• #1

Alkoholiker bzw Mann mit Alkoholproblem

Hallo!
Vielleicht kann mir jemand helfen ich selber kann es nicht mehr.
Mein Mann hat kein Maß beim Alkohol
Erst war es nur an den Wochenenden wenn wir unterwegs waren. Dann bin ich nicht mehr mit ihm weg da wurden aus den 1-2 Feierabendbieren 6-8 jeden Tag.
Darauf angesprochen war ich schuld weil es nicht sauber wäre bei uns und er Ärger hat mit meiner Tochter. Außerdem würde alles gar nicht stimmen! Als ich ihm sagte wenn er so weiter macht geh ich, hat er Zuhause nichts mehr getrunken dafür aber 2 Packungen Weinbrandpralinen gegessen und benutzte ein Mundwasser.
Er war dann 1-2 Mal im Monat alleine weg eigentlich zum Fußball. Hat aber diese Gelegenheit genutzt um sich zu betrinken.
Diese Phase haben wir auch hinter uns jetzt trinkt er gerade alkoholfreies Bier meistens jedenfalls.
Ich kann damit überhaupt nicht umgehen. Bei der Suchtberatung wurde mir gesagt so lange er seinen Job nicht vernachlässigt hätte er kein Alkoholproblem. Aber er hat uns vernachlässigt es gab kein liebes Wort keine Nähe (Sex wollte ich keinen!)
Es ist wieder besser er ist wieder der liebevolle nette aufmerksame Mann aber ich hab ein Problem damit.
Ich will ihm ja gar nicht das Feierabendbier verbieten (kann ich auch nicht) aber ich würde mir wünschen das es bei einem oder zwei bleibt. Und das kann er nicht dann sind es wieder 5- ...
Ich sehe überall Gespenster Ich hab das Gefühl ich muss das für mich aufarbeiten aber ich weiß nicht wie.
Er redet mit mir nicht darüber (ein Stück weit auch aus schlechtem Gewissen was ich ja versteh) aber es bringt mir nichts mit meiner Freundin darüber zu spekulieren.
Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht mehr ob ich zu empfindlich bin oder ob es ein echtes Problem ist. Ich mein bei den 5-6 täglich war das Problem klar aber jetzt ...
Kann mir jemand einen Tipp geben?
Ich bin für jeden Ratschlag dankbar
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
  • #2
Bei der Suchtberatung wurde mir gesagt so lange er seinen Job nicht vernachlässigt hätte er kein Alkoholproblem.
DAS hat man dir dort wirklich gesagt??? Nicht zu glauben; so ein Quatsch. Es ist einfach unrichtig. Wie kann man dir bei der Suchtberatung so einen Blödsinn erzählen?
Es gibt Al Anon. Das sind Selbsthilfegruppen für Angehörige von Alkoholkranken. Wende dich an diese Gruppen, finde eine in deiner Nähe über google.
Ich weiß nicht, ob dein Mann wirklich ein Alkoholproblem hat. Such dir Hilfe und finde es heraus.
 
  • #3
Guten Morgen liebe FS,

was ist das für eine Suchtberatung? Diese Behauptung stimmt definitiv nicht. Es gibt Alkoholiker, die ihren normalen Alltag aufrechterhalten können und ihre Sucht meisterhaft verbergen können..
Nicht die Menge ist entscheidend, sondern die Regelmäßigkeit und die Abhängigkeit auch von der kleinen Menge. Die vorgeschobenen Gründe bezüglich deiner Tochter und die unsaubere Wohnung sprechen dafür, dass er für sich dieses Problem nicht im Griff hat und sich dafür verantwortlich fühlt und ganz offensichtlich ein großes Problem hat.
Es wäre sinnvoll, wenn ihr beiden zu einer Beratungsstelle gehen würdet. Dafür ist aber auch ein Wollen deines Partners und die Erkenntnis, dass er ein Alkoholproblem hat, nötig. Wenn er diese Bereitschaft nicht zeigt und mitmachen will, sehe ich für dich nur den Weg einer Trennung. Du hast nicht nur dir gegenüber, sondern auch gegenüber deiner Tochter eine Verantwortung.
Viel viel Glück! @-->-->-
 
  • #4
Darauf angesprochen war ich schuld weil es nicht sauber wäre bei uns und er Ärger hat mit meiner Tochter. Außerdem würde alles gar nicht stimmen!
Alles mir bekannte und billige Ausreden, also nichts Neues!
Als ich ihm sagte wenn er so weiter macht geh ich
Er nimmt deine Ansage nicht ernst, auch bekannt!
Er war dann 1-2 Mal im Monat alleine weg eigentlich zum Fußball. Hat aber diese Gelegenheit genutzt um sich zu betrinken.
Das sehe ich so nicht, er ging um unkontrolliert an Alkohol zu kommen und benützte das Argument Fußball!
Es ist wieder besser er ist wieder der liebevolle nette aufmerksame Mann aber ich hab ein Problem damit.
Was willst du denn und warum hast du wieder ein Problem mit einem liebevollen und aufmerksamen Mann?
Er redet mit mir nicht darüber (ein Stück weit auch aus schlechtem Gewissen was ich ja versteh) aber es bringt mir nichts mit meiner Freundin darüber zu spekulieren.
Wenn du ihn verstehst, ist doch alles in Ordnung! Deine Freundin hat doch damit nichts zu tun und wird dir auch nicht helfen können!
Es gibt nur eines: Schick ihn zur Entwöhnungskur, wird er aber bestimmt nicht machen, weil er dich nicht für ernst nimmt, deine Ansagen kennt er genau und sind zu schwach. Gib ihm eine Frist, wenn er diese nicht einhält dann gehe aber wirklich, nicht nur sagen! Bei solchen Typen nützt reden NICHTS! Ich wäre schnell fertig, weil ich mache, was ich sage!
 
  • #5
Liebe FSin, werde Dir bitte klar darüber, dass Dein Mann erwachsen ist und genau weiß was er tut, was gut für ihn ist und ob er etwas dagegen unternehmen möchte. Alle Appelle bei einem Missbrauch führen zur Konfrontation und Du wirst hier schnell manipuliert als Grund und Anlass für den richtigen Einstieg in die Sucht.
Dein Mann trinkt, doch ihm sind die Auswirkungen und Gefahren bewusst und bekannt. Er kann nur handeln, nicht Du für ihn.
Bitte vermute und spekuliere hier nicht mit Freunden oder unterstelle ihm eine Sucht, wo bisher nur Missbrauch vorliegt.
Sprich bitte über Deine Ängste mit Deiner Hausärztin, behandel ihn erwachsen, lass ihn soweit in Ruhe und sprich mit ihm über deine Ängste und Sorgen um ihn, jedoch ohne Forderungen an ihn zu stellnen oder etwas von ihm zu verlangen. Gehe zu AL ANON für Angehörige allein und tausche Dich dort aus, damit Du nicht in eine Co-Abhängigkeit rutschst.
Und liebe TS beachte, niemand läßt sich zwingen oder etwas vorschreiben, Du kannst ihn nur bitten, in Deinem Beisein Rücksicht auf Dich und Deine Gefühle zu nehmen.
Und als kleine Zuversicht: Bei den meisten ist es eine Phase, sie trinken zeitlang viel zu viel Alkohol, missbrauchen ihn sogar und schränken sich dann plötzlich wieder ein oder hören auf.
Bitte behandele ihn erwachsen und vertraue darauf, dass er seine eigene Grenzen kennt und rede ruhig mit ihm über seine Probleme, warum er denkt, Alkohol dabei zu brauchen, lass Dir von ihm erzählen was ihn bedrückt.
 
  • #6
Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht mehr ob ich zu empfindlich bin oder ob es ein echtes Problem ist.

Wie soll der geneigte Leser dies nach dem reichlich "informationsarmen" Post beurteilen können?

Ich versuche mal das Chaos zu ordnen:
Dein Mann hat regelmäßig "6-8" (was, Gläser 0,2 oder 0,4 / Flaschen / Maß?) Bier getrunken.
Nach Eurer Auseinandersetzung 2 "Packungen" (wie groß?) Weinbrandpralinen (täglich?) gegessen und hat 2x im Monat ausser Haus getrunken.
Du, Er oder ihr beiden zusammen? wart bei der Suchtberatung (in welcher dieser Phasen und wie lange haben die überhaupt gedauert?) - dort konnte kein Problem erkannt werden?
Jetzt trinkt er "meistens" (was ist darunter zu verstehen?) alkoholfreies Bier.
Könntest Du die fehlenden Informationen noch nachreichen, um sich überhaupt ein objektives Bild machen zu können?
 
  • #7
Ich habe in meinem Bekanntenkreis so einige Leute, sie selbst Alkoholprobleme haben oder Partner mit Alkoholproblem (haben oder hatten), und zwar auf hohem Niveau, wo es aussieht, als wäre der Alkoholkonsum edel, also Wein oder Champagner zum Essen, Cognac danach usw. Aber in unglaublichen Mengen.

Ich kann Dir sagen, dass Du den Alkoholkonsum Deines Partners nicht ernsthaft reglementieren kannst. Wenn Du das tust, wird er entweder heimlich trinken oder Dich verlassen. Alkohol ist eine Sucht. Eine Bekannte hat ihren Mann auf diese Art und Weise verloren. Er ist ihr mit jemandem anders durchgebrannt, um weitersaufen zu können, nachdem sie in sein Alkohlverhalten eingegriffen hat.

Leute mit Suchtproblem haben nur dann eine Chance, wenn sie Selbsteinsicht haben und das Problem selbst in die Hand nehmen.

Überleg Dir gut, was Du willst, wie schlimm das Problem ist, und ob Du damit leben kannst oder nicht. Wenn nicht, wird Dir nichts anderes übrig bleiben, als zu gehen, um zu verhindern, dass er Dich in den Strudel mit reinzieht. Am Ende bist Du diejenige, die seinen Alkoholkonsum Dritten gegenüber vertuscht usw. Du solltest Dich auch in Therapie begeben, um mit dem Problem fertig zu werden.
 
  • #8
Mein Dad ist ein Stress-Trinker, wenn es bei dem in der Arbeit richtig rund geht, dann fließt das Bier auch wieder in Massen. Mein Dad trinkt wenn eigentlich immer, wenn es Probleme gibt. Sein Vater war Alkoholiker und ich auch wenn man denkt, dass das Abschreckung genug sein müsste, wenn man so jemanden in der eigenen Familie hat ... ist es das aber nicht, das sind wohl die gleichen Verhaltensmuster.
Für meine Mama sind diese Phasen immer besonders schlimm und irgendwann kann man auch einfach kein Verständnis mehr aufbringen.
Ich habe ihn mal gefragt, wie es sein kann, dass ein wie ich finde intelligenter Mann es nötig hat jeden Tag Alkohol zu konsumieren. Jeder hat doch mal Stress im Job, aber anscheinend hat eben auch jeder seine Art damit umzugehen ... Ich mache halt Sport !

Ich habe bei uns die Erfahrung gemacht, dass man entweder damit leben oder gehen muss. Du wirst ihn nicht ändern, er sieht seine Trinkerei nicht als Problem. Das ist das Problem ... Du kannst keinem helfen, der nicht sieht, dass er ein Problem hat. Deshalb bringt auch die Suchthilfe nichts!

Ich würde mal in Ruhe mit ihm reden und ihm sagen, wie es in dir aussieht und was seine Trinkerei in dir auslöst. Frag ihn nach dem Grund für die Trinkerei und frag ihn auch, ob man das nicht anders lösen kann.

Wenn alles nichts hilft, hast du zwei Möglichkeiten ... Weiter machen wie bisher und es hinnehmen oder gehen.
 
  • #9
Liebe Fragestellerin,
das Reden / spekulieren mit einer Freundin bringt Dir das gleiche wie das Reden mit dem Forum: Entlastung . Du darfst aber dabei nicht stehenbleiben. Weder die Freundin noch wir können dir eine fachlich kompetente Beratung für deine eigenen Lebensentscheidungen bieten.
Das mit der Suchtberatung ist zum k........ Entschuldigung -es gibt viele Alkoholiker die funktionieren. Und die Berater hätten dir zumindest die Anschrift der nächsten Al-Anon-Gruppe geben müssen. Klar können sie mit einem Menschen der nicht zur Beratung kommt keine Beratung machen. Aber - auch wenn der Alkoholiker so trinkt, dass er seinen Job verliert - dann können sie nichts machen. Sorry - die Beratungsstellen können ihn nicht zur Entwöhnungskur einweisen, sie können ihn auch nicht vom Alkohol wegbringen wenn er das nicht selber will.

Du hast ein richtiges Gefühl, und ich glaube dein Eheman ver....
dich oder manipuliert dich und hat gelernt heimlich zu trinken und zeigt dir mit den alkoholfreien Getränken unter deinen Augen wie sehr er sich 2gebessert" hat. Glaub das nicht. Es ist dein Leben - hol dir Informationen, hol dir Bücher, schreib im Forum - aber handle. Handle für dich.
 
  • #10
Jeder Mensch ist einzig und allein für sich Verantwortlich. Es sei denn es handelt sich um ein Kind. Wenn die Situation für dich so nicht zu ertragen ist und du Konsequenzen androhst (Trennung) dann musst du diese auch durchziehen. Andernfalls ändert sich nichts - bzw. du wirst in deinem Handeln unglaubwürdig.
Alkoholkranke leben und existieren nur noch für die Sucht. Frau und Kind sind dann nur noch Mittel zum Zweck.
Suche dir bitte Hilfe. Deinen Mann musst du loslassen - denn sonst verfängst du dich in dem Strudel der Co - Abhängigkeit.

LG (Vater Alkoholkrank, Ex - Partner ebenfalls)
 
  • #11
Die dritte Anfrage von dir zur gleichen Problematik, entweder Alkohol oder andere Konflikte in der Familie. Ist das Beschäftigungstherapie für Foristen, oder hat dir bis jetzt noch kein Rat gefallen?
 
  • #12
Kann hier außer Dr. House eigentlich noch jemand sinnerfassend lesen, bitte? Ich fasse zusammen: Der Mann trinkt mittlerweile zumeist alkoholfreies Bier, wo hat er ein Alkoholproblem? Davor hat er zuviel getrunken, aber damit aufgehört, ist noch alle 2 - 4 Wochen mal mit Freunden ausgegangen und kam beschickert heim. FS, was genau ist dein aktuelles Problem? Hast du Angst, dass er rückfällig wird? Willst du ihn dazu bringen, nachträglich zuzugeben, dass er ein Alkoholiker war oder zumindest ein problematisches Trinkverhalten an den Tag gelegt hat, damit du recht behalten hast? Oder macht dich sein Bierkonsum fertig, selbst wenn es sich um alkoholfreies handelt? Oder geht es um eure Ehe per se?
 
G

grünewelle

Gast
  • #13
Ich verstehe das Problem wie Dr. House auch nicht so ganz.
6-8 große oder kleine Bier? 2 Packungen Weinbrandpralinen mit wieviel Alkoholinhalt? 2x im Monat ausser Haus getrunken? Jetzt trinkt er alkoholfreies Bier. Früher war das Problem klar, jetzt trinkt er ja nicht mehr.
Wo ist denn das Problem? Ich verstehe es nicht so ganz. Natürlich rufen hier dann alle , der Mann ist Alkoholiker usw. Ich persönlich würde es nicht als Sucht ansehen sondern eher im Bereich Mißbrauch ansiedeln. Alkohol mißbraucht man, um sich von einem schlechten seelischen Zustand in einen anderen, besseren zu versetzen, Ziel ist fast ausschließlich Besserung der Gefühlswelt.
Unter Umständen verdeckt sein (angebliches) Alkoholproblem andere Dinge in eurer Ehe. Da beißt man sich an diesem Problem fest und hält es für die Ursache, andere Dinge fallen dann hübsch unter den Tisch.
Aber er hat uns vernachlässigt es gab kein liebes Wort keine Nähe (Sex wollte ich keinen!)
Womöglich ein Kreislauf,Du wolltest keinen Sex mehr, er zieht sich zurück . Der Rückzug wird interpretiert als Vernachlässigung. Und, und, und....
Darauf angesprochen war ich schuld weil es nicht sauber wäre bei uns und er Ärger hat mit meiner Tochter.
Das klingt erstmal nach Ablenkung vom Problem Alkohol und von sich, die Schuld wird auf andere gelenkt. Was aber, wenn er das so sieht und es tatsächlich stimmt. Dann fühlt er sich u.U. zu Hause nicht wohl. Es ist Deine Tochter , seine aber nicht?
Vielleicht hast Du mit Deinem Gefühl Recht, irgendwas aufarbeiten zu müssen. Nur kann es auch ganz andere Dinge zum Vorschein bringen als erstmal vermutet.
Nur mal so in eine andere Richtung gedacht....
W
 
G

Ga_ui

Gast
  • #14
Setzen wir doch an der Ursache an: "bei uns ist es nicht sauber". Was auch immer er damit meint. Irgendwas läuft in eurer Beziehung nicht normal, das deinen Mann belastet. Männer trinken sehr häufig aus Frust, weil es in der Beziehung nicht gut läuft, und weil sie nie gelernt haben, über ihre Gefühle zu sprechen, manchmal, weil man auch weiß, dass es kein Gehör und Ausweg aus der Situation gibt.

Verbieten? Nein, kannst du nicht, weder 1-2 Bier, noch 6,8,10... Das kann man auch nicht mehr abstellen, weil der Körper daran gewöhnt ist und man weitertrinken muss, um in die Gänge zu kommen.

Sei froh, dass es beim Bier bleibt, das ja im Vergleich zu Schnaps sehr wenig Alkohol enthält.
Schlimme Alkoholiker trinken dann Wodka, weil es geruchlos ist und man den Konsum nicht merkt.

Ich sehe keinen Ausweg, das wird immer so weiter gehen. Weil ihm irgendwas an dir stört, das du machst/nicht machst.
Kein Sex ist ein weiterer Frustfaktor, wo wahrscheinlich jeder gesunde nicht-trinkende Mann die ganze Wohnung zusammenschlagen würde irgendwann. Passiv-aggressive Männer richten die Aggression dann eher mittels Alkohol gegen sich.
 
  • #15
Viel trinken heißt nicht gleich Alkoholiker. Einen Alkoholiker kann man erkennen an:

Er kann keinen Alk stehenlassen, er bekommt KONTROLLVERLUST, wenn er angefangen hat zu trinken. Ist noch mehr Bier im Haus als die 6 Flaschen und er hört trotzdem auf, ist das ein positives Zeichen;

Alkoholiker können nirgends wohnen, wo es eine Hausbar gibt oder Alk herumsteht;

Alkoholiker mit regelmäßigem Job stürzen meist am Wochenende und im Urlaub völlig ab; (bedeutet: Suff bis fast ins Koma, ins Bett machen usw.)

Alkoholiker können einen Führerschein haben (sie fahren dann nie unter Alk), einen gehobenen Job haben und angesehen sein. Sie können aber NICHT ANFANGEN ZU TRINKEN UND DANN WIEDER AUFHÖREN. Deshalb trinken sie nicht auf Weihnachtsfeiern u.ä. mit der Erklärung, sie müßten noch fahren.

Einen Alkoholiker kann man daran erkennen, dass er gar nichts trinkt auf Feiern usw., denn er kennt seinen KONTROLLVERLUST.

Das hört sich bei deinem Mann nicht so an, der scheint "nur" viel zu trinken und das ist etwas anderes.
 
S

Schnuppsel

Gast
  • #16
Liebe alexis,
ich glaube, dass ich sagen kann, dass ich sehr viel über Alkoholabhängigkeit weiß.
Dein Mann ist Alkoholiker. Er kämpft dagegen an, indem er jetzt alkoholfreies Bier trinkt. Vielleicht trinkt er auch heimlich weiter - was ich leider vermute. Es hat keinen Sinn, ihn zu kontrollieren, denn Alkoholiker sind gute Schauspieler: Sie verstecken Alkohol in Lautsprecherboxen, Toilettenkästen, füllen Wodkaflaschen mit Wasser auf usw.
Ihr braucht beide professionelle Hilfe: Er benötigt die Hilfe, da es fast unmöglich ist, sich allein aus einer Sucht zu befreien.
Du benötigst Hilfe, weil du dich als Ehefrau eines Süchtigen in einer sehr gefährlichen Situation befindest. Die Gefahr, dass du ebenfalls abhängig oder depressiv wirst, ist enorm hoch.
Bitte wende dich an eine andere Suchtberatungsstelle, suche dir einen guten Psychiater, der dich stützt oder nutze die bereits genannten Stellen. Im Notfall wende dich an die Krisendienste oder den Sozialpsychiatrischen Dienst.
Wenn dein Mann seine Erkrankung erkennt, besteht die Hoffnung, dass er sie in den Griff bekommt. Es kann aber auch sein, dass er es nicht schafft.
Nimm es dir bitte nicht zu Herzen, wenn er dir die Schuld an seinem Trinken gibt. Das ist eine typische Alkoholiker-Handlung. Sollte er dich oder euer Kind beschimpfen, ärgere dich nicht: Da spricht nicht er sondern die Krankheit. Dein Mann ist ein sehr kranker Mensch, aber du kannst ihn nicht therapieren, sondern er muss Hilfe von außen annehmen.
Falls es schlimmer werden sollte, rette dich und dein Kind und trenne dich ggf. räumlich.
Ich wünsche dir alles, alles Gute!
 
  • #17
Setzen wir doch an der Ursache an: "bei uns ist es nicht sauber". Was auch immer er damit meint. Irgendwas läuft in eurer Beziehung nicht normal, das deinen Mann belastet.
Sorry, aber die Beziehung ist sicher NICHT die "Ursache". Die Ursache ist, dass der Mann nicht mit seinem Alltag klar kommt und das nur mit Alkohol lösen kann. ER muss was dazu lernen, bevor man über Sauberkeit etc. diskutiert.
 
S

Schnuppsel

Gast
  • #18
Liebe Foristen,
ich finde es gefährlich, wenn hier die FS als Auslöser für das Trinken ihres Mannes hingestellt wird. Selbst wenn die FS die schlechtestes, schlampigste und frigideste Ehefrau aller Zeiten wäre (was ich nicht glaube), so wäre das kein Grund um zu saufen. Wer in Krisen zu Suchtmitteln greift, ist süchtig! Menschen müssen schwerere Schicksalschläge hinnehmen als eine unsaubere Wohnung. Wer da schon säuft, den möchte ich bei Jobverlust, Krankheit oder Todesfällen in der Familie nicht erleben.Der Alkohol als Problemlöser ist der direkte Weg in die Sucht.
Die FS trifft keine Schuld, wenn ihr Mann mit Problemen nicht umgehen kann und dann säuft.
Wenn man den aktuellen Suchtbericht liest, muss man davon ausgehen, dass auch einige Foristen dem Alkohol nicht abgeneigt sind und daher die Bierfahne hochhalten.
Angesichts der schwierigen Situation, in der sich die FS befindet, ist das sehr verantwortungslos.
Ich habe schon einige Menschen am Alkohol sterben gesehen und die haben auch mit einigen Bier angefangen.
 
  • #19
Wenn er sich 1-2 im Monat beim Fussball einen über den Durst trinkt lass ihn das doch, wo ist das Problem? Männer brauchen auch mal Spaß, vielleicht bekommt er den zuhause nicht?! Vielmehr würde ich an deiner Stelle seine Sorgen ernst nehmen und mal ordentlich putzen. Wenn er dann immer noch so drauf ist, stell ihn zur Rede.
 
  • #20
Liebe Foristen,
ich finde es gefährlich, wenn hier die FS als Auslöser für das Trinken ihres Mannes hingestellt wird. Selbst wenn die FS die sumgehen
............

...ich schließe mich der FS an und finde es ziemlich fahrlässig, wie das hier teilweise bagatellisiert wird. Sicher wird dieses Menschenkind einige Probleme mehr haben, als eine unsaubere Wohnung, dennoch ist es Fakt, dass er Probleme wegtrinken muß und nicht fähig ist, sie auf normalem Wege zu lösen. Dabei spielt die Menge überhaupt keine Rolle, sondern die Abhängigkeit schon kleinster Mengen, ist eine Alkoholsucht.
 
G

grünewelle

Gast
  • #22
Nimm es dir bitte nicht zu Herzen, wenn er dir die Schuld an seinem Trinken gibt. Das ist eine typische Alkoholiker-Handlung.
Woher wissen wir, ob er nur nicht versucht hat, mit seiner Partnerin über seine Gedanken und Gefühle zu sprechen? Ein Abtun seiner Problematik als Alkoholiker-Handlung halte ich für sehr einfach gestrickt. Man kann sich schon die Mühe machen, auch mal hinter die Fassade eines Menschen zu sehen.
Es geht nicht um Schuld, natürlich trinkt er (hat er getrunken), ich selber kann aber noch keinen Alkoholismus erkennen und ich arbeite mit Suchtkranken. DAS sieht anders aus. Ganz anders.
Aber wie gesagt, man zeigt auf ihn mit dem Zeigefinger, weil er ja derjenige ist, der offensichtlich ein Problem nach außen sichtbar transportiert. Die Wahrheit ist aber häufig, dass unter diesem sichtbaren Problem andere Probleme stecken. Es nützt nicht viel, ihm zu sagen, ja aber...Du trinkst doch,dann bist Du das Problem. Das ist nur die halbe Wahrheit. Das Gesamtproblem muß angegangen werden. Ich finde das übrigens typisch ...hm... deutsch? Der Trinker ist das Problem, wir doch nicht, der trinkt doch. Über die Gründe müssen wir ja nicht reden. Der ist eben willensschwach. *Ironie*
Die FS trifft keine Schuld, wenn ihr Mann mit Problemen nicht umgehen kann und dann säuft.
Nein, daran trifft sie keine Schuld. Aber aus der Verantwortung, sich den Problemen in der Beziehung zu stellen, kann sich keiner entziehen.
W
 
  • #23
Ich finde das übrigens typisch ...hm... deutsch? Der Trinker ist das Problem, wir doch nicht, der trinkt doch. Über die Gründe müssen wir ja nicht reden. Der ist eben willensschwach. *Ironie*

.....in Deutschland ist es normal zu trinken und den Konsum runterzuspielen.
Menschen sind willensschwach, wenn sie Probleme mit Alkohol auflösen müssen. Grundsätzlich finde ich einen Menschen schon recht schwach, wenn er trinkt, um locker zu werden. Der Werdegang zur Alkoholabhängigkeit geht über Jahre hinweg, die Anzeichen dieser Gefahr sind allemal gegeben und können nicht negiert und runtergespielt werden. Je früher das Problem erkannt wird, je größer die Chance, zu gesunden.
Anhand eines Beitrages im Forum, wo jede Menge Informationen fehlen, ist es kaum möglich, hinter die Fassade eines Menschen zu sehen. Aber das, was die FS mitgeteilt hat, ist für mich ein Alarmzeichen. Menschen mit Alkoholproblemen lassen nicht hinter ihre Fassade schauen. In die Untiefen vorzudringen, ist Aufgabe eines guten Therapeuten. Mehr als den Ratschlag, eine vernünftige Beratungsstelle gemeinsam aufzusuchen, kann man ohnehin nicht geben. Es spricht zumindest für die FS, diese Beobachtungen infrage zustellen und das zu Recht.
 
E

Elissa

Gast
  • #24
Ich meine auch, dass der Mann der Fs ein schweres Alkoholpoblem hat. Wenn es ihm zu Hause nicht sauber genug ist, dann soll er den Putzlappen schwingen anstatt zu saufen. Damit würde er das (angebliche) Problem effektiv bekämpfen. Wenn die FS eine solch miserable Hausfrau ist, dass sie die gemeinsame Wohnung total verdrecken lässt, dann sollte er eine Putzfrau einstellen oder sich trennen anstatt zu saufen.
Dass die FS keinen Sex will, wenn ihr Mann besofffen ist, kann ich hingegen gut verstehen. Wenn sie überhaupt keinen Sex mit ihrem Mann will, ist auch das kein Grund zu trinken. Dann sollte der Ehemann das Problem ansprechen und falls das nichts bringt sich eben trennen.
 
F

Fiona72

Gast
  • #25
Diese Phase haben wir auch hinter uns jetzt trinkt er gerade alkoholfreies Bier meistens jedenfalls.

Und bist Du dir da sicher, dass es auch alkoholfreies Bier ist?
Nur weil auf der Flasche dies steht, muss nicht der Inhalt auch alkoholfrei sein. Ich weiß von einem Fall, wo der Mann seine Flasche Wasser mit Wodka aufgefüllt hat.

Bei der Suchtberatung wurde mir gesagt so lange er seinen Job nicht vernachlässigt hätte er kein Alkoholproblem.

Das sind halt solche Suchtberater, die ihren Job nur aus der Theorie kennen. Dort sollte man lieber ehemalige Abhänge auch hinzuziehen. Die kennen das Problem nicht nur von der Theorie. Ich kenne da so einen Fall in Wien, wo bei der Drogenberatung, ein ehemaliger Junkie arbeitet und den Abhängigen viel mehr helfen kann und er auch viel mehr geschätzt wird von den Abhängigen, da er ja dies alles selber hinter sich hat und nicht nur aus den Büchern.

Ob man Alkoholiker ist oder nicht, da sind sich ja noch nicht einmal die Mediziner einig. Der Eine meint, dass ein 1 Glas pro Tag kein Indiz darauf ist und ein anderer stuft schon 1 Glas pro Tag als Alkoholiker ein.

Liebe FS,
dein Mann soll einfach versuchen nur 5 Tage ohne Alkohol auszukommen. Wenn er das nicht schafft, dann ist er für mich schon sehr stark Alkohol gefährdet.
 
  • #27
Also es war nicht so das ich grundsätzlich keinen Sex mehr wollte.
Ich wollte eben nur dann nicht wenn er betrunken war. Weil das dann eine sehr lieblose "mechanische" Angelegenheit war!
Und ja wir haben grad Probleme deshalb hatte ich schon öfters geschrieben. Weil ich nicht weiss ob der Alkohol das Problem ist oder durch den Alkohol die Probleme nur verstärkt werden.
Mich stört nicht wenn er ab und zu mal was trinkt mich stört das er nicht aufhören kann so lang noch was da ist bzw wie er noch eine Flasche Bier halten kann.
Dabei meinte ich übrigens 0, 5 liter.
Und was das Putzen betrifft. Vom Boden kann man bei uns nicht essen, müssen wir auch nicht wir haben ja Teller!
Aber ich geb mein bestes (wir sind am umbauen) mit Kind zwei Hunden und einem Mann
neben meinem Job.
Es hat mich getroffren die Aussage aber ich würde den Lappen schwingen wenn es mich stört. Mit der Flasche wird es nicht besser ich seh nur weniger!
 
  • #28
Bist du Privattherapeutin spezialisiert für den Mann? Und er sagt die Wahrheit, warum er trinkt, muss grad laut lachen. Sucht ist eine Krankheit, die keiner zugibt, so lange er diese Krankheit hat!

Sucht ist eine psychische Erkrankung/Krankheit. Wer säuft ist also psychisch krank. Das muss mal so klar gesagt werden. Auch ein trockener Alkoholiker ist weiterhin psychisch krank. Mit zunehmenden Alter können die Spätfolgen sehr schlimm werden. Habe das gerade mit meinem Ex-Chef hinter mir. Das Arbeiten war die Hölle.

w
 
  • #29
Menschen sind willensschwach, wenn sie Probleme mit Alkohol auflösen müssen. Grundsätzlich finde ich einen Menschen schon recht schwach, wenn er trinkt, um locker zu werden.

Vorsicht, mit solchen Verallgemeinerungen. Ich trinke gerne, wenn es richtig heiß ist, mal abends ein Bierchen in der Woche. Im Winter eher einen guten Rotwein. Ansonsten bin ich eine willenstarke Frau, Alkohol entspannt mich aber tatsächlich, es macht mich tatsächlich lockerer. Aber mein Körper, mein Wille, reagiert dann schnell, wenn es zuviel werden sollte.

So ein Quatsch, zu behaupten, dass ein Mensch recht schwach ist, dann müssten ja die Franzosen als Weingeniesser, die Winzer ein schwaches Volk sein ,-).

w
 
  • #30
zu Post #25
Liebe Fiona72, was Du schreibst ist vollkommen richtig.

Doch den Ehemann dahin gehend zu kontrollieren, welches Getränk (Wodka, Wasser, Bier) in der Bierflasche ist als auch von ihm zu verlangen, das er der FSin beweisen soll, 5 Tage nichts zu trinken...ist voll Co-Abhängigkeit.
 
Top