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  • #1

Affären - Wie kommt man dazu?

Immer wieder ließt man hier, dass sich Männer oder Frauen in einer Affäre befinden. Siehe auch ein aktueller Thread im Beziehungs-Unterform. Irgendwie war ich mein Leben lang wohl dermaßen brav, so dass ich mit solchen Beziehungsmodellen (unverbindlich, sexuell) nie in Berührung gekommen bin andererseits übt es auch eine gewisse Faszination aus. Mich würde mal interessieren, wie solche Affären überhaupt zu Stande kommen können. Ist es so, dass einer der Beteiligten einfach ohne Skrupel fragt und der andere darauf eingeht?

(m, 43)
 
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  • #2
Nein, man fühlt sich sexuell stark zueinander hingezogen und gibt sich der Sexualität hin, Stichworte "Trieb, Lust". Probleme gibts immer dann, wenn einer der Beteiligen weitere Gefühle zur sexuellen Anziehung entwickelt, Stichwort "verlieben". m43.
 
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  • #3
Ja genau, man schickt sich Zettelchen zum Ankreuzen "Willst du mit mir eine Affaire haben? Ja oder nein?".
Ich würde sagen, das ergibt sich einfach, indem man zusammen im Bett landet und das Ganze für wiederholenswert hält.
 
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  • #4
DAS würde mich auch interessieren. Mir geht es da (erfahrungsmäßig) in etwa wie dir.
Das mit dem direkt danach fragen erscheint mir am einfachsten, ehrlichsten und effizientesten, aber auch am risikoreichsten sich eine Abfuhr einzuholen, oder "dumm dazustehen" (vor allem als Frau). Glaube also nicht, dass das die gängige Variante ist...
Wobei ich zb schon einige (wenige) Male direkt nach Sex gefragt wurde, mal von Typen, die ich an demselben Abend kennengelernt hatte, andere Male von Bekannten. Aber das zielte wohl eher auf einen ONS ab, es war keine "Wollen wir eine Affäre beginnen?"-Frage... wobei sich aus einem ONS dann ja evlt auch eine Affäre ergeben hätte können. Habe aber abgelehnt, also weiß ich nicht, wie es gelaufen wäre.
Weiß auch nicht, wie ich als Frau zb signalisieren könnte, dass ich Interesse hätte...
Vielleicht auch einfach flirten, bis was passiert - ich habe keine Ahnung!
w27
 
  • #5
Ist es so, dass einer der Beteiligten einfach ohne Skrupel fragt und der andere darauf eingeht?
Im Prinzip ja, aber ein wenig charmanter läuft das schon. So kann man z.B. deutlich machen, dass man den anderen höchst anziehend findet (flirten, Komplimente, Berührungen,...) und gleichzeitig sagen, dass man keine feste Beziehung führen will. Wer nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, versteht schon was gemeint ist. Wichtig ist m.E., dass man dem anderen nicht vorgaukelt (und ihn auch nicht in dem Glauben lässt), hier würde eine echte Beziehung entstehen.
 
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  • #6
FS

#1 u. 2 Eben dieses unbestimmte "es ergibt sich einfach" ist es, dass ich hinterfragen und rausfinden will. Welche Schritte gehen dem voraus?

Nicht, dass jemand auf die Idee kommt, ich suche eine Anleitung zum Ehebrechen. Ich bin Single u. eine Affäre kann es ja durchaus zwischen ungebundenen Menschen auch geben.
 
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  • #7
Mich würde mal interessieren, wie solche Affären überhaupt zu Stande kommen können. Ist es so, dass einer der Beteiligten einfach ohne Skrupel fragt und der andere darauf eingeht?
Die meisten Affären sind Affären und keine Beziehung, weil mindestens einer der Beteiligten bereits vergeben ist, es findet also ein Betrug statt.

Eine Möglichkeit: Mann meldet sich in einer Partnerbörse an, erzählt den Frauen, was sie hören möchten, verschweigt die Ehefrau, das Haus und die Kinder. Ab einem bestimmten Alter des Mannes und einem bestimmten Status (Akademiker) klappt das ganz wunderbar. Würde mich nicht wundern, wenn auch hier einige Damen, die nach einer echten Beziehung suchen, so einem auf den Leim gegangen sind.

Variation: Man erzählt zwar von seiner Ehefrau, man befindet sich angeblich aber in Trennung. Auch hier gibt es genug Frauen, die das jahrelang mitmachen, in der Hoffnung, doch noch die Erstfrau zu werden. Leider oft vergeblich. Warum soll er nur eine Frau nehmen, wenn er mehrere haben kann? Auch hier Voraussetzung: Alter und Status.
 
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  • #8
Eine Affäre kann z.B. dadurch beginnen, dass man sich gegenseitig anziehend findet, aber beide genau wissen eine Beziehung ist nicht möglich, oder nicht gewünscht, oder würde niemals gut gehen (Angestellte, Kollegen, Nachbarn, verheiratet, unpassendes Alter oder gesellschaftlicher Status, etc). Man zeigt der Frau eindeutig, dass man sie als Frau wahrnimmt und attraktiv findet, macht ihr Komplimente, ist freundlich und zuvorkommend, und behandelt sie liebevoll. In diesem Spannungsfeld zwischen stetig liebevollem Umgang und gegenseitigem versichern keine Beziehung zu wollen entsteht irgendwann Vertrauen, Begehren, Berührungen und Intimität.

Fast jede Frau ist dafür empfänglich, manche lassen sich gerne darauf ein, manch andere vergisst die Rahmenbedingungen und macht sich Hoffnungen auf mehr.
 
  • #9
In den Stadtteilzeitungen wird so etwas ganz unverblümt annonciert. Die Suchenden (zum größten Teil Männer) benutzen Formulierungen wie: erotischer Kontakt, unverbindlich, prickelnd, verwöhnen, Spaß haben, Entspannung, ohne Verpflichtung, diskret, etc.
 
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  • #10
Na ja, wie kam es dazu: ganz einfach! Ich habe mich mit einem guten Freund zum Essen getroffen, wir hatten viel Spass an dem Abend, ich habe ihn nach Hause gefahren. Wir saßen noch im Auto und redeten und bekamen Lust uns zu küssen, was in einer Knutscherei mit "Gefummel" endete. Wir verabredeten uns auf einen der folgenden Tage bei mir, mit dem klaren Wissen, dass wir im Bett landen werden. Es hätte also auch die Möglichkeit bestanden nur zu reden und was zu essen oder zu trinken, aber wir hatten einfach Lust auf Sex und hatten ihn dann auch. Das ganze über ein Dreivierteljahr lang, bis ich einen anderen, meinen jetzigen Partner kennenlernte. Ich war Single, er verheiratet. w44
 
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  • #11
Affäre beruht auf starker sexueller Anziehung, und mind. einer von beiden will keine Beziehung. Affären sind in ihrem Status nicht in Stein gemeißelt. Sie können in Beziehungen übergehen.
 
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  • #12
"Die meisten Affären sind Affären und keine Beziehung, weil mindestens einer der Beteiligten bereits vergeben ist, es findet also ein Betrug statt."

Das ist die Beschreibung! Wobei wohl kaum jemand (zu Beginn einer "Affäre") offen gefragt wird, ob er/sie bereit ist, sich auf eine solche einzulassen. Es ergibt sich. Mann/Frau finden sich anziehend. Finden dann heraus, dass einer/oder beide anderweitig gebunden sind, wollen aber dennoch gemeinsamen Sex. Einmal = ONS. Wunsch auf Wiederholung ohne Wunsch oder Chance auf eine feste Beziehung = Affäre.

Affären können prickelnd und schön sein, aber wehe, eine/r von den Beteiligten möchte irgendwann mehr. Wer diese Spielregel nicht beherrscht, sollte die Finger davon lassen!
w
 
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  • #13
... eine Affäre kann z.B. dadurch beginnen, dass man sich gegenseitig anziehend findet, aber beide genau wissen eine Beziehung ist nicht möglich, oder nicht gewünscht, oder würde niemals gut gehen ...
Diese Beschreibung trifft m.E. den Kern:
- gegenseitige hohe Attraktivität (nicht nur körperlich, durchaus auch intellektuell) steht an erster Stelle, und
- BEIDE machen deutlich, dass sie das Bedürfnis nach mehr als bloßem verbalem Austausch haben, aber
- ein exclusive Beziehung wird von Anfang an nicht angedacht.

Wenn die Beteiligten offen sind und wissen, was sie wollen und nicht wollen, kann das durchaus (auch länger) funktionieren. Oft stehen dahinter ja andere Beziehungen, die schon lange kriseln, in denen sich die Bedürfnisse der Partner unterschiedlich entwickelt haben. Eine Affäre kann da durchaus Ventil sein, um mehr Klarheit zu verschaffen.
 
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  • #14
nein, fs,

bei einer frage holst du dir vermutlich eine abfuhr.

es sind blicke, lächeln, verstehen, dass der andere einen in gedanken im arm im bett hält und klarheit darüber, dass das ganze keine zukunft hat.

charme ist ein türöffner und lust natürlich....

viel erfolg

w
 
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  • #15
Du willst wissen, wie man zu Affären kommt-ein Weg dazu ist, z.B. dass man schon länger auf der Suche nach einem festen Partner ist (paar Jahren). Der passende Partner läuft einem aber nicht über den Weg, erzwingen kann man das nicht. Als Frau trifft man viele freie Singelmänner, aber so richtig springt der Funke nicht rüber, es ist halt nett und nur lauwarm. Wenn man paar Jahre diese Erfahrungen macht und dann auf einmal kommt ER-genau so wie sich frau den Traummann vorstellt. Er ist aber bereits vergeben. Aus welchem Grund auch immer stört ihn aber nicht, dass er andertweitig verheiratet ist und er zeigt auch großes Interesse an einer anderen Frau. Diese andere Frau ruft in Erinnerung die unzähligen netten Dates mit Männern, die lauwarm waren-und dann wirft sie die Moralvorstellungen über Bord. Weil sie oft genug die frustrierende Erfahrung gemacht hat, dass es dochbnicht passt. Und da es keine Garantie dafür gibt, den Richtigen zu finden, entscheidet sie sich für eine richtige Affäre-verachtet von der Gesellschaft, heimlich, moralbefreit und wird von vielen als "Schlampe" und Ehebrecherin etc. verurteilt. Sie erfährt aber endlich, wie es ist, wenn die Anziehung zwischen Mann und Frau stimmt-auch ohne Zukunft und oft ohne tiefe Liebe, So rutscht man als Frau in eine Affäre rein,
als Mann ist es meistens der Wunsch nach Abwechslung die Triebfeder dazu..

Zu einer Affäre kommt es deswegen, weil jeder Beteiligte Bedürfnisse darin erfüllt bekommt, die sonst leider nicht zu befriedigen sind. Es muss nicht nur Sex sein, oft ist auch Sympathie und Zuneigung dabei. Und leider oft die Unmöglichkeit, eine richtige Partnerschaft miteinander zu haben.
 
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  • #16
Mich würde mal interessieren, wie solche Affären überhaupt zu Stande kommen können. Ist es so, dass einer der Beteiligten einfach ohne Skrupel fragt und der andere darauf eingeht?

(m, 43)
Ich war einmal eine männliche Schlampe. Affären waren für mich eigentlich immer rein zufällig.
Eine kurze Geschichte aus der Vergangenheit:

Ich bin mit Freundin und Motorrad vor Jahren durch die Lybische Wüste gefahren. In Ägypten/ Kairo Station gemacht, lernte ich ein deutsches Ehepaar kennen wo wir uns dann eine Woche in deren Haus eingeladen waren und uns aufhielten. Meine Freundin bemerkte damals schon, dass die Dame des Hauses ein Auge auf mich geworfen hatte- konnte/ mochte es aber nicht wahrhaben, da ich ja in einer Beziehung mit meiner Freundin war.

Als der Urlaub vorbei war, kam die deutsche Frau aus Ägpten mit Tochter nach Deutschland um ihre deutsche Verwandtschaft zu besuchen. Der Ehemann blieb in Ägypten, da er dort auch für Siemens arbeiten mußte.

Sie rief mich in Deutschland an - und naja...die Affäre nahm ihren Lauf....

Es sind die Erfahrungen im Leben, die man vielleicht einmal (manche(r) etliche male mehr macht. Aber außer ein Stück Erfahrung, bringen Affären eigentlich nichts.

m45
 
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  • #17
Ein Mann hat mich beim ersten Date (online kennengelernt) direkt gefragt, ob ich eine Affäre mit ihm will. 2 andere haben mich bei Date 2 danach gefragt (Kneipenbekanntschaft)
Ich habe immer abglehnt.

Eine Affäre hatte ich ohne mein Einverständniss. Ich dachte, ich hätte eine Beziehung, er sah es nur als Affäre an. Ich habe es beendet.

Jetzt habe ich eine Affäre - in der Hoffnung auf mehr. Er sagt es mir nach ca. 6 Dates - da hatte ich aber leider schon Schmetterlinge im Bauch und irgendwie die Hoffnung, dass er seine Meinung ändern wird.

Ansonsten: Geschichten von Freundinnen: Kneipenbekanntschaft, schnell im Bett gelandet, für wiederholenswert gehalten und dann halt weiter gemacht.
Oder: beide frisch aus Beziehungen, nicht allein sein wollen, aber auch kein Beziehungsstress wollen, sich anziehend finden und eben die Vorzüge genießen. Geht in dieser Konstellation wohl ganz gut, wenn beide wirklich definitv nicht den Kopf für was neues frei haben
 
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  • #18
Ich war auch eine Affäre. Bis es dazu kam, hat es circa ein Jahr gedauert. Ein Jahr voller kleiner, versteckter Blicke, liebevollem Lächeln, gegenseitigem Necken. Bei unserem ersten vertrauten Gespräch (ein Jahr bevor die Affäre begann) hat er mir erzählt, wie chaotisch seine Ehe läuft. Er war erst seit einem Jahr verheiratet. Mein Verstand hat mir gesagt, dass ich mich fernhalten muss, leider unmöglich, da wir miteinander gearbeitet haben.

Ich habe mir eingeredet, dass die Ehe vielleicht nur ein Schnellschuss war. Das ein Mensch mit Verstand nicht "einfach so" heiratet, ist mir durchaus bewusst, ich hab es mir halt schöngeredet. So konnte ich sein Verhalten rechtfertigen. Liebe auf den ersten Blick und sein Verhalten hat mir das auf seiner Seite scheinbar bestätigt.

Ich bin vermutlich in die klassische Affärenfalle gelaufen. Der erste Kuss war so schüchtern. Es folgte die erste Nacht. Wir haben uns alle zwei Wochen gesehen, er hat sich Zeit genommen für mich. Definiert haben wir das nicht.

Ich sagte mir, er müsse getrennt sein, sonst könnte er sich nicht soviel Zeit für mich nehmen. Er hat nie telefoniert wenn wir zusammen waren, keinen Ring getragen und keine Versteckspielchen gespielt.
Ich weiß bis heute nicht, was da bei ihm los war, aber ich vermute mal, dass er sich einfach besonders geschickt angestellt hat.

Sein Reden war... Kinder, Ehe, Unsinn... er hat keine Kinder, aber eben klargestellt, was er davon hält.

Komplimente schienen von tiefen Gefühlen zu zeugen, er hat mich nicht damit überschüttet und seine "Liebesbeweise" waren eher die kleinen Gesten und Worte. Er hat Dinge für mich repariert, mir geschrieben, wie sehr er mich vermisst, wie schön ich bin - mein Herz ist übergelaufen vor Gefühlen.

Dann lange Phasen, in denen er sich nicht gemeldet hat. Ich mich auch nicht. Seiner Gefühle glaubte ich mir sicher. Er habe sicher viel zu verarbeiten nach seiner "gescheiterten Ehe". Ich habe soviel geweint wie noch nie in meinem Leben.

Nach acht Monaten hat er es beendet, so als würde ihm das sehr schwerfallen und sei eher ein Verstandesding und nicht wegen fehlender Gefühle.

Bis heute befinde ich mich mit mir selbst im Widerstreit. Mal himmel ich ihn an und dann verachte ich ihn. In seinen Blicken glaube ich bis heute sehr viel tiefe Liebe abzulesen.
Dann neckt er mich, macht Anspielungen auf frühere Gespräche und scheint sich Gedanken um mich zu machen. Und dann ist er plötzlich eiskalt, regelrecht wütend mit mir und verhält sich distanziert.

Es war die schlimmste "Beziehung", die ich je hatte.

Sicher, ich habe Fehler gemacht. Ich hätte klar nachfragen müssen, ihn Stellung beziehen lassen und meine Absichten darlegen. Aber ich war von seinen Gefühlen überzeugt. Und ich wollte keinen Druck ausüben, ich wollte, dass er aus freien Stücken und aus Liebe zu mir kommt.
So kann es laufen und so kann man hineinstolpern in eine "Affäre".
w30
 
  • #19
Du willst erfahren, welche Schritte einer Affäre vorausgehen.

Es ist gefühlsmäßig vollkommen unerheblich, ob man eine Affäre oder eine Beziehung anfängt. Die Affäre verträgt keine Öffentlichkeit, das ist der einzige Unterschied.

Insofern muss sich die Lust Schleichwege suchen. Ein wichtiger Einstieg ist oft der Kontakt via Internet. Facebook mit seiner Chatfunktion ist ein ideales Instrument, Kontakt zu vertiefen und sich sehr schnell ungleich viel näher zu kommen, als es im Alltag möglich wäre.
 
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  • #20
Erfahrung aus mehreren Affären zw. 2010- anfangs 2012 - zeitweise auch parallel, einige alleinerziehend, eine verheiratet, alle attraktiv/schlank, sympathisch, Normal-Intelligent, etc. Selber mache ich einen recht seriösen Eindruck, bin kein Machotyp.

Es begann immer ähnlich: Kennenlernen im Zug, im Ausgang, beim tanzen, Sport, etc. anschl. mehrere Dates, Nachtessen, wandern/spazieren, anregende Gespräche, etc. nach ca. 3-5 Dates auch Intimität etc.

Es gab keinen grossen Unterschied in der Anfangsphase zu einer "echten" Partnerschaft. Meistens war mir einfach bald klar, dass ich keine 100% Partnerschaft mit ihnen wollte. Zwischendurch war die "Koordination" auch etwas kompliziert. Manchmal ist es etwas versandet, meistens haben die Frauen jedoch einen "passenden" Partner kennen gelernt. Manchmal ist mir nachträglich auch bewusst geworden, dass ich gefühlsmässig doch ziemlich involviert war d.h. etwas Herzschmerz nach Trennung. Es wurde selten als Affäre angesehen sondern eher als ausgiebige resp. verlängerte Kennenlernphase. Ausgesprochen wurde es nie! Mir ist nie vorgeworfen worden, dass ich eine Frau verarsche, ihr falsche Versprechungen/Hoffnungen machen würde, etc. Mit wenigen habe ich gelegentlich noch freundschaftlichen Kontakt.

Seit 6 Mt. leben ich wieder in einer schönen Partnerschaft. Nach 2-3 Dates war für mich klar, dass ich mich auf eine Beziehung einlassen möchte (Bauch/Kopf/Herz und passende Rahmenbedingungen!). m, 43
 
  • #21
Nach meiner Trennung hatte ich erstmal keine Lust auf eine feste Beziehung, wollte aber nicht auf regelmäßigen Sex verzichten. ONS sind nicht recht was für mich. Also habe ich eine Affäre mit einem 8 Jahre jüngeren, verheirateten Mann begonnen, der mich schon jahrelang angebaggert hat. Meine Freunde wußten alle,dass er verheiratet war, meine Freunde konnte und wollte ich nicht belügen, von daher muß ich @18 widersprechen, was die Öffentlichkeit angeht. Wenn man räumlich etwas auseinander wohnt gibt es durchaus auch Öffentlichkeit.
w51
 
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  • #22
Lieber Fs

Die Gründe, warum ein Mensch sich auf eine Affäre einlässt sind so vielfältig wie wir Menschen selbst.

- Manchen fehlt etwas in der aktuellen Partnerschaft
- Manche sind gar nicht bindungsfähig und leben eben so (Angst vor Nähe --> wurzelt i. Kindheit)
- Manche verlieben sich und hoffen, dass mehr draus wird
- Manche können einfach nicht treu sein (schlechte Kindheit?)
- Manche wurden so arg verletzt in der vergangenen Beziehung, dass sie keine Nähe zulassen können

- Manche sind beruflich so stark engagiert, dass gar keine Beziehung möglich ist
- Manche fühlen sich noch zu jung, um sich zu binden und wollen erst einmal die Hörner abstoßen
- Manche sind nach einer schweren Trennung o. Scheidung einfach noch nicht bereit für eine ernste Beziehung

Und da gibt es natürlich noch solche, die eigentlich ernsthafte Absichten haben, aber einfach nur ausgenutzt und belogen werden. Liebe macht ja bekanntlich blind und führt zur rosaroten Brille.

Wiederum andere sind gleich ehrlich zueinander, haben ein Date, finden sich sympathisch, aber sagen dann gleich, dass sie derzeit nicht in der Lage seien, eine ernsthafte Beziehung zu führen und infolgedessen die Affäre vorziehen.



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  • #23
Affäre mit 25 ist etwas anderes als Affäre mit 45. Mit 25 ist es einfach schneller Sex. Mit 40 bedeutet eine Affäre sich verleiben wollen. Man hat zu dem Zeitpunkt keinen Platz im Leben für eine Frau oder einen Mann will aber begehrt sein und sich verlieben. Wenn es nur um Sex ohne Gefühle geht, dann kauft sich ein 40-Jähriger Mann eine bildhübsche 20-Jährige und genießt ihren Körper. Und trifft sich nicht für dasselbe Geld im Hotel mit einer Gleichaltrigen die einen Hängebusen hat und auch noch verheiratet ist. Affäre ist kein Sex ohne Liebe. So einen Sex haben die meisten ja mit ihrer Frau/Mann. Affäre ist Liebe ohne Verpflichtung. Man will Gefühle. Affäre ist immer mit Hoffnung verbunden. Auf Mitgefühl. Auf Herstellung des Selbstwertgefühls nach einer Trennung. Auf Rettung. Auf endlich mal wieder Lust wecken zu können, bewundert zu sein. Auf was auch immer was man sonst nicht bekommt.
 
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  • #24
Naja, jeden Beziehungsanbahnung kann auch als Affäre enden. Manchmal weiß man doch gar noch nicht genau, worauf es hinausläuft!?
Eine Affäre ist nicht nur Sex, kann aber nur Sex sein. Gefühle können aber auch dabei sein, wobei ich irgendwie der Meinung bin, dass der Übergang in eine Beziehung dann auch möglich sein kann, sofern beide ungebunden sind.
Ich hatte schon 1 Jahr lang eine Affäre. Er wollte keine feste Beziehung, was er mir auch nach dem 2. oder 3. Treffen sagte. Ich habs mir ne Zeit lang überlegt und fand es dann auch als Affäre akzeptabel. Wir hatten tolle Nächte, haben manchmal auch die halbe Nacht gequatscht, getrunken, gelacht, Sex gehabt, Filme geguckt,uns gegenseitig Bücher vorgelesen, ich denke, ich war schon verliebt. Meiner Mutter hätte ich ihn aber niemals vorgestellt. Meinen Freunden auch nicht unbedingt.
ER wollte keine Beziehung.
Trotzdem war er wie vom Donner gerührt und ziemlich geschockt, als ich ihm irgendwann sagte, dass ich mich in einen Mann verliebt hatte und wir in eine andere Stadt ziehen werden. Wir hatten uns zu dem Zeitpunkt 1 Monat nicht mehr getroffen, weil er angeblich keine Zeit hatte. In der Zeit habe ich einen anderen kennen gelernt.
Er hat mir auch noch 6 Jahre später geschrieben, dass er mich gerne wiedersehen wollte.
Ich glaube, irgendwie war ich doch mehr als er zugeben wollte.
Affären ergeben sich, die kann man nicht planen.
 
  • #25
Ich habe mich mal in einen Mann verguckt, der auch mit mir anbandeln wollte. Nur war er von Anfang an ehrlich zu mir und sagte, er ist in einer festen Beziehung, schaute mir tief in die Augen und küsste mich. Phuu, dann war es geschehen... er und ich hätten sofort aussteigen können, aber das war ein schönes Gefühl. Ich genieße mein Singeleben und damals hat es mir gerade gepasst, keine Rechenschaften, keine große Gefühlsduselei, Reden und Erklärungen. Wir haben uns meist spontan getroffen, in meinem oder seinem Büro, aber auch mal lässig ein Bier trinken gegangen, ohne dass was im Bett lief, erotische E-Mails zwischendurch geschrieben, einfach unkompliziert. Mir war von Anfang an klar, worauf ich mich einlasse, das ist auch wichtig. Keine falschen Hoffnungen und Versprechungen, Eifersuchten. Klare Ansage! Irgendwann habe ich mich verliebt (jemand Anderes) und die Affäre ging ohne Streitigkeiten zu Ende und wenn wir uns heute noch treffen ist es eine lockere, freundschaftliche Ebene. Es war eine schöne Zeit ohne Verletzungen und Eifersuchtsdramen. Wir mochten uns, haben uns extrem anziehend gefunden und konnten gemeinsam lachen.
w/36
 
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  • #26
Indem man bzw. frau sie überhaupt zuläßt. Antrainiertes Verhalten läßt sich halt nicht so einfach abstellen; deshalb zeigen Affären in der Vergangenheit, ob ein Mensch beziehungsfähig ist oder nicht.

Affären lassen auf einen schwachen Charakter schließen, schließlich ist es der einfachste Weg, den Partner zu verletzen und zu betrügen. Trotz all der lustigen Begleiterscheinungen wie STDs ist Fremdgehen und Betrug - denn nichts anderes umschreibt der Euphemismus Affäre - sehr weit verbreitet.
Vertrauensverlust ist der Tod einer jeden Beziehung. Ich bin glücklich, daß meine Partnerin offen mit mir spricht und ich keine Affären und dergleichen erwarten muß - und sie natürlich auch nicht.
 
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  • #27
Aus meiner Erfahrung gerät frau eher unfreiwillig in eine Affäre, indem sie zwar eine Beziehung wünscht, sich eine Kennenlernphase aber zu einer Affäre entwickelt und die Frau dem nicht EInhalt gebietet, weil sie den Mann toll findet. Solche Affären waren für mich immer schmerzhafte Erfahrungen. Eine andere Art von Affäre ist mir wesentlich angenehmer. In diesem Fall fand ich den Mann so umwerfend dass ich mich sofort auf Sex einließ und alle gängigen Vorstellungen waren mir egal. Mir war aber auch klar, dass wir aus bestimmten Gründen keine Beziehung haben würden. Aufgrund der Unwahrscheinlichkeit einer Beziehung war ich lockerer drauf. Und eine richtige Beziehung mit ihm wollte ich auch nicht wirklich, obwohl immer wieder diese Fantasien hochkamen, wir beide als Paar, ging es bei mir vordergründig um die körperliche Anziehung zu diesem Mann, und um das Ausleben bestimmter sexueller Wünsche. Ihn sich als Partner vorstellen fiel mir sehr schwer, irgendwie gab es da einen luftleeren Raum. Heimlichtuerei ist bei einer reinen Sexaffäre Voraussetzung würde ich sagen, sein Begehren zeigte sich hingegen in Blicken, die Nähe in spontanen und sehr herzlichen Umarmungen. Kleine Gesten waren für mich Gesten seiner Zuneigung. Neben der sexuellen Übereinstimmung trafen auch diese Gesten zufällig genau das, was ich mir im innersten von einem Mann wünsche. Kurz und bündig, die Hoffnung auf mehr hat sich irgendwann dazugemischt. Zudem war der Sex für mich so gut, dass er einen Abhängigkeitsfaktor bekommen hatte. Dieser Mann hat sich ganz schön was geleistet und dennoch war ich eine ganze Zeit weiter von ihm abhängig und bekam weiche Knie wenn er sich meldete. Enttäuschungen halten sich hier in Grenzen und sind zu ertragen, ihn ganz zu vergessen bringe ich auch nicht übers Herz.