G

Gast

Gast
  • #1

Adoption bei Paar Ü45 Jahren?

Meine Damen und Herren eine Frage zu meinen Gedanken!
Es ist gekommen – ich hatte immer Angst davor.
Mein Partner und auch bald Ehemann ;-)) haben in unsere Beziehung das gefunden was wir uns immer gewünscht haben. Wir sind beide Mitte 40, Kinderlos und geschieden. Haben ähnliche Lebenswege. Viel Partner hatte ich nicht und ich hatte nie einen Kinderwunsch mit den paar Männern (eine Hand zählbar) Nun habe ich in der zweiten Lebenshälfte die Traummann kennengelernt und ich finde es schade ihn nicht früher getroffen zu haben. Und ja, er ist der erste Mann mit dem ich gerne Kinder gehabt hätte. Aber nun ist alles zu spät dafür. Nun denke ich an ein Pflegekind oder über eine Adoption nach. Deswegen meine Frage. Habt ihr da Erfahrungen aus dem Umfeld? Oder den Gedanken einfach wieder gegraben? Gerne auch Beiträge der Herren hier.
w45_m45
 
G

Gast

Gast
  • #2
Hallo FS,
ich fürchte, für die Adoption eines deutschen Kindes seid ihr bereits zu alt. Da gibt es Altershöchstgrenzen, ich meine mich zu erinnern, das 45 darüber liegt. Genauere Infos bekommt ihr bei eurem zuständigen Jugendamt (Adoptionsvermittlungsstelle). Aber selbst wenn ihr jünger wärt, wäre das absolut keine Garantie, ein Kind adoptieren zu können! Es werden Eltern für Kinder gesucht - nicht umgekehrt. Es gibt wesentlich mehr adoptionswillige Paare als Kinder, die zur Adoption frei gegeben werden.

Theoretisch gäbe es noch die Möglichkeit der Auslandsadoption. Das ist allerdings sehr aufwändig, ein Verfahren kann sich über Jahre ziehen - und am Schluss klappt es vielleicht doch nicht. Außerdem wärt ihr, soweit ich weiß, finanziell voll für dieses Kind, das ihr aus dem Ausland holt, verantwortlich. Soll heißen, stellt sich z.B. eine schwere Krankheit heraus, tragt ihr sämtliche Behandlungskosten (-erkundigt euch, ich kann mich irren).

Ein seriös arbeitender Pflegekinderdienst wird potentielle Pflegeeltern, die selbst einen unerfüllten Kinderwunsch haben, "aussortieren". Ein Pflegekind wird NIE euer Kind sein! Ihr seid z.B. verpflichtet, die Umgangskontakte zu den leiblichen Eltern aufrecht zu erhalten. Oberstes Ziel bei Pflegekindern ist die Rückführung in die Herkunftsfamilie. (Dass das oft nicht klappt und auch nicht sinnvoll erscheint, steht auf einem anderen Blatt.) D.h., ihr müsst damit rechnen, dass "euer" Kind - möglicherweise auch nach Jahren - zu seinen leiblichen Eltern zurück kehren wird, wenn die entsprechenden Rahmenbedingungen gegeben sind.
 
G

Gast

Gast
  • #3
Noch eine Ergänzung: Ich habe gerade geschrieben, dass ihr ü 45 bereits zu alt für die Adoption seid. Das war so nicht ganz richtig. Ihr würdet kein Baby mehr adoptieren können, ein älteres Kind vielleicht schon. Nur: Wollt ihr das?
 
  • #4
Die Chance, in Deutschland ein Kind zu adoptieren, sinkt mit dem Alter der Eltern. Der Abstand zum Kind sollte nicht mehr als 40 Jahre betragen. Dies ist allerdings keine strikte Grenze, sondern eine Richtlinie.
Da es sehr viele adoptionswillige Paare gibt, werden eher etwas jüngere (potentielle) Eltern bevorzugt.
 
G

Gast

Gast
  • #5
Und ja, er ist der erste Mann mit dem ich gerne Kinder gehabt hätte. Aber nun ist alles zu spät dafür.

Es ist mit 45 Jahren nur rein statistisch gesehen sehr spät für ein eigenes Kind - vielleicht bist Du aber immer noch fruchtbar.

Es gibt genug Erstgebärende in Deinen Alter, es ist sicher nicht die Regel, aber auch ganz sicher nicht ausgeschlossen.

Was spricht dagegen, es zu versuchen (mediz. Gründe mal ausgeschlossen)? Zu verlieren hast Du ausser Zeit nichts.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt - alles Gute für Euch!

(Und alle die jetzt wieder aufschreien - haltet Euch zurück. Wer in welchem Alter wie Kinder bekommt, geht die Allgemeinheit absolut nichts an. Das ist eine persönliche Entscheidung, die man vor Niemandem zu rechtfertigen hat.)
 
G

Gast

Gast
  • #6
Ja, ich habe Erfahrungen. Ich bin soeben Großmutter eines Geschwisterpaares (4 u. 5 J.) geworden, welche von meinem Sohn und Schwiegertochter (40 u. 42.J.) adoptiert wurden. Das Alter adoptionswilliger Eltern ist weniger entscheidend, sofern die Rahmenbedingungen in allen Punkten positiv gegeben sind. Darüber entscheidet die Vermittlungsstelle des Jugendamtes. Es ist auch möglich das Kind vorerst als Pflegekind in die Familie aufzunehmen und somit das Adoptionsverfahren zeitlich hinauszuzögern, welches einen Zeitraum von mindestens einem Jahr umfasst. Allerdings sollte man sich vor diesem Schritt genau überlegen, ob man tatsächlich bereit sein wird, alle Schwierigkeiten die das Kind in der Eingewöhnungsphase haben sollte, mitzutragen und konstruktiv zu lösen. Kinder die zur Adoption frei gegeben werden sind häufig psychisch geschädigt und allein deshalb gilt es zu vermeiden, dass das Kind wieder aus der Familie heraus genommen werden muss, weil die Adoptiveltern die Probleme nicht in den Griff bekommen. Jedoch ist das Jugendamt jederzeit Ansprechpartner und leistet bei Bedarf Hilfestellung.
Ich empfehle dir, vor einem so weitreichenden Schritt wie Adoption es einer ist, zunächst ein Pflegekind aufzunehmen, um herauszufinden ob ihr dieser anspruchsvollen Aufgabe denn auch gewachsen seid. Viel Glück.
 
G

Gast

Gast
  • #7
Liebe FS

ja, geht aber schnell nur im Ausland.
In Deutschland haben die Behörden enge Vorschriften wer adoptieren soll. Zum Beispiel kann ich obwohl ich beste familiäre Rahmenbedingungen bieten kann nicht adoptieren. Bin Single.

Ich habe eine Cousine, die erzieht das Kind einer verstorbenen Freundin mit als wäre es ihr eigenes. Natürlich geht das. Es ist bloss kein Anliegen des Amtes Best Agern Kinder zu vermitteln.
 
G

Gast

Gast
  • #8
FS, für eine Adoption dürftet ihr nach deutschem Recht zu alt sein. Üblicherweise machen die zuständigen Behörden bei einer Altersgrenze von 40 Jahren einen Cut. ABER - hier die gute Nachricht.
informiert euch über Embryo-adoption im europäischen ausland - oder Eizellenspende mit IVF und allem diesem Euch beiden viel Erfolg W
 
G

Gast

Gast
  • #9
Pflegeeltern werden in Deutschland dringend gesucht, der Altersabstand zwischen Pflegemutter und Kind soll höchstens 40 Jahre betragen, d.h. ihr könntet ein Kind ab 5 Jahren aufnehmen, vielleicht auch ein jüngeres, da könnt ihr euch auch direkt bei Trägern bewerben, die es in jedem Bundesland gibt, ist besser als direkt übers Jugendamt, denn dort bekommt ich mehr Beratung. Internetseiten gibt es dazu auch viele, Google mal unter dem Stichwort Pflegekinder. Das Pflegekind könnt ihr später nicht adoptieren, aber wenn es einige Jahre bei euch lebt, bleibt es auch meistens. Adoption eines deutschen Kindes in eurem Alter halte ich für ausgeschlossen, da es viel mehr Bewerber als Kinder gibt und die Altersgrenze für die Bewerbung bei unter 40 liegt, das Verfahren dauert ewig, unter Umständen Jahre und ob man sich das beim Jugendamt antuen will... Ist auch von Bundesland zu Bundesland verschieden, aber ich kenne Fälle mit Paaren im gewünschten Alter Anfang 30, die alle Bedingungen erfüllt hatten, trotzdem jahrelang hingehalten wurden und dann irgendwann aufgegeben haben. Auslandsadoption steht euch offen, falls das überhaupt für euch infrage kommt, denn da gibt es andere Probleme, kulturelles Rausreißen des Kindes aus dem Land z. B.
 
Top