K

KG XS

  • #1

Alleiniger Aufenthalt in der Whg des Partner (ab wann) akzeptiert, ok, erlaubt?

Wie haltet Ihr es in einer mehrjährigen Beziehung in Sachen Aufenthalt innerhalb der Wohnung des Partners ohne den Partner und andersrum?

Sprich, er befindet sich in meiner Whg, während ich nicht dort bin. Dies stellt für mich kein Problem dar, denn ich habe nichts zu verbergen.

Andersrum ist es allerdings so, dass ich nicht in seiner Wohnung sein darf, während er nicht dort anwesend ist.
Ist das nicht seltsam?

In meiner vorherigen Beziehung, die allerdings auch nur ein knappes Jahr dauerte, war dies genauso. Wobei sich dieser Ex als gnadenloser Fremdgänger und Lügenbaron entpuppte...was ich von meinem jetzigen Freund nicht glaube.

Vorher habe ich so etwas noch nie erlebt. Wäre nicht einmal auf die Idee gekommen, dass es so etwas gibt.

Da ich selbst vom Dorf komme, die genannten Männer jeweils aus Großstädten, dachte ich, dass es vielleicht daran liegt. Also dass Großstädter da grundsätzlich mehr Mißtrauen hegen.

Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht in Beziehungen, in denen jeder seine eigene Whg hatte?
Hat jeder den Whg-Schlüssel vom andern, wenn ja, ab wann? Musstet Ihr diese irgendwann wieder abgeben bei Streit?
"Dürft" Ihr Euch in Abwesenheit des Partners in dessen Whg aufhalten? Ab wann?

Bin gespannt auf Eure Antworten.
 
  • #2
Fände ich bei einer langjährigen Beziehung auch seltsam, ist irgendwie aber noch nie bewusst ein Thema gewesen.

In meinen Beziehungen habe ich recht bald den Schlüssel bekommen (so nach durchschnittlich 2 Monaten), falls mal etwas sein sollte, ich zu früh komme, er noch arbeiten muss, oder weil ich die wichtigste Vertrauensperson bin, falls er mal den Schlüssel verlieren sollte und sonst den Schlüsseldienst rufen müsste.

(Mit meinem einen Hallodri-Ex habe ich zusammen gewohnt, da sowieso. In puncto Schlüssel zurück geben: ja klar gibt man den zurück, oder wie meinst du das?)
 
E

endrana

  • #3
Also wir sind seit anderthalb Jahren ein Paar und jeder hat einen Schlüssel zur jeweils anderen Wohnung. Ich hatte meinen zu seiner allerdings früher, da er aus anderem Grund einen nachmachen lassen musste und diesen dann direkt mir gab. Das war nach etwa 8 oder 9 Monaten, als ich mich öfter bei ihm aufhielt und z.B. über Nacht blieb und er frühs auf Arbeit fuhr. Ergo war ich allein in der Wohnung und für den Fall, dass ich vor ihm dort war oder frühs etwas dort vergaß, hatte ich den Schlüssel.
Ich finde es ganz normal in einer Partnerschaft, muss ich sagen. Wovor sollte man denn groß Angst haben?

1. dass der andere unbemerkt Sachen durchwühlt: das wäre ein Vertrauensbruch, nun gut, aber warum sollte derjenige dies machen bzw was wäre das schlimme daran für einen selbst? Wenn dann steht der schnüffelnde Partner schlecht da. Und ich persönlich finde meine Sachen stinklangweilig bzw vieles ist offen ersichtlich, dass ich es irgendwo rumliegen habe.
2. dass Dinge geklaut werden: gleiche Frage wie oben: warum sollte der Partner das tun? Wenn es etwas wichtiges wäre, würde der Verlust auffallen und man wüsste, wer daran schuld haben könnte.

Wenn man seinem Partner gegenüber so misstrauisch ist, sollte man vielleicht die Beziehung überdenken.

In der Situation eines solchen Streits war ich noch nicht, aber ich denke, ich fände es angebracht, den Schlüssel wieder "auszuhändigen", wenn abzusehen ist, dass man sich längere Zeit nicht mehr sehen möchte. Aber das geht eher schon Richtung Trennung.
Bei einem kleineren Streit wäre das Zurückfordern des Schlüssels ja lediglich eine Geste der Wut, und nach dem Augenblick auch mit Sicherheit nicht mehr relevant.
 
  • #4
Also ich durfte von Anfang an immer in den Wohnungen / Häusern meiner Freunde alleine bleiben. Habe aber auch noch nie Anderes erlebt.Vertrauen ist doch die Basis für eine feste Beziehung, oder nicht? Und die sollten sich doch beide gegenseitig entgegenbringen.
Ich komme aus einer Großstadt und habe auch noch in 2 anderen Großstädten gelebt ... nur so nebenbei... meine Freunde auch.
@KG XS :Hast Du Deinen Freund mal gefragt, wieso du nicht alleine in seiner Wohnung bleiben darfst?
 
  • #5
Schlüssel zur Wohnung des anderen?
Hm. Offenbar gibts Beziehungsrituale, die mir völlig neu sind. Wozu brauch ich den Schlüssel, und in welcher Situation wäre ich dort allein?
Daraus ein Streitthema zu machen, ist doch absurd. Zieht einfach zusammen, dann wirst du seine Geheimnisse schon erforschen.
 
  • #6
Offenbar hat er etwas zu verbergen ansonsten müsste er sich nicht so verhalten. Ich finde das sehr seltsam, kenne das auch nicht und würde das auch klären wollen.
 
  • #7
Sprich, er befindet sich in meiner Whg, während ich nicht dort bin. Dies stellt für mich kein Problem dar, denn ich habe nichts zu verbergen.

Andersrum ist es allerdings so, dass ich nicht in seiner Wohnung sein darf, während er nicht dort anwesend ist.
Ist das nicht seltsam?
Ja, das ist sehr seltsam. Noch seltsamer ist aber dass Du das mitmachst. Warum verhältst Du Dich nicht wie er - bist Du nicht da, hat er in Deiner Wohnung nichts zu suchen. Nur so respektiert er Dich als gleichwertigen Menschen mit eigenem Willen. Ihr habt eine schlecht ausbalacierte Beziehung, Du biederst Dich bei ihm an.
Du sollst nicht in seiner Abwesenheit in seiner Wohnung sein, weil er was zu verbergen hat und Dir misstraut, dass Du rumschnüffelst.

Hat jeder den Whg-Schlüssel vom andern, wenn ja, ab wann?
Es gibt keinen definierten Zeitpunkt, es muss sich für beide richtig anfühlen und auf Gegenseitigkeit beruhen, sonst gibt es ein Ungleichgewicht in der Beziehung.

Wenn ich dem anderen meinen Wohnungsschlüssel anvertraue, dann sage ich damit, dass er auch und gerade in meiner Abwesenheit meine Wohnung betreten kann, nicht nur, wenn ich das brauche. Andernfalls braucht er den Schlüssel nicht sondern kann klingeln, denn ich bin ja da.

Einen Schlüssel für irgendwelche Notfälle hat eine Freundin, der ich vollkommen vertraue und die in der Nähe wohnt. Dafür brauche ich keinen Mann.

Musstet Ihr diese irgendwann wieder abgeben bei Streit?
Bei normalem Beziehungsknatsch nicht, sowas wird zeitnah gelöst - bei Beziehungsende selbstverständlich.

"Dürft" Ihr Euch in Abwesenheit des Partners in dessen Whg aufhalten?
Selbstverständlich. Wenn ich dort nur sein kann, wenn er da ist brauche ich keine Schlüssel sondern kann klingeln.
Es gibt dafür keinen definierten Zeitpunkt - es muss sich für beide richtig anfühlen (Vertrauen).
 
  • #8
Wozu brauch ich den Schlüssel, und in welcher Situation wäre ich dort allein?
Merkwürdige Lebensführung hast Du, wenn Dir das so fern ist.
Bei mir war das einige Zeit Dauerzustand. Wir hatten eine Fernbeziehung und er traf sich trotzdem am Wochenende wenn ich da war mit seinen Buddies zum Fahrradfahren, war stundenlang weg. Da brauche ich einen Schlüssel, wenn ich das Haus mal verlassen udn wieder reinkommen möchte.
In einer anderen Fernbeziehung hatte ich ebenfalls den Schlüssel, weil ich immer zu ihm fuhr und freitags oft dort war, bevor er Feierabend hatte. Sollte ich vor der tür im Auto warten?
Auch in Beziehungen mit gemeinsamem Wohnort, aber nicht zusammenlebend hatte ich den Schlüssel und war allein dort, weil wir verabredet waren und er sich verspätet hatte oder ich etwas zu früh war. Das alles finde ich total normal, wenn man eine Beziehung hat. Alles andere ist Affäre ohne rechtes Vertrauen ineinander.
 
  • #9
Ab dem Moment wo ich in einer Beziehung bin, kann der Partner gerne auch alleine in der Wohnung sein und ggf. auch einen Schlüssel haben. (Schlüssel ist oft mal praktisch, wenn man mal zu unterschiedlichen Zeiten das Haus verlässt, oder länger arbeitet bzw. sich verspätet, damit der andere nicht draußen im Regen steht).

Ohne Vertrauen würde es die Beziehung ja gar nicht erst geben.

Ich gehe dann aber auch davon aus, dass die Wohnung nicht durchsucht wird oder man neugierig auf Erkundungstour geht (trifft auch auf Handy, PC etc zu). Da wäre bei mir schnell Schluss - nicht weil ich etwas zu verbergen habe, sondern weil es einfach unanständig ist.

Aus meiner Sicht gibt es eine einfache Grundregel: "Wenn es mir unangenehm wäre bei was ich mache von der anderen Person überrascht zu werden, dann mache ich wohl etwas was nicht OK ist".

Die Frage ist wohl ob dein Freund etwas zu verbergen hat, oder er dir einfach nicht genug vertraut. Und da muss man ehrlicher Weise sagen, dass manche Leute Vertrauen sehr schnell verspielen und dann ist halt nichts mit alleine in der Wohnung.
 
G

Ga_ui

  • #10
Was willst du denn alleine in der Wohnung? Das dient doch nur dem Zweck, zu schnüffeln?! Besonders da du ja so intensiv darauf bestehst. Meine Empfehlung: Werde lockerer zu dem Thema. Je weniger du darauf verharrst, und weniger du dich für die Sache interessierst, desto eher lässt dein Partner die Zügel locker und vertraut dir.

Längere Zeit würde ich niemanden in meine Wohnung lassen, da müsste ich ja alles wegsperren und einschließen oder vernichten, was meine Intimsphäre betrifft. Ich habe Tagebücher, Sparbücher, Dokumente, Unterlagen, Sexspielzeuge, Erinnerungen von vergangenen Kontakten, erotische Bilder oder Videos, persönliches Zeug, wie 99% aller Menschen. Der Partner muss das nicht alles sehen, weil ich ihn auch gar nicht damit kränken will.

Ich finde das schlimm, darauf zu bestehen, alles vom Partner wissen zu wollen. Das hat sowas von kontrollierender Mutter und aus dem Alter sind die meisten doch ziemlich rausgewachsen.
 
N

nachdenkliche

  • #11
Frage ihn doch einfach!
Ich kenne das auch nicht! Er hatte meine Schlüssel wenn ich nicht da war, ich seine. Wo ist das Problem?
Du lässt ihn in Deiner Wohnung alleine sein, er erlaubt es Dir nicht....finde ich schräg. Das wirst Du nur von ihm erfahren.
 
  • #12
Das kommt mir sehr bekannt vor, er hatte meinen Schlüssel, ich seinen aber nicht, nach einen Jahr wußte ich warum ich nie seinen Schlüssel bekam, während er bei mir ein und aus ging. Er hatte regelmässig anderen Damenbesuch. Wenn ich ihm schon etwas früher einen spontan Besuch gemacht hätte, wäre es schon früher aufgeflogen, bereue ich heute noch, das damals nicht gemacht zu haben.
 
W

wahlmünchner

  • #13
Hm, ich kenne das nur so, dass man den Partner tatsächlich einen Schlüssel gibt. Trotzdem wäre ich nie ohne Anmeldung in die 'Wohnung meiner Partner gegangen.
 
  • #14
Krass was einige hier posten. Warum man da alleine sein sollte. Das jemand Schnüffelt. u.s.w. Das ist Krank. Wenn ich einen lieben Menschen kennen lerne wie mir das Wiederfahren ist und wir uns dafür entscheiden ein Paar zu sein, stellen sich doch " solche" Fragen nicht.Als wir ein paar waren hatten wir innerhalb weniger Wochen (zwei oder so) unsere Schlüssel getauscht. Ohne Ritual. Völlig Beiläufig. Wenn mal einer Krank ist. Oder, Oder, Oder. Es gibt tausend Gründe warum sie in meiner Bude sein wollte. Oder ich in Ihrer. Um den anderen zu überraschen. Essen vorbereiten. Nackt auf ihrer Terasse sitzen um dann das blöde Gesicht zu sehen. Meine Güte. Wie verbohrt und verbissen doch viele sind. Das ist doch anstrengend. Und wenn man wieder auseinander geht. Ja dann legt man den Schlüssel genau so beiläufig eben wieder hin. Fertig. Was manche Wohl machen wenn es Wirklich mal eine Schwierige Situation gibt? Bitte schneidet mir mal jemand das Grinsen aus dem Gesicht!
m45
 
  • #15
Dieser Frage schließe ich mich an... ich sähe auch keinen Anlaß dafür, alleine in der Bude des anderen zu hocken!? (oder umgekehrt, ich meine, was sollte mein Partner allein in meinem Zuhause tun?)

Ich sehe es auch nicht so wie Vikky, dass es eine "merkwürdige Lebensführung" ist, wenn man nicht allein beim Partner in der Bude hockt... eher umgekehrt wird für mich ein Schuh draus. Ich habe auch sehr lange in einer Fernbeziehung gelebt, und hätte es sehr merkwürdig (!) gefunden, wenn wir uns dann mal gesehen haben und mein Partner dann alleine stundenlang weggegangen wäre... Da hätte ich mich gefragt, was ich denn bitte mit solch einer komischen "Beziehung" soll...?

Zu der Schlüsselsache als solche... bei keinem der beiden Männer, mit denen ich in den letzten 30 Jahren langjährig zusammen war (bin), stellte sich die Schlüsselfrage, da keiner von ihnen mit Hausschlüssel unterwegs war. Bei dem ersten war das Anwesen so weit in der Pampa und immer jemand da, Haushälterin oder Gärtner, etc., dass er selbst nie einen Schlüssel mitnahm, wenn er mal weg fuhr. Es war immer alles offen (trotzdem kamen keine Fremden rein, es gab auch Hunde auf dem Anwesen). Also brauchte ich auch keinen Schlüssel. Kam ich mal, und er war nicht da, kam ich immer rein. Mein jetziger Partner hat ebenfalls keinen Schlüssel, sondern einen Code für den Eingang zum Anwesen und zum Haus. Ich habe den Code nicht, er wechselt auch immer mal, brauche und möchte ihn auch nicht. Ich komme doch nicht zu ihm gefahren, wenn er nicht da ist! Was soll ich dann dort?!

Mein verstorbener Partner hatte den Schlüssel zu meinem Haus und eine Vollmacht, falls mir etwas zugestoßen wäre, da ich Haustiere hatte. Leider verstarb er vor mir...

Ich würde meinem jetzigen Partner selbstverständlich meinen Hausschlüssel geben, erforderte es die Situation. Schließlich liebe und vertraue ich ihm und habe sogar Sex mit ihm! Wenn ich ihn in mein Herz und in meinen Körper lasse, lasse ich ihn wohl erst recht auch in mein Haus lol ...

Ist aber nur hypothetisch, denn er fährt nicht zu meinem Haus, wenn ich nicht dort bin.

Dass jemand aber nicht allein im Haus seines Partners (!) sein "darf", das finde ich gelinde gesagt nicht "seltsam", sondern krank! Irritiert mich sehr... Lieben Gruß
 
  • #16
Also ich verstehe nicht wo das Problem ist.
Wir haben schon relativ am Anfang Schlüssel ausgetauscht und hätten massive Probleme bekommen wenn nicht.

Wir führen seit knapp 2 Jahren eine Fernbeziehung und es kam schon oft vor, dass wir in der jeweils anderen Wohnung allein waren.
Wenn ich zu ihm gefahren bin und früher da war, als er Feierabend hatte und schonmal gekocht habe, wenn ich einen Termin zum Nägel machen hatte, einen Zahnarzttermin, wenn er zum Fußballspiel- oder Training gefahren ist usw.
Alles Sachen die (ihm und mir) wichtig sind und nicht unbedingt so kurzfristig geplant werden können dass z.B. sein Arbeitsplan steht (Meinen Nageltermin mache ich z.B. schon ein halbes Jahr im voraus aus und mein Partner hat seinen Arbeitsplan höchstens einen Monat im voraus)
Warum sollte ich ihn also wegen 2 Stunden Abwesenheit die 130km heimschicken oder für die Zeit vor die Tür setzen, wenn wir am selben Tag noch was bei mir geplant haben? Oder warum sollte er mich wegen seinem Training rausbitten, damit ich derweil irgendwo rumlaufe, oder soll gar noch 30 Minuten bei ihm vor der Tür sitzen weil er noch nen Moment in der Arbeit bleiben muss? Alles nur weil ich nicht "allein bei ihm sein darf"?
Lächerlich, sorry. Wenn man keine (Beziehungs)probleme hat, macht man sich welche!
 
  • #17
Was es nicht alles gibt?

Ja klar hat mein Partner einen Schlüssel zu meiner Wohnung und umgekehrt. Wieso auch nicht? Es gibt viele Gründe. Erst einmal ist es praktisch, wenn noch jemand einen Schlüssel hat und zudem kann der eine oder andere schon mal mit kochen beginnen oder man ist einfach früher dran als gedacht und, und, und.

Ich käme gar nicht auf die Idee, dass er herumschnüffeln würde, weshalb auch. Ich habe nichts zu verbergen was in irgendeiner Art unangenehm oder peinlich ist.

Wenn ich meinem Partner nicht vertrauen kann, ja wem denn dann?

Liebe FS, ich würde offen mit Deinem Partner sprechen, denn eingleisig finde ich nicht ok.
 
  • #18
Andersrum ist es allerdings so, dass ich nicht in seiner Wohnung sein darf, während er nicht dort anwesend ist.
Ist das nicht seltsam?
Ja, das ist seltsam

In meiner vorherigen Beziehung, die allerdings auch nur ein knappes Jahr dauerte, war dies genauso. Wobei sich dieser Ex als gnadenloser Fremdgänger und Lügenbaron entpuppte...was ich von meinem jetzigen Freund nicht glaube.
warum glaubst du das nicht von ihm?

Da ich selbst vom Dorf komme, die genannten Männer jeweils aus Großstädten, dachte ich, dass es vielleicht daran liegt. Also dass Großstädter da grundsätzlich mehr Mißtrauen hegen.
Hm, weiss nicht... aber bestimmt leben sie i.d.R. anonymer als die im Dorf.

Aber warum hat er deinen Schlüssel? Hat er dich danach gefragt, oder hast du ihm diesen von dir aus gegeben?

Deine Frage, ab wann man den Schlüssel übergibt und ob man sich auch unangemeldet und ungefragt in dessen Wohnung aufhalten kann, ist doch sehr individuell, hängt von der Art der Beziehung und vom Bedürfnis nach Privatsphäre des Einzelnen ab. Diese Fragen sollte man untereinander klären, bevor man seinen Schlüssel weitergibt, finde ich.

Mir fällt auch ein, dass man von einem "Schlüssel zum Herzen" spricht. Er hat dein Schlüssel, du nicht. Vielleicht ist es auch an der Zeit zu klären, ob die Schlüsselfrage in diesem Sinne (noch) stimmig ist...?
 
  • #19
Hier der Beitrag einer (schon immer) Großstädterin.
Ich hatte bei meinen Partnern (auch bei kürzeren Affären, die dann doch keine richtige Beziehung wurden) von Beginn an immer den Eindruck, dass der jeweilige Mann es sogar ausgesprochen gerne mochte, wenn ich alleine in seiner Wohnung war. Es kommt ja praktisch immer mal vor, dass der Andere morgens früher aus dem Haus muss, als man selbst, und ich durfte dann, von ihm aus, immer gerne noch bleiben, ausschlafen usw. Ich fand es dann eher immer ein bisschen schade, dass ich alleine in der fremden Wohnung bin und wäre dann lieber bei mir zu Hause gewesen.
Die meisten Männer haben mir auch von sich aus ihren Schlüssel gegeben, wenn eine Situation anstand, in der ich eventuell früher bei ihm ankam, als er selbst, oder damit ich abschließen kann, wenn ich später gehe.
Ganz davon abgesehen habe ich bei einem Partner die Wohnung "betreut", wenn er dienstlich wegfahren musste. Da die Wohnung damals viel schöner war, als meine damalige, habe ich dort dann auch allein übernachtet.
Ich selbst hingegen muss sagen, dass ich es tatsächlich nicht so mag, wenn ein Mann alleine in meiner Wohnung ist. Es kam zwar auch vor, aber eigentlich eher selten. Ich glaube, ich mag daran nicht, dass jemand dann meine ganzen persönlichen Dinge ausgiebig betrachten könnte (- was die meisten Menschen ja gar nicht tun, schon gar nicht Männer!). Früher hatte ich allerdings langjährige Beziehungen mit Zusammenwohnen, da hatte ich natürlich kein Problem damit.


w50
 
G

grünewelle

  • #20
Im Gegensatz zu vielen anderen hier würde ich niemandem meinen Schlüssel zu früh geben. Ich hatte es in der Vergangenheit, der Partner hatte die Schlüssel und hat meine sämtlichen Unterlagen eingesehen. DAS allerdings würde ich erst einem Partner gestatten, mit dem ich wirklich mein Restleben verbringen möchte.
Im Falle der Trennung kam dieses Wissen nicht gut, welches er sich unerlaubt angeeignet hatte. Ich habe nichts zu verbergen, es gibt trotzdem Dinge, die nur mich was angehen.
Man sollte es bedenken, es gibt Menschen, die nutzen Wissen für sich, gerade in finanzieller Hinsicht.
Und auch ich war mir sehr sicher, ich lasse nämlich auch nur Menschen in mein Leben, von denen ich denke, dass ich ihnen vertrauen kann. In allerletzter Konsequenz kann man jedem nur bis zur Stirn gucken.
Ich weiß eigentlich aber auch nicht, wie man so schnell in die Situation kommt, seinen Schlüssel herzugeben. Ich bin zu Hause, wenn ich mich mit meinem Partner verabredet habe. Es gibt die Situation nicht, in der er vor meiner Tür steht und ich nicht da bin.
Das klappt eigentlich auch ganz gut.
Kurz .... es ist eine Sache des Paares, den richtigen Zeitpunkt zu besprechen, es gibt da keine Richtlinien, es hängt von Erfahrungen ab. Wenn es sich richtig anfühlt. Das wäre der richtige Zeitpunkt.
W
 
N

nachdenkliche

  • #21
Ich sehe es auch nicht so wie Vikky, dass es eine "merkwürdige Lebensführung" ist, wenn man nicht allein beim Partner in de
Da hat Vikky aber sowas von Recht! Auch ich führte eine Fernbeziehung und war bei ihm, wenn er arbeiten musste also nicht haargenau wie ich Urlaub hatte. Meist war mein Freund schon um 15 Uhr zu Hause und dann hatten wir viel Zeit für uns. Aber soll ich den ganzen Vormittag in der Bude hocken bleiben, nur weil ich keinen Schlüssel habe? Ist mir unbegreiflich, ehrlich. In einer vertrauensvollen Partnerschaft gehört der Austausch der Schlüssel einfach dazu, schon aus praktischen Gründen...stelle mir @neverever gerade vor, wie er nackt außen an der Balkonbrüstung hängt, weil nicht seine Liebste nach Hause kommt, sondern Muttern zum Blumen gießen ....ich musste so lachen :) :) Aber bitte verstehe mich jetzt nicht falsch!
 
  • #22
Da hat Vikky aber sowas von Recht! Auch ich führte eine Fernbeziehung und war bei ihm, wenn er arbeiten musste also nicht haargenau wie ich Urlaub hatte. Meist war mein Freund schon um 15 Uhr zu Hause und dann hatten wir viel Zeit für uns. Aber soll ich den ganzen Vormittag in der Bude hocken bleiben, nur weil ich keinen Schlüssel habe? Ist mir unbegreiflich, ehrlich. In einer vertrauensvollen Partnerschaft gehört der Austausch der Schlüssel einfach dazu, schon aus praktischen Gründen...stelle mir @neverever gerade vor, wie er nackt außen an der Balkonbrüstung hängt, weil nicht seine Liebste nach Hause kommt, sondern Muttern zum Blumen gießen ....ich musste so lachen :) :) Aber bitte verstehe mich jetzt nicht falsch!
Har har, stell dir das mal vor. Ich glaube ich wär gesprungen. Hi hi.
 
  • #23
Auch ich führte eine Fernbeziehung und war bei ihm, wenn er arbeiten musste also nicht haargenau wie ich Urlaub hatte. Meist war mein Freund schon um 15 Uhr zu Hause und dann hatten wir viel Zeit für uns. Aber soll ich den ganzen Vormittag in der Bude hocken bleiben, nur weil ich keinen Schlüssel habe?
Okay, das liest sich für mich verständlich und macht irgendwo Sinn... Kann mich da nicht so reindenken, weil keiner der beiden Männer, mit denen ich während der letzten knapp 30 Jahre lange zusammen war (bin) außerhäusig arbeiten mußte. Ich selbst delegiere auch vorwiegend von daheim. Also, so gesehen verstehe ich das und stimme zu, dass es sinnig ist. Ich meine nur, dass ich nicht wüßte, was ich allein im Haus meines Partners sollte, wenn er generell überhaupt nicht anwesend ist den gesamten Tag über... da könnte ich mir eben für mich Sinnvolleres und auch "Spaßigeres" vorstellen. Lieben Gruß
 
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