• #1

Ab wann fühlt ihr euch in einer Beziehung?

Ich weiß, Männer mögen nicht festgenagelt werden, und ich will auch kein Lineal vorlegen und sagen, auf welcher Stufe sind wir... Aber ich bin zum ersten Mal seit langer Zeit in einer Beziehungsanbahnungsphase, deshalb interessiert mich, was für euch Frauen so die Symptome sind.
- wenn ihr seit.....täglich Kontakt habt?
- wenn ihr bei ihm übernachtet habt?
- wenn keiner von beiden mehr weitersucht?
- wenn ihr mit Freunden alle gemeinsam etwas unternehmt?
- wenn ihr gemeinsam Urlaub macht?
- wenn ihr eine Zahnbürste bei ihm habt? Oder gar seinen Schlüssel?
- oder erst, wenn er euch seinen Eltern vorstellt?
- und ihr überlegt, wo, wann, mit wem ihr Weihnachten wie verbringen sollt?
 
  • #2
Keine Ahnung. An Äußerlichkeiten habe ich das damals mit meinem Ex Mann gar nicht festgemacht. Es war einfach so und es war stillschweigend klar. Ich glaube, so muss es auch sein. Einfach selbstverständlich laufen. Ohne, dass darüber diskutiert werden muss. Und so nur kenne ich es auch aus meinem Freundeskreis. Diese Frage stellt sich dann nicht und man denkt nicht mal darüber nach. Es fühlt sich nicht unsicher, nicht unverbindlich an. Keine Stiche in der Bauchgegend. Kein Misstrauen wenn der andere alleine Dinge unternimmt. Weil er mit seinem Verhalten nonverbal Sicherheit gibt und keinen Anlass zu zweifeln.
Wir sind damals im Advent zusammen gekommen und er hat seine Silvesterfeier mit Freunden abgesagt und wir haben zusammen ins Neue Jahr gefeiert. Vielleicht war es nochmal eine "offizielle" Bestätigung als er mich an dem Muttertag zu seiner Mutter mitgenommen hat. Ich weiß noch genau, was ich an hatte, erinnere mich an den Tag als wäre es gestern gewesen.
Jetzt wo ich das alles schreibe muss ich wieder weinen. Er hat mich unendlich glücklich gemacht wie ich es niemals für möglich gehalten hätte. Es war eine wunderschöne Zeit.
 
  • #3
Hallo Fil 2015

Ich habe schon gesehen, dass Du die Antwort von Frauen suchst, aber wenn Dich meine Antwort (Männlich, 50) nicht interessiert, dann hör einfach auf zu lesen an dieser Stelle.

Ich stelle mir vor, eine meiner guten Kolleginnen stellt mir diese Frage. Ich würde antworten: Liebe Kollegin, mir scheint, als möchtest Du diese lange ersehnte Beziehung schützen und Du hoffst, dass es wirklich in die Richtung Beziehung geht. Und um es sicher zu wissen, suchst Du im Aussen nach Bestätigungen, dass es richtig läuft.

Du zählst Erlebnisse auf, kein einziges Gefühl. Und hier sehe ich die Gefahr für Dich. Es ist lange her seit Deiner letzten Beziehung, da darf man sich daran gewöhnen, dass neue Gefühle wieder vorhanden sind. Geh ins Gefühl, dann kannst Du den Reichtum der Beziehung schmecken und geniessen. Und Du kannst auch sehr gut erkennen, wenn es dann eben nicht hat sein sollen.

Lies mal ein paar Fragen von Menschen, welche zu lange nicht auf ihr Gefühl hörten, dann weisst Du was ich meine.

Und übrigens: Auch die Frauen wollen nicht festgenagelt werden, kein lebendiger Mensch will das und hat das auch nicht verdient.

Liebe Grüsse

Kurt
 
  • #4
Wenn er ziemlich bald was mit Dir und SEINEN Eltern plant z.b. einen Restaurantbesuch usw. Alles, wo er seine Familie einbezieht ist ein gutes Zeichen für Ernsthaftigkeit.

Und wenn er zukünftige Pläne macht mit Zusammenziehen bzw. sich schon Sorgen macht, ob Dir seine Wohnung gefallen würde und falls er weiter weg wohnt, daß er sich umschaut nach einer neuer Arbeitsstelle für Dich in seiner Firma (so war es bei mir jedefalls aber er wohnte in England).

Oder wenn er Dir alles offenbart, wieviel er verdient, was er am liebsten ißt (!!) damit Du auch kochen kannst und wo Du merkst, daß er Dich ganz aktiv in seiner Alltagsplanung einbezieht.

Alles andere wie Urlaube, Weihnachten, Freunden vorstellen, Hausschlüssel - JA, auch sehr gut. Das zeigt viel Interesse.

Und natürlich wenn er schon relativ bald einen Verlobungsring kauft.
 
  • #5
Ich denke auch, das sich das aus verschiedenen Verhaltensmustern ergibt. Wenn ich sie öfter sehe, was unternehme, aufhöre mich für andere zu interessieren, regelmäßig Zärtlichkeiten austausche etc. dann ist es so. Da braucht man nicht groß reden. Es geht dann über in eine Beziehung....
 
  • #6
Als junge Frau habe ich mal gesagt: ich habe zu jedem Menschen den ich kenne eine Beziehung aufgebaut, nur welcher Art diese ist bestimmt die " Füllung ".
Dazu kam, dass es bis 47 immer wortlos lief: 3 Date küssen und ein ich bin verliebt gehört, neue offizielle Freundin gewesen und nach ca 3 Monaten kriselte es oder lief Jahre weiter.
Falsch es lief eigentlich bis heute so bei mir, nur danach habe ich glatt gefragt!
Um mich herum und hier, habe ich mitbekommen, dass andere es anders erleben, leben und erlebt haben.
Ich habe also glatt nach dem Küssen und Sex gefragt: Du wie siehst Du das denn? Ab wann hast du eine feste Beziehung bzw wann ist für Dich klar: mit der möchte ich es ernsthaft versuchen.
Ob es klappt weiß ja keiner.
Ich habe bei den Zwei Versuchen auch zweimal gehört: lach seit dem Kuss.
Wir sind also jetzt ein frisches Pärchen!
Wen diese Frage unter Druck gesetzt hätte, der wäre wohl auch vom Typ her verkehrt für mich.
Vor 3-4 Monaten hat trotzdem keiner den Schlüssel bekommen, Zahnbürste schon;-)
Ich sehe also einen Unterschied zwischen: wissen ich möchte es mit dem anderen Versuchen und dem Start einer Beziehung und der Partnerschaft. Letzteres entwickelt sich, wenn es passt wird es inniger.
 
  • #7
Die wichtigsten Sachen fehlen doch, oder? Erster Kuss bzw. erster Sex ist erstmal ein Maßstab, ob man eine Beziehung oder eine Freundschaft führen will. Die Zahnbürste kann man auch bei einem Freund lassen. Spätestens im späteren Alter sind solche freundschaftlichen Sachen nichts besonderes mehr. Wenn ich viel im Alter reise, habe ich natürlich meine Sachen häufig bei Freunden, ohne, dass es was bedeutet.

Gerade als Frau würde ich früh klar machen, was ich will und dann auch weiter suchen. Täglicher Kontakt sehe ich von Nachteil für eine Frau. Du bist immer verfügbar und der Mann hat es bequem. Und keiner sagt dir, ob er noch weiter sucht. In der Regel - und wenn man nicht naiv ist - weiß man, dass jeder noch andere Kontakte hat und es sich immer spontan was besseres finden kann.
 
  • #8
Ich wundere mich gerade, wie schwierig ich die Frage finde. Obwohl ich das jetzt grad ganz kürzlich erlebt habe, kann ich nicht sagen, wann es gekippt ist. Von "toller Typ, macht Spass mit ihm, mal gucken..." zu "ahhhh, ich fühle mich sauwohl mit ihm, den behalte ich" - ich kann gar nicht sagen, was dazwischen lag. Vielleicht viele kleine Übereinstimmungen, Einblicke in sein Innerstes, die er mir gewährte, sicher auch der eine oder andere Zoff, den wir ausgehalten haben und nach dem wir uns besser verstanden, gemeinsame Erlebnisse, die verbinden. Er hat sich schleichend eingenistet in meinem Herzchen.

Wie es aus Männersicht ist? Keine Ahnung. Ich bin gespannt auf die Antworten der Männer.

Frau 51
 
  • #9
Wir haben ja keine Beziehung, ich bin mit meiner Freundin zusammen.
Ich wusste, dass es passt, als meine Mutter und sie sich sofort gut verstanden haben. Sie wusste, es passt, als ihr Vater den Wodka rausgeholt hat, um mich willkommen zu heissen.
Klingt profan - war uns aber wichtig.
 
  • #10
Ich sehe es ab dem ersten innigen Kuss. Das dauert aber bei mir, bis ich den "gebe".

"Beziehung" allein finde ich übrigens schon einen sehr weitreichenden Begriff. Eine gewisse Beziehung habe ich ja praktisch nahezu zu jedem Menschen; zu dem einen eine freundschaftliche, zu dem anderen eine kollegiale, zu einer Großtante eine familiäre, zu unserem Nachbarn eine freundlich-nachbarschaftliche-Beziehung.

Du meinst in Deiner Frage, vermute ich, eine "Paar-Beziehung zwischen Frau und Mann".
 
  • #11
Der Moment, in dem einem etwas Lustiges/Trauriges/Nerviges in der Arbeit oder unterwegs passiert ist und es nicht mehr die Freundinnen, Geschwister oder Eltern sind, denen man es zuerst erzählt, sondern der Mann, und ihm das berichtet und es mit ihm teilt. Weil es unbewusst ein Bedürfnis ist, es sofort ihm zu erzählen. Die anderen kommen dann später.

Das war meine Antwort, die meines Freundes wäre wahrscheinlich "nachdem ich sie nach 3 Wochen gefragt habe". Fand ich damals herrlich unkompliziert!
 
T

Toi et moi

Gast
  • #12
Ich denke, dass es ein Prozess ist und auch lange dauern kann. Aber eigentlich schwierig zu beantworten. Es ist auch vom Fall zu Fall anders. Einmal hat eine Freundin mir erzählt, wie sie und ihr Freund zusammengefunden haben. Sie hat ihn geküsst und er hat sie zurück geküsst und sie gefragt, sind wir zusammen und sie hat ja gesagt. So einfach kann es sein, wenn man sich sicher ist.
Es gibt aber auch Leute, die Jahre lang eine Beziehung führen und doch sich verleugnen. Jeder weiß zwar, dass sie zusammen sind aber sie wollen es nicht publik machen. Sind sie dann zusammen? Ich denke nicht.
Im Nachhinein denke ich, dass Du sie/ihn fragen solltest, wenn du sicher sein willst. Frag einfach, sind wir zusammen? Danach bist Du schlauer.
 
  • #13
Eine Garantie hast du nie.

Hier gibt es viele Threads zum Thema 'Strohfeuermann'. Der redet innerhalb der ersten Wochen von Liebe, von Urlauben, vom Zusammenziehen, vom Heiraten und nach drei Monaten trennt er sich, manchmal nicht mal das, sondern ward einfach nicht mehr gesehen.

Hier gibt es Threads, in denen Leute vorkommen, die drei Wochen vor der Hochzeit fragen, ob sie diese absagen sollen oder davon erzählen, dass der Partner selbiges getan hat und die folglich die Welt nicht mehr verstehen.

Dann gibt es ( meist ) Männer, die aus allen Wolken fallen, wenn die Frau sie nach 3, 10 oder 25 Jahren völlig unvorhersehbar verlässt, die Beziehung sei doch gut gewesen, man habe regelmäßigen Sex gehabt, ein Haus und Kinder, er habe sie nie geschlagen, sie habe immer schön gekocht, was wolle sie denn noch ?
Die haben ganz sicher Weihnachten miteinander verbracht.

Und dann die Leute ( ebenfalls meist Männer ), die sich trennen, wenn die Midlifecrisis sie erwischt und sie jung geblieben sind, während ihre Frau inzwischen 130 kg wiegt und Hornhaut an den Füßen hat.

Und dann natürlich die vielen Affairenfrauen, die alle glauben, die große Ausnahme zu sein und ihr Männe meine es ernst mit seinen Liebesbekundungen und sich dann wundern, dass er sich niemals von seiner Frau trennt und das, obwohl er doch eine Zahnbürste bei ihr habe und ihr täglich mehrere WA zusäuselt.

Ach und ich vergaß fast die Partner meiner ersten Beziehungsrunde, die sich alle von mir trennten, weil es nicht genug Sex gab und das, obwohl ich sehr wohl ihre Mütter kannte und an Weihnachten bei ihnen sein durfte.

Eine Garantie hast du nie.
Genieße das, was du hast.
Wenn dir das nicht reicht, suche weiter.

w 50
 
  • #14
Das kommt wohl sehr auf den Mann an. Bei mir wäre die erste Liebesnacht (egal wo) das Siegel auf eine Beziehung mit allen Konsequenzen, insbesondere Verbindlichkeit und Treue. Aber ich bin nicht repräsentativ.

Natürlich muß man nicht gleich am nächsten Tag bei den Eltern vorstellig werden, aber der nächste reguläre Elternbesuch wäre dann schon der Augenblick, sich auch nach außen zueinander zu bekennen. Genau wie das nächste sich ergebende Treffen mit Freunden.
 
  • #15
Hallo Fil2015,

Das merkt man einfach, wenn der Mann sich immer meldet und von seinem Alltag erzählt und Interesse an dir und deinem Leben zeigt.

Er möchte dich oft sehen, merkt sich Dinge die du ihm erzählt hast.

Für mich selbst hatte ich Klarheit, wenn ich seinen Eltern und Freunden vorgestellt wurde.

Bei einem Kuss und mehr weiss man es noch nicht, da es nicht unbedingt in eine Beziehung mündet.

Lg
 
  • #16
Dieses Gefühl fängt bei jedem von uns an einer anderen Stelle an. Ich selbst müsste dafür keinen »klar definierbaren Grund oder Moment« heranziehen: ich folge ganz meinem (und seinem) Gefühl, meinem (und seinem) Handeln.
Geht es uns beiden gut damit, dann fühlt sich das Zusammensein auch richtig an; andere nennen das den Beginn einer Beziehung. Ich nenne es beginnende Liebe.

Eltern, Freunde und andere Äußerlichkeiten folgen dann irgendwann automatisch. Ohne, dass ich daran etwas festmache.
 
  • #17
Natürlich hat frau keine lebenslange Garantie auf den Mann. Das war auch nicht die Frage sondern ab wann sie sich fühlt in einer Beziehung zu sein.

Ich denke der traditionelle Weg mit Verlobungsring und anschließender Hochzeit würde den meisten Frauen reichen, um dieses Gefühl zu bekommen - vor allem in der heutigen Zeit, in der das eher selten passiert.

Es hat was sehr seriöses und gefühlvolles wenn der Mann vor der ganzen Verwandschaft/Freunden und vor allem, vor Gott in der Kirche schwört, die Frau zu lieben & ehren.

Da kann mir keine frau erzählen, daß sie da noch sehr zweifelt. Die meisten binden sich ja ohnehin mit dem Wunsch geheiratet zu werden weil es eben solch ein deutliches Bekenntnis für sie ist.
 
  • #18
Oh, interessante Frage.

- täglich Kontakt: ja, war bisher jedenfalls immer so
- übernachtet: ja, das war dann schon vorher so gewesen
- keiner sucht mehr weiter:
Hier kommen wir zum Kern der Sache, wie ich sie empfinde. Bei meinen vergangenen zwei und meiner jetzigen Beziehung (allerdings nie Online-Dating, so dass wohl auch keiner so richtig auf der Suche war) hatte niemand von Anfang an noch Augen für jemand anderen. Es war immer einfach sehr sehr schnell klar, wir sind zusammen. Manchmal hat man dann nochmal kurz nachgefragt ("äh, sind wir jetzt fest zusammen..?"), aber irgendwie wär das gar nicht nötig gewesen. Es hat sich einfach immer so angefühlt als wär es richtig. Beim jetzigen Freund waren das drei Dates und eine Übernachtung und wir sind zwei Jahre zusammen, bei den Beziehungen vorher ähnlich und die waren 5,5 und 3 Jahre. Bei mir war es immer so: Wenn ich mich am Beginn von etwas fragen musste, sind wir jetzt zusammen, er meldet sich gar nicht regelmäßig, er redet gar nicht über Zukunft (also auch nicht über nächsten Monat), irgendwas fühlt sich komisch an - dann ist nichts draus geworden, weil der andere keine Beziehung wollte/sich unsicher war, oder eben ich. Im Freundeskreis gibt's dafür natürlich Gegenbeispiele. So meine Erfahrung, aber danach hast du ja gefragt. Alle Freunde/Urlaub/Schlüssel-Sachen kamen dann erst danach.
 
  • #19
Bei mir wäre die erste Liebesnacht (egal wo) das Siegel auf eine Beziehung mit allen Konsequenzen, insbesondere Verbindlichkeit und Treue

Und was machst Du, wenn dieses erste Mal sich als Desaster heraus stellt?
Trotzdem Beziehung, Augen zu und durch - und dann solange diese anhält, schlechten Sex oder irgendwann keinen?
Nun jede/r, wie er es mag.
Aber das ist für mich durchaus noch mal ein Prüfpunkt, ob die Gefühle Richtung Beziehung gehen oder nicht.
Vorher kam ich mir nur vorstellen, dass es möglich sein könnte und eine gewisse ernste Absicht habe ich durchaus.

Aber genau aus diesem Grund habe ich ein weiteres Kennenlernen schon beendet, da wäre auch durch mehr Vertrautheit nichts besser geworden.
 
  • #20
Es hat was sehr seriöses und gefühlvolles wenn der Mann vor der ganzen Verwandschaft/Freunden und vor allem, vor Gott in der Kirche schwört, die Frau zu lieben & ehren.
Nun ja, aber das ist ja nicht der Anfang. Oder muss maan dich erst heiraten, bevor man auch nur mit dir Essen gehen darf?
Und was machst du, wenn dein Traummann Kirchen nur als hübsche, alte Bauwerke ansieht? Und dir klar erklärt: In die Kirche kannst du gerne gehen, ich warte draussen und rauche solange eine....
Irgendwie kommt es mir so vor, als ob du noch darauf wartest, dass dein Herr Vater dich zum Traualtar führt und dich deinem Herrn Gemahl übergibt. Nach dem Jawort weisst du dann auch, wie du zukünftig heissen wirst.
Allerdings - so geht das heute in Europa meist nicht mehr.
 
  • #21
...als er mir sagte, er hat sich in mich verliebt und ich das genauso empfand.

"Männer" mögen nicht festgenagelt werden? Die Aussage finde ich nur richtig, bei der Frau, die die "Männer" eh nicht dauerhaft wollten.

Die Punkte Deiner Aufzählung sind für mich bei einer Beziehungsanbahnung irrelevant, für mich wäre nur ausschlaggebend, wir sind beide verliebt und sagen uns das.

W
 
  • #22
Ich weiß gar nicht in welcher Welt sich Männer denn nicht binden wollen. Meine prsönlichen Erfahrungen sind da ganz anders. Auch im sozialen Umfeld gibt es diese angeblich so bindungsscheuen Männer nicht. Männer wollen sich doch genauso binden, wenn es für sie passt.

Ich persönlich hab' mich auch noch nie gefragt, ob dass, was ich mit jemandem habe, eine feste Beziehung, eine lockere Beziehung, eine Unterleibsinteressengemeinschaft oder sonstwas ist? Was hätte ich denn von der Antwort? Einen Namen für die Schublade? Verbindlichkeit? Erstens findet man Verbindlichkeit nicht durch das Aufkleben von Ettiketten, zweitens lebe ich persönlich immer im Jetzt. In dem Moment, in dem ich mit einem Mann zusammen bin, "gehöre" ich ganz ihm und er ganz mir. Ob der Moment dann nur 2 Stunden dauert oder 20 Jahre draus werden, ist doch völlig egal - auch Kontakte, die nicht auf Dauer angelegt sind, können das Leben bereichern.
 
  • #23
Erst, wenn der Mann sich mündlich offiziell bekennt.

Alles andere habe ich auch schon in Affären erlebt (Urlaub, gemeinsame Unternehmungen mit Freunden, Zahnbürste).
 
  • #24
Sobald man sich die Frage stellt, ob das jetzt ernst ist oder Angst hat, irgendeine Frage zu stellen, stimmt es schon nicht mehr.

Man hat in einer guten Beziehung ein gutes Gefühl. Da gibt es keine Unklarheiten und man verheimlicht sich auch nicht / versteckt sich. Das kann man nicht an irgendwelchen Oberflächlichkeiten festmachen....wie z.B. Zahnbürste oder auch heiraten. Man ist kompatibel in den für einen selbst wichtigen Dingen, und dadurch stimmt die Beziehung. Da hat jeder andere Wichtigkeiten.

Kein Mensch in einer glücklichen Beziehung würde hier ein Thema eröffnen à la "wir passen so gut zusammen, aber..."

...aber er akzeptiert meine Kinder, Tiere, Möbel und dergleichen nicht, ...ist oft weg und sagt nicht, wo
...haut mich, schreit rum, unterdrückt mich
...ich will Kinder, er will keine
...ich koche etwas und er will´s nicht essen

Vom ersten Augenblick an merkt man natürlich nichts. Es ist eine Entwicklung und die Zeit einen anderen Menschen kennenzulernen, sollte man sich geben. Ich denke, richtige Unstimmigkeiten merkt man sehr schnell (vielleicht will man sie nicht immer wahrhaben).
 
  • #25
Ich weiß gar nicht in welcher Welt sich Männer denn nicht binden wollen. Meine prsönlichen Erfahrungen sind da ganz anders. Auch im sozialen Umfeld gibt es diese angeblich so bindungsscheuen Männer nicht.

Sehe ich genauso. Ich denke, hier im Forum sammeln sich Menschen und Fragen, die mit eher problematischen Beziehungen zu tun haben. Einige Männer wie Frauen, die sicher erkennbar für das andere Geschlecht "nicht einfach" sind und deshalb auch Probleme haben, eine Kennenlernphase in eine verbindliche Beziehung zu überführen. Aus männlicher Sicht typisch die "Prinzessin" mit hohen Ansprüchen, die in ihren letzten Beziehung enttäuscht wurde und jetzt latent jeden Mann verdächtigt, sowieso nicht beziehungstauglich zu sein. Natürlich werden Frauen umgekehrt ebenfalls solche Beobachtungen machen, vermutlich mit anderem Fokus.

Natürlich liegt es aus Frauensicht immer an den Männern. Die Fragestellung ist typisch dafür. Eine Beziehung gibt es dann, wenn beide sich in einer fühlen und nicht wenn die Frau bestimmte Signale zu erkennen glaubt und sich etwas zusammenfantasiert, was er nicht so sieht.
 

Laleila

Cilia
  • #26
Für mich wenn Gefühl und äußere Umstände konform gehen.
Wir unseren Alltag grundsätzlich gemeinsam planen. Ganz selbstverständlich beginnen unsere Freizeit miteinander zu verbringen und absprechen wann man sich stattdessen mal mit Freunden trifft, man Anschaffungen, Urlaubszeiten etc. bespricht, selbstverständlich Geburtstage, Weihnachten u.Ä. gemeinsam plant und verbringt,g egenseitig Eltern und Freunden vorgrstellt wird. Fehlt etwas davon, fühle ich mich nicht in einer Beziehung.
 
  • #27
Als Teenie hatte ich die Situation "willst Du mit mir gehen"-Zettelchen nicht.
Als erwachsene Frau wusste ich, wann ich in einer Beziehung bin, ohne dass man darüber sprach - wenn wir uns gegenseitig in das Leben des anderen integrierten:
- beiderseitiges Kennenlernen der Familie oder offenes Gespräch, warum wen nicht
- beiderseitiges Kennenlernen der Freundes- und Bekanntenkreise, gemeinsame Unternehmungen waren der Normalfall
- der Partner verstand sich jeweils sehr gut mit den engsten Freunden
- getroffene Verabredungen sind verbindlich und werden nur in Einzelfällen verschoben
- es gibt kein "ich habe Angst ein Thema anzuschneiden (wegen Meinungsunterschieden)"
- Themen der Beziehungsgestaltung werden relativ früh geklärt (Zusammenleben oder LAT, bei Fernbeziehung "wer ist regional beweglich") ohne dass sie Fluchtinstinkte auslösen
- beide informieren sich offen gegenseitig wann sie wo sind und mit wem ohne dass eine "Freiheitseinschraenkungsdebatte" losbricht. Informieren ist was anderes, als sich etwas genehmigen zu lassen.
- beide wollen zusammen sein für viele unterschiedliche Aktionen, aber jeder hat auch eigene Interessen
- mein Partner ist immer auch mein bester Freund und das beruht auf Gegenseitigkeit
 
  • #28
Ab dem Zeitpunkt, wo man es miteinander abgemacht hat, dass man es miteinander probieren will. Das kann sogar eine stillschweigende Übereinkunft sein. Jedenfalls wenn es von beiden eindeutig so wahrgenommen wird.

Wenn man nicht weitersucht? Das wird sowieso sofort eingestellt, wenn wirklich das vertiefte Interesse an einer Person da ist.

Wobei der erste Sex natürlich schon ein starkes Indiz ist, dass ich mich auf diesen Menschen einlassen will bzw. mir eine Beziehung vorstellen kann. Das kann man schon auch als Startpunkt ansehen.

Ich finde es ja originell, dass für manche Menschen der Sex auch der Kennenlernphase zugeordnet wird. Schon klar, dass man sich da auch erst kennenlernen muss. Aber weiß man das nicht schon vorher, ob man kompatibel ist oder nicht? Man merkt doch, wie sich der Mensch bewegt, welche Ausstrahlung er hat, wie er sich z.B. verhält, wenn man ihn anfasst, welches Körpergefühl derjenige hat usw.. Dass man sich da so vertun kann, dass derjenige dann nicht mehr als Beziehungspartner in Frage kommt, finde ich schon sehr schräg.
 
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