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  • #1

Als Single nur "Lückenfüller"?

Die meisten Freundinnen und Verwandten in meinem Umfeld leben in einer Beziehung. Da ist man als Single sowieso meist nur 5. Rad. Manchmal empfinde ist dies aber sehr krass. Besonders, wenn ich mehr Kontakt benötige und ich fast ein wenig abgeschoben werde, so quasi jetzt stör ich. Selbst Telefonate werden spürbar kurz gehalten. Ich bin sicherlich niemand, der sich besonders in den Vordergrund drängen will oder gar aufdrängt. Freundinnen, mit denen ich in deren Beziehungskrisen sehr engen Kontakt hatte und die nun wieder in einer intakten Beziehung leben, sind plötzlich nur mehr wenig greifbar. Ich selber möchte auch eine Beziehung, leider bisher ohne Erfolg. Da ist das schon ziemlich hart.
Kennt jemand solche Situationen und wie geht ihr damit um?
w
 
  • #2
Ich kenne es auch, dass ehemalige Single-Bekannte, die wieder in einer Beziehung sind, auf einmal viel weniger Zeit haben. Ich bin dann zwar auch manchmal noch enttäuscht, nehme es aber nicht mehr so persönlich. Im Alter von über 30 haben die meisten einen anspruchsvollen Job und viele Alltagsverpflichtungen. Was an Freizeit bleibt, sollte natürlich zu einem großen Teil in die Beziehung investiert werden, wenn man eine hat. Da wird die Zeit für Freunde automatisch weniger, und sie wird auch anders verbracht, Stichwort Pärchenabende statt Bar-Hopping. Ich habe dafür Verständnis.

Mein Tipp: Umgebe dich als Single eher mit Singles. Du musst eben offen dafür sein, ab und zu mal neue Leute kennen zu lernen (tritt in einen neuen Verein ein, nutze Freizeitportale im Netz, verabrede dich mit Bekannten, mit denen du bisher noch nichts unternommen hast,...). Das verlangt zwar etwas Initiative, du findest aber Gleichgesinnte und bist nicht mehr darauf angewiesen, dass die Verpartnerten ausnahmsweise mal Zeit haben.

Das heißt ja nicht, dass du den Pärchen gleich die Freundschaft kündigen sollst - ab und zu findet sich vielleicht doch mal ein gemeinsamer Termin. Ich denke aber, dass Singles und Singles sowie Pärchen und Pärchen freundschaftlich einfach besser zusammen passen. Ich praktiziere es so und habe einen lebendigen Freundeskreis, in dem immer jemand Zeit hat.
 
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  • #3
Ich bin schon seit 6 Jahren Single und habe nicht unbedingt das Gefühl, dass ich bei Paaren das 5. Rad am Wagen bin. Ich habe einige befreundete Paare, bei denen ich immer noch genauso eingeladen werde wie früher, selbst wenn ich der einzige Gast bin. Ich lade auch Freunde ein, egal ob Single oder Paare. Bei meinem letzten Geburtstag war der Mann meiner besten Freundin sogar der einzige Mann unter lauter Singefrauen und hatte damit auch kein Problem.
Single sein ist völlig normal.

Was ich allerdings immer wieder merke, ist das Verhalten von Singelbekannten (ich sag absichtlich nicht Freunde, denn die würden nicht so handeln), die als Singel ständig bei mir angerufen haben, immer etwas mit mir unternehmen wollten und nun, nachdem sie einen neuen Partner haben, plötzlich nicht mehr wissen, dass es mich gibt. Diese Menschen können mir dann auch gestohlen bleiben und sie brauchen auch nicht mehr zu kommen, wenn sie dann Liebeskummer haben.
Mag sein, dass ich da nachtragend bin, aber in meinem Alter (50+) sollte man glauben, dieses pubertäre Verhalten wäre vorbei. Nein, das passiert mir immer mal wieder.
Es geht nicht um weniger Kontakt sondern ein plötzliches, komplettes Schweigen. Da gibt es nur den den Partner.
 
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  • #4
Ich persönlich würde da aufgrund meiner eigenen Erfahrungen differenzieren. Wenn ich jemand kennen lerne, der bereits in einer Partnerschaft lebt, ist das für mich nicht schweirig. So bin ich schon seit Jahren mit einem Paar sehr gut befreundet und fühle mich als Single da überhaupt nicht als Lückenfüller.

Wenn aber plötzlich ein guter Freund, der ebenfalls Single war, plötzlich eine Beziehung hat, kann es schwierig werden, zumal es Menschen gibt, die dann nur noch Augen für die neue Liebe haben und Freunde ganz vergessen.
Ich persönlich habe zwar überhaupt nichts dagegen, wenn meine Freunde eine Partnerin finden, wenn man dann aber wirklich zum Lückenfüller wird, habe ich auf solche Freundschaften keine Lust mehr.
 
  • #5
Als Single ist man ebenso-betroffener-Single, und tauscht sich eher mit anderen Singles aus.
Auch (unbewusst) in der Hoffnung, daraus was für das eigene Single-Dasein zu lernen / profitieren.

Ist man aber nicht mehr Single = nicht mehr betroffen - was interessiert es Einen dann noch ?
Dann verbringt man die Zeit lieber mit dem Partner/in.

Es ist vielen Paaren unangenehm, wenn ein Dritte/r dabei ist. So ist das Paar gehemmt = der Dritte könnte was mitkriegen oder gar sehen. Es turtelt und küsst sich halt leichter, wenn man zu zweit bleibt.
 
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  • #6
Hallo FS, ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich, seit ich Single bin, keinen Kontakt mehr zu Frauen bekomme, die in einer Beziehung sind. Die Meisten sind seit vielen Jahren mit ihrem Partner zusammen, die Luft ist da schon ein wenig raus und wahrscheinlich die Angst da, sie könnten sich die Konkurrenz ins Haus holen. Ich bin es Leid, immer wieder zu demonstrieren, dass ich keinerlei Interesse an gebundenen Männern habe, deshalb suche ich nun auch nur noch Singlefrauen. Gleichgesinnte kann man gut in VHS Kursen wie Yoga, Kunstkurse oder Stepaerobic kennen lernen. Auch über Vereine gibt es da Möglichkeiten. Halte dich lieber an Frauen, denen es genauso geht, da wirst du mehr Verständnis finden.
 
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  • #7
Habe diesbezüglich auch keinerlei Erwartung.

Single über 35 macht einen auffällig und man wird mehr, oder weniger direkt kritisiert und beschuldigt-je nachdem, welche menschenfeindliche Propagandasau gerade durchs Dorf getrieben wird. Bin oft sprachlos, mit welchen Anschuldigungen man so konfrontiert wird. Die Leute können sich anscheind selber nicht ausstehen. Manchmal ärgerlich, aber irgendwie können sie mich auch mal kreuzweise. Pest und Cholera-seh diese Leute am liebsten von hinten.

Alle Jugendbekanntschaften aus den Partyjahren haben sich sämtlich aufgelöst, nachdem die meisten Töpfe ihre Deckel gefunden hatten. Meist auch irgendwie eingefädelte Ehen. Da hat auch keiner allein was gebacken bekommen. Man war auf der gleichen Schule, möglicherweise Parallelklasse, die Eltern kennen sich schon, arbeiten beim gleichen Arbeitgeber, etc..

Profitstreben bestimmt inzwischen auch den privaten Bereich. Es gibt immer wieder Leute, die nett tun, weil sie ihren Vorteil suchen, aber keine echten Freundschaften.

Kein Problem.

Hab Remmidemmi im Job und Alltag genug. Nach Feierabend möchte ich in Ruhe gelassen werden und meinen eigenen Projekten nachgehen.

Habs mal mit einer Vereinsmitgliedschaft probiert, aber das kann man auch vergessen, wenn man nicht verwandt und verschwägert ist-ein korrupter Albtraum.
 
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  • #8
Als single bist du bei einem Paar immer hintendran... und das ist völlig normal so. Mach ab und zu einfach was anderes und dir nicht soviele Gedanken.
 
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  • #9
Fragestellerin, das kommt darauf an, ob du dich zur Lückenfüllerin machen lässt. Freundschaft ist wenn sie über Trennungen - mit den jeweiligen Partnern - und Zusammensein hinweg hält. Wer mich abschiebt, weil er gerade mit dem Traummann liiert ist, der ist auch dann für mich gestorben, wenn der Traummann sich nach 10 Wochen als Alptraummann entpuppt und diejenige sich dann unbedingt ausheulen will. Nicht bei mir.
Ich kenne es nicht, dass Paare mich nicht akzeptieren, weil / wenn ich Single bin. Allerdings- ich achte auch darauf, dass es in meiner Umgebung keine unglücklichen Paare gibt. Die hassen Singles.
und an Bernd50. Ich rede mit meinen Bekannten/Freunden nur minimal über das Single-dasein.Das hilft nix und verhindert interessante Gespräche. Ich kenne aber Menschen, die als Single nur mit Singels über das schwere Single_Dasein reden und verzweifelt auf Partnersuche sind. Da achte ich auf große Entfernung zu diesem Typ Mensch. W
 
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