G

Gast

  • #1

Äußerlichkeiten

Seit einiger Zeit bin nun schon auf der Suche nach einem Partner, hauptsächlich über das Internet. Ich wohne in einer strukturarmen Gegend und habe stets weite Wege zu den Orten, an denen sich „das Leben abspielt“.

Ich hatte schon ein paar Kontakte, aus denen sich leider nichts ergeben hatte (jeweils er hatte einen „Rückzieher“ gemacht).

Mein Problem ist wohl, dass ich zu sehr auf das Äußere fixiert bin. (Ich selber bin für mein Alter auch noch recht ansehnlich.) Ein Mann kann die tollsten Eigenschaften haben, ein Gutmensch sein durch und durch, aber wenn ich mir vorstelle, das so ein Mann mit einem für mich unvereinbarem Äußeren mich berührt, küsst oder noch mehr – da schüttelt es mich.

Äußerliche K.O-Kriterien sind für mich z.B. schütteres Haar, Glatze, dicker Bauch, dicke Lippen, große Zähne , ein ausladender, langer Vollbart.
Auch die Kleidung ist für mich wichtig, z.B. Keine Jogginghosen, Adiletten, Dralonpullover. Es muss absolut kein modischer Anzug sein, einfach gepflegte Freizeitkleidung, die zum Typ und zum Anlass passt, macht es aus.

Ich weiß, dass ich mir dadurch viele Chancen einfach verbaue, obwohl ich sogar bereit bin, für das passende Äußere einige nicht zu mir Wesensmerkmale in Kauf zu nehmen.

Wie kann ich entspannter mit dem Thema „Aussehen“ entspannter umgehen?

(w, 49)
 
G

Gast

  • #2
Liebe FS,

ich finde deine Einstellung absolut richtig.
Wenn du dir keine Zärtlichkeiten mit solch einem Mann vorstellen kannst, dann macht es doch (in den meisten Fällen) keinen Sinn.
Geht mir zumindest genauso, aber aus der Sicht eines Mannes.
Allerdings sollten deine Ansprüche auch immer zu dir passen, da überschätzt man sich ja leider leicht.
 
G

Gast

  • #3
Deine K.O-Kriterien schließen ja fast 70% der Männer aus. Ab einer gewissen Altersklasse hat Mann eben mal schütteres Haar oder Glatze etc. Beim Kleidungsstil kann man ja etwas nachhelfen.

Vielleicht suchst du ja tief in deinem Inneren gar kein Partner und hängst dich deshalb so am Äußeren auf. Mit Ende 40 sollte man über den Status des nur auf Äußerlichkeiten achten schon hinaus sein. Und mal ganz ehrlich charakterliche Defizite wären doch durch ein angenehmes Äußeres nicht wettgemacht, körperliche Defizite aber sehr wohl durch einen tollen Charakter.

Ich denke du solltest mal klären warum dir das Aussehen so wichtig ist, hast du Angst dass du in den Augen anderer als Looser dastehst getreu dem Motto was hat die denn für einen abgekriegt. Für manche ist die Außenwirkung ja oft wichtiger als die Gefühle. Ich denke du musst da mal genauer hinschauen woran es bei dir liegt.

w46
 
  • #4
- ziehe keine Rückschlüsse von seiner Attraktivität auf Deine - Du bist auch mit weniger attraktivem Partner der gleiche Mensch, äußerlich wie innerlich. Wenn Du sehr viel Selbstwertgefühl aus Deinen eigenen Äußerlichkeiten und ihrer Wirkung auf andere Leute ziehst, kommt bei Dir vielleicht unbewusst Angst hoch, dass Du einen Teil davon verlieren würdest. Das mag zum Teil stimmen! Mit sehr attraktivem Partner schauen einem selbst auch plötzlich mehr Männer aller Altersklassen nach. Die Besinnung auf das, was Du wirklich für Dich brauchst, könnte dann helfen. Der Partner muss nicht pushen, sondern passen.

- vielen Männern, die noch nie eine Partnerin mit Geschmack hatten und denen selbst auch das Gespür dafür fehlt, sieht man es halt an. Manch einer hat mit entsprechender Partnerin plötzlich mehr Stil...
Fokussier Dich ein bisschen auf das Entwicklungspotential. Es soll Männer geben, die nicht gerne shoppen und froh sind, wenn die Frau ihnen Klamotten kauft :).

- altersbedingte Entwicklungen sind für manche Menschen nur deshalb abstoßend, weil sie Angst vor dem eigenen Altwerden haben. Wer da lockerer sein kann, sieht sie plötzlich bei anderen nicht mehr so negativ.

- ein gemeinsamer, aktiver Lebensstil verändert auch. Mancher Bauch schrumpft, wenn Küsse wichtiger werden als Essen, gemeinsame Wanderungen die Sofaabende eindämmen...
Das muss nicht klappen (Kalle, kein Angriff !!!) , kann aber in gewissen Rahmen wirken.
 
G

Gast

  • #5
leider garnicht. Du-und niemand sonst - kann aus seiner Haut raus. Lerne einfach, deine Eigenschaft zu akteptieren. Vielleicht passt es ja irgendwann- beidseitig.

Es ist nur schade, wenn Du andere gute Eigenschaften nicht sehen kannst.
Aber Männern, denen an Dir liegt, sind auch mit Freundschaft zufrieden.
Mit den Anderen würdest Du Dich eh nicht abgeben.
Und vielleicht ist es irgendwann Liebe auf den 2. Blick??
 
G

Gast

  • #6
Liebe Fragestellerin,
Du bist nicht allein, ich bin auch wählerisch und sehe es nicht ein solche Dinge, die Du schon gennant hast zu akzeptieren. Warum ja auch. Wenn ich mir die Fotos, der 200 Herren, die mich in den letzten 2 Monaten angeschrieben haben ansehe, dann versteh ich die Welt nicht mehr! Und gerade diese Herren bezeichnen sich selbst als sehr attraktiv. Was für ein Selbstbewusstes Auftreten! Sie glauben nun wirklich, wenn Sie Ärzte, Anwälte oder Gesellschafter sind, dürfen Sie mit uns machen was Sie wollen. Habe schon erlebt, dass diese Herren mir beim ersten Date Fotos von Ihren tollen Autos etc. gezeigt haben, aber für Zahnsanierung fehlte das Geld doch. Und welche Erwartungen haben die Besagten Herren noch, dann muss ich gestehen, mir fällt nichts mehr ein, nichts wie Ihn einfach sitzen lassen und gehen, das ich auch schon oft gemacht habe.
 
  • #7
Wie kann ich entspannter mit dem Thema „Aussehen“ entspannter umgehen?
indem Du selbst entspannter wirst, ganz einfach. Und lernst das wichtige vom unwichtigen zu unterscheiden. Lernst beeinflussbare (und natürlich auch den Respekt gegenüber Dir und sich selbst zeigende) Äusserlichkeiten von unbeeinflussbaren zu unterscheiden und entsprechend zu gewichten.

Ich meine, jemand der in Jogginghose und Adiletten zum Date erscheint ist natürlich inakzeptabel. Er erweist Dir keinerlei Respekt. Aber ich denke dass diese Spezies doch eher selten sein dürfte. Auch kann ich die Abneigung gegen zu grosse Wampen nachvollziehen solange Du nicht Figuren am Rande der Magersucht erwartest.
Aber dann eben auch solche Dinge wie schütteres Haar oder grosse Zähne (solange die gepflegt sind). Gerade bei der Kopfbehaarung wirds mit Ü50 seeehr eng, da schlagen nunmal erbarmungslos die Gene und das Testosteron zu. Ich sehe da also bei einer leichten Zielveränderung und Toleranzbreite bei den unveränderlichen Dingen eine starke Erweiterung Deiner Zielgruppe

Mit 49 sollte man genügend lange Zeit in der realität verbracht haben um keinen Jungmädchenträumen mehr nachzuhängen.
 
G

Gast

  • #8
Liebe Fragestellerin!

Zum einen: niemand zwingt dich, einen Mann zu nehmen, der dir nicht gefällt.

Zum Anderen: warum siehst du das Ganze nicht eher als "Kennenlernen neuer Menschen", statt als klare Partnersuche. Diese Haltung entspannt ungemein.

Oftmals wurde ich angeschrieben und war vom Foto nicht überzeugt. Dennoch hatte ich Zeit und ließ mich auf die Unterhaltung ein.... Auf diese Weise habe ich sehr interessante Männer kennengelernt, mit denen mich auch heute noch enge und reale Freundschaft verbindet. Und es wurde schlussendlich was mit einem Mann, der mir auf dem Foto nicht so gut gefallen hat. Ich traf mich, weil er so nett war - heute ist er für mich der Schönste und Beste :)

Was die Kleidung angeht - das ist eben so, aber das ist das Wenigste. Einen schönen Pullover kannst du aussuchen gehen, wenn dir der Mann ansonsten zusagt. Bis dahin würde ich über Mommies selbstgestrickten Graus hinwegsehen.

Alles Gute!
 
  • #9
Vielleicht beschränkst Du Deine Äußerlichen Wünsche auf:
Attraktives Gesicht mit einem schönen Lächeln und normal bis schlanker Körperbau.
Da sind die Haare doch fast egal. Bei Dir ist sicher auch nicht mehr alles so wie mit 25.

Modische Fauxpas sind Männern aus strukturschwachen Gegenden (Landeier?) wohl eher nachzusehen als den Modegecken aus der Stadt.

Ich als Mann gewichte auch 60% auf das Aussehen und nehme lieber ein paar mehr charakterliche Macken in kauf, da ich mir auch bei den wenigsten überhaupt vorstellen kann die dauerhaft küssen zu wollen. Allerdings hänge ich mich nicht an Details auf.
 
G

Gast

  • #10
Das Äußere spiegelt in dem Maße, das du beschreibst, auch das Innere. Das sind nämlich alles Kriterien, auf die ein Mensch, der sich selbst etwas Wert ist, auch an sich selbst beachtet. Ich finde deine Einstellung ganz normal.

w
 
  • #11
naja deine Ausschlusskriterien klingen eher wie der typische Münchner Biergeselle.. und sind damit völlig okay =)..

ich glaube auch nicht das du einen Jason Stattham (45) von der Bettkante schubsen würdest nur weil der "schütteres Haar" hätte wenn er es wachsen liesse und so die "3mm Glatze" vorzieht..

ergo mit diesen doch minimalistischen Ausschlusskriterien solltest du eigentlich kein Problem haben jemanden kennen zu lernen..
 
  • #12
Ich bin noch älter als Du und so halbwegs gut erhalten.

Meinen Ex Mittelständischer Unternehmer) hätte man problemlos für eine Werbung für gediegene Herrenmode einsetzen können, es gab jedoch ständig Schwierigkeiten, weil er trotz vieler Gefühle sich selbst nicht gut kannte und herumeierte.

Mein jetziger Partner rangiert unter den Top- 3-5% der Einkommen, ist hoch empathisch und ein gepflegter Mann- aber, oh Graus, sein Stoppelschnitt ist reichlich gelichtet und die Figur zwar sportlich, aber eher kräftig.

Diesen Mann hätte ich jetzt wegen ein paar fehlender Haare ablehnen sollen? Hättest Du es getan? Wenn ja, tust Du mir Leid.
 
G

Gast

  • #13
Ich finde deine Einstellung korrekt und verweise hier auf meine Mutter (60+), die in der gleichen Situation wie du war, oder wenn man so will: ist

Sie hatte vllt. 4 Beziehungen in ihrem Leben und allesamt waren es äusserliche attraktive sowie sehr gebildete Männer. Hatten eine dezenten, aber guten Kleiderstil und waren sehr gepflegt.

Noch heute pflege ich ein sehr gutes Verhältnis zu ihnen.

Den letzten Freund den sie hatte (nennen wir ihn Stefan), und mit ihm immer noch eine tiefe platonische Freundschaft pflegt, ist mit 60 noch sehr attraktiv.

Gelegentlich spreche ich sie auf dieses Thema an, ob es doch nicht schön wäre wieder einen Mann an der Seite zu haben.

Antwort: Wenn du mir einen wie Stefan zeigst - gerne. Ansonsten bleibe ich lieber allein.

Bleib so wie du bist.

m,36
 
G

Gast

  • #14
Und mal ganz ehrlich charakterliche Defizite wären doch durch ein angenehmes Äußeres nicht wettgemacht, körperliche Defizite aber sehr wohl durch einen tollen Charakter.

w46
Dass ein ansprechender Charakter mangelnde körperliche Anziehungskraft kompensieren kann, halte ich für absurd. Dann wären platonische Freundschaften, die gemeinhin auf intellektueller Nähe und Freude am Wesen, ergo dem Charakter, des anderen basieren, aber frei von sexuellen Spannungen sind, ja gar nicht möglich!
 
G

Gast

  • #15
Ich weiß, dass ich mir dadurch viele Chancen einfach verbaue, obwohl ich sogar bereit bin, für das passende Äußere einige nicht zu mir Wesensmerkmale in Kauf zu nehmen.
Wie kann ich entspannter mit dem Thema „Aussehen“ entspannter umgehen?
(w, 49)
Stell dir mal vor, dass sich die Gegenseite für jedes Deiner K.O Kriterium auch eines gönnt
kein schütteres Haar - keine lackierten Fingernägel
etc. etc. Da wird die Luft ganz schnell ganz dünn

Ich habe für mein Alter ausgesprochen volles Haar, keine Wampe... aber ich wollte keine Freundin die so wählerisch ist. Das macht alles viel komplizierter, und früher oder später bekäm ich ein Problem.....

Dein K.O Kriterium ist schütteres Haar - meines ist Intoleranz
 
G

Gast

  • #16
Jeder kann die Auswahlkriterien haben, die er möchte....ich habe viel zu lange gebraucht um das zu kapieren.

In Deinem Fall würde ich aber sagen: Die Sache mit dem schütternen Haar würde ich nochmals überdenken.....Du wirst nicht jünger.....Das ist doch genauso, als wenn ein Mann von Dir den Körper einer Zwanzigjährigen fordert....
 
G

Gast

  • #17
Deine K.O-Kriterien schließen ja fast 70% der Männer aus. Ab einer gewissen Altersklasse hat Mann eben mal schütteres Haar oder Glatze etc. Beim Kleidungsstil kann man ja etwas nachhelfen.
Ich kann da die FS gut verstehen. Mir geht es ähnlich. Wobei eben solche Dinge wie "schütteres Haar" oder "Glatze" keine klare Definition sind. Ich habe nichts gegen einen Mann mit Glatze, wenn er sonst sehr gepflegt und modisch ist. Wer keine Haare mehr hat, der hat eben keine Haare mehr. Ein Problem habe ich aber mit Männern, die entweder noch nicht wissen, dass sie eine Glatze haben oder es einfach verleugnen. Das sie die Männer, die noch ein paar Restbestände auf dem Kopf haben und diese entweder so frisieren wie sie es in den letzten 30 Jahren getan haben oder die Resthaare zum Verstecken der kahlen Stellen nutzen wollen.
Ich habe einen Bekannten, der inzwischen dünne, graue Haare hat und die werden täglich weniger. Ich habe ihm schon so oft gesagt, er soll sie sich ganz kurz schneiden lassen, aber er weigert sich mit der Begründung, dass er dann ja überhaupt keine Haare mehr hat. Also lässt er sie ca.5-7cm lang wachsen und das sieht einfach nur schrecklich aus.
Auch was die Kleidung angeht, Männer haben da meist keinen Geschmack und tragen einfach, was sie gerade haben. Das macht einen Mann einfach unattraktiv.
Da geben Männer Tausende für technischen Schnickschnack aus, anstatt sich mal eine Stilberatung zu gönnen.
 
G

Gast

  • #18
Antwort: Wenn du mir einen wie Stefan zeigst - gerne. Ansonsten bleibe ich lieber allein.
Und das ist gerade bei den Damen 40+ extrem verbreitet. Warten wie ein kleines Mädchen auf den Märchenprinzen. Und werden immer älter.

Und machen wir uns mal nichts vor. Auch Frauen die sich selbst als äußerst attraktiv bezeichnen, sind es gar nicht. Nicht wenige leiden unter selbstüberschätzung.

Und was die Bilder betrift, da sind Männer viel ehrlicher. Sie lichten sich so ab wie sie sind.
Bei Frauen wird da vielmehr getrixt. Ist schon ärgerlich wenn das Date plötzlich 15 Jahre älter ist als auf den Bildern.

Und was die sache mit den Haaren betrift, es gibt schon 30 Jährige mit Glatze. Und ich kenne keine 40+ Jährige die aussieht wie 20. Da hilft es auch nicht sich am Kleiderschrank der Tochter zu bedienen.

Also mal etwas mehr realität. Erstmal den Menschen hinter den Bildern kennenlernen.
 
  • #19
Wie kann ich entspannter mit dem Thema „Aussehen“ entspannter umgehen?
Ich finde K.O.-Kriterien nicht zielführend für die Partnersuche, da sie die Aufmerksamkeit auf nicht passende Personen lenken.

Meiner Meinung nach ist es egal, wieviele negative Kriterien eine Person nicht erfüllt, wenn sie keine positiven Kriterien erfüllt. z.B. muss ein Mann dich lieben, sonst nützt alles nichts.

Versuch doch mal all deine K.O.-Kriterien umzukehren: Volles Haar, schlanker Bauch, dünne Lippen, kleine Zähne, glatt rasiertes Kinn findest du toll.

Das selbe mit den Kleidungsstücken. Wobei ich deine Kriterien nicht ganz so ernsthaft finde. Wo kann man den in einer halbwegs bevölkerten Gegend ohne Jogginghosen laufen gehen?
Umgedreht heisst das vielleicht, in Latzhosen Joggen gehen, in den Socken in der Wohnung herumlaufen, und Langarm-Hemd im Winter findest du toll.

Mit den umgekehrten Kriterien kannst du einen Partner suchen gehen.
Und wenn nicht ganz alle davon erfüllt werden, dann ist der Mann immer noch gut.

m42
 
G

Gast

  • #20
Ja, eine gegenseitige äußerliche Anziehung ist einer der vier Grundpfeiler einer guten Beziehung und damit kaum verhandelbar.

Jedoch liebe FSin:
Deine Kriterien sind ausschließlich visuelle. Ich schätze bspw. an meiner Partnerin
1. ihren Geruch und Geschmack
2. wie sie sich anfühlt
3. ihre Stimme und
4. erst ihren optischen Eindruck (der ist ja auch am einfachsten zu beeinflussen)

Einem optischen Jugendwahn hinterherzulaufen wirkt irgendwann nur noch erheiternd. m 36
 
G

Gast

  • #21
Mein Problem ist wohl, dass ich zu sehr auf das Äußere fixiert bin. (Ich selber bin für mein Alter auch noch recht ansehnlich.)...

...Wie kann ich entspannter mit dem Thema „Aussehen“ entspannter umgehen?
Du sprichst meine Gedanken aus. Ich, m43, bin selbst schlank, sportlich, beruflich erfolgreich und laut den Aussagen diverser Bekanntschaften recht attraktiv. Ich suchte hier auf EP ein passendes Gegenstück. Meine Dates sortierten sich alle als "normal" ein. Alle Dates entpuppten sich beim Date als "einige Kilo zuviel". Es ist mir bis heute unverständlich, wie man einen Schwimmring um die Hüfte und einen deutlichen Bauch als "normal" betrachten kann. Schlanke, sportliche Frauen in meinem Alter scheint es kaum zu geben. Viele denken sie sehen attraktiv, nur weil sie sich aus dem Kleiderschrank der Tochter bedienen.

Irgendwann lernte ich meine jetzige Partnerin kennen. Sie benutzte die gleiche "normal" - Masche wie gehabt. Aber sie hat etwas Besonderes an sich. Da sieht man gern über andere Dinge hinweg. Zudem sie aus eigenem Willen abnehmen und auf ihre Figur achten will.

@FS
Du siehst, mit den Kriterien geht es nicht nur dir so. Wenn der Richtige kommt, wirst auch du über Dinge hinwegsehen können. Und immer daran denken, die inneren Werte z.B. der Charakter den du schätzt, der bleibt im Alter. Die Figur und andere Äußerlichkeiten sind vergänglich.
 
G

Gast

  • #22
Wenn ich enge Kriterien stecke, so muss ich zulassen, dass der andere sie auch bei mir anlegt. Einen Mann der auf Äußerlichkeiten allergrößten Wert legt, würde nicht wollen.

Denn was heißt das:
er wird beim nächsten Fältchen bereits die Stirn runzeln, ein Pickel ist ein NoGo und bei 2kg Weihnachtsspeck schielt er bereits anderen Frauen hinterher? Der Gedanke ist höchst unentspannend.

Gepflegtheit voraussetzend sind mir normale "echte" Menschen lieber, gern auch mit Waschbärbauch.

w41
 
G

Gast

  • #23
Du kannst mal überlegen ob es einige wenige Punkte bei den Äußerlichkeiten gibt die Du akkzeptieren könntest.
Sobald aber Dein Gegenüber bei Dir Ekel hervorruft bleibe bei Deinen k.o -Punkten.
Allerdindings sind das was Du als "Wesensmerkmale" bezeichnest die Punkte die eine Beziehung scheitern lassen können.-- Um Qualität zu finden kannst Du ja mit Quantität beschleunigen. Ex und Hopp. Der Nächste bitte. M 55J
 
  • #24
Den Typ Mann, den du beschreibst, ist das Pendant zur Frau in den mittleren Jahren, die sich gehen läßt: alle halbe Jahre Klimakteriumshaarschnitt, pflegeleichte, preiswerte Bequemklamotten und -schuhe und Ersatzbefriedigung Essen. Das sind oft Leute, die nicht mehr viel viel vom Leben erwarten (aber doch hohe Maßstäbe an andere haben können, wenn sie erst mal im Focus der Aufmerksamkeit eines anderen stehen). Diese unaufhaltsame Erosion des Äußeren geht oft schleichend und von einem selbst unbemerkt vor sich. Und plötzlich siehst du aus wie Mutter oder Vater. Ich glaube, es ist eher wichtig, zu schauen, ob sich jemand aufgegeben und sich unwiederbringlich in dieser ziemlich asexuell machenden Komfortzone eingerichtet hat, oder ob er so flexibel ist, da wieder rauszukommen.
In einer ländlichen Gegend, vor allem im Osten, wo ein Mann auch früher nicht gepflegt sein mußte, wird es schwierig. Da ist auch ein bisschen Hilfestellung gefragt, wenn sich der Mann nicht gerade für einen Bierbauchadonis und ganz ok. so hält und beratungsresistent ist. Viele sind für einen kleinen Tritt in den Hintern dankbar. Und den bekommen sie oft schon, wenn sie merken, daß sie in ihrem muffigen Schlabberlook keinen Eindruck auf die Frau machen. Klar, das bedeutet eine langsame Annäherungsphase, in der aus dem zerzausten Wesen wieder ein stolzer Ganter werden soll.
Ich würde beobachten, was jemand für Werte hat und wie aktiv und flexibel er noch ist. Schau dir doch mal Männer in der Öffentlichkeit an. Da ist nicht jeder ein Adonis und die wenigsten haben volles Haar, schmale Lippen, kleine Zähne und sind schlank. Wir Frauen bleiben auch nicht ewig 20. Ich bin durch eine Krankheit ziemlich dick geworden (nichts, was sich nicht wieder ändern lässt) und habe mit den Jahren Falten bekommen. Trotzdem bin ich mit meinem Mann glücklicher (der übrigens eine Glatze und ein Waschbärbauchlein hat), als ich es jemals vorher mit diesen ganzen äußerlichkeitsfixierten Vollhonks war, bei denen ein Kilo mehr eine Katastophe war, weil sie mich dann nicht mehr vorzeigen konnten.
Ich glaube, es ist eher eine Ausstrahlungsgeschichte, die dich abstößt und die versuchst du an Äußerlichkeiten zu definieren. Ich ahne schon, gegen welchen Typ Mann du eigentlich eine Abneigung hast: etwas grob, polternd, wenig reflektionsfähig. Die brauchen aber auch ein handfestes Fischweib mit Meerschweinchen unter den Achseln als Partnerin.
 
G

Gast

  • #25
Naja, liebe Fragestellerin, viele Kandidaten bleiben ja nicht übrig bei so strengen Auswahlkriterien.
Die meisten Männer in der passenden Altersgruppe haben einen kleinen Bauch und/oder nicht mehr allzu viele Haare auf dem Kopf.
Wie würdest Du einen Mann finden, der sagt, dass er auf keinen Fall eine Frau mit gefärbten oder getönten Haaren will und auf keinen Fall eine Frau akzeptiert, die nicht in Kleidergöße 38 passt ?

Natürlich sollst Du dich nicht mit jemandem zusammentun, den Du unattraktiv findest. Aber Attraktivität ist etwas anderes als perfekte Model-Optik.
w
 
  • #26
Wie kann ich entspannter mit dem Thema „Aussehen“ entspannter umgehen ?
In dem man Äußerlichkeiten akzeptiert, wofür die Person nichts kann.

Wenn Jemand weniger Haare hat, oder gar eine Glatze, dann i.d.R. genetisch bedingt, und aufgrund seines Alters.

Auch ein leichter Bauch ist bei Männern im Alter oft normal. Wer schlank ist, aber nicht sportlich trainiert aussieht, ist vielleicht krank ?
(Mann, 62, sehr schlank = auf 59 kg. abgemagert.)

Genauso wie ein Mann bei einer 49 j. Frau z.B. keinen straffen Busen oder Po erwarten kann, wie bei einer 20-jährigen. Da muß er div. altersgerechte Äußerlichkeiten an der Frau akzeptieren.

Man sollte das natürliche Altern akzeptieren können. Sowohl an sich selber, als auch am Gegenüber.
Mode und Körperpflege kann man selber bestimmen. Aber gegen das Altern kann man nicht alles bestimmen.

Ich (m,51) habe kürzlich einen schlanken, wunderbaren Mann (Anf. 50 - 1,85 m. groß) kennengelernt.
Stets gut gelaunt, sehr positiv eingestellt, lacht viel, vielfältig gebildet, sofort für Jedermann sympathisch.
Geschmackvoll angezogen, spricht gutes hochdeutsch, sehr höflich und zuvorkommend.
Welche Frau will so einen Mann ?

Tja, aber dafür auch andere Äußerlichkeiten: Halbglatze und Beinprothese (Auf Krücken angewiesen)
Wer trotz seines Schicksals so positiv eingestellt ist - ist m.E. ein besonderer Mensch.

Was ist Einem wichtiger: Aussehen oder Charakter ?
 
G

Gast

  • #27
Du solltest differenzieren zwischen Äußerlichkeiten, die man beeinflussen kann, und solchen, die einfach naturgegeben sind. Gegen eine Glatze lässt sich nun mal nicht viel machen, gegen ungepflegte Zähne, Jogginghosen und einen Dickbauch schon. Gefallen dir wirklich Schönlinge wie G. Clooney? Das ist doch nur Fassade ohne allzu viel dahinter.
Ich finde, auch von der Natur ewas benachteiligte Männer können durchaus attraktiv sein, wenn sie Ausstrahlung haben, Sport treiben, sich pflegen, interessant sind und charmant auftreten.
Das soll nicht heißen, dass dir jeder gefallen soll, schließlich hat man einfach Präferenzen, was das Äußere betrifft, aber sei doch nicht so überaus streng. Oft gefällt einem jemand auch erst auf den zweiten Blick, wenn man merkt, wie interessant dieser Mensch ist.
w
 
G

Gast

  • #28
Es ist schwer. Ich merke ja schon mit 42, das die Männer nicht mehr so sehr auf sich achten. In den Großstädten sind die Männer schon besser aussehend, die achten einfach mehr auf sich.
Ich bin nun auch nicht häßlich und werde sogar von jüngeren Männern angeschrieben. Wo ich auch froh drüber bin, denn die Älteren gefallen mir halt einfach nicht.
Meinetwegen können sie ja Glatze haben, aber der Bierbauch, die unmodischen Klamotten, das prollige Gelaber manchmal. Manche haben eben keinen Stil mehr, oder wollen ihn wahrscheinlich auch nicht haben.
 
G

Gast

  • #29
Was einem wichtiger ist, Aussehen oder Charakter?
Beides ist wichtig.

Männer wie Frauen gehen doch meist mit zumindest grob umrissenen Vorstellungen über das äußere Erscheinungsbild des potentiellen Partners auf Kontaktsuche.
Wenn dabei äußere Kleinigkeiten, wie z. B. fehlende Haare, restaurierungsbedürftige Zähne, unmodische Klamotten auffallen, dann liegt es vielleicht daran, dass diese Person nicht in den grob umrissenen Vorstellungsrahmen passt, mit dem z.B. ich auf Partnersuche gehe.
Fast jeder geht doch schließlich von dem eigenen Erscheinungsbild aus, und sucht sich dementsprechend einen auch äußerlich passenden Partner.
Ist man w und 50+ und sucht einen großen und schlanken Partner, vielleicht noch sensitiv und kunstinteressiert, dann läuft die Internet-Partnersuche schon fast ins Leere.

Ich habe den Eindruck gewonnen, äußerliche Auswahlkriterien werden Männern eher zugestanden als Frauen, besonders wenn diese älter sind, dann sollen sie gefälligst nehmen, was ihnen angeboten wird, während die eigentlichen Zielpartner ähnlichen Alters auf Brautschau nach ca. 15 bis 20 Jahre jüngeren Frauen unterwegs sind, die sich dann wiederum beschweren, dass sich auf ihr Profil so viele Papis melden.

Ich kann hier nur den Frauen zustimmen, die sich auch das Recht nehmen, einen äußerlich passenden Partner zu suchen, ungeachtet dessen, ob die angepeilten Männer das nun gut finden oder nicht. Man muss doch nicht Kompromisse eingehen, die einem widersprechen.

Und an die FS: ich würde mir deshalb auch nicht noch Gewissensbisse machen, oder mir ein schlechtes Gewissen einreden lassen. Jeder hat ein Recht auf freie Entscheidungen, die zudem niemanden wirklich verletzen - auch Frauen ü. 40 oder gar 50+ haben diese Freiheit, denn so grottig, wie das oft gern dargestellt wird, sehen sie gar nicht aus - die Realität zeigt da ein anderes Bild.
 
Fragensteller Ähnliche Fragen Forum Antworten Datum
G Single 18
G Single 24
G Single 20