• #31
Aber er müsste sich das eigentlich denken können.
Ich denke, er ahnt schon...wenn er etwas mitdenkt.
Sag's ihm bei passender Gelegenheit offen, dass du nie mit ihm zusammenziehen willst, keine Heirat, keine Kinder.
Ohne Interprationsspielraum zu lassen.
Und ohne dich mittels vieler Beispiele zu rechtfertigen, so wie du es hier in diesem Thread tust.

Du verlangst nach Absolution für deine Abweichung vom Mainstream
Genau.
Aber das musst du nicht.
Denn es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Nur Passung.
Falls dein Freund LAT auch so richtig gut findet, gibt's kein Problem und dann ist keine Rechtfertigung nötig.
Gib ihm aber unbedingt die Chance zu überlegen, ob er das wirklich gut findet.
Kann übrigens sehr gut sein, dass er mit dir LAT gut findet, weil er mit dir gar nicht so richtig eng zusammen sein will. Mit einer anderen dann aber schon.
Und du vielleicht ebenso, wer weiß ?

Ich bin mir sehr sicher, dass es bei mir nicht um den expliziten Mann geht, sondern ich grundsätzlich LAT gut finde.
Ich bin aber auch schon ziemlich alt und zudem schon immer und zunehmend ein Einzelgänger. Und ein Kind habe ich auch schon.
Ich habe auch so meine Bedenken mittlerweile, jemals einen Partner zu finden fürs LAT Modell.
Auch nach meiner Erfahrung ist das extrem schwierig.
Alle Männer, die ich vor meinem jetzigen hatte, wollten vor allem klammern, daran ist es dann gescheitert.
Andere Männer wollen gar keine richtige Beziehung, sondern lose ein bisschen Spaß haben, hier wird das gerne 'Schönwetterbeziehung' und 'Rosinenpickerei' genannt und daher auch nicht zusammen wohnen.
Einen Mann für eine richtige, tragfähige Beziehung zu finden, der trotzdem in seiner eigenen Wohnung bleiben will, ist extrem selten denke ich. Gilt für Frauen sicher genauso. Aber ich bin eine.

Ich habe dieses Glück, einen solchen Mann gefunden zu haben.
Für mich ist LAT mit Liebe perfekt.
Ich habe ihm allerdings deutlich gesagt, dass ich kein Kind mehr will ( er hatte mich dies gefragt, als ich 47 war, ächz ), ich habe drei Heiratsanträge nicht angenommen und ich habe schon vor unserem allerersten Treffen, am Telefon gesagt, dass ich nicht zu ihm ziehen würde und bei mir auch kein zweiter Bewohner Platz hat und er fand beides damals richtig toll. Bis heute, fast fünf Jahre später sagen wir das gelegentlich zueinander oder zu anderen, wenn wir danach gefragt werden.
Wie er sich das mit Heirat und Kind ohne Zusammenwohnen vorgestellt hat, habe ich nicht vertieft, wozu auch ?

w 51
 
  • #32
Hi Berlinerin,

ja, so wie du dich darstellst, denke ich schon dass du bindungsgestört bist, aber:
wenn du kein Problem damit hast und keinen Leidensdruck, ist das völlig ok, also leb dein Leben. Ich bin mir zudem sicher, dass du deine Befindlichkeit in der Stadt in der du lebst mit vielen anderen teilst und frei ausleben kannst. Ergo: du brauchst keine 'Absolution für deine Abweichung vom Mainstream' (Zitat Ejscheff).

Dafür, dass du deinem Partner nicht die Wahrheit sagst, würde ich dir allerdings keine Absolution erteilen, denn du machst ihn dadurch verdammt unfrei. ...

53, w
 
  • #33
Ich habe keine Lust, mich um Kinder zu kümmern, überhaupt schwanger zu sein, nachts wachgeschrien zu werden und ich sehe keinen Sinn darin, was mir ein Kind bringen würde...
Weil du noch nicht erwachsen geworden bist , sondern Egoismus eines Kindes hast. Was dir ein Kind bringt?? Ein Kind zu haben bedeutet- was ich einem Kind geben kann. Du kannst nichts geben, weil du selber noch bedürftig bist und in Konkurrenz zum " anderen" Kind stehst.
Du benutzst deinen Freund, so wie du andere Kuschelfreunde benutzst. Ferner ist dein Freund keine Hilfe für dich, siehe dein Unwohlsein, sondern zusätzliche Belastung, du spürst das unbewusst, deswegen weißt du, er ist nicht der Mann deiner Träume. Du verpackst es blos schön, weil du mit der Realität nicht konfrontiert sein willst, schließlich hättest du dann nicht mehr so tun können, als ob. Tut mir leid, ich sehe hier ein großes Sichwasvormachen.
 
  • #35
. Und ich habe keine Lust auf Verantwortung für andere.
Ja, das merkt man, du hast ja nicht mal die Fähigkeit, Verantwortung für den Partner an deiner Seite zu übernehmen. Nämlich die, dass du ihm klare Ansagen machst. Stattdessen bist du eins von diesen angenehmen Exemplaren, die überzeugt sind, dass man ständig alles erraten müsse, was der andere denkt und fühlt, und sich diesen Befindlichkeiten anpassen muss. Wenn du Bedürfnisse hast, äußere sie klar! Genauso, wenn man krank ist, und dann in Ruhe gelassen werden möchte: einfach sagen! Das ist nicht schwer! Die Welt geht davon nicht unter!
Ich persönlich nenne ein solches Verhalten nicht bindungsgestört. Ich nenne es oberflächlich und konfliktscheu. Du willst eine Schönwetterbeziehung. Weil du denkst, dass wenn man zusammenwohnt, knallts dauernd wegen dem offenen Klodeckel oder der Zahnpastatube.
Was ist denn eigentlich so schlimm daran, wenn es mal knallt? Man entwickelt sich doch gemeinsam, durch Freud und Streit, man lernt eine Streitkultur und entwickelt Sozialkompetenzen. Das schult ja auch, mit anderen Menschen gut zurechtzukommen, man bleibt quasi auch in Form. Man lernt, nicht nur seine eigenen Bedürfnisse zu kommunizieren, sondern auch die des anderen wahrzunehmen und auch auf sie einzugehen. In dem man eben NICHT allen Konflikten aus dem Weg geht. Und das tust du aber. Du lebst quasi als Single, und hast ein Abo auf einen Man für die schönen Stunden. Und das betrifft, vermute ich mal, nicht nur dein Beziehungsverhalten, sondern auch andere Lebensbereiche. Du gehst den bequemsten Weg des geringsten Widerstandes, du hast keine Lust, dich mit einem anderen Menschen wirklich eng und ernsthaft auseinanderzusetzen.
Ich finde, du solltest nicht deine Art, Beziehung zu führen, hinterfragen, sondern diese Gedankenweise, dass Nähe automatisch zu schweren nervigen Konflikten führt mal überdenken. Und warum du diese nicht aushalten kannst, sondern den anderen dann sofort wegbeißt. Vielleicht auch mal bedenken, wieso der Typ an deiner Seite dich nervt.

Und zum Abschluss:
Mach doch was du willst. Das ist doch den anderen völlig wurst, wie du lebst. Interessiert doch niemanden, ob du zusammen wohnst oder nicht. Das oben genannte Denkweise aber durchaus manchmal absurde Situationen hervorruft, wie zu Beispiel, dass dein Freund nur so halb weiß, was du willst, und den Rest erraten muss, ist ja irgendwie logisch. Du bist dir seiner auch überraschend sicher. Das heißt, du rätst auch, was in seinem Kopf los ist. Du kannst überhaupt nicht genau wissen, ob es ihm nicht irgendwann doch zu blöd wird, immer nur auf deine Bedürfnisse Rücksicht nehmen zu müssen, und er sich irgendwann von dir entfernt. Aber ist ja auch egal, hast ja noch deine zwei Freunde als Netz.
Du bist deswegen kein wertloserer Mensch als alle anderen.
 
  • #36
Das würde aber bedeuten, dass jede Frau normalerweise den Wunsch haben müsste, Mutter zu werden, was ich bezweifle. Ich habe keine Lust, mich um Kinder zu kümmern, überhaupt schwanger zu sein, nachts wachgeschrien zu werden und ich sehe keinen Sinn darin, was mir ein Kind bringen würde....nichts außer Stress. Warum sollte ich mir das antun? Außerdem habe ich eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die ich weitervererben würde und das muss auch nicht sein. Aber das ist nicht der Hauptgrund, vorwiegend sind mir Kinder zu anstregend. Und ich habe keine Lust auf Verantwortung für andere.

In der Tat neben einer schlechten eigenen Kindheit gibt es weitere Gründe gegen eigene Kinder:

1) Der geeignete Partner fehlt. Alleinerziehend wird als zu hohes Risiko eingeschätzt. Bzw. Männer können nicht allein schwanger werden.

2) Unfruchtbarkeit, damit gehen die wenigsten offen um und die meisten erklären ihre Kinderlosigkeit dann mit Unlust auf Kinder.

3) Überforderung, u.a. durch Hochsensibiltät kann dazu führen, dass einen schon die Idee eigener Kinder überfordert. Bizarrerweise werden viele Hochsensible Lehrer. Das erklärt vielleicht auch die überdurchschnittliche Anzahl von Burnouts im Lehrerberuf und das Selbstbild vieler Lehrer den schwersten Beruf der Welt auszuüben, was einfach nur Bullshit ist.

Oder das was du selbst anführst:

4) den Wunsch eine Erbkrankheit nicht weiter zu verbreiten

5) Ablehnung bzw. Angst vor Verantwortung (oft ein Zeichen für mangelnde Reife)

Keine echte Rolle spielt meiner Meinung nach der drohende Komfortverlust.

Du schreibst im von mir zitierten Beitrag noch darüber, dass dein Geliebter sowieso keine andere Frau finden würde und umschreibst, dass du das gegenseitige Übernehmen von Verantwortung z.B. im Krankheitsfall ablehnst. Beides sind noch viel stärkere Normabweichungen als das was du vorher geschrieben hast.

Gerade das Übernehmen gegenseitiger Verantwortung insbesondere in Krisen und Notfällen wie Krankheiten macht eine partnerschaftliche Beziehung aus. Entfällt das, bleibt eigentlich nur eine (Sex)Affäre also ein reines Wellness Ding.

Wenn du tatsächlich Probleme mit solchen emotionalen Dingen hast, hast du höchstwahrscheinlich auch eine Beziehungsstörung. Da sie dich aber nicht stört ist sie für dich theoretisch irrelevant. Da du nachfragst scheint sie praktisch für dich aber doch relevant zu sein.

Einem Partner zu unterstellen, dass er sowieso nichts anderes findet, ist wie eine Grube graben in die man am Ende selbst hinein fällt. Wahrscheinlich würdest du trotz deiner Persönlichkeit leiden wenn ihn überraschend eine andere distanzierte aber doch partnerschaftlichere Frau aufreisst.

Hier Fragen zu stellen deutet darauf hin, dass man unzufrieden ist. Überleg dir was dich genau stört, was und wie daran etwas ändern kannst und ob du dich überhaupt weiter entwickeln willst.
 
  • #37
Auch für mich ist LAT optimal. Und auch ich lebe das.

Und so wie bei @frei wissen es beide Beteiligten, wissen, dass dies Eure Form der Partnerschaft ist und es sind alle so zufrieden. Es war bei Dir sicher von Anfang an die klare Aussage, wie bei @frei auch. Kein Rätseln, kein sie / er muss sich wissen, kann sich denken...
Und dann ist es fair und gut.
So finde ich es nur egoistisch und absolut unfair.

Die Eckpunkte einer Partnerschaft gehören offen von Anfang an benannt, und dann kann sich jede*r frei entscheiden, ob er / sie will oder nicht.

Wir Frauen fordern immer Klartext von den Männern - dann sollten wir aber auch so handeln.

Für mich ist es Lügen und Täuschen. Inakzeptabel.

W,49

Ach so, ich kann sowohl selbst putzen als auch die notwendigen Reparaturen im Haus selbst erledigen - oder den Hörer in die Hand nehmen und einen Handwerker rufen, und selbst bezahlen, dafür muss bei mir kein Mann einziehen.
(Für die Fraktion, die diese Intention den Frauen gerne unterstellt.)
 
  • #38
Verlustangst...? Ja, aber hat nicht jeder Mensch Angst davor, irgendwann alleine da zu stehen? Ist doch sicherlich für niemanden angenehm oder?

Warum du mit zwei anderen Männer auch rummachst
Ich mag die auch; nicht wie meinen Freund, aber ich habe die gern und Rückenkraulen sehe ich nicht als Herummachen. Ich war immer ein kuscheliger Typ und habe mich gerne bei anderen angelehnt oder andere bekrabbelt...auch früher meine Freundinnen in der Schule...Nur wir Erwachsenen entwickeln irgendwann die Einstellung, dass das komisch wäre.


Weil du noch nicht erwachsen geworden bist , sondern Egoismus eines Kindes hast.
Na und? Ist doch schön, sich eine kindliche Freude bewahren zu können und das Leben nicht so ernst zu nehmen.

...deswegen weißt du, er ist nicht der Mann deiner Träume.
Bei Lichte betrachtet ist niemand ein Traum-Mensch. Und nein, wenn mir nicht gut ist, will ich NIEMANDEN um mich haben. Alle anderen Menschen – JEDER – nervt mich da nur. Wenn es einem schlecht geht, dann sind alle Gedanken automatisch darauf gerichtet und das erschöpft alle Ressourcen.

Das sollte aber Dein Hauptgrund sein, um nicht Mutter zu werden.
Nö, ich sehe es nicht als Lebenszweck einer Frau, Kinder zu bekommen und „Mutter zu werden“ - wir leben nicht im Mittelalter. Hast du als Mann überhaupt das Recht, einer Frau Vorhaltungen zu machen, weil sie keine Kinder will?

von diesen angenehmen Exemplaren, die überzeugt sind, dass man ständig alles erraten müsse, was der andere denkt und fühlt...
Ich erwarte nicht, dass andere IMMER erraten müssen, was ich will, aber in manchen Situationen ist es auch nicht angemessen, jemanden wegzuschicken, der sich sorgt. Außerdem hat mein Freund eine Zweiraumwohnung, was hätte er machen sollen, sich in der Abstellkammer einschließen bis es mir besser geht? Projiziere bitte deine negativen Erfahrungen, die du offenbar mir anderen gemacht hast, nicht auf mich! Ich kann sehr wohl klar meine Meinung sagen, aber es gibt Situationen, wo es mir nicht hilfreich erscheint, das zu tun. Man muss anderen auch nicht immer alles, was man gerade denkt, ungefiltert an den Kopf werfen.

Nein, ich finde nicht, dass man an Konflikten wächst, ich finde Konflikte destruktiv. Ich kläre Dinge gern ruhig und friedlich, in einem unaufgeregten Gespräch und nicht mit Zickigkeit, Geschreie und Theater.

insbesondere in Krisen und Notfällen macht eine partnerschaftliche Beziehung aus.
Wenn er Probleme hat, helfe ich ihm schon. Aber ich wöllte das für mich nicht; ich komme bei Schwierigkeiten immer alleine am besten klar.

leiden wenn ihn überraschend eine andere distanzierte aber doch partnerschaftlichere Frau aufreisst.
Ja klar, ich hab ihn ja gern.

Aber ich mag mich so wie ich bin und möchte mich nicht verändern. Und das hier ist ein Diskussions-Forum, da muss es keinen wahnsinnigen Leidensdruck geben, nur weil man etwas schreibt.
 
  • #39
Puh, also da kommen viele Dinge zusammen. Ein anstrengendes Elternvorbild, wo es ständig Reibereien wegen Alltäglichen gibt. Ein Freund,der eher konservative Vorstellungen hat (Frau macht den Haushalt, du sollst zu ihm ziehen und pendeln,). Auf deiner Seite eine Erkrankung, wo du lieber allein sein möchtest, wenn es dir nicht gut geht. DeinFreund hat eh keine Chance bei Frauen, deshalb macht er alles mit. Wenig Intimität in der Beziehung, da wenig offene Kommunikation. Ist das nun krank oder gestört? Bestimmt nicht, solche Beziehungen gibt es Zuhauf. Ein Arrangement. Weiss dein Freund eigentlich von deinen Kuschelfreunden? Kannst du bei denen mehr du selbst sein,weil es um "nichts"geht, weil du da auch Schwächen zeigen kannst, dich fallenlassen kannst? Wie gesagt, du kannst so leben,wir sind ein freies Land. Ob du dich damit wohlfühlst, kannst nur du entscheiden.
 
  • #40
Die Frage für mich ist am Ende für die "Beurteilung", ob er in der Fernbeziehung leben will oder nicht. Weils schon 7 Jahre geht, denke ich, es ist ok oder ihm ist nur noch keine andere Frau begegnet, in die er sich verlieben konnte, was vielleicht an sich nicht geht, weil er mit Dir noch Hoffnung hat. Was aber auch Blödsinn ist, wenn man ZUSAMMEN wohnen will. Da ist auch 1 km zu viel, weil der andere immer noch nicht in der eigenen Wohnung sitzt. Also dass Du in seine Nähe ziehst und pendelst, ist für mich nicht "ich will mit dir zusammenziehen". Es heißt nur "mach es doch bequemer für uns (also mich)".

Außerdem, wer weiß, wenn ich in 30 Jahren mal Rentner bin denke ich vielleicht anders?
1A Egoismus, oder? Kann man so leben, wenn man Leute findet. In einem anderen Thread diskutieren wir auch gerade darüber, ob eine Frau ein teures Schmuckstück einfach ohne weitere Diskussion behalten sollte, wenn sie den Mann, der es ihr geschenkt hat, nicht als Partner will, oder ob sie es zurückgeben sollte, weil er es möglicherweise nicht geschenkt hätte, wenn er schon wüsste, dass sie ihn nicht will.
Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Selbst, wenn er anderen auf den Leim geht und sie ihn benutzen. Das kann sich der Ausnutzer immer sagen. "Der kann sich ja denken/müsste sich eben mehr vergewissern, dass ich für seine Leistung nie ne Gegenleistung antrete".
Und ich habe keine Lust auf Verantwortung für andere.
Dann wirst Du ihn wohl verlassen, wenn er als Rentner pflegebedürftig ist.

Vielleicht ist er genauso "bindungsgestört" oder "nicht-bindungsgestört" wie Du. Ich meine, seit SIEBEN Jahren seid ihr zusamen. Wenn er jetzt wirklich zusammenziehen wollte, hätte er Dich wohl längst verlassen.
Also was genau ist Dein Thema? Dass andere zusammenziehen wollen? Dass Du tierische Angst vorm Alleinsein hast? Hast Du. Sonst hättest Du nichts geschrieben von Deinen beiden kraulenden Platonischen und würdest Dir nicht vormachen, total unabhängig zu sein. Dass Du das tust, davon bin ich überzeugt.
Verantwortung hast Du vermutlich früh als Kind schon für wen übernehmen müssen aus Deiner Familie. Als Zahlung für die Geborgenheit, nicht rauszufallen aus der Familie. Denn wenn ein Kind nicht das tut, was verlangt wird für das Akzeptieren im Familienverband, muss es ja um sein Überleben fürchten. Da kann es schon passieren, dass man nie wieder Verantwortung für wen anderes haben will. Verantwortung als Kind kann verschiedene Formen haben. Für die schwache Mutter, die sich immer beim Kind ausheult und nicht begreift, dass ein Kind daraufhin versucht, eine Lösung zu finden, aber nie die Macht hat, die Lösung durchzusetzen. Für jüngere Geschwister. Für ein krankes Elternteil. Für Kummer über ein ganz oder teilweise abwesendes Elternteil.
 
  • #41
Ach ja- die www-Küchenpsychologie.
Wenn ich mich mit meinem gefährlichen 1/8 Wissen richtig erinnere, gibt es da die Hypothese von der aktiven Bindungsstörung (=Mensch flieht , wenn es enger, näher wird) und der passiven (nur Interesse und Anziehung für Menschen, die offen oder latent nicht verfügbar sind). Es kann ja auch sein, dass ihr da eigentlich gut "zusammenpasst", Du als aktive Vermeiderin, die eine gewisse Distanz wahrt, und er, der in Deinem Orbit bleibt, weil er-auch wenn ihm das nicht bewußt ist-, bei Erfüllung seines Wunsches in Panik geraten könnte. Ist aber nur so eine Idee - denn angeblich ziehen sich jeweils bindungsfähige Menschen an und die bindungsängstlichen im anderen Lager ;)
 
  • #42
Wenn 1973 Dein Geburtsjahr sein sollte, hat sich das Thema Kinder ja sowieso schon länger erledigt, wozu sich also viele Gedanken darum machen. Nur solltest Du ihm klar sagen ,dass Du nie zusammen ziehen möchtest,wobei er das nach 7 Jahren Beziehung sicher eh ahnt.
 
  • #43
Du musst dich niemandem gegenüber für dein Bedürfnis nach LAT entschuldigen oder rechtfertigen, noch schlechtfühlen, auch nicht dafür, dass du keine Kinder möchtest.
Die einzige Schwierigkeit besteht darin, einen Partner zu finden, der das genauso möchte oder zumindest kein Problem damit hat.
Du sagst es deinem Freund zwar nicht deutlich, was ich nicht ganz fair finde, aber andererseits, wenn er sich seit sieben Jahren von dir auf "vielleicht später" vertrösten lässt, und er ist ja auch nicht mehr 18, scheint ihm ein Zusammenleben mit dir definitiv auch nicht sooo wichtig zu sein, sonst hätte er sich vermutlich schon getrennt, um mit einer anderen Frau sein Bedürfnis zu verwirklichen. Es kann aber auch sein, dass ihm bisher einfach nur noch nicht die richtige Frau über den Weg gelaufen ist ...
Du solltest dir aber darüber im Klaren sein, dass in deiner Beziehung ein dauerhaftes Problem schwelt, denn einer von beiden (dein Freund) ist mit der Form der Beziehung nicht wirklich glücklich. Solche Beziehungen sind besonders gefährdet, zu zerbrechen.

Ich hatte eine ähnliche Situation wie du: Mit 45 (dein jetziges Alter) war ich seit 9 Jahren in einer LAT-Beziehung. Für mich kam nur LAT in Frage, mein Freund wollte immer zusammenziehen und litt darunter, dass ich es nicht wollte. Er trennte sich aber auch nicht von mir - bis, ja bis er nach 11 Jahren Beziehung eine zwanzig Jahre Jüngere kennenlernte, die ihm ausreichend den Kopf verdrehte und die es dann wert war, mich zu verlassen. Mit ihr ist er seitdem zusammen, d.h. schon einige Jahre - zu meinem großen Erstaunen erfuhr ich voriges Jahr, dass sie ebenfalls getrennt leben, weil sie es so möchte! Nun ja ...

w53
 
  • #44
Aber ich mag mich so wie ich bin und möchte mich nicht verändern. Und das hier ist ein Diskussions-Forum, da muss es keinen wahnsinnigen Leidensdruck geben, nur weil man etwas schreibt.
Sehr schöner Beitrag, Hut ab.
Du zeigst hier, wie man sehr sachlich und unaufgeregt auf provokative Bemerkungen reagieren kann.
Inhaltlich gehe ich auch nahezu deckungsgleich mit. Kann sein, dass mir dieser Post auch deswegen so gut gefällt.
Hm, nein, nicht nur inhaltlich auch technisch.

Ok, ich denke, du hast deutlich gemacht, dass bei dir alles ok ist. Naja, bis auf die umfängliche Fairness deinem Freund gegenüber. Stimmt schon, dass er sich deinen Lebensentwurf wohl denken können soll, ist nicht ausreichend um als fair und ehrlich durchzugehen.
Sag's ihm in aller Deutlichkeit.
Gib ihm die Chance zu überlegen, ob er eure Beziehung fortsetzen will oder nicht.
Dann ist alles gut. Finde ich. Die ich nicht das Maß aller Dinge bin.


Und noch ein kleiner Beitrag zu einer Bemerkung, die ich nicht mehr finde. Offenbar hast du irgendwo gesagt ( oder jemand anderer ), dass du den Mann nicht pflegen willst, wenn das in dreißig Jahren notwendig werden sollte und jemand fand das doof.
Meine Meinung von Interesse ?
Ich finde auch dies legitim.
Ich sehe es nicht als Versicherung für schlechte Zeiten an, heute mit einem Mann zusammenzuwohnen. Ich finde das eher berechnend. Wenn ich dereinst jemanden pflege, dann weil ich ihn lieb habe und das freiwillig tun möchte, nicht weil er es sich erkauft, angespart hat in unseren guten Zeiten. Deswegen, oder auch deswegen mit jemandem heute zusammenzusein, finde ich unethisch.

w 51
 
  • #45
Bei dir ist alles okay, dir passt alles, ich weiss nicht, warum du diesen Tread gestartet hast. Du bügelst alle Argumente ab, sachlich- desinteressiert,ich glaube fast, dir ist über die Feiertage langweilig oder du brauchst Stoff für dein Soziologie/ Psychologie Studium. Du nimmst dich nicht ernst, genauso wie die anderen. Du verwechselst aber die kindliche Unbekümmertheit und Neugierde mit emotionaler Unreife. Niemand ist eine Insel und unser Tun hat IMMER eine Wirkung auf andere. Dein Versuch, die Verantwortung auf andere abzuschieben- ich mache was ich will, jeder ist für sich verantwortlich- ist- ist mangelnde Empathie und Einfühlungsvermögen, auf gut deitsch schlicht und ergreifend emotionale Kälte. Du verstehst nicht, was man dir sagt, weil du es nicht FÜHLST. Ich hoffe, dein Verhalten wird nie auf dich zurückfallen. Ich bin raus.
 
  • #46
Bei dir ist alles okay, dir passt alles, ich weiss nicht, warum du diesen Tread gestartet hast. Du bügelst alle Argumente ab, sachlich- desinteressiert,ich glaube fast, dir ist über die Feiertage langweilig
...
Du verstehst nicht, was man dir sagt, weil du es nicht FÜHLST. Ich hoffe, dein Verhalten wird nie auf dich zurückfallen. Ich bin raus.

Selbstverständlich ist das lesen und schreiben in diesem Forum auch Unterhaltung.

Ich glaube, dass die FS schon alle Argumente versteht aber die damit verbundenen Emotionen nicht nachvollziehen kann. Wahrscheinlich hat sie entsprechende psychische Eigenschaften. Da sie das Thema aber als gesellschaftlich relevant erkannt, interessieren sich diverse Meinungen und Argumente dazu.

Inzwischen glaube ich ihr auch, dass sie nicht leidet und zu den nach meiner Meinung wenigen Menschen gehört die ohne tieferen Hintergrund tatsächlich nur aus Komfortgründen keine Kinder haben wollen, denn sie kann die mit Kindern meistens verbundenen Emotionen nicht fühlen.

Ihr Freund wird von einem ähnlichen Kaliber sein. Das macht ihn passend.
 
  • #47
Aber ich mag mich so wie ich bin und möchte mich nicht verändern. Und das hier ist ein Diskussions-Forum, da muss es keinen wahnsinnigen Leidensdruck geben, nur weil man etwas schreibt.
Ok, dann war der Thread "nur so" zum Quatschen.
Es kommt mir trotzdem so vor, als würdest Du ausweichen. Würde auch dazu passen, dass Du Konfliktebesprechen gleich mit Aggression und Keifen in Verbindung bringst.

Wenn sowas passiert, dass jemand was zur Diskussion stellt mit möglichen Problempunkten, und wenn die dann von anderen benannt werden, wird gesagt "ich bin eben so, ich mach das eben so und wo soll dort ein Problem sein", denke ich, dass die Person bewusst oder unbewusst provozieren wollte.
Will ich Dir nicht unterstellen, ist nur allgemein gemeint, ich hab solche Manipulateure schon erlebt, sie gehen darin auf, wenn andere sich aufregen. Vielleicht habe ich Deinen Eingangsbeitrag auch falsch verstanden und Du wolltest nur hören "LAT ist doch Mainstream" oder "auch wenn LAT kein Mainstream ist, ist es ok". Anderen was vormachen, ist nicht okay, aber Du übergehst diesen Punkt ja mit "er müsste es wissen", "ich will vielleicht im Alter nicht allein sein", "ich sag lieber nichts, um Stress zu vermeiden" und dergleichen. Das ist für mich schon provokant, weil Du, denke ich, Dir vielleicht vorstellen kannst, dass sich Leute darüber aufregen, weil ja niemand getäuscht werden will von seinem Partner. Und dann sagst Du "was wollt ihr denn, kann ich doch so sehen". Ja, kannst Du definitiv.

Aber vielleicht hast Du das mit der möglichen Vortäuschung auch gar nicht als Problempunkt ansprechen wollen und es ging Dir nur um "wie findet ihr LAT". Ich finde es gut.

Falls Du wirklich ne Ausweicherin bist, kann ich mir gut vorstellen, dass Du niemanden nah dran haben willst. Das erzeugt ja wirklich mehr Konfikte, als jemanden dicht bei sich zu haben. Deswegen finde ich LAT auch passend. Wäre es für so manches Paar, das ich kenne, auch besser, aber die sind eben noch davon ausgegangen, dass man als Paar zusammenleben MUSS. Aber es gibt Menschen, die Zusammenleben brauchen für ihr Wohl- und Beziehungsgefühl.
Vielleicht ist Dein Freund ein LAT-Typ, vielleicht nicht.
Ob Du Probleme hast mit Konfikten oder Vortäuschungen, die platzen könnten, musst Du selbst wissen. Du schaffst Dir ja Absicherungen und bist überzeugt, dass die funktionieren werden.
Falls Dein Freund WIRKLICH erwartet, dass Du irgendwann in seine Nähe ziehst und eigentlich sogar will, dass Du mit ihm zusammenwohnst, platzt Deine Beziehung früher oder später, weil Menschen, die unbedingt zusammenziehen wollen für eine Beziehung, diese Distanz nicht aushalten. Also man kann einen Nicht-LAT-Typ nicht in einen LAT-Typ umerziehen oder auf ewig täuschen.
 
  • #48
Bei dir ist alles okay, dir passt alles, ich weiss nicht, warum du diesen Tread gestartet hast. Du bügelst alle Argumente ab, sachlich- desinteressiert,ich glaube fast, dir ist über die Feiertage langweilig oder du brauchst Stoff für dein Soziologie/ Psychologie Studium. Du nimmst dich nicht ernst, genauso wie die anderen. Du verwechselst aber die kindliche Unbekümmertheit und Neugierde mit emotionaler Unreife. Niemand ist eine Insel und unser Tun hat IMMER eine Wirkung auf andere. Dein Versuch, die Verantwortung auf andere abzuschieben- ich mache was ich will, jeder ist für sich verantwortlich- ist- ist mangelnde Empathie und Einfühlungsvermögen, auf gut deitsch schlicht und ergreifend emotionale Kälte. Du verstehst nicht, was man dir sagt, weil du es nicht FÜHLST. Ich hoffe, dein Verhalten wird nie auf dich zurückfallen. Ich bin raus.


Ich kann das genau so nur unterschreiben. Man kann so leben, man sieht ja an der FS dass das geht. Und, wie die meisten hier sagen, man muss ja nur wen finden, der das so mitmacht.

Ich verstehe im Grunde auch nicht ganz, warum der Thread überhaupt gestartet worden ist, es gibt ja offensichtlich gar kein Problem.

Was ich auch sehr witzig finde, ist, dass du mir schlechte Erfahrungen vorwirfst, di ich auf dich projiziere. Dann hast du meinen Post aber extrem missverstanden. Ich wollte dir klar machen, dass Konflikte und deren Austragung mitnichten immer mit Schreien und Theater ablaufen müssen. Das liegt ja auch an dir selber, wie du gelernt hast, Konflikte zu lösen. Also bei uns daheim kreischt keiner rum. Hast vielleicht du das bisher so erlebt und kennst keine sachliche Konfliktlösung, so dass deine Denkweise für mich ja irgendwie nachvollziehbar wäre? Ich finde dich übrigens in keinster Weise nur sachlich, im Gegenteil, du verteidigst gerade sehr aufgeregt deine Lebensweise (die dir ja keiner wegnehmen will und kann), nur weil andere Menschen eine andere Sichtweise dazu haben.

Und, liebe FS: dies ist sehr wohl ein Diskussionsforum. Was soll es denn sonst sein?
 
  • #49
Ok, ich sehe ein, dass es besser wäre, es nochmal klar anzusprechen, dass ich nicht zusammenziehen will. Ich würde es nur nicht von mir aus ansprechen, sondern warten, bis er damit kommt. Ich denke aber nicht, dass er aus allen Wolken fallen wird.



Weiss dein Freund eigentlich von deinen Kuschelfreunden? Kannst du bei denen mehr du selbst sein,weil es um "nichts"geht, weil du da auch Schwächen zeigen kannst, dich fallenlassen kannst?

Es gibt Eigenschaften, die vermisse ich an meinem Freund (nichts wahnsinnig Schlimmes) und die hat dann einer der beiden. Aber anders herum gibt es auch Eigenschaften, die vermisse ich an den beiden und die hat mein Freund. Also sie sind nicht besser oder schlechter, nur anders. Keiner ist perfekt. Ich auch nicht. Ich kann bei jedem Schwächen zeigen, nur nicht alle bei allen.



Er weiß, dass es sie gibt, dass ich bei ihnen manchmal einschlafe, dass wir einen nahen Umgang haben, dass wir uns necken. Persönlich kennen sich alle drei nicht, ich glaube, sie sind so unterschiedlich, dass sie sich auch nicht mögen würden.



ich glaube fast, dir ist über die Feiertage langweilig

TV Programm war ja auch nicht so toll.



Er trennte sich aber auch nicht von mir - bis, ja bis er nach 11 Jahren Beziehung eine zwanzig Jahre Jüngere kennenlernte, die ihm ausreichend den Kopf verdrehte und die es dann wert war, mich zu verlassen.

Schade, aber wenn ihr zusammengelebt hättet, dann müsste man noch eine neue Wohnung suchen, Möbel aufteilen...da ist es schon gut, dass dir das erspart blieb.



Da sie das Thema aber als gesellschaftlich relevant erkannt, interessieren sich diverse Meinungen und Argumente dazu.

Ja das kommt gut hin!



vielleicht vorstellen kannst, dass seich Leute darüber aufregen, weil ja niemand getäuscht werden will von seinem Partner.

Sehe ich aber nicht als Täuschung. Ich habe gesagt „vielleicht irgendwann“ und da ich nicht weiß, was in 30 Jahren ist, stimmt „vielleicht irgendwann“ auch, gelogen habe ich nicht.

Ich wollte dir klar machen, dass Konflikte und deren Austragung mitnichten immer mit Schreien und Theater ablaufen müssen. Das liegt ja auch an dir selber, wie du gelernt hast, Konflikte zu lösen.

Ich verstehe was du meinst; vielleicht ist es eher eine Frage der Definition. Einen Konflikt sehe ich synonym zu Streit (Schreien und Theater), hingegen unterschiedliche Meinungen haben und die in Ruhe besprechen wäre eine Diskussion oder ein Austausch. Letzteres habe ich auch, ersteres wöllte ich nicht.



Ich finde dich übrigens in keinster Weise nur sachlich

Na ja, kommen ja auch manchmal sehr krude Unterstellungen, auch von dir („Stattdessen bist du eins von diesen angenehmen Exemplaren, die überzeugt sind, dass man ständig alles erraten müsse, was der andere denkt und fühlt, und sich diesen Befindlichkeiten anpassen muss.“.). Ist schon ein bisschen unhöflich oder? Das soll ich hinnehmen?
 
  • #50
Naja, das hat für mich schon etwas polyamouröse Züge auch wenn du keinen Sex hast mit den anderen, so doch eine größere Vertrautheit.
Nun, deinFreund weiß davon, es scheint für ihn ok.
Das andere Thema wirst du ansprechen, damit dürfte dann ja alles geklärt sein...? Leidensdruck scheinen weder du noch deine 3 Freunde zu verspüren, also scheint es für alle zu passen.
 
  • #51
Emotional klingst du für mich etwas gleichgültig, aber das scheint für dich auch so ok zu sein. Dann wäre es sicher fürchten auch in Ordnung, wenn dein Freund noch ein, zwei Kuschelfreundinnen hätte? Wo er Seiten von sich zeigt, die er nicht mit dir teilt?
 
  • #52
Naja, das hat für mich schon etwas polyamouröse Züge auch wenn du keinen Sex hast mit den anderen, so doch eine größere Vertrautheit.
Ja das denke ich auch manchmal. Eigentlich kann ich mir gar nicht vorstellen, dass man immer nur mit dem Partner vertraut ist und keinen anderen Menschen an sich heranlässt, keinen anderen mal knuddelt, keinen anderen mal krault...dass andere sich immer nur für den Partner interessieren...unvorstellbar.

Emotional klingst du für mich etwas gleichgültig, aber das scheint für dich auch so ok zu sein. Dann wäre es sicher fürchten auch in Ordnung, wenn dein Freund noch ein, zwei Kuschelfreundinnen hätte? Wo er Seiten von sich zeigt, die er nicht mit dir teilt?
Ich denke schon. Mir wäre es höchstens wichtig, zu wissen, dass er die nicht lieber mag als mich. Ja, Konkurrenz wöllte ich nicht ;) Er hat aktuell nur männliche Freunde und mit denen teilt er auch eine eigene Lebenswelt. Ich finde, man muss nicht alles mit dem Partner teilen. Also ich habe nicht den Anspruch, dass er alles mit mir teilt und ich will das auch anders herum nicht.

Irgendwer hatte geschrieben, dass keiner eine Insel ist. Erinnert mich an den Film "Tag der toten Ente". Ich sehe mich schon als Insel. Ich leben mein Leben im Wesentlichen so, wie ich es will. Ich möchte nicht so gerne den Anforderungen anderer entsprechen müssen. Es gibt Berührungspunkte zu anderen. Die Insel hat manchmal Landwege zu anderen Inseln. Wenn die Flut gerade weg ist ;) Aber mehr als Landwege sollen es nicht werden.
 
  • #53
Grundsätzlich finde ich alles gut, was du sagst, außer, dass du gegenüber deinem Freund nicht ehrlich bist.
Habe ich es richtig verstanden, dass du ihn nicht núr bezüglich eurer Zukunft im Unklaren läßt, sondern ihm auch nicht erzählst, dass dich andere Männer streicheln ?
Bitte sage ihm das beides und gib ihm so die Chance zu entscheiden, ob er das möchte.

Alles andere finde ich sehr ok, auch und insbesondere, wie souverän du mit den Angriffen hier umgehst.
Ich denke, wir könnten Freundinnen sein.

Aber sag mir doch bitte noch eins:
Warum haben wir hier einen Thread ?
Was genau ist deine Frage / dein Problem ?
Ich leben mein Leben im Wesentlichen so, wie ich es will.
Diesen Satz hätte ich auch gesagt haben können.
Ich finde mein Leben auch rundum toll.
Daher mache ich hier nie einen Thread auf, sondern quatsche nur mit.

w 51
 
  • #54
Ich hab jetzt grad mal deinen vorigen Thread gelesen, ähnliches Thema. Darin schreibst du, dass dein Freund von der Nähe zu deinen beiden Kuschelfreunden nichts weiß. Also nix mit Transparenz. Versteh deine Fragen auch nicht, wo du für dich doch kein Problem siehst. Was willst du denn hören? Du hast eine Art polyamouröses Beziehungsgeflecht mit dir als Center, dein Freund weiß nicht so genau Bescheid, dir geht's ganz gut damit, weil du dir je nach Bedarf Nähe und Distanz rauspicken kannst.
 
  • #55
Ich habe ihm gesagt, dass es diese Leute gibt. Ich habe ihn gefragt, ob es für ihn ok ist, dass ich da manchmal neben denen einschlafe oder dass man sich gegenseitig neckt – hat er ja gesagt. Zudem habe ich ihm beispielhaft mal folgende Szene geschildert: einer meiner Freunde saß auf dem Sofa und hat Gummibärchen gegessen; ich hab ihm scherzhaft die Tüte geklaut und bin weggerannt, er mir hinterher, hat mich irgendwann eingeholt, hat mich so lange in die Seite gezwickt bis ich lachend auf dem Boden lag und mich durchgekitzelt. Das fand mein Freund auch nicht schlimm.

Ich habe ihm nicht explizit gesagt, dass der eine mir die Schulter massiert und dass ich den anderen manchmal am Rücken kraule. Nicht streichle, Streicheln ist für mich was anderes.

Aber:

1. Jemandem über der Kleidung im Sitzen mal die Schulter zu massieren finde ich je länger ich nun darüber nachdenke wirklich harmlos. Ich hatte früher mal Rückenmassagen vom Physiotherapeuten bekommen; das ist viel intimer, weil man da mit nacktem Rücken auf der Pritsche liegen muss. Und im Falle meines Kumpels bin ich ja angezogen, er fummelt mir auch nicht am unteren Rücken herum, sondern nur obere Schulter und das finde ich echt nicht dramatisch. Auch meine Kollegen massieren sich manchmal in der Pause gegenseitig die Schultern. Also wenn mein Freund das schlimm finden würde, dann würde ich echt zweifeln. Und mal beim Fernsehen anlehnen tue ich mich auch bei meiner Mutter. Das hat überhaupt nichts Sexuelles.

2. Dasselbe sehe ich auch beim Rückenkraulen so. Ich arbeite manchmal mit Jugendlichen zusammen und die kraulen sich in ihrer Klasse auch teilweise untereinander mal am Rücken oder stecken die Köpfe zusammen, egal wer da eigentlich gerade mit wem zusammen ist, einfach so freundschaftlich. Warum soll das dann in höherem Alter nicht mehr erlaubt sein?

Ob das mein Freund gut finden würde? Weiß ich nicht. Möchte ich auch nicht nachfragen. Ich finde es für mich ok. Und ich denke auch, dass der Partner nicht Maßstab aller Dinge sein kann. Es soll auch Männer geben, die wollen nicht, dass sich ihre Partnerin mit anderen Männern überhaupt nur unterhält. Da würde auch keiner sagen „ja wenn er das nicht will, musst du es lassen“. Ich bin (auch mit den Antworten die hier so kamen und daher finde ich das schon nützlich) in mich gegangen und muss sagen, dass ich das so ok finde und mich nicht in der Pflicht sehe, meinen Partner dafür um Erlaubnis zu fragen. Für mich ist das kein Betrug, denn es ist kein Küssen, kein Händchenhalten, kein intimes Streicheln, keiner ist erregt, keiner ist nackig, keiner wird unterhalb des mittleren Rückens angefasst. Das nehme ich mir einfach raus, das für mich alleine zu entscheiden, dass ich das mache, ohne vollkommene Transparenz, weil ich 100%ige Transparenz auch nicht für notwendig halte.

Das ist für mich der Sinn des Threads - Reflexion - und dadurch bin ich zu dieser Erkenntnis gekommen.
 
  • #56
Das ist für mich der Sinn des Threads - Reflexion - und dadurch bin ich zu dieser Erkenntnis gekommen.
Erneut liebe Berlinerin: wow !
Gute Antwort auf meine Frage, gestern war ich noch verärgert.
Der ganze Post ist gut.
Erneut: ich finde, du hast recht.
Auch ich bin kein Ehrlichkeitsfanantiker.
Du tust dem Mann nicht weh und ich finde auch, dass du mit den beiden anderen Männern nichts tust, was ehrenrührig ist.

Ja, kann sein, dass es deinem Freund nicht gefallen würde, dass du jemanden kraulst. Ich stelle mir vor, mein Freund tut das bei einer Frau....*grübel*...wenn ich sicher wäre, er will nichts von ihr, wäre es mir recht. Aber wäre ich das, wenn er sie kraulte ? Ich würde es ihm ansehen, aber nur, wenn ich dabei wäre, dein Freund ist aber bei eurem Kraulen nicht dabei.

Neckische Fangspiele mit anschließendem Kitzeln und Herumrollen auf dem Boden, begleitet von Gekicher würde ich 'Ringelpietz mit Anfassen nennen' und definitiv nicht wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
Dieses Verhalten ist, so finde ich, geradezu klassisches Anbaggern, zumindest unter Minderjährigen. Gerne auch Vergleichbares im Hallenbad, da gegenseitiges ins-Wasser-Werfen-und Untertauchen etc.

Aber ja, er weiß es nicht und du findest es harmlos, somit ist es harmlos.
Du bist treu, betrügst ihn nicht, verarschst ihn nicht, machst den anderen keine Hoffnung. Ja, zumindest mich, die anderen sicher nicht, hast du überzeugt, es gibt nichts zu beichten.

Erneut: gute Reaktion.
Du gefällst mir.
Willst du mit mir gehen ? :)

w 51
 
  • #57
Räumlich getrennt zu leben ist super! Man kümmert sich um die eigene Wäsche, die eigene Wohnung, die nach eigenem Geschmack eingerichtet ist, und manchmal auch um den Hunger von zwei, drei etc. Personen. Räumlich getrennt zu leben bedeutet die Freiheit, seinem Hobby ungestört nachzugehen, stundenlang zu schweigen oder auch mal einfach doof aus der Wäsche zu gucken und dabei Musik zu hören oder fernzusehen. Sieht man den geliebten Partner wieder, freut man sich viel mehr auf ihn. Man hat ihn wirklich vermisst, und jede Körperzelle, jede Muskelfaser hungert nach seinen Berührungen, seiner Wärme. Gibt es etwas Schöneres, als eine Auszeit von der besseren Hälfte, ja, von der ganzen Welt?

Auch ich als eingefleischte Singlefrau hatte Bedenken wegen des Zusammenziehens. Extreme sogar. Wünscht man sich aber Kinder, ist es vielleicht sinnvoll, diesen Schritt zu gehen. Meine Miete für die große Wohnung ist dank meines Freundes nun in etwa so hoch wie in der winzigen Wohnung zuvor, dafür mache ich 90% des Haushalts. Mag er mein Essen nicht, weicht er auf etwas anderes aus. Wäsche bügeln wir weitgehend getrennt. Zum Glück! Abgesehen davon, dass etwas mehr geschmutzt wird, als ich es gewöhnt bin, und wir uns in der ersten Zeit mehrmals gezofft haben, hat mein Leben an hoher Qualität gewonnen. Gemeinsam verändern und entwickeln wir uns. Doch, klar, der Alltag schleicht sich ein und die Romantik und meine kreative Tätigkeit leiden. Allerdings freue ich mich täglich auf meinen Liebsten, auf gemeinsame Abende und einen warmen Körper, an den ich mich nachts schmiegen darf. Außerdem muss in einem meiner Lebensbereiche immer Veränderungen geben, die auch mal etwas unbequemer ausfallen. Sonst gehe ich ein.

Ich verstehe Dich absolut und sehe sehr viele Vorteile im Alleinwohnen. Mit Bindungsangst hat es nichts zu tun. Es spart Zeit, Diskussionen und für manche sogar Geld.

Aber ich kann auch einen Menschen verstehen, der sich wie abgestoßen vorkommt, wenn man nicht mit ihm zusammenziehen will. Dabei möchte er es vielleicht eher aus Sehnsucht nach dem geliebten Menschen, und nicht, weil die Wäsche sauber und gebügelt wird.

Ansonsten ein anderes Thema: Nein, nicht jede Frau ist verpflichtet, Mutter zu werden. Nicht jeder Mann dazu, Vater zu werden. Jedem das Seine! Die Menschheit ist keine Spezies, die vom Aussterben bedroht ist.

w, 32
 
  • #58
... dafür mache ich 90% des Haushalts. Mag er mein Essen nicht, weicht ... Abgesehen davon, dass etwas mehr geschmutzt wird, als ich es gewöhnt bin, und wir uns in der ersten Zeit mehrmals gezofft ... der Alltag schleicht sich ein und die Romantik und meine kreative Tätigkeit leiden. ... Außerdem muss in einem meiner Lebensbereiche immer Veränderungen geben, die auch mal etwas unbequemer ausfallen. Sonst gehe ich ein.

Dabei möchte er es vielleicht eher aus Sehnsucht nach dem geliebten Menschen, und nicht, weil die Wäsche sauber und gebügelt wird.

Je älter man und je länger man allein gelebt hat um so größer sind diese Schwierigkeiten.

An mich wurde jetzt auch der Wunsch zusammen zu ziehen gerichtet. Allerdings mit Auflagen. Wir brauchen jeder mindestens ein eigenes Schlafzimmer, besser noch zusätzlich ein eigenes Wohnzimmer. Jemand der seit dem Auszug bei den Eltern nie wieder mit jemanden zusammen gelebt hat will so mit mir zusammen leben.

Meine Antwort "wir haben bereits jetzt jeder ein eigenes Wohn- und Schlafzimmer dafür müssen wir nicht zusammen ziehen", Ich würde aber auch nicht mit ihr zusammen ziehen wenn sie diese Auflagen nicht gemacht hätte. Sie minimalisiert laufend, dekoriert permanent um. Das brauche ich nicht.
 
  • #59
Es ist auch ein großer Unterschied, ob man nur allein, in einer WG oder mit einem Partner zusammengelebt hat, ehe man mit dem jetzigen Partner zusammenzieht. Ich hatte schon so viele WG-Mitbewohnerinnen, und alles regelte sich irgendwie von allein. Der Partner steht mir nun mal nahe, kommt mir nahe und erlaubt sich Direktheit, die die Mitbewohnerinnen so nicht hatten. Wo Reibung ist, gibt es Funken, die auch mal ein kleines Feuer entfachen und das Wohnzimmer in Brand setzen können. Allerdings sind es genau diese Funken, die bei uns in Diskussionen entstehen, die uns einander in die Arme und ins Bett treiben, sodass die "Verschmelzung" noch intensiver, noch leidenschaftlicher wird.
Wenn man schafft, die schwierige erste Zeit gemeinsam zu managen, und nicht sofort feige davonzurennen, wenn man also lernt, Kompromisse zu schließen, wird das Zusammenleben viel schöner. Wir haben mittlerweile Rituale, auf die ich nicht verzichten möchte.
Aber ... so sauber und ordentlich wie vor meinem Umzug aus dem 1-Personen-Haushalt wird es wohl nie mehr werden. Nun ja, ich werde damit leben müssen. ;)
 
  • #60
Funken, die bei uns in Diskussionen entstehen, die uns einander in die Arme und ins Bett treiben, sodass die "Verschmelzung" noch intensiver, noch leidenschaftlicher wird.
Wenn man schafft, die schwierige erste Zeit gemeinsam zu managen, und nicht sofort feige davonzurennen ...

Aber ... so sauber und ordentlich wie vor meinem Umzug aus dem 1-Personen-Haushalt wird es wohl nie mehr werden. Nun ja, ich werde damit leben müssen. ;)

Dummerweise nutzen sich Funken als Motor für Verschmelzung mit der Zeit ab und wer in der Zwischenzeit nicht lernt, zu ertragen, dass nicht alles so läuft wie er es sich vorstellt, wird irgend wann doch fort laufen.

Einige werden sich am "Ertragen" stören und mit einem "Niemals" kontern. Wer auf diesen Standpunkt besteht hat damit gleich die Kürze seiner Beziehungen und die niedrige Grenze seiner Beziehungsfähigkeit erklärt.

So ähnlich wie es in beruflichen Anstellungsverhältnissen auch Schatten gibt, den man ertragen muss um Licht zu ernten, verhält es sich auch in jeder Beziehung.

Wichtig ist allerdings tatsächlich eine Transformation dieses Ertragens einer Störung der eigenen oft konkurrierenden Idealvorstellungen zu einer gegenseitigen Akzeptanz bzw. dem Respekt ggü. dem Partner. Ein Art Gleichklang trotz diverser Unterschiede.

Da wir uns ständig verändern ist dieser Gleichklang nie dauerhaft sondern muss immer wieder erneuert werden. Gemeinsame Projekte, Ziele und Werte sind dabei hilfreich. Gehen diese verloren kann auch eine bis dann stabile und lange Beziehung enden.
 
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