W

wahlmünchner

  • #1

Alternative zum Meckern?

Nachdem sich anscheinend sämtliche Männer sicher sind: Meckern schadet der
Beziehung.. was sind denn die greifbaren Alternativen?
Was ist wenn ein Thema ruhig angesprochen wurde und sich nichts ändert?
Bsp:
- zu wenig Initiative bei Verabredungen
- Unordnung im gemeinsamen Haushalt
usw.
Was soll denn der Partner machen um seinen Unmut zu äussern?
Ich bin ratlos....und dankbar für Anregungen
 
  • #2
Sagen und bei Nichtbeachtung statt Meckerei Konsequenzen ziehen.
Ich glaube fest daran, dass man sich einen Partner nicht durch Gemecker hinbiegen sollte und kann. Es muss ja von innen kommen, dieses Bedürfnis, irgendwas anders zu machen. Du wirst bloß die Nervensäge.
Außerdem finden sich ja immer zwei Erwachsene in eine Beziehung, wenn man mal Teenagerlieben weglässt. Dh. jeder geht davon aus, dass das, was er will, richtig ist.
Dh. auch, es reicht, es einmal, vielleicht auch zweimal zu sagen, dass man es nicht so mag, wie der Partner es macht. Es ist dann SEINE Entscheidung, Dir zu Willen zu sein oder zu sagen "nö". Und dieses "nö" würde ich halt hinnehmen als Entscheidung, dass ihm hier egal oder nicht anders machbar ist, dass man was anderes will. Insofern kann man als erwachsener Mensch dann nur sagen "ok, dann seh ich, wie ich mich anpassen kann" oder aber "ich will das so nicht, also finde ich für mich eine Lösung" - im Falle der Unordnung getrennt wohnen, im Falle der Nichtaktivität anderer Partner oder eigene Aktivitäten mit anderen Menschen, usw.

Es muss einfach reichen, es zu sagen, alles andere hat für mich keinen Sinn. Wenn der Partner Dich liebt und es deswegen sein lässt, was er tut, ist es gut und er tut es gleich. Wenn er Dich liebt, aber SICH ändern müsste, damit es mit euch funktioniert, tut er gut daran, sich nicht zu ändern nach Deinem Willen, damit Du Dich änderst als eine Lösung für euch (oder eben nicht). Wenn er Dich nicht liebt und wirkt, als sei es ihm egal, was Du willst, solltest Du sowieso die Beziehung beenden, meiner Ansicht nach.
Alles an Gemeckere ist "Mutti" und bringt die Beziehung auf ein Level, wo unterschiedliche Augenhöhe herrscht, was nur dann erotisch ist, wenn der Mann gern den Unterlegenen spielen möchte, der "böse" war und nun bestraft werden muss. Das muss Dir dann aber auch gefallen. Ich gebe mir in Beziehungen Mühe mit Kompromissen und achte das, was der andere möchte. Aber ich habe auch eine Persönlichkeit und meine Prioritäten und mit einem Mann Sex zu haben, der mich umerziehen will, ist für mich sinnlos und unerotisch. Und ich finde Männer, die sich aufgrund von Angst vor Stress mit ihrer Mutti-Freundin anpassen, unerotisch. Das heißt nicht, dass man sich nicht gegenseitig sagen soll, was einen stört, aber eben dann selbst die Konsequenzen zieht, statt an dem anderen weiter zu nörgeln, dass er sich endlich ändern möge.
 
  • #3
Hallo Wahlmünchner(in),

wenn es so ist, wie von Dir geschildert, würde ICH da gar nix machen... sondern die Geschichte auslaufen lassen, bzw. beenden (bzw. gar nicht beginnen!).

Wenn es solche gravierenden Differenzen gibt, sind zwei Menschen nicht miteinander kompatibel, Punkt aus.

Es handelt sich ja beim Gegenüber um einen erwachsenen Menschen und nicht mehr um einen Zögling! Ich bin nicht die Mama von meinem Partner und habe dementsprechend absolut NULL Ambitionen, einen erwachsenen (!) Mann zu erziehen, zu Ordnung, Verlässlichkeit oder was auch immer. Könnte ich als Mann auch gar nicht mehr ernst nehmen. Erotikfaktor null. In so einer Beziehung würde ich frigide, weil ich so einen Partner kein Stück mehr begehren könnte. Der wäre für mich eher wie ein Sohn (selbst wenn er älter ist als ich)...

Wenn ein erwachsener Mensch schlampig ist, dann ist er schlampig. Dann wird kein penibler Mensch mehr aus ihm. Das kann man von 4 Jährigen noch erwarten, da wird das mit etwas Erziehung klappen. Aber nicht mehr bei erwachsenen Frauen und Männern. Das selbe gilt für jemanden, der zu wenig Initiative bei Verabredungen zeigt. Der jenige ist dann eben so, das ist sein Charakter, bzw. ist hier auch evtl. der Anreiz zu niedrig, sich temporär zu verbiegen. Für einen Partner (m/w), den man wirklich total begehrt, würde man sich vielleicht anfänglich noch mehr bemühen... aber wie gesagt, da es auch ein Charaktermerkmal ist, wie da jemand drauf ist, denke ich eben auch, das ist lediglich temporär...

Fazit: bei solchen krassen Unterschieden paßt es einfach nicht, auch wenn andere Dinge vielleicht passen mögen. Diese Situation ist für BEIDE Partner ja lediglich ein Krampf, aus dem zumindest einer irgendwann ausbrechen möchte, wenn der letzte Tropfen ins Faß gefallen ist...
 
R

rosenmann

  • #4
Es gibt Dinge, die jemand an sich ein Stück weit optimieren kann, aber manches ist eben auch ein Charkterzug, der sich nicht mal eben ändern lässt, ein Teil der Persönlichkeit.

Wenn ich eine Frau kennenlerne, die fast immer zu spät kommt, oder allgemein etwas chaotisch ist... Ja mei, entweder ich nehme sie so hin, ohne ständig zu nerven, oder ich trenne mich.

Aber zusammenkommen bzw. bleiben und dann täglich Motzen, wozu soll das gut sein. manche Sachen gehören zum Gesamtpaket, take it or leave it, ganz einfach.
 
  • #5
Liebe FS,
ganz einfach: sich das Leben so organisieren, dass es ohne Meckern geht - im Zweifelsfall also die Beziehung proaktiv frühzeitig beenden, statt die Männer in Impotenz und Flucht zu meckern. Das ist auch für Dich wesentlich erfreulicher, was die persönliche Energiebilanz angeht, denn durch meckern hat sich noch kein Mann geändert. Statt sich meckernderweise rumzuaergern in einer Beziehung von 2 Menschen, die nicht zueinander passen und in der beide sich aneinander nicht angleichen wollen, diese konsequent beenden, wenn die Stimmung kippt.

Nie mit einem Schlamperich zusammenziehen und ihn auch nicht als Dauergast zur Vollpension in Deiner Wohnung dulden. Immer auf eine ausgeglichene Bilanz achten - jedes zweite Treffen findet in seiner Wohnung statt, mit voller Bewirtung. Ist seine Wohnung zu siffig muss er Dich zum Essen und übernachten in ein Hotel einladen.
Ist ihm das zu teuer, dann muss er sich eben eine Frau suchen, die sein Ordnungs- und Schmutzlevel teilt.
Ist getrennt Leben nicht Deine bevorzugte Lebensform, dann musst Du Dir einen Mann suchen, mit dem Du den Alltag ohne Gemecker bestehen kannst, weil er lange genug allein gelebt und dabei einen ordentlichen Haushalt geführt hat. Solche Männer gibt es ausreichend. Sie haben nur den Hang, sowie sie mit einer Frau Zusammenleben, ihr den Haushalt zu überlassen und Frauen haben den Hang, dikatorisch festlegen zu wollen, in welchem Muster die Fenster poliert werden. Frau darf sich nichts zudelegieren lassen und juss die Ausführungsdetails einer Aufgabe dem Mann überlassen.
Statt sich im Zweifelsfall rumzuaergern sollte man sich eine Putzfrau leisten.

Ein Kardinalfehler vieler Frauen ist, zu glauben, dass sie ihr niedrigeres Einkommen in Form von mehr Putzleistung in die Beziehung einbringen können. Das führt immer zu Unzufriedenheit. Daher diese Lösung vermeiden und die Zeit besser in Weiterbildung investieren, um mehr Geld zu verdienen, statt seinen Dreck wegzumachen.
 
  • #6
Beziehung ist Vereinbarung.
Wenn diese Vereinbarungen ruhig und ohne Meckern getroffen werden - wie es bei Menschen mit einer guten Kommunikationskultur selbstverständlich sein sollte - und es ändert sich nichts, dann bleibt nur die Trennung.
Da braucht keiner ratlos sein, ich seh da keine andere Alternative. Oja, lebenslanges Leiden, Groll, Zorn, Wut, gegenseitiges Aufrechnen, und alle anderen Grauslichkeiten die wie hier täglich berichtet bekommen.
Als zivilisierter Mensch beendet man es, bevor es soweit kommt.
 
G

grünewelle

  • #7
Ich kenne nicht viele Männer, die das Scheitern einer Beziehung dem "Meckern" zuordnen. Wenn, dann ist das eine bestimmte Type. Hier im Nachbarthread ist dieser Typ gut beschrieben. Verweigerung im Haushalt, bei der Kinderbetreuung, keine Empathie, mangelndes Interesse am Partner....und wird das angesprochen, dann heißt es....Du nörgelst nur an mir rum. Ursache und Wirkung werden verdreht. Am Besten geht man solchen Typen, sobald man es merkt , aus dem Weg.
Ich kenne nur sehr wenige Frauen, die tatsächlich dauernd nörgeln, denen man(n) nichts Recht machen kann. Aber warum tut sich mancher Mann das an? Habe ich auch noch nie verstanden.
W
 
W

wahlmünchner

  • #8
Also ganz zufrieden bin ich mit den Antworten nicht.
Mein Vater ist z. B ein Arbeitstier, mein Partner auch. Das geht so weit, das es eigentlich kaum eine Freizeit gibt. Und wenn einem das als Frau stinkt, soll man gehen?
Wirklich als einzig sinnvolle Lösung?
Die Partnerin meines Vaters ist nicht gegangen und hat (jahrelang erfolglos) gemeckert. Mittlerweile ist mein Vater älter geworden und etwas einsichtiger, da er merkst wie gut ihm die Abwechslung tut..dazu musste er aber schon fast gezwungen werden..
Mittlerweile hat er sich in seinem Freizeitverhalten geändert und die beiden gehen mehr aus, machen mehr zusammen...sie hat aber auch mehr eigene Hobbys.
Es tut beiden gut und sie wirken recht verliebt und sagen das auch. Der Weg dort hin war steinig und mit viel nervigen Gemecker ihrerseits und mauern seinerseits..bis kurz vor eine Trennung.
Ich erkenne in meinem Liebesleben Parallelen und habe keine Lust eine nölende nervige Tussi zu sein.
Was ich alternativ machen kann, ist mir immer noch nicht klar. Trennen finde ich hier nicht angebracht, wir haben viele gute Phasen und so passend wie ihn fand ich bisher noch keinen Mann. Er ist einfühlsam,liebevoll, lustig, sportlich, heiss, intelligent, hat einen guten Geschmack, ist tiefsinnig und selbstständig. Ich liebe ihn und möchte,dass er sich wohlfühlen kann wie er ist.
das Ordnungsthema ist bei uns gar nicht relevant...es war nur ein Beispiel...
Wenn ich eine Frau kennenlerne, die fast immer zu spät kommt, oder allgemein etwas chaotisch ist... Ja mei, entweder ich nehme sie so hin, ohne ständig zu nerven, oder ich trenne mich.
das verstehe ich z.B nicht. Ich war jahrelang furchtbar unpünktlich und sehe das nicht als Charakterzug sondern als Charakterschwäche die keiner akzeptieren muss.
Mein Freundeskreis mochte es nicht und ich bekam mehrmals eine verbale Abreibung, hab es mittlerweile abtrainiert.
Hätte mich jemand verlassen weil ich unpünktlich und chaotisch ( bin ich ab und an..) bin, wäre ich doch sehr verwirrt gewesen.
Das ist schliesslich änderbar. Meine Augenfarbe, mein Geruch, meine Stimme sind es nicht.
 
  • #9
Sorry, was ist an meckern irgendwie negativ`?
Die Frage klingt nach weiblicher Devotheit dem Manne gleich, oh weh, nur nix sagen, er könnte sich sonst von mir trennen, ich müsste als alternde Singlefrau wieder von vorne beginnen, also halte ich meine Klappe und mach die Augen zu.

Sind wir emanzipiert oder Dienstboten von irgendwelchen männlichen S......, sorry, sonst wird mein Beitrag nicht gedruckt, aber ihr wisst worauf ich hinauswill.

Geliebt, respektiert und geachtet werden nicht die Streitverweigerinnen, sondern die Frauen, die Tacheles sprechen, die Männer in Schranken verweisen, die klipp und klar sagen, soooo nicht, nicht mit mir, entweder es ändert sich was oder wir müssen getrennte Wege gehen.

Das sind WOW-Frauen, Frauen mit Mut und Entschlossenheit und haben gerade damit manchen Mann beeindruckt und nicht verscheucht. Devote Frauen, Ja-Sagerinnen und Dauerharmoniesüchtige werden eher ausgetauscht und betrogen, sie werden schlichtweg langweilig. Also pro meckern.
 
  • #10
Nachdem sich anscheinend sämtliche Männer sicher sind: Meckern schadet der
Beziehung..
Einspruch, hier, ein Mann: Meckern passt schon, Finde ich immer sehr ehrlich, Frau nimmt sich kein Blatt vor den Mund, sagt, was sie auf dem Herzen hat, Kongruenz von Beziehungs- und Inhaltsebene (und auch oft der Appellcharakter "nimm mich in den Arm, es geht mir schlecht").
Ich finde es gruslig, wenn der Mann meint, seiner Partnerin das Meckern verleiden zu müssen.

Sollen auch Männer meckern dürfen...? Sie sollten es wohl öfter mal versuchen. Das typische Geschweige und Beleidigtsein schadet einer Beziehung sicher viel mehr.

manchmal
 
  • #11
Handeln statt meckern. So das der Andere Konsequenzen erfährt.

>- zu wenig Initiative bei Verabredungen
Dann alleine was unternehmen, und den Partner darüber informieren.
z.B. "Ich gehe heute abend aus - bye "

>- Unordnung im gemeinsamen Haushalt

Seine Sachen nehmen, und z.B. in sein Bett legen. Will er dann nächtigen, muß er vorher seine Sachen heraus nehmen.
So wird er direkt mit seiner Unordnung konfrontiert, ohne dass man ihm was sagen muß.

Ich (m) mag es auch nicht, wenn gemeckert wird. Das führt in mir ggf. zur Ablehnung. Aber wenn ich sachlich mit dem Problem konfrontiert werde, akzeptiere ich es eher.
 
  • #12
Ich finde es sehr einfach.
Zunächst das Problem ruhig, sachlich und konstruktiv benennen.

Falls es zu keiner Änderung im Verhalten des Mannes kommt, bzw. er ebenfalls ruhig, sachlich und konstruktiv mitteilt, dass er das genannte Verhalten nicht abstellen wird, gibt es genau zwei sinnvolle Möglichkeiten
- es zu akzeptieren, wenn es nicht relevant ist
- wegzugehen, wenn es unerträglich ist.

Das sind keine Alternativen zum Meckern, denn Meckern per se ist keine Option.

w 48
 
  • #13
Rede mit Ihm was die Initiative angeht und schaff dir ansonsten eine Putzfrau an. Alles andere geht in die Hose. Das kenne ich von mir selbst. Ich räume immer auf wenn es dreckig ist aber WANN es soweit ist, bestimme ich. Meine Ex hatte da andere Vorstellungen was dann auch mit einer der Gründe für das Scheitern meiner letzten Beziehung war. Meckern bringt jedenfalls gar nichts.
 
G

Ga_ui

  • #14
Gar nichts. Gehen oder sich im Schweigen üben. Gespräche bringen meines Erachtens nicht viel. Viele Menschen reagieren schon genervt, wenn man sie überhaupt auf etwas aufmerksam macht, das sie betrifft. Menschen lassen sich nicht maßregeln. Du willst einen erwachsenen Menschen mit all seinen Sorgen, kein kleines Kind, das erzogen werden muss. Frage dich also, ob du die Probleme nicht überbewertest. Denn das ist eben die ungehübschte Realität, wenn man zusammenwohnt. Da gibt es Dreck, Geräusche, unerledigte Aufgaben von nicht nur einer, sondern gleich zwei Personen, noch höhere Wäsche- und Dreckberge denn als Single, nicht nur ein kaputtes Auto, sondern gleich zwei. Man übernimmt praktisch ein zweites Leben mit in seine Verantwortung.

Bevor man zusammengeht, schaut man sich die Wohnung des Gegenübers ein, vergleicht den Geschmack. Schaut drauf, ob derjenige alleine sauber macht, oder ob Mama und Putzfrau irgendwie mithilft. Dann würde ich definitiv nicht zusammenziehen, außer ich möchte leidenschaftlich die Ersatzrolle von Mama und Putzfrau übernehmen.

Übrigens denken nicht nur Männer "meckern schadet der Beziehung". Ein Mann hat bei einer Frau NIEMALS etwas zu sagen, denn ICH putze die Wohnung, ICH erledige minderwertige Drecksaufgaben, die keiner will, ICH büße mit weniger Geld im Job oder Freizeit ein und muss am Ende des Tages noch die Beine breit machen und die nette Partnerin vor der ekligen Familie zu spielen. Da hat der liebe Mann ganz flott die Füsse still zu halten mit jedem überflüssigen Statement. Mittlerweile bin ich sofort weg, wenn ein Mann nur einmal schräg den Mund aufreißt, sei es über meine Optik, mein Benehmen, meine Art, wie ich arbeiten oder was ich mag. Ich lass mir nichts mehr gefallen.
 
  • #15
Die Partnerin meines Vaters ist nicht gegangen und hat (jahrelang erfolglos) gemeckert. Mittlerweile ist mein Vater älter geworden und etwas einsichtiger, da er merkst wie gut ihm die Abwechslung tut..dazu musste er aber schon fast gezwungen werden..
Meine Meinung ist: Dein Vater hat es dann eingesehen, als er es auch selber so sah, vorher war ja kein Rankommen. Ich denke, sein Verhalten hätte sich auch ohne seine Partnerin und das Gemecker geändert. Seine Einsicht kam von innen, und es ist ein Trugschluss zu denken, das jahrelange Gemecker hätte endlich gewirkt. Kann sein, ich irre mich, aber ich finde auch logisch ist, dass man ab einem gewissen Alter selber sieht, dass man nicht mehr so viel arbeiten will und weniger Energie hat.

Ich sehe das so, dass Dein Freund nicht anders leben will. Denn sonst würde er kürzer treten bei der Arbeit, wie es viele ohne großen Ehrgeiz oder ohne große Befriedigung durch Arbeit machen, und mehr mit Dir unternehmen, weil ihm das wichtiger ist. Und ich denke auch, wenn Du das erzwingst durch Gemecker, wie schön ist es dann für Dich, wenn Du weißt, es kam nicht von ihm aus? Das wäre für mich das, was ich mir als Partnerin eigentlich wünschen würde: Der Wunsch meines Partners, mit mir schöne Erlebnisse zu erleben, und nicht nur, dass ich nicht allein irgendwohin gehen muss.

Ein Arbeitstier müsste es ja einsehen, dass er besser lebt, wenn er mehr Zeit mit Dir verbringt. Aber er findet es gut so, wie es ist, sonst würde er ja so nicht leben.
Das Bedürfnis ist bei Deinem Freund nicht da und durch Gemecker wirst Du es auch nicht erzeugen können.

Ich habe den Eindruck, dass viele Frauen gern meinen, dass sie ihrem Mann auf die Sprünge helfen müssen bei sowas. Und das klappt regelmäßig nicht in dem Sinne, dass der Mann sich wirklich ändert und auf einmal Paaraktivitäten toll findet, statt nur dem nervenden Gemecker endlich nachzugeben. Die Männer haben sich entschieden, nicht so zu sein, oder finden nicht wichtig, was die Frau will. Deswegen denke ich, dass man es auf jeden Fall sagen sollte, aber sich nicht in so eine Mecker-Frau verwandeln sollte, wie es sie so zahlreich gibt. Manche meckern auch ihr Leben lang, weil der Mann es nie einsieht oder daraus ein Machtspiel machen kann, wenn er sich anderweitig unterlegen fühlt. Vielleicht sieht Dein Freund es nie ein und Du bist Dein Leben lang unzufrieden.
 
  • #16
Naja, liebe FS, das Beispiel, das Du hier nennst:

Also ganz zufrieden bin ich mit den Antworten nicht.
Mein Vater ist z. B ein Arbeitstier, mein Partner auch. Das geht so weit, das es eigentlich kaum eine Freizeit gibt. Und wenn einem das als Frau stinkt, soll man gehen?
Wirklich als einzig sinnvolle Lösung?
paßt für mich ehrlich gesagt nicht zu Deinem Eröffnungsthema... das hat mit den von Dir genannten Beispielen ja überhaupt nichts zu tun und läßt sich nicht vergleichen! Hättest Du vielleicht von Anfang an mal sagen sollen, worum es Dir geht...

Denn wenn jemand ein "Arbeitstier" ist, ist das grundsätzlich eine Lebenseinstellung und nicht "nur" ein Charakterzug...

Was Dich jetzt an Deinem Freund wirklich stört, habe ich aber immernoch nicht verstanden.... ? Vielleicht könnte man es mit miteinander reden versuchen? LG
 
  • #17
Meckern, Wütend sein, etc. - darf sein, und manchmal braucht es das, beidseitig. Emotionen zeigen, nicht unterdrücken und hinunterschlucken. Positive, wie negative. Wobei es auch da Grenzen gibt.

Aber es geht hier wohl um ein ständig wiederkehrendes Verhalten, als Ausdruck für Unzufriedenheit.
Ist auch kein typisch weibliches Verhalten - selbst wenn es bei Frauen häufiger vorkommt. Zum Dauernörgler gehört der Dauerignorierer, das ist untrennbar, eine fast nicht zu durchbrechende Spirale.

Für mich ist gerade bei Divergenzen richtige konstruktive, achtsame Kommunikation gefragt, mit dem Partner das Gespräch suchen, klar und ohne Wertung, Vorwurf, etc. mitteilen, was mich stört, was ich empfinde - aus meiner Position heraus und nicht mit DU-Formulierungen. Nachfragen, wie es denn Partner damit geht, und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten entwickeln. Falls es ganz schwierig ist, ist auch die Zuhilfenahme eines Mediators absolut legitim.

Grundsätzlich ist für mich aber klar, bei grundlegenden Divergenzen wird es schwierig - entweder kann ich den Partner und sein Verhalten akzeptieren oder wenn es mich so gravierend stört, und es wirklich keine Brücke gibt, ist als Konsequenz die Trennung unvermeidbar.
Weder er noch ich werden uns grundlegend verändern - ich möchte auch akzeptiert, respektiert und geliebt werden, so wie ich bin und das steht meinem Partner genauso zu.

Dauernörgeln ist keine Lösung, zerstört für mich nicht nur nach außen alles, sondern beschädigt vor allem einen selbst.
Ganz problematisch, wenn noch Dritte (Kinder) mit betroffen sind.
 
N

nachdenkliche

  • #18
Habe Ich auch nicht richtig verstanden, was Dein Nachschlag mit Deinem Eingangspost gemeinsam hat. Zum Eingangspost: ein bis zweimal "meckern" ist okay, wenn das nichts bringt seine Sachen einfach liegen lassen, bis ihm das ausfällt, das kann dauern oder man lernt damit klar zu kommen und schluckt alles runter. So aber staut sich eine Menge Groll an. Unpünktlichkeit, wenig Eigeninitiative, einfach entsprechend ebenso handeln. Kommt immer darauf an wie sehr das eine Beziehung stört.
Aber Dein Partner scheint einfach gerne zu arbeiten und auch dazu zu stehen. Er ist ja sonst ein toller Partner für Dich.
Du könntest ja betonen, dass Du Dir Sorgen machst um ihn. Ich kann mich erinnern, dass Du hier schonmal wegen drohendem Burnout um Rat gefragt hast?
 
  • #19
Beziehung.. was sind denn die greifbaren Alternativen?
Die erste Alternative wäre die Wortwahl. Beziehungen haben für mich keine Menschen, sondern nur Firmen oder Staaten. Menschen sollten besser eine Verbundenheit haben. Menschen sollten auch besser eine "Liaison" haben. Traurigerweise ist aber der Begriff "Liaison" mittlerweile eher negativ belastet.

Diese Meckerei war für mich schon immer das Ende der Liaison.
Bei Menschen, die man liebt, findet man auch keinen Grund zum Meckern. Die Eigenschaft, die ja der Mensch jetzt besitzt, hat er auch schon vor einiger Zeit gehabt und selten entwickeln die sich über Nacht. Eventuell hat sich ja auch der Partner im Laufe der Zeit von der FS abgewandt. Früher hat er aus Liebe dies praktiziert und jetzt ist es ihm nicht mehr wichtig. Mit dem Meckern beschleunigt man nur noch, dass der Partner sich noch mehr entfremdet.
 
  • #20
Du hast ein bestimmtes Problem mit deinem Freund. Wenn ich es richtig verstanden habe, ist alles super mit ihm, außer, dass er zu wenig mit dir unternimmt.
Ich finde, das ist eine sehr eindeutige Sache und sehr eindeutig zu bearbeiten.
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, sage ich hier die einfache Lösung.
Benenne ihm zunächst dein Problem.
Falls sich nichts ändert, überlegst du dir, ob du trotzdem damit leben kannst ( ich könnte das sehr leicht, denn das empfinde ich als Petitesse ). Unternimm einfach allein oder mit Freundinnen etwas.
Falls du das nicht willst, hast du ein anderes Problem, z.B. dass du nicht allein sein kannst, keine Freundinnen hast etc.
Dein Mann ist jedenfalls nicht für dein Freizeitentertainment verantwortlich.
Falls du dieses Problem als sehr schwerwiegend betrachtest und er nicht bereit ist, etwas zu ändern, bleibt dir die Trennung.

Hätte mich jemand verlassen weil ich unpünktlich ...bin, wäre ich doch sehr verwirrt gewesen.
Da kann man mal sehen, wie verschieden die Menschen gleiche Sachverhalte bewerten.
DAS ist jetzt wiederum für mich schwerwiegend und mich verwirrt, dass es dich verwirrt.

Ich habe eine Freundin, die wirklich sehr unpünktlich ist, geradezu zuverlässig in ihrer Unpünktlichkeit und ich kann das nicht leiden, weil sie mir meine Zeit damit stiehlt.
Ich empfinde es auch als respektlos und daher werde ich sauer.

Meine Reaktion: es ihr sagen. Sie sagt, sie empfinde es als respektlos von mir, dass ich ihr ihre Freiheit, zu kommen, wann es ihr beliebt, nehmen wolle.
Wir kommen also nicht zusammen.
Ich habe mich dann erst mal nicht mehr mit ihr verabredet und ihr auch den Grund für meine Absage genannt, woraufhin sie beleidigt war und mich borniert und spießig nannte.
Sie hat dennoch immer mal wieder gefragt.
Ich verabrede mich wieder mit ihr und handhabe es so, dass ich nach 10 Minuten des Wartens weggehe ( sie ist dann immer empört ).
Ich verabrede mich nicht bei ihr, denn dann ist sie entweder noch nicht zuhause, oder noch unter der Dusche oder hängt die Wäsche auf und ich muss warten.
Auch nicht bei mir, weil ich dann ja nicht nach 10 Minuten weggehen kann.
Nur in Cafés in der Innenstadt und samstags, denn ich richte mich darauf ein, dass es nichts wird und bummele dann halt allein etwas herum.

Kein Problem also, nur dass ich mit dieser Freundin kaum zusammen treffe, aber das ertrage ich leicht.

w 48
 
  • #21
Früher hat er aus Liebe dies praktiziert und jetzt ist es ihm nicht mehr wichtig. Mit dem Meckern beschleunigt man nur noch, dass der Partner sich noch mehr entfremdet.
Naja, das Meckern wäre dann ja immerhin eine Methode, eine Sache, die ohnehin nichts mehr wert ist, zügig zu beenden.
Und ein angenehmer Nebeneffekt wäre, dass man die Liaison nicht mal selbst beenden muss. Das macht dann der Meckeradressat und man ist fein raus.
Oder habe ich dich jetzt falsch verstanden ?
( Hinweis: ich mache deinen kleinen Uz mit, denn ich gehe davon aus, dass du das nicht als empfehlenswerten und akzeptablen Vorgang ansehen kannst )

w 48
 
N

nachdenkliche

  • #22
Beziehungen haben für mich keine Menschen, sondern nur Firmen oder Staate
Da hast Du Recht, das Wort Beziehung hat sich in unsere Wortwahl eingeschlichen, aber das was wir zwischen Mann und Frau und auch unseren Kindern haben, ist mehr als das, das ist eine starke Verbindung.
Aber nochmal zum Thema Meckern. Die Grenze zu sich unterbuttern lassen und einer Meckerziege sein, die man nicht mehr wahrnimmt, ist schwierig. Ich selber spreche aus Erfahrung und zwar nicht nur im zwischenmenschlichen Bereich. Ich habe bei meinem Ex nur einmal "gemeckert" und das war an unserem letzten Wochenende. Da war es bereits zu spät. Auch war das sicher kein Meckern/Mäkeln, es war eine schlichte Aussage meinerseits, sonst wäre ich innerlich geplatzt. Ich war selbst da noch freundlich...Liebe @wahlmünchner in, setze Dich mit Deinem Parner zusammen, er ist es wert! Alles Gute für Dich.
 
  • #23
Bei Menschen, die man liebt, findet man auch keinen Grund zum Meckern.
Was für ein Unfug!

Mein Vater hat zu mir mal früher gesagt; geh mir jetzt aus den Augen, ich liebe Dich über alles aber kann Dich gerade nicht leiden!

Natürlich kann man auch bei Menschen die man liebt negative Charaktereigenschaften finden oder sehen, die einen einfach auf die Palme bringen.

Meckern ist eine Form der Kommunikation die Monolog stattfindet der Empfänger meidet den Dialog, weil er keiner Schuld bewusst ist oder ihm das Gesagte egal ist. Es gibt bei den Betroffenen sicher verschiedene Ansichten, wie man das Problem lösen kann aber die einzige Lösung, meiner Meinung, ist das Problem zu kommunizieren.

Was ist der Auslöser fürs Meckern, kann man den Auslöser verhindern oder ist der Auslöser gar nicht so dramatisch, dass er das Meckern rechtfertigt. Wie weit ist die Person die der Auslöser ist dran interessant, dass beide mit der Lösung zufrieden sind. Wie weit ist die Person die meckert bereit die Auslöser zu ignorieren. Wenn die Kommunikation gar nicht mehr funktioniert, dann muss man sich trennt.

Der Mensch der der Auslöser fürs Meckern ist, ist nicht immer an einer Trennung interessant, er nimmt das Meckern einfach in kauf damit die Beziehung weiter läuft.
 
  • #24
Ich habe meinen letzten Partner verlassen, weil ER ein furchtbarer Nörgler war - allerdings erst ab dem Zeitpunkt, zu dem wir mit insgesamt 3 Kindern in einer gemeinsamen Wohnung gelebt haben, es war nicht vorhersehbar.
Und es ist ein Unterschied, ob man ab und zu etwas Nerviges am Partner/der Partnerin zu bemeckern findet oder ob das Gemecker/die Nörgelei, zum Selbstzweck geworden ist und sämtliche Lebensbereiche kontaminiert.
Es gab auch andere Gründe, warum ich die Beziehung beendet habe, aber die Dauernörgelei hatte einen eklatanten Anteil - irgendwann konnte ich ihn nicht mehr ernst nehmen mit seiner chronischen Unzufriedenheit, die eher mit ihm selbst als mit seinem Umfeld zusammenhing. Ich hatte auch keine Lust, meine Kinder dem weiter auszusetzen.
w, 49
 
  • #25
Diplomatie mag in der Außenpolitik noch wirksam sein, wo es um Kriegsgeschehen geht, denn Gewalt ist nie eine Lösung.

Aber ich halte nichts von Kuschelgesprächen, guck mal Schatzilein, würdest Du mal bitte....würg....der nimmt das doch niemals ernst.

Ein sehr strenger, aber guter Vorsetzter brachte mal diesen Satz, Kuschelgespräche bringen nichts, ich rede Tacheles. Die Mitarbeiter hatten wohl Angst, aber Respekt vor ihm, denn er war ein Mann der Tat und nicht der "leisen Töne", mag sein, dass er diese mal probiert und daran gescheitert war.

Besagter Mann, hatte in unserem Unternehmen stets das beste Ranking, die besten Erträge und das beste Team, heute ist er vom Filial-Leiter zum Regio aufgestiegen und bundesweit aktiv.

Dies am Rande. In Beziehungen, wo es um alltägliches Miteinander, um gegenseitige und nicht einseitige Unterstützung gehen soll muss Klartext gesprochen werden und der ist kein Kuschelmuschel.

Ich wundere mich auch immer bei solchen Themen, wo der Aufschrei der Emanzen ist, so bald Männer ihre Rechte fordern schreiben sie hier Gegenmonologe. Wenn Frau schreibt, hilfe, ich willl meine Beziehung nicht gefährden, aber einiges stinkt zum Himmel, wird eher wohl nachgeben, bravsein, stillsein und Dauergespräche in süsslichem Ton geraten, lachhaft, wer nimmt das ernst??

Emanzipation, Fehlanzeige??
 
  • #26
Ich überlege, wie Männer ihren Unmut über Fehler ihrer Partnerinnen äußern... Meckern wie eine Ziege ist eher weiblich besetzt.

Unter Meckern verstehe ich, dass immer wieder und wiederholt der Unmut geäußert wird, allerdings ohne Nachdruck, mehr seicht und über lange Zeit.
Statt meckern kannst du es bei Bedarf ein Mal sachlich ansprechen, was dich stört und was du dir wünscht.... Hat dann vielleicht mehr Gewicht.
Du kannst außer mit Worten auch noch anders kommunizieren zB eine Rote Karte ziehen, eine Puppencouch auf den Tisch stellen, wenn er eine Couchpotatoe ist, den Staubsauger vor seinen Wohnzimmersessel stellen usw.
Du kannst an eure Pinnwand nen Wochenplan für Ausgehen und Haushalt stellen.

Du musst akzeptieren, dass er kein Superhausmann oder Ausgehtyp wird.

Meistens ärgern am Partner die Eigenschaften am meisten, die man selbst hat und an sich selbst nicht mag. Also wenn du mehr ausgehen willst, verabrede dich selbst häufiger mit deinen Freunden und sei aktiv.
Meckern ist in manchen Beziehungen die ganz normale Kommunikation zwischen den Partnern.
 
  • #27
Am Besten geht man solchen Typen, sobald man es merkt , aus dem Weg.
Ich kenne nur sehr wenige Frauen, die tatsächlich dauernd nörgeln, denen man(n) nichts Recht machen kann. Aber warum tut sich mancher Mann das an? Habe ich auch noch nie verstanden.
Es ist doch immer wieder dieselbe ausgeleierte Langspielplatte mit dem nörgelnden PartnerIN, sodass am Besten ist, seine eigene Wohnung zu behalten, ich würde mich solchen Aufforderungen und Mißstimmungen niemals unterordnen müssen/wollen! Ich kenne nur solche Frauen in meinem Bekanntenkreis und überhaupt, die ständig am Mann nach gewisser Zeit aus Unzufriedenheit rum nörgeln, die Männer bleiben trotzdem, weil sie anscheinen keinen Bock auf Trennungsauseinandersetzungen mit finanziellen Folgen haben wollen und lieber in gewohnter, bekannter Situation bleiben, statt alleine zu leben! Niemals würde ich eine solche Situation halten, jeder Tag wäre mir da zu viel und hab ich auch nicht notwendig!
 
  • #28
Unter Meckern verstehe ich, dass immer wieder und wiederholt der Unmut geäußert wird, allerdings ohne Nachdruck, mehr seicht und über lange Zeit.
Also ich kenne das Gemeckere auch von Männern.

Aber es gibt für beide Geschlechter ja noch andere "Alternativen", emotionale Erpressung, genau dann Mauern, wenn der andere angewiesen ist auf einen, in einem Moment der Harmonie seinen Unmut in Form von Gemeinheiten zurückzahlen, sich nicht so verhalten, wie man ist, sondern das Verhalten "spiegeln" und extra gemein sein (dh. zusätzlich zu dem, was die Frau/ der Mann sonst bemängelt, also noch mehr "Mist bauen".) oder sanfte Manipulation mit Engelszungen in Richtung "es wäre doch viel besser für dich, wenn du ..." (genau das machst, was ich will)

Gruselig klingt das, aber es wird Partnerschaft genannt und solange sich die Leute ansonsten noch mögen und was Gutes aneinander finden, geben sie halt nicht auf, die Verbindung in irgendwas zu verwandeln, was ihnen in ganzem Umfang gefällt. Ich verstehe manche Beziehungen wirklich nicht, weil anscheinend unerschütterbar scheint, dass man zusammenbleiben muss, aber der Partner oder die Partnerin wird dermaßen bemeckert, dass ich mich frage, wieso sie oder er das aushält, bzw. der andere nicht erkennt, dass er den falschen Partner gewählt hat.

Die Unsicherheit, WO man Kompromisse machen sollte und die Hoffnung, dass der andere doch endlich einsehen möge, dass es so richtig ist, wie man es selbst findet, halten die Beziehungen zusammen.
Man selber lernt ja auch dabei: Andere Menschen sind anders und irgendwann könnte das Gemecker oder anderes destruktives Verhalten mal aufhören und man selbst gelassener werden und Menschen so nehmen, wie sie sind (und froh sein, dass der andere diese Endloskrittelei all die Jahre ertragen hat, ohne selbst zu gehen).
Wenn die sich so auf den anderen und die Beziehungsführung konzentrieren würden, wie die meckrige Person, und so viel Energie Hingabe ans Hinbiegen des anderen verwenden würden, gäbe es vielleicht auch am Meckerer viel auszusetzen?
 
W

wahlmünchner

  • #29
Vielen Dank für eure Antworten, die mir sehr weiterhelfen.
Es ist auch gut zu lesen, wie zerstörerisch meckern offensichtlich wirken kann. Das motiviert mich noch mehr es mit anderen Methoden zu ersetzen.
Schweigend ertragen kann und will ich Situationen, die mir nicht gefallen nicht.
Habe Ich auch nicht richtig verstanden, was Dein Nachschlag mit Deinem Eingangspost gemeinsam hat.
Hm, ja eigentlich hab ich das versucht was hier einige machen:
sich möglichst offen geäussert, das die Tipps eben nicht nur auf einen selbst passen, sondern auch auf andere Meckerer ( die sicher andere Themen haben)
Leider passen bei schwammigen Aussagen die Tipps dann auch nur vage..da können die Antwortenden wenig dafür ;)
...da ich mir eingestehen musste, doch mehr konkrete Tipps zu wünschen, dann der Nachschlag....
Kann sein, ich irre mich, aber ich finde auch logisch ist, dass man ab einem gewissen Alter selber sieht, dass man nicht mehr so viel arbeiten will und weniger Energie hat.
ja vermutlich hast du recht. Er hat aber auch gemerkt ( laut eigener Aussage, dass es ihm ganz gut tut was zu unternehmen.)... wie hätte er das merken können, wenn er von selbst nichts unternimmt. Das frage ich mich an der Stelle..
 
W

wahlmünchner

  • #30
Meistens ärgern am Partner die Eigenschaften am meisten, die man selbst hat und an sich selbst nicht mag
das trifft hier nicht zu. Soweit kann ich das reflektieren...es gibt Eigenschaften, die wir beide haben, die ich nicht mag. Da halte ich aber einfach den Mund und erinnere mich daran, dass ich es selbst nicht besser mache.
Statt meckern kannst du es bei Bedarf ein Mal sachlich ansprechen, was dich stört und was du dir wünscht.... Hat dann vielleicht mehr Gewicht.
Ja das klingt sinnvoll. Man darf nur nicht denken, das sich was ändert, nur weil man es einmal gesagt hat.
Daran arbeite ich noch etwas.
.Liebe @wahlmünchner in, setze Dich mit Deinem Parner zusammen, er ist es wert! Alles Gute für Dich.
Danke!
Ein sehr strenger, aber guter Vorsetzter brachte mal diesen Satz, Kuschelgespräche bringen nichts, ich rede Tacheles.
Also das denke ich eben auch. Zumal bei mir persönlich Infos durch die Blume einfach nicht erkannt werden.
Das Problem ist für mich noch sachlich zu bleiben, ohne Wut und sich nicht abhängig von der Reaktion des Partners zu machen. Wenn er keine Wahl mehr hat, wars das mit der Freiwilligkeit, das ist mir in der Theorie auch klar
 
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