nicht so, wie ein liebender Mann. Er handelt gefühlt wie ein single, der sein Leben neu gestalten wollte.
 
  • #18
Irgendwie war das auch für mich so ein Stopp. Ich habe zu mir selbst gesagt, bevor er das nicht sagt, ziehe ich nicht mit ihm zusammen.

Nun ist es aber so, dass sich bei dem Thema ja die Geister scheiden. Ist es nur Liebe, wenn man es ausspricht? Oder kann er einfach nur schlecht seine Gefühle zum Ausdruck bringen (das kann er definitiv nicht gut).

Was mir irgendwie fehlt, ist gar nicht mal, dass er mir sagt, dass er mich liebt. Ich glaube auf jeden Fall auch, dass er mich sehr mag. Er ist aber auch der Typ Mensch, der nicht gerne alleine ist. Mir fehlt, dass er buis jetzt noch nie wirklich Initiative gezeigt hat.

Bsp. wir haben auch davor schon recht weit auseinander gewohnt. Ich bin in 95 % der Fälle zu ihm gefahren (er hat auch eine größere Wohnung, ich habe wirklich sehr sehr wenig Platz). Aber er hat in dem ganzen Jahr nicht einmal bei mir übernachtet. Er ist nicht einmal spontan nach der Arbeit zu mir gefahren, und sei es, auch nur für ein paar Stunden.

Auf genau diesen Umstand habe ich ihn vor ein paar Tagen angesprochen. Er meinte dazu, dass es sich einfach nicht gelohnt hätte und unrealistsich gewesen wäre, weil er am nächsten Tag ja wieder früh aufstehen musste.

Jetzt da er weiß, wir gefällt die Wohnung nicht, ich habe keinen Platz für meine Klamotten, baut er mir nicht mal einen kleinen Schrank, etc. Schafft mir Platz, etc. Er guckt nicht wirklich nach größeren Wohnungen.

Sowas fehlt mir von seiner Seite aus halt. Er fühlt sich da irgendwie nicht richtig in mich rein, weil er das nicht kann/will/ zu sehr mit seiner Arbeit beschäftigt ist.

Ich frag jetzt mal ganz platt: Liebst du ihn überhaupt oder bist du wenigstens sehr stark verliebt? Ganz losgelöst davon ob ihr beiden eure Gefühle füreinander schlecht verbalisieren könnt?
Ich würde nicht mit jemanden zusammenziehen wollen, den ich nicht liebe. Der WG Typ bin ich nun einmal nicht.
Wie weit habt ihr denn vorher auseinander gelebt und wie häufig habt ihr euch gesehen? Ich finde es schon merkwürdig, dass sich innerhalb eines Jahres nicht einmal die Gelegenheit geboten haben soll, dass er bei dir die Nacht verbringt...

Und zu den Umständen wie es nun zu dieser Wohnung von ihm gekommen ist wurden schon Fragen gestellt. Habt ihr nicht miteinander darüber geredet?

Habt ihr tatsächlich eine Liebesbeziehung oder nur eine Zweckgemeinschaft, weil ihr beide nicht gern alleine seid?
 
  • #19
Ich finde, das der erste Schritt jetzt sein sollte, das du dir eine Wohnung suchst, in der du dich richtig wohlfühlst. Von der Größe und von der Lage her.
Geht gemeinsam los, schaut euch was an, macht Zukunftspläne.
Du bist im Homeoffice und ihr denkt an einen Hund? Wäre es nicht ideal? Mit einen Hund findet man schnell Anschluss.
Du kannst deinen Freund nicht ändern, es ist sein Leben. Aber du kannst dich einrichten, das du dich wohlfühlst und alles passt.
Erst dann klappt es mit der Beziehung
 
  • #20
Das was du schreibst, ist dieses "gute Engelchen" das auf meiner linken Schulter sitzt... das mir sagt: du denkst doch immer so pessimistisch und zerdenkst alles.
Ich glaube, du versuchst dein Bauchgefühl zu ignorieren. Das wird nicht gut gehen.

Du lebst ein Leben, in dem du unglücklich bist und dein Freund "rettet" dich nicht. Im Gegenteil. Er kümmert sich um seine Karriere und plant sein Leben bereits ohne dich, was man daran sieht, das er eine Wohnung genommen hat, in der klein Platz für dich ist.
Er findet es sicher schön, wenn du da bist, wäre aber sicher nicht sehr traurig, wenn du es nicht wärest.

Du musst erstmal dein Leben auf die Reihe bekommen. Besserer Job, schöne Wohnung, mehr Hobbys.... vielleicht findest du dann auch den passenden Partner.
 
  • #22
@Navith
Aus Erfahrung kann ich dir sagen: Das ist mMn nichts. Ich sage dir auch warum. Wenn die Gefühle stimmen, dann ist die Wohnungsgröße nicht ausschlaggebend.
Ich habe mit meinem Mann 4 Jahre auf 38 Quadratmetern in einer Stadtwohnung mit Berliner-Hinterhof-Flair gelebt. Für uns war klar, dass das eine Übergangslösung und wir hatten sehr ähnliche Vorstellungen, wie unsere neue Wohnung +Umgebung sein soll.

Dennoch: wie man auf engerem Raum harmoniert gibt sehr viel Aufschluss darauf, ob man zusammen leben kann.

Als Gegenbeispiel:
Ich war vier Jahre mit meinem Ex-Partner zusammen, ehe wir zusammen zogen. In der Wohnung war sehr viel Platz für uns beide, aber das Zusammenleben funktionierte überhaupt nicht. Nach einem weiteren halben Jahr war dann Schluss.

Ich glaube nicht, dass euer Zusammenleben besser funktionieren würde, wenn ihr eine Wohnung findet, die auch deinem Geschmack entspricht.
 
  • #23
Ich würde nicht mit jemanden zusammenziehen wollen, den ich nicht liebe.
Eine einseitige Liebe nützt nichts, wenn sie ihn liebt, aber er sie nicht, bringt das Ganze nichts. ich habe den Eindruck die beide lieben sich gar nicht!
Ich finde es schon merkwürdig, dass sich innerhalb eines Jahres nicht einmal die Gelegenheit geboten haben soll, dass er bei dir die Nacht verbringt...

Und zu den Umständen wie es nun zu dieser Wohnung von ihm gekommen ist wurden schon Fragen gestellt. Habt ihr nicht miteinander darüber geredet?

Habt ihr tatsächlich eine Liebesbeziehung oder nur eine Zweckgemeinschaft, weil ihr beide nicht gern alleine seid?
Vermutlich nicht allein sein können, das ist die schlechteste Voraussetzung, für eine Beziehung, Finger weg!
Ich finde, das der erste Schritt jetzt sein sollte, das du dir eine Wohnung suchst, in der du dich richtig wohlfühlst. Von der Größe und von der Lage her.
Geht gemeinsam los, schaut euch was an, macht Zukunftspläne.
Du bist im Homeoffice und ihr denkt an einen Hund? Wäre es nicht ideal? Mit einen Hund findet man schnell Anschluss.
Du kannst deinen Freund nicht ändern, es ist sein Leben. Aber du kannst dich einrichten, das du dich wohlfühlst und alles passt.
Erst dann klappt es mit der Beziehung
NEIN! Eine Beziehung klappt nur dann, wenn man innerlich verbunden und berührt ist, sonst nicht! Diese äußeren Dinge sind uninteressant, sind nur Mittel zum Zweck, Ausreden, Entschuldigungen und Vorwände, für das, was wirklich fehlt!
Ich glaube nicht, dass euer Zusammenleben besser funktionieren würde, wenn ihr eine Wohnung findet, die auch deinem Geschmack entspricht.
Genauso ist es, die äußeren Dinge entscheiden nicht für eine Beziehung, sondern die inneren Dinge, ich kann keine Harmonie, keine Kompatibilitäten erkennen bei diesen beiden, deshalb wird es nach kurzer Zeit wieder zu Ende sein!
 
  • #24
Normalerweise sucht man eine gemeinsame Wohnung, doch auch gemeinsam oder?

Ich meine mit homeoffice könntest man ja sagen, Du hast nichts zu verlieren.
Dein Job bleibt und klappt es mit Euch nicht, kannst Du wieder zurück

Aber dann gibt es dieses Wir...wir suchen eine Wohnung etc.

Das fehlt mir
Und so ist es eher ihm bei seinem Leben zuschauen
 
  • #25
Eine einseitige Liebe nützt nichts, wenn sie ihn liebt, aber er sie nicht, bringt das Ganze nichts. ich habe den Eindruck die beide lieben sich gar nicht!

Vermutlich nicht allein sein können, das ist die schlechteste Voraussetzung, für eine Beziehung, Finger weg!
Natürlich nützt eine einseitige Liebe nichts.
Aber die FS kann sich doch jede Menge Kopfzerbrechen sparen, wenn ihr bewusst ist, dass sie ihn einfach nicht liebt.
Ich habe allerdings auch den Eindruck, dass die beiden sich einfach gegenseitig nicht lieben.

Ich glaube nicht, dass euer Zusammenleben besser funktionieren würde, wenn ihr eine Wohnung findet, die auch deinem Geschmack entspricht.

Und genau das vermute ich auch... Es scheint dort keine Basis zu geben. Er lebt sein Leben und sie schaut ihm dabei zu, weil sie selbst kein eigenes Leben aufgebaut hat.
Und verliebt scheinen ja beide nicht zu sein. Sowas kann doch gar nicht gut gehen.
 
  • #26
Ich habe mit meinem Mann 4 Jahre auf 38 Quadratmetern in einer Stadtwohnung mit Berliner-Hinterhof-Flair gelebt. Für uns war klar, dass das eine Übergangslösung und wir hatten sehr ähnliche Vorstellungen, wie unsere neue Wohnung +Umgebung sein soll.
Richtig. Aber so wie ich das verstehe, habt ihr die Wohnung gemeinsam ausgesucht.
Er hingegen ist alleine los gezogen und macht nun sein Ding.
Sie kann zwar mitkommen, wenn sie will, muss aber schauen, wo sie sich sich einfindet und ggf. selber ein Schrank bauen.
Er kommt null auf sie zu und dreht sich um sich selbst.
 
  • #27
Dann wieder denke ich so: Ich trete in meinem Leben schon lange auf der Stelle. Was will ich vom Leben, wie will ich leben... frage ich mich seit Jahren und ich komme zu keiner Antwort. Bin ich Single, finde ich es langweilig und sehne mich nach einer Beziehung (zumindest in Form von Kontakt, Flirten, Sex, ich bin dann viel online auch in Chatbörsen). Bin ich in einer Beziehung, wird mir das alles schnell zu eng und ich will wieder "frei" sein. Meine Meinung diesbezüglich ändert sich schnell, mehrmals am Tag...
So bin ich auch. Ich denke aber momentan, es ist mir lieber, nicht so richtig zu wissen was ich will und wohin ich will und dafür mehr den Moment zu genießen als jemand zu sein, der konkrete Pläne und Ziele hat und dann womöglich enttäuscht wird weil sein Leben ganz anders verlaufen ist. Wünsche können sich ändern und erfüllte Träume können sehr leicht platzen. Ich denke, es ist wichtiger, im Hier und Jetzt zu leben und zu sorgen, dass es dir JETZT gut geht. Du klingst wie jemand, der sehr viel zerdenkt, mehr als es dir eventuell guttut.
Für mich spricht nichts dagegen, dass du bei ihm einziehst und mit ihm zusammen bist, solang es dir gut geht damit. Allerdings hab ich den Eindruck, dir erscheint diese Beziehung für deinen Geschmack zu verbindlich. Mit anderen Worten: er ist nicht derjenige, mit dem du UNBEDINGT leben willst und für den du, zumindest für eine gewisse Zeit lang, deine Bedürfnisse zurückschrauben willst. Sonst würdest du auch nicht so viel nachdenken. Richtig verliebt scheinst du ja auch nicht zu sein. Warst du in einer Beziehung schon mal richtig verliebt? Ich glaub, ich war es schon einmal. Damals hab ich nicht so lang gezögert und gegrübelt, die leicht heruntergekommene Wohnung in der er lebte war mir egal, ich wollte mit diesem einen Menschen glücklich werden (es hat übrigens auch nicht funktioniert).
 
  • #28
Richtig. Aber so wie ich das verstehe, habt ihr die Wohnung gemeinsam ausgesucht.
Er hingegen ist alleine los gezogen und macht nun sein Ding.
Sie kann zwar mitkommen, wenn sie will, muss aber schauen, wo sie sich sich einfindet und ggf. selber ein Schrank bauen.
Er kommt null auf sie zu und dreht sich um sich selbst.

Bei uns war die Situation nicht sehr viel anders. Ich bin erst in seine Wohnung mitgezogen. Eine Wohlfühl-Oase war das nicht. 😅 Aber mit ihm schon. Wir haben dann geschaut, wie wir sie etwas umgestalten können. Viel Luft nach oben war da nicht. War ja quasi nur ein Wohnklo mit Küche. 😂 Die neue Wohnung haben wir erst vor knapp 2 Jahren bezogen.
Es braucht ja auch seine Zeit bis man zu zweit was Adäquates findet und ich gehe mal davon aus, dass die Zeit für eine gemeinsame Wohnungssuche nicht vorhanden war.

Wie dem auch sei. Die FS fühlt sich mMn bei ihm nicht wohl und das hat mE tieferliegende Gründe als ein fehlender Schrank oder die Wohnung ansich.
 
  • #29
Mach es nicht, du bleibst auf der Strecke, ein solcher Fall wurde hier schon vielfach diskutiert und es ging meistens in die Hose, wenn die Frau zu viel investiert in Richtung Mann, zu sehr dem Mann entgegenkommt, dann geht es in die Hose, abgesehen davon gefällt dir die Wohnung nicht und die Geographie auch nicht, also was soll das, da ist doch jetzt schon die Eintrittskarte zur baldigen Trennung vorprogrammiert.
Da hast du zwar recht. Anderseits verstehe folgendes nicht.
Ich war anfangs nicht abgeneigt. Ich habe hier nicht viele Freunde und hatte daher das Gefühl, mich schnell von meinem Leben hier (Heimatstadt) trennen zu können.
Da hat sie ja geschrieben, dass sie nicht abgeneigt ist ihre Heimatstadt zu verlassen. Dann hätte man doch von Anfang an besser kommunizieren müssen. Jetzt ist es leider zu spät. Da würde ich dann als Mann auch denken warum sie das nicht gleich gesagt hat.
 
  • #30
"Wenn wir uns mal zoffen bemerke ich manchmal, dass er doch viel reflektierter und wahrnehmungsfähiger ist, als ich oft denke. Aber er oder wir schaffen es nicht, diese Tiefe mal in normale Gespräche zu .... " Sehr geehrte FS, von der Sichtweise einer älteren Frau kann ich leider nur sagen, die Sache mit den "tiefschürfenden Gesprächen" sehe ich heute als Blendwerk, mal salopp formuliert, wie soll ein Mann, in der Probezeit und bei einem neuen Job überhaupt noch geistige Kapazitäten hierzu aufbringen? Noch dazu, wo jeden Tag andere "Fake- news" und Horrormeldungen aller Art auf einen einstürmen. Der Mann macht nach meinem Dafürhalten das einzig richtige und konzentriert sich auf sein Leben und Fortkommen. Was ist überhaupt los mit den jetzt jungen Frauen? An allem haben sie was zu kritteln, nie ist einer mal gut genug, entweder zu lasch oder zu karrieregeil, oder oder ....
Haben Sie überhaupt eine Ahnung, WIE kräftezehrend so eine Umstellung ist ? Ne, wahrscheinlich nicht. Anstatt sich über das Entgegenkommen des Arbeitgebers zu freuen, werden Nebenkriegsschauplätze aufgemacht... (Sachen passen nicht rein in d. Wohnung) na dann lagern Sie halt ein paar Sachen vorübergehend bei Verwandten/ Freunden, ist ja nur vernünftig von dem Mann, am Anfang in der Probezeit keine grosse Wohnung zu nehmen, wenn man nicht weiss, wie es weitergeht. Nach allen meinen Erfahrungen sind die Männer, welche lang und breit " über Gott und die Welt" reden können und wollen, mit 60 noch nicht weiter als mit 30, immer wird noch immer dasselbe durchgekaut... Merken Sie was ? Ok, das ist jetzt ein bisschen krass formuliert, man kann sich aber auch immer selbst ein Bein stellen, und dann sind Sie 45 und heulen allen vertanen Chancen nach... wie man hier oft lesen kann. Noch dazu, wenn es unter diesen erschwerten Bedingungen sexuell klasse ist, würde ich das einen Hauptgewinn nennen, das ist meist die Sache, welche bei Schwierigkeiten zuerst leidet. Noch dazu ist das allemal besser und entspannender, als "tiefschürfende" Gespräche, welche im Endeffekt Null Ergebnis bringen, ausser man hat sich ausgequatscht. "Tiefe in normale Gespräche" ist das die neueste Mode in den Frauenzeitschriften/ im Internet? Und überhaupt, wieso soll wieder der Mann "die berühmten 3 Worte" bringen? Wieder so n Anspruch aus der Schnulzenfilmromantik.. Sorry für die Ausdrucksweise
 
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