• #1

Akademikerin, 34, Hausfrau, Kinder – das hatte ich mir anders vorgestellt – und jetzt?

Muss man sich an seine „neuen“ Aufgaben als Hausfrau und Mutter erst gewöhnen? Leider kann ich dieser Art der Beschäftigung (Hausfrau, Kinder-Umsorgen) als alleinige Erfüllung meines Alltags nichts abgewinnen. Kann das jemand nachvollziehen? Die Leere hat leider auch das 2. Kind nicht füllen können…Soll ich noch weiter abwarten?
 
G

Gast

  • #2
Nein, Du wirst Dich ohne Anregungen halb zu Tode langweilen.

Mir ging es vor x-Jahren ähnlich, eine reguläre Arbeit war nicht möglich, da eines meiner Kinder ständig krank war.

Ich habe mich dann aus Verzweiflung politisch engagiert und eine flexible, freiberufliche Tätigkeit begonnen. Da ging es mir viel besser- nur Haushalt und Kinder hätte mich in den Wahnsinn getrieben.

Du musst Dir unbedingt eine Tätigkeit suchen- und wenn Du mal einen Blick in das neue Scheidungsrecht wirfst, wird Dir klar werden, dass das keinesfalls nur ein Luxus ist. Meine Kinder und ich leben inzwischen voll von meiner locker begonnenen Tätigkeit, ohne dieses Einkommen würde es finster aussehen bei uns.
 
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Gast

  • #3
war doch klar, dass das nicht ausfüllt. Und woher nahmst du die Annahme, dass es mit dem 2. Kind besser wird? Nur weil tausende von Frauen ihr Dasein so fristen? Jetzt weißt du, warum alle meinen, sie müssten ihre Kinder zu allen Aktivitäten fahren und einen auf busy Mama machen - weil sie sonst keine Daseinsberechtigung als Nur-Mama mit Kaffeeklatsch und Dummgebabbel hätten. Schau, dass du Arbeit findest, die dich ausfüllt und befriedigt. Die Kinder bekommst du auch so groß.
 
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Gast

  • #4
nichts wird die leere Füllen. Kinder alleine sind etwas was viele Frauen nicht ausfüllt. Arbeiten gehen ist das Einzige was hilft. Zumindest für ein paar Stunden
 
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Gast

  • #5
Wieso arbeitest du nicht wieder?
 
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Gast

  • #6
Wusstest Du vorher nicht, was auf Dich zukommt? Bist Du Alleinerziehend oder hast Du einen Partner? Finde Deine Fragestellung zu ungenau...

w39
 
G

Gast

  • #7
Ich wüde mal behaupten, du lebst in den alten Bundesländern?
Weshalb eigentlich mußt du Hausfrau sein und nur Kinder erziehen? Geht es denn gar nicht, mit dem weiterarbeiten?
Abwarten wäre das schlechteste, was du tun kannst, geh wieder arbeiten und laß dir um Himmels Willen von niemandem einreden, daß du jetzt ne schlechte Mutter bist, die ihre Kinder nicht liebt, das macht die liebe Umwelt nur zu gern! Wir Frauen sind schließlich keine Muttertiere, sondern vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft und sollten stolz darauf sein, was wir alles können und vor allem schaffen können.
Anstrengend ist es manchmal schon, gar keine Frage, aber, wie ich finde, alles besser, als zu Hause zwischen vollgekackten Windeln zu verblöden.
 
  • #8
Du bist eine Frau mit einer guten Ausbildung. Daher ein paar Gegenfragen:

- Mit welchem Ziel hast du studiert?
- Wenn du - was ich annehme - eine erfüllende berufliche Tätigkeit im Sinn hattest: was hat dich von diesem Ziel abgebracht?
- Wenn du jetzt dein eigentliches früheres Ziel mit deiner jetzigen Tätigkeit vergleichst: Was ist dir wichtiger, und zwar nicht nur jetzt, sondern in 2 / 5 / 10 Jahren?

Da Frauen heutzutage nicht mehr gezwungen werden, ihren Beruf zugunsten einer unbezahlten Hausfrauen- und Mutterrolle aufzugeben, hast du dich vor einigen Jahren entschieden, diesen Weg zu gehen, und du hattest deine Gründe. Das Gute ist, dass du dich jeden Tag neu entscheiden kannst. Wenn deine damaligen Gründe für deine Berufsaufgabe nicht mehr zählen, fang morgen an, dir eine Arbeit zu suchen, die dich ausfüllt. Deine Kinder werden auch mit Tagesmutter/Krippe/Kiga gut zurechtkommen.

Ich bin übrigens auch Mutter und voll berufstätig.
 
G

Gast

  • #9
Warte nicht ab. Du bist geistig als Mutter nicht gefordert. Du musst etwas ändern. Werde Schriftstellerin, mache dich selbständig, suche dir eine Teilzeitarbeit oder ein anspruchsvolles Hobby. Spätestens wenn deine Kinder ausser Haus sind, fällst du in ein Loch.

@FS Was hast du denn studiert?
 
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Gast

  • #10
Also ich bin auch Mutter von zwei Kindern und Hausfrau und mich füllt dieses Leben voll aus. Wenn mein Schatzi nach Hause kommt und mich lobt wie toll ich alles organisiere, dann ist das die Bestätigung die andere aus dem "normalen" Arbeitsalltag....Das Leben dreht sich halt nur noch um die Kinder und auch wenn man sich eine Abhängigkeitsrolle vom Mann begibt, so ist es doch das Wesen der Frau, sich in dieser Rolle einzufügen...man darf natürlich auch anderer Meinung sein.
Liebe Grüße

[Mod.= Signaturen sind nicht gestattet - ggf. registrieren Sie sich! - Wir wiederholen das ja immer wieder sehr gerne...]
 
  • #11
Nein, Du bist völlig normal. Es ist doch klar, daß eine Frau, die durch ihr Studium bewiesen hat, daß sie an mehr Dingen im Leben Interesse hat als Putzen, Kochen und Einkaufen. Ich kann diesen Zwang zur Nur-Hausfrau sowieso nicht verstehen, es sei denn man hat eine Großfamilie, wo die Kinder im Abstand von 1-2 Jahren kommen.

Ich persönlich würde nach spätestens drei Wochen komplett verrückt werden. Ich bekenne mich dazu, daß ich eine fordernde Aufgabe, Anerkennung und Herausforderung brauche. Das muß ja nicht zwingend eine Vollzeitstelle sein - erfahrungsgemäß schafft man Kinder und Beruf auch mit einer Halb- oder Dreiviertel-Stelle gut.

Wie alt sind denn Deine Kinder? Wenn sie mehr als 1 Jahr alt sind, kannst Du sie ohne Zögern bis mittag im Kindergarten anmelden, wenn sie größer sind, auch bis drei oder vier. Ich habe Teilzeit gearbeitet bis mein Sohn zwei war, danach fast Vollzeit. Suche Dir häusliche Unterstützung (Putzfee), damit Du entlastet wirst und versuche, wieder ein Bein in Deinen Beruf reinzukriegen. Du wirst zwar sicher oft müde und ausgelaugt sein - aber ausgeglichen und zufrieden! Es ist in Deinem Sinne und Deine Kinder lernen von anderen Kindern am schnellsten!
 
  • #12
@9: Moment mal, es sei das "Wesen der Frau, sich in dieser (Abhängigkeits)Rolle vom Mann einzufügen?" Aber hallo! Du meinst das doch hoffentlich ironisch!
An Abhängigkeit von einem Mann kann ich nichts, aber auch wirklich gar nichts positives finden. Du bist immer zum Bittsteller in der zweiten Reihe verdammt, darfst die unspannenden, unbezahlten, nervenaufreibenden Dinge erledigen und der Herr darf sich beruflich selbstverwirklichen! Das ist doch wirklich nicht Dein Ernst!

Ich krieg das alles organisiert auch ohne Dauer-Hausfrau zu sein. Mal ehrlich, mir würde sehr schnell die Decke auf den Kopf fallen. Was ist, wenn sich Dein Schatzi ein anderes "Schatzi" sucht? Dann hast Du die A...karte und darfst dich nach jahrelanger Auszeit mit wenig Berufserfahrung und zwei Kindern mit Betreuungsbedarf auf dem Arbeitsmarkt neu orientieren. Du weißt sicher, daß Deine Chancen dann sehr schlecht sind.

(kopfschüttel)
 
G

Gast

  • #13
Ich glaube, zu diesem Thema gibt es keine Einigung, da die Frauen einfach zu verschieden sind - manche füllt das Muttersein aus, manche nicht, für seine Einstellung darf niemand verurteilt werden - und es könnte ja vorkommen dass der Schatzi sich trotz berufstätigen Schatzis nach einem neuen Schatzi Ausschau hält, das ist kein plausibler Grund, 11
 
G

Gast

  • #14
@12: aber wenn Schatzi die Frau entsorgt, dann hat sie wenigstens den Anschluss ans Berufsleben nicht verloren. Eine Garantie für eine ewige Beziehung gibt es nicht, das ist uns allen, die wir hier mitlesen, ja klar.
Und die FS schreibt ja, dass sie unzufrieden ist. So kann sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Sich beschäftigen, und den Anschluss nicht verlieren.
 
G

Gast

  • #15
Nochnmal die 12: Ich kenne selbst berufstätige Mütter mit kleinen Kindern, die völlig überfordert und gestresst sind und "Nur-Hausfrauen" die total relaxt sind mit ihren Kindern. Wenn sehr kleine Kinder da sind, dann ist es fast nicht möglich, Vollzeit einer Berufstätigkeit nachzugehen - ein paar Stunden ok, aber nicht mehr, ich denke, der Balance-Akt zwischen Mutter und Berufstätigkeit ist schwer hinzubekommen zumal die Voraussetzungen in Deutschland nicht gerade ideal sind.

w
 
  • #16
#12: Ich habe Respekt vor Frauen, die ihre Erfüllung im Kinderkriegen und -aufziehen finden. Ich kann bloß lediglich nicht verstehen, wozu sie (wenn sie das mit 20 wissen), dann noch auf Kosten von Vater Staat studieren bevor sie ihre fünf Kinder kriegen. Da täte eine gute Hauswirtschaftsschule doch besser.

Ob jemand gestresst oder relaxt ist hängt von der Person, ihren Lebensumständen, Lebenspartner, Berufsumfeld und innerer Einstellung ab. Oft ist es hilfreich, Aufgaben auch mal zu delegieren.Bei manchen Fragestellungen und Problemen bin ich echt froh, im Osten Deutschlands zu leben, wo die Rahmenbedingungen für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gegeben sind.
 
G

Gast

  • #17
Ich kann manche der Wortbeiträge nicht nachvollziehen. Der FS möchte ich sagen, dass du aus meiner Sicht nicht mehr abwarten solltest, ob diese Leere von allein verschwindet. Du hast damals mit einem Ziel studiert und hast durch deine Kinder dein Ziel etwas aus den Augen verloren. Versuche nun, dieses Ziel wieder vor deine Augen zu führen und dann pack es an. Deine Kinder werden auch in einer Kita gut betreut und Kinder brauchen Kinder in ihrer Umgebung. Ich finde es nicht richtig, wenn Kinder erstmals mit der Einschulung mit Gleichaltrigen konfrontiert werden und sie dann erst lernen müssen, sich gegenüber Gleichaltrigen zu behaupten. Also, such dir eine Kinderbetreuung und dann orientiere dich wieder in deinen Job. Dann geht diese Leere auch langsam verloren.
Im übrigen kann man sich ganz gut an unseren Nachbarländern orienteiren. In Frankreich bspw. ist es völlig normal, dass Frauen, gerade Akademikerinnen, ihre Kinder fremdbetreuen lassen und arbeiten gehen. Und die Zahl der verhaltensgestörten Kinder ist in Frankreich nicht höher als hier. Auch der Begriff "Rabenmutter" ist ein rein deutscher Begriff.
Aus meiner Sicht musst du zur Änderung deiner Situation aktiv werden, diesen Tipp erhälst du von einer Mutter, die vom Hörsaal in den Kreisssaal ging und dann wahrscheinlich den jüngsten Studenten Deutschlands (4 Wochen alt) mit in die Uni in die Vorlesungen geschleppt hat, weil ihr zu Hause die Decke auf den Kopf fiel und die ihr Ziel nicht aus den Augen verloren hat.
 
G

Gast

  • #18
Neulich in der Sendung "mieten kaufen wohnen": Eine junge Frau, gerade mit dem BWL-Studium (!) fertig, frisch verheiratet mit super verdienendem Mann, geht voller Elan auf die Suche nach einem Haus. Ziel: Gründung einer Familie mit drei Kindern. Arbeiten gehen? "Nein, ich weiß, die Kinder sind meine Berufung." Und dann habe ich sie mir vorgestellt, diese studierte Frau: Haus in einem norddeutschen Vorort, noch nicht einmal ein Café in der Nähe, der Mann viel auf Reisen, und sie allein mit drei Kindern. Wie hier schon gefragt wurde: Wozu hat sie studiert? Was will sie den ganzen Tag machen? Ab wann beginnt die Verblödung? Sie schaute mit so großen, hoffnungsvollen Augen drein und hat mir so leid getan ...
 
G

Gast

  • #19
Liebe Akademikerin,
warum entwickelst Du für Deine Kinder keine Lebenserfahrung in Richtung Weltwissen der Siebenjährigen, die Kinderuni ( da das Buch von meiner alten Alma Mater stammt - es ist gut) -lies dieses Buch, versteh es, erzähl Deinen Kindern davon.Dies mal als ganz praktische Anregung um Deinen Kindern zu helfen nicht zu verblöden !
Leere spürt nur der oder diejenige, der ein leer und langweilig ist !
Die Hauswirtschafterin Christiane Herzog - übrigens verheiratet mitxxx - hat gesagt: Ich verschwende ungern Zeit - weder meine eigene, noch die anderer. So hat sie ihren Haushalt und ihr Leben organisiert. Die hat sich nie gelangweilt. Noch eine "Frau an der Seite..." die verstorbene Loki Schmidt hat gearbeitet, gelernt und etwas geleistet.
Du jammerst hier rum. Wobei soll das Forum dir helfen? Beim Zeit-totschlagen.? ( Ja liebes Moderatorenteam - ich verzichte auf die Fragezeichenarmee ! )
Übrigens - ich bin A-Klasse Mutter, berufstätig, mache mit meinem Nachwuchs einiges - vom Kochen bis zum Fossiliensammeln - und habe auch noch ein Hobby für mich, da ich nicht durch die Kinder lebe.
 
  • #20
Wir alle haben uns das eine oder andere "ganz anders vorgestellt".

Ich hatte unterschiedliche Lebensformen, alle hatten Vor- und Nachteile und oft sah es von außen betrachtet schöner oder weniger schön aus, als es für mich war.

Es bringt dich kein bisschen weiter, wenn du mit deinem momentanen Schicksal haderst.
Du kannst JETZT ein gutes Leben mit deinen Kindern haben und später noch so vieles anderes tun! Meine Kinder sind erwachsen, heute erinnere ich mich eher und lieber an die Zeit mit ihnen als an meine beruflichen Erfolge zurück! Auch wenn´s sich nach Omaweisheit anhört - die Kinderzeit unserer Kinder geht so schnell vorbei, man sollte sie genießen.

Man könnte diese Zeit tatsächlich noch mehr genießen, wenn man wüßte, daß man später wieder in den oder einen Beruf einsteigen kann. Leider wurde diese Option in den vergangenen jahren von der Politik (von allen Parteien!) vergessen. Wie so oft wird sich auch das von selbst regeln. Inzwischen haben wir Facharbeitermangel, an den Kliniken fehlen Ärzte und auch in anderen akademischen Berufen fehlt es an entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern.

Schau, daß du dich weiterbildest (geht auch per Fern-Uni) , in deinem Beruf auf dem aktuellen Stand bleibst (vielleicht ab und zu Urlaubsvertretung?) und freu dich über deine Kinder und über die Zeit, die du jetzt, auch für dich!, zu Verfügung hast.

Zeit scheint der einzige Luxus zu sein, den es heute noch gibt.
 
G

Gast

  • #21
@#15
Du willst also sagen Bildung ist nur dann gerechtfertigt wenn man sie später im vollen Umfang beruflich nutzt? Ich finde deine Aussage sehr überheblich. Wenn Frauen kaum Bildung haben und viele Kinder bekommen ist es nicht recht, wenn sie eine hohe Bildung haben und viele Kinder bekommen ist es auch nicht recht. Wenn man sich einerseits über die Verdummung des Volkes beschwert und anderseits dann mault wenn jemand gebildet ist aber es nicht zum Anhäufen von Reichtum benutzt könnte man doch glatt meinen manch einem ginge es nur darum sich zu beschweren. Deutschland= Jammerland.
 
  • #22
#20: Pass mal auf, ich erkläre Dir das jetzt mal:

Bildung hat nichts mit Anhäufung von Reichtum zu tun, sondern mit Wissensdrang und Neugierde. Wenn also jemand zur Bildung strebt, dazu vielleicht studiert, so gehe ich davon aus, daß er oder sie über einen Wissensdrang verfügt, welcher über dem durchschnittlichen Maß der Bevölkerung liegt. Wer mit einem Studium fertig ist, will zwar auch Geld verdienen, aber er will sich auch ausprobieren, sein Wissen anwenden, beruflich Verantwortung übernehmen, Prozesse anschieben usw. Wenn die fertig studierte Frau dann aber beschließt, anschließend fünf Kinder zu bekommen, wird sie ihren Wissensdrang für die nächsten 20 Jahre nicht weiter ausleben können, sondern Kinderpopos abwischen und Breichen kochen. Sie hat ab dann keine geistigen Herausforderungen mehr, sondern größtenteils nur noch körperlich-nervliche.

Siehst Du den Widerspruch darin?
 
  • #23
#21 Constanze
ich bin vielleicht kleingeistig - deshalb habe ich meine Kinder und deren Heranwachsen als geistige Herausforderung und als eine verantwortungsvolle Tätigkeit erlebt, und so geht es mir noch heute. Popo-Abwischen und Breichen kochen lief eher nebenher.
 
G

Gast

  • #24
Auch wenn ich damit gleich eine Welle der Empörung hervorrufen werde stimme ich Constanze absolut zu das sich eine Mutter die sich nur um ihre Kinder kümmert geistig nicht im besonderen Maße gefordert wird.
Ob man es glaubt oder nicht aber tatsächlich kann ein Großteil aller Menschen Kinder vernünftig erziehen, das ist zwar sicher nicht einfach aber im Gegensatz dazu kann eine deutlich geringere Zahl an Menschen einer geistig wirklich fordernden Tätigkeit nachgehen.
 
  • #25
Liebe Fragestellerin, kurze Gegenfrage: Wie hast Du es Dir denn vorgestellt?

Natürlich ist es für eine Akademikerin intellektuell nicht ausfüllend, Kleinstkinder zu betreuen. Da wird wohl niemand das Gegenteil behaupten. Was aber ist jetzt Deine Frage?
 
  • #26
#siri1:
Ich bestreite ja nicht, daß Kindererziehung eine sehr verantwortungsbewußte Tätigkeit ist, bei deren Ausübung man auch noch das eine oder andere an sich oder über sich lernen kann. Es ist auch emotionell sicher sehr erfüllend, so erlebe ich das zumindest.

Aber geistige Herausforderung? Darunter verstehe ich etwas anderes. Immerhin bewegt sich eine Mutter naturgemäß nach Schulabschluß auf einem anderen Level als ein Kleinkind.

#24: Frederika: Die Frage war, ob es anderen auch so geht, ob dieses Gefühl in Ordnung ist und was sie dagegen tun kann.
 
  • #27
@#25: Die sogenannte Titelfrage lautet: "Akademikerin, 34, Hausfrau, Kinder – das hatte ich mir anders vorgestellt – und jetzt?" -- das ist gar nichts. Da kann sie froh sein, dass die Unfrage überhaupt veröffentlicht wurde.

Natürlich wird jede Frau, die es gewohnt ist, intellektuell anspruchsvolle und verantwortungsvolle Tätigkeiten auszuführen, über mannigfache Kompetenzen verfügt, sich permanent fortbildet und im beruf ständig auf Zack sein muss, plötzlich zuhause mit Kind unterfordert sein.

Das ist wie Urlaub. Nur der endet irgendwann. Hier wechselt das ganze dann in "nichts ist schlimmer zu ertragen als eine Reihe von guten Tagen". Irgendwann ist es einfach zu langweilig ohenHerausforderungen, ohne Ansprüche, ohne Erfolge.
 
G

Gast

  • #28
Nein, ich kann die Einstellung der Fragestellerin absolut nicht nachvollziehen.

Ich war nach meiner Trennung, im Alter von 37, mit zwei abgeschlossenen Universitätsstudiengängen und nach anspruchsvoller Berufstätigkeit, einmal ein paar Jahre "Nur-Hausfrau" mit drei Kindern.

Ich habe in dieser Zeit parallel zwei neue Fremdsprachen gelernt, das CPE in Englisch gemacht, mich in Musikgeschichte und Musiktheorie eingearbeitet und wieder Klavierunterricht genommen. Das waren echte intellektuelle Herausforderungen und sehr befriedigend, auch wenn der "Erfolg" sich nicht materiell beziffern lässt.

Als Akademiker sollte man in der Lage sein, in solchen Phasen genügend intellektuelle Herausforderungen selbst zu finden. Ich habe daher kein Verständis für das Gejammere der akademischen Hausfrauen.

w54
 
  • #29
@#27: Wo ist da der Widerspruch zur Fragestellerin? Dir ging es doch genauso, nur dass Du eine Lösung gefunden hast, nämlich Fremdsprachen und Klavier. Das ist sicherlich ein guter Tipp, aber den hätte man doch auch freundlicher verpacken können.
 
G

Gast

  • #30
Liebe Fragestellerin, auf Grund der Änderung des Unterhaltrechts kannst Du ohnehin nur so lange zu Hause bleiben, bis das jüngste Kind maximal 3 Jahre alt ist. Insofern kannst Du Dich doch jetzt bereits durch Weiterqualifikation auf Deinen "baldigen" Wiedereinstieg in Deinen Beruf vorbereiten bzw. die neuen Qualifikationen erwerben, die Dir sinnvoll erscheinen. Evtl. kannst Du dann auf einem höheren Niveau in den Beruf zurückkehren.
Oder versuche einen Doktorvater/eine Doktormutter zu finden und schreibe Deine Dissertation.

w/48