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  • #1

Aggression, "Gewalt" ggü dem Partner

Hallo zusammen,

für meinen Beitrag werde ich wahrscheinlich viel Kritik ernten, trotzdem möchte ich mich damit gerne ans Forum wenden, in der Hoffnung, es ist die/der ein oder andere hilfreiche Anregung/Gedanke für mich dabei.

Und zwar geht es um die Beziehung zu meinem Freund. Wir sind nun seit ca 9 Monaten ein Paar und ich bin mittlerweile sehr unglücklich mit dem Verlauf. Mein Freund ist ein lieber, harmoniebedürftiger Mann, der sich ungern mit mir streitet.

Ich bin eigentlich auch ein absolut harmoniebedürftiger Mensch (grade weil ich es aus meiner ursprünglichen Familie oft anders erlebte: Streit, Geschrei, Beschimpfung, Kritik, Ignoranz, Heruntermachen, Arroganz,...). Dennoch werde ich in letzter Zeit immer aggressiver. Ich stichel an meinem Partner herum, ich "kommandiere" ihn herum, ich werte ihn ab (mit Worten und Blicken), ich mache ihn nieder.
Mir rutschen situationsabhängig z.T. schlimme Worte/Beschimpfungen hinaus, wobei ich irgendwie das Gefühl habe, diese nicht kontrollieren zu können in dem Moment. Ich spreche sie aus und im nächsten Moment bin ich selbst erschrocken und es tut mir leid.

Manchmal habe ich so eine Wut in mir (auf ihn), dass ich ihn sogar mit der Faust z.B. in die Brust oder auf den Arm schlage oder ihn mit meinen Nägeln fest in den Oberarm kralle, dass es ihn schmerzt. Ich habe in dem Moment so eine Wut in mir, dass ich denke, ich könnte jetzt völlig ausrasten.

Gestern war so eine Situation: Wir waren gemeinsam unterwegs, er wollte - obwohl er was getrunken hatte - noch mit meinem Auto heim fahren. Ich sagte, ich würde fahren, ich hatte nur 1 Sekt am ganzen Abend. Als er trotzdem nicht ablassen wollte, schlug ich ihn in den Arm, schrie ihn an und beschimpfte ihn böse, wie ich es noch nie getan hatte. Ich war so erschrocken über mich selbst, dass ich im Auto nur noch weinte.

Er tröstete mich und sagte es sei nicht schlimm, aber ich finde es schlimm. Ich weiß nicht, warum ich so bin, und ich schäme mich so für mein Verhalten. Ich leide selbst darunter und er sicherlich nicht weniger.

Ich denke mir, vielleicht ist es besser, zu gehen, um nicht noch mehr anzurichten, und auf der anderen Seite wüsste ich, ich wäre dann sehr traurig (er wohl auch - zumindest die erste Zeit).
Dann denke ich mir wieder, wenn er eine Frau findet, die nett ist, verlässt er mich eh und das wäre noch schmerzlicher.

Habt ihr Tipps, könnt ihr mir/uns etwas raten?
Danke!


Lieben Gruß, w(27)
 
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  • #2
Such dir einen Therapeuten!
 
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  • #3
Du kommst aus einer toxischen Familie und lebst das jetzt weiter.
Es ist wichtig das du dich in den Griff bringst. Sollest du jemals Mutter werden, gibst du den schei... Nicht nur weiter, sondern du züchtest deinen ärgsten Feind, in Form eines nachkommens mit dem du ein schlechtes Verhältnis hast heran.
Jeder kann kontrollverlzste haben wenn es was ganz furchtbares ist was der Partner gemacht hat. Fremdgehen, einen belügen.
Da gehört oft so eine Wut als Reaktion dazu
Und die Trennung!
Bei dir ist es einfach gelerntes Verhalten.
Bitte mach eine Therapie ;)
 
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  • #4
Wieso sollten wir auf dich einhaken? Es gibt manchmal einen Punkt, wo man merkt man harmoniert nicht miteinander. Ich gehe in so einen Fall, im übrigen war es richtig deinen Freund nicht fahren zu lassen. Nur deine Art und Weise nicht, er scheint dich mit seiner Art auf die Palme zu bringen. Langfristig wird das Nichts. Mein erster Freund konnte mich auch dermaßen provozieren gerade durch seine ruhige und emotionslose Art war es schlimm, aber alle anderen Männer, da ist mir es nie passiert. W
 
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  • #5
Liebe FS,
ich weiß nicht, wie dein Leben vorher war und welche Erfahrungen du gemacht hast, die du jetzt an deinem Partner auslässt weil du spürst, dass er dich liebt und du es dir leisten kannst, deine Wut an ihm auszulassen. So etwas passiert wenn man selbst kein Selbstwertgefühl hat, immer von nahestehenden Menschen niedergemacht wurde usw. Wie Eltern, die ihre Kinder schlagen weil sie früher selbst geschlagen wurden. Oder es kommt vor, dass man seinen Partner terrorisiert um zu "beweisen", dass einen doch keiner liebt und doch immer alle gehen, früher oder später. Die sich selbst erfüllende Prophezeiung.
Wenn du eine solche oder ähnliche Vergangenheit hast, bitte suche dir professionelle Hilfe.
Wenn es daran liegt, dass Du ihn einfach nicht liebst, und mit ihm nur zusammen bist weil du nicht alleine sein möchtest, weil er dir das emotional gibt, was du brauchst, oder oder oder... dann lass ihn bitte los.

So oder so, du weißt, dass er das nicht verdient und überleg bitte, wie du dich umgekehrt fühlen würdest. Aber das alles weißt du selbst.

Warum du das machst, kannst nur du alleine für dich beantworten. Aber bitte gehe es an - für ihn und für dich selbst.
Alles Gute für dich.
 
  • #6
Liebe FS,
zum einem werden wohl die in deiner Familie erlernten Verhaltensmuster eine Rolle spielen. Kurztherapie beantragen oder Ratgeberliteratur suchen (z. B. "Raus aus den Lebensfallen").

Er tröstete mich und sagte es sei nicht schlimm
Ein anderer Mann wäre an der nächsten Tankstelle ausgestiegen und hätte dann seine Sachen gepackt oder dich rausgeschmissen.
Bei euch gibt es scheinbar in jeglicher Hinsicht eine gewaltige Schieflage, vielleicht willst du als Frau auch endlich von ihm als Mann Grenzen gesetzt bekommen. Du bist außer dir vor Wut, weil dieser Mann dir keinen sicheren Rahmen bietet.
Ihr beide solltet ein Werk der Pickup-Szene lesen: "Der Weg des wahren Mannes" (David Deida).

Hoffentlich könnt ihr etwas an euren Beziehungsdynamiken ändern, ansonsten wäre zu vermuten, dass ihr nicht zueinander passt.
Alles Gute, w
 
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  • #7
Sowohl er als auch Du scheinen nicht zu hören, was der andere will bzw. ihr könnt nicht gut Grenzen setzen.

Ich glaube, Dich regt seine Passivität und Wehrlosigkeit auf und Du versuchst, die Grenze bei ihm auszutesten. Das kann man auch lassen, wenn man es merkt. Darüber musst Du nachdenken, also wann Du in diese Situation kommst, und ab wann es eine automatische Reaktion von Dir ist, dann so wütend zu werden. Dann kannst Du vorher nämlich weggehen.

Mach ihm klar, dass Du Dir wünschst, dass er sagt, was er sich wünscht und womit er nicht einverstanden ist bei Deinem Verhalten. Und Du selber musst dahingehend auch mehr reden, dass Du nicht gleich ausflippst, wenn es zu solchen Situationen kommt:

Gestern war so eine Situation: Wir waren gemeinsam unterwegs, er wollte - obwohl er was getrunken hatte - noch mit meinem Auto heim fahren. Ich sagte, ich würde fahren, ich hatte nur 1 Sekt am ganzen Abend. Als er trotzdem nicht ablassen wollte, schlug ich ihn in den Arm, schrie ihn an und beschimpfte ihn böse, wie ich es noch nie getan hatte. Ich war so erschrocken über mich selbst, dass ich im Auto nur noch weinte.

Er nimmt Dich ja nicht ernst. Das macht schon wütend. Aber wie Du damit umgehst, ist gerade nicht gut.
Ihr müsst reden. Und euch darauf einigen, dass jeder die Wünsche des anderen respektiert und aktiv daran abeiten. Dh. sich sensibilisieren für diese Eskalationssituationen, damit man in seine Reaktion eingreifen kann (z.B. erstmal rausgehen, ins Kissen kloppen)

Ich denke mir, vielleicht ist es besser, zu gehen, um nicht noch mehr anzurichten, und auf der anderen Seite wüsste ich, ich wäre dann sehr traurig (er wohl auch - zumindest die erste Zeit).
Dann denke ich mir wieder, wenn er eine Frau findet, die nett ist, verlässt er mich eh und das wäre noch schmerzlicher.

Beschäftige Dich damit, woher die Aggressionen kommen und wie man sich am besten ändern kann. Woher sie kommen, kann ich mir denken. Das ist das Elternhaus, wenn ständig Grenzüberschreitungen und Gewalt im Spiel sind. Aber es gibt bestimmt Internetseiten und Literatur dazu, wie jemand gelernt hat, seine Aggressionen auf andere Weise loszuwerden.

Dass Du hier schreibst und Dich drum kümmern willst, ist doch ein Zeichen, dass es sich ändern wird. Also steck Deine Energie lieber in die positive Wandlung statt Dich zu deprimieren über ein mögliches Ende eurer Beziehung.

Ich wünsch Dir alles Gute! Du kriegst das sicher hin :)
 
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  • #8
Wenn Du unter Kontrollverlust und Zerstörungswut leidest, so zeigt das auch
selbstschädigendes Verhalten, denn irgendwannstehst Du allein da, hält ja auf Dauer
keiner aus.Wenn Deine Agressionen eine Charaktereigenschaft wären, würdest Du
nicht unbedingt darunter leiden. Lass dir die ungute Dynamik von Fachleuten erklären.
Evtl. spielt Alkohol als Katalysator eine Rolle, auch geringe Mengen.
Vielleicht gibt es hier Leute, die das Problem kennen und bewältigt haben.
w
 
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  • #9
Geh dringend zum Psychiater/Psychologen. Du hast eine Störung, die aus der Kindheit herrührt. Am besten trennst du dich vorübergehend von deinem Freund, wenn du deine Aggressionen nicht im Griff hast. Zum Schutz für euch beide.

w 44 (Borderlinerin)
 
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  • #10
Es gibt zwei Möglichkeiten:

1.Suche Dir einen Partner,der das gleiche Problem hat wie Du. - Dann könnt Ihr Euch gegenseitig anbrüllen und verprügeln,bis die Nachbarn die Polizei rufen.

2. und sinnvoller: Mach' eine Therapie,wo Du lernen kannst,Deine Aggressionen zu kontrollieren.

So,wie es jetzt ist,bist Du nicht einen Deut besser als Männer,die ihre Frauen anschreien und verprügeln.

w,50
 
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  • #11
Dann denke ich mir wieder, wenn er eine Frau findet, die nett ist, verlässt er mich eh und das wäre noch schmerzlicher.

Ja darauf kannst du dich verlassen. Kein Mensch setzt sich freiwillig der Hölle aus, vor allem wenn er noch nicht so lang zusammen ist. Mich wundert es, dass er es aktuell überhaupt tut.

Ich kann dir daher nur eins raten:

Mir rutschen situationsabhängig z.T. schlimme Worte/Beschimpfungen hinaus, wobei ich irgendwie das Gefühl habe, diese nicht kontrollieren zu können in dem Moment. Ich spreche sie aus und im nächsten Moment bin ich selbst erschrocken und es tut mir leid.

Übernimm Verantwortung für dein Verhalten. Es ist dein Kopf und dein Mund aus dem dieser Mist rauskommt. Reiß dich zusammen und halt die Füße still und such nicht irgendwelche Ausreden für dein Verhalten. Du selbst, nur du allein bist dafür verantwortlich.
Wenn du das nicht kannst dann beginne eine Psychotherapie und mach ihm zuliebe Schluss, denn wenn das so weitergeht, ist er einer der nächsten Emotionskrüppel die hier im Forum landen und sich darüber auslassen dass sie aufgrund der schlimmen Ex psychisch ruiniert sind und das dann widerum wieder an anderen Frauen auslassen die sie damit psychisch ruinieren.
Wenn du die Reichweite deines Verhalten verstehst wird dir klar sein, dass es scheiss egal ist ob irgendeiner von euch "traurig" ist. Hier geht es definitiv um mehr.
 
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  • #12
Ich glaube nicht, dass deine Wut etwas mit deinem Freund zu tun hat. Bei DIR liegt gewaltig etwas im Argen. Das macht sich immer häufiger Luft und bricht aus dir heraus. Dein Freund ist dann zur falschen Zeit am falschen Ort und kriegt diese unbändige Wut ab.
Geh von der Perspektive ab, dass ihr als Paar ein Problem habt. DU hast ein Problem mit dir, das ganz tief in deinem Unterbewusstsein verankert ist. Du bekommst deine Wutanfälle und Ausraster nicht in den Griff. Hier kann dir niemand helfen oder raten. Such dir schleunigst professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie. Wende dich an deinen Hausarzt und schildere deine Probleme. Er wird dir eine Überweisung zum Psychotherapeuten geben. Versuche, dich dem Therapeuten zu öffnen und die Gründe für deine immense Wut zu ergründen. Nur so kann dir dauerhaft geholfen werden bzw. du dir selbst helfen. Warte nicht und versuche das auszusitzen. Du merkst doch, du bekommst das selbst nicht in den Griff. Irgendetwas ist da stärker und lässt dich die Kontrolle über dein Tun und das was du sagst verlieren. Schäme dich nicht, dir Hilfe zu suchen. Du bist nicht die/der Erste mit diesem Problem. Wenn du noch weiter untätig wirst, wird deine Beziehung in die Brüche gehen. Die Geduld und Leidensfähigkeit deines Freundes ist auch nur begrenzt und er wird irgendwann die Reißleine zum Selbstschutz ziehen und gehen.
Wenn es dir hilft, ruf die Telefonseelsorge an und schildere dort telefonisch dein Problem. Manchen Menschen fällt es leichter, das telefonisch zu tun, als gleich einem Arzt oder Therapeuten gegenüber zu sitzen. Wenn du das geschafft hast, wird dir der Einstieg in eine Therapie und das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht vielleicht leichter fallen.

Es gibt Hilfen. Nimm sie an und mach was draus.

w 49
 
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  • #13
Also ich finde du übertreibst. Ein Mann, der ein paar Schläge und Kratzer von einer Frau nicht aushält, ist ein armseliger Jamerlappen und ein Weichei.
Das ist doch wirklich harmlos und normal, was du da beschreibst. Ein Mann der das nicht aushält ist ein Männchen und wäre nichts für mich.
W26
 
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  • #14
Du bist sehr jung. In deinem Alter habe ich die Leute auch noch geschlagen und Gewaltphantasien gehegt, wenn ich mit Worten nicht weiter kam. Eigentlich war das so die Höchstphase zwischen 27 und 30, wo ich meinen eigenen Weg im Leben finden wollte, meinen Frust nicht mit meinen eigentlichen Wünschen definieren konnte, man mich einschränken oder mir den Mund verbat und ich dem Druck noch nicht standhalten konnte.

Du bist zu harmoniebedürftig sagst du, und vielleicht auch zu nett und ruhig (gerade weil du viel Gewalt privat erlebt hast?), vielleicht bist du auch zu nett an Stellen, wo du es ab und an nicht sein solltest? Das führt eben dazu, dass du deinen Druck an deinem Partner rauslässt. Gepaart mit den Kindheitserfahrungen: Opfer werden gerne Täter, sie haben ja nie anderes als Gewalt oder Missbrauch erfahren.

Ich schlage dir eine Selbsttherapie vor:

- mach mehr Sport zum Ausgleich und immer wenn du wieder wütend bist, geh in einen seperaten Raum oder in die Natur, dann mach 100 Sit-ups oder 10 Minuten Schattenboxen, danach geht es dir wieder besser. Dein Partner kann ja eigentlich nichts dafür.

- lerne zu meditieren, um mal auch ein unangenehmes Gefühl zu ertragen lernen

- du wirst wieder deine Hemmschwellen wahrnehmen müssen, wann genug ist. Vielleicht wäre Kampfsport was für dich, wo du ebenbürtigen "Schlägern" gegenüberstehst, mit denen du dich eine Weile rangeln kannst, so findest du schnell auf den Boden der Tatsachen zurück.

Es gibt noch ganz viele andere Sachen die du tun kannst. Wichtig wäre, erstmal anderen Personen aus dem Weg zu gehen und dich zu fragen, was dich eigentlich beschäftigt und warum du dieses Problem nicht lösen kannst, außer mit Schlägen. Und dann finde einen Weg, wie du darüber mehr reden kannst.
 
  • #15
Liebe FS, versuche Dich erstmal zu beruhigen. Ich bin kein Fachmann aber ich denke, soo schlimm ist das zunächst nicht. Und Du setzt Dich ja damit auseinander und ist sicher der erste Schritt zur Lösung. Und trennen solltest Du Dich nur, wenn Du es willst und nicht weil Du ihm schützen o.ä. willst. Er ist sicher alt genug und kann das für sich selbst entscheiden. Im Gegenteil, freu Dich doch, dass er Dich noch nicht in den Wind geschossen hat.

Aber nun zum Eigentlichen: Du wirst wütend bedeutet für mich, Du bekommst irgendein Bedürfniss nicht befriedigt und das regt Dich auf. Und weil das so ist, regst's Dich noch mehr auf, d.h. es schaukelt sich auf. Was das sein könnte, kann ich nicht sagen, das müsstest Du selbst oder mit fachlicher Hilfe herausfinden. Es könnte z.B. sein, dass Du Dich mal reiben möchtest und Dein Freund aber viel zu verständnisvoll ist, so dass Du mit Deinem Wunsch/Bedürfnis allein gelassen bist. Dir wäre möglichweise eine kurze Auseinandersetzung lieber, denn dann würde es Dir wieder besser gehen. Vielleicht hast Du aber auch zuviel Freiraum und möchtest Dich lieber auchmal unterordnen.

Ich würde Dir raten: Stell Dich nicht so in Frage und finde lieber heraus, was z.B. Deine Bedürfnisse sind, was Du magst, was Dir wichtig ist, was Dich auf die Palme bringt. Möglichweise passt er nicht optimal zu Dir, weil er z.B. zu "weich" ist.

Alles Gute
m49
 
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  • #16
Deinem Partner kann man nur wünschen, dass er sich schleunigst von Dir trennt, eine andere, nette Frau findet. Du beschreibst ihn als lieben Menschen. So etwas wie Dich hat er also nicht verdient.
Du scheinst Dich nicht unter Kontrolle zu haben und solltest Dich daher in psychologische Behandlung begeben, bevor Du Dich wieder auf normale Menschen loslässt.
Gewalt, insbesondere körperliche, sind ein NoGo in jeder Beziehung.

Unfassbar, dass Dein Freund so etwas mitmacht...

m,38
 
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  • #17
Da hilft nur eine Anti-Aggressions-Selbsthilfegruppe oder eine Therapie.

Vielleicht hilft es, wenn du überlegst, woher Du dieses Verhalten hast und Dir überlegst, wie Du in diesen Situationen anders reagieren kannst.

Bitte hol Dir Hilfe. Meistens steigert sich die Aggression. UND sind Dir Deine Ausraster NICHT peinlich?
 
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  • #18
Liebe FS,
Du solltest Dir therapeutische Hilfe holen - das klingt nach einem richtig großen Problem, dass Du Deine Emotionen so garnicht unter Kontrolle hast und dann unter Deinem Fehlverhalten leidest. Immerhin fällt Dir auf, dass es so nicht geht, es ist Dir peinlich, Du leidest darunter und verstehst, dass es Deine Beziehung gefährdet, hast ein klares Unrechtsbewusstsein. Das ist schon mal ein großer Vorteil für jemandem mit so einer Impulskontrollstoerung. Eine Verhaltenstherapie kann Dir gut helfen, das ganze in den Griff zu bekommen.
 
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  • #19
Aggressionen drücken meistens eine Unzufriedenheit im Leben aus. Vielleicht bist du unzufrieden in der Beziehung und du drückst es mit verbaler und körperlicher Gewalt aus.

Ich denke du solltest dir mal fachmännischen Rat holen. Es liegt sicherlich auch an deiner Vergangenheit. Du hast es nicht gelernt mit Konflikten umzugehen, sprich bei euch in der Familie wurde verbal Gewalt angewendet. Also ein Muster dass du kennst und jetzt auch lebst.

w45
 
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  • #20
Hallo!,


Du hast mein Mitgefühl. Beim Lesen deiner Zeilen schoss es mir durch den Kopf, das du vielleicht einen ZU lieben Mann hast, der ZUVIEL Gefühl hat und du manchmal etwas mehr Reibung, etwas mehr Widerstand bräuchtest.
Es ist, wie in einer Spirale, die sich nach oben schraubt: Dich stört etwas, vielleicht etwas ganz Simples. Er gibt nach, obwohl er hätte dagegenhalten müssen.Das stört dich und du findest einen Anlass, um ihn zu provozieren.Aber er bleibt lieb. Du wirst aggressiver, er beginnt dich zu trösten oder zu beschwichtigen.Das ist zuviel, du rastest aus.Um anschließend in dich zusammenzusinken, weil du genau weißt, das ihn gar keine Schuld trifft.Ein Dilemma.Und sehr schade für euch zwei.
Es gibt nun zwei Möglichkeiten, um der Sache Herr zu werden:

Eine Therapie, Aussprechen, Möglichkeiten der Verhaltensänderung von beiden Partnern.Eine Art Gebrauchsanweisung , damit ihr im Umgang miteinander lernt, was zu tun ist, wie ihr euch richtig verhaltet.Das ist für den Fall, das ihr plant, zusammenzubleiben.Denn ihr werdet ein Leben lang an diesen Regeln festhalten müssen, damit es funktioniert.

Die zweite Möglichkeit: Einen anderen Partner wählen, der sich nicht alles bieten läßt, die Reibung bietet, die du brauchst, damit das Gleichgewicht bestehen bleibt.Das ist einfacher.

Und einfacher ist leicht gesagt, wenn man jemanden liebt...

Ich wünsche dir und deinem Freund alles Gute! W / 50
 
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  • #21
Warst Du schon immer so aufbrausend und aggressiv? Wenn das ein wiederkehrendes Verhaltensmuster ist, geh in eine Therapie. Du bist doch bereit und willst an Dir arbeiten. Und Du hast Unterstützung durch Deinen Freund. Das sind doch die besten Vorraussetzungen.

Falls es neu aufgetreten ist, ich selber habe eine Pille nicht vetragen. Zuerst bin ich eine Furie geworden, ein Monster, das ohne Grund aufbrausend war, mich nervte alles und ich wurde sehr aggressiv. Ich dachte auch erst, es wäre eine Charakterfrage und ich müsse an mir arbeiten.
Danach kam der Absturz und ich glitt in eine depressive Phase. Der Hass ging zuerst gegen mich, dann kam eine innere Leere.
Das kann wirklich alles eine simple Pille zur Verhütung anrichten.

Also, geh mal tief in Dich, frage Dich, ob es wirklich an Deiner Geschichte liegt. Du kannst etwas dagegen machen! Weglaufen, also die Beziehung beenden, ist keine Lösung. Geh das Problem an und lass Dir von Deinem Freund helfen. Ihn gehen lassen würde nur ihm helfen, aber nicht Dir. Alles würde sich in der nächsten Beziehung wiederholen. Mach etwas, damit Du glücklich wirst!

w
 
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  • #22
Liebe FS,

Du hast offensichtlich einen starken und verständnisvollen Partner an Deiner Seite. Nutze Deine Erkenntnis, lerne aus Deinem Verhalten und ändere es. Sobald die Wut hochkommt, lass es zu, halte inne, ändere Deine Denkweisen und nimm Dir Zeit für Dich. Lerne, gut auf Dich zu achten. Hinterfrage, ob Du tatsächlich bereit für eine Partnerschaft bist und Deinen Partner liebst. Hast Du Vertrauen zu Deinem Freund, habt ihr ähnliche Bedürfnisse ? Vielleicht ist es auch ratsam, Dir professionelle Unterstützung (Beratungsstellen, Psychotherapie) zu suchen.

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Liebe !

w
 
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  • #23
Hallo FS,

passiert Dir das nur im Beisein Deines Freundes oder auch bei anderen Menschen, anderen Situationen am Tag? WIe häufig am Tag oder in der Woche? Und wird es häufiger? Fällt Dir ein Auslöser ein als es das erste Mal auftrat?

w,46
 
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  • #24
Du hast schon Recht diese Frage zu stellen. Irgendwas stimmt nicht und du merkst das auch schmerzlich. Versuche unbedingt die Notbremse zu ziehen, bevor womöglich ein Unglück passiert und sprich erst mit einem Hausarzt der dich dann u. a. auch im Blutbild durchcheckt, damit du an eine Therapie kommen kannst. Es kann durchaus auch körperliche Gründe dafür geben. w47
 
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  • #25
Du gibt das an Deinen Partner weiter, was Du in Deiner Kindheit erlebst hast.

Ich fürchte, Du kommst um eine Therapie nicht herum.

Alles Gute

W 45
 
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  • #26
Du trägst irgendwas in Dir was raus muss.

Geh zu nem Psychologen und führ mal paar Gespräche - vermutlich wird's dann besser.
Das ist nicht böse gemeint.

m37
 
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  • #27
Mach eine Therapie. So etwas würde ich mir als Mann bei Wiederholung nicht bieten lassen. Es ist auch nicht die Aufgabe des Partners sich um psychische Schäden zu kümmern und sich anzupassen. Mit Frauen, die ihre Emotionen nicht im Griff haben, kann man Beziehungen eh vergessen. Die Grenze für mich verläuft da deutlich vor physischen Übergriffen an.

Die Kommentare hier sind allerdings auch mal wieder genial. Man vertausche die Rollen und hier wäre die Hölle los. Der Mann wäre der Teufel in Person, der sich nie ändern wird und ins Gefängnis gehört. Stattdessen wird hier teilweise ernsthaft behauptet, das ein richtiger Mann das aushalten muss oder an der Eskalation selber Schuld ist, da er ihr keine Grenzen aufzeigt. Was wäre wohl wenn er ihr beim nächsten mal die Grenzen auch mal physisch aufzeigt?

M32
 
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  • #28
Liebe FS,
#8 und alle andern, die zur Therapie raten, haben Recht.
Allerdings denke ich - anders als #8 - dass du nicht deinen Freund verlassen solltest, auch nicht vorübergehend. Sondern er soll unbedingt eine Angehörigengruppe besuchen! Gute Krankenhäuser (Unikliniken) bieten in ihren psychologischen Abteilungen so etwas an.
Und er muss auch 'ne Menge lernen. Das kann er nicht, wenn du ihn einfach verlässt.
Außerdem hast du dir offenbar einen Freund ausgesucht, der genau das Gegenteil ist von den Menschen aus deiner Herkunftsfamilie. Das hast Du unbewusst gut gemacht. Versuch nun, diesen "Schatz" nicht wegzustoßen. Es wäre schade drum, wenn ihr euch liebt.
 
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  • #29
Liebe FS,

Du kommst aus einer unglücklichen Kindheit.

Bitte mache eine Therapie, damit Du diese Kindheit nicht später an Deine Kinder weiter gibt's in Form von seelischen und körperlichen Misshandlungen.

Diese Urwut in Dir muss in professionellen Händen raus dürfen.

von alleine wird sich das nicht verändern.

w
 
  • #30
Er tröstete mich und sagte es sei nicht schlimm, aber ich finde es schlimm. Ich weiß nicht, warum ich so bin, und ich schäme mich so für mein Verhalten. Ich leide selbst darunter und er sicherlich nicht weniger.

Ich denke mir, vielleicht ist es besser, zu gehen, um nicht noch mehr anzurichten, und auf der anderen Seite wüsste ich, ich wäre dann sehr traurig (er wohl auch - zumindest die erste Zeit).
Dann denke ich mir wieder, wenn er eine Frau findet, die nett ist, verlässt er mich eh und das wäre noch schmerzlicher.

Dein Freund hat Unrecht. Es ist schlimm was du machst. Trenn dich, wenn du ihn liebst. So einen netten Kerl wie den hast du nicht verdient.
 
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