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Gast

  • #1

600 km umziehen für eine Wochenendbeziehung?

Wir führen seit 2 Jahren eine Fernbeziehung und möchten eigentlich gerne zusammen leben.
Er ist im Ruhestand, ich muss noch viele Jahre arbeiten.
Nun hat sich eine gut Vollzeit-Anstellung für mich in seinem Bundesland gefunden.
Der Haken ist: Es ist ziemlich weit von seinem Haus entfernt. Für mich wäre die Fahrerei ein großer Aufwand.
Die andere Möglichkeit ist, dass ich mir in der Nähe meiner Arbeitsstätte eine eigene Wohnung nehme. Dann wäre es weiter ein "Besuch-Beziehung". Mit dem großen Unterschied, dass die Besuche schneller zu bewerkstelligen sind.

Aber will ich wirklich 600 km weit umziehen in eine Gegend, in der ich niemanden kenne, um dann eine Wochenend- und Besuchsbeziehung zu haben ? Mir kommt das irgendwie absurd vor. Oder spinne ich ?
Was meint Ihr, liebe Foristen ?
 
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Gast

  • #2
Liebe Umzugsbedenkenträgerin!

Meine Meinung: Beziehung hin oder her, Du bleibst eine selbständiger Person. Und wenn der Umzug für Dich -als Einzelperson betrachtet- seinen Sinn hat und Du ihn Dir auch ohne Freund vorstellen kannst - dann kann er mit Freund ..in der Nähe.. ja noch viel schöner werden.

Andersherum:
Wenn Du ausschließlich wegen Deinem Freund in eine Gegend ziehst, in die die garnichts zieht, dann - dann bist Du wohl ziemlich abhängig von Deiner Beziehung.

Und das könnte, muß aber nicht, nicht so toll sein.

Es kann natürlich auch ganz anders verlaufen.

Wenn Du es wirklich wissen willst, dann .... einfach ausprobieren!


Viel Glück und Freude!

m/52
 
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Gast

  • #3
Ja, das finde ich auch absurd. Denn eine wirkliche Verbesserung ist das nicht. Wenn Dein Freund im Ruhestand ist, wäre es doch besser, er kommt zu Dir oder Ihr nehmt Euch zusammen in Deinem Wohnort eine größere gemeinsame Wohnung, bis sich eine bessere Alternative findet. Auf jeden Fall fällt es so leichter, mehr Nähe herzustellen.
 
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Gast

  • #4
Warum zieht er denn nicht zu dir? Oder ihr sucht euch in der Nähe deines jetzigen Arbeitsplatzes was gemeinsames. Er ist doch viel flexibler als du, wenn er bereits im Ruhestand ist.
 
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Gast

  • #5
Weshalb, liebe FSin zieht dein Freund denn nicht zu dir? Er müsste sich auch keinen Job mehr suchen und das damit verbundene Risiko eingehen. Er ist zeitlich völlig unabhängig im Gegensatz zu dir. Ich würde mir diesen Schritt sehr gut überlegen. Falls es schief gehen sollte, musst du bei ihm wieder ausziehen mit all den damit verbundenen Kosten und negativen Folgen. Ebenso müsstest du auch jetzt die Kosten deines Umzugs zu ihm tragen. Oder beteiligt er sich daran?
Also, diesen Schritt bitte sehr reiflich überlegen. Alles Gute für dich.
 
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Gast

  • #6
Danke für Eure Meinungen.
Die Kosten für den Umzug trägt er. Er will auf keinen Fall zu mir ziehen und er will auch sein Haus nicht verlassen.
Ich ziehe seinetwegen um, ich würde sonst nicht im Traum auf die Idee kommen, dorthin zu ziehen.
Der Job ist allerdings attraktiv und eine Verbesserung auf meine alten Tage.
Hä, er ist auch attraktiv und eine Verbesserung auf meine alten Tage ;-)
Eure FS
 
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Gast

  • #7
Hallo FS,
ich kann dir nicht zuraten ob Du umziehen sollst oder nicht. Dafür weis ich zu wenig über Dich und Deine (Wohn)verhältnisse. Aber bedenke bitte Folgendes: Dein Freund ist offensichtlich viel älter als Du. Und Du sollst in sein Haus einziehen. Dabei wirst Du wahrscheinlich Deinen kompletten Haushalt auflösen müssen; ich gehe davon aus, daß Dein Freund in seinem Haus eingerichtet ist.So lange Dein Freund lebt, ist das alles in Ordnung. Aber was passiert, wenn Dein Freund z.B. in 10-15 Jahren vor Dir stirbt ( die Wahrscheilichkeit dafür ist bei großem Altersunterschied ebenfalls groß)? Kannst in dem Haus weiter wohnen? Werden die Erben es zulassen, daß Du das Erbe noch Jahre lang blockierst? Wenn nicht, kann Dir passieren, daß Du im hohen Alter noch ein mal einen Haushalt gründen muß! Das willst Du bestimmt nicht. Deshalb beuge hier vor, lass Dich beraten, welche Möglichkeiten es gibt. Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung zu treffen und viel Glück. m,53
 
  • #8
Hi FS,

sorry, hier gibts eine Disbalance!

Für Dich ist der veränderungsaufwand sehr viel grösser als für Ihn. Er müsste "nur" sein Haus für ein paar Jahre verlassen oder halt als WE-Domizil haben. Wo bitte ist das Problem? Du sollst alles bringen und er nix?

Ganz klar, wenn der Job eine Verbesserung ist und Du keine allzugrossen Bindungen in Deinen derzeitigen Wohnort hast- ergreif diese Berufschance!
Und dann gibts ja noch eine weitere Möglichkeit- Ihr pendelt gemeinsam. Das heisst unter der Woche an Deinem Arbeitsort- ZUSAMMEN!- Am WE in seinem Heimatort.

Will er auch das nicht- sorry- weiss ich nicht so recht was das mit einem WIR, einer Beziehung zu tun hat.
 
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Gast

  • #9
Job annehmen und zu ihm ziehen, und mal schauen, wie dich die Fahrerei stresst, und schauen, was er im Haushalt dazu beiträgt, wie du dich fühlst.....
Take the chance, eine Wohnung näher beim neuen Job hast du schnell gefunden.
 
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Gast

  • #10
Euer Problem steckt in genau diesem Umstand:
Er ist im Ruhestand, ich muss noch viele Jahre arbeiten.
Es muß wirklich ein ganz außergewöhnlicher Mensch sein, den Du Dir da geangelt hast. Du akzeptierst nicht nur, daß er viele Jahre älter ist als Du (mit allen Komplikationen, die sich später daraus ergeben), Du nimmst nicht nur eine riesige Entfernung in Kauf, nein Du bist im Begriff, für den Rentner auch noch Dein gesamtes restliches Erwerbsleben neu zu ordnen. Bzw. gehen Dir gerade die Lichter auf, in welch eine absurde Lebenssituation Du Dich gebracht hast.

Zur eigentlichen Frage: im Augenblick hast Du eine Fernbeziehung. Wenn Du der Arbeit wegen in seine Nähe ziehst, hast Du keine Freunde mehr um Dich herum und immer noch eine Fernbeziehung. Worin, genau, soll da die Verbesserung bestehen? Kauf’ Dir lieber eine Bahncard, dann kannst Du wenigstens die Fahrtzeiten sinnvoll nutzen.
 
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Gast

  • #11
Wenn es eine berufliche Verbesserung ist, nutze sie. Berufliche Verbesserungen sind immer zu begrüßen. Gut, dass es für Dich einen Anlass dazu gibt.

Du wirst Deine Gründe haben, mit einem Mann, der älter zu sein scheint und dem sein Haus wichtiger ist, als mit Dir zusammen zu leben, eine Beziehung führen zu wollen.

Zwei Punkte wären mir an Deiner Stelle wichtig:
Wenn Du in sein Haus einziehst, kannst Du dann auch nach seinem Ableben dort wohnen bleiben bzw. hast Du Zeit, Dich mittelfristig nach etwas anderem umzusehen oder musst Du dann auf Wunsch der Erben das Haus ggf. schnell verlassen?
Musst Du, wenn Du in sein Haus einziehst, zusätzlich zu Deiner Vollzeittätigkeit auch Haus und Garten versorgen? Früher oder später wird das sicher der Fall sein, da er älter ist als Du, aber es kommt darauf an, ob Du das ab sofort machen musst oder erst, wenn Du selbst nicht mehr berufstätig bist.

w/50
 
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Gast

  • #12
Wenn es eine berufliche Verbesserung ist, nutze sie. Berufliche Verbesserungen sind immer zu begrüßen. Gut, dass es für Dich einen Anlass dazu gibt.

w/50
Naja, klingt verlockend, aber wenn sie die Probezeit nicht schafft, was dann? Ein neuer Job erfordert viel Energie, ein Umzug dazu auch, dann die Fahrzeit. Da muss die Fs sehr sehr viel Energie aufbringen. Im Alter ist das nicht mehr so leicht zu stemmen. Geht mir ja selber so, obwohl ich eine energische Frau bin. Ganz ehrlich, für einen Mann würde ich sowas nicht machen. Schon gar nicht mit den Bedingungen des Rentners! Die Balance stimmt nicht.

w 49
 
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Gast

  • #13
Ich sehe das jetzt alles gar nicht so negativ. Wenn ich eigenes Haus hätte, schon lange so leben würde, daran hinge, würde ich es auch nicht verlassen wollen (vermutlich schon gar nicht, wenn ich Ü60 wäre). Ich denke, so ein Haus gibt man nicht einfach auf, das kann ich durchaus gut nachempfinden.

Wie weit wäre dann Dein neuer Job von seinem Haus entfernt? Es gäbe ja durchaus die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe Deines neuen Arbeitgebers ein ganz kleines Appartment anzumieten, wo man halt schlafen, kochen und eine kleine Küche hat.

Was mich am meisten hemmen würde, wäre wirklich die Tatsache, dass ich ausser ihm dort niemanden kennen würde. Davor hätte ich viel Angst. Andererseits kann es auch sein, dass Du nette Kollegen/-innen kennenlernst, mit denen Du auch innerhalb der Arbeitswoche mal was unternehmen könntest, wenn Du dort an Deinem Arbeitsplatz schläfst.

Wenn der Job eine Verbesserung für Dich ist, würde ich es riskieren. Sollte es nicht funktionieren, hättest Du eine Rückkehrmöglichkeit, also jobmässig?

Wie alt seid ihr denn?

W/43
 
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Gast

  • #14
willst DU die berufliche veränderung und den umzug? das sollte ja wohl die frage sein. Er will aus seinem haus nicht weg, also hast du auch NIE die perspektive dass er irgendwann zu dir zieht. wie souial verwurzelt bist du an deinem jetzigen wohnort?

für dich wäre alles neu, arbeit, freunde, wohnsituation (kann ja auch gut sein mal veränderungen ins leben zu bringen) und bei ihm bleibt alles gleich? hmmm.... überlege es dir gut.

eine beziehung ist immer nur gut wenn ich eine entscheidung treffe und sagen kann: ja es lohnt sich. lohnt es sich jedes wochenende endlos auf der auto´bahn zu hängen oder in der bahn. ist die antwort: ja....dann ist alles super. kommt man ins grübeln oder die antwort ist gar nein, muss man veränderungen schaffen....wie auch immer geartet
 
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Gast

  • #15
Er ist nur ein paar Jahre älter als ich und noch nicht im Rentenalter, sondern von seiner Firma äußerst großzügig abgefunden worden.
Auf gar keinen Fall will ich zu ihm ziehen und dann jeden Tag drei Stunden mit Tempo 50 durch die Pampa fahren.

Dann freue ich mich lieber über das gute Jobangebot und suche mir eine gemütliche Wohnung in dem Ort, in dem ich arbeiten werde.
In der Woche kommt er zu mir und am Wochenende leben wir bei ihm.
Falls ihm etwas passiert, verliere ich nicht auch noch mein Zuhause, denn die Kinder würden ihr Erbe dann sicher verkaufen wollen.
Trotzdem: Ein leicht übles Gefühl bleibt. "Disbalance" ist gut formuliert, Kalle.

Danke für Eure Mühe und Eure guten Beiträge, liebe Foristen.
FS
 
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Gast

  • #16
Hier nochmal die #12.

Das ist aber schön für ihn, diese Abfindungssache. Das klingt doch alles recht vernünftig. Würde ich auch so machen. Wenns schief geht, fällt Dir sich auch was ein :).
 
  • #17
Schön für Dich liebeFS, das ist doch eine gute Lösung

eines für alle die eine FB führen oder anfangen:
Was mich am meisten hemmen würde, wäre wirklich die Tatsache, dass ich ausser ihm dort niemanden kennen würde
Das ist schon die erste Falle, man sollte schon zu Zeiten der FB, wenn man den anderen besucht auch weitere Kontakte am jeweilige Ort knüpfen. Naturgemäss zwar erstmal das Umfeld des Partners aber das macht es wesentlich leichter dann einen Umzug zu realisieren. Man ist dann nicht mehr ganz Fremd und kann dann auch zügig sein Netzwerk aufbauen.