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Gast

  • #31
In der Wohnung eines Verflossenen standen ordentlich aufgereiht in den Schränken absolut widerliche, ekelhafte Skulpturen von Horrorfiguren aus Comics (Anfangs hatte ich es belächelt und als Macke abgetan. Später zeigte sich, dass dies ein Zeichen seiner Unreife und Nicht-Erwachsen-werden-wollens war. Dies zeigte sich auch an anderen Stellen). Unter dem Bett wurden die schmutzstarrenden Schuhe aufbewahrt. Die Bettwäsche hatte schon braune Stellen, da wo sich der Herr besonders gern wälzte, an der Computertastatur blieb man kleben, kam man frisch geduscht aus der Dusche, roch man danach nach den müffeligen Handtüchern, vermeintlich sauberes Geschirr stand schmutzig im Schrank, da das Geschirrtuch wochenlang benutzt wurde,...
Unglaublich und ekelerregend!
 
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  • #32
An #10
Nein, wer sich mit seiner Wohnung auf das Wesentliche konzentriert, drückt damit keine Armut aus. Das schreibe ich nicht, um zu scheicheln, sondern weil ich diese Einrichtungsart heimlich liebe und bewundere.
Es kanndamit sogar ein intellektueller Reichtum ausgedrückt werden, weil man sich vomGeschmack der breiten Masse abhebt.
Und schließlich ist der ökologische Aspekt zu beachten, da unsere Umwelt doppelt geschont wird. Es wird weniger produziertund esfällt weniger Sperrmüll an. Ich weiß, die vielen Menschen, die durch diese Sichtweise arbeitslos werden und dass man vieles auf Flomärkten verkaufen verkaufen kann habe ich nicht berücksichtigt.
 
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Gast

  • #33
Die Bettwäsche hatte schon braune Stellen, da wo sich der Herr besonders gern wälzte, an der Computertastatur blieb man kleben, kam man frisch geduscht aus der Dusche, roch man danach nach den müffeligen Handtüchern, vermeintlich sauberes Geschirr stand schmutzig im Schrank, da das Geschirrtuch wochenlang benutzt wurde,...
Unglaublich und ekelerregend!
Da frage ich mich halt nur: wie kommt eine Frau in dieses Bett und in diese Dusche? Da wäre ich (als Mann) wählerischer.

M50
 
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Gast

  • #34
..im ganzen Haus großformatige Bilder der verstorbenen Frau, eine Urne mit ihrer Asche im Wohnzimmer, Einrichtung wild zusammengewürfelt und ca. 30 Jahre alt (und mit Sicherheit auch damals schon hässlich), Plastikblumen (!) in großen Bodenvasen.....

Was aber besonders furchtbar war: Der Mann (60+), sehr vermögend, hatte eine Heidenangst um sein Hab und Gut. Das Haus war mit einer bombastischen Alarmanlage gesichert und zur Festung ausgebaut. Zusätzlich wurden vom Hausherrn abends noch Zwischentüren im Haus abgeschlossen und der Schlüssel von ihm verwahrt. Auf meine verwunderte Frage, wie ich mich denn im Notfall (z.B. Brand) aus dieser Lage befreien könne, meinte er, ich könne problemlos (!) im Schlafzimmer die Jalosie eintreten und aus dem Fenster (1. Stock) springen..... Da hab´ ich doch dankend weitere Einladungen bei ihm zu übernachten, ausgeschlagen..
 
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  • #35
Ich kannte auch mal einen Herrn, bei dem sich am Morgen danach, als wir in seiner schönen Küche seiner schönen Wohnung frühstückten, die Bettwäsche der Nacht fröhlich in der Waschmaschine drehte. Da wusste ich gleich Bescheid. Gesagt hab ich nichts, was soll man dazu auch noch sagen? Gewundert habe ich mich u. a. über seinen absoluten Mangel an Taktgefühl: wenn er meint, dass die Bettwäsche hinterher keim- und fleckfrei gemacht werden muss, hätte ich an seiner Stelle diskret damit gewartet, bis der Übernachtungsgast verschwunden ist.
Immerhin, in dem Moment wusste ich gleich, dass ich da nichts, aber auch gar nichts zu erwarten hatte, und entsprechend habe ich mich verhalten. Ich hab bald darauf einen Mann kennengelernt, der andere Vorstellungen hatte.
 
  • #36
Ich scheine sehr viel Glück gehabt zu haben...

Natürlich habe ich einige Männer kennen gelernt, die ihre Häuser nach dem Auszug der Frau noch nicht wieder ansprechend gestaltet hatten.

Aber es gab auch sehr geschmackvoll eingerichtete Herren... z.B. mein Partner, der noch dazu, kaum zu glauben, in Fahrradentfernung von mir lebt.

Ohne das Netz hätten wir uns dennoch wohl nie getroffen - ein Hurra auf das so oft gescholtene Internet-Dating!
 
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  • #37
... eine Urne mit ihrer Asche im Wohnzimmer...
Grundsätzlich bin ich ja erst einmal gutgläubig, aber hier habe ich doch Zweifel! Auf jeden Fall kann das nicht stimmen, wenn das in Deutschland war (in anderen Ländern kenne ich mich nur bedingt hinsichtlich dieser Vorschriften aus). Hier bei uns sind auch Urnen in Privathaushalten nicht gestattet - also mit Aschen-Inhalt. - Sofern das Gesetzt nicht kürzlich geändert wurde.

Ich habe auch keine so extremen Beispiele zu bieten, wie hier schon geschildert. Mein Highlight war ein Hobbytechniker. Großes Haus (nach Scheidung vor 20 Jahren, viel zu groß für ihn alleine), ganz nett eingerichtet (für einen Mann, der andere Interessen hat, als Deko) und auch sauber (60 J.-Jungesellensauberkeit). Solche Dinge müssen ja nicht bleibend sein.

Aber in jeder noch so freien Fläche/Ecke, da stand ein Karton mit irgendwelchen Elektrogeräten, Kabeln etc., 'die man ja mal brauchen könnte'. Nach gründlicher Überlegung, kam ich dann zu der Erkenntnis, dass ich große Probleme hätte, ein ganzes Haus als Werkstatt zu akzeptieren. Auch, wenn ich nur gelegentlich zu Besuch käme.
 
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  • #38
Ich war einmal zu Gast bei einer Frau die - obwohl ihr Einkommen ebenso groß war wie meines - in einer 18m^2 Wohnung lebte mit dem Badezimmer auf dem Hausflur.
Sie meinte als Single braucht sie nicht mehr Platz. Ich werfe mein zwar Geld auch nicht zum Fenster raus, aber jemand der so geizig ist hätte nicht zu mir gepasst.
 
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  • #39
Meine Erfahrung: "wie im Innen, so im außen" und ich nehme wahr in welcher Phase der Trennung der Mensch lebt. Ansonsten verlass ich mich auf mein Gefühl und Verstand und schau mir den Mann genau an. Ich hoffe doch es gibt auch "normale" Typen, die nach einer gewissen Aufräumphase ihr Leben wieder im Griff haben..

Grüsse w50
 
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  • #40
Ich, w, lege viel wert auf eine anständige Wohnung, hatte aber auch bis jetzt wenig negative Erfahrung.
Einmal war eine Wohnung so durchgestylt mit schwarzem Leder, Glas und Chrom dass es mir zu ungemütlich vorkam aber so richtig dreckig war keine.
Meine Wohnung ist wohl sehr sauber (bekomme ich imemr zu hören) aber ich habe wenig Nippes und bin auch schnell beim reinigen, ausserdem bin ich nicht der Chaotiker.
Ich räume meistens automatisch alles weg und gut ist es.
Geputzt wird einmal die Woche, genauso gewaschen - aber beides unter der Woche abends nach der Arbeit, das WE ist für was anderes da.
Sagrotan nehme ich auch, vorallem wenn ich Besuch hatte (egal ob Familie, freunde, Partner) aber ich binde es keinem auf die Nase.
ABER:
Ein Mann, der direkt nach dem Sex die Bettwäsche wechselt oder duschen geh kommt für mich nicht in Frage. Allerdings ist mir das auch noch nie passiert.....grauenhafte Vorstellung
w, 41
 
  • #41
Der letzte Mann in meinem Leben hat ein eigenes Haus gehabt. Es war an sich wunderschön, mit einem riesengroßen Garten und in guter Lage.
Angeblich steckte er, schon als wir uns kennenlernten, in der Renovierung. Und diese hat bis heute nicht aufgehört,,,,,,leider aber auch nie richtig angefangen
Ehrlich gesagt habe ich alles versucht um dieses Haus gemütlich zu machen.
Letztendlich habe ich es aufgegeben. Ich möchte nicht in so einem Haus leben. Und da das Ziel einer Beziehung für mich unter anderem auch das gemeinsame Zuhause ist, habe ich mich von ihm getrennt. Besser war es.
Ich wette, wenn ich in 5 Jahren bei ihm vorbeifahre, schaut es alles noch genau so aus......
 
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  • #42
Die Bettwäsche nach der gemeinsamen Nacht sofort in die Waschmaschine..^^. Ehrlich gesagt hab ich es immer geliebt, am Kissen/der Bettwäsche zu schnuppern, nachdem mein Liebster gegangen war. Ist das auch abartig?

;-) w27
 
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  • #43
Eher absurd als gruslig, aus der schönen Welt des Online-datings: ein (angeblich?) getrennt lebender Mann erklärt mir am Telefon, dass er mit seiner zukünftigen Ex-Frau noch die Wohnung teilt und mit ihr und den Kindern auch den gemeinsamen Alltag weiter führt, nur ohne Sex, wodurch er sich innerlich ganz als Single fühlt. Außerdem spare er so viel Geld und sein Jagdhund sei versorgt. Einziger Nachteil: seine Noch-Gattin erlaube keinen Damenbesuch (!!) .Warum die Frauen, die er kontaktiert, das nicht begreifen und alle klare Verhältnisse vor der Aufnahme einer neuen Partnerschaft fordern-für ihn unbegreiflich engstirnig. Dann ginge ja viel Geld verloren für ihn;)
Auch ich musste erst lachen und ihn dann enttäuschen...was für ein Witz!
(w)
ja, stimmt...!!! Deshalb leben auch so entsetzlich viel Männer wieder oder überhaupt bei den Eltern im Haus, weil se da keene Miete zahlen müssen, kein Geld für Essen, nischt! Ich erlebe das hier im Fränkischen flächendeckend. Ich gehe davon aus, daß eine Ehefrau nichts anderes ist, als der Ersatz für Mutti.
 
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  • #44
Highlights in den von mir besuchten Männerwohnungen sind die Kosmetikartikel der Ex (oder der aktuellen Freundin, so genau wollte ich das gar nicht mehr in Erfahrung bringen - ich war schnell weg) im Badschrank. Fotos von der Ex gab es auch zuhauf. Gerne auch Hochzeitsfotos. Das ist schon gruselig. Einmal war es ein erotisches Foto von einer unattraktiven Ex. Noch gruseliger!

Das absolute Highlight war eine auf den ersten Blick sehr schicke 3-Zimmer-Wohnung in einem der besten Viertel einer deutschen Großstadt: Es gab (2 Jahre nach dem Einzug wohlgemerkt!) eine 30 Jahre alte, versiffte Matraze mit fleckiger Bettwäsche, ein Sofa, eine alte Gitarre, 2 Kisten und einige am Marmorkamin aufgehängte Anzüge und Hemden. Ein Zimmer wurde mir bei der Führung durch dieses Paradies zunächst zu meinem Erstaunen nicht gezeigt. Aus gutem Grund: Hinter der Tür lebte seit 8 Monaten seine "frisch" getrennte Mutter, die ich sogleich kennenlernte, als sie ihm seine Wäsche hereinbrachte, die sie soeben für den Sohnemann (50+, nach seinen Angaben 39) gebügelt hatte. Ich habe mich schnell verabschiedet.
Um Gottes Willen....!!! Aber ich habe auch ähnliches erlebt, oft sogar, also Typen, die nach Trennung oder Scheidungen bei den Eltern oder bei Mutti SOFORT wieder eingezogen sind und sich dann dort bekochen und bewaschen lassen haben. Es ist furchtbar. Meine italienischen Freunde berichten mir immer, daß es in Italien fast nur solche Verhältnisse gibt.
Ich kann auch ein Highlight berichten: Ein Ex hatte die Kosmetikartikel seiner Verflossenen (sie zog vor über zwei Jahren bei ihm aus!!!) in einen Beutel gemacht und mir gegeben! Ich schmiß alles sofort weg und trennte mich. Ich sollte mich mich nun damit waschen und meine Haare. Total irre....(Bis heute hockt er jeden Tag bei seiner über 70 jährigen Mutter und läßt sich von ihr die Wäsche waschen, er selbst ist Solo und sie putzt auch seinen Boden weiterhin.)