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Bazhosh

  • #1

Alternatives Lebensmodell auf dem Bauernhof tragbar?

Ich bin selbstständiger Software-Entwickler, aber ich würde in Zukunft, neben meiner unternehmerischen Tätigkeit, gerne auf einem Bauernhof leben und meine Nahrungsmittel und so viel wie mögliche andere Dinge selbst herstellen.
Man kann nur dann wirklich gesunde Nahrung essen, wenn man sie selbst herstellt und ich möchte gerne unabhängig von Finanzkrisen u.ä. leben können und selbstversorger sein.
Je älter ich werde, desto mehr interessiere ich mich für Natur, Biologie, Permakultur usw.. Ich werde zwar immer mehr zum Öko, habe aber keine langen Haare und trage gerne Anzüge. ;-)

Was halten Frauen von so einer Idee? Gibt es Frauen, die auch ein solches unabhängiges Leben als Ziel haben?

m28
 
G

Gast

  • #2
Jedem das seine, aber ich finde so etwas hochgradig lächerlich. Ich will ein schönes modernes Leben führen und nicht wie im Mittelalter meine begrenzte Lebenszeit fristen, kenne auch keinen der so etwas gut findet.

„Unabhängig” ist so ein Leben übrigens nie ganz, Strom und Wasser kommen schließlich nicht von ungefähr und ein Bauernhof will auch bewirtschaftet werden (kostet mehr als man glauben will) ... Jemand der Öko ist und gerne Anzüge trägt, klingt irgendwie etwas merkwürdig und mir als Frau ist das auch ziemlich egal, insb. dann wenn die Lebensweise nicht zur Kleidung passt.


Die Aussage bzgl. der gesunden Nahrung ist falsch, warum denkst du das FS?

w – 21
 
G

Gast

  • #3
Mir geht es da wie dir und ich habe auch den Eindruck, dass diesen Wunsch immer mehr Menschen entwickeln. Vor 10 Jahren hätte ich den andern noch den Vogel gezeigt, aber inzwischen ist alles anders. Ganz auf Selbstversorger wäre mir zu extrem, gewisse technische Entwicklungen schätze ich sehr, aber ich finde, dass man das Wissen wesentlich sinnvoller nutzen könnte wenn nicht alles so auf Profit ausgelegt werden würde, Dinge zum Wegwerfen produziert werden. Die Vorstellung nicht vollkommen von der Wirtschaft abhängig zu sein ist schon sehr reizvoll. Bauernhof mit eigener Quelle, eigenem Wald, neue Energiequellen, ein paar Tiere und viel Natur. Du bist nicht allein!

w,30
 
G

Gast

  • #4
Superklasse. Aber nur, wenn du keine Tiere schlachtest.

Wenn es dir nur im pflanzliche Nahrung geht, wäre ich sofort dabei.

w28
 
G

Gast

  • #5
Ich bin selbstständiger Software-Entwickler, aber ich würde in Zukunft, neben meiner unternehmerischen Tätigkeit, gerne auf einem Bauernhof leben und meine Nahrungsmittel und so viel wie mögliche andere Dinge selbst herstellen.


m28
Bin zwar keine Frau aber "ticke" selbst in der Richtung und weiß daher, daß es zumindest in meiner Altersklasse so ab 40 da durchaus interessierte Frauen gibt, meistens haben die allerdings schon sogenannte "Altlasten", deswegen bin ich Single.

Ob das in Deinem Alter auch schon der Fall ist glaube ich eher nicht, unterstelle einfach mal, daß Du keine etwa 10 Jahre ältere Frau willst.

Übrigens Hut ab vor der Einstellung insgesamt, so früh hätte ich "die Gesellschaft" auch gern kapiert aber auf paar Jahre mehr oder weniger Schlafschaf sein kommt es ja auch nicht an, Hauptsache man rafft überhaupt mal was so insgesamt läuft ;-)
 
  • #6
Lieber Bazhosh,

in deinem alter also mit 26 hatte ich selber einen Bauernhof. Mit Akerzucht und Viehbau. Mit 32 habe ich ihn wieder Verkauft weil Familie Bauernhof und Beruf nicht mehr zusammen passten. Ich denke das es für Frauen sicherlich eher ein Plus ist als ein NoGo. Wir als Junge Familie haben die Zeit sehr genossen. Solange du nicht in Ökowahn verfällst ist solch eine Idee sicherlich sehr gut. Aber über eines solltest du dir klar sein ein unabhängiges leben ist das nicht.
Es gibt einen schönen Spruch unter Bauern:

"Ist der Hof auch noch so klein, bringt er nichts als Arbeit ein"

An diesem Spruch ist viel Wahrheit. Die viele Arbeit wird aber aufgewogen durch das Aufwachsen sehen der ersten Saat. Der Geburt eines Kälbchens. Zuzusehen wie ein Fohlen heranwächst.

Mein Rat wäre trau dich, ich möchte diese Erfahrung nicht missen in meinem Leben. Ja trau dich auch unabhängig was Frauen sich wünschen.

Liebe Grüße
 
G

Gast

  • #7
Natürlich gibt es die - aber in dieser Gruppe werden halt weniger Topmodels sondern mehr alternative Frauen sein. Für mich wäre es absolut nichts - obwohl ich Lehrerin bin und man uns einen Hang zum alternativen Lifestyle nachsagt.
Deine Zielgruppe wird realtiv gering sein, du wirst dann an anderer Stelle (Optik, Bildung, Verdienst der Frau z.B.) wahrscheinlich Abstriche machen müssen.
 
G

Gast

  • #8
Lieber FS,

es gibt sicherlich Frauen, die so ein Leben wollen, vermutlich ständig weniger, weil das harte Arbeit und ein unkomfortabler Lebensstil ist.

Kluge Frauen schätzen Männer, die ein vernünftiges Lebenskonzept haben. Für mich (selber IT-Branche) klingt das konzeptionell ausgesprochen unausgegoren. Wenn Du auf einem Selbstversorgerbauernhof leben willst, wirst Du keine Zeit mehr für die unternehmerische Tätigkeit eines SW-Entwicklers haben. Zum einen hast Du weite Wege zum Kunden, die viel Zeit fressen, d.h. es ist schwierig den Kundenkontakt/die Kundenbindung zu halten, sowie Neukundengewinnung zu betreiben.
Darüber hinaus ist die Arbeit auf einem Selbstversorgerbauernhof stark saisonabhängig - Du wirst in der landwirtschaftlichen Saison nicht als SW-Entwickler arbeiten können, es sei denn, Du findest eine Frau, die allein den ganzen Laden rockt und Dir Raum für viel Sozialromantik mit geringer Aktivitätsquote als Bauer lässt.

Erfolgsaussicht gering, es sei denn, Du hast guten Kontakt zu Landfrauen oder findest ein Stadtmädel, dass keine Ahnung hat und es für eine Zeit versucht.
 
G

Gast

  • #9
... solche Frauen gibt es :)

Ich wäre sofort dabei! Kenne aber leider niemanden der so tickt, oder sagen wir es so: Es wird mal darüber philosophiert, aber mehr leider auch nicht ...

Ich drück Dir feste die Daumen, dass Du die Richtige dazu findest!

Viel Glück!
 
G

Gast

  • #10
Ja ich finde es gut, achte auch darauf, dass du einen Kamin hast und dich unabhängig von Versorgern warm halten kannst (und deine "Suppe" kochen kannst). Auch gut, wenn du deinen eigenen Brunnen hast. Alles mein Ziel. Bin allerdings älter, ob das jüngere Frauen auch haben wollen? Wäre aber vernünftig. Der Sturm vom Winter 1999 hat mich (in Frankreich um 4:00, es war stock dunkel, du weisst gar nicht, was los ist, Weltuntergang?) schokiert in einem Haus, das 100% Strom abhängig war! Ich hatte da meinen eigenen Garten, herrlich, im Sommer das Abendessen vor Ort zu haben!
W50
 
G

Gast

  • #11
Es gibt zumindest Frauen, die davon träumen, ich z.B.
Ich habe einen Job, bei dem es in den letzten Jahren immer mehr um den Profit geht und das Menschliche immer mehr auf der Strecke bleibt. Ich hinterfrage immer mehr den Sinn des Ganzen und frage mich, ob ich nicht aussteigen und was ganz anderes machen soll.

Auch kann ich immer weniger mit sinnlosem Konsum etwas anfangen. Ein schönes Essen mit Freunden, da gebe ich gerne Geld aus, brauche aber kein Angeber-Auto, ein Urlaub, gerne, aber das x.te Kleid, das nur einmal angezogen wird....?

Der Lebensstil, der vorherrscht geht an so vielem vorbei. Was ist denn wirklich wichtig?

ABER: Das sind Träume. Ich bin (noch) nicht soweit, diesem zu folgen. Und das Landwirte Probleme bei der Partnerwahl haben, ist ja auch nicht unbekannt..... :) Und Urlaube kannst du wahrscheinlich auch vergessen, oder du müßtest auf Viehhaltung verzichten. Es wird nicht viele Frauen geben, die mit dir diesen Weg gehen würden, falls du aber eine findest, verbindet euch viel mehr als nur etwas an der Oberfläche. Überlege dir sehr genau, welche Anforderungen auf dich zu kommen. Möglicherweise gibt es ja auch einen Mittelweg, eine Teilzeitstelle, die dir etwas Sicherheit bietet und außerdem probierst du dich als Selbstversorger?
Jedenfalls bist du noch jung und solltest nicht den Weg gehen, der dir gar nicht behagt. ich finde es mutig, einen alternativen Lebensstil zu gehen, aber auch nicht immer einfach und ich denke, man muß auch vzichten können.
Viel Erfolg!
 
G

Gast

  • #12
Wärest Du in meinem Alter (44) würde ich Dich gerne kennen lernen! ( Das ist keine versteckte Frage!!!!!)
Ich finde es großartig, dass Du Dir Gedanken machst und Dir überlegst, wie Du Dein Leben gestaltest.
Wie angenehm, nach so viel Geplänkel über Absätze und Frisuren....


Viel Erfolg!
 
G

Gast

  • #13
um ehrlich zu sein: deine Vorstellung von "alternativ" ist doch ziemlich amüsant.
Häufig werden ja moderne LOHAS ,lifestyle of health and sustainability , belächelt, weil sie eben mit dem Bentley ins Reformhaus fahren.
Man gibt sich ökologisch korrekt , schickt die Kinder auf die Privatschule aber ist abstrakt für Integration.
Eine gewisse Form von mangelnder Prinzipientreue kann man da schon erkennen.
Das ist ja auch die Kritik ,die gegen die modern-hippen Wähler der grünen vorgebracht wird: die Bionadebourgeousie
 
G

Gast

  • #14
Ich halte davon nichts. Das macht auch nicht glücklich - selbst 2 Jahre lang versucht.

w 38
 
G

Gast

  • #15
Lieber junger Mann,
wie sind denn deine Kompetenzen, was die eigene Nahrungsmittelproduktion angeht.
Angefangen beim Haltbarmachen - ich gehe davon aus, dass TK für dich nicht in Frage kommt, weil das permanent Energie braucht. Kannst du einen Backofen so umbauen, daß du damit Obst dörren kannst? Weißt du wie Fleisch eingeweckt wird ? Kannst du Sauerkraut einlegen? Wie werden Kartoffeln / Karotten aufbewahrt, daß sie den Winter über halten. Dann weißt du welche Mengen an Lebensmittelvorräten eine Person braucht, um über den Winter zu kommen? Kannst du dich mit Hühnerhaltung, Schweinehaltung, tierhaltung aus? Findest du noch einen Metzger, der Hausschlachtungen durchführt? Wie viele Kartoffeln kannst du anbauen ohne Pflug, Egge, Kartoffelernter? Obst - hanst du Spalierbäume ausschneiden und pflegen, kannst du auf Streuobstwiesen auf die Bäume steigen - mit Leitern natürlich - aber bist du schwindelfrei? Kennst du dich mit Brotbacken - Hermann ist das Stichwort - aus? Und zum Schluß - welches Kapital kannst du investieren, um dir ein Haus und Land zu kaufen? Kannst du spinnen und weben und Kleidung nähen?
Interessant ist so ein Lebensmodell sicherlich - aber du hast keinerlei Kompetenzen in dieser Richtung. W
 
G

Gast

  • #16
Wieso sollte es solche Frauen nicht geben? Es ist zwar nicht unbedingt mein "Ding" aber es interessieren sich doch immer mehr Menschen für "Öko" und alternative Lebensweisen. Du müsstest das eben, falls Du online suchst, in Dein Profil reinschreiben.

w
 
  • #17
Das passt m.E. vom Zeit- und Arbeitsaufwand nicht zusammen.

Ein Sack Kartoffeln ist in zehn Minuten gekauft und im Auto verladen. Und m.E. spottbillig.
Wieviel Aufwand an Zeit, Material + Geld dafür, für selber anbauen und ernten ?

Ich war früher Software-Entwickler mit 12 Stunden-Arbeitstag. Nicht mal Zeit zum kochen.
An den Wochenenden: Gründlich ausruhen nötig.

Gemeinsames Landleben mit einer Partnerin: Ok, wenn sie das auch möchte.
Aber die Selbstversorgung hat auch Grenzen. Man kann nicht das ganze Jahr ernten.
Und ggf. Viehhaltung ist besonders intensiv = jeden Tag Arbeit - ggf. keine Urlaubsreise.

Außerdem soll man den Aufwand für Autofahrten nicht unterschätzen.
"Ich muß mal schnell zu meinem Auftraggeber" kann ggf. viel länger dauern.
Selbst zum einkaufen in die Stadt, muß sorgfältig geplant werden.
(Selber viele Jahre auf dem Land gelebt)
 
G

Gast

  • #18
Na klar gibt es solche Frauen.
Ich kenne gleich mehrere, die das gut fänden und mitmachen würden. Keine unansehnlichen Ökutussies, ganz im Gegenteil, attraktive Frauen.
Mir wäre das zu anstrengend, aber du wirst eine Partnerin finden, die von sowas begeistert ist.
 
G

Gast

  • #19
Warum solltest du deinen Traum nicht leben können und die Aussicht eine Frau zu bekommen, halte ich trotzdem für gut. Schaue dich doch mal in den entsprechenden Kreisen um, z.B. Landwirtschaft/ Landfrauen etc. Ich habe mal gehört, dass viele Töchter von Bauernhöfen nur schwer einen Mann finden, der mit in die Landwirtschaft will. Annonciere doch mal in den diversen Landzeitschriften (Hochglanzmagazine der modernen Art).
 
  • #20
Ich finde die Idee super. Aus Zeitmangel habe ich leider meinen Gemüsegarten aufgegeben. Ich kaufe dafür viel regional beim Biobauern. Für meine Unabhängigkeit habe ich einen Brunnen eingespült, einen Kaminofen aufgestellt, der auch das ganze Haus heizen kann und als nächstes liebäugel ich mit einer photovoltaikanlege mit Batteriespeicher. Dann können mit die Versorgungsunternehmen mal alle. Mir geht auch darum meinen Kindern vorzuleben, dass man mit den vorhandenen Rohstoffen umsichtig umgehen muß. Je älter ich werde, um so wichtiger wird es mir. w52
 
G

Gast

  • #21
Mich macht Dein Lebensmodell schon seit 15 Jahren glücklich. Bin Aussteigerin mit Familie und habe es nicht bereut. Ich kann sagen, ich bin wesentlich glücklicher, entspannter als damals.

Beruf und Bauernhof kann ich gut miteinander verbinden, da ich freiberuflich arbeite.

Du bist noch jung, probiere Dich aus. Es muss ja nichts endgültiges sein. Du wirst auf die verschiedensten Hindernisse stoßen, wirst Ablehnung erfahren, Du wirst belächelt werden (jetzt schon bei einigen Schreiberlingen hier). Zieh es durch und Du wirst um Erfahrungen reicher sein.

Wir sind Selbstversorger mit Viehhaltung, eigenen Brunnen, Wald für Brennholz. Wir verkaufen auf unseren Hofladen Obst und Gemüse, Marmeladen, Käse - alles selbst gemacht. Du wirst aber nicht drum herum kommen Geld zu verdienen. Viehfutter, Reparaturen sind nun mal eine Geldleistung.

Ich wünsche Dir viel Glück beim Verwirklichen Deines Traumes.

w, 45
 
G

Gast

  • #22
Zum Teil kann ich - ebenfalls Software-Entwickler - diesen Wunsch sehr gut nachvollziehen und würde am liebsten irgendwo weitab der Zivilisation leben, vorausgesetzt es gäbe dort Strom, Wasser und Highspeed Internet, und ich müßte nicht den Großteil meiner Zeit auf dem Feld und im Stall verbringen, denn wie sollte ich dann noch meinem Beruf nachgehen? Gesundes Einkaufen sollte in einer Gegend mit Landwirtschaft aber eigentlich auch ohne eigene Anstrengungen möglich sein.

Für mich bestünde das größte Problem darin, eine Frau zu finden, die diese Abgeschiedenheit mit mir teilt, denn dazu gehört ein Beruf, der sich ebenso zivilisationsfern ausüben läßt wie der meine. Und sollten wir Kinder haben, möchte ich auch deren Interessen angemessen gewürdigt sehen.
 
G

Gast

  • #23
Hallo FS,

ich bin männlich u. habe seit einiger Zeit ähnliche Gedanken wie Du (wenn vielleicht auch nicht ganz so weitgehend). Auch ich würde meine Nahrung (zumindest teilweise) gerne
selbst - ökologisch u. ethisch korrekt - produzieren.

An verschiedenen Stellen bin ich auf das Modell der sog. "integrierten Fischfarm" gestoßen, auf das ich Dich an dieser Stelle aufmerksam machen möchte.
Vielleicht wäre dies ein erster, moderater Zwischenschritt, um Dich auszuprobieren ?

Folgendes Schlagwort dazu:

aquaponics (nicht nur in die Suchmaschine, sondern auch bei youtube eingeben !)

Webseiten:

aquaponics-blog.com
backyardaquaponics.com
polykulturen.ch
Wikipedia: Aquaponik

Schlagworte, falls Du auf Fische verzichten möchtest (d.h. nur Gemüse):
urban agriculture
urban farming
urban gardening


Wünsche Dir viel Erfolg

P.S.: Bin (positiv) überrascht, einen solchen Faden bei EP zu finden u. auch über die (teilweise) positive Resonanz.
 
  • #24
falsches Land..

wenn du von zuhause aus arbeiten kannst dann solltest du nach Frankreich ziehen. Die Qualität der Lebensmittel dort ist um ein vielfaches höher als in Deutschland.. (ich rede nicht vom "technisch einwandfreien Zustand der Ware")
Ich nehme jedes Jahr Leute aus meinem Freundeskreis mit und jedes mal kommt vorher die Ablehnung das der Unterschied schon nicht so groß wäre.. und jedes Mal gibt's Große Augen wenn sie das erste mal in etwas reinbeissen was wirklich nach dem Schmeckt was es ist..

ergo, ich würde gerne davon profitieren aber ich würde es nicht selbst anbauen wollen.. dazu würde mir auch die Zeit fehlen.
 
G

Gast

  • #25
Ich lebe schon lange so und ich denke, für unabhängige junge Leute unter 40 lohnt es sich, heute etwas an der Welt zu ändern. Ältere Leuten können, wollen, dürfen aus ihrem Schema nicht mehr ausbrechen. Sie haben weder die Möglichkeiten, noch die Freiheiten oder Lust oder körperliche Energie dazu. Es ist daher wichtig, dass man als junger Mensch versucht, etwas zu bewegen. Zumindest solltest du versuchen, die Erfahrungen zu machen, um an deine körperlichen und geistigen Grenzen zu stoßen.
Ich hab mit Mitte 20 ebenfalls damit angefangen, und natürlich erst mal viel Spott von Eltern und Freunden geerntet, später waren sie aber auch daran interessiert, an dem was ich da mache.

Klar ist natürlich (wie Bernd50) sagt, der Sack Kartoffeln ist zehn Minuten weit vom Supermarkt entfernt. Das ist Luxus. Man beginnt so ein Leben aber schrittweise. (Nebenbei sind Kartoffeln eigentlich nicht mal ein gesundes Essen, sie wachsen unter der Erde und ziehen viele Giftstoffe an sich - sollte man also ohnhin nicht so viel essen).
Zu so einem Leben, wie du es dir vorstellst, gehört nicht nur der Eigenanbau, sondern auch ein kompletes Umdenken, Verzicht, Rücksichtnahme auf die Natur und seinen eigenen Körper, der Einklang mit der Natur. Du hast nur eine bestimmte Anzahl an Ressourcen. Richtige, gesunde, schmackhafte Tomaten wachsen z.B. nur 4 Monaten im Sommer (was die wenigsten wissen). Tomaten sollte man der Umwelt zur Liebe als eigentlich nur im Sommer essen.
Du müssten zudem anfangen zu lernen, Gemüse/Obst einzukochen, damit du Vorrat im Winter hast. Du machst alles selber und musst dich bei Bedarf einlesen. Welche Blätter und Gräser du essen kannst, und davor solltest du dich dann auch nicht ekeln. So etwas muss einem im Blut liegen, sonst macht es keinen Spaß (mir macht es Spaß).

Du solltest überlegen, ob du Lust hast, dich mit Ernährung, Gesundheit und Natur (und Medizin) zu befassen. Als Selbstständiger ist es die ideale Voraussetzung, auch unabhängiger "Hausmann" zu werden.
Informiere dich doch mal auf verschiedenen Blogs und Foren im Internet. Gibt heute viele Leute, die so leben! (Auch überzeugte Männer)

w31 (selbst Selbstversorger - und gern Öko und finde solche MÄnner sexy).
 
G

Gast

  • #26
Mieine Empfehlung wäre das ganze mal im Vorfeld auszutesten. Entweder auf einer einsamen Alm, oder in einer WG die diese Lebensform gewählt hat. Erfahrungswerte könnten Dir da auch weiter helfen.Das ganze mal für ein Jahr durchziehen, damit auch die rosarote Brille wieder klare Sicht bringt.Trotzdem Dir alles Gute......
 
G

Gast

  • #27
Da fehlt der Zusatz "sehr selten".

Die überwältigende Mehrheit unter den jungen, modernen Frauen träumt von einem Glamourleben zwischen erfüllendem Beruf, angesagten Clubs/Bars/Restaurants, schicken Designer-Täschchen zu passenden Schuhen, "intellektuellen" Gesprächen auf Vernissagen, vielen Auslandsreisen und einem riesigen Haus in der tollsten Gegend einer deutschen Großstadt. Gartenarbeit in Gummistiefeln ist dagegen selten erwünscht.

Unter den wenigen Frauen, die sich diese Art von Leben vorstellen können, müsste dann auch noch eine passende dabei sein. Du minimierst deine Chancen mit diesem Lebensentwurf meiner Meinung nach um ein Vielfaches.

Dennoch bin ich der Meinung, dass du dir deinen Traum erfüllen solltest. Würde ich nicht von der Partnersuche abhängig machen. Das ist schließlich dein Leben.
 
  • #28
Ich halte nichts von Extremen. Ich habe neben Kräuter auch Gemüse auf meinem Balkon, welches ich sehr gerne esse. Wenn ich einen Garten hätte, dann würde ich auch mehr ansetzen. Ich bekomme allerdings auch ncoh sehr viel von meinen Eltern, welche einen großen Garten haben, und bei Überschuss gerne was abgeben. Ich mache meine Marmelade, Kompott etc. selbst und stelle es im kühlen Keller ab oder friere ein (je nach dem um was es sich handelt).
Ich habe immer noch die Freiheit mir im Supermarkt mal was zu holen, wenn ich möchte, bzw. wenn ich meine Zeit anders einteilen möchte.
Meine Tante wohnt ca. 1h Autofahrt entfernt. Dort ist das Klima bereits anders und sie setzt z.B. Kartoffel an (auf gesundem Boden) und wir tauschen dann auch mal Obst und Gemüse aus. Wir möchten uns ja eh treffen, dann kann man das mit so einem Austausch gerne verbinden.
 
G

Gast

  • #29
Die überwältigende Mehrheit unter den jungen, modernen Frauen träumt von einem Glamourleben zwischen erfüllendem Beruf, angesagten Clubs/Bars/Restaurants, schicken Designer-Täschchen zu passenden Schuhen, "intellektuellen" Gesprächen auf Vernissagen, vielen Auslandsreisen und einem riesigen Haus.
Zum Glück bin ich über das Junggemüse-Alter hinaus, ich müßte sonst aus lauter Verzweiflung schwul werden. Als Kind habe ich viel Zeit im Garten meiner Oma zugebracht, zwischen Salat und Gemüse, Johannisbeeren, Rettichen, Rhabarber und Stangenbohnen. Außen herum ein Holzzaun, an dem sich Wicken rankten. Ob ich in einem solchen Garten heute ebenso glücklich wäre wie damals, weiß ich nicht, aber ich wäre definitiv nicht unglücklich über den Dreck unter meinen Fingernägeln .. die oben erwähnten "jungen, modernen Frauen" hingegen schon.