G

Gast

  • #1

Alleinerziehende wo man hinschaut. Sind sie Opfer oder einfach nur unfähig?

 
G

Gast

  • #2
<MOD: Signaturen sind nicht mehr gestattet. Bitte registrieren Sie sich!>

Weder noch! Warum so provokant? Fühlst du dich von Alleinerziehenden irgendwie bedrängt oder bedroht? Da du es im 'real-life' keiner Frau und keinem Mann ansiehst, kannst du dich doch nur auf Profile beziehen.

Was ist dein eigentliches Problem?

w/37
 
G

Gast

  • #3
Liebe/r Fragesteller/in: Ich gehe davon aus, dass du dich auch schon von einem Menschen getrennt hast. Fühlst du dich denn als Opfer oder schätzt du dich als unfähig ein?

w, 39, AE
 
  • #4
Na ja, so eine pauschale Frage ohne Erklärungstext wird kaum eine wirklich sinnvolle Diskussion anstoßen.

Es gibt doch viele Gründe für Alleinerziehenden:
+ ungewollte Schwangerschaft ohne Partnerschaft
+ Scheidung aufgrund von Gewalt, Alkoholismus, Fremdgehen
+ Witwen

Jedes Einzelschicksal wird anders sein. Persönlich glaube ich auch, dass sich heutzutage zu oft und zu voreilig getrennt wird. "In guten wie in schlechten Tagen" scheint nicht mehr praktiziert zu werden; das Heil und Wohl der Kinder wird unzureichend berücksichtigt; das Schicksal alleinerzogener Kinder wird schöngeredet.

<MOD: Wir bitte alle Teilnehmer, sich konstruktiv zu äußern oder von einer Beteiligung abzusehen.>
 
G

Gast

  • #5
was ist denn jetzt eine konstruktive äußerung?
ich wähle 2: unfähig
m34

<MOD: Beiträge sollen hilfreich sein. Es wäre deutlich hilfreicher, wenn Sie Ihre Meinung begründeten und erläuterten.>
 
G

Gast

  • #6
@1 Fredeika
Es gibt sicherlich viel Gründe, warum eine Beziehung oder Ehe auseinandergeht (nicht nur Gewalt, Alkoholismus oder Fremdgehen). Zum Glück v.a. für uns Frauen müssen wir nicht mehr in einer schlechten Beziehung bleiben, "bis dass der Tod uns scheidet".
Ich gebe Dir insofern Recht, dass heutzutage Beziehungen immer häufiger wie Konsumgüter einfach ausgetauscht werden, sobald es mal nicht ganz so glatt läuft. Aber nur aufgrund der Kinder zusammenzubleiben, ist meiner Meinung nach auch nicht immer zum Wohle derselben. Denn Unglücklichsein oder Unzufriedenheit eines oder beider Elternteile werden die Kinder irgendwann auch mitbekommen. Wie soll man sein Kind zu einem glücklichen und selbstbewussten Menschen erziehen, wenn mann/frau es selbst nicht ist?
Im übrigen bist Du in vielen Threads oft eine der ersten, die bei vermeintlich als inakzeptabel empfundenen Verhaltensweisen (wobei hier die Bandbreite seeehr groß ist) zur sofortigen Trennung rät. Etwas wiedersprüchlich, oder?

@FS Ich denke weder,noch. Du bist doch sicher auch nicht mehr mit Deiner allerersten Jugendliebe noch zusammen? Beziehungen scheitern nun mal, ob mit oder ohne Kinder.
 
G

Gast

  • #7
meine meinung ist: man soll sich erst im klaren sein, dass man mit dem partner BIS DASS DER TOD UNS SCHEIDET zusammenbleiben will, erst dann sich ein kind machen lassen. wenn es dann nicht so toll ist, zähne zusammenbeissen, wahrscheinlich kommen wieder mal bessere zeiten.

es sind aber weniger die alleinerziehenden mütter UNFÄHIG sondern unsere gegenwärtige gesellschaft produziert das so. insofern sind die alleinerziehenden mütter OPFER ihrer großen freiheit, die ihnen von der gesellschaft gewährt wird.
m34 (aus dem 19. oder 17. jahrhundert ...)
 
  • #8
Für das Scheitern jedweder partnerschaftlicher Beziehung gibt es einen Hauptgrund: Versagen (in aller Regel beidseitiges). Es lässt sich beklagen und gegebenenfalls akzeptieren - besserenfalls erst n a c h Rettungsversuchen, die dem angemessenen Wertschätzungsgehalt einer solchen Beziehung entsprechen.
 
G

Gast

  • #9
Ich weiß, dass ich jetzt wie die Blinde von den Farben spreche, denn ich musste - dem Himmel sei Dank- meine Kinder nicht allein erziehen. Manchmal denke ich, allein hätte ich das nur unzureichend geschafft. Bei der Trennung von meinem damaligen Mann waren meine Beiden bereits erwachsen.

Opfer?
Manchmal ja. Wenn Frauen voller Hoffnung und Zuversicht, und ganz bewusst, mit dem Mann ihrer Träume eine Familie gründen. So ist das ja sehr oft! Da kann das Schicksal trotzdem manchmal ganz übel zuschlagen, und die Mütter haben dann die ganze Verantwortung allein am Hals, die sie zuvor mit ihrem Partner teilen könnten. Das alleine zu schaffen, ist echt eine Kunst!

Unfähig?
Auch das manchmal! Wer zu blöd ist zu verhüten, zum Beispiel.
Oder wer, frei nach dem Motto: "Lieber eine Trennung, als eine unglückliche Mutter sein", sich allzu schnell und leichtfertig vom Vater des Kindes trennt. Ich glaube schon, dass manche Frauen viel zu wenig vorausschauend ihre eigenen Befindlichkeiten in den Vordergrund stellen, auf der Suche nach dem persönlichen Glück.
Da fällt es mir dann schwer, Mitgefühl zu entwickeln, wenn die allein Erziehenden sich dann wundern über mangelnden Erfolg bei der Partnersuche.

Ich meine, wer Kinder hat, muss für einige Jahre hinten anstehen und schwierige Zeiten, der Kinder zuliebe, durchstehen.

<MOD: Signaturen sind nicht mehr gestattet. Bitte registrieren Sie sich!>
 
  • #10
@#8: Ich kann Deinen Satz "Ich meine, wer Kinder hat, muss für einige Jahre hinten anstehen und schwierige Zeiten, der Kinder zuliebe, durchstehen." nur vollkommen unterschreiben. Leider fehlt dazu vielen der Mumm und das Niveau. "In guten wie in schlechten Zeiten" scheint nur in guten Zeiten angewandt zu werden.
 
  • #11
@#5:
Ich bin zwar nicht der/die FS, aber ich möchte trotzdem eine Antwort geben. Deine kritische Frage nach der ersten Liebe hinkt etwas. Schließlich haben die meisten im Rausch der Hormone noch an Verhütung gedacht! - Wohl wissend, dass man zu jung ist, um sich ernsthaft bis ans Ende seiner Tage fest zu legen.
So halten es ja auch die meisten, denn sobald ein Kind da ist, wird aus der romantischen Situation Ernst.
"Beziehungen scheitern nun mal" ist für mich genau DER Satz, den ich negativ interpretiere. Als wäre das Scheitern Gott gegeben und nicht zu verhindern!

<MOD: Zusätzliche Signatur unnötig. Der Nickname steht über dem Beitrag.>
 
  • #12
#8 habe ich geschrieben. Ich BIN ja registriert, aber manchmal loggt es sich von alleine aus.

<MOD: "automatisch einloggen" ankreuzen. Beim Posten oben schauen, ob man eingeloggt ist.>
 
G

Gast

  • #13
Ein weiterer Grund, warum allein erziehend,ist, dass dem Partner ein Kind (wissentlich) untergeschoben wird und der dann, weil nicht gewollt, das Weite sucht.

Ich glaube, dass kommt öfters vor, als man denkt!
 
G

Gast

  • #14
@10: Leider halten es die meisten doch offensichtlich eben genau nicht so, sonst gäbe es ja nicht so viele Alleinerziehende? Natürlich ist das Scheitern von Beziehungen nicht von Gott gegeben, das habe ich auch nie behauptet, und man sollte immer versuchen, daran zu arbeiten. Aber die Tatsachen sind nun mal andere. Oder warum hat EP so regen Zulauf? Warum bist Du hier?

@9 "in guten wie in schlechten Zeiten" klingt zwar gut und schön, aber wenn die schlechten Zeiten überwiegen? Und ausserdem glaube ich, dass mit diesem alten Spruch früher eher äussere Umstände und Widrigkeiten gemeint waren. Natürlich sollte mann/frau da zueinander stehen. Aber wenn die Beziehung/Gefühle selbst nicht mehr stimmen? Das Vertrauensverhältnis nicht mehr da ist? Es kann viele Gründe geben.
Wie gesagt, Du bist sonst selbst eine derjenigen, die sehr schnell für eine Trennung plädieren, wenn etwas nicht stimmt.
Und zu "Ich meine, wer Kinder hat, muss für einige Jahre hinten anstehen und schwierige Zeiten, der Kinder zuliebe, durchstehen." Glaubst Du wirklich, Kinder wachsen glücklich auf, wenn sie in einem gefühlskalten, unglücklichen Elternhaus aufwachsen?
 
G

Gast

  • #15
Immer wieder schön, wenn Kinderlose darüber philosophieren, wie es ist, wenn man sich mit Kindern trennt und wie es ist, wenn man wegen der Kinder zusammenbleibt. Dazu gehört aus meiner Sicht schon auch ein eigener Erfahrungswert, um wirklich mitreden zu können. Alles andere ist reine Theorie. Seid doch erstmal selbst mutig und setzt Kinder in die Welt - und dann wird klar, wie schwierig oder schön das ein oder andere ist/wird.
 
G

Gast

  • #16
[Mod: Signaturen über Geschlechts- und Altersangabe hinausgehend nicht mehr gestattet. Bitte registrieren!]

@Nummer 14: da kann ich dir nur recht geben. Und - liebe @9 und 8- wir Alleinerziehenden stehen wahrscheinlich mehr hinten an, als Paare mit Kindern, weil wir schliesslich den Hauptteil der "Arbeit" tragen. Kommt jetzt vielleicht von euch: das habt ihr doch selbst so gewollt und verursacht? Nicht vergessen - ich habe das Argument nicht ins Feld geführt, sondern ihr.

Mal ganz davon abgesehen, dass den Kindern zuliebe eine gescheiterte Beziehung fortzuführen überhaupt nichts nützt sondern eher das Gegenteil bewirkt. Ich meine auch, dass hier nur Leute mit wirklichen Erfahrungswerten, sozusagen auf Augenhöhe diskutieren sollten.

w, 39, AE und das ist gut so
 
G

Gast

  • #17
Also ich bin seit 10 Jahren allein erziehend und war zuvor 12 Jahre mit meinem Mann glücklich verheiratet (nach 5 Jahren Ehe das erste Kind/nach 7 Jahren das 2. Kind bekommen) Wir wollten beide Kinder und wir haben beide an der Beziehung gearbeitet, wir haben uns sehr geliebt, aber Menschen entwickeln sich oft in verschiedene Richtungen. Das ganze Leben ist doch ein Reifeprozess. Er hat sich in eine andere Frau verliebt, wir waren auch in einer Eheberatung, haben um uns gekämpft nicht gleich aufgegeben, aber die Liebe zu der Anderen war größer. Und heute weiß ich, dass es besser ist für die Kinder einen klaren Strich zu ziehen, als den Kindern was vorzumachen, oder wegen den Kindern ohne Gefühle für den anderen, zusammen zu bleiben. Ich bin mir sicher, nicht unfähig zu sein, denn immerhin haben wir zuvor 12 Jahre Partnerschaft harmonisch und gut hinbekommen. Ich höre das immer wieder, wo war der Fehler, warum ist die Ehe gescheitert, was hast DU falsch gemacht. Diese Fragen stellen mir aber Menschen, die über eine kurze Beziehung noch nicht hinausgekommen sind...... lange Rede kurzer Sinn....oft kann man sich noch so bemühen, in einer gefestigten Beziehung, mit viel Liebe Kinder bekommen und dennoch scheitert es. Das hat weder mit Opfer noch mit Unfähigkeit zu tun, so ist nun mal die Realität.
Zu Nr. 12: Kann dir nur Recht geben, ABER jeder Mann kann es verhindern, ein Kind "untergeschoben" zu bekommen, er braucht nur aktiv zu verhüten. Viele Frauen lügen in Bezug auf Verhütung, und dann ist ein Kind schneller gezeugt als den einem Recht ist.
w/40
 
G

Gast

  • #18
@14

Danke - genau das habe ich mir bei einigen postings auch gedacht.
 
  • #19
Nur weil man sich von dem Vater seiner Kinder trennt bedeutet es ja nicht, dass man alleinerziehend wird. Ziel ist eine weitere gemeinsame Erziehung gleichberechtigt von beiden Elternteilen und wenn man das nicht hinbekommt, weil man seine eigenen Gefühle und Wünsch über das Wohl des Kindes stellt, da ja, das ist Versagen. Und das gilt auch für beide Geschlechter
 
G

Gast

  • #20
Hallo zusammen,

ich finde Alleinerziehende klasse!!!
Meist sind es Frauen, die Vater, Mutter, Ernährer und Erzieher gleichzeitig sind.
Eine große Leistung.
Meine Mutter hat diese Aufgabe sehr gut gemeistert und hat mich und meine Geschwister zu sehr selbständigen Menschen erzogen, die mit beiden Beinen im Leben stehen.
Vor allem hat Sie uns gezeigt, das Frau sich niemals von einem Mann abhängig machen darf.
Eine Frau die nur bei dem Partner bleibt, wegen des Geldes ist doch auch keine richtige Frau....das ist doch schon ein Art von Prostitution.
Übrigends ....was ist eingentlich mit dem anderen Partner, also der der die Kinder nicht zu sich geholt hat?
 
G

Gast

  • #21
Ich hab grad eine gewollt - fast - Alleinerziehende getroffen; sie ist Mama von 2 Kindern und hat eine Fernbeziehung mit ihrem Mann, sie sehen sich die Wochenenden.
 
  • #22
@#15: Klar ist es weitaus angenehmer, "unter sich" zu bleiben! Da sind sich ja alle einig und eine Diskussion eigentlich überflüssig.
 
G

Gast

  • #23
Hallo, das ist mal wieder eine der Diskussionen wo Nicht-Elternteile immer alles besser wissen, als Elternteile, die es schon erlebt haben. Wunderbar!

Also ich habe damals meinen Mann geheiratet, weil wir uns geliebt haben und wir eine Familie gründen wollten. Haben wir auch getan. Beide Kinder waren von uns beiden Wunschkinder, zumindest hat er das damals auch so gesagt (war da aber schon fremd gegangen) Ich hätte mich auch nie wegen Arbeitslosigkeit, Krankheit oder sonstiges von ihm getrennt. So viel zu den schlechten Zeiten, die hier wohl tatsächlich gemeint sind. Ich glaube auch, dass weder Frau noch Mann sich von dem Partner einfach mal so trennen, wenn Kinder im Spiel sind. Da gibt es immer eine lange Vorgeschichte, so auch bei mir. Bei uns hat die Ehe (wir waren 10 Jahre verheiratet und insgesamt 14 Jahre zusammen) 4 ganze Jahr nicht mehr gestimmt. Wir haben eine Eheberatung gemacht, ohne Erfolg. Ich konnte kein Vertrauen mehr aufbauen und mein ex hat auch während der Eheberatung immer wieder Freundinnen gehabt. Dann haben wir sogar noch gedacht, okay, wir bleiben wegen der Kinder zusammen wohnen und versuchen das irgenwie so lange hinzubekommen, bis dass die Kinder groß sind. Wer einmal in so einer Situation war, weiß, dass dies unerträglich ist. Nicht nur für die nicht glücklichen Eltern, denn wenn man sich nicht mehr liebt, geht einem ja jede Kleinigkeit auf den Nerv, sondern auch für die Kinder. Mein Sohn wurde z. B. zum Bettnässer. Warum? Mein Ex hat sich gefreut, wenn ich gehe, ich hab mich gefreut, wenn er geht und wir waren genervt, wenn der andere wieder kommt. Klar, das das kein Zustand ist. Irgendwann habe ich gesagt, was leben wir hier eigentlich den Kindern für eine LÜGE vor und wir haben uns getrennt. Haben den Umgang friedlich geregelt und auch die Unterhaltsfrage für die Kinder. Die Kinder haben dem Papa beim Wohnung streichen geholfen etc. und von fortan war Julian kein Bettnässer mehr. Es war raus. Er hatte gefühlt das was nicht stimmt und wußte nicht was. Das hat ihm wahrscheinlich viel mehr Angst gemacht (Bettnässer) als das was dann kam, nämlich die Trennung. Klar wäre es immer besser, wenn Kinder in einer intakten Familie aufwachsen. Das bestreitet ja auch niemand. Aber wenn das nicht möglich ist, sollte man eben den zweitbesseren Weg, den der glücklichen Trennung gehen, wo die Kinder sich dann auch entsprechend bei beiden wohl fühlen können. Hier zu sagen, dann muss man eben die Zähne zusammenbeißen und da durch... das haben wir versucht, mit sehr negativen Folgen.... Wären mein Ex-Mann und ich zusammen geblieben, dann würde ich vielleicht heute noch nicht wieder lachen können (ich habe damals viel zu spät gemerkt, dass ich schon laaaange nicht mehr lachen konnte). Ich glaube, jetzt haben meine Kinder eine ausgeglichene Mutter und einen ausgeglichenen Vater und eine (Fast-)Stiefmutter mit der sie gut klar kommen. Das ist allemal besser, als das was wir Ihnen als "Familie" noch hätten bieten können
 
G

Gast

  • #24
Ganz schön gemeine und diskriminierende Frage finde ich.

Ich bin nicht alleinerziehend, sondern Single-Mama, inzwischen geht es mir viel besser, als manch verheirateten Frauen, die eigentlich viel alleinerziehender sind als ich und dazu noch abhängig von dem Ehemann sind und nicht so viele Freiheiten haben, wie ich.

Also, ich fühle mich weder als Opfer noch unfähig. Ich gehe arbeiten, lebe in meiner Lieblingsstadt, in meinem Lieblings-Kiez, habe 2 Jobs, ein Pferd, dafür kein Auto, ein gesundes, kluges Kind, was sehr beliebt ist, gut auf dem Gym ist, ... also jetzt fehlt mir nur noch der passende Mann an meiner Seite und ich bin dann überglücklich.
 
U

Ulrike

  • #25
Lieber Fragesteller,

ich nehme mal, an du schaust in die EP-Profile. Dann ist das schon zu erwarten, dass hier viele alleinerziehend sind. Die anderen sind nämlich oft jünger, und/oder sind in ihrer Freizeit flexibler, besonders, was so die Abendgestaltung betrifft. Und für jung und kinderlos gibt es weit mehr Möglichkeiten auf Partnersuche zu gehen.

Opfer oder Unfähigkeit? Vielleicht gewollt? Vielleicht glücklich? Vielleicht verzweifelt?
Och, das ist individuell unterschiedlich. Frag doch einfach persönlich....
 
G

Gast

  • #26
Mich würde ein weiteres Statement des Fragestellers interessieren.
Ich danke #15 für das schöne "Lob", das hört man hier selten, vor allem von Männern.
Auch die Antwort von #23 gefällt mir. Ich selbst war auch Single-Mama, habe mich sicher nicht als Opfer noch als unfähig gesehen ... mittlerweile habe ich den passenden Mann an meiner Seite gefunden, bin tatsächlich überglücklich und glaube, dass die vielen FÄHIGkeiten, die alleinerzeihende automatisch erwerben müssen, um ihr(e) Kind(er) glücklich groß werden zu lassen und sich selbst dabei nicht zu vergessen, sich absolut positiv in einer Partnerschaft auswirken.
Und mit dem Begriff 'Opfer' habe ich nicht so große Probleme. Es gibt Täter und Opfer in einer Gesellschaft, und als Alleinerziehende/r muss man viel agieren, aber auch viel reagieren, gehört plötzlich einer Minderheit an und hat nicht so viele Ressourcen wie andere - das ist nun einmal so. Sie sind aber auch 'Täter' in dem Sinne, dass sie ihr bestes geben, um eines der wertvollsten Güter einer Gesellschaft fortbestehen zu lassen.
 
  • #27
Statement einer Alleinerziehenden:
Die Fragestellung wirkt auf mich sehr vorurteilhaft, aber auch denkanstößlich/interessant... es gibt wie in jeder 'Sparte' solche und solche... auch solche, die Veränderungen unterliegen ;-)

Ich zählt mich damals zu den 'Opfern' die vom Kindsvater ohne Angaben von Gründen verlassen worden sind... aber auch als Opfer meiner eigenen Naivität. Das WAR allerdings einmal --> ich gehöre zu den Menschen, die i.d.R. einen Fehler kein zweites Mal machen.

Unfähig hinsichtlich Beziehungsfähigkeit halte ich mich nicht wirklich... ich bin eigen bzw. sehr speziell, aber sicherlich nicht beziehungsunfähig.
 
G

Gast

  • #28
Ich möchte darauf hinweisen, dass es nichts mit UNFÄHIGKEIT zu tun hat alleinerziehend zu sein. Wenn man mit einem Partner ein Kind hat, der einfach nicht "der Richtige" ist, man das aber erst später merkt, man sich auseinanderlebt o.ä ist man dann eben alleinerziehend.
Viele wissen eben nicht worauf sie sich einlassen, bis dann ein Kind da ist- der Alltag ändert sich eben total- und damit auch die Partnerschaft.


Es gibt außerdem auch Frauen, die sich Kinder wünschen aber keinen Partner haben und dann eben alleine ein Kind bekommen. (Möglcihkeiten dazu gibt es in unserer modernen Ziet ja schon)
 
B

Berliner30

  • #29
Sie haben auf jeden Fall eine Mitschuld und sind somit niemals nur Opfer. Auch die Unfähigkeit beschränkt sich nur auf Teile eines Ganzen.
Ich glaube bzw. habe von vielen gehört, das oftmals banale Gründe (=vermeidbar) zur Trennung geführt haben, welche man hätte vorher erkennen können. Nun gut es soll ja Ausnahmen geben, aber warum will man gezielt nur danach suchen?
 
G

Gast

  • #30
zu #28

Ich finde es schlimm und verurteilend und es bringt auch nichts, davon zu schreiben, dass Sie, ja wer den eigentlich SIE?, die AE-Mama oder der Vater, eine Mitschuld haben, ihr Kind ohne den Kindes-Vater oder ohne einen anderen Mann an ihrer Seite, aufzuziehen.

Das was du von den besagten Anderen gehört hast, mag für dich ein banaler Grund sein, aber für die betroffene Person war es halt nicht so. Hälst du deine Wahrheit immer für dich Richtige ?Und manchmal haben banale Gründe enorme Auswirkungen auf die Zufriedenheit in einer Partnerschaft.

Recht gebe ich dir, dass Frau/Mann viele Gründe, die dann letztendlich zu einer Trennung führten vorher erkennen können, aber wir können das ganze Thema auch umschreiben in die Frage:

Warum hat meine Frau mich verlassen, ich habe doch alles für sie getan?

Da könnten wir als Frau diesen Mann dann auch fragen, warum er das nicht früher erkannt, dass dieses "Alles" tun falsch war und seine Frau dazu gebracht hat unglücklich zu werden und sich letztendlich zu trennen? Hätte der Mann das nicht früher merken können, war doch letztendlich banal und einfach das zu merken?

Verstehst du, m.E. bringt es nichts, sich hier immer wieder auf AE-Mamas oder AE-Väter zu stürzen und sie zu diffamieren.

Ich plädiere lieber darauf rechtzeitig, mit entsprechende Fortbildung schon die Jugendlich fit zu machen, auf was es in einer Parnterschaft wirklich ankommt, was man braucht, welche Eigenschaften und welche emotionale Reife man braucht, damit Frau/Mann gute Chancen haben, eine Beziehung dauerhaft halten zu können.

Wir als Eltern, egal ob Single-Mama oder nicht, müssen an uns arbeiten, unsere eigene Geschichte aufarbeiten und unsere Kinder vorleben, wie es richtig sein sollte.

Und selbst dann ist man nicht gefeit, dass die Beziehung hält. So ist das Leben halt.

Deine geschrieben Ausnahmen sollte man schon suchen, damit man bei dem ganzen Thema ein differenziereten Blick bekommt und aus seinem Schwarz-Weiß unreifen Denken heraus kommt.