• #1

Abgekühlt

Ich poste mal hier, vielleicht gibt es Menschen, die ähnliches erlebt haben...
Ich bin mit einem Mann in einer Beziehung, der nicht wirklich ein Kümmerer ist. Ein wenig wünsche ich mir schon den Prinzen mit Pferd und Schwert oder zumindest jemanden, der Anteilnahme und Fürsorge lebt. Jedoch habe ich im Laufe der Zeit erkannt, dass es mehr um IHN geht. In den ersten Jahren habe ich alles gegeben, aber da ich sehr wenig zurückbekomme, geht auch mir langsam die Puste aus und das gefällt dem Herrn nicht. Da ich alleinerziehend und voll berufstätig bin, fehlt mir mitunter auch die Energie, auch noch in der Beziehung fast alleine alles zu geben. Wir wohnen nicht zusammen, da mein Bauch deutlich warnt. Nun sind wir in einer neuen Stufe angekommen. Mein Freund versteht sich nicht gut mit meinem jugendlichen Sohn. Insgesamt ist er schnell genervt und das macht das Ganze nicht leichter. Nach einem aktuellen Streit zwischen den Beiden hat er meine Wohnung verlassen und angekündigt, dass er uns für die nächste noch nicht absehbare Zeit nicht mehr besuchen wird. Wenn ich ihn sehen will, dann muss ich schon zu ihm kommen. Erstens widerstrebt mir dieses Verlangen sehr, zweitens kann ich das nach meinem 11-Stunden-von-daheim-weg-Tag kaum stemmen, da ich ja auch noch meine kleine Familie habe.
Ich denke, er wird irgendwann wieder zurückrudern, jedoch gefällt mir dieser Druck nicht und ich bin auch nicht bereit, auch noch ständig zwischen den Streithähnen zu stehen.
Wer kennt solche Situationen?
LG,
Emily
 
  • #2
Ständiges Fordern nach uneingeschränkter Aufmerksamkeit und sich um seine Belange zu kümmern, nur Nehmen und kein Geben, Schuldgefühle einreden, Dinge klären sollen, die er verbockt hat, Druck auf allen Ebenen erzeugen: so ein Verhalten kenne ich.

Zwischen meinem Kind und meinem Partner vermitteln: kenne ich nicht.

Aber was ist genau deine Frage? Sollen Dir nur Alleinerziehende mit einem schwierigen Partner antworten?
 
G

Ga_ui

  • #3
Kannst du mal sagen, worum es bei diesem Streit ging?

Ich verstehe das Problem nicht? Teenager gehören nicht in der Stube eingeschlossen, sondern wie bei uns früh: Raus an die Luft mit einem Ball. Mit anderen Worten: Schick ihn zweimal pro Woche in einen Sportklub, lass ihn ein Musikinstrument lernen oder lass ihn meinetwegen in seinem Kinderzimmer Pc- Spiele spielen oder gib ihm ein paar Euro fürs Kino und Freundetreffen. Je nach dem, was für ein Typ dein Kind ist. Damit powert er sich aus. Aber bloß nicht den Jungen daheim vertätscheln neben dem Partner!

Teenager machen Stress, weil sie sich abnabeln versuchen und das sehr aggressiv. Das ist nur natürlich. Je mehr Eltern dagegenhalten, desto mehr eskaliert es. Der Teenager muss und möchte sicher nicht zwischen euch in der Wohnung abhängen, mitessen oder fernsehn gucken. Erst recht nicht mit einer ihm fremden Person, Dach und Decke teilen. Vermutlich euch beim Sex zuhören. Das würde jeden aggressiv machen.

Ein Kind in die Beziehung bringen, ist schon schwer genug. Die meisten Männer wollen so eine Partnerin nicht. Das Einzige, wie du dieses Problem retten kannst, ist ihm den Rücken freizuhalten und das Kind "wegzubuxieren", solange ihr Zeit für euch als Paar nimmt.

Problematisch sehe ich Frauen, die sich voll im Job engagieren, heimkommen und dann erwarten, dass jeder (Kind/Mann) nach ihrer Nase zu springen hat.

Warum sollte er "zurückruden"? Ich sehe diese Beziehung als sehr instabil bis beendet. Er wird irgendwann eine Frau finden, die noch keine Kinder hat, weil das einfach angenehmer ist.
Aufgrund eurer Unzufriedenheit ist er auch ein guter Kandidat fürs Fremdgehen.
 
P

Provence

  • #4
Du solltest jetzt in erster Linie deinen heranwachsenden Sohn sehen, dich auf seine Seite stellen. Denn für ihn kann das in seiner Entwicklung sehr wichtig sein, dass sich seine Mutter zu ihm bekennt.

Dass sich dein Partner fast so verhält, als sei er der Teenager, ist schade und unreif. Aber das kommt leider sehr häufig vor, ich habe das auch so erlebt. Dabei ist die Liebe zum eigenen Kind immer konkurrenzlos, genauso wie die zum Lebensgefährten eine ganz besondere ist. Es ist wirklich traurig, wenn der »erwachsenere Part« in der Beziehung, hier dein Freund, das nicht so sehen kann und beleidigt, gekränkt und verständnislos reagiert.

Ich habe damals die Beziehung beendet. Und es nie bereut.
 
  • #5
Erlebt habe ich sowas nicht, aber eine Meinung dazu.
Jedoch habe ich im Laufe der Zeit erkannt, dass es mehr um IHN geht. In den ersten Jahren habe ich alles gegeben, aber da ich sehr wenig zurückbekomme, geht auch mir langsam die Puste aus
Wieso machst Du das alles? Brauchst Du unbedingt einen Mann in Deinem Leben, den Du anscheinend nicht so wirklich interessierst, der weder Verständnis für Deine Situation, noch eine besondere Beziehung zu Deinem Kind hat, noch Dir gibt, was Dich emotional nährt und anscheinend auch noch Energie zieht? Das alles neben seinem schnell genervten Charakter, bei dem ich mal vermute, dass Du Dich verhaltensmäßig sehr anpasst, damit er sich nicht aufregt.
Wieso lässt Du das nicht einfach mit Deinen Bemühungen um die Beziehung und guckst mal, ob noch was zurückkommt? Ich meine, hat er denn auch Interesse an der Beziehung oder nimmt er, was Du bietest, und wenn nichts mehr kommt, geht er woanders hin?
Ich habe immer den Verdacht, dass viele Frauen (ich nehme mich da nicht aus) ganz automatisch denken, dass sie sich anpassen müssen an alles, was sie so geboten kriegen, aber wieso? Warum setzt man sich nicht selber mal auf den Thron und wartet, ob irgendwas zurückkommt, und warum hat man immer Verständnis, dass ja vom Mann nichts kommen kann, weil er ja so beschäftigt ist mit allem, was wichtiger ist, und emotional-sozial ein bisschen doof.
Es gibt auch andere Typen Männer und andere Typen Frauen. Es geht mir gar nicht darum, den Spieß umzudrehen, aber irgendwie muss doch eine Balance hinzukriegen sein, dass dieses Ungleichgewicht der Energie, des Charaktereigenarten-Ertragens und der Anpassung verschwindet.
 
E

EarlyWinter

  • #6
Ich habe nur eine Frage an dich: WARUM willst du Beziehung mit einem Mann und den Mann selbst, der in diese Beziehung selbst nichts investiert? Weil du so sehr bedürftig bist?
Was würde passieren wenn du gar nichts mehr investieren würdest - so wie er? Dann würde es vermutlich auseinander gehen. Weil es ihm ja total egal ist. Warum bist du mit jemandem zusammen, dem du total egal bist?
Was gibt es an einem Menschen zu lieben, der sich für einen nicht interessiert?
Weil du Angst hast, alleine zu sein für eine Weile?
So wie jetzt. Ihm hat etwas nicht gepasst, er ist weg und DU darfst wieder ackern wenn du ihn willst. Weil DU es ja willst und ER nicht denn ihm ist es egal, ob ihr zusammen seid oder nicht. Solange er keine bessere Alternative hat macht er das mit was du mit aller Macht erzwingst. Würdest du dich jetzt komplett zurückziehen wäre die Sache zu Ende. Oder er würde ein paar halbherzige Versuche starten. Mehr nicht.
Du bekommst von Menschen nur das zurück was du dir selbst wert bist.
 
  • #7
Wer mit meinen Kindern nicht klar kommt kann gehen. Kinder kommen immer an erster Stelle. Nur manche Männer mit sehr wenig Selbstbewusstsein verstehen das nicht. Liebe FS schick den Mann zum Teufel. w54
 
  • #8
Sorry, du hast einen Riesenfehler gemacht, weil du von Anfang an keine gleichberechtigte Beziehung gefordert hast. Du hast alles gegeben und kannst jetzt nicht mehr? Was soll der Blödsinn?
Du hast eben gedacht, wie viele mit Helfersyndrom, daß das Gegenüber plötzlich seinen Charakter ändert und lieb und hilfsbereit wird - warum? nur weil du es bist?
Das ist ein massiver Denkfehler. Das Gegenüber erfreut sich an der Zuwendung und dem bequemen Leben und will immer mehr DAVON.
Schau, das ist logisch, so läuft menschliches Verhalten eben oft ab.
Das spielt aber alles überhaupt keine Rolle in deinem Fall, weil ich jemand der mein Kind schlecht behandelt oder Streit hineinbringt, bereits nach 3 Minuten endgültig vor die Tür gestellt hätte.
Daß dir ein solch unsäglicher Mann wichtiger ist als dein Kind, ist traurig für dich, und für dein Kind, daß damit zurechtkommen muss.
Such dir einen von den hunderten Gründen aus, die es gibt, um das zu beenden.
 
  • #9
Ich finde, von solchen Leuten können wir lernen. Die tun nur das, was sie wollen und das was sie nicht wollen tun sie nicht. Wenn Du Eure Beziehung nur ein klein wenig aus seiner Sicht sehen würdest, dann kämst Du schnell zu dem Ergebnis, dass Du das nicht haben musst.

Frauen reden sich schnell mal ein, allerlei Zugeständnisse machen zu müssen, weil sie irgendwelche "Mängel" haben, zum Beispiel alleinerziehend sind. Und dann machen sie diese Zugeständnisse und kommen trotzdem nicht an ihr Ziel. Denn eine Beziehung kann nicht funktionieren, wenn immer nur einer sich dafür abstrampelt.

Ich behaupte, dass Menschen mit einem gesunden Selbstwert sowas nicht machen und auch nicht mit sich machen lassen. Die Arbeit beginnt bei uns selbst.

Ob er diesen Streit nicht als willkommenen Aufhänger benutzt, sich rauszuziehen und Dich wieder in Zugzwang zu bringen? Er ist clever und zwar ganz auf Deine Kosten.
 
  • #10
Dabei ist die Liebe zum eigenen Kind immer konkurrenzlos, genauso wie die zum Lebensgefährten eine ganz besondere ist.
Ich habe über 2,5 Jahre die Vermittlerposition gehabt. Ständig wurde an meiner Tochter rumgenörgelt: zu dick, zu faul, zu dumm, falsche Abi-Fächer, falscher Studiengang, falsche Abi-Note etc - einfach alles. Als ich mal genauer hinhörte fiel mir auf, dass es gar nicht um meine Tochter sondern um mich als Mutter ging. Ich habe sie nicht angetrieben, ich habe nicht vorgegeben, welche Abi-Fächer sie wählen soll, ich habe sie nicht gezwungen, einen anderen Studiengang zu wählen und und und.

Ich habe damals die Beziehung beendet. Und es nie bereut.
Ich habe mich auch getrennt und es nicht bereut. Im Gegenteil: anstatt ihn zu vermissen war ich total entspannt und nicht mehr so belastet.

Dass du Mutter bist, wusste er. Er sollte auch erwachsen genug sein zu wissen, dass es total unnötig ist, als Partner mit der Mutterliebe zu konkurrieren.

Ich halte es für rücksichtslos und wenig empathisch, dass er von dir einen Liebesbeweis fordert, der dich über den Rand deiner Möglichkeiten bringt. Ist das Liebe seinerseits?

Triff eine gute Entscheidung für dich und dein (Seelen-)Leben.

Alles Gute
53/w
 
  • #11
Zuerst die Pflichten und Aufgaben, dann das Privatleben.
Wenn das diesem Mann stört, dann sollte er sich eine kinderlose Frau suchen ?

Bei einem 11-Stunden-Tag für die Frau, erwarte ich Verständnis und Mithilfe vom Partner. Auch wenn man nicht zusammen wohnt.
(z.B. für sie einkaufen, oder eine halbe Stunde im Haushalt mithelfen.) Vorteil: Die Frau ist schneller fertig, nicht ganz so gestresst, und hat etwas Zeit zum ausruhen und für die Zweisamkeit.

Wenn er sich mit dem Kind nicht versteht, dann soll er ihm aus dem Weg gehen. Als Jugendlicher findet der eigene Betätigungen.
 
  • #12
Wenn er sich mit dem Kind nicht versteht, dann soll er ihm aus dem Weg gehen. Als Jugendlicher findet der eigene Betätigungen.
Leider falsch. Das Kind, auch wenn jugendlich, braucht vor allen Dingen den Rückhalt und die bedingungslose Liebe der Mutter. Wenn sie das nicht geben will oder kann, richtet das lebenslange Schäden an.
Ein paar Stunden Computerspielen mit den Freunden gleicht das nicht aus. Marcell, deine Überlegungen sind grenzwertig fahrlässig.
 
  • #13
Ich denke, er wird irgendwann wieder zurückrudern, jedoch gefällt mir dieser Druck nicht und ich bin auch nicht bereit, auch noch ständig zwischen den Streithähnen zu stehen.
Wer kennt solche Situationen?
Also deine hierbeschriebene Situation ist landauf und landab bekannt, also nicht einmaliger Natur. Dire Ursache dafür ist, dass es bei euch nicht passt und auch nie passen wird! AL Elternteile sind immer problematisch für kinderlose Partner, habe dies selbst oft erlebt, gehe keine solche Beziehung mehr ein! Es wäre ganz bestimmt besser, wenn er nicht mehr zurückkommt, denn es werden nur verstärkte Wiederholungen stattfinden, die weder dir noch deinem Sohn gut tun! Willst du das?
 
  • #14
Ich fände es jetzt auf jeden Fall wichtig dass du dich zu deinem Sohn bekennst. Das muss ja nicht gleich die Trennung bedeuten, aber es ist enorm wichtig für dein Kind dass er weiß, dass du auf alle Fälle immer zu ihm hältst und dass du zur Not immer dein Kind wählen würdest.

Was war das denn für ein Streit zwischen deinen Sohn und deinen Freund?

w(28)
 
G

Ga_ui

  • #15
. Ich habe sie nicht angetrieben, ich habe nicht vorgegeben, welche Abi-Fächer sie wählen soll, ich habe sie nicht gezwungen, einen anderen Studiengang zu wählen
Solche Typen sind massiv unzufrieden mit sich selber und dass sie selber nie die Möglichkeit hatten, das zu studieren, was sie selber wollten. Was man selber nicht bekommt, gönnt man schließlich auch keinem anderen.
Es bringt genauso wenig, Wirtschaft zu studieren, wenn man sich in Wirklichkeit für was anderes berufen fühlt. Was soll der hohle Quatsch?

Kinder haben mit der Sache nichts zu tun. Kinder missbraucht man aber gerne als Opfer, weil sie sich ja schließlich nicht wehren dürfen.
Wenn ein Partner genervt ist, soll er eben gehen. Wenn du immer 100 % gibst, ist das keine Beziehung. Wenn er deswegen genervt ist, dann ist er ein Schmarotzer. Er soll ja erstmal was leisten in der Beziehung, ansonsten Ende und vor die Türe setzen.
Du solltest auch Unabhängigkeit wegen deinem Kind ausstrahlen. Du bist schließlich die Vorbildsrolle und kein kleines Mädchen, die sich von einem alten Herrn was sagen lässt.

Und wenn dir das Verhalten wiederstrebt, bei ihm anzuklopfen, dann lass es doch? Tief in deinem Herzen weißt du doch längst, dass er nicht wirklich Bock hat mir dir. Weder mit dir, noch mit deinem Sohn. Warum er bei dir bleibt? Keine Ahnung, aber nach Hörensagen sind es meist ganz primtive Dinge: Geld, gemütliches Sofa, großer Fernseher, Essen und Verpflegung, Sex.
 
  • #16
Leider falsch. Das Kind, auch wenn jugendlich, braucht vor allen Dingen den Rückhalt und die bedingungslose Liebe der Mutter. Wenn sie das nicht geben will oder kann, richtet das lebenslange Schäden an.
Ein paar Stunden Computerspielen mit den Freunden gleicht das nicht aus. Marcell, deine Überlegungen sind grenzwertig fahrlässig.
Ich meinte damit nicht die Mutter, sondern ihren Partner.

Wenn ihr Kind keinen Kontakt will, mit dem neuen Mann seiner Mutter, dann soll man nichts erzwingen. Wenn der neue Mann mit Kindern nicht zurecht kommt, dann auch nichts zwingen. Im Extremfall wäre der Mann dann ungeeignet, als Partner für Mütter mit Kindern.
 
  • #17
Zu deiner Beziehung zu dem Mann haben ich ehrlich gesagt keine Meinung, aber dafür zu deinem Nebenthema: dein Kind.

Ich habe im Zusammensein mit meiner Tochter drei richtige Fehler gemacht. Die zählt sie auf als sehr verletzend. Vielleicht waren da noch mehr, aber an die erinnert sich sich nicht oder sie waren nicht so schlimm.
Also einer der drei Fehler war folgender:
Sie war etwa 16, also wohl ungefähr so alt wie dein Sohn.
Ich hatte damals viele Dates und wenn es etwas ernster wurde, kamen die Männer auch zu mir nach Hause ( NICHT parallel, keine Sorge, schön einer nach dem anderen und es gab mit fast keinem Sex ).
Wenn ich Besuch hatte, schlief meine Tochter bei Ihrer Freundin oder einer Freundin. An diesem Tag hatte aber einfach keine Zeit und so quartierte ich sie bei meiner Freundin ein und sie 'durfte' erst um 11 Uhr, als der Mann weg war, wieder nach Hause kommen.
Obwohl es bei meiner Freundin schön ist und die beiden sich sehr gut verstehen, hat sich meine Tochter abgeschoben gefühlt.
So als sei sie weniger wichtig als dieser Mann. Zweite Reihe.
Ich habe ein wirklich schlechtes Gewissen, mich vielfach entschuldigt und so etwas nie wieder gemacht.

Gut, dass sie mir es gesagt, hat, wahrscheinlich hätte ich sonst nicht gemerkt, was ich ihr angetan habe.

Liebe FS, glaubst du, dein Sohn würde es dir offen sagen, wenn du ihn verletzt ? Hoffentlich schafft es das.
Dein Kind ist das allerwichtigste in deinem Leben und das solltest du ihm immer zeigen.

w 48
 
  • #18
Danke für die Antwort.
Nein, nach einem eingeschränkten Kreis von Antworten suche ich nicht.
Aber du triffst es gut mit Deiner Antwort, so fühle ich mich wirklich. Ständig am agieren.
Meine Frage geht wohl tatsächlich in die Richtung, ob eine solche Beziehung tatsächlich einen Sinn macht.
LG.
 
  • #19
Kannst du mal sagen, worum es bei diesem Streit ging?

Ich verstehe das Problem nicht? Teenager gehören nicht in der Stube eingeschlossen, sondern wie bei uns früh: Raus an die Luft mit einem Ball. Mit anderen Worten: Schick ihn zweimal pro Woche in einen Sportklub, lass ihn ein Musikinstrument lernen oder lass ihn meinetwegen in seinem Kinderzimmer Pc- Spiele spielen oder gib ihm ein paar Euro fürs Kino und Freundetreffen. Je nach dem, was für ein Typ dein Kind ist. Damit powert er sich aus. Aber bloß nicht den Jungen daheim vertätscheln neben dem Partner!

Teenager machen Stress, weil sie sich abnabeln versuchen und das sehr aggressiv. Das ist nur natürlich. Je mehr Eltern dagegenhalten, desto mehr eskaliert es. Der Teenager muss und möchte sicher nicht zwischen euch in der Wohnung abhängen, mitessen oder fernsehn gucken. Erst recht nicht mit einer ihm fremden Person, Dach und Decke teilen. Vermutlich euch beim Sex zuhören. Das würde jeden aggressiv machen.

Ein Kind in die Beziehung bringen, ist schon schwer genug. Die meisten Männer wollen so eine Partnerin nicht. Das Einzige, wie du dieses Problem retten kannst, ist ihm den Rücken freizuhalten und das Kind "wegzubuxieren", solange ihr Zeit für euch als Paar nimmt.

Problematisch sehe ich Frauen, die sich voll im Job engagieren, heimkommen und dann erwarten, dass jeder (Kind/Mann) nach ihrer Nase zu springen hat.

Warum sollte er "zurückruden"? Ich sehe diese Beziehung als sehr instabil bis beendet. Er wird irgendwann eine Frau finden, die noch keine Kinder hat, weil das einfach angenehmer ist.
Aufgrund eurer Unzufriedenheit ist er auch ein guter Kandidat fürs Fremdgehen.
Den einen Teil verstehe ich nicht. Woran ist in meinem Post abzuleiten, dass mein jüngerer Sohn zwischen uns rumhängt, da er nicht rausgeht?
Die Situation ist die, dass wir zusammen kommen am Abend und dass dann auch die Kids mitunter hin und wieder dabei sind. Meinem Freund gefällt das nichts o sehr, vielleicht, weil er dann nicht die erste Geige spielt. In diesem Fall war es so, dass mein Freund die Lebensgefährtin des Vaters schlecht gemacht hat und mein Sohn auf die Palme ging.
Mir stinkt diese Spannung sehr, zumal es mir manchmal schleierhaft ist, wie ich die unterschiedlichen Bedürfnisse erfüllen soll, ohne selbst ständig zu kurz zu kommen.
 
  • #20
Klarer Fall.
Die FS ist kein Männertyp, somit hält sie alles aus, nur um einen Partner zu haben und hält schon jahrelang das Desaster aus.

Ich mach es kurz, Schluß machen, Neuorientierung ohne Mann,
Selbstwertaufbau und im Notfall Single bleiben, ist besser als das hier.
 
  • #21
Schon einmal herzlichen Dank für wirklich tollen Antworten. Ich melde mich ausführlich, wenn ich es vom PC endlich wieder schaffe, mich einzuloggen. Da stimmt leider etwas mit dem PW nicht und ich kann mich aktuell nicht zurück setzen lassen. Da es vom Handy aus sehr mühsam ist, melde ich mich dann wieder.
 
  • #22
Ich lebe selbst seit 13 Jahren mit meinen heute fast 17 ährigen Söhnen alleine.
Also erstmal Kopf hoch. .Und zwar stolz!
Wer wie wir noch arbeiten geht, kann sagen ich ernähre meine Familie und habe einen 15stunden Tag.
Wenn ihr seit Jahren zusammen seid, kannte er Deinen Sohn schon, als er kleiner war.
Da hätte ein herzlicher Mann genug Nähe aufbauen können um die Chaosphase durchzuhalten.
Klar wird in der Pubertät die Babyklappe zu klein, ja meine finde ich auch manchmal doof aber 5 Minuten später ist es auch wieder gut.
Also fehlt es deinem Partner schon an Grundgefühlen.
Mein Ex war selbst Vater von älteren Söhnen, die auch keinen Mist ausgelassen haben und die ich dennoch mochte.
Umgekehrt war er ähnlich charmant wie Deiner, als hier der erste Schwipps kam.
Er flog. ..An dem Abend aus der Tür und nach 6 Jahren aus meinem Leben ( wohnten nicht zusammen )
Sind wir zuviel, ist er zu wenig

Mir geht es übrigens gut, die Jungs lösen sich naturgemäß, ich habe mehr Freizeit und unternehme viel.
Hätte ich gerne vorher gewusst, dann wären es keine 6 Jahre geworden.
 
  • #23
...dass mein Freund die Lebensgefährtin des Vaters schlecht gemacht hat und mein Sohn auf die Palme ging.
Wenn dein Freund diese Frau kennt, darf er eine Meinung zu ihr haben und sie äußern. Wenn er das in angemessener Weise tut, ist alles ok.
Dein Sohn darf die Frau verteidigen. Wenn er es in angemessener Weise tut, ist alles ok. Wenn die Form nicht angemessen ist ( auf die Palme gehen ) ist das normal für einen Jugendlichen und du kannst ihm, wenn sich alle wieder beruhigt haben, beibringen, was angemessen ist.

Dass sich Eltern und Jugendliche in die Haare kriegen ist völlig normal. Das hat die Natur so vorgesehen. Die Pubertätsrenitenz dient der Ablösung von den Eltern, was durchaus wünschenswert ist.
Blöd nur, dass in unserer Gesellschaft die ablösungsbereiten jungen Erwachsenen ( das sind sie biologisch und die Natur möchte, dass sie von den Eltern weggehen und sich einen Partner suchen zwecks Fortpflanzung ) noch lange bei den Eltern bleiben müssen und i.d.R. erst weggehen, wenn die Renitenzphase überwunden ist.

Ich denke und erlebe im Freundeskreis, dass vor allem Jungen mit ihren Vätern aneinander krachen.
Jetzt, da die Jungs, die ich kenne, alle volljährig oder ein paar Jahre darüber sind, würde ich sagen, dass keiner von ihnen ein inniges, liebevolles Verhältnis zum Vater hat.

Die Querelen zwischen deinem Sohn und deinem Freund finde ich daher normal im Sinne von regelhaft, nicht im Sinne von wünschenswert.

Dass dein Freund dann abhaut, verstehe ich ( das können leibliche Väter nicht ), aber es ist kindisch. Von ihm als erwachsenem Mann dürfte man etwas mehr Souveränität erwarten.
Und dieses infantile Aufstampfen und 'menno'-Sagen schießt ihn nun wirklich ins Aus. Wenn er dich nicht mehr besuchen will, soll er halt wegbleiben. Ich würde die Frequenz der Besuche bei ihm deswegen nicht erhöhen. Diese Zeit bist du dann ja nicht zuhause und fehlst deinem Sohn. Wenn der weggeht und bei einem Freund übernachtet, kannst du dann ja deinen Freund besuchen.
Oder eure Beziehung ist ohnehin nicht ( mehr ) so toll und du entschließt dich zur Trennung.

w 48
 
  • #24
Mir stinkt diese Spannung sehr, zumal es mir manchmal schleierhaft ist, wie ich die unterschiedlichen Bedürfnisse erfüllen soll, ohne selbst ständig zu kurz zu kommen.
Ich habe mich bewusst damals, als mein Kind in die Pupertät kam, entschieden Single zu sein. Deine Geschichte las ich vorher in einem Forum und den ganzen Stress mit Berufstätigkeit, Teenie und Mann, der selber wenig Zeit hat usw. wollte ich zu meinen Lasten und vor allen Dingen zu Lasten meines Kindes uns nicht zumuten.

Somit hatte mein Kind eine ruhige Teenagerzeit, eine halbwegs entspannte Mutter und interessante Weise, kaum war mein Kind volljährig, interessierten sich die Männer dann für mich sehr. Aber alles Männer mit wesentlich kleineren Kindern, die von den Müttern rausgeschissen wurden, weil Mann fremd ging, oder sich als nicht Familientauglich entpuppte.

Mit einem inzwischen gut aufgebauten Selbstbewusstsein winkte ich lächend diesen Männern ab, teilweise erzählten sie mir noch von ihren Potenzproblemen, wo ich nett ehrlich war und ihnen noch sagte, dass sie wenig von dem mitbringen, was ich mir für eine gute Beziehung vorstelle.

Sie verstanden kaum, was ich meinte, nämlich ausreichend Zeit, eine geklärte Seele, keinen Stress und Wut noch mit/auf die Ex, eine gesunde Seele, ausreichend Geld für gemeinsame Urlaube usw., es gab welche, die konnten sich nicht mal den Latte für sich selbst bezahlen, nee, warum soll ich mir so einen Mann in mein aufgeräumtes, inzwischen enstpanntes, gut finanziell ausgepolsteres Leben holen?

Diese Singlezeit habe ich genutzt, um es mir gut gehen zu lassen, mich an erster Stelle zusetzen, meine Psyche zu schonen, mich zu hegen und zu pflegen, und wenn ich Lust hatte, war es nie ein Problem, eine männliches Lekkerlie zu gewinnen ,-).

Also liebe Frauen, wenn ihr einen Teenie im Haus habt, oder eurer Kind wird bald ein Teenie, überlegt gut vorher, ob ihr alles habt, was man für eine Beziehung braucht und schaut beim Mann genau hin ob er auf ähnlichem Niveau lebt. Tut er das nicht, ist vorprogrammiert, dass es ein ständiger Kampf wird, bzw. schnell die Luft raus wird und Mann dann geht, weil es ihm zu stressig wird.

Da bin ich mit einem jüngeren Lover doch viel besser dran. Wie sagen die Männer so schön... warum eine Kuh kaufen, wenn man nur ein Glas miclh trinkgen wil...?l. Genau, so halte ich es jetzt auch und es geht mir dabei besser, als ich je dachte.

w